19. April 2012

"Das Versuchskaninchen" von Norman Nekro

Ein Ärztekrimi: Der Professor versprach dem Patienten eine sanfte Krebsheilung ohne Operation. Doch das Experiment mit dem angeblich revolutionären Wirkstoff schlug fehl, und der einst erfolgreiche Werbemanager musste sich mit der bitteren Tatsache abfinden, dass er nur noch kurze Zeit zu leben hat. Dafür, schwor das mißbrauchte Versuchskaninchen, sollen die Verantwortlichen ebenfalls mit dem Leben bezahlen.

Als erster fällt der Professor, renommierter Leiter eines Krebsforschungsinstituts, dem gnadenlosen Haß des unheilbar Kranken zum Opfer. Ihm in den Tod folgen soll der für die Institutsgründung verantwortliche Bundesminister. Doch inzwischen wird der Mörder nicht nur von der Polizei gejagt. Auch die von Rachsucht getriebene Professorenwitwe und zwei skrupellose Boulevardreporter kommen ihm auf die Spur. So beginnt vor dem Hintergrund der turbulenten 70er Jahre des 20. Jahrhunderts eine atemberaubende Verfolgungsjagd ...

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Leseprobe:
Die ersten Anzeichen hatte Ronald Hertrich vor zwei Jahren bemerkt. Nach dem Mittagessen bekam er im Büro plötzlich heftige Magenschmerzen. Natürlich witzelten die Kollegen über den „Schlangenfraß aus der Kantine“. Er witzelte mit und maß dem Vorfall keine Bedeutung bei.
Seiner Frau erzählte er nichts davon.
Als die Magenschmerzen immer häufiger auftraten und er sich sogar einige Male völlig grundlos übergeben mußte, entschloß er sich, einen Arzt aufzusuchen.
Seiner Frau sagte er immer noch nichts.
Und als ihm dann der Arzt seinen Verdacht mitteilte, als das furchtbare Wort Magenkrebs fiel, brach für Hertrich eine Welt zusammen.
Seine Frau blieb tapfer, als er es ihr endlich erzählte.
Anke war es auch, die ihm die Kraft gegeben hatte, nicht einfach durchzudrehen. Denn sein erster Gedanke nach dem diagnostischen Todesurteil war, einfach Schluß zu machen. Sie brachte ihn dazu, die vielen Untersuchungen und Tests durchzustehen. Und sie war es schließlich, die einen Sekretärinnen-Job annahm, als ihr Mann seine bestens bezahlte Position als Art Director in der renommierten Frankfurter Werbeagentur AdMountain aufgeben mußte.
Aber Anke war es auch, die auf die Idee kam, sich an das neu gegründete Institut von Professor Clemenshausen zu wenden.

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