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4. März 2021

'Das TALI-Komplott' von Frank Pfeifer

Kindle | ePub | Taschenbuch
Website Frank Pfeifer
Lüge wird Wahrheit. Wahrheit wird Wahn. Wahn wird Realität.

Um an einen Hacker im Darknet heranzukommen, gibt sich Wolf Five als Archäologe aus, der den Tempel eines bisher unbekannten Kultes, der Talismanen, entdeckt haben möchte. Doch anscheinend gibt es diesen Geheimbund wirklich. Das Hirngespinst manifestiert sich als eine neue Realität. Und Wolf Five wird durch diese Lüge in einen Strudel von Ereignissen hineingerissen, in denen es um nichts weniger geht als um die Rettung der Menschheit.

»Befand ich mich in einem Paralleluniversum, das ich selbst erschaffen hatte? Oder hatte ich unbewusst Bruchstücke des Talismanen-Kultes irgendwo aufgeschnappt und mir daraus diese Geschichte gestrickt, die als Lüge gedacht war, sich aber jetzt als Wahrheit entpuppte? Egal, dachte ich, solange ich bald ein FUCKING-BIER-INTERNATIONAL habe, wird es schon in Ordnung sein.« Wolf Five

Anleser:
An der Grenze zu Frankreich wollten wir noch einen Kaffee trinken, bevor es weiterging Richtung Paris. Über uns stapelten sich morgendliche Wolkenbänke, keine Drohne war zu sehen. Dass es magische Überwachungstechniken gab, hätte ich mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorstellen können. Zum Glück. Die Omnipotenz des Magischen hätte mich sonst noch in den Wahnsinn getrieben. Aber bisher hatte es keine Probleme gegeben. Wahrscheinlich hatten sie in Berlin noch überhaupt nicht registriert, dass wir auf und davon waren.

Nana stand allein auf dem verlassenen Parkplatz. Ihre Lippen stülpten sich kirschrot nach vorne wie die Reste einer aufgeplatzten Papiertüte. Ihre Schuhe, die mit den eingerissenen Lederflanken, hatte sie ausgezogen. Wenn ich sie so ansah, ihr blondes Haar flatterte ein wenig im Wind, die Sonne hob ihr ein paar Schatten aus dem Gesicht, dann war sie die schönste Frau der Welt. Endlich, nach Monaten der Unruhe und Ungewissheit, war das unstete Zucken ihrer Augen fast vollständig verschwunden. Auch ich fühlte mich seltsam entspannt. Obwohl mir klar war, dass wir überhaupt keinen Grund hatten, uns so zu fühlen. Ganz im Gegenteil.

Leseprobe auf 'weiterlesen'

'Tod einer Autorin' von Christian Wagnon

Kindle (unlimited)
Website Christian Wagnon
Schreibcoach Nadia Sheen hat einen Bestseller geschrieben. Acht Wochen später ist sie tot, erschlagen an einer Baustelle in der Nähe ihrer Wohnung.

Der Tat dringend verdächtigt: Hendrik Sheen, ihr Bruder, Spieler, der mit ihr kurz vor der Tat einen heftigen Streit um Geld hatte. Aber hat er wirklich seine Schwester auf dem Gewissen? Kommissar Jan Giesel ist eigentlich überzeugt. Aber irgendwas passt nicht zusammen. Kommissar Giesel taucht ein in die illustre Welt der Buchblogger, Literaturagenturen, Autoren und Schreibcoaches und in den Hype um 'Blackwell's Fleet', der ihn sogar bis ins heimische Schlafzmmer verfolgt ...

Ein spannender, außergewöhnlicher Krimi über die Macht der literarischen Bilder, die Kraft der Suggestion und ein Verbrechen, das die Literaturszene erschüttert.

Für kurze Zeit zum Aktionspreis von nur 1,99 Euro erhältlich.


Anleser:
Henrik Sheen log wie gedruckt. Er log, wenn er nur den Mund aufmachte, und wenn man ihm das Gegenteil bewies, log er weiter, als sei nichts geschehen, kam mit irgendeiner neuen obskuren Geschichte, von der man ihm auch sofort bewies, dass sie nicht wahr sein konnte. Jan Giesel hatte noch nie einen Verdächtigen vor sich gehabt, der so unbeirrt die Unwahrheit sagte.
Hendrik Sheen log, wie andere Leute atmeten.

Alles wäre einfacher, dachte Jan Giesel, wenn die Handschuhe da wären. Die Handschuhe, von denen er annahm, dass Hendrik Sheen sie getragen hatte, als er das Kantholz nahm und seiner Schwester von hinten über den Schädel zog. Er musste Handschuhe angehabt haben, denn es gab keine Spuren an seinen Händen, die ein solches Holz notwendigerweise hinterließ, wenn man es kräftig packte und damit zudrosch. Vor allem, weil es an diesem Januartag eiskalt gewesen war und er das Holz in den bloßen Händen gehabt haben musste. Falls er keine Handschuhe getragen hatte.
Es gab Faserspuren, Blut und Haare an dem Holz, das sie an der Baustelle gefunden hatten, aber natürlich keine Fingerabdrücke. Und dann war da noch die Sache mit der Handtasche.
Jan Giesel seufzte. Er hatte Hunger, es war Zeit zum Mittagessen.
»Bringen Sie ihn in die Zelle zurück«, sagte er.

Es war zum Auswachsen. Nicht, dass er Mattis ständig um Rat fragen wollte, es war eher eine liebe Gewohnheit, auch für den Fall, dass er gar nicht fragen wollte, zu wissen, dass der Freund erreichbar war. Und nun war er das nicht, denn er war sozusagen aus der Welt. Mit seinem Hund auf die Insel gereist. Wahrscheinlich war die Insel längst eingefroren, und wahrscheinlich war das auch, was Mattis beabsichtigte. Abzutauchen …
Es war auch kein so spektakulärer Fall, unter den Totschlagsdelikten im Jahr nichts Außergewöhnliches. Die Insel war das Zauberwort, wie eine Reise zu einem anderen Stern, und das Wort bedeutete vor allem eins: bin unerreichbar, auch wenn die Welt untergeht. Und Jan Giesel hütete sich, sich zu melden. Kein Grund, die jahrzehntelange Freundschaft aufs Spiel zu setzen, nur weil ein Verdächtiger log wie gedruckt.

»Ich gehe essen«, sagte er zu der jungen Kriminalassistentin im Nebenzimmer, die gerade in einem Buch las, einem enormen Wälzer mit dem Titel »Blackwell's Fleet«, dessen sperrige Seiten sie mit ihrem Ellbogen auf der einen Seite herunterdrückte, damit das Buch nicht zusammenklappte.
»Jan, muss ich es weiterlesen?« fragte sie.
»Ja«, sagte Giesel. »Unbedingt.«
»Und warum?«
»Weil wenigstens einer von uns hier es ganz gelesen haben sollte. Schließlich geht's um dieses Buch. Ich meine, um die Tantiemen für dieses Buch.«
»Vielleicht wird es verfilmt«, sagte sie. »Dann bringt's mehr.«
»Ist die Story so interessant?«
»Ist nicht so meines. Aber es wird doch jeder Scheiß verfilmt heutzutage. Romance mit Science fiction und Fantasy und das Ganze dann irgendwann später auch noch animiert. Derjenige, der davon die Tantiemen bekommt, hat ausgesorgt.«
»Leider gibt es keine Fortsetzung«, sagte Giesel. Der Tod schrieb keine Trilogien oder Fortsetzungsromane.

Blick ins Buch (Leseprobe)

1. März 2021

'Truckerliebe' von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website | Autorenseite
Dreams and Love

Tessa starrte Amy mit großen Augen an. »Du willst mir jetzt nicht verklickern, die alte Bissgurke hat uns gemeinsam gekündigt. Es gibt schließlich einzuhaltende Kündigungsfristen.«
Amy schluckte. »Im Prinzip ist das so. Aber das Café brennt.«


Nach dem ersten Schock beschließen die beiden Restaurantfachfrauen, ein paar Tage an die See zu fahren, um sich in Ruhe über ihre berufliche Zukunft klar zu werden, als das Auto auf halber Strecke den Geist aufgibt. Truckerin Margo gabelt sie auf und nimmt sie mit zu 'Joes Old Roadhouse'. Der unter Truckern beliebte Rasthof wird von dem bärtigen Joe geführt, ein Mann wie ein Fels. Der hilfsbereite Lkw-Werkstatt Inhaber Bernie kümmert sich um die Reparatur des Wagens. Das jedoch dauert länger als erwartet – und so bleiben die Mädels bei Joe und helfen dort aus.

Diese Entscheidung wird ihr ganzes Leben verändern.

Anleser:
Tessa setzte ihr Serviertablett unsanft auf der Theke ab und funkelte ihre Kollegin Amy wütend an.
»Echt jetzt, ich hab die Schnauze gestrichen voll«, raunte sie Amy leise zu. »Der Gast von Tisch sieben hat sich bei mir beschwert, weil die Kuchenstücke so klein sind.«
»Wundert dich das? Die Chefin schneidet ja auch unglaubliche sechzehn Stücke pro Torte, normal sind zwölf. Aber bei der Bepreisung ist sie gar nicht schüchtern.«
»Na toll! Und wir kriegen es von den Enttäuschten ab, wir werden angemault. Zu allem Überfluss hat sein Kännchen auch keine zwei Tassen ergeben.«
Amy schüttelte nur betroffen den Kopf. »Und was können wir dagegen tun? Wir sind auf den Job angewiesen.«
»Na, wir haben wenigstens uns«, seufzte Tessa.
In diesem Moment schoss Frau Schnake um die Ecke. »Habt ihr zwei nichts zu tun?« Sie machte eine scheuchende Bewegung. »Tisch sieben will zahlen, seht ihr das denn nicht?«
Tessa schloss für einen Augenblick ergeben die Augen. Tisch sieben! Super! Der Kerl, der sie gerade angeraunzt hatte. Das Allerschlimmste an der Sache war: Er hatte recht.
Mit einem möglichst netten Lächeln startete Tessa in Richtung des unzufriedenen Gastes. In Anbetracht der unangenehmen Situation verkniff sie sich die obligatorische Frage, ob es denn geschmeckt habe.
Der Gast starrte auf die Rechnung, legte einen Zwanziger hin und wartete auf das Wechselgeld.
Hier werde ich wohl kein Trinkgeld bekommen, dachte Tessa frustriert. Doch sie irrte.
»Dürfen Sie Trinkgeld behalten oder müssen Sie es abgeben?«, fragte der Mann mit einem forschenden Blick in Tessas Gesicht.
Ui, der meinte es echt ernst, so besorgt wie er schaute. Somit konnte sie auch ehrlich antworten.
»Meine Kollegin und ich werfen zusammen und teilen es zum Feierabend.«
Er schob ihr drei Euro hin. »Sie beiden scheinen das einzig Vernünftige in dem Laden hier zu sein. Suchen Sie sich einen anderen Job.« Mit diesen Worten stand er auf, griff seine Jacke von der Lehne des Nachbarstuhls und verließ grußlos das Café. Tessa sah ihm verblüfft hinterher. Solch gutaussehende Männer verirrten sich selten ohne Anhang ins Café Schnake.
Parallel zu ihrer Chefin erreichte Tessa die Kuchentheke.
»Was für ein unhöflicher Kerl«, maulte ihre Chefin. »Nicht mal Auf Wiedersehen zu sagen!«
Am liebsten hätte Tessa ihr ins Gesicht geschleudert, sie habe ihn beim Hereinkommen auch nicht begrüßt, sondern sich äußerst geschäftig gegeben, aber das wäre eh völlig sinnlos. Es sorgte, da hatten Amy und sie einschlägige Erfahrungen, eher bei der chronisch schlecht gelaunten Eleonore Schnake für das Ankurbeln des Hebels, mit denen sie die beiden Mädels gern noch stärker triezte. Es gab nur wenige Gute-Laune-Minuten der Schnake in einer Saison, und zwar dann, wenn der Umsatz am Abend hervorragend war. Und dies war schon lange nicht mehr vorgekommen.
Tessa sah auf ihre Armbanduhr. Fünf. Oh, dem Himmel sei Dank! Eine Stunde nur noch bis zum mehr als verdienten Feierabend.
Natürlich hatte Frau Schnake das bemerkt, schließlich entging ihr nichts – mit Ausnahme der Tatsache, dass ihre Gäste immer häufiger sehr unzufrieden das Lokal verließen und auch auf einen zweiten Besuch verzichteten. »Nein, meine liebe Tessa, noch ist kein Arbeitsende! Das Café leert sich, gehen Sie bitte nach hinten und beginnen mit dem Durchputzen der Küche.«
Wortlos drehte sich Tessa um und verschwand im Küchenbereich. Je weniger sie die Schnake sah, umso angenehmer.

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27. Februar 2021

'My Dragon Lord (Broken Souls 1)' von Alisa Woods

Kindle (unlimited)
Website Autorin | Website Übersetzer
Sie verirrt sich in ein Schloss voller verzweifelter Drachen – und könnte ihre letzte Hoffnung sein.

Ich stecke echt in der Klemme.

Auf den Boden gedrückt von einem Milliardärs-Playboy, der mich dabei erwischt hat, wie ich Daten von seinem Computer stehlen wollte. Der Typ sieht unverschämt gut aus, doch ich hasse es, wie er auf mich herablächelt. Reich, mächtig, und wahrscheinlich gewohnt, alles zu bekommen, was er will.

Dabei habe ich mich nur auf seine Party geschlichen, weil ich nach meiner vermissten Schwester suche. Wir drehen eine Doku über Zwangsprostitution und haben ihn und seine Bande von Playboys schon länger in Verdacht, unschuldige Mädchen durch sein Schloss zu schleusen.

Doch angekettet in einem Verlies irgendwo auf den Thousand Islands an der Grenze zu Kanada werde ich wohl kaum jemanden retten können.

Wie komme ich hier nur wieder aus?


Ember ist eine knallharte Journalistin, Niko der unwiderstehliche Lord der Drachenfeste, der alles daransetzt, seine Seelenverwandte zu finden … und sein Volk vor dem Aussterben zu retten.

'My Dragon Lord' ist eine heiße Drachen-Shifter-Romanze, in der Leidenschaft die Bettlaken aufheizen und Drachenfeuer euer Herz erwärmen wird.

Anleser:
„Okay, ich erzähl’s dir ...“ Seine Augen verschlingen mich jetzt förmlich. „Doch ich bezweifle, dass du mir glauben wirst.“
„Versuch’s einfach.“ Schon seine Einleitung treibt mich vor Neugierde in den Wahnsinn.
Er überrascht mich einmal mehr, als er erneut nach meiner Hand greift, doch diesmal nach der anderen – der mit dem Mal. Oh oh. Jetzt wird’s ernst.
„Wenn ein Drache auf die Welt kommt, wird seine Seele in zwei geteilt.“ Er malt den Halbkreis auf meinem Handgelenk mit der Fingerspitze nach. „Die andere Hälfte wird in einer Menschenfrau geboren. Wir bezeichnen sie als Drachenbeseelte und sie ist dafür bestimmt, die Partnerin des Drachen zu werden. Nur, wenn sie sich wieder vereinen, kann er seine volle Macht entfalten. Das Gleiche gilt für die Frau – nur, wenn ihre Seele ganz ist, können sich die Drachenkräfte in ihrem Körper manifestieren.“
Mein Herz pocht nervös. „Du meinst, sie wird ein Drache?“
„Ja.“ Wieder breitet sich dieser alberne Ausdruck auf seinem Gesicht aus. „Nur sehr wenige Drachenbeseelte tragen ein Mal, tatsächlich ist es unglaublich selten, doch du, Ember, du hast es. Das hier ...“ Sanft berührt er mein Geburtsmal. „Offenbart deine wahre Natur.“
Ich ziehe meine Hand zurück. „Ja ... ich denke nicht.“ Auf einmal fühlt sich das alles hier wie ein abgekartetes Spiel an.
Er lehnt sich zurück und legt einen Arm über die Sofalehne. „Ich wusste, dass du mir nicht glauben würdest.“
Ich funkle ihn an. „Es ist schon mehr als ein bisschen merkwürdig.“
Er zuckt mit den Schultern. Er hat mich vorgewarnt. „Es gibt einen Grund, warum das so wichtig ist ... nur gepaarte Drachen sind im Vollbesitz ihrer Kräfte. Und eine davon ist ein Gift, mit dem sie sogar einen Vardigah töten können.“
„Haben sie deswegen versucht, euch auszulöschen?“ Zumindest der Teil ergibt Sinn. Glaube ich.
„Nicht nur uns – die Hexen ebenfalls.“
„Hexen gibt es auch?“ Gütiger Himmel ...
Er grinst. „Überleg doch mal, Miss Dubois. Wenn sich die andere Hälfte deiner Seele in einer ganz bestimmten Person irgendwo auf diesem Planeten befinden würde ... und wenn diese Person deine einzige Möglichkeit wäre, dich jemals zu paaren ... wie würdest du sie finden?“
Ich runzle die Stirn. „Das ist ein logistischer Alptraum.“
„Allerdings.“ Beinah hätte er gelacht. „Deswegen brauchen wir die Hexen. Mit ihren hellseherischen Fähigkeiten konnten sie die Drachenbeseelten unter den Menschen aufspüren und uns im Grunde genommen sagen, wer unsere Seelenverwandten sind. Im Gegenzug versorgten wir sie mit verschiedenen magischen Artefakten und gelegentlich auch mit den bereits erwähnten Körperflüssigkeiten.“ Seine Miene wird schnell wieder ernst. „Es war ein gutes Leben damals. Und ich ging davon aus, dass ich es auch so führen würde. Ich dachte ...“ Er schaut durch die geöffnete Balkontür in die Ferne. „Schätze, man sollte nie etwas für selbstverständlich halten.“
Meine Brust schnürt sich zusammen. „Warte, also ... die Hexen und die meisten Drachen sind fort und der Rest von euch weiß nicht, wo eure Seelenverwandten sind. Das heißt, ihr könnt euch nicht paaren, was wahrscheinlich auch bedeutet, dass ihr keinen Nachwuchs zeugen könnt ...“ Mit Entsetzen wird mir das volle Ausmaß dessen bewusst.
Mit einem gequälten Lächeln dreht er sich wieder zu mir um. „Ja, Miss Dubois, wir sterben aus.“

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26. Februar 2021

'Unheilbar: Jage nicht, was du nicht töten kannst' von Silvia Maria de Jong

Kindle (unlimited)
Website | Autorenseite
Sie ist die Stille, die den Sturm in mir zur Ruhe bringt.
Er ist das Licht, das meine Nacht erhellt.


Romeo La Terra liegt im Sterben, als ihm die Frau begegnet, die er sofort als seinen Schutzengel erkennt. Er bittet sie zu bleiben, aus dem Wunsch heraus, nicht allein sterben zu müssen. Liv gewährt ihm diesen Wunsch und es sind jene Augenblicke, nur wenige Atemzüge, in denen sich eine Nähe entfacht, die nur aus tiefer Verzweiflung geboren werden kann.

Mit knapper Not gelingt es dem Arzt, Romeo ins Leben zurückzuholen. Ein Leben, das fortan am seidenen Faden hängt, denn der Mann, den keinerlei Papiere ausweisen, fällt ins Koma. Liv, die sich zu dem sonderbaren Fremden auf unheimliche Weise hingezogen fühlt, weicht nicht mehr von seiner Seite. Auch als er nach Wochen des Zweifelns und der Angst endlich die Augen aufschlägt, entschließt sie sich dazu, sich weiterhin um ihn zu kümmern, ohne zu ahnen, wen sie da in ihr Haus geholt hat. Kämpft sie doch gegen die eigenen Dämonen der Vergangenheit, die mit Romeos dunklen Geistern zu verschmelzen beginnen …

Romance / Romantic Suspense. Neuerscheinung. Für kurze Zeit zum E-Book-Aktionspreis von nur 1,99 Euro.

Anleser:
"Ich habe dich gewarnt", flüstert er leise und das dunkle Glühen auf seiner Iris wandelt sich in ein loderndes Feuer.
"Ich habe versucht dich davon abzuhalten einen Mann wie mich in dein Haus, in dein Leben zu lassen ..."

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25. Februar 2021

'Schicksalspfad des Tempelritters - Band 1: Dedericus' von Olivièr Declear

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Buchreihe | Autorenseite
Anno Domini 1225 liegen weite Gebiete Europas in Schutt und Asche, bluten aus im gnadenlosen Krieg um Macht und Religion. Inmitten der Schlachten und Ränkespiele kämpft der junge Tempelritter Dedericus de Loen seinen eigenen Kampf, hin- und hergerissen zwischen Ordenspflicht, Liebe, Glaube und Zweifeln ...

Lesermeinung: Je länger man liest, desto mehr Spannung kommt auf, ohne dass sie nochmal abreißt. Die begleitende Vermittlung historischer Informationen fand ich sehr gut.

Anleser:
Nichts wies an diesem Tage im Jahre des Herrn 1225 auf das drohende Unheil hin. Sicher, vom Isenberg kommt nur der Teufel, sagte das Volk. Schon in seiner Kindheit lauschte Dedericus mit Schaudern den Geschichten über derer von Isenberg, die sich die Mägde in der Küche erzählten.
Der Teufel tanze des Nachts im Mondenschein um deren Burg. Werwölfe und Hexen raubten den Dörfern um diesen Schreckensort die Kinder und Mägde.
Die Geister der verlorenen Seelen hörte man des Nachts in den Wäldern heulen und jammern.
Aber nicht der Teufel, nicht Hexen und Werwölfe kamen mit dem Isenberg, er kam mit Feuer und Schwert über ihre Burg.
Ramus de Loen eilte auf den Turm und rief die wenigen Männer zur Verteidigung. Sein Sohn, Dedericus, bekam die Aufgabe, die Frauen und Kinder im Turm zu sammeln und zur Ruhe zu bewegen.
In kurzer Zeit stand alles in Flammen, auch der Turm konnte nicht vor den geworfenen Fackeln und den Brandpfeilen der Isenberger Mannen behütet werden.
Der Rauch biss unerträglich in den Augen und die Hitze der brennenden Bodenbohlen auf den Etagen kam immer näher. Das Bersten der Tragbalken und die einstürzenden Böden stoben Kaskaden von Funken immer tiefer in den Turm hinein.
Die Männer bemühten sich vergeblich, die brennenden Etagen zu löschen und zogen sich in ihrem Kampf immer weiter in die Tiefe des Turmes zurück.
Ein Balken des letzten Bodens stürzte brennend auf Dedericus Schwester. Mit einem Aufschrei des Entsetzens stürzte die Gräfin De Loen durch den beißenden Rauch und Funkenregen in die Flammen des brennenden Balkens, um ihr Kind zu retten.
Sie spürte nicht, wie die heiße Asche ihre Kleidung und Haut umfing. Ignorierte den Schmerz der Glut unter ihren Knien.
Dedericus sah die Männer seines Vaters den Balken von dem zerschmetterten Körper zerren, während sein Vater die brennenden Kleider seiner Mutter mit seinem Umhang zu löschen suchte.
Dieses unglaubliche Inferno um ihn herum, das Schreien, Weinen, die Gluthitze der Flammen, umgeben von Rauch und Funkenflug, ließ ihn erstarren. Das Geschehen schien ihm wie ein schrecklicher Traum, nicht wahrnehmend, dass dieser Albtraum in den Tag entsprungen war.
Der harte Griff eines Mannes erfasste seinen rechten Arm und zog Dedericus durch das Inferno. Er folgte ohne Willen und Verstehen. Dem Schock des Entsetzens ergeben.
Der junge De Loen sah, wie er in den schmalen Einstieg des Fluchtganges des Turmes gezerrt wurde, wie Knechte an ihm vorbei stürmten, um die schweren Eichenflügel des Durchganges zu versperren.
Immer tiefer wurde er in die Finsternis des Ganges gezogen. Dedericus vernahm, wie sein Vater den Befehl gab, die Stützpfeiler vor dem Gang einzubrechen. Sah Männer in der Dunkelheit verschwinden und hörte die dumpfen Schläge von Hämmern auf das schwere Holz des Gebälks.
Das Bersten der Stützen und das Geräusch des einstürzenden Ganges ließen den Boden unter seinen Füßen erbeben.
Als die Flüchtenden von dem Staub des eingestürzten Erdreiches erreicht wurden, kam erneut Leben in den Körper des jungen Mannes.
Mit einem heftigen Ruck befreite sich Dedericus von dem schmerzenden, eisernen Griff des Mannes, der ihn durch den Tunnel zog.
Mit raschem Schritt folgte er dem kaum vorhandenen Schein einer fast erloschenen Fackel. Es erschien Dedericus wie eine Unendlichkeit, bis sie zum Ausgang des Fluchtweges gelangten.
Einige der Männer hoben in schier übermenschlicher Anstrengung die schweren Bretter über ihren Köpfen, welche von dickem Erdreich bedeckt waren, aus ihren Fugen.
Von außen war der Ausgang nicht vom restlichen Waldboden zu unterscheiden.
Als die Abdeckung aufgestoßen war, stiegen die Fliehenden über die rutschigen, unebenen Stufen hinauf in den Wald, nahe dem Hellweg.

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24. Februar 2021

'NORÐBEBEN – bittersüß bedeutungslos' von Isalie Nordskov

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website Isalie Nordskov
Auf der Suche nach Freiheit und Abenteuern geht Eva fürs Master-Studium nach Kopenhagen. Frisch getrennt nimmt sie sich vor, ihr Leben mit bedeutungslosen Affären zu genießen und sich emotional von Männern fernzuhalten. So recht will ihr das nicht gelingen, immer wieder gerät sie in Konflikt mit den Vorstellungen ihrer Verehrer. Ein Mann zieht sie gegen ihren Willen in seinen Bann: Der Doktorand Tarjos wirkt gefährlich und unnahbar, und doch - oder gerade deshalb - erlebt sie mit ihm höchste Lust. Tarjos entführt sie in eine andere Welt. Doch will Eva ihr altes Leben hinter sich lassen?

Der Urban Fantasy Roman 'bittersüß bedeutungslos' erzählt von der Suche nach selbstbestimmter Lust in einer Welt, in der vieles bedeutungslos erscheint. Im ersten Band der Reihe 'norðbeben' muss sich Eva mit ihrer Furcht vor Veränderung und mit Menschen auseinandersetzen, die ganz anders sind als sie selbst.

Anleser:
»Ich möchte, dass du dich in Zukunft von mir fernhältst.«
Tarjos nickte nur, ohne mich anzusehen. Er schien verstanden zu haben, dass ich kein Interesse daran hatte, eine neue Welt kennenzulernen.
»Nur eins noch …«, schob ich nach, bevor ich das Auto am Wohnheim verließ.
»Noch keiner«, antwortete er.

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19. Februar 2021

'Insel wider Willen: Nordseeglück 1' von Frida Luise Sommerkorn

Kindle | Tolino | Buchreihe
Website | Autorenseite
Als Sibille gemeinsam mit ihrer Tochter Tuuli und ihrem Stiefvater Peter die Insel betritt, möchte sie am liebsten sofort wieder umkehren. Hat sie Langeoog doch vor langer Zeit verlassen und nie wieder zurückkommen wollen. Doch nun ist Oma Greta gestorben und Sibille will das Haus so schnell wie möglich verkaufen, das einst ihr Zuhause war.

Niemals hat sie damit gerechnet, dass ihr die Erinnerungen einen Streich spielen würden. Nicht nur, dass Oma Greta noch überall präsent scheint, auch das Haus und die Insel haben nichts von ihrer magischen Anziehungskraft von damals verloren. Und dann ist da noch Morten, der Nachbarsjunge, der sie nie interessiert hat und nun als gestandener Mann ihr Herz zum Schwingen bringt. Wohin mit diesen ganzen Gefühlen? Doch gerade als sie die Lösung all ihrer Probleme sieht, begegnet sie dem einzigen Menschen, der alles wieder ins Wanken bringt.

Anleser:
„Ich hab hier überhaupt kein Netz“, motzte Tuuli und hielt ihre Hand nebst Smartphone in die Luft, als ob es dort besser werden würde.
Wenn sie nicht aufpasste, würde das Ding gleich im Wasser landen, dachte Sibille. Auf solche Gefühlsausbrüche ihrer Tochter ging sie schon lange nicht mehr ein. Schließlich war es ihrer Meinung nach nicht so schlimm, wenn ihre Freundinnen die furchtbar wichtigen Nachrichten ein paar Minuten später erhielten. Spätestens am Hafen würde Tuuli wieder Empfang haben.
„Ich hole mir eine Wurst“, verkündete jetzt Sibilles Stiefvater. „Will noch jemand was?“
Sibille schüttelte den Kopf. Peter sah Tuuli an, aber die reagierte nicht. Achselzuckend machte er sich auf den Weg und kam kurz darauf mit einem Paar Wiener und einer Flasche Bier zurück.
„Peter, wir sind nicht stundenlang unterwegs“, sagte Sibille schmunzelnd. Sie hätte es sich denken können, dass der Hopfensaft nicht fehlen durfte. Peter war ein Genussmensch. Und wenn er sich hier auf der Fähre eine Wurst gönnte, dann gehörte das Bier eben dazu.
Sibille sah aus dem Fenster. Passend zu ihrer Stimmung lag die See in trübem Licht. Sie hatte ihre Tochter damit locken können, dass ein Kurzurlaub am Meer doch reizvoll sein konnte. Strahlender Sonnenschein, salziges Wasser, das in leichten Wellen heranrollte, wenn sie an der Wasserkante saß und den Weitblick über das Meer genoss. Bei so viel Pathetik hatte sogar Tuuli grinsen müssen. Natürlich hatte sie ihrer Tochter nicht sagen wollen, dass an einem Nordseestrand kein Südseefeeling aufkommen würde. So viel Wissen traute sie ihr zu. Aber nachdem sie heimlich Tuulis Reisetasche überflogen hatte, war sie sich nicht mehr so sicher. Schnell hatte sie ein paar von Tuulis Pullis und die Regenjacke in ihren eigenen Koffer gepackt. Auch wenn Tuuli diese nur unter Protest anziehen würde. Besser das Meckern ertragen, als das Kind frieren sehen.
Sibille schluckte. Den Kloß, den sie seit Tagen im Magen verspürte, versuchte sie zu ignorieren. Aber bald würden sie am Hafen von Langeoog anlegen und dann musste sie sich dem Ganzen stellen.
Sie konnte noch immer nicht fassen, dass Oma Greta tot war. Ihr Nachbar Herbert hatte sie vermeintlich schlafend auf dem Sofa gefunden. Die beiden waren unzertrennlich, seitdem Opa Gustav gestorben war. Das war schon fast zwanzig Jahre her. Und nun hatte es Oma Greta getroffen. Obwohl es überhaupt keinen Grund gab. Sie war fit, ging jeden Tag im Meer schwimmen. Selbst bei kalten Temperaturen. Nur wenn sich allmählich Eis bilden wollte, hielt Herbert sie zurück und überredete sie jedes Mal zu einem ausgiebigen Spaziergang mit Einkehr in der Bäckerei, um einen Kaffee zu genießen. Aber ihr Herz war einfach stehen geblieben.
Nun war sie die älteste der Lüders-Frauen. Ihre Mutter war vor sechs Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ihren Vater hatte sie nie gekannt. Peter, ihr Stiefvater, lebte schon lange bei ihnen in einem Vorort von Mainz. Sie hatten vor einigen Jahren gemeinsam einen Dreiseitenhof gemietet und Sibille hatte daraus ein idyllisches Zuhause gezaubert. Da ihre Mutter beruflich bedingt viel unterwegs gewesen war, lebten sie die meiste Zeit zu dritt zusammen: Peter, Tuuli und sie. Was für ein Gespann.

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