24. Januar 2012

'Kunterbunter Kinderkram' von Sabine Ludwigs und Eva Markert

Die schönsten Lese- und Vorlesegeschichten für Kinder:
Aufgewacht – Der Weihnachtsmann, der im Sommer kam – Der Mondkobold – Der Fehlerteufel – Dunkelangst – Hausarbeit mit Papa – Das Trist – Der einsame Fisch – Kofferpacken – Milena, das Rotkäppchen und der Wolf – Serafina – Hexenkind

Kindergeschichten von Sabine Ludwigs und Eva Markert – das bedeutet Begegnungen mit liebenswerten Figuren, fröhliche Geschehnisse, Nachdenkliches, Märchenhaftes und Abenteuerliches, alles in einem Band!

Fantasievoll und in schlichter Weise erzählt. Zur guten Nacht, für unterwegs oder zwischendurch. Zum Vorlesen und Selbstlesen. Für kleine und große Leute ab 5 Jahre

Gleich lesen: Kunterbunter Kinderkram, Lese- und Vorlesegeschichten

Leseprobe: Sabine Ludwigs, Aufgewacht
In der Nacht wacht Rebecca auf und kann nicht wieder einschlafen. Sie wundert sich, was sie geweckt hat. Sie ist nicht durstig oder muss aufs Klo und sie hat auch nichts Schlimmes geträumt.
Um sie herum ist es ruhig und friedlich. Die Sterne funkeln am Himmel. Der Mond sieht aus wie ein großer, silberner Ball und scheint durch die offenen Vorhänge herein. „Guten Abend“, begrüßt Rebecca ihn, doch der Mond antwortet natürlich nicht.
Rebecca setzt sich auf und schaut umher. Im hellen Mondlicht kann sie die Dinge im Kinderzimmer erkennen: den Kleiderschrank, die Regale, das Kasperltheater und den Schaukelelefanten aus Holz.
Alles scheint wie immer. Kaline, das wollige Traumschaf, liegt neben Rebecca auf dem Kopfkissen. Die Puppen Mona und Lisa sitzen am Tischchen. Das Federballspiel, die Rollschuhe, das Springseil und ein roter Turnschuh türmen sich in einer Ecke, denn Rebecca räumt nicht gerne auf.
Irgendwo bellt ein Hund. In der Ferne brummt ein Automotor und verklingt. Es wird wieder still. Doch plötzlich hört Rebecca ein Geräusch unter ihrem Fenster. Es kommt von draußen.
Sie hält die Luft an und horcht angestrengt: Tipp – tapp – tipp – tapp. Das klingt wie gedämpfte Schritte. Jemand schleicht ums Haus!
Leseprobe: Eva Markert, Der Weihnachtsmann, der im Sommer kam
Als Ronnie am frühen Morgen aufwachte, riss er verwundert die Augen auf. Das gab es doch gar nicht! Auf der Bettkante saß ein dicker Mann mit weißem Bart, weißen Haaren, einer roten Mütze und einem roten Mantel mit Pelzbesatz. Der Weihnachtsmann! Und das mitten im Sommer!
„Was ... wie ...“, stammelte Ronnie.
„Wie ich hierherkomme, willst du wissen?“ Der Weihnachtsmann seufzte. „Das war gar nicht so einfach, kann ich dir sagen. Weil kein Schnee liegt, konnte ich meinen Schlitten nicht benutzen. Ich musste ein Fahrrad nehmen – obwohl ich in meinem ganzen Leben noch nie auf einem solchen Ding gesessen habe. Du glaubst nicht, wie weh mir mein Hinterteil tut!“
„Weshalb ... warum...“, stotterte Ronnie.
„Warum ich im Sommer zu dir komme?“ Wieder seufzte der Weihnachtsmann. „Auch das kann ich dir erklären. Als ich gestern meine Werkstatt aufräumte – du musst wissen, ich räume meine Werkstatt immer im Sommer auf, weil ich im Winter keine Zeit dazu habe ... Äh, was wollte ich sagen? Ach ja! Als ich also gestern meine Werkstatt aufräumte, fand ich ganz hinten auf einem Regal ein Päckchen mit deinem Namen drauf. Ich habe letzten Weihnachten vergessen, es dir unter den Baum zu legen. Tut mir wirklich leid.“ Der Weihnachtsmann wischte sich den Schweiß von der Stirn.

Im Kindle-Shop: Kunterbunter Kinderkram, Lese- und Vorlesegeschichten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen