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28. September 2021

'Kalter Tod: Kellers 2. Fall' (Nordfriesland-Krimi) von Hermann Markau

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Hermann Markau
Im nordfriesischen Niebüll geschieht ein Mord. Lars Keller, der just zu der Zeit als frischgebackener Kommissar von der Fachhochschule kommt, übernimmt den Fall und beginnt zusammen mit der Polizeihauptmeisterin Lehnert seine Ermittlungen.

Nach und nach stellt sich heraus, dass es mehrere Menschen gibt, die dem Opfer nicht wohlgesonnen waren und sowohl ein Motiv als auch die Gelegenheit hatten, den Unliebsamen ins Jenseits zu schicken. Bis aber der tatsächliche Mörder gefasst wird, gilt es, sich durch einen Sumpf aus Lügen, Hass und Kindesmissbrauch zu arbeiten.

Band 2 der Lars-Keller-Reihe.
Für kurze Zeit zum halbierten E-Book-Preis von nur 2 Euro zu haben.


Leseprobe:
Matthias beugte sich zu seinem Nachbarn hinüber und flüsterte ihm hinter vorgehaltener Hand ins Ohr: »Kuck mal, wie der aussieht! Der hat doch die Nacht durchgemacht.«
Tiede verließ seinen Platz neben dem Pult und näherte sich dem Störenfried: »Scheffler!«, sprach er mit erhobener Stimme, »was gibts da zu quatschen?«
Matthias Scheffler richtete sich wieder auf, erhob sich langsam und schaute dem Lehrer frech in die Augen. »Sie sehen müde aus«, meinte er in gespielter Anteilnahme, »sie sollten ...«
»Sag mal! Gehts noch?«, unterbrach Tiede den Sohn des Malers und kaufte dem Frechdachs damit erst einmal den Schneid ab. »Ich glaub, ich steh im Wald.« Er stand dicht vor dem Schüler und starrte ihm wütend ins Gesicht.
Vielleicht war dies die Art, die ihn nie hatte richtig warm werden lassen mit den Leuten der 11cp, sein Hang zum Jähzorn, sein Mangel an Einfühlungsvermögen und pädagogischer Reife. Als Tiede sich umdrehte, um zum Pult zurückzukehren, fand der gedemütigte Schüler seine Fassung wieder und blaffte ihm hinterher: »Du solltest lieber mal daran denken, deine offenen Rechnungen zu bezahlen als unschuldige Schüler runterzumachen.«
Der Rest der Klasse war mucksmäuschenstill und harrte der Dinge, die sich da anbahnten. Schüler sind von Natur aus so, nicht zuletzt deshalb, weil dadurch auch lästige Unterrichtszeit verlorengeht.
Sie sahen, wie Mathe-Ratte sich langsam umdrehte und seinen Kontrahenten fixierte. Er sprach langsam, und er sprach leise, so dass die Drohung, die in seinen Worten lag umso gefährlicher rüberkam. »Wenn du diese Unverschämtheit nicht sofort ...« Aber da stand er bereits vor Matthias und schlug ihm mit der flachen Hand links und rechts ins Gesicht, so dass der Junge beim Versuch auszuweichen mit dem Oberschenkel gegen die Bank stieß und das Gleichgewicht verlor, ins Schwanken kam und schließlich mit lautem Krachen zwischen die Stühle fiel und zu Boden stürzte.
Ein Aufstöhnen ging durch die Menge, hier und da ein erschrockener Schrei.

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27. September 2021

'Herbstfrühling' von Angelika Godau

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Angelika Godau
Sarah reicht‘s! Erst wird sie von ihrem Ehemann wegen einer Jüngeren verlassen, Pubertier Lara macht ihr täglich das Leben zur Hölle und nun auch noch das! Ihre Mutter hat mit 77 plötzlich einen viel jüngeren Freund und will mit dem nach Teneriffa ziehen.

Diesem Plan sagt sie energisch den Kampf an, rechnet aber nicht mit Tochter Lara. Jetzt wird’s richtig turbulent in der Familie ...

Anleser:
Inge Berger ist müde. Dabei hat sie kaum etwas getan, nur dagesessen, gefrühstückt und sich gelangweilt. Früher ist sie morgens fröhlich und unternehmungslustig aufgestanden, neugierig auf das, was der neue Tag ihr bringen wird. Heute ist sie nur noch neugierig auf das Ende, das endgültige, wenn die Zeit, die ein jeder zum Leben bekommt, abgelaufen ist. Ihr Herz scheint bereits zu wissen, dass dieser Moment nicht mehr fern ist, denn die Pausen zwischen zwei Schlägen werden immer länger. Sie fühlt das unangenehme Stolpern, wenn es seinen Dienst wieder aufnimmt. Sie hat zu viel Zeit. Daher lauscht sie ständig in sich hinein und hofft, ihre Pumpe möge begreifen, dass es die Anstrengung nicht lohnt. Dann wird sie dieses letzte Abenteuer er- aber nicht überleben. Diesen einen Augenblick zwischen Leben und Tod, bevor es vorbei ist. Sie stellt ihn sich interessant, zumindest aber tröstlich vor, schließlich hat sie Glück gehabt. Sie ist alt geworden. 77 Jahre, und das allein ist ein Wunder. Schließlich ist sie 1944 in Dresden zur Welt gekommen und hätte diese gleich nach ihrer Geburt wieder verlassen, wäre da nicht die Oma gewesen. Die hatte nicht gezögert, war in den Keller des in Flammen stehenden Hauses gerannt, um sie zu retten. Dafür musste sie ihr ein Leben lang dankbar sein, das war klar, aber sie hatte diese Geschichte zu oft gehört. Gefühlte tausend Mal und mehr und irgendwann nur noch gähnende Langeweile empfunden. Warum sie heute ihre Enkel ebenfalls mit alten Geschichten nervt, versteht sie selbst nicht. Besonders die 14-jährige Lara, die sie mit ihren altklugen Fragen und respektlosen Bemerkungen immer wieder aus der Fassung bringt. Sie scheinen nicht dieselbe Sprache zu sprechen. Chill mal, voll krass, strange und in jedem zweiten Satz dieses schreckliche Wort. Hätte sie früher jemals "geil" gesagt, ah Gott, die Mutter hätte ihr den Mund mit Kernseife ausgewaschen. Als sie das einmal Lara erzählt hat, zuckte die nur mit den Schultern und verzog verächtlich den Mund. Und, obwohl sie verstand, dass sich ein junges Mädchen nicht für das Geschwätz einer alten Frau interessiert, erzählte sie ihr oft solche Geschichten von früher.

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'Der Figaro: Was ist schon ein Jahr' von Lutz Spilker

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Lutz Spilker
Auf dem Dachboden des elterlichen Bauernhofs fällt Adrian beim gemeinsamen Spiel mit seiner Zwillingsschwester eine Schere in die Hände. Er findet heraus, dass sie mit den Haaren auch Lebensjahre abschneidet, wodurch eine spontane Verjüngung stattfindet. Diese bestimmbare Rückversetzung betrifft lediglich die Person, deren Haare geschnitten werden. Nur sie wird umgehend jünger. Alles andere, wie die aktuelle Zeit, die individuelle Erfahrung und auch das Gedächtnis, ändern sich nicht.

Sowohl Adrians Kindheit als auch seine Jugend verlaufen unglücklich, weil ihn sein äußerst gewalttätiger Vater wegen jeder Kleinigkeit misshandelt.

Auf dieser Welt war er nicht willkommen, seine Zwillingsschwester hingegen schon. Sie wurde in jeder Weise bevorzugt und wusste diese Position auch auszunutzen. Selbst als junges Ding gab sie sich schon sehr aufreizend.

Adrian tritt im Dorf eine Lehrstelle als Friseur an. Es war sein Wunsch, seitdem er die Schere fand. Er hielt es für einen Wink des Schicksals.

Später, während eines Besuchs in der Stadt, lernt er die bezaubernde Marielle kennen. Sie heiraten und sie beziehen ein Haus. Marie, wie Marielle allgemein genannt wird, stammt aus einer vornehmen und begüterten Familie. Dadurch erfährt Adrians Leben einen drastischen Kurswechsel, war er doch stets der Bauernbursche. Rasch passt er sich dieser Veränderung an.

Mittlerweile hat ihn die Spielsucht fest im Griff. Die aus dieser Leidenschaft entstehenden Verpflichtungen sind immens. Er besinnt sich auf die Fähigkeiten der Schere, die er seit dem Zeitpunkt des Fundes stets bei sich trägt und entwickelt eine Idee ...

Anleser:
Ein Schicksal, ein Mann und eine Schere. Mit diesen drei Komponenten wäre die ganze Geschichte bereits zusammengefasst. Es wäre wie Glas, Metall und Edelgas, die zusammen eine Glühbirne ergeben. Doch dann kommt noch etwas hinzu, was daraus entsteht: Licht. Ebenso gut besteht Wasser - rein chemisch betrachtet - aus zwei Teilen Wasserstoff und einem Teil Sauerstoff, doch es erklärt nicht das Attribut, welches Wasser einzigartig macht: Es ist nämlich flüssig! Aber das sagt die Formel H2O nicht aus. Also ist der Zusammenhang der entscheidende Faktor.
Demnach besitzt der Mann nicht nur ein Schicksal und eine Schere, sondern ... und das erzählt diese unglaubliche Geschichte.

Also spendieren wir den folgenden Seiten auch etwas mehr Erklärung und betrachten die Figuren näher. Denn jeder würde gerne an der Zeitschraube drehen und einige Momente als ungeschehen dastehen lassen ... wenn es sich bloß bewerkstelligen ließe. Manchmal handelt es sich nur um wenige Sekunden oder Minuten. Ein anderes Mal wären es womöglich Stunden oder Tage. Was passiert jedoch, wenn es sich bei der kleinsten, vorhandenen Zeiteinheit um ein Jahr handeln würde? War ist schon ein Jahr ... ein Jahr mehr oder weniger ...
Es ist die permanente Veränderung und der stete Verfall, an dem sich der Lauf der Zeit erkennen lässt. Die unmerklichen Veränderungen, die erst sichtbar werden, wenn sich das Verborgene ins Dasein geschlichen hat und plötzlich als gegeben betrachtet wird, dennoch es sich unentwegt weiter verändert.
Doch sobald die Veränderungen entdeckt werden, steht ihnen ein Kampf bevor, als wären sie der ärgste Feind. Doch der Lauf der Zeit lässt sich nicht aufhalten, nicht verzögern und nicht umlenken. Er lässt sich auf niemand anderen übertragen und er lässt sich nicht umkehren. Auf den Niedergang kann nicht verzichtet werden.
Selten gelingt es Menschen sich mit dem fortschreitenden Alterungsprozess abzufinden, der mit der Geburt eines jeden Lebewesens initiiert wird und scheinbar erst mit dem Ableben stoppt.
Pflanzen welken dahin, ihre Vitalität geht sichtbar dem Ende entgegen und bei Menschen findet dieser Prozess ebenso statt. Aufhalten lässt sich der Alterungsprozess nicht - nur optisch kaschieren.
Eingriffe in die Ernährung lassen die Hoffnung auf einen verzögerten Reifungsprozess aufkeimen. Auch chirurgische Korrekturen gesellen sich zu den Maßnahmen, die eine scheinbare Verjüngung imitieren. Ebenso werden Kosmetika unterstützend eingesetzt.
All das dient der Erhaltung einer Jugend, die längst nicht mehr da ist. Man müsste sich schon 20, 30 oder eine beliebige Zahl an Jahren in der Zeit zurückbewegen können. Dann wäre der Körper wieder der, welcher er zu jenem Zeitpunkt gewesen war. Die vermisste Vitalität würde wieder vorhanden sein, die Kraft, die Ausdauer und vieles von dem, was einige Menschen nicht mehr spüren.
Wie viel gäbe ein 60-jähriger dafür her, wenn er noch einmal 20 Jahre alt sein könnte und all sein Wissen, seine Erfahrung und sein bisheriges Leben behalten dürfte ... lediglich sein Alter würde sich ändern. Er gäbe viel dafür her ... sehr viel.
Irgendwann aber ergreift die Unumgänglichkeit des Verfalls das Bewusstsein und der Wunsch wieder jung zu sein nimmt seinen Lauf.
Denn wie oft schon wollte man sein Leben mit einer anderen Person tauschen und wie oft schon trat der Fall ein, sich aus einer Szene "beamen" zu wollen.

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'Das Reich der Sieren' von Katrin Lachmann

E-Book (ePub) | Taschenbuch
Katrin Lachmann auf Twitter
Das Schuljahr geht zu Ende und Agathe befürchtet, dass ihr wieder unendlich langweilige Ferien bevorstehen.

Das Blatt wendet sich für Agathe, als sie auf Ral trifft. Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sie sich bedeutend und geliebt. Allerdings umgibt Rals Familie ein großes Geheimnis und mittendrin findet sich Agathe wieder. Zusammen mit Ral versucht sie das Geheimnis zu lüften und geht damit ein großes Wagnis ein. Wird ihre Suche von Erfolg gekrönt sein? Mit welchen Widrigkeiten müssen sie kämpfen?

Begleite die beiden auf ihrem Abenteuer.

Anleser:
„Kann ich dir wirklich nicht helfen?“, fragte Agathe noch einmal eindringlich entgegen ihrer eigenen Schüchternheit.
„Wenn du Salbe von der Pflandele dabei hast, dann vielleicht.“ Sein Gesicht verzog sich schmerzhaft.
„Wozu brauchst du die?“, fragte Agathe, ohne zu wissen, um was für eine Salbe es sich handelt.
„Ich hab mir den Fuß verstaucht. So kann ich nicht weiter gehen. Jedenfalls nicht sehr lange.“
Mit einer kreisenden Handbewegung massierte er seinen Knöchel. Bei den Schuhen und dem unebenen Waldboden wunderte es Agathe nicht, dass er umgeknickt war.
„Salben sind nicht deine Stärke, oder?“, fragte er mit einem leichten Unterton.
„Die Fadelesalbe kenn ich nicht, aber wenn du willst, dann bringe ich dich zum Arzt.“
Der Junge verdrehte die Augen und stöhnte laut auf. „Das heißt nicht Fadelesalbe, sondern PFLANDELESALBE. Pflanze des Lebens, um genau zu sein.“
„Auch die kenne ich nicht. … Du willst nicht, dass ich dir helfe, oder?“ Wie konnte sie nur glauben, dass ein Junge, der auch noch so verdammt gut aussah, in seiner Not ihre Hilfe annehmen würde?
„Es ist wirklich besser, wenn du gehst“, quetschte er zwischen seinen Zähnen hervor.
Verlegen fingerte sie an dem Pilzkorb, nur um ihn nicht anschauen zu müssen.
„Verstehe!“, sagte sie kurz.
In der Ferne hörte Agathe, wie ihr Namen gerufen wurde.
„Das ist meine Familie. Sie suchen mich. Ich muss ihnen antworten, sonst gibt es Ärger.“
Der Junge griff nach seinen Schuhen, drehte sich abrupt um und humpelte in Richtung Schlucht.
„Warte, da geht’s zur Schlucht“, rief Agathe.
„Ich weiß! Vergiss das alles hier einfach!“
„Wieso? Wer bist du?“
Der Junge blieb stehen und drehte sich um. Ihre Blicke verschmolzen für einen winzigen Moment. Über seine Lippen huschte ein Lächeln.
„Ich bin Ral. Mehr musst du nicht wissen. Geh zu deiner Familie und verschweige einfach, dass du mich gesehen hast, ja?“, sagte er sanfter.
Mit einem Auge zwinkerte er. Agathe merkte, wie ihre Wangen heiß wurden.
„Sehen wir uns wieder?“, fragte sie hastig und im selben Moment sah sie, wie er sich eine kleine Fliege aus dem Auge wischte. Er hatte ihr gar nicht zugezwinkert. Es war bloß eine blöde Fliege.

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22. September 2021

'MORO: Flucht im 24. Jahrhundert' von Maxi Magga

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Maxi Magga auf Facebook
Das Ringen eines von allen Verachteten um Freiheit und Menschlichkeit

Wer dem sadistischen Sklavenhalter entkommt, ist noch lange nicht in Sicherheit. Das muss auch Moro erfahren. Vogelfrei und gekennzeichnet mit einem Halsring, der nicht zu entfernen ist, kämpft er ums nackte Überleben. Wird er seine junge Frau und seinen Sohn wiederfinden, die er verließ, um sie zu retten? Damals, als er sich in die Sklaverei verkaufte ...

Anleser:
„Nein, bei sowas mache ich nicht mit. Ich werde niemandem wen auch immer ausliefern, der hier bei uns Zuflucht gesucht hat.“
„Bitte, Madam, Sie beide sind etwas ganz Besonderes, keinem außer Ihnen würde es leidtun, so zu handeln. Aber es muss sein. Ihretwegen und auch um meinetwillen.“
Fassungslos riss sie die Augen auf. Beide Hände fest auf den Tisch gestemmt, fuhr sie ihn an: „Um deinetwillen? Ja, was glaubst du denn, was die Guardians mit dir machen werden, sobald sie dich in die Finger kriegen?“
„Sie werden mich meinem Besitzer ausliefern. Der wird sich an mir rächen und mich früher oder später töten.“
Amelie merkte, wie ihre Beine zu zittern begannen, und tastete sich mit der Hilfe ihres Mannes auf den Stuhl zurück.
„Aber das ist nicht wichtig“, fuhr Moro im gleichen sachlich-ruhigen Ton wie zuvor fort. „Wenn auch nur Gerüchte aufkommen, dass Sie mir geholfen haben, haben Sie nicht nur die Guardians und die Gerichte im Nacken, sondern Ihre Freunde, die Nachbarn und die Kastenoberen werden mit Ihnen abrechnen wollen. Aber am gefährlichsten wird mein Herr sein. Er ist reich und hat als Angehöriger der B-Kaste sehr viel Macht. Er lässt so ein ungebührliches, kastenschädigendes Verhalten, das die gegebene Ordnung auf den Kopf stellt, sicher nicht durchgehen.“
Auch Moro holte tief Luft und sprach eindringlich weiter.
„Und für all dieses Leid würde ich die Verantwortung tragen, weil ich zu schwach war. Dass ich nicht weggelaufen bin, sondern umkehrte, wäre nichts mehr wert. Selbst das Opfer meines Vaters, der den Tod in Kauf nahm, um mir die Flucht zu ermöglichen, wäre sinnlos. Bitte, tun Sie mir das nicht an. Das wäre furchtbarer für mich, als alles, was mein Herr sich ausdenken könnte.“
Um das verdächtige Glitzern in seinen Augen zu verbergen, wandte Moro sich ab. Vedhes schloss die schluchzende Amelie in seine Arme und versuchte sie zu trösten. Leise flüsternd, stimmten sie sich miteinander ab.
„Wir haben eine Entscheidung getroffen, Moro“, verkündete er nach einer Weile. Dieser drehte sich langsam um, straffte sich und erwartete sein Urteil.
„Es gefällt uns nicht, was du von uns verlangst. Ganz und gar nicht.“
Moros Herzschlag setzte aus, alles Blut wich aus seinem Gesicht.
„Aber du hast uns überzeugt“, fuhr Vedhes mit rauer Stimme fort. „Wir werden uns so verhalten, wie du es vorgeschlagen hast. Bist du nun zufrieden?“

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21. September 2021

'Das Mädchen da oben auf der Treppe ... werde ich heiraten' von Harry Robson

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Harry Robson
Eine ungewöhnliche Lebensgeschichte.

Gibt es ein Leben vor dem Tod?
Aber gewiss doch. Harry Robson, Baujahr 1950, schreibt von Liebe, Erotik, Sex, Crime, Betrug, Verrat, Aufstieg und gnadenlosem Niedergang. Dieses Buch, spannend und informativ zugleich, zieht den Leser von der ersten Zeile an in seinen Bann. Lassen Sie sich mitnehmen auf eine Lebensreise, die 70 Jahre andauert. Nur die Wenigsten würden diese Reise lebend überstehen und wären am Ende noch in der Lage, ein Buch darüber zu schreiben.

Lesen Sie dieses Buch und Sie werden wissen, ob Sie es auch geschafft hätten.

Lesermeinungen auf LovelyBooks.

Anleser:
[...]
Ärger gab es auch zwischen Romika und mir. Gewaltigen sogar. Der Supergau! Einige Monate nach Rockys Geburt fragte ich Romika, wann sie glaube, sich so weit von der Geburt erholt zu haben, dass wieder an Sex zu denken sei. Bei Emma war das recht flott wieder der Fall. Romikas Antwort irritierte mich enorm: Es würde keinen Sex mehr geben. Sie habe sich immer zwei Kinder, Junge und Mädchen gewünscht und das sei ja nun geschehen. Ihre Familienplanung sei abgeschlossen, Sex mit mir daher nicht mehr nötig. Ich hielt es für einen dummen Witz, aber ihr war es bitterer Ernst. Um diese Aussage zu unterstreichen, wurde Rocky dann nächtens immer zwischen Romika und mir ins Bett gelegt. Damit sollten und wurden nächtliche „Übergriffe“ verhindert. Es hatte keinen Zweck, mit ihr zu verhandeln. Es war von ihr verkündet und beschlossen! Eines Morgens, ich hatte mich wohl in der Nacht etwas zu laut selbst befriedigt, meinte sie: „Geilen Sex gehabt heut Nacht?“ Sie fand ihren Witz einfach übermächtig gut und lachte den ganzen Tag immer wieder über diese, ihrer Meinung nach wirklich gelungene Anmerkung.

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17. September 2021

'Diana & Julius und das Buch der Katastrophen - Band 1: Die Wasserhexe' von Daniela Muthreich

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Daniela Muthreich
Diana konnte nicht ahnen, dass sie die Geschichte, die sie heimlich im Buch ihrer Freundin gelesen hatte, selbst erleben würde. Auch war ihr nicht klar, dass sie in diesem Moment den Zugang zu einer geheimen Verbindung in die Zwischenwelt öffnete und damit die Geister der Katastrophen weckte. Ihr bisheriges Leben veränderte sich vollkommen.

Bei der Suche nach den Ursachen für ein Unglück, welches ihr Dorf heimsuchte, erlebt sie mit ihrem Freund Julius eine unglaubliche Geschichte, welche die beiden ins Mittelalter zurückführt. Sie treffen auf magische Wesen, kämpfen gegen Verbündete des Bösen und schließen Freundschaften mit fabelhaften Geistern. Ihre Aufgabe ist es, mithilfe von Zauber-Rätseln eine längst vergangene Katastrophe zu verhindern, um das gegenwärtige Schicksal ihres Dorfes umzukehren. Doch können sie es schaffen, sich und ihre Freunde und Verwandten zu retten?

Für Leser ab 10 Jahren – spannend und gruselig ohne grausam zu sein.

Anleser:
Eine Nacht im Kloster
[…] »Nebelsee. Was soll das sein?« Als die Klosteruhr zehnmal schlug, öffnete Diana vorsichtig ihre Tür und schlich die Treppe hinunter. Der Weg in den Garten war ihr inzwischen bekannt. Sie atmete auf, als sie vor den Kräuterbeeten stand, die vom Mondlicht schwach angestrahlt wurden. Wo war denn jetzt Julius? Suchend blickte sich Diana um und vernahm schon in einiger Entfernung Schritte. Bevor sie ihren Freund beim Namen rufen konnte, zischte jemand von hinten: »Du bist nicht allein! Sei leise!«
»Wer ist denn bei mir?«, fragte das Mädchen und zitterte am ganzen Körper.
»Die haben hier Wachen! Du musst aufpassen!« Diana drehte sich mit einem Ruck um, aber das Einzige, was sie im Mondschein sehen konnte, waren die Umrisse eines Besens […] schnell versteckte sie sich hinter einem Gebüsch, als auch schon zwei Personen in Umhängen durch den Kräutergarten liefen. Sie verschwanden beim verborgenen Eingang in der Klostermauer.

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'Mr. Never-Ever (The Cavaliers 1)' von Monica Bellini

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website | Autorenseite
Ihre Initialen ergeben das Wort CAVALIER … was sie definitiv sind … abgesehen von atemberaubend sexy und scharf wie Chili. Kurz gesagt: Hot as Hell.
Sie sind THE CAVALIERS.
C.A. sind die Initialen des Amerikaners Clive Atkinson. Das ist seine Geschichte.

Clive Atkinson arbeitet in Genf für die Vereinten Nationen. Er geht in seinem Job auf, nur gelegentlich gönnt er sich einen One-Night-Stand – vom Flirt bis zum Sex, nie darüber hinaus. Bis er über sein weibliches Pendant stolpert …

Die Journalistin Janet Thompson ist zwar blauäugig und blond, aber vom Barbie-Klischee eine Galaxie entfernt. Die Überholspur gehört ihr. Ihre Kollegen können lediglich ihre Rückseite bewundern, als sie im europäischen UN-Headquarter akkreditiert wird. Karriere ist alles, Männer nur ein gelegentlicher Zeitvertreib. Und so verwirrend dieser superheiße Clive auch ist – mehr als eine Nacht ist nicht drin!

Abgeschlossener Liebesroman mit heißen Szenen und Happy End.
Mr. Never-Ever ist der erste Roman der Reihe The Cavaliers. Alle Bücher können ohne Vorkenntnisse gelesen werden.


Anleser:
»Großartig, Janet.« David Todua sprach sie mit ihrem Vornamen an, und plötzlich hatte sie das Gefühl, dazuzugehören. Es dauerte allerdings nur eine oder zwei Sekunden, denn das, was er sagte, als er weitersprach, zog ihr den Boden unter den Füßen weg. »Ihr Vorschlag wurde somit unmissverständlich angenommen, was automatisch mit sich zieht, dass Sie an der Umsetzung arbeiten werden. Sprich, Sie, Ms. Thompson, werden die Entscheidungsbefugten seitens der WHO und des UNHCR zusammenbringen. Aber Sie werden das natürlich nicht allein tun, dazu wäre es zu diesem Zeitpunkt schlichtweg zu früh. Clive Atkinson kennt alle Abläufe und all die Regeln, die innerhalb unserer Organisation eingehalten werden müssen, um diplomatische Verwicklungen zu vermeiden, und hat schon viele derartige Projekte geleitet. Er ist der richtige Mann für Sie!«
Janets Herz rutschte abwärts. Es fühlte sich an, wie wenn sich ihr lebenserhaltendes Organ plötzlich nicht mehr in der Brust, sondern in ihrem Bauch befände. Dort spürte sie ihren Puls – und als sie ihren Blick Clive zuwandte, sorgte ein eiskalter Schauer, der sich von ihrem Nacken löste und wie ein Blitz über die Wirbelsäule nach unten sauste, dafür, dass sie Gänsehaut bekam.
Danach fehlten in ihrer Erinnerung einige Minuten. Sie begriff nämlich erst, dass das Meeting beendet war, weil Stuhlbeine über den Boden rutschten, Menschen aufstanden und zugleich der Geräuschpegel im Raum anstieg. Ein paar Leute lachten und im selben Moment näherte jemand seinen Kopf von hinten dem ihren. Sie musste sich nicht umdrehen, um zu wissen, wer es war. Clives unverkennbarer Duft hüllte sie ein.
»Wir müssen reden.« Er sprach nicht, er knurrte.
»Aber doch nicht hier«, erwiderte sie flüsternd.
»Natürlich nicht«, blaffte er.
Sie erschrak, fühlte sich beengt, rutschte auf der Sitzfläche zur Seite, während sie ihren Rücken über die Armlehne nach hinten bog und ihm ihr Gesicht zuwandte. Hätte sie das nur nicht getan! Die steile tiefe Falte an seiner Nasenwurzel sprach Bände. Janet schluckte.
»Erinnerst du dich noch, wo ich wohne?«
Automatisch nickte sie.
»Heute Abend um acht bei mir. Sei pünktlich.«
Sie begriff erst, was geschehen war, als Clive Atkinson längst den Raum verlassen hatte. Doch sie kam nicht dazu, darüber nachzudenken, dass seine Frage, ob sie sich noch an die Adresse erinnern würde, eine Unverschämtheit war. Wie denn nicht? Sie hatte mit ihm in seiner Wohnung den besten Sex ihres Lebens gehabt – und nicht nur ein einziges Mal!
»Janet, ich bin Birgit Wyss, Mr. Toduas Sekretärin.« Die Frau mit den karottenroten Haaren reichte ihr die Hand. »Du bist eine wohltuende Überraschung. Was hältst du davon, mir beim Mittagessen ein wenig von dir zu erzählen?«

Janet dachte erst wieder an Clives taktlose Frage und die Art, mit der er sie zu sich einbestellt hatte, als das Taxi kurz vor acht vor dem Apartmenthaus hielt, in dem er lebte. Plötzlich war die Wut erneut da, als ob sie nie verschwunden wäre. Sie zahlte die Fahrt, stieg aus dem Wagen und stürzte zum Klingelbrett neben dem Eingang. Lediglich die Tatsache, dass das Haus eine überschaubare Anzahl von Wohnungen und bloß zwei pro Stockwerk hatte, ließ sie auf Anhieb die richtige Klingel finden, denn anstelle von Namen waren auf den Schildern nur Nummern zu lesen. Clive antwortete nicht. Stattdessen schnarrte der Türöffner. Janet hatte es zu eilig, diesem verdammten Mistkerl ihre Meinung zu sagen, um den Lift zu nehmen. Sie lief die Treppe nach oben. Clive lehnte barfuß in einer tief auf den Hüften sitzenden Trainingshose und einem Shirt gegen den Türrahmen, packte sie an der Hand, zog sie in den Flur und trat die Tür mit dem Fuß zu.
»Hat dir schon jemand gesagt, dass du ein Ar...«
Er erstickte die nächsten Buchstaben und den Rest des Satzes, indem er ihre Lippen mit den seinen verschloss, seine Zunge dazwischenschob und sie so hart und leidenschaftlich küsste, dass sie einen Blackout hatte. Als sie zu sich fand, konnten ebenso zwei wie zwanzig Minuten vergangen sein – sie wusste es nicht. Aber ihre Wut flammte sofort wieder auf.
»Du bist so ein verdammter ...«
Clive legte seine Hand auf ihren Mund. Er schüttelte den Kopf und seine braunen Augen schienen golden zu funkeln.
»Sei still, Janet. Ich will nicht hören, was du zu sagen hast, bevor wir beide nicht miteinander fertig sind. Bis dahin lass uns jetzt einfach nur so tun, als ob der heutige Tag nicht stattgefunden hätte.«
Sie wiederholte fragend die zwei Wörter, an die sie sich erinnerte. »Miteinander fertig?«
Clive nickte, ließ resolut ihre Jacke von den Schultern gleiten und öffnete mit einer Hand die Knöpfe ihrer Bluse. Mit der anderen bugsierte er sie in den rundum verglasten Wohnraum. Dort beugte er sie über die Sofalehne, schob ihren Rock mit festem Griff nach oben und stöhnte auf. Vermutlich, als er die Bordüre der halterlosen Strümpfe und die nackte Haut darüber bemerkte. Oder aber …

Blick ins Buch (Leseprobe)