15. April 2016

'Hamburg Killer Heart 1' von Feronia Petri

Willkommen im Reich der Sünde, des Vergnügens, der Dunkelheit und des Todes - Hamburgs Unterwelt!

Als Christian Lange nach einer durchzechten Nacht neben einer Leiche aufwacht, ahnt er noch nicht, in was für ein Komplott er geraten ist. Er wird des Mordes beschuldigt, seine Frau ist verschwunden und eine geheimnisvolle Killerin macht Hamburg unsicher. Die »Angstfrau« hat noch ein paar Rechnungen zu begleichen – und kennt keine Gnade ...

Hamburg Killer Heart ist ein Fortsetzungsroman, der insgesamt aus sechs Teilen besteht. Für Fans von Jo Nesbö (Blood on Snow)

Gleich lesen: Hamburg Killer Heart 1



Leseprobe:
Christians Finger tasteten über eiskalte Haut.
Im ersten Moment glaubte er, Jasmin würde frieren. Vielleicht hatte seine Frau ja im Schlaf die Decke abgestreift? Denn Christian lag im Bett, daran gab es keinen Zweifel. Das spürte er, ohne die Augen öffnen zu müssen. Die Matratze unter ihm fühlte sich butterweich und durchgelegen an. Dafür waren Christians Nackenmuskeln steinhart. Außerdem wurde ihm schwindlig, sobald er den Kopf drehte. Und seine Zunge kam ihm wie ein Stück alter Putzwolle vor.
Christian musste am Vorabend wirklich gewaltig abgestürzt sein. Ihm war übel, doch die Besorgnis um Jasmin gewann die Oberhand. Seine Frau würde sich noch erkälten, wenn er sie nicht wieder zudeckte.
Christian drehte sich voller Kraftanstrengung auf die andere Seite. Er fand den Schalter der Nachttischlampe, legte ihn um. Licht flackerte auf, und Christian öffnete vorsichtig seine Augenlider.
Im nächsten Moment schrie er vor Entsetzen.
Neben ihm im Bett lag nämlich nicht Jasmin, sondern ein toter Transvestit.
Der Leichnam war kalkweiß und vermutlich vollständig ausgeblutet. Dafür sprachen zumindest die riesigen roten Flecken auf der Haut, dem Bettlaken und dem ausgetretenen Teppichboden. Auch Christians eigener Körper war mit bereits getrocknetem Blut besudelt.
Sein Herz begann zu rasen, weit riss er seine Augen auf. Nur für Sekunden hatte Christian angenommen, der Tote neben ihm sei eine Frau. Gewiss, der erstarrte Körper verfügte über große Brüste. Doch auch der Penis dieser Leiche, der von Größe und Form her an ein Cocktailwürstchen erinnerte, konnte nicht übersehen werden. Und schließlich musste Christian auch noch angewidert feststellen, dass irgendein Satan in Menschengestalt den aufgespritzten Kussmund des Transvestiten zugenäht hatte. Die weit aufgerissenen toten Augen des Mordopfers starrten die rissige Zimmerdecke an.
Christian hielt es nicht mehr im Bett. Sein Magen rebellierte, er sprang auf, wollte ins Bad rennen.
Christian riss die Tür auf, doch in seiner Panik hatte er die falsche erwischt. Er stand nun nicht in der Nasszelle, sondern auf dem Hotelkorridor. Dort waren zwei junge Frauen mit Rollbags offenbar auf dem Weg zu ihrem Zimmer. Sie schrien erschrocken auf, als sie den nackten blutverschmierten Mann sahen.
Christian machte kehrte und eilte auf wackligen Beinen ins Zimmer zurück. Sein Mageninhalt wollte sich nun wirklich dringend von ihm verabschieden. Diesmal fand er das Bad, und gleich darauf kotzte er in die Toilettenschüssel. Danach ging es ihm zwar nicht gut, aber zumindest konnte er wieder halbwegs klar denken.
Was war während der Nacht geschehen?
Diese Frage konnte Christian sich selbst unmöglich beantworten. Jasmin und er waren in einer Vorstellung von "König der Löwen" gewesen. Sie hatten sich die Musicalreise nach Hamburg gegönnt, um ihren ersten Hochzeitstag zu begehen.
Wo war Christians Frau? Und wer hatte den Transvestiten erstochen?

Im Kindle-Shop: Hamburg Killer Heart 1

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