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25. Januar 2021

'Vollmondmädchen' von Livia Pipes

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website | Autorenseite
Schütze dich und deine Kinder vor der Schattenwelt. Die Menschen, die dort herrschen, sind zu allem fähig!

Kati Lindbergs Chef Lenny erhält von seiner Schwester Lilly, die in Amsterdam lebt und Journalistik studiert, einen höchst beunruhigenden Videoanruf. Sie scheint auf der Flucht vor jemandem zu sein. Da ihre Freundin, die sie begleitet, anscheinend große Schmerzen erleidet, schlagen Kati und Lenny vor, den beiden ärztliche und polizeiliche Hilfe zu schicken. Doch das lehnt Lilly mehrfach strikt ab.

Ihre Gründe scheinen den beiden Kommissaren mehr als dubios, denn Lilly behauptet, diverse Polizeikräfte dort wären korrupt und sie wäre einer ›ganz großen Sache‹ auf der Spur. Katis Zweifel an der Story werden durch Lennys Eröffnung, Lilly leide unter einer dissoziativen Persönlichkeitsstörung, nicht gerade entkräftet. Da sich Lenny aufgrund einer Verhandlung vor Gericht nicht sofort selbst auf den Weg machen kann, bittet er Kati um Hilfe.

In Lillys Haus macht Kati schließlich eine schreckliche Entdeckung und es stellt sich die Frage: Soll sie die niederländische Polizei einschalten oder auf eigene Faust undercover recherchieren? Und was haben der gemalte Kreis und die drei Buchstaben zu bedeuten, die mit Blut auf den Boden gemalt worden sind?

Kati Lindberg legt sich mit dunklen Mächten an, deren Netzwerk um die ganze Welt reicht. Was sie herausfindet ist erschreckend. Ein langer Weg liegt noch vor ihr.

Band 7 der Kati Lindberg-Reihe.

Anleser:
Es klingelte erneut. Lenny riss das Handy hoch. »Es ist Lilly. Ein Videochat.« Er drückte auf die grüne Taste und stellte sich direkt neben Kati, damit sie auch auf das Display sehen konnte.
»Lilly?«, fragte er. »Was ist los?«
Das Gesicht seiner Schwester erschien auf dem kleinen Bildschirm, doch sie war nur halb zu sehen und das Bild war dunkel und verwaschen.
»Wir haben es bis zu mir geschafft«, sagte sie mit zittriger Stimme. Das Bild wackelte und ihr Gesicht verschwand kurz aus dem Sichtfeld. »Aber die suchen uns sicher noch.«
»Wer sucht euch?«, rief Lenny. »Was ist da los bei dir?«
Ein lauter, markerschütternder Schrei ertönte im Hintergrund.
»Oh, Scheiße!«, hörten sie Lilly rufen. Das Bild zitterte, wurde ganz dunkel und sie konnten nichts mehr erkennen.
»Lilly?!«, rief Lenny.
»Halte durch! Hörst du!«, vernahmen sie nun. Lilly sprach anscheinend zu jemand anderem. »Oh Gott! So viel Blut!«
»Lilly!«, rief Kati. Ihre Gedanken ratterten. Was ging da vor sich?
Plötzlich erschien Lillys Gesicht wieder zum Teil auf dem Display. Auch wenn es nur ein winziger Moment war, der ihre Augen zeigte. Sie spiegelten pure Verzweiflung wider. »Ich weiß nicht, ob ich das allein schaffe«, keuchte sie.
Wieder ertönte ein Schrei. Auf Katis Armen stellten sich die feinen Härchen auf. Sie schluckte. Das Bild wurde wieder dunkler, wackelte.
»Scheiße!«, rief Lenny und wischte sich mit der freien Hand über Mund und Kinn. »Was ist da los?«
»Hilf mir!«, hörten sie nun eine andere Frauenstimme. »Es tut so weh!« Ein lautes Keuchen folgte.
»Du musst dich zusammenreißen!«, hörten sie Lillys Stimme. Dann wurde das Display schwarz. Anscheinend hatte sie das Handy auf den Boden abgelegt. »Ich weiß nicht, was ich machen soll!«, rief Lilly. »Sag mir, was soll ich tun?«
Kati atmete aus. Das Handy war noch an. Die Verbindung stand noch. »Ist jemand verletzt? Sollen wir dir einen Krankenwagen und Polizei schicken«, versuchte Lenny zu ihr durchzudringen.
»Nein! Bloß nicht!«, rief seine Schwester. Das Smartphone wurde angehoben und das Bild wieder heller. Eine Frau, vermutlich die, mit der Lilly die ganze Zeit gesprochen hatte, schrie wie ein Schwein, das abgestochen wurde. Lilly wendete sich ab. »Oh Gott! Nein!« Dann drehte sie sich wieder ihnen zu. Panische Augen blickten sie an. Das Bild zitterte. »Keine Polizei! Hörst du?! Ich habe einen starken Korruptionsverdacht! Da stecken viele unter einer Decke! Versprich es mir! Auch keinen Krankenwagen. Die sind hier alle vernetzt!«
»Aber wen hast du da bei dir?«, rief Lenny. »Die Frau bei dir braucht doch Hilfe! Dringend sogar.«
»Ich glaube, ich schaffe das irgendwie … Aber komm bitte her. Das, was hier läuft, ist der Wahnsinn! Ich habe da was ganz Großes aufgedeckt!«
Wieder schrie die Frau und es hörte sich an, als käme der Schrei direkt aus der Hölle. Lillys Gesicht war nicht mehr zu sehen, der Hintergrund unscharf. »Maribel! Wir kriegen das hin! Hörst du?« Das Bild zitterte erneut. Der Bildschirm wurde schwarz. Ein lautes Ping verkündete, dass der Videochat beendet worden war.
Lenny ließ das Handy sinken. »What the Fuck!«, rief er laut. »Was geht da ab?«
Kati zog die Augenbrauen zusammen. »Du musst da hin. Sie steckt in massiven Schwierigkeiten. Und sie werden verfolgt«, sagte Kati.

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22. Januar 2021

'Waldstettener G'schichten: Das alte Gutshaus' von Brigitte Teufl-Heimhilcher

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website | Autorenseite
„Diese Frauen machen mich noch wahnsinnig“, stöhnt Bürgermeister Ludwig Paffler.

Als das alte Gutshaus zu einem Seniorenheim umgebaut werden soll, muss sich Ludwig nicht nur mit seiner Schwester Traudl, sondern auch noch mit der neuen Amtskollegin von Stettenkirchen auseinandersetzen. Beide Damen sind ziemlich eigenwillig und verfolgen höchst unterschiedliche Ziele.

Traudl ist Anfang fünfzig und nicht gerade ein Ausbund an guter Laune. Da sie mit ihrem Leben reichlich unzufrieden ist, sieht die ehemalige Architekturstudentin in dem Bauvorhaben eine Chance, ihren Jugendtraum zu verwirklichen. Wesentlich undurchsichtiger sind die Ziele, die Irma Duscher verfolgt. Will die Bürgermeisterin das Projekt Seniorenheim zu Fall bringen? Und warum versucht sie, ausgerechnet Ludwig zu umgarnen?

Ein heiterer Gesellschaftsroman mit kriminalistischem Touch.

Anleser:
Bürgermeister Ludwig Paffler betrachtete kopfschüttelnd den vor ihm liegenden Brief. Er war bei Gott kein Genie der deutschen Sprache, nie gewesen, aber das, was Tini hier zu Papier brachte, war ja noch schlechter als alles, was er selbst je abgeliefert hatte.

Wehrte Kolegin,

las er da. Das fing ja gut an. Selbst wenn er jetzt die ärgsten Fehler ausbesserte, hieß das noch lange nicht, dass er den Brief abschicken konnte. Es würde ihm nichts anderes übrig bleiben, als die Gemeindekorrespondenz in nächster Zeit in seiner Baufirma schreiben zu lassen. Seine Sekretärin war es gewohnt, seine stichwortartig hingeworfenen Inhalte in wohlklingende Sätze zu kleiden. Das konnte natürlich nur eine Übergangslösung sein. Er musste sich wohl oder übel eine neue Sekretärin fürs Gemeindeamt suchen.
Schade. Tini war ein liebes Mädel, stets bemüht, es allen recht zu machen. Leider gelang ihr das höchst selten – zumindest nicht auf dem Gemeindeamt.
Dieser Brief war besonders heikel. Er richtete sich an die neue Bürgermeisterin der Großgemeinde Stettenkirchen, Irma Duscher.
Bisher kannte er sie nur flüchtig von dem Telefonat, in dem er ihr die Sache mit dem Seniorenheim hatte schmackhaft machen wollen. Er hätte ihr die Details dazu zwar lieber persönlich erklärt, aber die Gnädigste bestand auf einem Schreiben, das sie dem Gemeinderat vorlegen konnte.
Offenbar versuchte sie, dem ihr vorauseilenden Ruf gerecht zu werden. Es hieß, sie sei überheblich und ihrem Vater nicht unähnlich. Ulrich Duscher war in der Gegend nicht sonderlich beliebt, angeblich war er ein Schlitzohr, jedenfalls ein beinharter Geschäftsmann. Ihm gehörten der Steinbruch, einige Schotterteiche und ein Fuhrwerksunternehmen. Ludwig hatte schon öfter mit dieser Firma zu tun gehabt. Dabei war immer alles korrekt abgelaufen, also hatte er bisher nicht viel auf das Geschwätz gegeben.
Sein Schwager Anton meinte allerdings auch, die neue Frau Bürgermeisterin sei zwar eine Hübsche, aber auch eine Hantige, mit der nicht gut Kirschen essen sei. Auf Antons Meinung gab Ludwig schon mehr, schließlich hatte der seine Schwester Traudl geheiratet. Mit den Hantigen kannte er sich also bestens aus.
Ludwig besserte die gravierendsten Rechtschreibfehler aus und überflog das Schreiben noch einmal. Er fand, es stand alles drin, was drinstehen sollte, aber sicher fehlten wieder ein paar Blümchen rundherum, wie er das gerne nannte. Seine Frau Liesl hatte neulich gesagt, er fiele immer mit der Tür ins Haus. Möglich. Er redete ja sonst auch nicht um den heißen Brei. Also würde er Liesl das Schreiben vorab lesen lassen. Während er es in seiner Aktentasche verstaute, spielte sein Smartphone die Elisabeth-Serenade.
Er hob ab und sagte launig: „Geliebtes Eheweib, was gibt’s Neues zur Mittagsstunde?“
„Leider keine frohe Kunde. Ich habe soeben Tante Wetti ins Krankenhaus einweisen lassen müssen. Lungenentzündung.“
„War sie etwa bei dir in der Praxis?“ Seine Tante war bekannt dafür, dass sie um Ärzte einen weiten Bogen machte.
„Dazu wäre sie gar nicht mehr in der Lage gewesen. Traudl hat mich verständigt. Sie hat mit ihr telefoniert und war etwas beunruhigt, weil eure Tante so kurzatmig war und auch stark hustete. Da niemand von uns einen Schlüssel hat, haben wir Steffi, ihre Nachbarin, angerufen. Die hat mich ins Haus gelassen. Ich kann nur sagen, es war höchste Zeit.“
„Aber warum hat Tante Wetti nicht wenigstens Traudl angerufen?“
„Gute Frage, ich kann sie nur leider nicht beantworten. Sagst du deinen Eltern Bescheid?“
„Kann ich machen, aber ich glaube, du als Ärztin …“
„Schon gut. Ich fahr nachher vorbei. Also dann, bis später.“
„Was gibt’s denn heute zum Abendessen?“
„Das musst du Anna fragen, sie hat heute den Küchendienst übernommen.“
Das war keine schlechte Nachricht. Seine Stieftochter Anna war in der Küche recht talentiert und tauschte alle möglichen Verpflichtungen gerne gegen Küchendienste ein.
„Na wunderbar, dann hast du vielleicht noch Zeit, den Brief an die Kollegin aus Stettenkirchen durchzulesen.“
„Geht’s um das Projekt Seniorenhaus?“
„Ganz genau.“
„Dann mach ich es besonders gerne. Ich kenne mehr als einen Waldstettener, der darin besser aufgehoben wäre als allein daheim.“
„Du meinst jetzt aber nicht meine Eltern?“
„Zumindest nicht ausschließlich, aber darüber reden wir am Abend. Mach’s gut.“
„Du auch“, murmelte Ludwig. Er wusste Liesls Sorge um seine Eltern durchaus zu schätzen, doch in diesem Fall übertrieb sie einfach. Es mochte ja sein, dass seine Mutter manchmal etwas zerstreut wirkte, aber so schlimm war es nun wirklich nicht. Erst gestern Mittag hatte er bei ihr ein erstklassiges Gulasch gegessen. Und Vater war schließlich auch noch da.

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21. Januar 2021

'Mathias: und andere Erzählungen vom Leben' von Bettina Dyes

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Bettina Dyes bei LovelyBooks
Einmal entweicht ein Leben unwiederbringlich. In einer anderen Erzählung ist es ein Sprung, der alles verändert. Eine einzige Nacht wandelt das Leben: einmal sofort, das andere Mal erst viele Jahre später, dafür umso drastischer.

Wir alle kennen die Lebensdaten unserer Mütter, Väter, Großeltern, geprägt durch die beiden Weltkriege. Die Zurückgebliebenen erwähnen oft nur wenig mehr als die Daten, die bewegenden Geschichten dahinter werden selten hervorgeholt. Aber auch eigene Erlebnisse und Beobachtungen der Autorin bildeten Samen, die beim Schreiben aufgingen.

Die Erzählungen kreisen um Momente im Leben, die alles verändern, tief im Inneren und auch tragisch im Äußeren. Wie erleben das die Menschen? Was machen sie daraus? Wohin führt sie das Geschehen?

Für kurze Zeit zum E-Book-Aktionspreis von nur 1,49 Euro erhältlich.

Anleser:
Das entwichene Leben

Sie ist so freundlich, für jeden hat sie ein strahlendes Lächeln, ein liebes Wort. Und sie ist immer auf den Beinen. Aufmerksam packt sie überall mit an, wo eine helfende Hand gebraucht wird und kümmert sich um andere, um die, die noch schlechter dran sind als sie.
Sie ist anders als die übrigen, die mit ihr hier wohnen, in diesem großen Haus, in dem alles so wohlüberlegt, funktional ist und so bemüht freundlich, hier in der vermutlich letzten Wohnstätte ihres Lebens.

Das ist nun das, was übrig ist von ihrem Leben, aber das ist der Frau vermutlich nicht bewusst. Dabei ist sie weit jünger als die meisten anderen hier. 76 Jahre war sie, als ihr Mann sie vor zwei Jahren hierher gebracht hatte. Über 50 Jahre, so lange sind sie schon miteinander verheiratet.
Kinder hatten nie einen Platz zwischen ihnen gefunden, nie in ihrem Bauch ihr Wachstum begonnen. Ihre Beziehung zueinander war für die beiden immer etwas Besonderes geblieben. Sie waren ein gutes Team. Und der Mann war auch dankbares Kind genug für die Frau. In ihrem Herzen war so viel Liebe gewesen, wenn sie alles tat, damit es ihrem »Günthchen« gut ging, wenn sie ihn im Alltag unterstützte mit ihrer unerschütterlichen Kraft und ihrem Optimismus. »Ist er nicht wieder fantastisch gefahren?«. Solche Begeisterungsstürme kamen ihr ganz natürlich über die Lippen, sie empfand das genauso. Die Bestätigung seiner Großartigkeit war Teil des besonderen Bands ihrer Beziehung.

Er war nicht so aufgewachsen, dafür hatte es in den Kriegsjahren keinen Raum und keine Person gegeben. Niemand wusste, was mit seinen Eltern geschehen war und er war 1945 zu klein gewesen, es zu erzählen. Und vielleicht hatte das Grauen auch sein Herz und seine Zunge verschlossen über das, was er seit seiner Geburt 1941 erlebt hatte.
Die Frau war ihm sofort ins Auge gefallen, damals in den noch zaghaft wilden Zeiten auf der Uni in den 60er Jahren. Klein und etwas füllig, keine langbeinige Schönheit wie manch andere, hätte man sie glatt übersehen können, wenn sie nicht mit ihrem strahlenden Optimismus sofort der Mittelpunkt einer jeden Unterhaltung gewesen wäre. Aber sie hatte schließlich ihn gewählt. Weil sie sich bald immer öfter geistreich über die Bücher, die sie beide lasen, austauschten? Weil er sie begleitete ins Museum oder zu all den kulturellen Veranstaltungen, die sie gerne besuchen wollte? Vielleicht aber auch, weil er so reizend hilflos war und sie ihn bemuttern konnte, er den perfekten Rahmen bildete für ihr Leben, in dem sie die Hauptrolle spielte und den ganzen Raum ausfüllte, den das Leben ihr bot.
Es war ein perfektes Leben wie sie beide fanden: sie hatten eine schöne, große Wohnung, ergänzt durch ein Ferienhäuschen im Allgäu. Die vielen Besuche von Theatervorstellungen, all die Reisen, die Treffen mit gleichfalls kulturell Interessierten füllten ihrer beider Leben bis zum Rand aus. Sie waren ein perfektes Team gewesen mit so viel Liebe füreinander, wie es ihren Vorstellungen entsprochen hatte.

Die Frau hatte den Mangel, den es in ihrem Herzen gab, nie gespürt, es hatte ja auch keinen Raum, keine Zeit gegeben, ihn zu spüren. Sie hatte dagegen angelacht und auch angetrunken, immer vergnügt und strahlend optimistisch. In ihren Augen gehörte der Wein dazu, gehörte zu ihrer Vorstellung eines schönen Lebens voller Genuss und Freude. Man konnte dann noch strahlender optimistisch sein, noch herzlicher lachen und alles erschien noch viel leichter. Wirklich schwer war es ja nie. Gegen das Komplizierte arbeitet man an und gönnt sich ein schönes Glas danach …

Eigentlich hätte sie es wissen können, dass dies nicht endlos weitergehen kann, dass man für alles bezahlen muss, wenn man sich etwas nimmt, in ihrem Fall die erzwungene Leichtigkeit. Den Blick auf das eigene Leid ...

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20. Januar 2021

'Biografische Elemente in Alfred Hitchcocks Filmen' von Regina Wall

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website | Autorenseite
Blonde Frauen in seinen Filmen waren Hitchcocks Markenzeichen – und seine geheime Leidenschaft. Doch wie viele persönliche Vorlieben, Ängste, Abneigungen und Neurosen der Master of Suspense tatsächlich in sein Filmwerk eingebaut hat, wissen nicht viele.

Diese Diplomarbeit hat genau das zum Thema: Sie untersucht Hitchcocks filmische Umsetzung vieler Elemente, die in seinem Leben eine für ihn sehr wichtige Rolle spielten. Dazu gehörten seine tief sitzenden Ängste z.B. vor Vögeln, dem Tod, körperlicher Nähe, staatlichen Autoritäten und davor, Schuld auf sich zu laden. Weiterhin waren in Hitchcocks Leben die Themen Essen und Trinken alltagsbeherrschend, was er als Motiv in jeden seiner Filme mal mehr, mal weniger stark integrierte. Auch die Ehe als Thema und der zwischenmenschliche Verrat sind für seine Filme charakteristisch. Außerdem unter-sucht diese Arbeit natürlich die Rolle des Voyeurismus und die der dominanten Mutter in Hitchcocks Leben – und natürlich deren filmische Umsetzungen, die in Psycho ihren Höhepunkt erreichten.

Wer Hitchcocks Lebenswerk aus einer neuen Sichtweise erleben will, wird in dieser Arbeit unzählige neue Denkanstöße finden und Hitchcocks Filme in einem aufschlussreichen und fesselnden „Kopfkino“ neu erleben: Denn sie werden dadurch noch amüsanter, noch sehenswerter und tiefgründiger, als sie ohnehin schon sind.

Anleser:
Dieses häufige Auftreten von (meistens alkoholischen) Getränken spricht sehr für Hitchcocks filmi-sche Auseinandersetzung mit seinen Alkoholproblemen. Hitchcock, der an den Drehbuchentwürfen aktiv beteiligt war (Spoto, 1993, S. 362), ließ so manche vergiftete Drinks nachträglich in die Geschichte einbauen. Je später die Filme entstanden, desto eher versuchte er, den Alkohol als Droge zu verharmlosen (wie in Mr. and Mrs. Smith, Stage Fright, Rear Window, Vertigo oder North by Northwest) und Entschuldigungen für den häufigen Gebrauch zu finden, indem irgendwelche Probleme, Ängste oder Erinnerungen verdrängt werden müssen (wie u. a. in Notorious, Stage Fright, Rear Window oder Vertigo).

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19. Januar 2021

'Motivation fürs Leben' von Tracy Summers

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Tracy Summers
Wie du durch Persönlichkeitsentwicklung in deine Zufriedenheit kommst und ein selbstbestimmtes Leben führst

Du fragst dich: „wer bin ich eigentlich“, fühlst dich in deinem Leben gefangen, unzufrieden und fehl am Platz? Du bist demotiviert, vom Leben überrumpelt und ständig auf der Suche nach dem Mehr, ohne zu wissen, was das ist?

Glück ist subjektiv. In meinem Buch zeige ich dir, Schritt für Schritt, wie du Sinnkrisen bewältigst, deinen Wünschen und Träumen auf den Grund gehst und herausfindest, was du wirklich willst.

Verwandle deine Selbstzweifel in Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen und komme durch Persönlichkeitsentwicklung endlich in deine Zufriedenheit. Bestimme dein Leben selbst!

Anleser:
Wie viele Dinge tust du nur, weil du dich verpflichtet fühlst oder jemand anderes es von dir erwartet?

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18. Januar 2021

'DER TOD KOMMT AUF BESTELLUNG: Gordon Rabes fünfter Fall' von H.C. Scherf

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website | Autorenseite
„Gib und es wird dir gegeben“

Dem Bibel-Spruch folgend erhält Lisbeth Schöning ein lebensrettendes Organ. Gerne hätte sie der Spenderin dafür gedankt. Zu spät erfährt sie, dass brutale Händler im Bereich des weltweiten Organhandels die Finger im Spiel haben. Ein todbringender Fall, der dem Team um Gordon Rabe alles an Recherche abverlangt.

Damit nicht genug. Drohbriefe der Russenmafia gegen seine Familie führen den Hauptkommissar an die Grenze des Ertragbaren. Er muss seine Liebsten schützen und gleichzeitig den Verräter in den eigenen Reihen entlarven. Ein Katz- und Maus-Spiel beginnt.

Der vierte Band der Thriller-Reihe um den Ermittler Gordon Rabe.

Anleser:
Der Himmel über dem Essener Baldeneysee hatte sich bedrohlich zugezogen und kündigte ein Unwetter an. Aus der Ferne schallte das erste Grollen herüber, was Mia Richter unwillkürlich zum Mantelkragen greifen ließ, den sie mit einem Ruck hochschlug. Kommissarin Leonie Felten, die versuchte, neben der Kollegin Schritt zu halten, war diese Geste nicht entgangen. Mehr zu sich selbst beschrieb sie ihr augenblickliches Unwohlsein: »Dreckswetter, verdammtes!«
In einiger Entfernung tauchten die ersten Gruppen auf, die darauf hindeuteten, dass sie sich nicht mehr weit vom Fundort der Leiche entfernt befinden konnten. Automatisch beschleunigte Mia noch einmal ihr Tempo. Leonie hielt sie am Ärmel des Mantels zurück.
»Hoppla, junge Frau, jetzt mach mal halblang. Ich bin auch nicht mehr die Jüngste und wollte meine Trainingseinheit eigentlich auf den Abend verlegen. Stehst du etwa auf Wasserleichen? Also, ich werde mich niemals an den Anblick gewöhnen. Die haben etwas an sich, das mich immer wieder erschauern lässt. Hoffentlich ist Dr. Lieken schon da. Seinen alten Taunus habe ich zumindest nicht auf dem Parkplatz gesehen.«
»Da kann ich dich beruhigen, Leonie. Ganz rechts steht Dr. Lieken doch zwischen den Kollegen von der Spurensicherung. Also bitte keine Panik.«
Die beiden Kommissarinnen befanden sich nur noch zehn Meter vom Fundort entfernt, als sich Lieken aus der Gruppe löste und ihnen entgegenkam.
»Wollte mir Gordon heute mal eine Freude bereiten, indem er mir den attraktiveren Teil des Morddezernates schickte? Das tut meinen alten Augen gut. Allerdings werden Sie beide das nicht behaupten können, wenn Sie das Opfer gesehen haben. Kommen Sie mit, ich zeige Ihnen das, was der Täter uns serviert hat.«
Beide Frauen glaubten, diesen besonderen Unterton in der Stimme des Rechtsmediziners herausgehört zu haben, der erfahrungsgemäß auf ein beeindruckendes Erlebnis vorbereitete. Es kam jedoch schlimmer, als sie es sich vorgestellt hatten. Dr. Lieken zögerte noch einen Moment, bevor er die Plane endgültig zurückzog und den Blick auf das freigab, was einmal eine lebenslustige Frau gewesen sein musste. Mia schlug beide Hände vor das Gesicht und krallte dieselben danach in Leonies Jackenaufschläge. Die versuchte zumindest, tapfer dem Schock zu begegnen, der sich rasend schnell in ihr ausbreitete. Fast hilfesuchend wechselte ihr Blick zu Lieken, der nur die Schultern hochzog und das Gummiband neu richtete, das seine langen grauen Haare im Nacken als Pferdeschwanz zusammenhielt.
»Tut mir leid, Ladys, aber das konnte ich euch leider nicht ersparen. Das Wasser kann gnadenloser sein, als der Täter selbst – wie man sieht. Derjenige, der diese Frau ins Jenseits beförderte, war schon grausam genug, doch so schlimm wird die Frau vor dem Aufenthalt im See nicht ausgesehen haben. Doch lasst mich erklären, was mir das Opfer bisher andeuten kann.«
»Einen Moment noch, Dr. Lieken. Ich glaube, meiner Kollegin Richter geht es momentan nicht so gut.«
Leonie löste sanft Mias Hände von ihrem Revers und schob sie etwas zurück. In ihren Augen war die Sorge um die Kollegin deutlich zu erkennen. Dankbar griff sie zu, als Dr. Lieken ihnen eine kleine Schachtel entgegenhielt, in der er ständig seine Lieblingsdrops mitführte. Einen davon steckte sie Mia zwischen die Lippen und legte die Hand darüber, um zu vermeiden, dass sie den wieder ausspuckte.
»Lutsch darauf herum. Das hilft und beruhigt, glaube mir.«
Mias stummes Nicken sorgte dafür, dass sowohl Leonie als auch Lieken erleichtert aufatmeten. Es wirkte wie eine Trotzreaktion, als sich Mia der toten Frau zuwandte, deren Pupillen direkt auf die Besucher gerichtet schienen. Es hatte den Anschein, als wollten sie Klage erheben gegen die Menschen, die eigentlich nur um die Aufklärung der Todesursache bemüht waren. Einen Moment zögerte Mia noch, bevor sie sich endgültig bückte und das Laken komplett zurückzog. Auch Leonie bemerkte die Besonderheit an dem Opfer, bevor Dr. Lieken eine Erklärung dazu abgab.
»Ich sagte ja bereits, dass der Täter gnadenlos war. Aber die Wunden an den Beinen und im Gesicht stammen nicht von ihm. Da bin ich mir ziemlich sicher. Das sieht mir danach aus, dass der Leichnam über eine lange Strecke der Strömung ausgesetzt war und des Öfteren an der Böschung und an Steinen anschlug. Zusätzlich muss die Frau in die Schraube eines Motorbootes geraten sein. Seht ihr diese Wunden, die ein Wellenmuster zeigen?«
Beide Kommissarinnen nickten und warteten auf weitere Erklärungen.

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15. Januar 2021

'Dein Schatten auf meiner Haut' von Lola Lingus

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Lola Lingus auf Facebook
Mitreißendes Abenteuer voll prickelnder Erotik

Als Lea sich von ihrem Alltag als Mutter und Hausfrau eine kleine Auszeit nimmt, um in ihrem Lieblingslokal mit ihren Freundinnen Cocktails zu trinken, ahnt sie noch nicht, was der Abend für sie bereithält. Vlad, die Liebe ihres Lebens und obendrein ein verurteilter Straftäter, steht nach vielen Jahren der Trennung plötzlich vor ihr. Er ist nicht gerade ein Mann, dem man als Frau alleine in einer dunklen Gasse begegnen möchte, geschweige denn auf der Damentoilette.

Lea gibt ihr Bestes, um der atemberaubenden Anziehung, die von ihm ausgeht, zu widerstehen. Doch es dauert nicht lange, bis ihre eigenen Gefühle sie in die Knie zwingen und damit nicht nur ihre Ehe, sondern auch ihr Leben in große Gefahr bringen.

Lola Lingus‘ Kurzroman bietet nicht nur knisternde Spannung und heiße Liebesszenen, er ist auch eine Erinnerung daran, dass wir selbst unsere schlimmsten Kerkermeister sind ... oder unsere strahlendsten Befreier.
Eine Geschichte für all jene, die Dark Romance und erotische Liebesgeschichten mögen und nicht allzu lange warten wollen, bis es so richtig zur Sache geht.

Anleser:
„Hallo, Lea.“
Ich fahre herum. Er steht so nah vor mir, dass ich in der Drehung seine Brust streife.
Er lächelt nicht.
Er sieht mich einfach an.
Das Neonlicht wirft Schatten in seinem markant geschnittenen Gesicht.
Sein Geruch steigt in meine Nase, und gleichzeitig kriecht seine Wärme unter meine Haut, bis in meine Knochen, bringt sie zum Schmelzen.
„Vlad“, hauche ich, außerstande mehr zu sagen, außerstande einen klaren Gedanken zu fassen. Seine Augen bohren sich in meine.
Er verschlingt mich mit seinem Blick und trotzdem liegt nichts Anzügliches darin. Nur rohe Ehrlichkeit.
Ich will fragen, wie er rausgekommen ist und wann. Seine Zeit war nicht um, noch lange nicht. Aber ich kann nichts sagen. Wenn ich den Mund öffne, wird er mich küssen, wenn –
Langsam hebt er die Hand, streicht mit der Rückseite seiner Finger mein Kinn entlang und hinterlässt Gänsehaut auf meinem gesamten Körper.
Die Berührung weckt Erinnerungen. Wie heißkalte Nadeln fahren sie durch meine Nervenbahnen, machen meine Knie weich und bringen meine Lippen zum Zittern.

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14. Januar 2021

'Bruna-Brunhilde' von Uschi Meinhold

E-Book | Taschenbuch | handsigniertes TB
Website
Bruna-Brunhilde: Westgotische Prinzessin - Merowingische Königin - Nibelungentochter

Eine vermeintlich zeitlich ferne Geschichte - die auch im spanischen Westgotenreich mit der Hauptstadt Toledo spielt - wird im Roman über Bruna-Brunhilde als Kind, Herangewachsene, Liebhaberin, Leidende, Mutter und Herrscherin erzählt. So steht eine Frau des 6. Jahrhunderts, eine westgotische Prinzessin, eine merowingische Königin, eine Nibelungentochter im Mittelpunkt. Das Leben Bruna-Brunhildes ist zwar zeitlich fern, in manchem uns aber ganz nah.

Warum? Das Buch findet Antworten.
Außer dieser westgotischen, gebildeten Prinzessin Bruna, die fern ihrer Heimat - die sie nie wiedersehen wird - im Frankenreich ihres merowingischen Mannes nach dessen Ermordung als Herrscher in seiner Nachfolge versucht, gerecht zu handeln, wird die politische Geschichte dieser Zeit erzählt. Dies am Beispiel handelnder Menschen, die, wie Bruna-Brunhilde, im Mittelpunkt im Roman stehen. Denn Menschen machen Geschichte.

Wir können von Ereignissen im spanischen Westgotenreich – in Toledo, in Valencia -,im Merowingerreich der Franken: in Renève sur Vingeanne, in Chalon, in Metz, in Worms und Lorsch lesen. Das Nibelungenlied basiert auf dem glücklich-unglücklichen Leben dieser mächtigen Frau. Ähnlichkeiten zwischen dieser fernen Welt und unserer heute lassen sich entdecken. Aber auch das Andere, das Ferne, macht das Lesen ebenfalls interessant.

Über Frauen in der Geschichte sprechen - jetzt den Newsletter abonnieren - und einen Kurz-Krimi aus römischer Zeit als Geschenk erhalten.

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