31. Januar 2017

'Affentanz' von Andre Neumann

Sechs junge Deutsche.
Eine thailändische Insel.
Ein einsames Paradies.
Ein Kampf ums Überleben …

Sechs deutsche Urlauber stranden nach einem Schiffsunglück auf einer einsamen thailändischen Insel. Was zunächst als tropisches Paradies erscheint, entpuppt sich schnell als Alptraum fernab der Zivilisation. Doch Hunger und Durst sind schon bald ihre kleineren Sorgen – denn auf der Insel gibt es jemanden, der ein Geheimnis mit allen Mitteln verteidigen wird …

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Leseprobe:
Das Sonnenlicht spiegelte sich in den harmlosen Wellen, die das kleine Boot gemächlich von der einen auf die andere Seite schaukelten. Lucas musste die Augen zusammenkneifen, konnte seinen Blick aber nicht von dem funkelnden Glitzern auf der Wasseroberfläche abwenden. Die Welt um ihn herum war friedlich und entspannt.
Er drehte seine beiden Arme, so dass die Sonne auf die Unterseiten schien. Die Oberseiten waren bereits genauso verbrannt wie sein Nacken und sein Gesicht. Der schwache Windhauch reichte nicht aus, um ihm das Gefühl einer Erfrischung zu vermitteln. Lucas hatte bereits versucht, seine Haut mit Salzwasser zu kühlen, aber er wusste, dass er damit eher das Gegenteil erreichte. Zudem zog sich die Haut nach dem Verdunsten des Wassers durch das verbleibende Salz unangenehm zusammen und erinnerte ihn noch stärker daran, wie ausgetrocknet und durstig er war.
Er schickte ein weiteres Gebet hinauf in den strahlend blauen Himmel. Er hatte nicht mitgezählt, aber seit gestern Nachmittag mussten es bereits weit mehr als einhundert gewesen sein. Bisher war keines erhört worden. Oder der liebe Gott ignorierte seine Bitten. Beides war für Lucas genauso unvorstellbar wie beängstigend. Glaubte er noch daran, dass Gott oder jemand anderes ihm zu Hilfe kam? Über diese Frage grübelte er nach, während seine Augen das Funkeln der Sonnenstrahlen auf dem Wasser verfolgten.
Hoffnungslosigkeit ist der Beginn des Endes von allem. Lucas wusste nicht, woher er diesen Spruch kannte, wer ihn gesagt hatte. Vielleicht hatte sein Vater ihn in einer seiner Predigten verwendet. Es steckte viel Wahrheit darin. Ohne Hoffnung konnte es keine Zukunft geben. Nur woher sollte die Hoffnung kommen?
Ein Husten hinter ihm und eine krächzende Stimme riefen Lucas zurück aus seiner tristen Gedankenwelt.
„Wir sollten die Leiche über Bord werfen.“
Er drehte sich um. Ja, das sollten sie wohl. Aber sein Magen verkrampfte sich bei der Vorstellung.

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Mehr über und von Andre Neumann auf seiner Website zum Buch.



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