25. August 2015

"Trugbild der Schatten: Erster Teil der Aedon-Vohrn Trilogie" von Helmut Aigner

Aus Verbündeten werden Verräter - Freunde zu gnadenlosen Feinden, in einer Welt, in der das Wirken von Magie ein unsagbares Verbrechen darstellt.

Ein einfacher Auftrag gerät für eine Söldnerin aus Courant zu einem Desaster. Ein fanatischer Ritterorden macht Jagd auf eine Gemeinschaft von Verstoßenen.Und die letzte Elfenzivilisation Aedon-Vohrns steht kurz vor ihrem endgültigen Zerfall. Sie alle sind verbunden durch den Konflikt alter Mächte.

Einer Fehde der Gefallenen.

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Leseprobe:
Andauernd, jede Nacht, plagten sie düstere Albträume. Es blieb falsch, egal wie oft sie es durchlebte.
Unerklärliche Bilder verblassten nach dem Erwachen, mit rasendem Herzen suchte sie nach einer Erklärung.
Im Schlaf wurde Etaila zu jemand anderem, einer Frau, die in Furcht lebte vor ihren Verfolgern.
Sie rannte durch einen dichten Wald, gehetzt von einem Jäger. Oder glaubte es nur. Wenn sie sich umdrehte, war da nichts, nichts außer der Kälte zwischen den Ästen, dünnem aufsteigendem Rauch und purer Einsamkeit. Sie landete an einem anderen Ort, herausgerissen aus der Vergangenheit.
Grübelnd sah die Träumerin eine Siedlung, klein, friedlich und abgelegen in den Bergen, die sie nie bereist hatte. Sie erspähte eine alte Frau mit sorgenvollem Blick, die Sorgfalt galt allein dem Schicksal der Besucherin.
Der Tod kam in die kleine Siedlung.
Die Vorsteherin wurde erstochen von einem Mann bewaffnet mit schlichtem Dolch. Er wechselte sein Angesicht, war erst jung, später alt und wieder umgekehrt.
Doch das war nur der Beginn, die Eindrücke änderten sich rasch, sie konnte kaum folgen.
Sie sah ein Heer von Angreifern, keine Menschen, sie brachten das Leid in die entlegenen Täler des Grenzlandes der Thärden, den kriegerischen Clansleuten und verhassten Nachbarn der Elfen.
„Es sind Orks, flieht, wenn Ihr sie bemerkt, sonst ist es um Euch geschehen", flüsterte eine leise ängstliche Stimme ihr in den Nächten zu.
Diese Warnung flößte ihr Angst ein und machte sie panisch. Wieder befand sie sich in dem lichtlosen Wald unter schiefen Baumreihen. Sie zitterte vor Angst und Kälte, und als sich Etailas anderes Ich umwandte, stand jener, der seine Form wechselte, hinter ihr, mit gezogenen Dolchen und einem frostigen, mordgierigen Glitzern in den Augen.
Die ängstliche Stimme in ihr begann zu sprechen. Sie flüstere nur einen Namen. Es war derselbe, den die alte Frau kurz vor ihrem Tod gehaucht hatte. Ein mächtiger Name, so althergebracht wie die Sagen ihres Volkes
„Viondars".
Dann wachte sie auf, den Klang ihres eigenen Schreies in den Ohren. Der wirre Traum riss sie aus dem Schlaf. Sie setzte sich auf ihre einfache Schlafstätte, Säcke, gefüllt mit Stroh.

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