5. April 2018

'New York Bachelor: Millionärs Liebesroman' von Birgit Kluger

Kindle (unlimited)
Kevin Kovak ist Millionär, oder war es zumindest, denn von einem Tag auf den anderen ist er pleite. Schuld daran ist eine Frau.

Jede Nacht eine andere Frau in seinem Bett, schnelle Autos, wilde Partys. Das Leben meint es gut mit Kevin, aber das ändert sich schlagartig, als in der Klatschpresse mehrere negative Artikel über ihn erscheinen, geschrieben von einer gewissen Kayla Hart. Plötzlich ist es vorbei mit dem Leben eines Playboys.

Kevin will Rache, er findet heraus, wo Kayla wohnt, und steht eines Tages vor ihrer Tür. Womit er nicht gerechnet hat, ist der Deal, auf den er sich einlässt. Er kann bei ihr wohnen, aber dafür darf Kayla über sein neues Leben berichten.

Er hat nichts zu verlieren, nur darf Kayla auf gar keinen Fall erfahren, womit er jetzt sein Geld verdient …

Leseprobe:
Die Bässe wummerten aus den Lautsprechern. Die Musik war so laut, dass ich kaum etwas von den Worten verstand, die mir die Frau neben mir ins Ohr hauchte. Aber das war nicht so schlimm, denn ihre Hand strich an meiner Seite entlang nach unten. Ich hielt sie fest, zog sie wieder zurück nach oben und sagte: „Nicht jetzt.“ Normalerweise hatte ich nichts dagegen, wenn eine Schönheit wie sie schon in der Öffentlichkeit an mich ranging, aber jetzt gerade passte es mir überhaupt nicht. Ich schob sie ein wenig zur Seite, denn es war jemand anders, der meine Aufmerksamkeit erregte. Eine Frau mit langen, roten Locken, tollen Kurven und einem Lächeln, das eine heiße Nacht versprach.
Ich schaute zu ihr hinüber, sie lachte gerade den Typen an ihrer Seite an. Den Idioten, der scheinbar nichts dagegen hatte, dass wir uns schon den ganzen Abend lang mit unseren Blicken auszogen. Es wurde Zeit, etwas zu unternehmen, aber bisher hatte ich gezögert. Zum einen, weil ich schon mit drei anderen Frauen hier war, und zum anderen, weil die Rothaarige, abgesehen von den lasziven Blicken, die sie mir hin und wieder zuwarf, manchmal aussah, als wollte sie mich lieber ermorden, als mit mir ins Bett zu steigen. Aber wahrscheinlich bildete ich mir das nur ein.
Im In’n out, dem Nachtclub, in dem wir uns befanden, zuckten die Lichter wie irre und malten manchmal die seltsamsten Fratzen auf die Gesichter der Besucher. Klar, der Club war angesagt, wahnsinnig teuer und, wenn man zum ersten Mal hier war, auch irgendwie beeindruckend. Immerhin kam man sich vor wie in einem Aquarium, denn rings um einen herum schwammen Fische, selbst unter dem verdammten Fußboden glitten sie entlang. Der Eigentümer, irgend so ein durchgeknallter Milliardär, hatte überall riesige Wassertanks einbauen lassen, in denen exotische Fischschwärme lebten.
All das war in diesem Moment vollkommen egal, denn ich hatte nur eines im Sinn. Mit der Rothaarigen in mein Hotelzimmer zu gehen. Ich schaute zu ihr hinüber. Als hätte sie meinen Blick bemerkt, hob sie den Kopf. Zuerst verzog sie keine Miene, doch dann formten ihre rot geschminkten, vollen Lippen ein einladendes Lächeln. Ich hob meine Hand und bedeutete ihr, zu mir zu kommen. Normalerweise ging ich auf Frauen zu, ich wollte schon den ganzen Abend lang zu ihr, aber die drei Frauen, die um mich herumstanden und so taten, als sei jedes Wort, das ich sagte, so geistreich, als würde Buddha zu ihnen sprechen, hatten mich davon abgehalten. Ich hatte die drei Freundinnen eingeladen, bevor mir die Rothaarige aufgefallen war, die mich wirklich interessierte. Da war es schon zu spät gewesen. Ich hatte vielleicht nicht die besten Manieren, aber selbst ich war nicht so abgebrüht, die drei einfach stehen zu lassen.
Eine kleine Geste dagegen war etwas anderes. Und eine weitere Frau dem Zirkel um mich hinzuzufügen, auch. Denn eines war klar: Alle drei wussten, was ich heute noch vorhatte, und sie waren damit einverstanden. Jetzt musste sich nur noch herausstellen, ob die Frau, die auf mich zukam, ebenfalls dabei sein würde. Sie lächelte mich noch einmal an, warf ihre langen, roten Haare über die Schulter und kam mit wiegenden Hüften auf mich zu. Jeder Schritt ein sinnliches Versprechen. Verdammt! Ich würde die anderen nach Hause schicken. Eine solche Frau musste man für sich alleine haben. Ich konnte es kaum erwarten, ihr die Kleider vom Leib zu reißen, ihren Körper zu erforschen und mit meinen Händen über ihre samtweiche Haut zu streichen.
„Hallo, schöne Frau“, begrüßte ich sie, als sie endlich vor mir stand. Aus der Nähe betrachtet war sie noch attraktiver, ihr Lächeln noch verführerischer, ihr Körper noch sinnlicher. Verdammt! Ich verlor schon jetzt jeden Bezug zur Realität und dabei hatte sie noch nicht einmal ein Wort zu mir gesagt.
„Hi.“ Ihre Stimme klang wie ein geflüstertes Versprechen.
„Kann ich dich auf was einladen?“, fragte ich und setzte ein „Oder wollen wir gleich gehen?“ in Gedanken hinzu. Fast hätte ich die Worte laut ausgesprochen, aber ich konnte mich gerade so zurückhalten. Ich wollte nicht zu forsch auftreten. Wollte nicht, dass sie dachte, es ginge mir nur um Sex, auch wenn das der Wahrheit entsprach.
„Nein, danke.“ Sie hob ihr Bierglas. Bier? Wow. Ich traf selten eine Frau, die so etwas trank. Ich wollte gerade eine Bemerkung machen, irgendein Kompliment, als mich der eiskalte Inhalt ihres Glases traf. Sie hatte tatsächlich ihr verdammtes Bier über mir ausgeschüttet. Mit einem lauten Knall zersprang die rosarote Seifenblase, in der ich mich befunden hatte, seit sie sich in Bewegung gesetzt hatte.
„Scheiße! Was soll das?“ Ich sprang auf. Mein Hemd und meine Hose waren total durchweicht. Ohne eine Antwort drehte sich die Rothaarige um und ging an ihren Platz zurück und ich stand da wie ein Vollidiot.

Im Kindle-Shop: New York Bachelor: Millionärs Liebesroman.
Mehr über und von Birgit Kluger auf ihrer Website.



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