25. Februar 2015

"Closed Hearts - Gefährliche Hoffnung" von Susan Kaye Quinn

Wenn du Gedanken kontrollierst, kann nur dein Herz dir zum Verhängnis werden.

Vor acht Monaten hat Kira Moore der Welt der Gedankenleser offenbart, dass es Mindjacker wie sie selbst gibt, die Gedanken kontrollieren können und mitten unter ihnen leben. Jetzt fragt sie sich, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, die Wahrheit öffentlich zu machen. Während sich wilde Gerüchte verbreiten, nutzt ein mächtiger Anti-Jacker Politiker die Angst der Gedankenleser aus und beraubt Jacker ihrer Rechte.

Während manche von ihnen nach Jackertown fliehen – einem Slum voller Jacker, die Gedankenkontroll-Gefälligkeiten gegen Bares eintauschen – verstecken sich Kira und ihre Familie vor den Lesern, die sie fürchten und den Jackern, die sie hassen. Doch nachdem ein Jacker-Clan Kiras Freund Raf in ihren Armen zusammenbrechen lässt, ist Kira gezwungen, die Leute die sie am meisten liebt dadurch zu retten, indem sie sich der Sache stellt, die sie am meisten fürchtet: FBI Agent Kestrel und seine experimentelle Folterkammer für Jacker.

Teil 2 der Mindjack-Serie von Susan Kaye Quinn.

Gleich lesen: Closed Hearts - Gefährliche Hoffnung (Mindjack #2)

Leseprobe:
„Ava wird nicht gerade gut auf dich zu sprechen sein, wenn sie aufwacht“, sagte Julian. Er lehnte sich an die Küchenanrichte, nahm einen Apfel aus einem Korb dort und biss geräuschvoll hinein. Ich mochte Julian zuvor schon nicht, aber mein Hass auf ihn erreichte gerade neue Höhen.
„Lasst Raf gehen.“ Mir war egal, dass Verzweiflung meine Stimme brüchig klingen ließ. „Ich tue alles was ihr wollt, aber tut ihm nicht weh.“
„Ihm weh tun?“ Julian stoppte mitten im Kauen. „Ich glaube dir ist die Situation in der du dich befindest nicht ganz klar.“ Er gestikulierte mit dem Apfel in der Hand. „Das hier ist Jackertown. Hier gibt es einen ganzen Haufen Jacker, die nicht verstehen wie wichtig du bist – für uns, für Jacker überall – und die dich mit Freuden tot sehen würden, aufgrund des Ärgers den du ihnen eingebrockt hast.“
Ich hatte keine Ahnung, was Julian mit meiner Wichtigkeit meinte, aber ich verstand durchaus, dass mich eine Menge Jacker tot sehen wollten. Sascha sah so aus, als würde er diese Ehre gerne übernehmen.
„Ich habe hier einigen Einfluss…“, fuhr Julian fort. Hinckley ließ ein Schnauben von seinem Hochsitz auf der Couch hören. „…weswegen ich euch in Myrtles geheimen Unterschlupf bringen lassen konnte. Und wieder hierhin zurück. Aber er“, sagte Julian und zeigte auf Raf, „ist hier draußen so gut wie tot. Das, oder eine skrupellose Crew ohne viele moralische Bedenken wird ihn als Pfand einsetzen. Ich hatte gedacht, du würdest das verstehen und keinen Leser quer durch die Straßen hier zerren.“
Julians herablassender Ton entfachte ein Feuer in mir. Vielleicht hatte er uns von der Straße geholt, aber wir waren noch lange nicht sicher. „Du bist derjenige, der uns überhaupt hierhin verschleppt hat!“
„Ich hatte nicht die Absicht, ihn hierhin zu bringen!“ Julian stieß sich von der Anrichte ab und warf den Apfel in einen kleinen Mülleimer, der daraufhin umfiel. „Ich dachte…“ Zum ersten Mal seit ich auf der Couch zu mir gekommen war, schien er nach Worten suchen zu müssen. Er fuhr sich mit der Hand über den Mund und starrte auf meine geballten Fäuste. „Ich verstehe nicht, was du in diesem Gedankenleser siehst, aber aus irgendeinem Grund scheint er dir wichtig zu sein. Ich hatte wirklich nie die Absicht, ihn hier zu haben, aber jetzt wo er das nun mal ist, ist es sicherer für ihn, wenn er weiter schläft.“
Und mit diesen Worten stürzte Rafs Körper mit dem Gesicht voran auf den schäbigen Tisch. Myrtle setzte sich neben ihn und auch Molloy kam aus dem hinteren Teil der Halle, um sich neben Raf zu stellen, die gewaltigen Arme verschränkt, während er über ihn wachte. Meine Fingernägel gruben Furchen in meine Handflächen.
Julian verschränkte die Arme und lehnte sich wieder an den Küchenschalter. „Sascha, die Hüterin wird heute Nacht auf der Couch schlafen. Kannst du Ava zu ihrer Pritsche bringen und sie im Auge behalten?“ Sascha warf mir einen letzten bösen Blick zu, wickelte dann die Decke enger um Ava, hob sie mühelos hoch und trug sie zu der Ansammlung von Betten.
Julian sah den beiden einen Moment nach. „So sehr du auch deinen Leser-Freund beschützen willst“, sagte er, „meine Schwester ist momentan in den Händen von diesem Monster Kestrel, also vielleicht hast du etwas Verständnis dafür, dass ich hier nicht rumsitzen und Einladungen verschicken wollte. Auch würde ich dich lieber nicht noch einmal durch halb Jackertown jagen müssen. Ich kann verstehen, dass du nicht nochmal in Kestrels Nähe willst, aber ich dachte… ich dachte wir hätten mehr gemeinsam, als wir anscheinend haben.“

Im Kindle-Shop: Closed Hearts - Gefährliche Hoffnung (Mindjack #2)

Mehr über und von Susan Kaye Quinn auf ihrer Website.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen