21. April 2015

"Tränen der Finsternis: Die Darkstone Saga Band 1" von C. Harrer

Der Fürst der Finsternis steht kurz davor, aus seinem dunklen Gefängnis zu entkommen. Mit den Tränen der Finsternis will er seine Brüder vernichten und die komplette Macht an sich reißen. Wenn ihm dies gelingen sollte, hätte er die alleinige Kontrolle über alle dämonischen Kräfte. Chaos und Dunkelheit würden Regieren. Nur Unycron Darkstone, der Gezeichnete, wäre in der Lage dies zu verhindern. Wenn es da nicht die Probleme mit seiner Vergangenheit gäbe. Dies ist der Anfang einer gefährlichen Reise durch Zeit und Raum.

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Leseprobe:
Das Land Ganturell befindet sich im Krieg. Im Krieg gegen die Ausgeburten der Hölle. Wir rüsten uns zur letzten Schlacht. Drakuna, der Fürst der Finsternis steht kurz davor, aus seinem dunklen Gefängnis zu entkommen. Mit den Tränen der Finsternis, will er seine Brüder vernichten und die komplette Macht an sich reißen. Wenn ihm dies gelingen sollte, wird er die alleinige Kontrolle über alle dämonischen Kräfte erhalten. Er hätte damit mehr Macht, als jeder andere Gott. Chaos und Dunkelheit würden regieren. Es gibt nur eine Möglichkeit dies zu verhindern. Unser einziger Hoffnungsschimmer ist Unycron Darkstone. Der Gezeichnete, der vom Schicksal auserwählt wurde, um der Finsternis Einhalt zu gebieten. Dies ist seine Geschichte vom Anfang, bis zum heutigen Tag.

Blutiger Frühling
Es war ein warmer Frühlingsmorgen. Die Vögel zwitscherten und das Wasser plätscherte leise auf die Steine des großen Springbrunnens, der in der Mitte des Tempelplatzes stand. Die ersten Sonnenstrahlen berührten die Wände des Tempels, der dadurch in seiner vollen Pracht erstrahlte. Dieser war ein gewaltiger Gebäudekomplex, der zu Ehren des Sonnengottes Tarun, auf einem kleinen Hügel erbaut worden war. Er befand sich etwas nördlich von Taaley, einer kleinen Elfensiedlung. Wände aus weißem Marmor und imposante Säulen stützten goldene Dächer und gigantische Glaskuppeln. Eine massive, mit Eisen verstärkte Mauer, umgab die prunkvolle Tempelanlage. Im Norden erhob sich das riesige Hauptgebäude in seiner pompösen Pracht. Den Eingangsbereich der großen Zeremonienhalle zierten Säulen aus schwerer Bronze, die ein Dach aus tiefschwarzem, mit Runen verziertem Glas stützten. Zwei gewaltige Wendeltreppen verbanden diesen Bereich mit den seitlichen Galerien. In der Mitte der Halle stand ein großer Altar aus weißem Quarzgestein, der mit alten Schriftzeichen verziert war. Darauf befanden sich einige Utensilien, die die Priester bei ihren täglichen Gebeten benötigten. An den Wänden hingen mehrere edle Wandteppiche. Die Fenster waren mit schweren Samtvorhängen verhüllt und unzählige Kerzen erhellten den abgedunkelten Raum. Ein Dutzend Priester und Priesterinnen, die in schwere, schwarze Roben gehüllt waren, standen um den Altar und vollzogen ein Ritual. Von einer der Galerien aus, beobachtete Unycron, ein kleiner, elfjähriger Junge, mit schwarzen Haaren und blauen Augen, gespannt die Zeremonie, die nun schon mehrere Stunden andauerte. Er hatte sich, wie schon so oft, nach oben geschlichen, um die Priester zu beobachten. Unycron ahmte ihre Bewegungen nach und konnte sich dadurch im Laufe der Jahre einige magische Fertigkeiten aneignen. Diese waren zwar mehr schlecht als recht, aber das war ihm egal. Denn er wusste, dass er nie eine Magieausbildung bekommen würde, da er kein reiner Elf war. Er wurde zwar im Tempel geboren und war auch dort aufgewachsen, aber sein Vater war kein Elf – das stand zweifelsfrei fest. Und genau aus diesem Grund wurde ihm die Ausbildung zu Magier verwehrt. Er wusste nichts über seinen Vater, denn seine Mutter hat ihn nie von ihm erzählt. Selbst dann nicht, wenn er danach gefragt hatte. Normalerweise hätte Unycron die Bewegung der Priester nachgeahmt, aber nicht dieses Mal. Es war ein besonderes Ritual, dem er aufmerksam folgte. Er saß gespannt da und beobachtete die Vorgänge mit wachsender Begeisterung. Dabei waren seine Augen die meiste Zeit auf eine wunderschöne Elfe, mit langen, blonden Haaren und nachtblauen Augen gerichtet, die vor dem Opfertisch kniete. Es war Selyna Darkstone, seine Mutter, die heute, nach fast zwölf Jahren, zur Priesterin geweiht wurde. Unycron war so stolz auf sie, dass seine Augen leuchteten, als sich das Ritual langsam dem Ende neigte. Doch plötzlich übertönte ein Signalhorn das Gemurmel der Priester. Unycron schreckte hoch und rannte zu einem der Fenster, schob den schweren Samtvorhang zur Seite und starrte hinaus. Er traute seinen Augen nicht. Was er da sah, konnte er nicht fassen. Dort wo sich Taaley befand, war ein Meer aus Flammen. Riesige Rauchschwaden zogen über die Felder und verdunkelten das Licht der Sonne.
Die entsetzten Dorfbewohner eilten zum Tempel, auf dessen Vorplatz binnen Sekunden pures Chaos herrschte. Ithronhir Helandur, der Hauptmann, der etwa einhundert Mann starken Tempelgarde, war in schwere Rüstung gehüllt und befehligte seine Männer. „Auf eure Posten! Bogenschützen sichert die Mauern. Kohan nimm dir ein paar Männer und sichere das Tor. Jasun, helft den Priestern die Dorfbewohner zu den Quartieren zu bringen.“ Die Offiziere verbeugten sich und folgten ihren Befehlen. Dutzende Priester hatten mittlerweile das Hauptgebäude verlassen und waren auf den Tempelplatz geeilt, um den ankommenden Dorfbewohnern zu helfen. Einige der Flüchtlinge waren zum Glück nur leicht verletzt, doch für viele kam leider jede Hilfe zu spät. Ein Mann rannte gerade noch durch das Haupttor, bevor es der Hauptmann schließen ließ. Im selben Moment beugte sich Selyna über einen Verwundeten, der direkt vor ihren Füßen zusammengebrochen war. Er war blutüberströmt und ihm fehlte das rechte Ohr, das ihm offenbar einer der Angreifer abgebissen hatte. Er stammelte: „Bitte helft uns. Sie kamen aus dem Nichts. Hunderte, Tausende, dieser fürchterlichen Kreaturen. Sie töten alles und jeden. Bitte helft uns.“ Selyna schaute ihm tief in die Augen, legt ihre rechte Hand auf die stark blutende Wunde des Mannes und flüsterte ihm zu: „Habt keine Furcht. Ihr seid hier in Sicherheit. Alles wird gut werden.“ Danach nahm sie ihre Hand von der Wunde, die sie mit ihrer Magie geheilt und versiegelt hatte. „Jasun!“, schrie Selyna. „Bitte bringt den Mann zu den Quartieren.“
Mittlerweile hatte sich die Hohepriesterin, Isolde Jashar auf die Zinnen über dem Haupttor begeben, um das Ausmaß der Katastrophe abzuschätzen. Vier Priester, gehüllt in dunkle Roben, mit großen Kapuzen, standen hinter ihr. Isoldes rechte Hand umklammerte ihren Priesterstab, als sie von den Zinnen, Richtung Taaley blickte. Es war ein Anblick des Grauens. Der widerliche Gestank von Tod und Verwesung begleitete unsagbar viele, verunstaltete Kreaturen, die die Straße zum Tempel stürmten. Mörderische Bestien zogen schweres Kriegsgerät, während ihre Bändiger alle Mühe hatten sie unter Kontrolle zu halten. Einige der mutierten Krieger zogen sogar die verstümmelten Überreste von Dorfbewohnern hinter sich her. Isolde wandte sich den Priestern zu: „Die Horden der Finsternis. Tarun steh uns bei! Ihr wisst was zu tun ist. Geht! Schnell!“ Ohne ein Wort zu sagen, drehten sich die Priester um und machten sich daran ihre Aufgaben zu erfüllen. Die Hohepriesterin hob ihren Stab gen Himmel, drehte ihn über ihrem Kopf, um dreihundertsechzig Grad und rammte ihn anschließend mit einem lauten Aufschrei in eine der Zinnen der Mauer. „Bei Tarun!“ Der Stab vibrierte durch die Wucht des Aufpralls. Die Luft knisterte, als sich Isolde der göttlichen Macht Taruns bediente. Sekundenbruchteile später hob sie ihren linken Arm und schmetterte die gesammelte göttliche Energie auf die anstürmenden Horden. Ohne Mühe dezimierte die Kraft des Gottes die vordersten Reihen der Angreifer. Im selben Moment schrie der Hauptmann der Tempelgarde: „Bogenschützen! Macht euch bereit! Feuer!“ Die gesegneten Pfeile der Verteidiger zischten durch die Luft und brachten Tod und Verderben über die heranstürmenden Angreifer. Man konnte das Brechen der Knochen hören, als die Pfeile Helme und Rüstungen durchschlugen und viele Feinde niederstreckten. Jasun hatte mittlerweile seine Aufgaben erledigt und erstattete dem Hauptmann Bericht. „Hauptmann! Die Dorfbewohner sind versorgt und einige der Priester kümmern sich um die Verletzten.“ Ithronhir blickte den Offizier vorwurfsvoll an. „Was machst du dann noch hier? Geh durch die hinteren Kanäle und benachrichtige dann die königlichen Truppen.“ „Jawohl, Herr“, antwortete Jasun und machte sich sofort auf den Weg zu einem der Kanalgitter, schob es zur Seite und quetschte sich hindurch. Die Priester hatten inzwischen die Zeremonienhalle betreten und sich jeweils an einer Seite des großen Altars in Stellung gebracht. Sie zogen ihre Ritualdolche und schnitten sich damit in die linke Hand. Anschließend rammten sie diese in den Opfertisch. Unycron schaute von der Galerie herab, während die Priester anfingen mit ihrem Blut eigenartige Runen zu malen. Kurz darauf begannen sie in einer sonderbaren Sprache Gebete zu zelebrieren. Unycron konnte es nicht glauben. Ein Ritual das mit Blut vollzogen wurde? So etwas hatte er in all den Jahren noch nie erlebt. War es schwarze Magie? Ein Gebet an die Götter der Finsternis? Wie war so etwas hier nur möglich? Die Luft in der Halle begann zu knistern. Blitze zuckten von einem Dolch zum anderen. Die gemalten Runen begannen zu kochen und die Temperatur stieg auf einmal drastisch an. Einer der Priester holte einen kleinen schwarzen Stein, der an einer Kette hing, unter seiner Robe hervor und legte das Schmuckstück in die Mitte des Altars. Blitze sprangen von den Dolchen auf das Medaillon und zuckten ebenfalls hin und her. Ein ohrenbetäubendes Summen war zu hören, als aus dem Stein ein gleißender Lichtstrahl auf eine der Runen des Glasdaches schoss. Die getroffene Rune absorbierte das Licht und verformte sich zu einer mächtigen, leuchtenden Kuppel, die sich dann, wie ein magischer Schutzschild, über die gesamte Tempelanlage legte. Unycron war verwirrt. Er hatte noch nie von Schutzzaubern gehört, die mit Blut beschworen wurden. Kopfschüttelnd ging er auf eines der Fenster zu, um nachzusehen was in der Zwischenzeit draußen geschehen war.

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Mehr über und von C. Harrer auf seiner Website zur Buchreihe.

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