7. Februar 2012

'Mein Freund Kater Karlchen' von R.D.V. Heldt

Eine Kurzgeschichte über den roten Perserkater Karlchen und die Gemeinschaft von Mensch und Tier, liebevoll erzählt nach einer wahren Begebenheit - für kleine wie große Tierfreunde zu empfehlen.

Gleich lesen: Mein Freund Kater Karlchen ( Kurzgeschichte )










Leseprobe:
Man sagt, Tiere sind Balsam für die Seele und dies konnten wir nur bestätigen. Im Alltag gibt es Situationen, mit denen man nicht gleich fertig wird und wie überall kam es auch bei uns vor, dass wir ziemlich down waren und lustlos umher schlichen. Doch dann war Karlchen da. Als ob er es spürte, schnurrte er ständig um unsere Beine herum und machte die tollsten Sachen. Zum Beispiel befand sich in unserem Schlafzimmer ein Spiegelschrank. Er setzte sich an die Ecke, guckte herum und sah sein Spiegelbild. Nun ging es los. Er hatte einen Eindringling entdeckt. Prompt fing er an, ihn anzugreifen. Diese Gesten und Figuren, die er dabei machte, brachten uns zum Lachen und aller Kummer war vergessen. Uns ging es wieder gut.
Ein anderer Spaß war, wenn ich die Betten machte und den Bettkasten (wir hatten ein Polsterbett) öffnete. Dann war Karlchen nicht zu bremsen. Er kam angesaust, sprang in den Kasten und das Spiel begann. Ging ich nach hinten, huschte er nach vorn und umgekehrt. Fangen ließ er sich natürlich nicht, denn das wäre ja nicht interessant. Dies setzte sich so lange fort, bis ich das Zimmer verließ und er mir nach kurzer Zeit ziemlich gelangweilt folgte. Da konnte es schon einmal passieren, dass das Richten der Betten mehr Zeit als üblich benötigte.
Durch unsere Berufstätigkeit war es unumgänglich, dass er allein zu Hause bleiben musste. Versorgt mit frischem Wasser (keine Milch, wie man bei Katzen irrtümlich annimmt) und seiner Katzentoilette, beschäftigte er sich über diese Zeit allein – meistens wohl mit schlafen – ohne jemals etwas anzustellen. Wenn wir dann nach Hause kamen, egal ob mein Mann oder ich, begrüßte er uns so herzlich, wie ein Mensch es nie vermag. Dann war er ständig um uns herum und forderte sein Recht Mittelpunkt zu sein, dem wir aber auch liebend gern nachkamen. Er ließ uns nicht mehr aus den Augen und wenn wir abends gemütlich im Wohnzimmer saßen, lag er immer auf einem Schoß herum und ließ sich durch Kraulen verwöhnen. Uns allen ging es richtig gut.

Im Kindle-Shop: Mein Freund Kater Karlchen ( Kurzgeschichte )

Mehr über und von R.D.V. Heldt auf ihrer Website.



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