12. September 2014

"Die Clique - Schicksalsspiele" von Lisa Auer

Jody ist eigentlich ein unscheinbares Mädchen und fällt nicht weiter auf. Ohne zu verstehen, warum, wird sie für die neuen Jugendlichen an ihrer Schule interessant und sie wollen sie sogar in ihre Clique aufnehmen. Erst viel zu spät kommt Jody dahinter, was sich in der Clique wirklich abspielt. Plötzlich ist sie mittendrin im Spiel ums Leben, doch es geht schon lange nicht mehr nur um ihr eigenes. Sie muss sich entscheiden …

Lisa Auer ist eine junge österreichische Autorin und lebt in der Nähe von Innsbruck. Ihr größtes Hobby ist das Schreiben von Kurzgeschichten und Romanen. Am liebsten schreibt sie Fantasy, Thriller und Dystopien kommen aber auch immer wieder dazwischen. Außer dem Schreiben liebt sie die Musik. Selbst spielt sie Harfe und Klarinette und während der Schreibzeit hört sie meist noch moderne Musik. Natürlich schreibt Lisa auch sehr gerne Kurzgeschichten, Gedichte und manchmal auch einfach nur Gedanken.

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Leseprobe:
„Jody. Was für ein Zufall, du bist schon wieder dran.“ Verwirrt hob ich den Kopf und starrte den Jungen an. Schon wieder ich? Das konnte doch nicht wahr sein! Zitternd humpelte ich vor und stellte mich neben ihn. Verdammt, warum musste ich nur immer so viel Pech haben?
„Wow. Du hast heute Nacht die schwerste Aufgabe.“ Der Anführer begann mit seinen Fingern auf die Lostrommeln zu schlagen und erzeugte dadurch gruselige Töne. „Du musst Stella zur Strecke bringen. Ich wünsche dir viel Glück!“
Angst kam in mir hoch, Verzweiflung dazu. In meinen Ohren hörte ich mein Blut rauschen und mein Herz klopfte mir bis zum Hals. Gleich würde ich umkippen, ich war mir so gut wie sicher, doch kräftige Hände hielten mich von hinten fest.
„Ich will das nicht tun. Warum schon wieder ich? Ich musste doch schon zweimal“, flehte ich und spürte, wie mir ein eiskalter Schauer den Nacken herab lief. Zitternd schüttelte ich mich durch, blickte dem Jungen mir gegenüber tief in die Augen. Nur kurz blinzelte er, dann schüttelte er entschieden den Kopf.
„Keine Chance, ausgelost ist ausgelost. Find dich damit ab oder …“, begann er, fuhr allerdings nicht fort. Schließlich wusste ich selbst genau, was passieren würde, wenn ich mich nicht damit abfand und es jagte mir größere Angst ein, als alles andere.
„Wann“, krächzte ich leise und konnte selbst nicht fassen, was ich da gerade sagte. Wahrscheinlich unterschrieb ich da gerade mein Todesurteil oder sonst was. Auf jeden Fall konnte es nichts Gutes für mich bedeuten.
„Das darfst du dir natürlich aussuchen“, lächelte er, sein Lächeln verblasste allerdings sofort wieder. „Aber ich sag dir eines. Die Regeln gelten trotzdem, du hast eine Woche. Nicht mehr. Aber am besten, du erledigst es gleich, schließlich kannst du es ohnehin nicht vor dir hinschieben.“
Der Rest meiner Clique - der Clique - ich selbst zählte mich schon lange nicht mehr dazu, klatschte begeistert, ignorierte mich aber nach ein paar Augenblicken wieder. Er wandte sich ebenfalls ab und scheuchte mich zurück zur Wand. Ich brach zitternd zusammen und hasste mich dafür, jemals damit angefangen zu haben.

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