30. April 2012

"Das Geheimnis der Lukaskinder" von Eva Markert

Die dreizehnjährige Mona Lukas und ihr kleiner Bruder Julian wohnen nach dem Tod der Eltern zusammen mit ihrer ältesten Schwester Alena in einem Haus. Die Lukaskinder haben ungewöhnliche Fähigkeiten: Mona kann Dinge bewegen, ohne sie zu berühren, und Julian kann zehn Minuten in die Zukunft schauen.

Niemand darf davon erfahren, vor allem nicht Frau Mullhaupt vom Jugendamt. Denn nur solange sie überzeugt ist, dass bei den Lukaskindern alles glatt läuft, erlaubt sie ihnen, weiter allein zu leben. Doch leider ist es für die Geschwister gar nicht so einfach, ihr Geheimnis vor aller Welt zu verbergen ...

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Leseprobe:
Die Bushaltestelle war an der Straßenecke, nicht weit vom Haus der Lukaskinder entfernt. Vom Küchenfenster aus konnte man das Wartehäuschen sehen.
„Wann kommt der Bus denn endlich? Man steht sich ja die Beine in den Bauch!“, murrte Mona.
„Ich hab dir doch gesagt, dass er Verspätung hat.“
„Das hätte ich auch voraussagen können“, fuhr Mona ihren Bruder an. „Der Bus hat schließlich fast jeden Morgen Verspätung.“
Als er endlich kam, hatten die beiden unglaubliches Glück. Sie konnten Sitzplätze ergattern, sogar zwei nebeneinander.
„Guck doch nicht dauernd auf die Uhr!“, sagte Julian. „Davon fährt der Bus auch nicht schneller.“
„Bestimmt kommen wir zu spät“, jammerte Mona. „Ausgerechnet, wo ich in der ersten Stunde die Wachtel habe.“
Julian richtete seinen Blick kurz in die Ferne. „Reg dich nicht auf. Du schaffst es gerade noch.“
„Bist du sicher? Da vorn steht schon wieder eine lange Schlange vor der roten Ampel.“
Julian kicherte. „Lass die Autos doch einfach durch die Luft fliegen. In einer langen Reihe. Dann kommt der Bus besser durch.“
„Warum so umständlich? Dann lass ich doch lieber gleich den Bus fliegen.“
Die beiden grinsten sich an.
„Ich weiß gar nicht, ob ich so schwere Sachen mit meinen Gedanken bewegen könnte“, überlegte Mona. „Das habe ich noch nie probiert.“
„Ich würde es auch lieber bleiben lassen“, meinte Julian. „Stell dir die Leute im Bus vor. Wie die zappeln würden und schreien. Da wär’ was los, sage ich dir!“ Mona lachte. Für einen Augenblick vergaß sie ihre schlechte Laune. Dann fiel ihr die Wachtendonk, ihre Klassenlehrerin, wieder ein, und sie bekam einen grimmigen Gesichtsausdruck.

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