13. August 2012

'Waldzucht - Frankfurt am Main' von Hagen Wolfstetter

Roman über eine spektakulären Kriminalfall in Frankfurt am Main um einen Serienmörder. Maximilian Nasar ermittelt mit seiner Kollegin Yvonne in seinem zweiten Fall. Aus einem Vermissten wird schon bald eine Serie von Morden. Die Toten haben vor allem eines gemeinsam: Sie wurden in wilden Gräbern sorgfältig beerdigt. Und noch schlimmer ist, all die Toten sind Kinder. Ist ein pädophiler Mörder in der Main-Metropole unterwegs? Ein packend spannendes Lesevergnügen.

Gleich lesen: Waldzucht - Frankfurt am Main

Leseprobe:
Vollmond, das Mondlicht prägt eine surreale Landschaft.
Lichtkegel treffen überall auf die Wasseroberfläche. Ein Motor heult.
Da: Ein korpulenter Mann fährt mit seinem Wagen direkt in den breiten Fluss.
Ein schöner alter Mercedes, mit einem glänzenden silbernen Stern auf der Motorhaube.
„Flatsch“, macht es, als der Wagen ins Wasser fällt. Kurz fährt er urplötzlich auf der Flussoberfläche!
Sekunden schwimmt der Wagen auf dem Wasser.
Angeschnallt ist er nicht, der dicke Mann. Seine weiten Augen: angsterfüllt!
Er versucht verzweifelt die Türen zu öffnen. Immer und immer wieder. Doch der Druck des Wassers verhinderte es unumkehrbar. Gerade eben noch haben die Scheinwerfer Licht abgestrahlt, doch jetzt Dunkelheit. Absolute Dunkelheit. Lautes Plätschern wie von Hunderten Spülkästen. Der Mann bekommt nasse Füße, sie fühlen sich rasch kalt an. Bald sind die Hosenbeine nass, bald alles an seinem Körper.
Das Auto kippt urplötzlich nach vorne. Er weiß nicht mehr, wo oben und unten ist. Überall nur Dunkelheit.
Kaltes Wasser! Er will atmen. Er kann es nicht mehr. Sein Kehlkopf ist verkrampft.
Eine letzte Panik überfällt ihn.

Maximilian Nasar schreckt hoch. Schweißgebadet will er sich in einem fremden Bett orientieren. Sein Pulsschlag ungebremst. Er tastet nach einem Lichtschalter! „Klack“.
Sein Puls wird rasch ruhiger, er liegt wohl behütet in einem angenehmen Hotelzimmer.
Mitten in Wien.
Nur ein Traum.
Max schaut benommen auf die Uhr: Es ist 03:05 Uhr mitten in dieser Winternacht.
Er stolpert aus dem Bett und bewegt sich unsicher in Richtung des Sideboards zur Minibar und
mit einem leisen Schmatzen öffnet sich die kleine Türe. Ein grelles Licht umrahmt darin die verschiedensten Getränke: Bier, Mineralwasser, Wein und Fruchtsäfte lachen ihn an.
Max greift spontan zu einer kleinen Flasche Orangensaft. „Klick“, öffnet er sie und trinkt durstig einige Schlücke. Unten steht noch fingerbreit das Fruchtfleisch, an Schütteln dachte Max zu dieser Stunde nicht.
Heute ist mein Geburtstag, kommt es ihm da in den Sinn.
Er wackelt spontan weiter Richtung Tür, und fühlt sich dabei leicht benommen. Irgendwo in diesem verdammten Koffer hatte er doch ein großes Kuvert. Wo ist es nur?
Er räumt einiges aus und wieder ein. Er öffnet sämtliche Fächer, das eine und das andere Fach hinter einem Reisverschluss. Da, endlich!

„Erst öffnen, wenn du eine ruhige Minute hast und alleine bist! Und erst an deinem Geburtstag“, stand mit einer eleganten, schönen großen Handschrift darauf. Die Handschrift seiner himmlisch begehrenswerten Frau, Anna.
Bestimmt irgendein Gutschein, denkt sich Max und öffnet es vorsichtig.

Im Kindle-Shop: Waldzucht - Frankfurt am Main

Mehr Informationen über den Autor Hagen Wolfstetter und seine Veröffentlichungen auf seiner Website.

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