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Bücherkarussell
Auswahl mit Klick auf ein Cover

5. August 2020

'Bruna-Brunhilde' von Uschi Meinhold

E-Book | Taschenbuch | handsigniertes TB
Website zum Buch
Bruna-Brunhilde: Westgotische Prinzessin - Merowingische Königin - Nibelungentochter

Eine vermeintlich zeitlich ferne Geschichte - die auch im spanischen Westgotenreich mit der Hauptstadt Toledo spielt - wird im Roman über Bruna-Brunhilde als Kind, Herangewachsene, Liebhaberin, Leidende, Mutter und Herrscherin erzählt. So steht eine Frau des 6. Jahrhunderts, eine westgotische Prinzessin, eine merowingische Königin, eine Nibelungentochter im Mittelpunkt. Das Leben Bruna-Brunhildes ist zwar zeitlich fern, in manchem uns aber ganz nah.

Warum? Das Buch findet Antworten.
Außer dieser westgotischen, gebildeten Prinzessin Bruna, die fern ihrer Heimat - die sie nie wiedersehen wird - im Frankenreich ihres merowingischen Mannes nach dessen Ermordung als Herrscher in seiner Nachfolge versucht, gerecht zu handeln, wird die politische Geschichte dieser Zeit erzählt. Dies am Beispiel handelnder Menschen, die, wie Bruna-Brunhilde, im Mittelpunkt im Roman stehen. Denn Menschen machen Geschichte.

Wir können von Ereignissen im spanischen Westgotenreich – in Toledo, in Valencia -,im Merowingerreich der Franken: in Renève sur Vingeanne, in Chalon, in Metz, in Worms und Lorsch lesen. Das Nibelungenlied basiert auf dem glücklich-unglücklichen Leben dieser mächtigen Frau. Ähnlichkeiten zwischen dieser fernen Welt und unserer heute lassen sich entdecken. Aber auch das Andere, das Ferne, macht das Lesen ebenfalls interessant.

Für Liebhaber historischer Romane ist der erzählten Geschichte ein Glossar beigegeben.

Leseprobe bei Amazon (Blick ins Buch)

4. August 2020

'Der Bär, die Ente und ein Bison: Wo geht es nach Kanada' von Barbara Zimmermann

Kindle | BoD (ePub) | Taschenbuch
Website | Autorenseite
Ungewöhnliche Freundschaften, sowie jede Menge tierische Begegnungen bietet dieses wunderschön illustrierte Kinderbuch. Der Bär lebt an einem Teich in einem Wald und liebt die Gesellschaft der lustigen Ente. Es kommt ein Bison vorbei, welcher den Weg nach Kanada sucht. Dort sind diese zotteligen Tiere zu Hause. Mit Hilfe des Bären und der Ente begibt sich der Bison auf die Reise. In einer Stadt, die niemals schläft, begegnet er lustigen Tieren und macht eine unerwartete Entdeckung. Wird der Bison den Weg nach Kanada finden?

Eine Tiergeschichte für Kinder ab 4 Jahren.

Summer Sale: Für kurze Zeit zum E-Book-Aktionspreis von nur 2,99 Euro.

Leseprobe:
Am nächsten Morgen kam das Bison wieder des Wegs. „Wisst ihr, wo es nach Kanada geht?“, fragte er.
„Woher soll ich das wissen, ich war noch nie dort“, schnatterte die Ente.
„Ich weiß es auch nicht“, brummte der Bär.
Das Bison trottete weiter und der Bär machte sich Gedanken.
„Ich glaube der Bison läuft im Kreis. Er kommt alle zwei Tage vorbei“, sagte der Bär zur Ente.
„Da hast du Recht. Wie können wir ihm denn helfen“, fragte die Ente.
„Kanada liegt im Norden. Wir müssen ihm einen Wegweiser aufstellen, damit er auf den rechten Weg kommt“, brummt der Bär.
„Gute Idee“, schnatterte die Ente.
Gesagt, getan. Aus einem alten Brett, auf dem sie mit Kohle Kanada schrieben, bastelten sie einen Wegweiser. Das Schild stellten sie in Richtung Norden auf und rammten es in die Erde. Auf ihre Idee und auf das Schild waren die Ente und der Bär sehr stolz. Die alte Frau kam vorbei, schaute sich das Schild an, schüttelte mit dem Kopf und ging weiter.

Blick ins Buch (Leseprobe)

'Demokratie in Bewegung' von Joachim Tritschler

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website Joachim Tritschler
Den Zustand einer Demokratie können wir daran erkennen, wie sie mit ihren schwächsten Mitmenschen innerhalb der Gesellschaft umgeht.

Das Buch zeigt auf, was wir tun können, damit wir die Demokratie aufrecht erhalten und Neoliberalismus sowie Lobbyismus unserer Regierung die Gesellschaft nicht länger negativ beeinflusst. Damit das Gemeinwohl wieder in den Vordergrund tritt.

Anleser:
Demokratie ist dann, wenn man sie lebt, etwas Wunderbares. Nur kollidiert sie sehr oft mit Machtinteressen einiger weniger. Die Veränderungen der letzten Jahrzehnte lassen den Begriff Demokratie und seine Bedeutung in einem anderen Licht erscheinen. Äußere Einflüsse wie Lobbyismus und persönliches Machtstreben einzelner Personen fügten der Demokratie in den letzten Jahrzehnten langsam aber stetig großen Schaden zu.

Blick ins Buch (Leseprobe)

3. August 2020

'Wenn die Sonne den Horizont küsst' von Annette Hennig

Kindle | Taschenbuch
Website | Autorenseite
Solange wir lieben,
werden wir nicht verloren sein


Usedom 1947: Der Krieg ist vorüber, doch während noch allerorts Not und Entbehrung den Alltag der Menschen bestimmen, kehren allmählich Normalität als auch ein klein wenig Zuversicht und Frohsinn auf die Ostseeinsel zurück.

Die junge Charlotte lernt den russischen Offizier Nikolai kennen und verliebt sich Hals über Kopf in den adretten Mann. Einige Monate sind sie miteinander glücklich, doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern.

Nikolai hütet ein Geheimnis, das er Charlotte nicht anvertrauen kann. Zu groß ist die Gefahr, die junge Frau mit in den Abgrund zu stürzen, der ihn selbst zu verschlingen droht. Mit einer Lüge auf den Lippen, die auszusprechen ihm alles abverlangt, trennt er sich schweren Herzens von ihr.

Fortan vergeht kein Tag, an dem Charlotte nicht auf ihn wartet. Mit jedem Jahr, das verstreicht, zweifelt sie stärker an seiner Rückkehr, nicht aber an seiner Liebe zu ihr.

Je weniger Charlotte an ein Wiedersehen glaubt, umso mehr bewahrt sie den Traum von einem gemeinsamen Glück in ihrem Herzen.

Band 2 der Sankt-Petersburg-Trilogie .

Anleser:
Leningrad, September 1945
Nikita ging schleppenden Schrittes den Newski Prospekt entlang. Die Sonne schickte ihre Strahlen von einem blauen Himmel auf die armselig gekleideten und ausgehungerten Gestalten hinab, die sich zu dieser Stunde aus ihren Behausungen gewagt hatten. Ungeachtet des Elends tauchte der goldene Schein die Stadt in ein warmes Licht. Er brachte die Not umso deutlicher zum Vorschein.
Nikita blickte nicht auf. Die wärmenden Sonnenstrahlen linderten die Schmerzen ein wenig, die ihn Tag und Nacht in seinem Rücken plagten. Schwer stützte er sich auf seinen Stock, den er mehr hasste als diesen Krieg, mehr als diese verdammten Deutschen, die Schuld an seinem Schicksal trugen.
Vor nunmehr zwei Jahren war er dem Tod von der Schippe gesprungen. Als er damals im Lazarett nach Tagen, die er im Koma zugebracht hatte, wieder zu sich gekommen war, hatte er geglaubt, er sei im Paradies. Eine junge Frau hielt seinen Kopf, beugte sich über ihn und er hörte aus weiter Ferne, wie sie fortwährend seinen Namen rief. Er war nicht imstande, ihr zu antworten, kein Ton kam zwischen seinen Lippen hervor, von denen er doch glaubte, sie zu bewegen. Heute wusste er, dass er nicht einmal dazu fähig gewesen war.
Unwirsch blieb Nikita stehen und stieß den Stock auf den Boden. Er hob den Kopf und blickte sich um. In seine einstmals ebenmäßigen Züge hatte sich Bitterkeit geschlichen, die ihn um Jahre älter erscheinen ließ. Tiefe Furchen um Mund und Augen zeugten von dem Leid, das er hatte ertragen müssen.
Sein Blick flog an den Häuserfassaden entlang und musterte die vorübereilenden Menschen. Nie wieder würde es ihm möglich sein, eilig auszuschreiten, den Rücken gerade, aufrecht wie der Mann, der er einst gewesen war.
Erneut stieß der Stock auf den Boden. Verzweiflung machte sich in Nikita breit. Seit Monaten war sie sein treuester Gefährte. Noch keine sechzig Jahre zählte er und kam sich doch vor, als wäre er hundert. Dieser verfluchte Granatsplitter hatte sich in seinen Rücken gebohrt und er konnte von Glück sagen, dass er überhaupt heute hier entlangging.
„Ha, entlanggehen!“ Als Nikita die Worte ausspie, zuckte eine alte Frau erschrocken zusammen, die in diesem Moment an ihm vorbeilief.
„Iswiniti, pashalsta!“ Entschuldigend nickte er ihr zu und versuchte sich an einem kleinen Lächeln. Die Grimasse, die dabei entstand, ließ die Frau nur noch verstörter dreinblicken. Schnell setzte sie ihren Weg fort.
Gleichgültig zuckte Nikita mit den Schultern. Er hatte andere Sorgen. Was gingen ihn erschrockene Weiber an.
Als er seinen Gang wieder aufnahm, stöhnte er leise. Noch ein paar Meter, dann hatte er sein Ziel erreicht. Versonnen stand er an der kleinen Mauer, die die Newa begrenzte, und blickte ins trübe Wasser.
Während seine Gedanken in weite Ferne schweiften, schüttelte er immer wieder den Kopf. Ein ums andere Mal nickte er, als wollte er sich seine eigenen Gedanken bestätigen.
Noch immer konnte er nicht fassen, was mit seiner Heimat, seinem Leningrad, passiert war.
„Schon wieder“, murmelte er. Er erinnerte sich an eine Zeit, in der die Stadt Sankt Petersburg geheißen und man Feste gefeiert hatte, die prächtiger nicht hätten sein können. Und seine Gedanken wanderten zu jenem Tag im Oktober 1917, der eine schicksalhafte Wende brachte. Offizier der kaiserlichen Garde war er damals gewesen: jung, ehrgeizig und begierig auf das Leben. Was hatte er nicht alles ins Kalkül gezogen, um seinem Land auch weiterhin dienen zu können.
Erleichtert atmete er auf. Es war ihm gelungen. Die Rote Armee wollte auf seine Dienste nicht verzichten. Wie glücklich und stolz war er gewesen und wie froh, nicht zu denen zu gehören, die er bis dahin so glühend beneidet hatte.
Seine Gedanken flogen zu dem gut begüterten Grafen, mit dem er in der Armee gedient hatte, dann zu dem Baron ohne nennenswertes Vermögen. Wie gerne hätte er selbst mit ihm getauscht! Wie wohl alles gekommen wäre, hätte er einen Titel und einen alten Namen besessen? Ob er bekommen hätte, was er sich damals so sehnlichst gewünscht hatte?
Mit einer fahrigen Handbewegung strich sich Nikita über die Stirn, als könnte er seine unnützen Gedanken damit wegwischen. Du bist ein alter Narr, schalt er sich im Stillen.
Er hatte wieder eine gute Frau gefunden, nachdem seine Ninotschka während der Barrikade Leningrads verhungert war. Keiner seiner beiden Söhne war ihm geblieben. Genau wie er waren sie in den Kampf für Mütterchen Russland gezogen: mutig und siegesgewiss, um dann als Helden begraben zu werden.
Nikita lehnte seinen Stock an die kleine Mauer. Das Stehen bereitete ihm Schwierigkeiten. Mühsam hievte er sich auf die Mauerkrone.
„Puh! Geschafft!“ Er lächelte bitter. Das waren nun seine kleinen Siege. Er war sich gewiss, dass er es auch im Sitzen nicht lange aushalten und der Abstieg genauso mühsam werden würde.
Müde reckte er sein Gesicht der Sonne entgegen, schloss die Augen und genoss die Wärme auf seiner Haut. Nicht mehr lange und der Winter hätte sie wieder fest in seinem eisigen Griff.
Von weit her schlug eine Uhr die zwölfte Stunde. Er sollte langsam an den Heimweg denken, der noch beschwerlicher werden und den Rest seiner Kräfte aufbrauchen würde.
„Ein paar Minuten noch!“ Entsetzt riss er die Augen auf. Wann hatte er sich angewöhnt, Selbstgespräche zu führen? Er musste damit aufhören, bevor man ihn für verrückt hielt. Gleichgültig zog er die Brauen hoch. Und wenn schon! Viele gab es in dieser Stadt nicht mehr, die noch bei gesundem Verstand waren. 871 Tage von der Welt abgeschnitten, mit Brotrationen, an denen selbst die Mäuse verhungert wären – da musste man sich nicht schämen, drehte man durch. Es schien ihm, als wären die, die verhungert waren, die Glücklicheren.
Langsam kam er aus seinen Gedanken zurück. Er musste damit aufhören, sich selbst zu bemitleiden. Seine junge Frau rügte ihn jeden Tag dafür. Zunehmend verlor sie die Geduld mit ihm. Und sie war im Recht! Er wusste es. Zudem verdiente sie es nicht, dass er sich trüben Gedanken hingab, statt sich ihr zu widmen. Sie war zu jung, zu schön, zu lebenslustig, um sich an einen alten Sack zu verschwenden, der ihr nichts als Gejammer und Gezeter bot.
Ein winziges Lächeln huschte über seine Züge, wenn er an ihre großen braunen Augen dachte, in die er gesehen hatte, als er sich schon bei den Engeln glaubte. Seither blickte er jeden Morgen in diese Augen, und jeden Morgen erinnerte er sich dabei an die Schmerzen, die er durchlitten hatte. Er war ein Narr!
Wütend über die eigene Unvernunft stieß er sich mit den Händen ab und rutschte von der Mauer herunter. Unsanft landete er auf seinen Füßen. Ein heftiger Stich im Rücken nahm ihm den Atem. Seine Hände wirbelten durch die Luft, fanden keinen Halt. Noch während er erwartete, im nächsten Moment auf das harte Pflaster zu stürzen, spürte er starke Hände, die ihn packten, hielten und wieder auf die Füße stellten.
„Ochen tikhiy – ganz ruhig“, vernahm er eine Männerstimme, die besänftigend auf ihn einredete. „Es ist alles gut.“
Ein paar Augenblicke vergingen, dann ließ das Zittern in seinen Beinen nach. Aufatmend blickte er seinen Retter an.
„Danke! Haben Sie … vielen … Dank! Sie haben mir …“, er vermochte nicht weiterzusprechen. Verdattert musterte er den jungen Mann, der lächelnd neben ihm stand und noch immer seinen Arm hielt. Er trug die Uniform eines Offiziers der Roten Armee, war schlank und hoch gewachsen, mit vollem schwarzem Haar. Aus glühenden dunklen Augen schaute der Bursche ihn an und lächelte mitfühlend.
„Diese Augen“, murmelte Nikita. „Das kann nicht sein“, sagte er tonlos und wusste, seine Sinne spielten ihm einen bösen Streich.
Eine kurze Weile verging, in der er den jungen Mann unverhohlen anstarrte.
„Ist Ihnen nicht gut? Ich bin Arzt. Lehnen Sie sich noch einen Augenblick gegen die Mauer. Bleiben Sie ganz ruhig. Es ist nur der Kreislauf. Gleich ist es wieder gut!“ Dabei fühlte der Mann seinen Puls.
Nikitas Herz klopfte, kalter Schweiß stand ihm auf der Stirn. Dann schalt er sich einen alten Esel. Was war nur heute mit ihm los? Es konnte nicht sein, was sein umnebeltes Hirn ihm vortäuschen wollte – und doch: diese Augen, dieses aristokratische Kinn mit der kleinen senkrechten Furche in der Mitte, dieser Blick, in dem er jetzt Spott zu sehen glaubte, wo es nur Mitleid gab. Es bestand nur eine Möglichkeit, das Trugbild zu verscheuchen, das vor seinem geistigen Auge stand. Er musste den Burschen in ein Gespräch verwickeln. Musste erfahren, wer er war. Musste seine Stimme noch einmal hören. „Danke, danke! Es geht schon wieder.“ Er zwang sich zur Ruhe, wenngleich er innerlich bebte.
„Gut! Dann atmen Sie noch ein paar Mal tief durch. Wohin wollen Sie denn? Soll ich Sie ein Stück begleiten?“
Die tiefe angenehme Stimme klang so vertraut an Nikitas Ohr, doch sein Verstand war nicht in der Lage, den Sinn der Worte zu erfassen.
Das ist nicht möglich, nein, es kann nicht sein, schoss es ihm wieder und wieder durch den Kopf. Er zitterte jetzt am ganzen Leib.
„Soll ich Sie doch besser in ein Krankenhaus bringen?“
„Nein, nein! Danke. Es geht schon.“ Er nahm seinen Stock, der neben ihm an der Mauer lehnte, und befreite sich aus dem Griff des jungen Offiziers. „Danke, Genosse …“ Fragend sah er ihn an.
„Nowikow – Nikolai Iwanowitsch.“ Der Offizier schlug die Hacken zusammen und streckte ihm lächelnd die Hand entgegen.
Doch Nikita schlug nicht ein. Er stützte sich auf seinen Stock und ging ohne Gruß, so schnell es ihm möglich war, einfach davon.
Nikolai Iwanowitsch blickte ihm verdutzt hinterher und schüttelte den Kopf. Kriegsverletzung, sinnierte er. Hat wohl nicht nur den Rücken getroffen. Armer Hund! Dann wandte auch er sich ab und setzte seinen Weg fort.
Der Alte blieb nach ein paar Metern stehen, drehte sich nach dem jungen Offizier um und in seinem Kopf hallte ein einziges Wort wider: Iwanowitsch!
Wenngleich er wusste, dass es nicht der war, den er voller Inbrunst hasste, vermochte Nikita den Gedanken an Vergeltung für alles, was man ihm angetan hatte, nicht mehr zu verscheuchen. Bilder aus längst vergangenen, besseren Tagen schoben sich vor seine Augen. Gequält stöhnte er auf. Er war nicht imstande zu vergessen.
Ein irrer Ausdruck lag in seinem Blick.

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31. Juli 2020

'Wild Rose: Doppelt verliebt' von Monica Bellini

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website | Autorenseite
Wie eine Feuerfront brechen die beiden Männer über Sabrina herein. Doch so sehr sie sich gegen die aufkommenden Gefühle wehrt, sie kommt nicht dagegen an …

Die Cherokees nennen sie Wild Rose. Kein Name wäre passender, denn die Halbindianerin Sabrina ist so schön wie eigensinnig … und hält nichts von Konventionen. Von ihrem Vater Beau Gallagher, einem New Yorker Playboy und Modefotografen, hat sie die tiefblauen Augen geerbt, von ihrer indianischen Mutter die schwarzen Haare, – und von beiden ihre Schönheit und ihre ungezügelte Leidenschaft.

Nach dem Debakel ihrer Lovestory mit ihrem Stiefbruder Jeremy verlässt sie Los Angeles und zieht nach Colorado. Drei Jahre später reist sie widerwillig in die Stadt der Engel zur fünften (!) Heirat ihrer Mutter. Um ihr Unbehagen loszuwerden, begibt sie sich am Abend vor der Trauung auf die Suche nach einem One-Night-Stand. In einem Nachtklub trifft sie auf Zac, der ihr schon nach wenigen Stunden ihr Höschen, den Verstand und ein kleines Stück ihres Herzens raubt – und damit ein verwirrendes Gefühl beschert.

Sie wäre nicht Wild Rose, würde sie nicht davonlaufen. Schon morgen wird sie L. A. verlassen und ihn nie wiedersehen. Denkt sie, denn das Schicksal hat andere Pläne mit ihr …

Abgeschlossener Liebesroman mit heißen Szenen und Happy End.

Anleser:
Der Eingang ist unscheinbar, doch sobald sich meine Augen an das wenige Licht im Inneren gewöhnt haben, ist mein Eindruck ein anderer. Die Hintergrundmusik ist leise genug, sodass man nicht schreien muss, um sich zu verständigen. Langsam gehe ich auf die Bar zu und lasse meinen Blick umherschweifen. Das Ambiente ist in gedeckten Brauntönen gehalten. Am Tresen und um einen schmalen hohen Tisch herum, der sich durch die Mitte des Raumes zieht, stehen Barhocker mit lederbezogener Sitzfläche. An den Seiten gibt es voneinander abgetrennte kleine Sitzecken, um die herum dunkle Vorhänge angebracht sind, die man zuziehen kann. Weiter vorn sehe ich einen Nebenraum. An drei Seiten läuft ein einziges Sofa entlang, auf dem eine Gruppe von Frauen und Männern sitzt. Sie halten Gläser in der Hand und prosten sich zu. Eine Frau steht auf, sieht mir lächelnd tief in die Augen und schließt von innen den schweren Vorhang.
»Der Blick war eindeutig«, sagt eine dunkle Stimme seitlich von mir. Ich stehe immer noch mitten im Raum. »Es steht Ihnen frei, hineinzugehen. Oder haben Sie Angst?« Ich wende den Kopf und halte erst einmal die Luft an. Er lehnt lässig mit dem Rücken an der Bar, die Ellenbogen auf dem polierten Holz des Tresens abgestützt. In dem diffusen gelblichen Licht kann ich weder seine Haarfarbe klar erkennen noch die seiner Iriden. Aber das Weiße seiner Augen blitzt auf, und der Ton seiner Stimme ist süffisant, lässt das unterschwellige Grinsen erahnen. Ich mache einen Schritt auf ihn zu, bleibe stehen.
»Furcht hat nur, wer etwas zu verbergen hat.« Ich erwarte keine Antwort, trete ein Stück von ihm entfernt an die Bar und lege die Clutch vor mir auf den breiten Tresen. Dann greife ich nach der in Leder gebundenen Karte, schlage sie auf. Doch schaffe ich es nicht, auch nur ein Wort zu lesen, da die Buchstaben vor meinen Augen verschwimmen. Mein Herz schlägt bis zum Hals, als sich der Fremde neben mich stellt. Obwohl er mich nicht berührt, spüre ich die Hitze seines Körpers. Ich hebe den Blick und starre geradeaus vor mich hin auf die verspiegelte Rückwand hinter den, mit Flaschen vollgestellten, gläsernen Regalen.
Dunkel, denke ich. Seine Haare. Die Augen. Das Spiegelbild wirkt verzerrt, verschwommen, auch meines. Visuell kann ich ihn nicht klar erkennen, doch sein Geruch umnebelt mich. Er riecht rauchig, nach angebranntem Holz, süßlichem Tabak, Whiskey und nach Moschus.
»Sind Sie sicher?«, fragt er leise.
Und diese Stimme! Dunkel. Dieser Mann ist pure Lust, Leidenschaft, personifizierter Sex. Ein Schauer erfasst mich. Das Kribbeln in meinem Bauch nimmt zu. Meine Hände umklammern die kleine Handtasche. Er beugt sich noch ein wenig näher, sein Atem streift meine Schläfe.
»Sie verbergen nichts und sind furchtlos? Sind sie auch zu allem bereit?«

Mein Herz schlägt einmal zu viel. Bin ich im falschen Film? Ich bin doch die Jägerin, er der Gejagte, oder nicht? Meine Kehle ist trocken, ich schlucke verzweifelt, um sie zu benetzen, bevor ich eine Antwort krächze. Doch auch meine Mundhöhle ähnelt einer Wüste. Kein Wort kommt über meine Lippen. Er lacht leise. »Hat es Ihnen die Sprache verschlagen?«
Noch bevor ich etwas hauchen oder flüstern kann, denn zu anderem bin ich nicht fähig, baut sich einer der Barkeeper vor mir auf und stellt kommentarlos ein Glas Wasser vor mich hin. Ich greife danach und trinke es aus. Dankbar nicke ich dem muskelbepackten Riesen mit der weißen Matrosenmütze zu. »Was darf ich dir bringen?«, fragt er mit vor der Brust verschränkten Armen.
»Ich ... weiß nicht«, stottere ich und setze erklärend »... bin zum ersten Mal hier«, hinzu.
»Das sicher. An dich könnte ich mich erinnern!«, erwidert er prompt und beugt sich vor. Sein Lachen erinnert mich an das Grunzen eines Schweins. Ich kann die Mandeln in seinem Rachen sehen, so nah ist er, zucke zusammen, bewege mich von ihm weg und stoße gegen eine flache Hand, die meinen Rücken knapp oberhalb der Taille berührt.
»Mach mal halblang, Popeye«, sagt der Mann neben mir und streicht über den hauchzarten Stoff meines Kleides. »Einen Paloma für die Dame und einen Balvenie DoubleWood für mich.« Während er spricht, bewegt er seine Finger sanft auf und ab. Es fühlt sich an, als würde er meine Haut berühren, nicht die Seide. Um nicht zu schnurren wie eine rollige Katze, konzentriere ich mich auf den überdimensionierten Matrosen, dem tatsächlich nur die Spinatdose fehlt, um authentisch zu sein. Jetzt hält er auch noch die ausgestreckten Finger an die Schläfe und bellt »Aye, aye, Sir«, bevor er sich zackig den Flaschen an der Rückwand zuwendet.
»Ich bestelle meine Drinks normalerweise selbst«, sage ich laut, ohne den Kopf zu wenden. Ich will den Körperkontakt zu dieser Hand nicht verlieren.
»Davon gehe ich aus«, sagte er, »aber Sie dürfen die Rolle der Domina auch einmal ablegen.« Mit der freien Hand greift er in meine Haare, hebt sie hoch und streift mein Ohr mit seinen Lippen. »Glauben Sie mir, es lohnt sich!«

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30. Juli 2020

'You call my name: Ein italienischer Sommer' von Kajsa Arnold

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Kajsa Arnold
Julia reist von Hamburg nach Rom, um endlich einmal den Urlaub zu genießen, den sie möchte. Ihre Scheidung liegt schon drei Jahre zurück und nun fühlt sie sich bereit für ein neues Leben. Ihr 19-jähriger Sohn Sebastian schließt sich ihr an, doch von ihm kriegt sie nicht viel zu sehen, denn er gestaltet seine eigenen Ferien.

Also verbringt Julia ihre Zeit mit Bruno, dem Vermieter ihres Ferienhauses. Er ist Maler und obwohl 15 Jahre älter als Julia, ist sie fasziniert von dem Mann, der nach seinen eigenen Regeln lebt, und Julia La Dolce Vita näher bringt. Doch kann Julia so einfach loslassen und über ihren eigenen Schatten springen, nachdem sie keine gute Erfahrungen mit der Männerwelt gemacht hat? Doch Bruno hat etwas an sich, dem sie sich nicht entziehen kann - bis das Chaos in Julias Leben ausbricht ...

Ein italienischer Liebesroman, der Lust auf Urlaub, Liebe und Sommer macht ...

Anleser:
»Wo bist du?«, rufe ich, weil von dem Flur eine Menge Türen abgehen.
»Hier!«
Ich folge der Stimme meines Sohns auf der rechten Seite des Flurs und am Ende steht eine Tür offen und Tageslicht erhellt den Gang.
»Sie dir das an!«
Sebastian steht auf dem Balkon, der zu diesem Zimmer gehört, hat die Hände in die Hüften gestemmt und starrt in Richtung Meer.
Als ich seinem Blick folge, schnürt sich mir die Kehle zu. »Wow«, sage ich leise und lasse meinen Blick schweifen.
»Schau mal, da hinten, ganz weit draußen, das ist Korsika.« Sebastian zeigt in die Ferne und seine Wangen glühen. Das passiert immer, wenn er aufgeregt ist, schon als er ein kleines Kind war, war das so und auch das wird sich nicht ändern. Er ist viel zu schnell erwachsen geworden. Was mir wieder mein eigenes Alter in den Sinn ruft. Mit dreiundvierzig komme ich mir uralt vor.
»Ich schau mich mal im Garten um«, ruft Sebastian und läuft auch schon die Treppe ins Erdgeschoss hinunter. Er ist groß und sportlich und immer in Bewegung. Ich schüttele nur lachend den Kopf und gehe ebenfalls zurück in den Flur.
Abrupt bleibe ich stehen und stoße einen kleinen Schrei aus, als ich eine Bewegung am anderen Ende des Flurs wahrnehme und einen Mann dort im Türrahmen zum letzten Zimmer stehen sehe.
»Scusi, ich wollte Sie nicht erschrecken«, sagt er und kommt langsam auf mich zu.
Er wischt seine Hände an einem Lappen voller Farbspritzer ab und trägt ein Unterhemd, das ebenfalls mit Farbe beschmiert ist. Sein Bart, der bereits an einigen Stellen weiß ist, die Haare etwas zwischen schwarz, grau und weiß, so genau kann ich das gar nicht sagen, denn dort gibt es auch Farbspritzer, machen es mir schwer sein Alter zu schätzen. Seine dunkelbraunen Augen mustern mich neugierig.
»Bruno Christo. Sie müssen Julia sein.« Er kommt auf mich zu, streckt mir die Hand entgegen.
Erleichtert atme ich aus. »Ah, Sie müssen unser Vermieter sein.«

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29. Juli 2020

'Drei Freundinnen – Drei Geheimnisse' von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website | Autorenseite
Friesland, Freundschaft, Friesentorte

Treffpunkt Nordsee-Reetdachhaus. Acht Jahre nach ihrem Studium sehen sich drei Freundinnen endlich wieder. Ihre jetzigen Leben könnten nicht unterschiedlicher verlaufen. Den spektakulärsten Lifestyle führt Mariella in New York, inzwischen Ehefrau eines amerikanischen Wall Street Börsengenies. Liane und Josy hingegen blicken in Deutschland auf erfolgreiche Karrieren.

Die Urlaubstage beginnen vielversprechend, denn der Vermieter des Ferienhauses sieht nicht nur umwerfend aus, er ist auch noch sympathisch und bringt die drei Mädels ins Schwärmen.

Für alle unerwartet ziehen dunkle Wolken auf und nun gilt es, zusammenzuhalten.

Anleser:
Mariellas Finger tasteten suchend umher. »Hat der Mistkerl doch gelogen«, zischte sie genervt. Mehr als zehn Stunden Flug von New York nach Deutschland mit mehrstündiger Verspätung durch einen Fluglotsenstreik sowie weitere fünf Stunden Autofahrt Richtung Friesland sorgten bei ihr für eine angekratzte Stimmung.
»Scheiß Funzel!«, mopperte sie die Schlummerbeleuchtung an, welche es gerade so eben schaffte, die Eingangstür des Ferienhauses zu beleuchten.
Durch das leichte T-Shirt spürte sie die kühle Nachtluft, die vom Meer herüber blies und die Erde in dem Blumentopf hatte klamm werden lassen. »Uääh!«, sie versuchte hektisch, die Erdkrümel von den Fingern zu schnipsen.
Ein unangenehmer Knall unmittelbar hinter ihr ließ sie vor Schreck herumwirbeln, jedoch war nur einer ihrer beiden Rollkoffer umgekippt. Oh Mensch! Zwar stand das nächste Haus ein Stückchen entfernt, aber war da jemand aus dem Schlaf gerissen worden? In der absoluten Stille hörte sich das Scheppern des Koffers wie eine kleine Detonation an.
Sie berührte Blumenstiele und – iiih – was Weiches. Schnecke?
Sie nahm all ihr Erinnerungsvermögen zusammen, um sich an das Gespräch mit dem Verwalter des Strandhauses am Abend zu erinnern.
»Es tut mir leid«, hatte er mit wohltönender Bass-Stimme gesagt, »aber nach Mitternacht bin ich wirklich nicht mehr im Dienst.«
Das war verständlich. Selbst bei einem Ferienhausverwalter – oder war er der Hausmeister – waren die Dienstzeiten beschränkt.
Sie hätte die Möglichkeit gehabt, eine Übernachtung einzuschieben, um am folgenden Tag ausgeruht am Urlaubsort anzukommen, aber das hatte sie nicht gewollt. Für eine Nacht auspacken, wieder einpacken – nein. Dafür fehlte ihr momentan allemal die Kraft.
Wenn sie nicht bald diesen elenden Schlüssel fand ...
Was hatte diese zugegeben sympathische Männerstimme noch gesagt? »Im linken Blumenkübel mittig liegt er.«
Oh nein! Links! Dann war ihre Suche im Rechten natürlich vergeblich! Schnell wechselte sie die Seite und schon hatte sie das begehrte Teil in den Händen.
Mit endloser Erleichterung öffnete Mariella die alte Holztür mit den Glasintarsien und tastete diesmal nach dem Lichtschalter, den sie glücklicherweise sofort fand. Das Licht flammte auf. Fix griff sie ihre beiden schweren Rollkoffer, zog sie hinein und ließ die Tür ins Schloss fallen.
Angekommen. Endlich. Sie kickte die Ballerinas in den Flur und begab sich ohne Umwege in die offene Küche. Für die Ausstattung hatte sie momentan keine Augen, allein der Kühlschrank genoss ihre Aufmerksamkeit.
Wie abgesprochen, leuchtete ihr eine üppige Snackplatte mit Lachs, Forelle, Heilbutt und Baguette entgegen. Auch für Mineralwasser und kühlen Wein war gesorgt.
Die Gläser hatte sie gleich im ersten Schrank gefunden. Sie goss sich ein Glas Wasser ein, das sie in einem Zug austrank. Der Wein musste warten, bis ihre Freundinnen eintrafen.
Im Schnellverfahren erkundete sie das Haus, denn die Müdigkeit griff mit aller Macht nach ihr, Kopfschmerzen hatte sie sowieso. Sie wollte nur sichergehen, dass sie hier allein – ohne ungebetenen Gast – logierte. Man weiß ja nie ... wie oft hatte sie Krimis gesehen, in denen Ferienhäuser nachts zu Todesfallen für Frauen wurden. Da warteten die Mörder auf ihre unschuldigen Opfer und niemand hörte sie schreien. Der Horror pur!
So sorgte Mariella für Festbeleuchtung im Haus, das Handy griffbereit, den massiven Hausschlüssel als Waffe im Anschlag und jederzeit gewappnet, damit notfalls jemandem ein Auge auszustechen und sofort zu flüchten. Sie durchsuchte mit klopfendem Herzen jeden Raum, schaute hinter die Vorhänge und öffnete jede Schranktür. Danach war sie beruhigt, ging in die Küche zurück, schnappte sich die vorbereitete Platte, ein weiteres Glas Wasser und verzog sich auf das bequeme Sofa in dem großen Wohnzimmer.
Erst jetzt bemerkte sie, dass ihre Fußsohlen unangenehm brannten. Sie legte die Füße auf den Hocker vor der Couch ab und das erlösende Gefühl ließ sie aufstöhnen. Während sie langsam aß, sah sie aus dem Fenster in die Schwärze der Nacht. Nur in der Ferne leuchteten kleine rote und weiße Lichter auf. Da sie aus dem Exposé wusste, dass der Blick vom Sofa aus über die Dünen aufs offene Meer hinausging, vermutete sie Schiffe oder Fischerboote.
Die abgefutterte Platte brachte Mariella in die Küche zurück und stellte sie einfach auf der Theke ab.
Das Haus bot drei Schlafzimmer, sie hatte das Glück der Erstanreisenden, also gebührte ihr auch die Wahl. Sie entschied sich für ein Zimmer mit Aussicht zur Seeseite, auf die sie am Morgen schon sehr gespannt war. Mariella schnappte einen der beiden Koffer und wuchtete ihn ins Obergeschoss, um nur das Notwendigste herauszufischen.
In dem großzügigen Badezimmer schminkte sie sich die Reste des Make-ups ab, die den langen Anreisemarathon überstanden hatten und duschte sich heiß die Reiseanstrengungen vom Körper. Danach fiel sie, nur noch mit ihrem Slip bekleidet, in das hübsche Himmelbett und schlief sofort ein. In diesem Moment sprang die LED-Anzeige des Nachttisch-Funkweckers auf drei Uhr um.

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28. Juli 2020

'Annabell: Ein tierischer Sommer' von Barbara Zimmermann

Kindle | BoD (ePub) | Taschenbuch
Website | Autorenseite
Mein Name ist Annabell. In den Sommerferien fahre ich zu meinen griechischen Großeltern in ihr bunt grünes Haus auf der Insel Rhodos. Meine Oma ist genauso tierlieb wie ich und ein Esel ist nicht das einzige Tier, das wir retten. Der Nachbarsohn Pawel und ich sind dick befreundet, seit wir klein waren.

Jeden Tag erleben wir ein neues Abenteuer an Land oder auf dem Meer. Ob das Chamäleon vom Strand mein Freund sein will? Und was hat es mit der seltsamen Entdeckung aus dem Geheimfach auf sich? Unser Familienleben wird jedenfalls ganz schön durcheinandergewirbelt ...

Ein Kinderroman für alle, die den Sommer im Süden lieben und ein Herz für Tiere haben.

Anleser:
Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Annabell und ich wohne mit meinen Eltern in Hamburg. Meine Mutter ist Griechin und mein Glück ist, dass wir in den Ferien nach Rhodos zu meinen Großeltern fahren. Mein Wecker mach laut "Kikeriki", wie auf einem Hühnerhof. Der Wecker sieht aus wie ein Huhn und klingt auch so. Ich wünsche mir nämlich nichts mehr wie ein Haustier. Meine Eltern haben nein gesagt, weil sie beide arbeiten und ich erst am Nachmittag aus der Schule komme. Über ein Aquarium würden sie noch mit sich reden lassen, aber das ist mir zu dumm. Stumme Fische braucht kein Mensch! Aus Protest habe ich alles um mich herum mit Tieren oder Tierlauten ausgestattet. Mein Handy klingelt mit Hundegebell, mein Wecker mit Gegacker, meinen Sportbeutel ziert ein Mops und es gibt kaum ein T-Shirt ohne Tieraufdruck darauf. Aber heute ist ein guter Tag. Der erste Tag der Sommerferien. Heute fliege ich mit meinen Eltern zu den griechischen Großeltern. Das Beste daran ist, dass ich volle sechs Wochen bleiben darf.
... so beginnt die Geschiche, die von einem wundervollen Sommer auf der Insel Rhodos erzählt.

Blick ins Buch (Leseprobe)