25. April 2014

"Hilfmir - mein kleiner Freund und seine Mutmacher-Geschichten" von Monika Baitsch

"Hilfmir" ist kein gewöhnliches Kinderbuch, es ist vielmehr ein Konzept – ein Mutmacher, ein Unterstützer, ein Trostspender, ein kleiner Freund für unsere Kinder – einer, der Selbstvertrauen schenkt! Unsere Gedanken bestimmen was wir sehen, worauf wir uns konzentrieren. Wenn wir das Gute sehen, passiert uns das Gute aber leider auch umgekehrt. "Hilfmir" ist für die Kinder eine moralische Unterstützung und erinnert sie daran das Richtige zu denken, zu tun und zu erwarten.

Der kleine Hilfmir und die Hilfmir-Helden zeigen in ihren Geschichten,
- dass man erst denkt und dann handelt
- dass man niemand nach Äußerlichkeiten beurteilen sollte
- dass man schafft, was man wirklich will
- wie man sich selbst positiv beeinflusst
- wie man sich positive Erwartungen „träumt“
- dass es manchmal anders kommt, als man denkt – besser!
Empfohlenes Lesealter: ab 6 Jahre.

Gleich lesen: "Hilfmir - mein kleiner Freund und seine Mutmacher-Geschichten" von Monika Baitsch

Leseprobe:
Jannis geht ins Fußballcamp
Die Osterferien hatten begonnen. Jannis war nach der Schule nach Hause gekommen und hatte den Schulranzen in die Ecke gefeuert.
"Verdammt! Drei lange Wochen Osterferien, und mein bester Freund fliegt für eine Woche in den Urlaub. So ein Mist!", donnerte er wütend.
Seine Mutter streckte den Kopf aus der Küche und hob die Augenbrauen. Heute gab es Pfannkuchen, das Lieblingsessen von Jannis. Man konnte es schon an der Haustür riechen. "Was ist denn los?", wollte sie wissen.
"Ach, nix. Der Basti fliegt in den Urlaub nach Spanien und ich muss die ganze Zeit zuhause rumsitzen und mich langweilen", meckerte er weiter.
"Jetzt komm erst mal rein und iss zu Mittag, dann sieht die Welt schon wieder ganz anders aus", versuchte seine Mutter ihn zu beruhigen. Jannis setzte sich auf seinen Platz und aß. Die Pfannkuchen waren, wie immer, lecker, aber seine Laune wurde nicht besser. Als er fertig gegessen und seinen Teller in der Spülmaschine verstaut hatte, knurrte er: "Bin in meinem Zimmer", und weg war er.
Seine Mutter konnte ihn gut verstehen und hatte auch schon einen Plan, wie sie ihn wieder aufheitern konnte. In der Zeitung hatte sie heute Morgen eine Anzeige gelesen:
Fußball-Camp in den Osterferien
für Kinder von 8 – 16 Jahre
Beginn: Montag um 9 Uhr
an der Turnhalle - Restplätze frei!!!
Anmeldung bis Freitag 19 Uhr möglich!
Telefon 0211/ 43 16 56 bei Martin
Inzwischen hatte sich Jannis oben in seinem Zimmer auf das Bett geworfen. "Mann, ist die Welt so ungerecht zu mir!", brummelte er vor sich hin und versank dabei in Selbstmitleid. Es war normalerweise nicht seine Art, aber die Vorstellung eine Woche ohne Basti! Unvorstellbar! Sie machten doch ansonsten auch alles gemeinsam.
Sein Hilfmir lag vor ihm auf dem Bett. Er nahm ihn und sagte: "Mensch Hilfmir, wie kann sowas nur sein? Wieso geht der Basti in den Ferien nach Spanien und ich muss zuhause bleiben? Es ist ungerecht, dass er mich alleine lässt! Mit wem spiele ich denn die ganze Zeit? Immer ich! Alle gehen in den Urlaub, aber wir nicht!"
Dass sie in den Faschingsferien eine Woche im Skiurlaub waren, hatte er in diesem Moment einfach vergessen!
Er jammerte noch eine Weile vor sich hin, aber dann besann er sich! "Lieber Hilfmir, jetzt kannst Du mal zeigen, was du drauf hast! Ich will mich die nächste Woche nicht langweilen! Ich brauche einen Plan, was ich tun kann. Bitte schicke mir eine Idee oder so was!", forderte er Hilfmir heraus.
Eigentlich wusste er, dass man so keine Wünsche an Hilfmir formulierte, aber ein bisschen wütend war er eben immer noch.
"Jannis, kommst du bitte mal nach unten?", hörte er in dem Moment seine Mutter an der Treppe rufen.
"Was denn? Warum soll ich denn jetzt schon wieder kommen?", brummte er. Er hatte jetzt bestimmt keine Lust, auch noch den Müll rauszubringen oder so was.
"Würdest du jetzt bitte mal kommen, wenn ich dich rufe?", antwortete seine Mutter. "Ja, ich komm‘ ja schon", er erhob sich von seinem Bett und steckte Hilfmir in die Hosentasche. Als er in der Küche ankam, telefonierte sie gerade.
"Super! Warum soll ich kommen, wenn sie jetzt telefoniert?", dachte er.
"Du Jannis, ich habe gerade Tante Petra am Telefon und sie sagt, dass der Paul nächste Woche gerne zu uns kommen würde. Sie muss arbeiten und er hat ja auch Ferien und wäre sonst alleine. Das ist doch okay für dich, oder?"
Ausgerechnet Paul! Paul war ein Jahr jünger, als er und konnte nicht mal richtig Fahrradrennen fahren. Jetzt sollte er auch noch den Babysitter spielen! Jannis dachte das, sagte aber: "Mhm, wenn's sein muss!" Er wusste, dass es schon eine beschlossene Sache war und er nichts mehr dagegen tun konnte.
In Gedanken beschwerte er sich bei Hilfmir:
So habe ich mir das aber nicht vorgestellt. Wieso habe ich jetzt auch noch Paul an der Backe? Hättest du nicht was Besseres finden können? Der kann ja noch nicht mal mit dem Fahrrad richtig fahren, und außerdem ist er sowieso noch ein Baby. Jannis war wieder richtig sauer! … Hey, wie geht's?", fragte Paul, als er Jannis sah, nahm seinen Lederball und war auch schon wieder draußen im Garten.
"Was soll das denn jetzt?", fragte sich Jannis. "Der fragt mich was und wartet keine Antwort ab. Na warte!" Jannis ging Paul hinterher, der schon mit seinem Ball beschäftigt war. "Wie lange schaffst du es, den Ball oben zu halten? Ich schaffe es bis 47", sagte Paul. "Ist doch Baby-Kram. Gib her!", forderte Jannis Paul heraus.
"Hilfmir, hilf mir!", dachte Jannis nur kurz, aber gegen eine zu große Klappe, konnte selbst Hilfmir nichts tun! Jannis musste nach einer Weile zugeben, dass Paul es besser konnte, als er.
"Macht nix", sagte Paul, "ich habe auch lange trainiert, bis ich es bis 47 geschafft habe. Komm wir wechseln uns ab."
Der ist eigentlich richtig nett geworden, schoss es Jannis durch den Kopf und dann übten die Beiden, bis seine Mutter zum Essen rief…

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Mehr über und von Monika Baitsch auf ihrer Website.

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