8. August 2015

"SOROS: Der Untergang einer Spezies" von Hans-Peter Michael

Als Admiral der Astro Force wird Michael Walther, nunmehr Alp Centower, Vorsitzender des Verteidigungsrates der UNO. Dabei kommt es zu Bewährungsproben. Nach einem starken Erdbeben an der amerikanischen Westküste, stellt er nach Unruhen die Ordnung wieder her. Er verhindert einen Krieg um Bodenschätze in Mittelamerika und baut UNO-eigene Streitkräfte auf. Nach einer Umstrukturierung der UNO wird er Erster Konsul und in Anlehnung an Napoleons Werdegang der erste und letzte Welt-Kaiser Alpha Centaurus.

An seiner Seite seine alten Kameraden, die er in den Rang kaiserliche Marschälle erhebt. Die Kampfpilotin Angela de Fries wird Kaiserin Cleopatra. Nach der Geburt ihres Kindes, eines Sohnes mit sechs Fingern an jeder Hand, schlägt die Liebe der Frau in Hass um. Sie putscht. Im Gefecht mit Centaurus wird sie getötet und der Kaiser schwer verletzt. Das terrestrische Kaiserreich bricht zusammen, der Thronfolger und der schwerverletzte Kaiser werden in Sicherheit gebracht. Jahre später. Fürst Onabis organisiert mit Dr. Koch die Rettung Alpha Centaurus, der Raumschiffe und der Menschheit vor einer drohenden Gefahr.

Vor der Katastrophe werden mehrere hunderttausend Menschen ins Imperium der 427 Nationen evakuiert. Auf der Erde bricht die Zivilisation zusammen, mehrere Milliarden Menschen sterben. Michael Walther, nunmehr in einem neuen Körper ist der letzte Berichterstatter.

Gleich lesen: SOROS Buch II: Der Untergang einer Spezies

Leseprobe:
In Washington DC verbreitete sich ein Gerücht mit Mach 3, wie es der Chef der Air Force kolportierte. Aus dem Büro des Verteidigungsministers drang eine geheime Meldung durch. Angeblich war vorgesehen, den noch brandneuen Chef der Astro Force durch einen Neuen zu ersetzen. Entweder hatte sein Matrose auf einem Schleudersitz gesessen oder er war zu noch höheren Weihen berufen. Im Büro Centowers bekam er auf Nachfrage nur die Antwort, dass dieser sich auf der Basis in der Südsee befinden würde. War das schon eine Zwangsversetzung? Als er sich ein paar Tage später zur Mittagszeit im „Generalsklub“ aufhielt, sah er dort Centower mit dem Joint Chiefs of Staff, dem obersten Personalchef der Streitkräfte, im Gespräch vertieft. Centower erblickte ihn beim Eintreten und winkte ihn zum Tisch, was der Personalchef missbilligend zur Kenntnis nahm.
„Na, wird hier schon Ihre Nachfolge ausgekungelt?“, provozierte er lächelnd.
Der Personalchef tat erstaunt und Centower lächelte nur, als er mit der linken Hand für den Air Force Chef einen Stuhl hinrückte. Der Personalchef schwieg und überließ Centower die Antwort.
„Wollen Sie sich etwa bewerben?“
„Aha, doch. Ich hab da was läuten hören,“ antwortete der Flieger. „Ist also was Wahres dran. Was ich nicht verstehe, ist, was der Grund des kurzen Zwischenspiels war. Fühlen Sie sich in der Position nicht wohl?“
„Die National Command Authority hat mich verkauft.“ Der Chef der Luftwaffe schaute Centower verständnislos an.
„Verkauft? Das Oberkommando hat Sie verkauft? Wie darf ich das verstehen?“
„Auf Gesuch des Generalsekretärs der Vereinten Nationen werde ich an die UNO ausgeliehen. Dort soll ich den militärischen Verteidigungsrat leiten.“
„Da muss mir was entgangen sein. Die UNO hat einen Verteidigungsrat? ... und was wird aus Ihrer Entwicklungsabteilung auf der Südseebasis? Was wird aus der Astro Force?“
„Ich will dem NCA nicht vorgreifen,“ antwortete Centower. „So wie es gedacht ist, bleibe ich Chef der Astro Force, werde jedoch durch einen kompetenten Offizier so lange vertreten, bis meine Arbeit bei der UNO erledigt ist. Wie ich die Präsidentin verstanden habe, ist diese Abkommandierung nur auf Zeit gedacht.“
„Wer wird Sie vertreten?“
„Wenn Sie noch Zeit dafür haben, schlage ich Sie vor.“
„Centower sind Sie von allen guten Geistern verlassen? Ich habe schon mit meinem Laden genug zu tun und dann soll ich auch noch Ihre Firma leiten?“
„War ja nur ein Scherz. Ich habe meinen Basischef Coronel Burger empfohlen, der ist mit den Neuentwicklungen, der Basis und den Aufgaben der Astro Force bestens vertraut und geniest mein vollstes Vertrauen.“
„Glauben Sie, der NCA setzt einen Obersten auf Ihren Stuhl? Es wird Unruhe in den Reihen der Generalität geben, wenn diese bei der Besetzung so eines Postens übergangen wird,“ warf der Luftwaffenchef ein.
„Wer sagt, dass ein Oberst mein Stellvertreter wird?“
„Na Sie, ist Burger nicht Coronel?“
„Stimmt, aber er wird vor meiner Abkommandierung zum Einsternegeneral befördert,“ antwortete anstelle Centowers der Personalchef der Streitkräfte.
„Verdammt, hat der Kerl mit unserer Präsidentin eine Affaire?“ fluchte der Luftwaffenchef. „Wenn es so leicht wäre, könnte ich schon seit Jahren einen Stern mehr haben.“
Centower und der Personalchef lachten schallend bei der Vorstellung, Burger und die Präsidentin in unzweifelhafter Pose zu sehen.
Vor diesem Gespräch führte Centower eine Handvoll Gespräche geführt und dabei einige Gedankenlawinen ausgelöst, die mit mehr oder weniger Getöse in die Niederungen der Politik rauschten. Wie im Selbstlauf verbreitete sich in der Weltpolitik die Meinung, dass die Vereinten Nationen einen eigenen Verteidigungsrat bedurften und dieser mit einem kompetenten Militär besetzt sein sollte. Zur gleichen Zeit wurde beim Generalsekretär der UNO, Centowers Name von verschiedenen Seiten ins Spiel gebracht. In der letzten Sitzung des Sicherheitsrates hatte der Vertreter des ständigen Mitgliedes China Centowers Namen zum ersten Mal genannt. Der Generalsekretär war darüber erstaunt, dass gerade die Chinesen einem Amerikaner den Vorzug gaben. Eine weitere Überraschung erfolgte, als der gleiche Name in der Politischen Abteilung beim Generalsekretär und vom Leiter der Friedensmission genannt wurde.
Wer ist dieser Mann? Der ist wie ein Wal aus der Tiefe des Meeres aufgetaucht. Noch vor zwei Jahren kannte ihn niemand, jetzt soll er der Chef einer Sondertruppe bei der amerikanischen Luftwaffe sein. Er geniest das Vertrauen der Präsidentin, die Chinesen loben ihn und ich kenne diesen Kerl noch nicht einmal, dachte der Generalsekretär. Ich werde die amerikanische Präsidentin bitten, den Mann bei mir antanzen zu lassen.
Zwei Tage später „tanzte“ Centower im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York an. Der Generalsekretär glaubte, das auf seine Bitte hin, die amerikanische Präsidentin besagten Militär beschleunigt in Bewegung gesetzt hatte. Über seine vermeintliche Macht freute sich der UNO-Chef.

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