2. November 2016

'Kreuzbrüder: Kampf um Jerusalem' von Sven van Kagen

Ende des 11. Jahrhunderts, zur Zeit des ersten Kreuzzuges. Gut Heiligen am Neckar. Um Streitigkeiten zu vermeiden, schickt der Gutsherr zwei seiner Söhne ins Heilige Land. Im Heer von Gottfried von Bouillon sollen Toralf und Christian zu Männern heranreifen.

Doch statt Ruhm und Ehre erwarten sie Grausamkeit, Ungerechtigkeit und Leid. Und dann treffen geheimnisvolle Nachrichten aus der Heimat ein. Welche Intrige spinnt ihr Bruder Friedmann? Und wohin ist Toralfs große Liebe Carna verschwunden?

Unmittelbar nach der Eroberung Jerusalems bricht Toralf wieder in die Heimat auf. Doch dort wartet eine Gefahr, die mit Waffen allein nicht zu besiegen ist ...

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Leseprobe:
„Und was ist, wenn du nicht zurück kommst?“ Carna schüttelte den Kopf und sah Toralf fragend an. Sie schürzte ihre Unterlippe und ihr Schmollmund sah so liebreizend aus, dass der junge Mann nicht anders konnte, als sie fest an sich zu ziehen, um sie zu küssen. Heftig drückte er sie und ließ seine Hände unter ihrer leichten Tunika über ihren nackten Bauch wandern. Doch als er nach ihren kleinen festen Brüsten tastete, entwand sie sich seinen Armen. „Lass das, ich meine es ernst. Was ist, wenn du im Kampf verwundet oder sogar erschlagen wirst und nicht zu mir zurückkehrst? Nach allem, was man hört, werden schlimme Gräueltaten im Heiligen Land verübt.“
Toralf ließ von ihr ab, legte den Kopf in seine Hände und stöhnte spielerisch. „Vor allem hört man von Frauen, die mit dem Zug der Kreuzfahrer unterwegs sind und die Krieger bewundern“, neckte er sie.
Sie warf ihm einen vernichtenden Blick zu und tat so, als ob sie die kleine Hütte im Wald verlassen wollte, in der sie sich seit ein paar Wochen heimlich trafen.
Toralf sprang auf und hielt sie am Arm. Sein glühender Blick war Bitte genug und sie blieb. Er nahm ihre Hand und sie setzten sich beide auf das kleine Bett aus Holz, das die Hütte fast ganz ausfüllte. Die Matratze war aus Stroh, aber zwei wollene Decken lagen bereit. Toralf hatte Unterkunft und Bett selbst gebaut. Eigentlich sollte die Hütte als nächtlicher Unterschlupf dienen, wenn er besonders früh in den Wald zum Jagen wollte. Nur er und seine beiden Brüder wussten davon. Doch für die beiden Älteren war es schon seit Jahren unter ihrer Würde, einfach so im Wald zu schlafen. Sie liebten den Komfort ihrer eigenen Gemächer und würden nicht so leicht darauf verzichten. Und so kam Toralf immer öfter hierher, wenn er jagen, die Natur studieren oder einfach mal allein sein wollte. Dass die Hütte sich hervorragend für heimliche Treffen mit einer Liebsten eignete, hatte er erst jetzt festgestellt.

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