10. März 2017

'Dunkle Tage - Blackout' von Alex T. Watney

Die junge Zoey ist eine unbeliebte, aber sehr intelligente junge Frau. In der Universität taucht heute aber nicht der übliche Dozent auf. Ein ihr bekannter Autor hat einen Gastauftritt, den die junge Dame so schnell nicht vergessen wird. Es folgen ihre schlimmsten Tage. Als die Lichter ausgehen, muss sich die eher passive junge Frau aus ihrer Nebenrolle herausleben und innert kurzer Zeit zu einer wahrhaft mutigen und selbstsicheren Hauptrolle werden.

Vermag sie diesem Druck standzuhalten? Ist sie einer chaotischen Zeit und dem Leid gewachsen? Kann sie über Hass, Verrat und Verschwörungen hinwegschauen und den Kern der Sache erkennen? Werden ihr die Liebe und die Familie ein wertvoller Begleiter oder muss sie sich alleine bewähren?

Gleich lesen:
Für Kindle: Dunkle Tage - Blackout
Für iPad: Buch bei iTunes

Leseprobe:
"Ich will nicht, dass du in deinen labbrigen Trainingshosen am Esstisch sitzt, während wir Besuch haben.“
„Ach, die Morgans kommen? Wann hast du mir das gesagt?“
„Zoey!“, begann meine Mutter nun deutlich ernster als zuvor.
„Ich habe dir vor zwei Wochen gesagt, dass sie kommen werden, um den Geburtstag deines Vaters nachzufeiern.“
„Stimmt … he, was war das? Hast du das gesehen?“
„Lenk jetzt bloss nicht ab, Zoey.“
„Nein, Mum, schau mal, da war es schon wieder.“
„Was denn?“, fragte mich meine Mutter, als ich an die Decke des Geschäftes starrte, weil ich mir sicher war, dass die Lichter gleich noch mal kurz unterbrechen würden.
„Die Lampen, da! Schau!“, forderte ich meine Mutter auf und sie blickte wie ich hoch an die Decke, um zu sehen, was mit den Lampen sein soll. Ein jeder im Geschäft starrte kurz zur Decke. Es war, als wäre gerade die Zeit stehen geblieben, und alle wurden aus ihren Gewohnheiten gerissen durch etwas Mysteriöses, das an der Decke geschah.
„Was gibt es da zu sehen? Zoey? Ich sehe nichts.“
„Hmm, vorhin haben die Lampen im ganzen Geschäft kurz geflackert. Ist dir das nicht aufgefallen?“
„Nein! Und wenn schon? Das kommt doch vor!“, erwiderte meine Mutter sichtlich genervt von meinem unbewusst ausgeführten Themenwechsel.
„Lampenflackern hin oder her, wir gehen jetzt zur Kasse und kaufen dir dieses Outfit. Du kommst nicht drum herum, mit uns und den Nachbarn zu essen.“
Mit einem kurzen Blick zur Decke und dann zu mir beendete sie ihr Machtwort, drehte sich um in Richtung Kassen und lief schon mal voraus. Ich hatte ein mieses Gefühl im Magen. Irgendwas fühlte sich heute ganz und gar nicht normal an. Ich liess meinen Blick langsam von den Lampen ab und richtete meine Augen auf meine Mutter, die in der Schlange für die Kasse stand und mir zuwinkte, ich solle kommen.
Noch bevor ich an der Kasse angekommen war, erklang eine Durchsage im Geschäft:
„Werte Kundschaft, aufgrund eines technischen Defektes ist es uns nicht möglich, die Kassen elektronisch zu nutzen. Wir müssen von Hand rechnen und einkassieren. Wir bitten Sie um viel Geduld, da es nun an den Kassen deutlich länger dauert. Wir hoffen auf eine baldige Problemlösung, damit wir wie gehabt weiter kassieren können. Vielen Dank“, sprach die Verkäuferin an der Kasse in das Mikrofon.
Meine Mutter war nicht die Einzige, die ein genervtes „Ach Mann“ ins Leere stiess. Viele Kunden waren derart verärgert, dass sie ihre Kleidung, die sie hatten kaufen wollen, auf den nächstbesten Auslagentisch warfen und das Geschäft verliessen.
„Ich bleibe hier stehen und du mit mir. Du brauchst diese Kleidung und wir warten. Vielleicht war an deinen Lampen was dran“, gestand mir meine Mutter schliesslich zu. Für mich schien das ein viel zu grosser Zufall zu sein und deshalb ging ich wie meine Mutter davon aus, dass sie einen kurzen Stromausfall hatten und die Kassen jetzt nicht neu starten wollten. Alles eher halb so schlimm.

Im Kindle-Shop: Dunkle Tage - Blackout
Für iPad: Buch bei iTunes

Mehr über und von Alex T. Watney auf seiner Website.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen