30. März 2012

"Ausgehandelt" von Andreas Adlon

Ein Wall Street-Thriller. Thomas Behrends verwirklicht seinen Lebenstraum als Börsenmakler an der Wall Street. An der Seite seiner Frau und seiner kleinen Tochter scheint das Glück vollkommen. Durch eine verhängnisvolle Order löst er einen Börsencrash aus und sein Leben gerät aus den Fugen.

Drogen und Hacker übernehmen im Leben von Thomas Behrends das Ruder. Als dann noch ein Freund unter ungeklärten Umständen stirbt, beginnt für den Deutschen ein schier aussichtsloser Kampf ...

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Leseprobe:
Alan Drummand hielt das Kratzen unter seiner Haut nicht mehr aus. Er nahm eine Rasierklinge und trieb sie tief in die Haut seiner Arme.
„Die krabbelnden Käfer müssen einfach raus“, sagte sein Kopf. Er sah aus als wäre er Kilometer weit durch einen Dornenbusch gelaufen.
Wann hatte er angefangen diese ‚Legal Highs‘ zu nehmen? Alan wusste es nicht mehr. „Badesalz“ nannte man die billigen Drogen, die für 25 Dollar an jeder Straßenecke in New York zu bekommen waren. Ein Kumpel, jedenfalls hatte ihn Alan früher mal dafür gehalten, brachte ihn zu dem Zeug. Der Footballer befand sich in einer labilen Phase. Sein sogenannter Kumpel wollte ihn aufmuntern.
„Pfeif dir das Zeug in dem Tütchen rein und du kommst ganz anders drauf.“
Kurz davor hatte Alan die niederschmetternde Diagnose des Campus Arztes bekommen. Zuerst verstand er gar nicht, was der Arzt ihm sagen wollte. Also fragte er nach.
„Ich verstehe diese Fachbegriffe nicht. Was bedeutet das für mich?“
„Um es einfach auszudrücken, Alan: Dein Knie ist kaputt. Es ist dauerhaft geschädigt. Damit kannst du kein Football mehr spielen – no way - keine Chance. Konzentrier dich auf die Uni …“
Den Rest des Vortrages hatte Alan nicht mehr gehört. Er hatte einfach abgeschaltet.
Früher hatte er sich noch ein Football-Spiel der Profis angesehen: Die Greenbay Packers schlugen die San Francisco 49ers überlegen mit 47:13.
"Ausgehandelt" im Kindle-Shop

29. März 2012

"Anne im Bauch" von Eva Markert

Marie hat eine beste Freundin, die älter ist als sie, Anne heißt und in ihrem Bauch wohnt. Niemand darf von diesem Geheimnis erfahren, sonst würde Anne für immer fortgehen. Schwierig wird es, als Josefa gegenüber einzieht und Marie sich mit ihr anfreundet. Bringt das ihre Freundschaft mit Anne in Gefahr?

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Leseprobe:
Wenn Mama Marie gute Nacht gesagt und das Licht im Kinderzimmer ausgemacht hatte, wurde es richtig lustig. Dann kam Anne heraus. Sie wohnte in Maries Bauch.
„Was machen wir heute?“, fragte sie.
Marie überlegte. „Sollen wir wieder deinen Kühlschrank umschmeißen?“
In Annes Kühlschrank war alles, was Marie und Anne gern mochten: Schinken, Bananen, Leberwurst, Erdbeermarmelade und vor allem riesige Mengen Schokoladeneis. Mama erlaubte ihr nicht, so viel Eis zu essen, höchstens eins am Tag. Deshalb warf Marie gern Annes Kühlschrank um, und dann aß sie das ganze Eis auf, was dabei herausfiel.
Anne fand das Spiel auch witzig, aber heute Abend nicht. „Das haben wir doch gestern erst gemacht“, wandte sie ein. „Außerdem habe ich keinen Hunger.“
„Ich eigentlich auch nicht.“ Zum Abendessen hatte Marie nämlich zwei Brote mit Schinken und Banane gegessen.
„Wie kann man sich bloß Bananenscheiben auf ein Schinkenbrot legen“, hatte Stefan gemeint und angewidert das Gesicht verzogen.
Marie liebte Schinkenbrote mit Banane. Das war übrigens auch eine von Annes Ideen. Wenn sie den Kühlschrank umwarfen, machten sie sich manchmal auch Schinken-Bananenbrote.
„Schmeckt toll“, antwortete sie Stefan, denn sie konnte ihm natürlich nicht von Anne erzählen.
Auch Leberwurst-Marmeladenbrote aß sie gern. Aber es musste unbedingt Erdbeermarmelade sein. Darauf bestand Anne.
Und sie hatte Recht. Überhaupt hatte sie immer Recht. Zumindest fast immer. Kein Wunder! Schließlich war sie ja schon viel älter als Marie. Nämlich schon achtzehn.
„Was sollen wir denn nun spielen?“, fragte Anne.
„Schule!“, rief Marie. „Ich bin die Lehrerin.“
„Au ja.“
Das war das Tolle an Anne. Obwohl sie älter war, hatte sie nichts dagegen, dass Marie die Lehrerin spielte.
„Wir haben Mathe“, begann Marie. Mathe war ihr Lieblingsfach.
„Okay.“
Marie dachte nach. „Drei und sieben weniger vier.“
Anne begann zu rechnen. Marie auch.
Nach einer Weile bat Anne: „Kannst du die Aufgabe noch mal wiederholen?“
Marie kicherte. „Nee, kann ich nicht. Ich habe sie nämlich vergessen.“
„Ich auch. Dann frag was anderes.“
„Wie viel ist drei und vier weniger fünf. Das können wir uns leichter merken.“
Wieder begannen sie zu rechnen. Doch ehe Marie wusste, was rauskam, schlief sie ein.

Im Kindle-Shop: Anne im Bauch
Hier für Tolino und ePub-Reader

28. März 2012

"Hopser will helfen" von Annette Paul und Krisi Sz.-Pöhls

Ein Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahre mit Illustrationen von Krisi Sz.-Pöhls. Hopser ist der Jüngste in der Familie Osterhase. Vor Ostern haben alle viel zu tun und keiner hat Zeit für Hopser. Er stört die Großen nur bei der Arbeit und darf ihnen nicht helfen, weil er zu klein ist. Dabei würde er so gern mitarbeiten. Doch zum Glück gibt es Oma und Opa.

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Leseprobe:
[...] Beleidigt zieht Hopser sich unter den Haselnussstrauch zurück. Wenn alle so viel Arbeit haben, warum darf er nicht helfen? Eine Weile schmollt er, endlich hat er eine tolle Idee. Als Opa aus seiner Werkstatt kommt, um eine Pause und ein kleines Nickerchen in der Sonne zu machen, schlüpft Hopser in Opas Werkstatt.
Oma ist noch immer in der Küche, sie muss jetzt die Küchenarbeit ganz alleine für die große Familie machen. Erst wenn sie damit fertig ist, hat sie Zeit, Osterkuchen zu backen. Deshalb ist niemand in Opas Werkstatt. Hopser holt sich fünf Eier aus dem Korb, genauso viele wie er Finger hat. Er stellt sie in die Eierbecher auf der Werkbank. Dann nimmt er einen Pinsel und die Farbe. Erst malt er blau auf die Eier. Leider landet der Pinsel nicht oben an der Spitze des Eis, sondern irgendwo in der Mitte. Und aus den Wolken werden dicke Kartoffeln. Aber das ist nicht so schlimm. Er hat noch weitere Eier und versucht, ob es besser wird. Wird es nicht. Anschließend taucht Hopser den Pinsel in die gelbe Farbe. Die färbt sich. Erst bilden sich blaue Schlieren und als Hopser kräftig rührt, färbt sich die gelbe Farbe grün. Eigentlich will er eine gelbe Sonne malen, aber hellgrüne Zweige sind auch schön. Seine zarten kleinen Äste werden leider dicke Balken, die krumm und schief sind. Er probiert es auf dem nächsten Ei und dann auf den restlichen drei Eiern. Überall sind jetzt blaue Kartoffeln und hellgrüne Balken. Gar nicht so, wie er es möchte. Er nimmt sich frische Eier und malt weiter.
„Hallo, wer ist denn in meiner Werkstatt?", fragt Opa. Er ist ausgeruht und gut gelaunt.
Hopser erschrickt und lässt ein Ei fallen. Es zerbricht.

"Hopser will helfen" im Kindle-Shop

Mehr über und von Annette Paul auf ihren Blogseiten.

23. März 2012

"Die Totmacher" von Sabine Ludwigs

Zweiundzwanzig kurze Krimis in einem Band. Wenn ihr Leben aus den Fugen gerät, Hass oder Liebe über sie hereinbrechen, Begierden sie überwältigen oder exzessive Gefühle alle Vernunft und jede Hemmung auslöschen, dann werden scheinbar ganz normale Menschen plötzlich zu Mördern.

Skrupellose Söhne, besessene Serienkiller, als Unfall getarnte Morde, hinterhältige Racheakte, heimtückische Langfinger und mit allen Wassern gewaschene Mörderinnen sorgen für spannende, bitterböse aber auch schwarzhumorige Unterhaltung.
"Warum tötet ein Mensch? Er tötet, um zu essen. Und nicht bloß, um zu essen: Oft muss es auch was zu trinken sein."
Woody Allen

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Leseprobe aus "Der Moloch"
Ich erinnere mich noch genau an den Tag, an dem alles begann. Es war neun Tage nach meinem zwölften Geburtstag, als sie es mir sagte. Ein Freitag.
Mama saß auf dem Sofa und klopfte einladend auf den Platz neben sich. „Komm Kevin, setz dich zu mir. Ich muss dir etwas Wichtiges erzählen, kleiner Mann.“
Also setzte ich mich neben sie, genoss, dass sie ihren Arm um mich legte, und wartete ab.
„Es geht um Paul“, erklärte sie. „Paul und ich wollen heiraten. Nächsten Monat.“
Mit rasendem Herzen fuhr ich auf: „Warum?“
„Weil ich wieder eine richtige Familie haben möchte, Kevin. Du weißt, wie lieb ich dich habe. Aber Paul und ich ... nun, ich möchte nicht länger allein ...“
„Du hast doch mich!“, unterbrach ich sie. „Reicht das nicht?“ Ich spürte, wie Tränen in meinen Augen brannten, und befreite mich mit einer heftigen Bewegung.
„Rede keinen Unsinn, Kevin“, murmelte Mama und zog mich wieder in ihre Arme. „Ich werde dich immer lieb haben, egal, was geschieht. Du bist doch mein Großer.“
Eben noch war ich ihr kleiner Mann gewesen - jetzt war ich plötzlich ihr Großer. Wie schnell die Dinge sich bei Erwachsenen doch ändern!
Es war schwer für mich gewesen, als Paul die ersten Male zu uns kam. Er hatte sich Mühe mit mir gegeben, mir sogar ein Buch von Edgar Allan Poe mitgebracht, das ich noch nicht hatte. Eine in Leder gebundene Geschenkausgabe. Die folgenden Wochenenden unternahm er viel mit mir: Wir hingen an der Spielkonsole, machten Fahrradtouren oder gingen ins Kino.
„Nur wir Männer“, wie Paul ständig betonte.
Er plante gern bis ins kleinste Detail und schien erst beruhigt, wenn er alles unter Kontrolle hatte. Es störte mich, dass er die meisten Entscheidungen traf, ohne mich überhaupt zu fragen.

Im Kindle-Shop: Die Totmacher


21. März 2012

"Die Liebe ist ein seltsam' Spiel" von Elsa Rieger

Erzählungen über die Liebe. Wie war es damals, als wir ungestüm den oder die Liebste erobert haben? Was davon ist geblieben? Wurden Träume wahr oder mussten sie begraben werden? So viele Fragen zum schönsten Thema des Lebens.

Gleich lesen: Die Liebe ist ein seltsam' Spiel

Leseprobe:
Dann bin ich da. Mein Herz holpert vor Ängstlichkeit, das sanfte Vergnügen an der tropfenden Stadt gegen die Betriebsamkeit dort im Nachtcafè einzutauschen. Dennoch kann ich nicht anders, ich brauche heute Menschen um mich – carpe nocturnam – und die Gelegenheit ist günstig.
Je stiller die Stadt, je voller der Mond, desto eifriger sucht man das Knistern und Flirren der anderen. Blicke werden gekreuzt wie Klingen – wer ist schöner, wer gewinnt? Nüstern blähen sich witternd, um nicht den leisen Hauch der Bereitschaft zu versäumen, den Duft der speziellen Essenz, die die Nacht zu einer gelungenen machen soll. Lachen zerplatzt auf Gesichtern wie aufflammendes Feuerholz.
Auch er, der meinen langsam dahintreibenden Blick mühelos einfängt, lacht.
Alles an ihm lacht. Ganz besonders die Augen. Sein Haar, die Zähne, die Nase lachen. Lediglich in den Mundwinkeln zuckt ein Rest von Ernst. Fühlt er wie ich die Qual der Gewissheit, die Gegebenheiten des Daseins akzeptieren zu müssen? Das lässt sich nicht weglachen, obgleich er sich große Mühe gibt.
Ich drücke mich an ihn, er erwidert.
„Sag nichts, bleib still“, flüstert er mit seiner Ernsthaftigkeit, er spürt meine Verwunderung über diese Vertrautheit mit ihm, dem Fremden.
Eros knistert, jede zufällige Berührung erhöht die Spannung der Hautoberfläche und neugierig aufeinander verlegen wir den Schauplatz an einen Ort der Einsamkeit.
„Sag nichts, bleib still“, bittet er.
Und so stöhnen wir stumm und verkrallen uns fremd und doch nahe ineinander.
"Die Liebe ist ein seltsam' Spiel" im Kindle-Shop

19. März 2012

"Sonnenthal" von Birgit Böckli

Ein Kurzthriller mit Horrorelementen. Für Günther Rombach geht ein Traum in Erfüllung, als er einen der begehrten Plätze in dem Seniorenstift „Haus Sonnenthal“ ergattert. Doch dann ereignet sich ein schrecklicher Unfall, und schon bald befindet sich Rombach in tödlicher Gefahr.

Sie nehmen dich auf, wenn du alt und gebrechlich bist. Sie sorgen für dich, wenn es sonst niemand tut. In Haus Sonnenthal kannst du deinen Lebensabend genießen. Wenn dir hin und wieder etwas seltsam vorkommt, schau einfach in eine andere Richtung und denke nicht weiter darüber nach. Du kannst ein gutes Leben führen.
Nur eines darfst du niemals tun: Stelle keine Fragen! Denn die Antworten könnten tödlich sein.

"Sonnenthal" im Kindle-Shop

16. März 2012

"Verborgen" von Brigitte Tholen

Spannende und mysteriöse Geschichten. Über Ereignisse, die besser verborgen bleiben, aber ans Licht gezerrt, Ängste auslösen. Die Texte zeigen den verzweifelten Versuch eines Mannes, seinem Fluch zu entgehen. Sie erzählen von grausamen Taten in der Vergangenheit, die sich erst später rächen werden. Sie zeigen, dass die Liebe sich nicht mit Zauberei und Gewalt erzwingen lässt, oder sich in der Liebe verlieren kann.

Gleich lesen: Verborgen

Leseprobe aus "Die Succubus"
Rocard blieb stehen. Ein leises Stöhnen direkt vor ihm. Sie lag, an eine Hauswand gelehnt, in der Nebengasse, das schwarze Haar bedeckte ihr Gesicht. Feine weiße Streifen zogen sich durch die dunkle Mähne.
Offensichtlich geschwächt, streckte sie die Hand nach ihm aus. Versuchte, ihn zu berühren.
„Bitte“, flüsterte sie leise. „Hilf mir.“ Rocard hatte Mühe, sie zu verstehen.
Wahrscheinlich war sie betrunken oder hatte Drogen genommen. Er wollte nicht mit solchen Dingen in Berührung kommen. Es ekelte ihn an. Jede Art Disziplinlosigkeit widerte ihn an.
Der Mond schob sich hinter einer Wolke hervor. Rocard konnte nun etwas mehr von ihrem Gesicht sehen. Die blasse Haut, die blutleeren Lippen, aber ... diese Augen! Für einen Moment fühlte er sich wie gelähmt. Das Schwarz der Iris, das sich wie ein tiefer Abgrund in die Unendlichkeit ihres Inneren zu verlieren schien. Rocard fühlte Übelkeit in sich aufsteigen. Das konnte nicht sein. Hastig drehte er sich um. Er wollte nur weg. Weg von diesen Augen, die alte Erinnerungen in ihm heraufbeschworen.

Im Kindle-Shop: Verborgen

"Duocarns - Die Ankunft (Sonder-Edition)" von Pat McCraw

Ein erotischer Fantasy-Roman. Auf der Jagd nach ihren Erzfeinden, den Bacanis, stranden fünf attraktive, außerirdische Duocarn Krieger im kanadischen Calgary. Erst allmählich werden sie sich ihrer erotischen Anziehungskraft auf die Erdlinge bewusst. Dabei wollen sie eigentlich nur weiterhin Bacanis jagen. Aber da sind Aiden und David, die sich beide bereits ihren Duocarn erwählt haben!

Die Bacanis, angeführt von ihrem skrupellosen, herrschsüchtigen Chef Bar, schlagen sich raubend und mordend durch die Menschheit. Bar gründet ein Drogenimperium, nicht ahnend, dass seine alten Feinde bereits auf ihn lauern.

Gleich lesen: Duocarns - Die Ankunft Sonder-Edition (Duocarns Erotic Fantasy & Gay Romance 1)

Leseprobe:
Die zartbunten Schleier zwischen dem östlichen und dem nördlichen Mond Duonalias verschoben sich. Solutosan kniff die Augen zusammen. Da waren sie! Ein Bacani-Raumschiff versuchte den Mond als Deckung zu nutzen, um sich ungesehen aus dem Staub zu machen.
Die Patrouille hatte sich gelohnt.
»Chrom, siehst du sie?«, fragte er ungeduldig.
»Nein!« Chroms Blick irrte auf dem Schirm umher.
»Verdammt! Links!«
Solutosan machte einen riesigen Satz zum Hauptschirm und tippte mit dem Finger auf die linke Ecke. In diesem Moment verschwand der kleine schwarze Punkt für einige Sekunden, tauchte aber wieder auf.
»Jetzt?«
Chrom nickte endlich und seine Finger flogen über die vier Tastaturen auf der Hauptkonsole.
Beim Vraan! War der Navigator heute blind?
Solutosan schwang sich auf den großen Drehsessel, die Hände angespannt auf die Knie gelegt. Das Jagdfieber hatte ihn gepackt. Er spürte, dass die Spannung auch bei seinen Kriegern an stieg, denn abgesehen von dem leisen Tippen von Chroms Fingern auf den Tastaturen war es auf einen Schlag gespenstisch still im Kontrollraum.
Xanmeran war hinter seinen Stuhl getreten. »Wo die wohl hinwollen?« Die Frage war an Chrom gerichtet, der nicht antwortete, sondern konzentriert weiternavigierte.
Auch Patallia, an seiner medizinischen Konsole und Tervenarius an der Kommunikation hielten die Luft an, denn die Schleier hatten sich wieder verdichtet und das Bacani Raumschiff tauchte nur gelegentlich daraus auf. Inzwischen etwas größer und näher als zuvor.
»Verlier die verdammten Parasiten nur nicht!«
Chrom schaute mit seinen violetten Augen kurz zu ihm hinüber. Solutosan hielt seinem Blick stand. Was waren die Bacanis anderes als Parasiten? Und sie, die Duocarns, waren die Kammerjäger, die diesen Abschaum seit Äonen gnadenlos jagten. Chrom hatte sich ihnen angeschlossen und verfolgte nun seine eigene Spezies.
»Schneller, Chrom!«, befahl Solutosan »aber halte genügend Abstand! Die haben uns vielleicht noch nicht entdeckt. Die kriegen wir!«
Wie immer, wenn er auf der Jagd war, hatte Solutosan das Gefühl, dass ihm der Raumanzug zu eng würde, besonders am Hals. Das war natürlich Blödsinn, denn er hätte sich in dem Anzug aufblasen können und er hätte ihn weiterhin hauteng umhüllt und seine Temperatur ausgeglichen. Für diesen Ausgleich war er jetzt sehr dankbar, denn er fühlte, wie sich die Hitze unter seinem langen Haar im Nacken sammelte.
»Beim Vraan!« Chrom hatte vor Aufregung seine Fangzähne ausgefahren. »Bei diesem Zickzack-Kurs kann ich unmöglich irgendwelche Zielkoordinaten feststellen. Wo wollen die hin?«
Solutosan war die Richtung der Bacanis im Moment völlig gleichgültig. Es war nicht anzunehmen, dass deren Raumschiff mit der Schnelligkeit und der Bewaffnung seines Kreuzers mit halten konnte. Er würde sie auf jeden Fall vor ihrem Ziel schnappen!
Er krampfte sich an die beiden Armlehnen seines Sessels. »Die meinen wohl sie wären clever! Aber wir sind schneller!«


Im Kindle-Shop: Duocarns - Die Ankunft Sonder-Edition (Duocarns Erotic Fantasy & Gay Romance 1)

12. März 2012

"UFFBASSE ABNEMME! - oder: Lach Dich Schlank" von Lena Glück

Runde Geschichten in Urlaub und Alltag, sowie gefährliche Selbstversuche auf dem Weg durch den Diäten-Dschungel.
Wie fühlt man sich als gewichtiges Mitglied der Gesellschaft? Was kann einem alles mit den NICHT in die Norm passenden Maße passieren? In welche FETTnäpfchen tritt man unweigerlich, obwohl das erste Motto lautet: "Um keinen Preis auffallen"? Eine etwas andere Erfahrung, die letztlich zu 50 Kilogramm Gewichtsverlust führte.

Gleich lesen: 50 Kilo weg, ohne Verzicht! UFFBASSE ABNEMME! - oder: Lach Dich Schlank

Leseprobe:
Schick in Form und Farbe
Im Jahre 1965 bin ich geboren, und zu meiner Zeit war ich eine gewichtige Ausnahme. Heute hat jedes dritte Kind bereits mit Übergewicht zu kämpfen. In meiner ganzen Schule gab es damals nur zwei Kinder mit diesem Problem. Da ich sehr selbstbewusst war, hatte ich wenig mit Hänseleien zu kämpfen. Allerdings stellte die Kleidung ein großes Thema dar. Große Größen für Kinder und Jugendliche fand man kaum. Ich hatte jedoch das Glück, dass meine Mutter eine Virtuosin an der Nähmaschine war. Natürlich gab es Dinge die sie nicht nähen konnte. Immer dann mussten wir den so verhassten Weg in die Stadt antreten.
Im fünften Laden kam eine überaus freundliche Verkäuferin auf uns zu und meinte:
"Einen Badeanzug für ein so dickes Kind werden Sie wohl in keinem Geschäft finden. Das Kind sollte erst einmal abnehmen."
Meine Mutter, die nicht auf den Mund gefallen war, erwiderte der Verkäuferin Sätze, die diese bestimmt nie vergessen hat. Wir waren nach diesem Erlebnis so frustriert, dass wir erst einmal auf den Wochenmarkt gingen und eine schöne, heiße und vor Fett triefende Wurst aßen.
Jeden Morgen nach dem Duschen kommt der so heißgeliebte Gang an den Kleiderschrank. Habe ich endlich das richtige Kleidungsstück herausgesucht und angezogen, folgt das Unvermeidbare: Der Blick in den Spiegel. Die Wölbungen des Po wollen unbedingt an die Oberfläche und die, mindestens in drei Teile gegliederten, rundlichen Falten des Bauches zeichnen sich wie Rettungsringe unter dem viel zu engen T-Shirt ab. Also hatte ich ein Shirt aus dem Schrank gegriffen, das schon eine ganze Weile darauf gewartet hat, wieder Tageslicht zu sehen. Sie haben bestimmt auch diesen Kleiderschrank zuhause, der alles nach einer gewissen Zeit schrumpfen lässt, oder?
Es gibt zwar die unterschiedlichsten Geschäfte und Versandhandelsketten, die Kleidung für Übergrößen anbieten, doch die Sachen sind meist überteuert. Außerdem muss man schon einen guten Blick dafür mitbringen, was passt oder nicht.
In so einer Boutique für große Größen angekommen, begrüßte mich gleich eine nette, rundliche Dame. Ich fühlte mich wohl, denn auch andere Kundinnen mit meinem Format waren zu sehen. In diesem Ambiente können auch wir aus Herzenslust shoppen. Wohlgemerkt, wenn man das passende Kleingeld zur Hand hat. Die Verkäuferin brachte mir sogleich das gewünschte Oberteil, das ich bereits in einem Katalog zuhause begutachten konnte und das an dem schlanken Model wunderschön anzusehen war.
Die gewünschte Farbe lila stand nicht mehr zur Verfügung, und so brachte mir die Verkäuferin das Shirt in rosa. Rosa war nun gar nicht meine Farbe. Mit meinen Ausmaßen und dieser Farbe fiel mir sofort Miss Piggy ein. Sie überzeugte mich das Oberteil trotz meiner Bedenken zu probieren. Dazu brachte sie mir, weil es gerade so Mode ist, eine Leggings ... "Leggings?"
"Ja", sagte die Dame, "das ist nun mal up to date und Sie können zeigen was Sie zu bieten haben."
Widerwillig zog ich die Sachen an und siehe da, die Leggings passten. Sie waren ganz in weiß gehalten und sahen aus wie die langen Unterhosen meines Großvaters.
Die Orangenhaut konnte ich nicht mehr verbergen. Nein, es kamen sogar die Fettdellen, welche bereits zu Kratern ausgebuchtet waren, zum Vorschein. Darauf nun das ganz in zartem Rosa gehaltene T-Shirt, mit kurzen Armen. Heute trägt man Kurzarm nur noch bis knapp unter dem Schulteransatz, so dass die überaus trainierten Schwabbelarme endlich mal wieder ans Sonnenlicht durften.
Zur Freude meines von der Erdanziehungskraft gezeichneten Baucheswar das Oberteil auch recht kurz geschnitten. Bei meinem Umfang war es durchaus zu vertreten, bauchfrei aufzutreten. Das angesagte Outfit schrie förmlich danach, mein nicht vorhandenes Bauchnabel-Piercing vorzuführen.
Natürlich sieht man immer wieder eher weibliche Wesen, die bestimmt bei dieser Verkäuferin einkaufen. Meist haben wir jedoch einen Blick für diese Dinge und ziehen die zeltartigen Kleidungsstücke vor. Nur, wäre es nicht schön, endlich einmal in einem normalen Geschäft einkaufen zu gehen? Wäre es nicht wunderbar, endlich mit der Mode gehen zu können und eine Unmenge von Geld einzusparen?

Im Kindle-Shop: 50 Kilo weg, ohne Verzicht! UFFBASSE ABNEMME! - oder: Lach Dich Schlank

8. März 2012

'Die mystische Rolle' von R.D.V. Heldt

Bei einem Spaziergang mit ihrem Hund Maxi findet Betty auf ungewöhnliche Weise eine alte Schriftrolle. Was es damit auf sich hat, wird sie bald erfahren. Allerdings muss sie dafür ein Rätsel lösen. Auf unheimliche Weise enthüllt sich das Geheimnis der Rolle und Betty steht ein sehr guter Freund zur Seite, der sie in allen Lebenslagen unterstützt.

Gleich lesen: Die mystische Rolle

Leseprobe:
Betty Braun, eigentlich Elisabeth Braun – sie konnte nie verstehen, wie ihre Eltern ihr das antun konnten und ihr diesen Namen gaben. Aber wahrscheinlich, weil ihre Großmutter väterlicher Seite ebenso hieß. Zum Glück nannten sie aber fast alle Betty.
Also, Betty war ein ganz normaler Teenager von fast sechzehn Jahren. Ihre beste Freundin war Angela Kunz, genannt Angie. Beide kannten sich schon aus der Grundschule und waren nun Internatsschülerinnen der zehnten Klasse – Mittelstufe. Ihr Wohnort war München. Ganz so normal war Betty in den Augen vieler Gleichaltriger wohl doch nicht, denn immerhin wohnte sie mit ihren Eltern in einem prächtigen Haus, direkt in Münchens Nobelviertel. Ihr Vater war nämlich ein ziemlich hohes Tier in einer bekannten pharmazeutischen Fabrik. Betty sollte später studieren und vielleicht in Vaters Fußstapfen treten.
Aber bis dahin dauerte es ja noch eine Weile. Sie genoss ihr Teeniedasein und war zufrieden, so wie es war.
Dies sollte sich jedoch ändern, als sie an einem Ferientag im Sommer mit ihrem kleinen Hund Maxi im nahegelegenen Park Gassi ging.
Betty saß auf der Parkbank und war ganz darin vertieft, auf ihrem Handy die SMS ihrer Freundin Angie zu beantworten. Es blieb natürlich nicht bei einer SMS und so ging es ständig hin und her. Darum achtete sie auch nicht auf ihre Hündin Maxi, die mit viel Energie neben der Parkbank in der Erde wühlte.
Betty wurde abrupt aus ihren Gedanken gerissen, als ein älterer Herr vor ihr stehen blieb und mit grimmiger Mine sagte:
„Na das ist ja wohl ein dicker Hund. So geht das aber nicht. Sitzt auf der Bank und passt nicht auf, was ihr Köter anstellt!“
Nun schaute sie auf Maxi und sah erst jetzt, dass diese ein ziemlich tiefes Loch gebuddelt hatte, was sie auch nicht besonders gut fand, antwortete aber schlagfertig:
„Das ist kein dicker Hund, sondern ein schlanker, süßer Rauhaardackel und keine Bange, das bringe ich schon wieder in Ordnung.“
Etwas Unverständliches vor sich hinmurmelnd ging der Mann weiter. Schnell schickte Betty noch eine SMS an Angie in der sie mitteilte, dass sie sich später noch einmal melden würde, weil sie nun keine Zeit mehr hatte. Gleich danach kümmerte sie sich um Maxi. An der Leine zog sie diese vom Loch weg, schimpfte aber nicht mit ihr, denn zur Natur eines Jagdhundes und besonders eines Rauhaardackels gehörte es Beute aufzuspüren und auch in der Erde zu graben.
Gerade wollte Betty die Erde wieder ins Loch schieben, als sie etwas entdeckte. Ganz unten im Erdloch lag eine Kiste. Dem Aussehen nach ähnelte sie einer Zigarrenkiste.
>Vielleicht hatte hier jemand etwas Wertvolles versteckt< dachte sie und holte die Kiste heraus. Bevor sie die Kiste vorsichtig öffnete, betrachtete sie sie von allen Seiten. Enttäuscht sah sie, dass kein Schatz darin war, sondern nur eine alte und schon ziemlich vergilbte Schriftrolle. Sie wollte die Kiste gleich wieder schließen und zurücklegen, aber dann siegte ihre Neugier. Sie nahm die Schriftrolle heraus, rollte sie ganz behutsam auf und las, was dort geschrieben stand.
Betty verstand dies alles nicht. Für sie handelte es sich nur um irgendein Kauderwelsch, ein Blabla, welches keinen Sinn ergab. Trotzdem fand sie irgendwie Gefallen an der Rolle. Darum packte sie sie wieder ein und verstaute die Kiste zwischen allen anderen Sachen, die ein Teenager benötigte, in ihrem Backpack. Bevor sie sich aber mit Maxi auf den Heimweg machte, schob sie die Erde zurück ins Loch und trat anschließend den Boden mit den Füßen schön fest, so, dass nichts mehr an ihren wühlwütigen Hund erinnerte.
Zu Hause angekommen schmiss sie den Backpack in eine Ecke ihres Zimmers und schaltete ihr Laptop ein, denn sie musste unbedingt mit Angie chatten. Es dauerte aber nicht lange bis beide feststellten, dass es günstiger wäre sich zu treffen, als stundenlang im Netz verbunden zu sein. Also kam Angie rüber.
Die Freundinnen erzählten sich den neuesten Tratsch aus ihrem Bekanntenkreis und Betty dachte gar nicht mehr an die Rolle.

Im Kindle-Shop: Die Mystische Rolle

Mehr über und von R.D.V. Heldt auf ihrer Website.

6. März 2012

'Königliche Republik' von Annemarie Nikolaus

Ein historischer Roman über Liebes- und Familienbande vor dem Hintergrund von Aufruhr und Krieg.

Neapel 1647: Mirella Scandore, die ehrgeizige Tochter eines Patriziers in Neapel, geht die Verlobung mit einem Granden Spaniens ein, als sich das Volk gegen die Fremdherrschaft der Spanier erhebt.

Henri de Guise, Herzog von Lothringen, wird nach dem Aufstand zum neuen Dogen von Neapel gewählt. Mirella Scandore lernt ihn zu schätzen und verliebt sich in einen seiner Offiziere, Alexandre de Montmorency. Mirellas Bruder Dario jedoch gehört zu den Gegnern der jungen Republik. Nach einem Anschlag auf das Tuchlager der Familie verbündet er sich mit den feudalen Landbaronen. Als er verraten wird, deckt Mirella ihn schweren Herzens. Doch dann erfährt sie von einem geplanten Attentat ihres Bruders gegen den Dogen, bei dem unweigerlich auch Alexandre getötet würde.

Gleich lesen: Königliche Republik

Leseprobe:
„Man hätte den Fischer liegen lassen sollen, wo der Pöbel ihn verscharrt hat.“ Der Sekretär des spanischen Vizekönigs zog die Mundwinkel verächtlich nach unten. Er warf einen letzten Blick auf den Trauerzug, der den Platz vor dem Schloss überquerte. Ein Dutzend Männer mit phrygischen Mützen führten die düstere Menge an, als wollten sie alle daran erinnern, dass Masaniello einer der ihren gewesen war. Die Rufe der Menschen auf dem Largo di Palazzo kamen nur gedämpft an – aber immer noch deutlich genug: „Viva il Re di Spagna; mora il malgoverno.“
Der Sekretär zog die schweren Vorhänge zu und hüllte den Raum in Dämmerlicht. Eine Öllampe ließ Herzog de Arcos, Vizekönig Seiner Katholischen Majestät in Neapel, das nötige Licht zum Schreiben. Sein Besucher dagegen, der Erzbischof von Neapel, wurde zu einem Schemen im Hintergrund des Arbeitszimmers.
„So lange sie ihrem König treu sind, mögen sie schreien.“ Rodrigo de Arcos steckte unbeeindruckt die Feder ins Tintenfass zurück und streute Sand über das Dokument, das er gerade unterzeichnet hatte.
„Ich teile Eure Meinung nicht, Don Rodrigo.“ Ascanio Filomarino ließ den Rosenkranz in den Falten seines Kardinalsrocks verschwinden und erhob sich. „Mit Masaniello hat die Revolte zwar ihren Anführer verloren, aber nicht ihren Kopf.“
Im Kindle-Shop: Königliche Republik

Mehr über und von Annemarie Nikolaus auf ihrer Website.



2. März 2012

'Wunschlos tot' von Birgit Böckli

Drei düstere Kurzgeschichten: Das Böse ist mitten unter uns. Oft nehmen wir es kaum wahr, spüren nur seinen eisigen Hauch, der uns kurz frösteln lässt oder erahnen eine Bewegung aus dem Augenwinkel.

Doch wem das Böse sich einmal offen präsentiert hat, der ist für immer von dieser Begegnung gezeichnet. Dann bricht die Erde zu unseren Füßen auf und gewährt uns einen Blick auf Dinge, so grauenhaft und bizarr, dass unser Verstand sich weigert, sie zu erfassen. Einen Blick direkt in die Hölle ...

Gleich lesen: Wunschlos tot

Nach Feierabend:
In der Gardinenabteilung taucht ein seltsames Paket auf. Sybille ahnt nicht, dass diese Lieferung ihr Leben für immer verändern wird.

Erkaufte Hoffnung:
Für Walter Sorell erweist sich ein harmloser Arztbesuch als Reise ins Verderben.

Gefährliche Träume:
Nacht für Nacht wird Fräulein Molle von düsteren Visionen geplagt. Doch der wirkliche Alptraum beginnt erst mit dem Erwachen.

"Wunschlos tot" im Kindle-Shop