18. Januar 2012

'Im Schatten des Engels' von Eva Markert

Nach einem Autounfall steht Sarah Norden dem Todesengel gegenüber, der ihr eine zweite Chance gewährt: Sarah darf ins Leben zurückkehren, um lieben zu lernen. Ein Jahr ist ihr hierfür gegeben - ein Jahr, in dem sie versuchen will, ihrem Mann Robert die Liebe entgegenzubringen, die er ihrer Ansicht nach verdient.

Doch da ist auch noch der verheiratete Tierarzt und Vater zweier Kinder, Matthias Wulf, und es stellt sich die Frage, ob Sarah die Erwartungen des dunklen Engels letztlich erfüllen kann.

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Lesermeinung: Ein Buch, dass man nicht aus der Hand legen möchte, sondern in einem Rutsch durchliest.


Leseprobe:
Die Gestalt, die am Fußende des Bettes aufragte, war von einer Aura umgeben.
„Wer … wer bist du?“, stammelte Sarah.
„Du weißt es.“
Die Gesichtszüge des Engels waren ebenmäßig, von klassischer Schönheit wie die einer griechischen Statue. Sein
Antlitz wurde von tiefschwarzen Locken umrahmt. Er trug ein langes, schwarzes Gewand und hatte mächtige, schwarze
gefiederte Schwingen. Es war das schwärzeste Schwarz, das Sarah jemals gesehen hatte.
„Wer bist du?“, wiederholte sie.
„Du weißt es.“
Sarah schüttelte eigensinnig den Kopf, sie wollte es nicht wahrhaben.
Der Todesengel schwebte auf sie zu. Seine Füße, die unter dem langen Gewand hervorschauten, berührten den Boden
nicht. Das Licht, das aus seinen Nachtaugen brach, verströmte Wärme. Er streckte beide Hände aus. „Komm.“
Sein Anblick erfüllte Sarah mit einer unbestimmten Sehnsucht.
„Komm, Sarah.“
Dass er sie bei ihrem Namen nannte, machte sie aus irgendeinem Grund glücklich. Ja, sie wollte mit ihm gehen,
wohin er sie auch bringen würde. Wie von selbst hob sie beide Hände, um sie in seine zu legen.
In diesem Augenblick stöhnte Robert auf.
Sarah stockte und schaute zu ihm hin.
Er neigte sich über ihren Körper. Seine Brille saß völlig schief. „Sarah“, flüsterte er, „Spätzchen, bitte …“
Und dann sah sie, dass er weinte.

Im Kindle-Shop: Im Schatten des Engels

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