16. Juli 2015

"Der Regentanz bringt die Liebe: Emilia" von Eva Joachimsen

Die Physiotherapeutin Sandra Petow arbeitet als Übungsleiterin einer Kindergruppe in einer Tanzschule. Robert Hermann hilft ihr bei einer Fahrradpanne. Obwohl sie den attraktiven Mann mag, ärgert sie sich über seine Flirtversuche, da sie ihn für einen Vater hält. Eines Tages wird das Kind nicht abgeholt und sie nimmt es mit nach Hause. In der Nacht steht Robert vor der Tür. Seine Schwester hatte einen Autounfall und liegt im Krankenhaus.

Da Robert mitten in einer Prüfung steckt, hilft Sandra bei der Betreuung des Kindes und verliebt sich in ihn. Doch meint er es ernst oder ist sie nur die hilfsbereite Babysitterin?

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Leseprobe:
Sandra berichtete von ihrer Suche nach einem Nebenjob. „Ich habe meinen Übungsleiterschein gemacht. Aber unser alter Sportverein hat mich nur als Schwangerschaftsvertretung eingestellt. In vier Monaten will Jana wieder arbeiten, dann brauche ich etwas Neues.“
„Was machst du denn?“
„Kinderturnen, Kindertanz, eine Zeitlang habe ich auch Seniorengymnastik gemacht. Ab und zu vertrete ich eine Freundin im Altersheim. Aber nichts Festes.“
Julia nagte an ihrer Unterlippe. „Vaters Tanzschule könnte Nachwuchs gebrauchen. Für Jugendliche gibt es zwar Hip-Hop und Musical Dance, aber für Kinder bietet sie nichts an. Ich frage Vater, ob er nicht eine Kindertanzgruppe einrichten will, damit er auch in Zukunft genug Tänzer hat.“
Sandra bewarb sich in den nächsten Tagen weiter. Die Hoffnung, eine zweite Stelle in einer Praxis eines Physiotherapeuten zu erhalten, zerschlug sich leider. Immerhin wurde sie von einer Seniorenresidenz für zwei Stunden in der Woche engagiert.
Am Freitagnachmittag klingelte es Sturm. Julia stand vor der Tür. „Ich habe Vater überzeugt, du darfst eine neue Kindergruppe aufmachen. Am Nachmittag, wenn der kleine Saal frei ist.“ Sie sprudelte vor Begeisterung über und ließ Sandra gar nicht zu Wort kommen. „Wir machen Werbung im Anzeigenblatt und hängen Plakate in den Läden auf. Die Gruppe soll mindestens ein Jahr laufen. Dann wird geprüft, ob es genug Nachfrage gibt. Bis dahin wirbeln wir, damit du den Job länger behältst.“
Endlich schaffte es Sandra, sie in die Wohnung zu ziehen, bevor die Nachbarn sich über den Lärm beschwerten, und einen Kaffee zu kochen.
Für sie bedeutete es einen Termin mehr. Jetzt musste sie sehen, dass sie schnell genug von der Tanzschule zum Sportverein kam. Aber sie konnte das Geld gut gebrauchen, und sie freute sich auf die Kinder. Mit den Kleinen zu arbeiten, machte ihr immer Spaß. Sorgfältig bereitete sie ihre ersten Stunden vor, hängte mit Julia zusammen Plakate auf und half beim Verteilen der Flyer. Julias Vater, Andreas Ehlers, sprach mit der Presse und erhielt einen langen Artikel in der Zeitung.
Der erste Nachmittag, an dem zwölf Kinder erschienen, deckte zwar die Kosten nicht, war aber ein großer Erfolg. Sandra war froh, dass so viele gekommen waren, denn Herr Ehlers war persönlich anwesend. Er begrüßte alle Eltern und Kinder im Namen der Tanzschule und stellte sie als erfahrende Übungsleiterin vor. Danach übernahm er den Bartresen, bediente die Mütter und beobachtete die Gruppe durch die Glasscheibe.
Natürlich erhöhte das Sandras sowieso schon vorhandene Nervosität. Zum Glück half ihr die Erfahrung aus der Lateinformation, wo sie ständig vor Zuschauern getanzt hatte. Sie konzentrierte sich auf die Kinder. Begeistert machten die Kleinen mit, liefen hinter ihr her, hoben die Arme, klatschten im Takt und hopsten wie die Kaninchen. Es war eine Freude, ihnen zuzusehen. Am Ende der Stunde hüpften die Kinder fröhlich zu ihren Müttern und drei Frauen sprachen Sandra an, dass ihnen die Stunde gut gefallen habe und sie wiederkommen würden. Natürlich hoffte Sandra jetzt auf Mundpropaganda.

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