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Bücherkarussell
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23. August 2019

'Stark wie ein Schmetterling' von Silja Rima

Kindle (unlimited) | Thalia | Taschenbuch
»Er hat mich an meine Grenzen gebracht. Es gab Tage, da wollte ich nicht mehr leben.«

Laras Beziehung mit Max beginnt wie ein Märchen und endet in einem Albtraum. Trotzdem kommt sie nach der Trennung gegen die Sehnsucht nach ihm kaum an. Es deutet alles darauf hin, dass Max an einer Persönlichkeitsstörung leidet. Lara sieht nun vieles, was sie in den letzten 14 Monaten erlebt hat, in einem anderen Licht und erkennt, wie sehr sie sich durch seine Manipulationen verändert hat. Sie versteht nicht, wie es so weit kommen konnte und warum sie all die Verletzungen ertragen hat. Ist sie gar nicht so stark und selbstbewusst, wie sie immer glaubte? Wird sie jemals wieder vertrauen und ohne Angst lieben können?

Lara braucht Antworten, wenn sie zu sich finden will. Als sich eine Möglichkeit auftut, diese Antworten zu bekommen, stellt sich für sie eine weitere Frage. Ist sie bereit, diesen Weg zu gehen?

Die Geschichte einer Frau, die schmerzlich erfährt, dass vergessen nicht reicht, um glücklich zu werden.

Leseprobe:
Prolog
Mit jedem Wort, das der Mann in das zarte Kindergesicht schmettert, scheint er größer zu werden. Sein Schatten legt sich wie eine eiserne Hand um die kleine Kehle und nimmt ihr die Luft.
Kinderaugen, in denen die Furcht schon lange zu Hause ist, schauen erstarrt zu dem Mann auf.
Angst.
Das Kind sieht die Speichelfäden, die aus dem Mund des Mannes spritzen, während er ihm die Worte entgegenspeit. Bösartige, hasserfüllte Worte, deren Sinn es nicht mehr erfassen kann. Zu sehr ist es damit beschäftigt, das Zucken zu unterdrücken, das seinen Körper bei jedem Ton durchfährt.
Jetzt beugt der Mann sich vor. Sein heißer, feuchter Atem schlägt dem Kind ins Gesicht. Instinktiv dreht es den Kopf zur Seite.
»SIEH MICH AN, WENN ICH MIT DIR REDE!«
Die Ohren des Kindes werden der Lautstärke nicht mehr Herr. Sie fangen an zu klingeln. Es blinzelt verwirrt. Tränen stehlen sich in seine Augen.
Nicht weinen!
Es weiß, dass es hören und sehen muss. Es braucht diese Sinne, um den ersten Schlag rechtzeitig zu erkennen und zu hören, wann die Wut überkocht. Außerdem würden Tränen den Mann nur noch wütender machen. Das weiß das Kind. Was dann passieren würde, wäre schlimmer. Viel schlimmer.
Bei diesem Gedanken beginnt der kleine Körper zu zittern. Das Kind ballt die Fäuste, bis sich die Fingernägel in seine Handflächen graben. Der Schmerz durchzuckt seine Hände und lenkt es ab. Das Zittern aber will nicht verschwinden. Dennoch hilft ihm das stechende Gefühl, sich zu konzentrieren, seinen ganzen Mut zusammenzunehmen und den Mann anzusehen.
Aus dem Augenwinkel sieht das Kind den Besen in der Ecke stehen. Der Schreck, der bis in seine Magengrube fährt, lässt das Zittern kurz ersterben. Für Millisekunden steht der kleine Körper wie eingefroren da.
Nicht hinsehen!
Aber die Augen gehorchen dem Kind nicht und wandern zum Besen. Ängstlich schnellt sein Blick wieder zu dem Mann.
Trügerische Hoffnung.
Ohne sich umzusehen greift der Mann nach dem Besen.
Zu schnell, um ausweichen zu können.
Ein Blitz durchzuckt den Kopf des Kindes. Dröhnender Schmerz. Es taumelt benommen. Aber nur kurz. Sein Körper reagiert wie von selbst. Die zarten Hände fliegen nach oben, und sein schmächtiger Körper duckt sich. Schutz. Den Kopf schützen.
Es hört das Pfeifen, das den nächsten Schlag ankündigt, der nur den Bruchteil einer Sekunde später sein Ohr trifft. Ein Schmerz wie ein Messerstich. Ein Schrei.
Nicht schreien!
Panisch presst das Kind die Lippen aufeinander. Es kann die Tränen nicht aufhalten. Sie fliehen aus seinen Augen. Es hört das Pfeifen nun nicht mehr. Zu schnell schlägt der Mann zu. Zu laut schreit er dabei weiter. Schmerzen durchzucken die Finger des Kindes, seine Knöchel, sein Fleisch.
Nicht schreien.
Wimmernd kauert das Kind am Boden.
Still! Sei doch still.
Es gibt kein Entrinnen mehr. Tiefer kann es sich nicht ducken.
Schmerzender Rücken.
Gehört er zu mir?
Warten.
Ein berstendes Geräusch.
Jetzt ist er kaputt. Sie wird mit mir schimpfen.

Im Kindle-Shop: Stark wie ein Schmetterling .
Mehr über und von Silja Rima auf ihrer Website.



'Begegnung mit einem Millionär' von Daphne Teubner

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Glaubst du an die Liebe, wenn sie vor dir steht?

Samantha begegnet drei Mal diesem umwerfenden Traummann. Leider stellt sich bei ihrer dritten Begegnung heraus, dass ausgerechnet dieser nicht nur ein erfolgREICHER Unternehmer ist, sondern er auch bald mindestens landesweit bekannt sein wird. Da ihr klar ist, dass sie sich in völlig verschiedenen Welten bewegen, will sie sich keine Versuchung schaffen, die später in einem gebrochenen Herzen enden könnte und nimmt sich vor ihn zu vergessen.

Als er auf den letzten Drücker einen Ersatzmann für eine lang geplante Geschäftsreise benötigt, stimmt sie nach anfänglichem Zögern zu, diesen Job zu übernehmen. Sie ist fest entschlossen, das nur zu machen um finanziell und beruflich zu profitieren und vielleicht noch die ein oder andere persönliche Erfahrung mitzunehmen. Schnell kommen sie sich körperliche näher und wider ihrer Absicht sind auf einmal romantische Gefühle im Spiel, bis Sam seine Verlobte kennenlernt und das Drama bekommt, das sie so unbedingt vermeiden wollte.

Abgeschlossener Liebesroman mit viel Romantik und pikanten Stellen.

Leseprobe:
Sam schaut auf ihre Hand, die von seiner festgehalten wird. Es fühlt sich gut an von ihm gehalten zu werden. Er scheint ihren Blick falsch zu interpretieren und lässt schnell ihre Hand los. »Es tut mir leid, ich wollte Sie nicht unerlaubt anfassen.« Sam atmet tief ein und sagt: »Nein, nein, Sie dürfen mich gerne anfassen.«
»Oh, tatsächlich?«, sagt er mit einem, vielleicht etwas anzüglichen Grinsen.
Sie will jetzt doch gehen. Das ist ihr zu viel. Sie ist vollkommen überfordert von diesem Typen. Sie fühlt sich wie ein tollpatschiger Teenager auf dem Schulhof. Dabei geht sie sonst mit Männern sehr souverän um. Sie kann routiniert flirten und beherrscht dieses Spiel zwischen Männlein und Weiblein normalerweise ganz gut.
Er merkt, dass sie gehen will und sagt: »Ich meinte das gerade ernst. Ich glaube wirklich, dass Ihre Meinung interessant ist. Ich will sie hören. Wirklich. Bitte gehen Sie nicht weg.«
Er blickt ihr eindringlich in die Augen und Sam schaut zurück. Sie wendet den Blick schnell wieder ab, sie fühlt sich nüchtern und doch irgendwie betrunken, wenn sie in seine Augen schaut. Sie atmet tief durch und sagt: »Gut. Gerne. Vielleicht fangen wir von vorne an. Ich entschuldige mich erstmal für mein Benehmen heute Mittag und dann für jetzt. Ich bin eigentlich sehr nett.«
Er lacht diesmal nicht. »Ja, das glaube ich. Danke für die Entschuldigung,« er streckt ihr die Hand hin, »Wenn wir von vorne anfangen, möchte ich mich gerne vorstellen: Ich bin Rafael.«
Sie nimmt seine Hand und spürt wieder dieses warme angenehme Kribbeln. Sein Händedruck ist trocken und fest und irgendwie sexy. »Es freut mich dich kennenzulernen Rafael, ich bin Sam.«
Er hält ihre Hand immer noch fest und fragt: »Sam? Du heißt Sam?«
»Geboren bin ich als Samantha, aber mich hat schon Jahre, wenn nicht Jahrzehnte niemand mehr so genannt. Ich bin für alle einfach Sam.«
»Samantha klingt sehr angenehm. Ich freue mich ebenfalls dich kennenzulernen, Samantha.«
»Nein, bitte, nenne mich Sam.«
»Hmm, ich weiß nicht. Samantha passt besser zu einer so schönen Frau wie dir.« Sam wird rot und wird sich bewusst, dass sie immer noch gegenseitig ihre Hände halten und lässt sie schnell los, als wäre sie heiß.
»Was möchten Sie denn jetzt wissen?«, überspielt sie ihre Unsicherheit.

Im Kindle-Shop: Begegnung mit einem Millionär: Eine Liebesgeschichte.
Mehr über und von Daphne Teubner auf ihrer Website.



21. August 2019

'Dedericus: Schicksalspfad des Tempelritters 1' von Olivièr Declear

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Anno Domini 1225. Weite Gebiete Europas liegen in Schutt und Asche, bluten aus im gnadenlosen Krieg um Macht und Religion. Inmitten der Schlachten und Ränkespiele kämpft der junge Tempelritter Dedericus de Loen seinen eigenen Kampf, hin- und hergerissen zwischen Ordenspflicht, Liebe, Glaube und Zweifeln.

Sein treues Pferd Harraz begleitet ihn durch seine Abenteuer und ist exemplarisch für die Kriegspferde der Tempelritter.

'Dedericus' ist der erste Band der Reihe »Schicksalspfad des Tempelritters«.

Leseprobe:
Die Wanderung
Nichts wies an diesem Tage im Jahre des Herrn 1225 auf das drohende Unheil hin. Sicher, vom Isenberg kommt nur der Teufel, sagte das Volk. Schon in seiner Kindheit lauschte Dedericus mit Schaudern den Geschichten über derer von Isenberg, die sich die Mägde in der Küche erzählten.
Der Teufel tanze des Nachts im Mondenschein um deren Burg. Werwölfe und Hexen raubten den Dörfern um diesen Schreckensort die Kinder und Mägde.
Die Geister der verlorenen Seelen hörte man des Nachts in den Wäldern heulen und jammern.
Aber nicht der Teufel, nicht Hexen und Werwölfe kamen mit dem Isenberg, er kam mit Feuer und Schwert über ihre Burg.
Ramus de Loen eilte auf den Turm und rief die wenigen Männer zur Verteidigung. Sein Sohn, Dedericus, bekam die Aufgabe, die Frauen und Kinder im Turm zu sammeln und zur Ruhe zu bewegen.
In kurzer Zeit stand alles in Flammen, auch der Turm konnte nicht vor den geworfenen Fackeln und den Brandpfeilen der Isenberger Mannen behütet werden.
Der Rauch biss unerträglich in den Augen und die Hitze der brennenden Bodenbohlen auf den Etagen kam immer näher. Das Bersten der Tragbalken und die einstürzenden Böden stoben Kaskaden von Funken immer tiefer in den Turm hinein.
Die Männer bemühten sich vergeblich, die brennenden Etagen zu löschen und zogen sich in ihrem Kampf immer weiter in die Tiefe des Turmes zurück.
Ein Balken des letzten Bodens stürzte brennend auf Dedericus Schwester. Mit einem Aufschrei des Entsetzens stürzte die Gräfin De Loen durch den beißenden Rauch und Funkenregen in die Flammen des brennenden Balkens, um ihr Kind zu retten.
Sie spürte nicht, wie die heiße Asche ihre Kleidung und Haut umfing. Ignorierte den Schmerz der Glut unter ihren Knien.
Dedericus sah die Männer seines Vaters den Balken von dem zerschmetterten Körper zerren, während sein Vater die brennenden Kleider seiner Mutter mit seinem Umhang zu löschen suchte.
Dieses unglaubliche Inferno um ihn herum, das Schreien, Weinen, die Gluthitze der Flammen, umgeben von Rauch und Funkenflug, ließ ihn erstarren. Das Geschehen schien ihm wie ein schrecklicher Traum, nicht wahrnehmend, dass dieser Albtraum in den Tag entsprungen war.
Der harte Griff eines Mannes erfasste seinen rechten Arm und zog Dedericus durch das Inferno. Er folgte ohne Willen und Verstehen. Dem Schock des Entsetzens ergeben.
Der junge De Loen sah, wie er in den schmalen Einstieg des Fluchtganges des Turmes gezerrt wurde, wie Knechte an ihm vorbei stürmten, um die schweren Eichenflügel des Durchganges zu versperren.
Immer tiefer wurde er in die Finsternis des Ganges gezogen. Dedericus vernahm, wie sein Vater den Befehl gab, die Stützpfeiler vor dem Gang einzubrechen. Sah Männer in der Dunkelheit verschwinden und hörte die dumpfen Schläge von Hämmern auf das schwere Holz des Gebälks.
Das Bersten der Stützen und das Geräusch des einstürzenden Ganges ließen den Boden unter seinen Füßen erbeben.
Als die Flüchtenden von dem Staub des eingestürzten Erdreiches erreicht wurden, kam erneut Leben in den Körper des jungen Mannes.
Mit einem heftigen Ruck befreite sich Dedericus von dem schmerzenden, eisernen Griff des Mannes, der ihn durch den Tunnel zog.
Mit raschem Schritt folgte er dem kaum vorhandenen Schein einer fast erloschenen Fackel. Es erschien Dedericus wie eine Unendlichkeit, bis sie zum Ausgang des Fluchtweges gelangten.
Einige der Männer hoben in schier übermenschlicher Anstrengung die schweren Bretter über ihren Köpfen, welche von dickem Erdreich bedeckt waren, aus ihren Fugen.
Von außen war der Ausgang nicht vom restlichen Waldboden zu unterscheiden.
Als die Abdeckung aufgestoßen war, stiegen die Fliehenden über die rutschigen, unebenen Stufen hinauf in den Wald, nahe dem Hellweg.
Ramus legte den Körper seines Weibes sanft in das Laub des Waldes und beugte sich mit tränenden Augen über die kaum noch Atmende. Erst jetzt sah Dedericus die schweren Verbrennungen an ihrem zarten Körper. Schluchzend warf auch er sich neben sie, küsste ihr vom Ruß verschmiertes Haar. Verzweiflung und Sorge umklammerten sein Herz. Klagend entrang seinem Mund: „Mutter!“
Die Tränen rannen ihm in Bächen über das Gesicht und die Welt, wie sie für ihn existierte, verschwand in einer Woge der unerträglichen Trauer.
Seine Mutter strich ihm zärtlich, mit der letzten Kraft ihres sterbenden Körpers, über seine Wange. Ihr Blick hatte trotz des Schmerzes noch so viel Liebe und Sorge für ihn.
Leise, fast unhörbar, bat sie darum, er solle nach Jerusalem ziehen um die Seele seiner Schwester vor dem ewigen Fegefeuer zu erretten.
„Mutter, …“, flüsterte er mit erstickter Stimme, „… du begleitest mich auf diesem Weg. Bitte verlasse uns nicht“.
Sein Blick wanderte zu dem rußgeschwärzten Gesicht seines Vaters, in dem sich ebenfalls Tränen ihren Weg bahnten.
Sanft faltete Ramus die Hände seiner geliebten Frau über ihrem toten Körper.
Laut schluchzend warf sich Dedericus auf die Schulter seiner Mutter, küsste ihre Wangen und wiederholte immer aufs Neue die Worte: „Mutter, bitte, lass uns nicht allein.“
Aber es kam kein Leben zurück in ihren Körper.
Eine Weile knieten Vater und Sohn an der Seite des toten Körpers der Gräfin. Unfähig in die Realität dieses grausamen Tages zurückzufinden, waren sie von überwältigendem Schmerz gelähmt.
Nach geraumer Zeit wagte einer der Knechte, ein grobschlächtiger, aber gutmütiger Mann, den die Jahre der harten Arbeit gebeugt hatten, ein vorsichtiges und leises: „Herr“, an Ramus de Loen zu richten: „Herr, was sollen wir tun? Die Isenberger Mannen suchen sicherlich nach uns.“
Der Blick des Grafen löste sich nicht vom Gesicht seiner Frau, als er mit gebrochener Stimme den Befehl gab, eine Trage zu richten.
Die Männer folgten seinem Befehl. Dann betteten die beiden De Loens den Körper der Toten sanft auf die Bahre.
Mit nunmehr festerer Stimme befahl Ramus den Männern, ihm mit der Bahre zu folgen.

Im Kindle-Shop: Schicksalspfad des Tempelritters: Dedericus.
Mehr über und von Olivièr Declear auf seiner Amazon-Autorenseite.



'Die Hüter Amas' (Reihe in 4 Bänden) von Jürgen Friemel

Kindle (unlimited)
Die Abenteuer des jungen Ragnor entführen auf die ferne Welt des Planeten Makar, der begleitet von zwei Monden, einsam um eine rote Sonne kreist. Auf dieser mittelalterlich geprägten Welt, auf der es nicht nur Menschen gibt, erlebt der junge Mann, dessen Herkunft zunächst im Dunkel liegt, vielfältige Abenteuer.

Dabei spielt die Quasar-Magie der Hüter Amas, der Paladine des Lichts, eine zunehmend wichtige Rolle, wobei Ragnor, Stück für Stück, deren Macht zu meistern lernt. Dies ist auch dringend geboten, denn die dämonischen Heerscharen Ximons, des Gottes der Finsternis, lauern bereits an den Portalen des Orcus, begierig in Bälde über die Bewohner Makars herzufallen.

Die vier Sammelbände vereinen alle 12 Teile der 'Ragnor-Saga', die den Helden Ragnor von seiner Jugend bis zur großen Entscheidungsschlacht begleitet.

Inhalt:
Magie, Ritter & Dämonen (Hüter der Amas 1-3)
Der junge Ragnor verlässt das stille Bergtal seiner Jugend, besteht erste Kämpfe, lernt die Liebe kennen und erfährt, dass die raue Welt außerhalb des Tales nur wenig mit den Idealen seines alten Lehrers zu tun hat.
Ragnor zieht mit seinen Freunden quer durch das Königreich Caer, um in der fernen Grafschaft Kaarborg seine Ritterausbildung zu beginnen. Auf dieser Reise, lernt er viel Neues über sich und seine Heimatwelt, aber er muss auch schmerzhaft erfahren, wie weh es tut, einen geliebten Menschen zu verlieren. Und endlich angekommen, stellt er fest, dass ihm, dem Bürgerlichen, Ablehnung entgegenschlägt, was ihn dazu zwingt, den adeligen Schnöseln einmal so richtig zu zeigen, was in ihm steckt.
Ragnor lernt Standesdünkel, Neid und Hass so richtig kennen, aber findet auch seine große Liebe. Er macht sich mächtige Feinde und gewinnt neue Freunde, an deren Seite er in einem grausamen Krieg bestehen muss, welcher von einem Protektor des dunklen Gottes angezettelt wurde. Nun muss er beweisen, ob seine Beherrschung der Quasar-Magie bereits ausreicht, auch gegen leibhaftige Dämonen zu bestehen, welche sein Feind aus dem Orcus herbeiruft und die mit normalen Eisenwaffen nicht zu töten sind.

Assassine, Burgherr & Herzog (Hüter der Amas 4-6)
Assassine trachten dem jungen Helden nach dem Leben. Ragnor wird zum Ritter geschlagen und erringt die Gunst des Königs. Dann macht er seine ersten Erfahrungen mit den politischen Intrigen und Machtkämpfen am Königshof und überlebt knapp einen mörderischen Zweikampf. Es scheint ihm wirklich alles zu gelingen, als er dann endlich seine große Liebe vor den Traualtar führt. Doch dann trifft ihn ein schwerer Schicksalsschlag, der sein Leben von Grund auf verändert und das Tier in ihm weckt.
Der junge Ragnor muss sich sein Lehen erkämpfen und sichern, denn finstere Mächte versuchen ihn zu vernichten. Nachdem das geschafft ist, macht er sich daran eine gewaltige Burg auf dem erloschenen Vulkan zu errichten. Hierfür wirbt er Flüchtlinge aus dem Nachbarkönigreich an, die darin äußerst bewandert sind. Doch der Bau der Festung und der Aufbau seines Bogenschützenregimentes verlaufen alles andere als störungsfrei, denn sowohl ein benachbarter Raubritter, als auch einige Rotten Steppenreiter, zwingen ihn dazu, immer wieder die Waffe zu ergreifen, um sein Hab und Gut zu verteidigen.
Der Krieg mit dem Königreich Lorca bricht aus, der Feind erscheint mit einer großen Armee vor der Festung Vidakar und zwei weiteren im Norden und Süden von Caer. Die Streitkräfte von Caer und Ragnors Burg sehen sich dabei nicht nur mit menschlichen Angreifern konfrontiert, sondern auch mit dämonischen Horden aus dem Orcus. Es entbrennt ein harter Kampf mit ungewissem Ausgang!

Usurpator, Piraten & Orks (Hüter der Amas 7-9)
Ragnor treibt die Entwicklung von Vidakar voran, indem er zwei neue Städte baut. Doch es bleibt weiter unruhig, sodass sich unser Held, nach einer Auseinandersetzung mit Ximons Knechten, auf dem roten Monde wiederfindet, von dem es zunächst kein Entkommen zu geben scheint. Nachdem das geschafft ist, bricht der Kampf um den Thron des Nachbarkönigreiches Lorca offen aus. Ragnor zieht für sein Mündel Mirana in den Kampf. Es wird Zeit, ihre machtgierige Großmutter, die Miranas Eltern bestialisch ermorden ließ, endlich zur Rechenschaft zu ziehen.
Ragnor wird nach einer Auseinandersetzung mit dem neuen König überfallen und betäubt. Er erwacht als Galeerensklave ohne Gedächtnis mit einem Schild um den Hals - Ronga Massenmörder - Auf der Pirateninsel Krala kämpft er sich aus den Kampfgruben hoch zum Führer der Piraten, bis er nach einer Exkursion ins Inselinnere sein Gedächtnis wieder findet. Doch hat er keine Zeit in sein altes Leben zurückzukehren, denn eine große Schlacht gegen die Ximonpiraten aus Gromor muß erfolgreich bestanden werden.
Ragnor kehrt nach Caer zurück und befindet sich umgehend in einem Konflikt mit dem König wieder, welcher aus enttäuschter Liebe und irregeleitetem Größenwahn beginnt das Bündnis mit Lorca in Frage zu stellen, ja sogar plant Lorca zu erobern um Königin Mirana zu einer Ehe mit ihm zu zwingen. Überdies erfährt Ragnor, dass die Ximonisten begonnen haben im Orkgebiet Fuß zu fassen, also reist er mit seinen Freunden Maramba und Okabe ins Orkgebiet um seinen alten Freund Kamar zu suchen, damit diesen Aktivitäten des Feindes Einhalt geboten werden kann.

König, Paladin & Dämonenfürst (Hüter der Amas 10-12)
Ragnor schmiedet aus den Orks eine schlagkräftige Armee, als er erfährt, dass die Khitarer in den freien Hafenstädten ihre Invasionsarmeen sammeln. Gleichzeitig versucht der König, mit Hilfe von Söldnern aus Gheitan, die Kaarborger Westallianz in die Knie zu zwingen. Als Ragnor mit seiner Orkarmee im Nordosten von Caer landet, überstürzen sich die Ereignisse und der Kampf um Caer beginnt. Nun wird offenbar, wer die wahren Feinde des Königreiches sind.
Die Allianz der Völker des Nordens bereitet sich sorgfältig auf die Invasion des Sükontinentes vor, nachdem die letzten äußeren und inneren Feinde im eigenen Land besiegt worden sind. Da der Gegner stark in der Überzahl ist, wird der Feldzug sehr sorgfältig vorbereitet. König Ralph da Caer ringt derweil, nach seiner unglücklichen Rolle bei der Abwehr der feindlichen Invasion, um die Erhaltung seines Throns. Er muß dabei erleben, dass ihm sogar sein Kanzler nur noch bedingte Loyalität gewährt und sich zu allem Überfluß auch noch in eine Kriegerin der Orks verliebt hat.
Es kommt zur Entscheidungsschlacht zwischen den Dämonen aus dem Orcus und den Bewohnern des Planeten Makar. Doch bevor diese finale Auseinandersetzung stattfinden kann, muss zunächst das Kaiserreich Khitara zum Verbündeten gewonnen oder besiegt werden, da sich der Dämonenhort auf deren Staatsgebiet befindet und es der regierende Kaiser mit den Dämonenanbetern hält.
Mit diesem Band endet die Saga nach 24 Jahren.

Im Kindle-Shop: Die Hüter Amas (Reihe in 4 Bänden).
Mehr über und von Jürgen Friemel auf seiner Facebook-Seite.



20. August 2019

'Der brennende Hamster: Arbeiten Sie noch oder qualmen Sie schon?' von Axel Berger und Thorsten Thews

Kindle | Hörbuch | Taschenbuch
Kommt Ihnen das Leben manchmal auch vor wie ein Hamsterrad, aus dem Sie keinen Ausweg finden? Die beiden Autoren haben unmittelbar erfahren, was passiert, wenn aus kokelndem Stress ein lodernder Brand entsteht, aber auch, wie man ihn löscht.

Als bekennende Hamster zeigen sie in einer unterhaltsamen Mischung aus Erlebnisbericht und Ratgeber, dass das Streben nach persönlichem Erfolg und einem erfüllten Leben keineswegs im Fiasko enden muss. Entwickeln Sie mit diesem unkonventionellen Buch Ihren ganz persönlichen Hamsterplan, um dem täglichen Wahnsinn im Hamsterrad zu entfliehen. Damit es erst gar nicht zum Burnout kommt!

Weitere Bücher von Axel Berger auf seiner Autorenseite.

Leseprobe:
Trotz allen Engagements kommen Sie nicht so recht voran? Manchmal haben Sie den Eindruck, dass sich alles gegen Sie verschworen hat? Sie sind oft müde?
Ist das dann schon ein Burnout?

Nein, wohl eher ein bedauerliches Phänomen, das Alltag genannt wird. Der ganz normale Wahnsinn eines jeden aktiven Menschen.

Wenn allerdings der Blick dauerhaft nach unten gerichtet und die Stimmung über mehrere Wochen im Keller ist, das Ziel aus den Augen verloren ging, sich das Hamsterrad scheinbar immer schneller dreht und selbst ein Zehn-Stunden-Schlaf keine Erholung mehr bringen will, dann sieht die Sache schon anders aus, dann ist die Lunte entzündet: Der Hamster brennt – oder kokelt zumindest schon.
Geht es Ihnen ähnlich? Dann ist dieses Buch für Sie geschrieben, denn genau diesen brennenden Hamstern widmen wir diese und die folgenden Zeilen. Nach unserer Auffassung kann sich jeder eines Tages im Hamsterrad wiederfinden und bemerken, dass er dem Flammpunkt bedrohlich nahe gekommen ist.
Doch wir wollen ehrlich und fair mit Ihnen sein: Wie bei jedem guten Ratgeber werden Sie nach der Lektüre schlauer sein als vorher. So wird es auch in diesem Fall sein. So weit, so gut. Wir sind überzeugt, insgesamt ein sehr hilfreiches und informatives, wenn auch nicht vollumfängliches, Buch zu dem Thema Burnout zu Papier gebracht zu haben. Gerade die vielen Beispiele aus der Praxis, gepaart mit medizinischem Wissen, verständlich aufbereitet, angereichert mit eigenen Erfahrungen, machen es zu einem hoffentlich hilfreichen Buch.
Für alle medizinisch Interessierten: Eigentlich hatte das Manuskript ursprünglich noch circa hundert Seiten mehr. Wir haben uns aber entschlossen, uns stärker auf die Lebenswirklichkeit eines brennenden Hamsters zu konzentrieren. Somit das Buch keine wissenschaftliche Abhandlung über das Thema Burnout, sondern ein Helfer vor der Not, mit Lösungsansätzen, Hilfestellungen und nützlichen Tipps für den Alltag, um dieser schlimmen Erkrankung begegnen zu können.
Die genannten Erfahrungsberichte sind alle wahr, wurden aber aus tierschutzrechtlichen Gründen anonymisiert. Für die teilweise recht deutliche Sprache entschuldigen wir uns nicht. Manchmal muss etwas mit klaren Worten gesagt werden, wenn notwendig, auch mal mit (schwarzem) Humor. Sie werden später noch verstehen, warum.

Bedienungsanleitung: Wie Sie am besten mit diesem Buch arbeiten.
Wir haben es bewusst unkoordiniert-koordiniert gehalten. Wie auch im wahren Leben kommt dem „theoretisch fachlichen Bereich“ immer wieder die Wirklichkeit dazwischen, in Form von auf den ersten Blick scheinbar unstet eingeworfenen Kapiteln. Unser Tipp: Lassen Sie sich einfach darauf ein – wechseln Sie den Blickwinkel. Ein weiterer Tipp: Nutzen Sie den reichlich vorhandenen Weißraum für eigene Notizen und Gedanken. Sollten Sie ein E-Book gekauft haben, dann wird es schwierig mit den Notizen im Buch. Ein paar Blatt Papier können helfen!
Wir haben am eigenen Leib erfahren, dass diese heimtückische Erkrankung und die Rahmenbedingungen, in denen sich ein jeder im Berufsleben heutzutage bewegt, es Ihnen nicht leicht machen werden, aber – und das ist die gute Botschaft, es gibt Hoffnung und eine sehr gute Chance auf Besserung!
Warum diese frohe Botschaft? Weil wir das Leben eines brennenden Hamsters aus dem Effeff kennen und wissen, wie schwierig es sein wird, die beschriebenen Empfehlungen in die Praxis umzusetzen. Aber wenn „wieder Aufstehen und Weitermachen“ die einzige Alternative ist, dann wird Ihnen dieses Buch im Alltag ein wertvoller Helfer sein. Versprochen!

Im Kindle-Shop: Der brennende Hamster: Arbeiten Sie noch oder qualmen Sie schon? Das Buch zur Burnout-Prävention.
Mehr über und von Axel Berger auf seiner Website.



19. August 2019

'Ich war noch niemals in New York' von Heidrun Böhm

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Diese Autobiografie bietet etwas Besonderes: Nicht ein B- oder C-Promi hat es geschrieben oder besser gesagt, schreiben lassen, sondern eine alleinerziehende Mutter, die ihr Leben immer wieder 'in den Griff' bekommen musste. Sie erzählt von ihrem Leben auf der Schwäbischen Alb, von der Kindheit bis heute. Sie erzählt, wie sie immer wieder die falschen Männer getroffen hat, wie sie manchmal verzweifelt war und sich doch immer wieder 'am eigenen Schopf' aus allen Tiefen des Lebens gezogen hat. Und sie beschreibt die glücklichen Stunden, Tage und Monate ihres Lebens.

Das Buch richtet sich vornehmlich an alle alleinerziehenden Frauen und Männer, aber auch an alle Freunde von Biographien, die genug haben von den erfundenen Geschichten, die Ghostwriter unseren mehr oder weniger prominenten Zeitgenossen angedichtet haben. Dieses Buch hat das Leben geschrieben und die Autorin hat es auf wunderbare Weise zu Papier gebracht.

Einladung zur Lesung: Am Freitag, den 23. August, um 19 Uhr, in Rastatt, Wortwerke Buchhandlung & Café - Eintritt frei. Mehr Informationen (Adresse, Kontakt): Blogbeitrag zur Veranstaltung

Weitere Bücher von Heidrun Böhm auf ihrer Autorenseite.

Leseprobe:
Ich glaube nicht, dass ich wieder gesund werde. Bitte verzeiht mir, dass ich gehen möchte, in eine andere, bessere Welt. Dort werden wir uns wiedersehen. Ohne Schmerzen, ohne Ängste, und vor allen Dingen, ohne dass ich jemandem zur Last fallen muss. Ich habe getan, was ich für euch tun konnte. Gott, an den ich fest glaube, wird mich aufnehmen. Ich umarme euch. Denkt an mich, betet für mich. Eure Mutter und Oma, die euch sehr liebt.

Meine Mutter war eine Frau, die niemals klagte. Aufgewachsen in den Wirren des zweiten Weltkrieges, Flakhelferin war sie gewesen am Ende des Krieges. Danach heimgekommen, um nach einem Fliegerangriff auf ihre Heimatstadt die Trümmer ihres Elternhauses zu beseitigen. Gesehen, wie ihre eigene Mutter an Krebs starb, und erlebt, wie ihr Vater sich danach an sie klammerte, sie nicht loslassen wollte. Einen Mann geheiratet, der wegen einiger Diebstähle ins Gefängnis kam und sie vergewaltigte. Drei Kinder hatte sie ihm geboren, eines davon war geistig behindert.

Nach der Scheidung von meinem Vater hatte sie als Alleinerziehende ihr Leben gemeistert, war immer arbeiten gegangen. Das vierte Kind, das sie gebar, war ein Kuckuckskind. Sein Vater verstarb bei einem Autounfall.
Auch dieses Kind war ihr willkommen.
Später musste sie den frühen Tod ihres Sohnes akzeptieren. Lange Zeit war mir nur sein Leiden in Erinnerung.
Ich weinte, weil mein Bruder seine Begabung vergeudet hatte, weil ein vielversprechender Mann sich selbst zerstört hatte. Ich weinte um den Bruder, den ich einmal geliebt hatte. Mutter war monatelang zutiefst verzweifelt. Sie fand ihr geistiges Gleichgewicht wieder. Verarbeiten konnte sie diesen Verlust nicht. Sie genoss nun ihren Ruhestand und war gewöhnlich sehr aktiv.
Ich wohnte mit meinem Freund Karl-Heinz hundert Kilometer von ihrem Heimatort entfernt, hatte hier meine Arbeitsstelle.
Mutter und ich hatten eine Vereinbarung getroffen: Einmal wöchentlich telefonieren wir. Seit zwei Wochen hatte sie sich nicht gemeldet. „Mir geht es gut, du brauchst nicht zu kommen“, sagte sie, als ich sie erreichte. Ihre Stimme verlor den Halt, sie nuschelte.
Vor einiger Zeit war ich bei ihr gewesen, ich sah, dass es ihr nicht gut ging. Sie war aufgrund ihrer Arthrose in Behandlung und lehnte es ab, sich ein neues Kniegelenk einsetzen zu lassen. Ihr Körper war zusammengeschrumpft. Das Gehen fiel ihr schwer. Ihr, der Frau, für die es nichts Schöneres gab, als lange Wanderungen zu machen.
„Der Arzt hat alles unter Kontrolle, mach dir keine Sorgen“, sagte sie knapp. „Ich komme morgen“, entgegnete ich kurzentschlossen und legte den Hörer auf. Einige Zeit später rief mein Sohn an. Er wohnte im selben Ort wie seine Oma und hatte den Auftrag, ab und zu nach ihr zu sehen. „Die Oma macht mir die Tür nicht auf“, sagte er bestürzt.
Ich versuchte, ihn zu beruhigen, antwortete ihm, ich käme am nächsten Tag. Dann dachte ich an meine Schwester Gabi, das Kuckuckskind, die nur hundert Meter von meiner Mutter entfernt wohnte.
Sie und Mutter waren seit Jahren zerstritten, was meine Schwester auch auf mich bezog, obwohl ich mit diesem Streit nichts zu tun hatte. Ich hatte ihr einen Brief geschrieben, ihr geschildert, dass es Mutter schlecht ging, sie gebeten, nach ihr zu sehen. Eine Antwort bekam ich nicht. In all den Jahren, in denen sie verheiratet war, kam nie eine Antwort von ihr, wenn ich ihr geschrieben hatte. Es ist verdammt einfach, sich nicht zu melden, dachte ich. Die Telefonnummer meiner Schwester hatte ich, sollte ich sie anrufen? Ich entschied mich dafür, es nicht zu tun. Es machte keinen Sinn. Sie würde das Gespräch nicht annehmen, wenn sie bemerkte, dass ihre Stiefschwester am Telefon war. Karl-Heinz kam von der Arbeit nach Hause. Ich erklärte ihm, was passiert war. „Ich würde dich heute Abend noch zu deiner Mutter bringen, aber ich muss morgen wieder zeitig aufstehen“, sagte er. Das wollte ich ihm nicht zumuten. Ein Zug fuhr heute nicht mehr, und ich hatte keinen Führerschein. Sicher würde es reichen, wenn ich am nächsten Tag zu ihr ging.

Am nächsten Tag machte ich mich früh auf den Weg zum Bahnhof, fuhr mit der ersten Bahn. Während der Zug über die Schienen ratterte und ich ruhelos in einer Zeitschrift blätterte, dachte ich: Mutter wird mir die Tür aufmachen und fragen: „Warum kommst du?“ Und ich würde antworten: „Du machst mir Sorgen, warum gehst du nicht ans Telefon, wenn dein Enkel anruft? „Mutter würde lachen, mich einen Angsthasen nennen und erklären, sie sei bestimmt außer Haus gewesen, als ich angerufen habe. Sie würde mich umarmen und sagen: „Komm herein, ich mache uns Kaffee.“ Ich würde ins Wohnzimmer gehen, mich in den alten braunen Sessel am Kamin setzen und mit Mutter über Gott und die Welt diskutieren, so wie wir es immer getan hatten.
Am Ziel angekommen, nahm ich mir ein Taxi. Wenig später stand ich vor der Haustür und drückte auf den Klingelknopf. Niemand kam, keiner öffnete mir. Ich starrte durch die gläserne Tür, die zum Schutz vor Einbrechern in einen hölzernen Rahmen eingefasst war. Wieder klingelte ich. Bei meinem letzten Besuch dauerte es länger, bis Mutter öffnete, bis sie sich aufgerafft hatte und zur Tür gekommen war.
Die Minuten dehnten sich zu Stunden. Ich hatte keinen Schlüssel. Die
Nachbarin müsste einen Schlüssel haben. Die Nachbarin, diese kleine, agile Frau mit dem grauen Haarschopf und dem großen Mundwerk, die bei meiner Mutter putzte und ihr im Haushalt zur Hand ging. Mutter kam gut mit ihr zurecht. Infolgedessen machte ich mich auf den Weg zu ihr.
„Ihre Mutter öffnet mir die Tür nicht, sie reagiert auch nicht auf meine Anrufe, deshalb dachte ich, sie ist vielleicht verreist oder gar im Krankenhaus, da es ihr in letzter Zeit nicht gut ging“, sagte sie. Ich bedankte mich und versprach ihr, sie zu benachrichtigen. Meine Hand zitterte, als ich die Haustür aufschloss. Mein Herz klopfte laut. Im Haus war es totenstill. Keine Musik aus dem Radio, kein: „Hallo, wer ist denn da?“ Kein Lebenszeichen. Ich ging ins Wohnzimmer, sah dort unter dem Tisch meine Mutter liegen, bückte mich, ging in die Knie, strich ihr über das Gesicht, redete mit ihr. Sie reagierte mit einem leichten Lächeln, konnte aber nicht mehr sprechen, schien in einer anderen Welt zu sein, in die ich ihr nicht folgen konnte. „Ich hole Hilfe“, sagte ich, stand auf, und rief im Krankenhaus an.

Im Kindle-Shop: Ich war noch niemals in New York: Autobiografie

Mehr über und von Heidrun Böhm auf ihrer Website.



15. August 2019

'Die Mieze gehört MIR (Happy Days 2)' von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
HAPPY DAYS
Fenja flittert mit ihrem Valentin auf Hawaii, Paula ist in den Single-Urlaub auf die Malediven gestartet und Melly fliegt nach Kyoto zurück.

Yasmin hingegen verbringt ihre Urlaubstage zu Hause. Sie hat sich als Ziel gesetzt, das samtschwarze Kätzchen anzulocken, das ständig in ihrem Garten herumstreicht. Aber der Stich einer Biene quält sie, im jahrelang leerstehenden Nachbarhaus starten lärmende Renovierungsarbeiten und die kleine, immer zutraulicher werdende Katze verletzt sich.

Für prickelnde Aufregung allerdings sorgt Fotograf Mick, der sich in Yasmin verliebt hat. Wieder mit ihrem Kollegen Hannes auf Streife, passiert ein Unglück, das ihre Zukunft komplett verändern wird. In den Folgewochen erkennt Yasmin, wie kostbar das Leben ist und wie wertvoll gute Freunde sind.

Weitere Bücher von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki auf ihrer Autorenseite.

Leseprobe:
Gerade wollte Yasmin ihr Handy in die Handtasche legen, als es klingelte. Die angezeigte Nummer sagte ihr erst einmal nichts.
Sie nahm an und war überrascht.
»Mick hier. Hast du Lust, mit mir einen Kaffee trinken zu gehen? Heute Abend geht mein Flieger zurück nach Mailand und ...«
Yasmin ließ ihn gar nicht ausreden. »Sorry, ich bin schon verabredet und zudem ein bisschen in Eile.«
»Das ist schade.«
»Wir können gerne in den nächsten Tagen mal telefonieren. Du, ich muss los, tschüss und bis bald!« Sie drückte das Gespräch weg.
Hab ich jetzt wirklich einfach so aufgelegt, fragte sie sich. Abserviert und fertig – noch nie war sie einem Mann gegenüber im Privaten so gerade heraus gewesen! Ich emanzipiere mich, fühlte sie mit ein wenig Stolz.

Im Kindle-Shop: Die Mieze gehört MIR (Happy Days 2).
Mehr über und von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki auf ihrer Website.



'Urlaub für Quereinsteiger' von Maria Resco

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Katrin ist stinksauer, als sie dahinterkommt, dass Pauls versprochene Reise durch Italien eine Finte ist. Entschieden macht sie sich allein auf den Weg. In Verona trifft sie auf einen jungen Musiker, der Geld für ein Ticket nach Rom sammelt. Sie zeigt sich spendabel, merkt aber schnell, dass es ein Fehler war.

Der Weltenbummler heftet sich an ihre Fersen und nutzt ihr weiches Herz aus. Alle Versuche, ihn loszuwerden, scheitern, ihr bleibt nur die Flucht. Als sie schließlich im Flieger nach Catania sitzt, atmet sie auf. Sie hat die Klette abgehängt. Glaubt sie.

Weitere Bücher von Maria Resco auf ihrer Autorenseite.

Leseprobe:
Katrin hatte ganz konkrete Vorstellungen von ihrem eigenen Café gehabt: Die Möblierung eine bunte Vielfalt aus unterschiedlichsten Sitzgelegenheiten, bunt lackierte Stühle, gemütliche Sessel, ein uriges Sofa, Bistrotische, Regale für Kleinkunst, ein altes Piano und an den Wänden jede Menge Platz für Bilderausstellungen. Sie wollte der Kunst, auch ihrer eigenen, einen Raum geben, wollte Kabarett- und Liederabende veranstalten, Autorenlesungen organisieren, Fotos, Skulpturen und gemalte Bilder ausstellen – außer die von Gaby Hollmann – wollte in die Bohème-Welt eintauchen. Ihr Café Kleinkunst sollte ein angesagter Treffpunkt für die Künstler der Stadt werden – außer für Gaby Hollmann – und nebenbei der Sicherung ihres eigenen Einkommens dienen. Vor allem aber sollte es die berufliche Erfüllung werden, nach der sie so lange gesucht hatte.
Die Voraussetzungen dafür waren perfekt gewesen. Ihre beiden Töchter waren groß und sie konnte sich endlich ihrer Selbstverwirklichung widmen. Die perfekte Location für das Café hatte sich schnell finden lassen und Dank des Geldsegens aus dem Coup, den sie letztes Jahr in Italien mit ihrem guten alten Freund Hermann Müller gelandet hatte, war auch die Finanzierung nicht das Problem gewesen.
»Kaki, kannst du bitte das Fläschchen für Marie-Claire warm machen?«
Eine der jungen Mütter kam mit ihrem verheulten Töchterchen auf dem Arm an den Tresen und reichte Katrin das Milchfläschchen.
»Bitte, Yvonne, nenn mich nicht Kaki. Schlimm genug, wenn die Kinder das tun.«
»Wieso? Wir finden das alle süß. Wir sollten deinen Laden in Café Kaki umbenennen. Hm, was meinst du, Marie-Claire?« Angetan von ihrer originellen Idee strich sie dem Kind über den Kopf. Marie-Claire hörte prompt zu weinen auf und lachte wie ein Honigkuchenpferd.
Katrin fand das nicht lustig. Irgendwas lief hier falsch. Sie musste dringend lernen, sich durchzusetzen. Kaki!! Also wirklich! Sie nahm Yvonne das Fläschchen ab und stellte es in den Flaschenwärmer, den sie einer Sammelaktion einiger Mütter zu verdanken hatte. Ein eigennütziges Geschenk, wie so viele andere auch. Jetzt, zwei Monate nach der Eröffnung ihres Cafés, befand Katrin sich inmitten von stillenden Müttern, kreischenden Babys, Spielzeug-Tretminen, und das einzige, was mit Kunst zu tun hatte, war das Kunststück, abends halbwegs unbeschadet hier rauszukommen. Ach ja, und die Bilder an der Wand, braungelbgestreifte Leinwände in allen Größen und Varianten. Eine großzügige Spende zur Einweihung. Von Gaby Hollmann!!!
Sie gab Yvonne das aufgewärmte Fläschchen und warf einen Blick auf die Uhr. Halb elf. Heide müsste jeden Moment hier eintrudeln. Und da kam sie auch schon. Mit ihren bunten flatternden Kleidern und den langen roten Locken konnte sie glatt als Teil des Inventars durchgehen. Ihrer Freundin aus Studienzeiten hatte Katrin es zu verdanken, dass das Café so großen Anklang fand. Kaum hatte die spätgebärende Supermami ihren Sprössling in einer Blitzaktion auf die Welt befördert, langweilte sie sich auch schon in ihrem entlegenen Landhaus und machte das Café zu ihrem zweiten Zuhause. Um nicht allein dazusitzen, hatte sie eine Anzeige in einem alternativen Blatt geschaltet, alles zusammengetrommelt, was Windeln trug, und weil es so praktisch war, ihren Arbeitsort ganz nebenbei ins Café verlagert. Ihre psychologischen Beratungen und Kommunikationskurse hielt sie seitdem bei Cappuccino und Käsetorte ab, während sie ihren Nachwuchs vertrauensvoll der allgemeinen Obhut überließ. Immerhin, sie war eine der wenigen, die sie nicht Kaki nannten.
»Hi, Katrin. Alles okay?«
»Oh Mann, ich bin echt urlaubsreif!«
»Machst du mir bitte einen Cappuccino?« Heide ging weiter in den offenen Nebenraum, der in einer Wochenendaktion von den Eltern zu einem Spielparadies umfunktioniert worden war. Statt Kleinkunst lagerten Puzzles, Spielzeug und Märchenbücher in den Regalen, und neuerdings auch handgestrickte, genähte und aufgetragene Kinderwäsche, Kommissionsware, die auf neue Besitzer wartete.
Während Katrin den Kaffeeautomaten betätigte, fiel ihr Blick auf die Krabbelecke, wo Heide ihren Nachwuchs ablegte. Der kleine Gustav! Sie war damals echt schockiert gewesen, wie man ein so süßes Bündel Gustav nennen konnte. Mittlerweile aber fand sie, dass der Name perfekt zu dem Wonneproppen passte. Mit seinen sechs Monaten war er seinem Daddy wie aus dem runden Gesicht geschnitten. Wie ein nimmersattes Walross lag er in der Spielecke am Boden zwischen wild tollenden Kids, wurde von den größeren gestreichelt, gehätschelt, mit angeknabberten Keksen gemästet und strahlte stets über alle vier Backen. Gustav war eine Art Gemeinschaftseigentum. Alle liebten ihn und irgendwer war immer da, der sich seiner annahm.
Heide setzte sich an den Tisch neben der Bar, Katrin servierte ihr den Cappuccino und gesellte sich seufzend dazu. »Drei Wochen noch. Dann geht's ab in den Urlaub!« Vor einem guten Jahr hatten sie und Paul sich mit zwei weiteren Pärchen zusammengetan und ein Haus am Gardasee gekauft. Neben Heide und deren Mann Siggi waren noch Gaby und Hanfred Hollmann mit im Boot gewesen. Als sich jedoch die Gelegenheit ergeben hatte, das Nachbarhaus zu kaufen, hatten sich die Hollmanns von dem Gemeinschaftsprojekt verabschiedet. Das war, wie Katrin fand, nicht die schlechteste Idee gewesen, denn mit einer kompromisslosen Möchtegernkünstlerin wie Gaby konnte man nicht unter demselben Dach wohnen.
»Ich find's schade, dass wir nicht zusammen hinfahren«, sagte Heide. »Wir könnten uns eine schöne Zeit machen. Die Männer spannen wir zum Babysitten ein und wir gehen eine Runde segeln.«
»Die Hollmanns sind jetzt da unten und wenn Gaby in der Nähe ist, gibt es keine schöne Zeit, das weißt du doch«, beschwerte sich Katrin.
»Ach, komm, du übertreibst. Außerdem wohnen sie jetzt nebenan. Da gibt es doch gar keine Berührungspunkte mehr.«
Okay, nach den unüberwindbaren Differenzen, die es im letzten Jahr bei der Renovierung gegeben hatte, war es natürlich ein Glück, dass Gaby und Hanfred nicht mehr Miteigentümer waren. Aber musste es ausgerechnet das Nachbarhaus sein? Hätte nicht irgendein anderes Haus zufällig zum Verkauf stehen können, am gegenüberliegenden Seeufer zum Beispiel, oder am Lago Maggiore, oder besser noch, auf einem anderen Kontinent? Aber nein! Ihre Nachbarn zu Hause waren auch ihre Nachbarn am Gardasee. Das Wenigste, was Katrin tun konnte, war, nicht zur selben Zeit hinzureisen. Niemand konnte ihr das verdenken. »Es ist alles perfekt durchdacht. Paul und ich fahren, wenn die Hollmanns zurückkommen. Basta!«

Im Kindle-Shop: Urlaub für Quereinsteiger (Nachbarn 4).
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