22. Oktober 2012

'Kathy - Im Reich der Elfen' von Roman Fessler

Eine Fantasy-Geschichte für Kinder. Die Herkunft des 12 jährigen Mädchens Kathy ist geheimnisvoll. Zu ihrem Schutz wurde sie nach der Geburt von Eltern in der menschlichen Welt adoptiert. Kathy ist auserwählt und jetzt alt genug, das Elfenreich führen.

Eine spannende Geschichte für junge und junggebliebene Leser, die in eine magische Welt entführt. Dort leben Elfen, Feen, fliegende Ponys und Drachen und natürlich Glitzerelfen.

Gleich lesen: Kathy - Im Reich der Elfen (Fantasy)

Leseprobe:
Es ist wieder so weit, es geht ab in den Urlaub. Kathy ist 12, sie freut sich auf die Berge, meist fährt sie mit ihren Eltern in die Berge. Sie liebt die Natur und fährt schon seit sie sich erinnern kann mit ihren Eltern nach Österreich, immer an denselben Ort. Sie kennt jeden Baum, jeden Stein, jedes Rascheln ist ihr vertraut. Die Fahrt dauert noch etwas. Sie schließt ihre Augen und sieht die kleine Berghütte vor sich, sie sieht ihr Zimmer, ihr Bett. Es ist kuschelig, mit schweren Decken und hohen Kissen. Und sie liebt es so sehr. Sie fühlt sich dort geborgen und beschützt. Mom und Dad freuen sich auch schon auf den Urlaub. Sie hatten zuerst überlegt dieses Mal vielleicht ans Meer zu fahren, aber Kathy hatte gebettelt und gefleht, doch wieder in die Berge zu fahren. Zum Glück haben sie sich überzeugen lassen. So wie sie sich doch fast immer von Kathy überzeugen lassen.
Das stetige Geräusch des Automotors geleitet Kathy in den Schlaf. Sie sieht sich im Traum über die Wiesen laufen, hin zu den Wäldern, die sie so liebt. Kleine Hasen tummeln sich und verschwinden schnell in ihren Höhlen, wenn Kathy naht. Sie fühlt sich merkwürdig, so anders. Ihr ist, als würde sie beobachtet. Es scheint, als ruft jemand ihren Namen. Sie schaut sich um. Es ist nichts zu sehen. Merkwürdig, sehr merkwürdig. Sie betritt den Wald und fühlt sich sofort zu Hause. Sie geht zu dem riesigen Baum, den sie letztes Jahr entdeckt hat. Früher ist er ihr nicht aufgefallen, aber er ist so riesig, er muss schon immer dort gewesen sein.
Sie geht um ihn herum und sieht die Öffnung, groß und einladend. Soll sie? Ja natürlich, es ist ihr Baum. Sie betritt die Öffnung und kommt ins Rutschen. Sie fällt und fällt und fällt.
Von dem Gefühl des Fallens erwacht sie. Sie sind angekommen. Hurra.. endlich. Kathy wartet nicht, bis Mom das Haus aufschließt oder Dad das Gepäck auslädt. Sie stürmt los, lachend, kreischend. Ihre Eltern schmunzeln, lassen sie laufen. Hier ist sie zu Hause. Sie schauen sich an, sind froh, dass sie doch wieder hierhergekommen sind.
Kathy kann nicht anhalten. Sie muss in den Wald. Da ist auch ihr Baum. Er ist ihr so vertraut. Sie sucht nach einer Öffnung. Da ist sie. Es ist genau wie im Traum. Sie schaut sich um, lächelt.. Ihre Eltern werden sie jetzt nicht vermissen. Also betritt sie die Öffnung und schließt die Augen.
Wie im Auto beginnt sie zu fallen. Sie hat keine Angst, es ist als ob alles so sein muss wie es gerade geschieht.
Sie landet auf weichem Gras, öffnet die Augen und schaut sich um. Es ist warm, Blumen blühen und Vögel zwitschern. Sie reibt sich die Augen, steht auf und geht einen Pfad entlang, der vor ihr liegt. Sie hat das Gefühl, dass ihr diverse Augenpaare folgen. Es ist aber niemand zu sehen. Sie hört ein Wispern, kann aber nichts verstehen. Sie geht weiter. Plötzlich schwebt etwas an ihr vorbei. Sie sieht genau hin. Es sieht aus.. ja wie.. wie eine Elfe? Ja, wie eine richtige Elfe. Aber es gibt doch gar keine Elfen. Oder doch? Sie staunt, die Elfe sieht sie an und lächelt. Kathy lächelt zurück, etwas schief. Sie weiß noch nicht, ob sie glauben soll was sie sieht. Die Elfe winkt ihr, ihr zu folgen. Kathy geht ihr nach bis zu einem kleinen Häuschen. Kaum dort angekommen, öffnet eine alte Frau und sagt. „Hallo Kathy, schön, dass du endlich da bist!“.
Kathy ist verwirrt. Sie kennt die alte Frau nicht, die Stimme kommt ihr aber vertraut vor, so als ob sie sie schon oft gehört hat. „Komm herein, Kathy“, sagt die Frau, „hab keine Angst“.
Kathy hat keine Angst. Sie folgt der Frau und staunt, als sie die Stube betritt. Plötzlich ist die Elfe gar nicht mehr so klein. Im Gegenteil. Sie ist genauso groß wie Kathy. In der Stube sitzen weitere Elfen und lächeln Kathy an. Es ist als ob sie nach Hause gekommen wäre.
Gerade als sie fragen will, was das zu bedeuten hat, hört Kathy die Stimme ihrer Mutter, die nach ihr ruft. Kathy dreht sich um und steht plötzlich wieder bei dem Baum.
„Kathy“, tadelt die Mutter. „Du bist seit Stunden weg, wir haben dich gesucht.“ Was, denkt Kathy, Stunden? Sie war doch nur wenige Minuten fort. Sie fühlt sich eigenartig und geht stumm neben der Mutter her. In der Nähe ist ein kleiner Bergsee, dorthin geht Kathy mit ihren Eltern und sie verbringen einen schönen ersten Nachmittag am See. Von der Fahrt erschöpft und müde von der klaren Luft schläft Kathy früh am Abend ein. Sie schläft unruhig und träumt, kann sich jedoch am nächsten Morgen an nichts erinnern. Irgendetwas hat sich geändert. Auch ihre Eltern sehen sie komisch an. Oder bildet sie sich das nur ein? Egal, die Sonne scheint und es ist herrlich warm. Das wird ein schöner neuer Tag, Kathy will nur noch raus. Ihre Mutter ermahnt sie, zum Mittagessen zurück zu sein. Kathy hat dies zwar wahrgenommen, aber nicht wirklich gehört. Sie ist schon wieder mit den Gedanken im Wald.
Die Bäume, die Sträucher, die Tiere – all das erwartet sie, all das gehört zu ihr. Ohne zu zögern betritt sie ihren Baum und lässt sich fallen. Dieses Mal ist es nicht mehr so beängstigend. Im Gegenteil, es kommt ihr richtig vertraut vor. Sie ist daheim. Unten angekommen erwartet sie bereits die kleine Elfe. Sie umarmen sich und Kathy lässt sich bereitwillig führen. Schnell sind sie bei dem Haus der alten Frau angekommen. Kathy hat so viele Fragen, wartet aber geduldig.

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