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Bücherkarussell
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21. Februar 2017

'Romeo und Julia im Netz' von Monica Bellini

Julia, 31, Single, lebt in der langweiligen Kleinstadt, in der sie geboren wurde. Seit dreizehn Jahren arbeitet sie im Personalbüro der Stadtverwaltung. Montag Pilates, Donnerstagabend mit ihrer Freundin Franzi und Samstag Lunch mit Henriette sind die Highlights ihres Lebens. Bis das alltägliche Einerlei durch einen verstauchten Knöchel unterbrochen wird.

Zur Untätigkeit verurteilt, landet sie auf einem Datingportal und trifft auf den faszinierenden Romeo. Er macht ihr einen Vorschlag, der ihr die Röte ins Gesicht treibt und ihrem Körper ein Prickeln beschert, wie schon lange nicht. Wird sie dem geheimnisvollen Mann standhalten können? Vor allem aber … Will sie das?

Ein prickelnd erotisches „Küsschen“ von Monica Bellini – mit einem Hauch Geheimnis gewürzt! Bacetto, die Verniedlichung des italienischen „bacio“, bedeutet so viel wie „Küsschen". Hingehaucht, wie die sinnlichen Kurzgeschichten „ELR bacetto".

Gleich lesen: Romeo und Julia im Netz

Leseprobe:
Ich trat näher. Mein Blick glitt von der roten, am Fußende zusammengerollten Überdecke über schneeweiße Laken zu den Kissen. Auf einem lag ein Blatt Papier, daneben ein schwarzes Stück Stoff, eine kleine, silberne Handglocke. Ich ging darauf zu, erkannte eine Augenmaske, ergriff mit bebenden Fingern den Brief. Die Handschrift war männlich, klar, drückte Stolz und Selbstsicherheit aus.

Willkommen, Julia.
Bitte vertraue mir und lass mich dich verwöhnen.
Leg die Augenmaske an, dann läute.
Dein Romeo


Ich drehte mich nicht um, beugte mich nur vor, um nach dem seidigen Stoff zu greifen, band ihn an meinem Kopf fest, tat, was geschrieben stand. Atemlos wartete ich, hörte in den Raum, doch da war nichts. Plötzlich spürte ich seine Hände auf meiner Schulter, zuckte zusammen.
»Schhh, ganz ruhig, Julia.« Er sprach leise, fast flüsternd, sein Atem berührte dabei meinen Hals. Sanft schob er mit den Fingern meine Locken zur Seite, berührte mich mit den Lippen, hauchte eine Linie kleiner Küsse bis hinter das Ohr Mein Atem beschleunigte sich. Hätte er mich nicht festgehalten, wäre ich eingeknickt. Er umfing meinen Körper mit seinen Armen, presste seine Brust an meinen Rücken, seine Lenden an meine Hüfte. Hart drückte sich seine Erektion an meinen Po. Ich stöhnte auf, er zog sich zurück.
»Hast du Hunger?«, fragte er heiser.
»Nur nach dir«, antwortete ich. Es war die Wahrheit. Er lachte leise auf.
»Und ich nach dir«, flüsterte er.
Er drehte mich an den Schultern herum, ich konnte seinen Blick, der über meine Brüste nach unten glitt und sich wie ein Laserstrahl über meinen Körper tastete, spüren. Er brachte meinen Magen in Aufruhr. Schmetterlinge erhoben sich mit wild schlagenden Flügeln, ich wankte, er hielt mich fest. Seine Hände glitten an meinen Seiten entlang nach unten, griffen nach dem Saum des Kleides, hoben ihn an, über die Hüfte, die Taille, die Brust. Willig hob ich die Arme über den Kopf, hörte den Stoff, der zu Boden fiel.
»Du bist wunderschön.« Er seufzte auf, sein Finger fuhr zwischen meinen Brüsten über das schmale Band des BHs, den Nabel, zum Saum des Slips, verhielt kurz, bevor er sich von meiner Haut löste.
»Bitte!«, stöhnte ich weinerlich.
Sanft berührte er meine Lippen mit seinen, brachte mich dazu sie zu öffnen, lösten sich von mir. Erneut überkam mich dieses Gefühl der Leere, hielt aber nur kurz an.
Plötzlich war er wieder da …

Im Kindle-Shop: Romeo und Julia im Netz

Mehr über und von Monica Bellini auf ihrer Website.



20. Februar 2017

'Das grosse Urlaubs-Hotel-Buch' von Jürgen Reintjes

Die Reisebranche hat sich im Laufe der Jahre – vor allem aber auch durch das Internet- zu einem Milliarden-Markt entwickelt. Ob Urlaubsreisen, Städtereisen, Kurztripps, Rundreisen oder Fernreisen. Man möchte in einem schönen Urlaubs-Hotel absteigen.

Wie findet man nun unter den unzähligen Angeboten für ein Reiseziel den richtigen Anbieter und damit vermutlich auch ein passendes Hotel? Wie bucht man am besten? Welche Fluglinien bieten sich an? Wie verhalte ich mich in fremden Kulturen? Wie benehme ich mich in Top-Hotels? Wie bekommt man ein besseres Zimmer oder andere Vergünstigungen, auch Upgrades genannt? Was gibt es rund um das Hotel zu beachten etc.

Als langjähriger Reisender will ich hier von unseren Urlaubs-Erlebnissen berichten und von Fehlern, die Du nicht mehr machen musst.

Viele nützliche Tipps werden Dir nicht nur vor Ort hilfreich sein und Dir mehr einbringen, als Du für dieses Buch investierst.

Natürlich will ich auch von den lustigen Episoden erzählen.
Viel Spaß dabei
Jürgen Reintjes

Gleich lesen: DAS GROSSE URLAUBS-HOTEL-BUCH: Tipps und Erlebnisse für Urlaubsreisen in Vier- und Fünf-Sterne-Hotels mit vielen Privatfotos

Leseprobe:
DER POOL
Am Pool zu liegen bedeutet immer auch Kampf um die beliebtesten Plätze.
Tja, die erkennst Du schon am frühen Morgen, bevor Du Dich zum Frühstück begibst. Dort wo die Handtücher vermutlich mitten in der Nacht auf den Liegen ausgebreitet wurden, da befinden sie sich.
Und es sind gegenläufig der allgemeinen Vermutung beileibe nicht nur die Deutschen, die hier aktiv waren, sondern mittlerweile machen das auch die Skandinavier, Holländer und die Engländer. Obwohl – zugeben werden die das nie.
Wenn Du also einen dieser Plätze haben möchtest, dann solltest Du früh aufstehen und Dir die Liegen annektieren, indem Du etwas darauf deponierst. Meistens benutzt man dafür Handtücher, Bücher, Badezeug oder einfach den Hocker, der gerade griffbereit ist.
Was Du dabei überhaupt nicht berücksichtigen musst, ist die Tatsache, dass in so gut wie keinem Hotel das Reservieren der Liegen erlaubt ist. Das stört eh keinen.
Obwohl – wir haben es auch schon mal in einem Hotel in Portugal und auch in Griechenland erlebt, dass jemand vom Service kurz alle auf den Liegen befindlichen Handtücher einsammelt und entweder auf einen Haufen oder gleich ins Pool-Wasser schmeißt. Das gibt lustige Verwirrungen, mächtig Ärger und wirkt überhaupt nicht.
Die Menschen werden sich diesbezüglich nicht ändern, also brauchst Du Dich nicht zu scheuen, hier genauso mitzumachen.

TIPP: Sollte morgens ein Pool-Mann unterwegs sein, der die Liegen aufstellt und für Auflagen bzw. Sonnenschirme sorgt, dann mache Dich mit ihm bekannt, drücke ihm ein paar Euros in die Hand und bitte ihn, Dir Deine ausgesuchten Liegen jeden Morgen zu reservieren.

In der Regel klappt das dann für die Dauer Deines Aufenthaltes, wenn Du ab und zu etwas „nach schießt“. Dann wird er Deine Liege/n mit Händen und Füßen verteidigen, sollte sich jemand auch nur annähernd dafür interessieren.
Irgendwo in Pool-Nähe befindet sich auch immer die Handtuch-Ausgabe. Meistens hast Du beim Einchecken Karten oder Token dafür bekommen.

TIPP: Zwei Handtücher für zwei Personen? Hier solltest Du clever sein und versuchen, mindestens vier zu bekommen. In der Regel geht das problemlos. Sollte Dir die Liege etwas zu unbequem oder zu niedrig sein, dann lege ruhig noch eine zusätzliche Auflage dazu. Geht alles.

Du kennst es sicherlich auch von Dir selber. Man ist ein paar Tage an seine Liegen und den entsprechenden Platz gewöhnt und hat sich darauf regelrecht eingerichtet und plötzlich eines morgens liegt schon jemand anderer darauf oder hat sie bereits belegt. Dann schießt es gleich durch den Kopf: „Scheiße! Was machen die auf unseren Liegen?“ Da wird einem wieder bewusst, dass kein Gast während seines Hotel-Aufenthaltes einen natürlich gewachsenen Anspruch auf einen besonderen Platz am Pool hat.
Ein Missstand und Ärgernis sind diejenigen, die Top-Lagen besetzen und sich vor dem Mittag nicht sehen lassen. Da liegt es im Bereich des Möglichen, bei Kenntnis dieses Umstandes, auch schon mal ein Auge zuzudrücken und sich diese Plätze selber zu gönnen. Mal sehen, wie die Leute bei ihrem Eintreffen reagieren. Im Zuge der sicher heftigen Auseinandersetzung sollte man sie dann auf die Hotelregeln aufmerksam machen. (Hihi)
Man braucht im Urlaub nicht nur Freunde.

TIPP: Vergiss nie, Dir einen Sonnenschirm und einen Beistelltisch zu sichern, denn das wird im Nachhinein nicht einfach sein, die noch zu bekommen.

Zumindest muß man sich dann mit solchem „Kleinkram“ aufhalten, anstatt sich dem Müßiggang des Urlaubs hinzugeben.
Mache Dich freundlich mit den linken und rechten Liegen-Nachbarn bekannt, denn die wirst Du hier jetzt öfter antreffen. Einen festgelegten Platz wechselt man nicht gerne. Auch hier sind die Menschen ziemlich gleich.
Solltest Du Musikliebhaber sein, so achte darauf, Deine Kopfhörer zu benutzen und die Lautstärke so zu regeln, das die unmittelbaren Nachbarn nicht gleich von der Liege fallen. Auch Du selbst möchtest nicht unbedingt von Jazz oder Heavy Metal zu gedröhnt werden, wo Du lieber deutschen Schlager hörst.
Die liebste Freizeitbeschäftigung am Pool ist – nein, nicht das Schwimmen, sondern das Lesen. Du wirst kaum einen Sonnenanbeter finden, der nicht ein Buch, eine Zeitschrift, eine Zeitung oder ein Lesegerät (Kindle etc.) in Händen hält. Außer den unvermeidlichen Smartphones und Tablets, auf denen man ja ebenfalls lesen kann. Selbst Gebrauchsanweisungen und Beipackzettel für Medikamente werden im Urlaub begeistert entziffert, wenn man keine Geduld für ein Buch hat. Außerdem gibt es ja auch noch die Audio-Books, mit denen man sich den Lesestoff bequem vorlesen lässt. Schlimm sind in diesem Zusammenhang diejenigen, die das unbewusste Talent haben, ganze Buch-Passagen, die sie besonders interessant finden, ihrer Partnerin oder ihrem Partner nicht vorzuenthalten und zum Unmut der Umliegenden laut rezitieren. Hier könnte man mal zufällig den Kopfhörer-Anschluss seines Musik-Gerätes ausschalten und einen plötzlichen Geräuschmix veranstalten, um auch ein wenig Aufmerksamkeit zu erhaschen.
Ganz besonders Nerv tötend sind die Menschen, die eine richtige Position von Liege zur Sonne herstellen wollen und dabei ungeniert das Teil so lange über den Boden kratzend und quietschend hin und her schieben, bis sie nach dem Probeliegen feststellen, dass es doch nicht richtig war und von vorne beginnen.
Wenig lustig sind auch die Leute – nicht nur Männer – die sich nach einer gut durchschlafenen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück auf direktem Wege zu ihrer Liege begeben, um dort gleich weiter zu schlafen. Dies jedoch mit einer Geräuschkulisse, die Damen laut aufstöhnen lässt, weil sie Angst haben, eine Bären-Meute nähert sich dem Pool.

Im Kindle-Shop: DAS GROSSE URLAUBS-HOTEL-BUCH: Tipps und Erlebnisse für Urlaubsreisen in Vier- und Fünf-Sterne-Hotels mit vielen Privatfotos

Mehr über und von Jürgen Reintjes auf seinen Blog-Seiten.



'Rosen für Erkül Bwaroo' von Ruth M. Fuchs

Erkül Bwaroo hat einen für einen Elfen ziemlich ungewöhnlichen Beruf – er ist Privatdetektiv. Der Elf mit dem stattlichen Schnurrbart und dem belgischen Akzent löst seine Fälle stets mit Hilfe seiner kleinen grauen Zellen und je größer das Rätsel, desto mehr ist er bestrebt, die Wahrheit zu finden. Meist geht es dabei um Mord.

Dieses Mal ist es Königin Titania persönlich, die ihn mit der Ermittlung in einem Mordfall beauftragt. Bwaroo ist darüber nicht sehr glücklich, denn die Hauptverdächtige ist seine eigene Tante – und die ist alles andere als gut auf ihn zu sprechen. Trotzdem begibt er sich mit seinem treuen Diener Orges an den Tatort: ein Filmset.

Lichtspiele sind der neueste Schrei! Filmschauspieler zu sein bedeutet Ruhm und Verehrung – oder Tod. Denn eine der Schauspielerinnen wurde mitten in einer Szene vergiftet. Bwaroo muss erkennen, dass in der Filmwelt Eifersüchteleien, Lügen und Intrigen praktisch an der Tagesordnung sind. Bald gibt es mehr Verdächtige, als ihm lieb sind, denn die Ermordete hatte mit fast jedem Streit und jeder hat irgendetwas zu verbergen.

Und die Uhr tickt - denn Bwaroo hat nur eine Woche Zeit, um die Wahrheit von der Lüge zu trennen und den wahren Täter finden.

Gleich lesen: Rosen für Erkül Bwaroo (Erkül Bwaroo ermittelt 5)

Leseprobe:
„Sind Sie sicher, dass wir weiterdrehen sollen?“
„Natürlich! Warum denn nicht?“ Hagestolz Bingler sah Rennfeld verständislos an.
„Es kommt mir irgendwie falsch vor. Unanständig – immerhin ist Klarissa hier gestorben,“ Rennfeld blickte unsicher drein.
„Klarissa hätte gewollt, dass wir weitermachen“, beschied ihn der Regisseur jedoch. „Dies wird ihr größter Film sein.“
„Es war ihr erster.“
„Die Nachwelt wird sich an sie erinnern als die schöne, verheißungsvolle Schauspielerin, die alles gab, um ihrer Rolle gerecht zu werden!“
„Na ja, eigentlich starb sie ja nicht, weil sie sich verausgabt hatte, sondern ...“
„Das ist egal“, schnitt Bingler seinem Assistenten das Wort ab. „Außerdem haben wir fast alle Szenen mit ihr schon gedreht und bei dem Rest lässt sich schon was deichseln. Apropos: Sind die Mädels schon da, die einspringen sollen?“
„Fünf Blondinen sind gekommen. Aber sie müssen berücksichtigen, dass wir ja eigentlich nur im Dorf und im Nachbarort ...“
„Jaja, schon gut“, winkte Bingler ungeduldig ab. „Wo sind sie?“
Rennfeld wies mit dem Finger auf eine Gruppe Mädchen, die ein wenig abseits stand. Alle waren blond. Abgesehen davon hätten die Unterschiede in Sachen Körperbau und Größe kaum größer sein können.
„DAS sind sie?“ Der Regisseur war entsetzt.
„Wie ich schon sagte, wir haben eigentlich nur im Dorf und ...“ Rennfeld verstummte, als Bingler ihm einen eisigen Blick zuwarf. „Wenn wir in der 'Zeiten' inserieren würden ...“ schlug er zaghaft vor. „oder vielleicht besser in 'Freundin der Frau' und 'Palastblick' ...“
„Dann können wir gleich an die große Glocke hängen, dass Klarissa tot ist.“ Bingler wedelte ungehalten mit den Händen. „Nein, dass soll möglichst geheim bleiben. Das ist werbewirksamer.“
Rennfeld schüttelte unmerklich den Kopf. Das war doch sicher ohnehin schon alles bekannt. Die Polizei, die Bewohner ringsum und nicht zuletzt diese Mädchen hatten schließlich alle Familie und Freunde. Und denen erzählt man doch so eine Neuigkeit, die mal ganz was anderes ist als der übliche Trott. Aber der Assistent kannte seinen Chef gut genug, um zu wissen, dass er diese Gedanken besser für sich behalten sollte.
„Tja, also …“ Bingler besah sich die jungen Damen kritisch aus der Ferne. Dann traf er eine Entscheidung: „Wir nehmen die schlankeste und werden sie nur von hinten filmen. Hol mir die Verantwortliche für die Garderobe von Klarissa ...“
„Die sitzt im Gefängnis.“
„Was?“ Einen Moment lang war der Regisseur aus dem Konzept gebracht. Doch dann schüttelte er nur ungeduldig den Kopf. „Dann eben das Weib, das für die restlichen Kostüme zuständig ist. Die wird ja wohl auch mit Klarissas Kleidern zurecht kommen. Sie soll jedes dieser Mädel in eins davon stecken und alles an blonden Perücken mitbringen, was sie finden kann. Meine Güte, was für ärmliches Haar die eine da hat. Aber wenigstens ist sie nicht so fett wie die kleine daneben ...“ Er riss sich von dem Anblick los und wandte sich Rennfeld zu. „Wir müssen das Drehbuch umschreiben. Schick mir Holster. Und dann brauche ich noch Hummelflug ...“
„Sie meinen Meister Deamus Hummelbus“, warf Rennfeld ein.
„Ja, genau. Wo steckt der eigentlich? Hab ihn seit Tagen nicht gesehen.“
„Er schläft.“
„Was? Immer noch? War doch nur ein kleiner Zauber!“
„Ein ganzes Schloss erscheinen zu lassen ist ein großer Zauber.“
„Na ja, von mir aus.“ Bingler wedelte den Einwand fort. „Weck den Kerl auf. So einen kleinen Zauber wie eine von den Weibsbildern dort annähernd wie Klarissa aussehen zu lassen, wird er ja wohl noch hinkriegen.“
Rennfeld hatte da seine Zweifel. Doch er nickte nur. Als er sich auf den Weg machen wollte, Binglers Anordnungen weiter zu geben, sah er einen Fremden eilig herankommen. Er hob die Hand über die Augen um besser sehen zu können.
„Verdammich“, stieß er hervor. „Der hat uns gerade noch gefehlt.“
„Was ist los?“ Bingler drehte den Kopf, um zu sehen, wer gemeint war.
Rennfeld wurde einer Antwort enthoben, denn inzwischen hatte der Mann die beiden erreicht.
„Berger, mein Name“ rief er enthusiastisch und ergriff Binglers schlaff herabhängende Hand, um sie energisch zu schütteln. „Ich vertrete die ‚Freundin der Frau’ und möchte Sie zum Tod von Klarissa Ronaard befragen, dem aufgehenden Stern in der Filmwelt.“

Im Kindle-Shop: Rosen für Erkül Bwaroo (Erkül Bwaroo ermittelt 5)

Mehr über und von Ruth M. Fuchs auf ihrer Website.



18. Februar 2017

'Smaragdstern' von Lisa Torberg

Alles, was sie tun muss, ist, auf ihr Herz zu hören – doch sie kann ihr gegebenes Wort nicht brechen.

Die bildschöne, eiskalte Susan lebt in ihrer Heimatstadt London. Vom Schicksal hart getroffen, macht sie um ihre Mitmenschen generell einen großen Bogen. Das Einzige, was für sie zählt, ist ihre Karriere. So akzeptiert sie den Auftrag ihres Chefs und fliegt nach Sardinien, wo sie über den Verkauf des dortigen Luxusresorts entscheiden soll. Die einzige Bedingung ist die enge Zusammenarbeit mit dem Hotelmanager. Ausgerechnet! Denn Mario ist oberflächlich, zynisch, selbstherrlich, behandelt sie von oben herab und stellt sie vor dem Personal bloß, wann immer er kann. Je mehr sie ihn ignoriert, umso anzüglicher wird er und setzt gnadenlos das Lächeln seiner funkensprühenden dunklen Augen ein, das ihre Knie weich werden lässt. Somit ist für Susan die Kündigung dieses arroganten Typen bereits zu Beginn der Sommersaison beschlossene Sache. Aber das Schicksal drängt in eine andere Richtung.

Die romantische, prickelnde, spannende, berührende, abenteuerliche und zärtliche Geschichte spielt an einem der schönsten Schauplätze Europas, der italienischen »Costa Smeralda«, der Smaragdküste.

Gleich lesen: Smaragdstern

Leseprobe:
»Dort ist ein Tisch frei«, rief Karla und deutete nach draußen auf die Gartenterrasse. »Dürfen wir?«
Mit einem Blick auf die Uhr stimmte Mario zu. Die vor allem abends so begehrten Terrassentische blieben den Hotelgästen vorbehalten. Doch wer um halb neun noch nicht erschienen war, aß entweder im Gourmetrestaurant oder auswärts.
Karla und Mira saßen bereits mit Dave und Dan am unteren Ende. Mario wies Stefano und seinem Kollegen die äußersten Plätze an den Längsseiten zu, die zuerst einmal ablehnten. »Es ist sinnvoller, wenn ihr bei uns bleibt und sonst ist nichts frei. Oder wollt ihr neben dem Tisch stehen bleiben?«, fragte er. Und so landete Susan zwischen Drew und dem Bodyguard und sah Mario geradewegs in die Augen.
Als Stefanie auf der Terrasse erschien, atmete sie dann doch noch erleichtert auf. Jedoch nur kurz. »Unter den morgigen Anreisen gibt es ein paar altbekannte Spezialfälle. Da nehme ich lieber einen Salat mit ins Büro und arbeite weiter. Sonst lässt sich mein Mann von mir scheiden!« Mit dem ihr so eigenen glucksenden Lachen wünschte sie ihnen einen angenehmen Abend und ging eilig davon. Susan schlug die Speisekarte auf und senkte den Blick.
Es kam einfach keine Stimmung auf, zumindest auf ihrer Seite des Tisches. Die beiden Personenschützer holten je einen Teller Reissalat vom Buffet, aßen rasch, entschuldigten sich und standen dann einige Meter entfernt im Halbdunkel unter einer Palme auf dem Rasen. »Da können wir unsere Arbeit besser erledigen, als sitzend«, erklärte Stefano lapidar.
Mario und Susan verputzten schweigend die Antipasti, während am anderen Ende des Tisches angeregt über Filme diskutiert wurde. Drew warf ab und zu einen Kommentar ein, bis die Pasta serviert wurde. Er löffelte die Penne all’arrabbiata genauso in sich hinein, wie der Name aussagte: Zornig. Sein Gesicht wurde dabei immer röter, was wohl am Chili lag. Susan legte ihm die Hand auf den Unterarm, er schüttelte sie ab. »Keine Ahnung, was zwischen euch beiden abläuft«, schnaufte er wütend. »Ist mir auch egal. Aber ich habe die Schnauze voll.« Er sprang auf, hob die Serviette auf, die zu Boden gefallen war und lief quer über die Wiese davon. Dan schob seinen Sessel mit einem Ruck zurück und rannte ihm nach. Konsterniert sahen ihnen Karla und Dave hinterher, während Mira kopfschüttelnd den Blick auf die andere Seite wendete. Susan starrte auf ihren Teller und stocherte mit der Gabel in der Pasta herum. »Himmel, es geht mich ja nichts an«, sagte sie mit alarmierend leiser und tiefer Stimme. »Aber Dave hat recht. Zeitweise benehmt ihr euch wie Kinder im Sandkasten und dann, so wie heute, ist euer Schweigen schneidend und vermiest allen anderen rundherum die Stimmung.«
Mario sah sie an und holte Luft, doch sie unterbrach ihn unwirsch.
»Du bist mein Chef und ich respektiere dich. Aber als Freundin darf ich es dir, nein euch beiden, sagen. Gemeinsam seid ihr einfach nicht auszuhalten.«
Die nachfolgende Stille dauerte gefühlte Stunden, bis Susan aufstand und sich Mira zuwendete. »Verzeih bitte. Auch ihr.«, dabei sah sie zu Karla und Dave. »Ich gehe auf mein Zimmer.«
»Und du denkst, das ist die Lösung? Davonrennen? Es liegen noch fast drei Monate vor uns, das ist viel Zeit. Und die müssen wir alle gemeinsam zubringen. Entweder einer von euch beiden verschwindet aus Sardinien, oder ihr redet endlich miteinander.« Mit einer endgültigen Handbewegung schob sie den Teller mit der Pasta von sich. »Mir ist der Hunger vergangen«, setzte sie hinzu und stand auf. Susan drehte immer noch, mit gesenktem Kopf, den Saum der Stoffserviette zwischen den Fingern.
»Mira warte. Es tut mir leid, wirklich.«
»Schon möglich, Susan. Aber ihr beiden habt ein Problem, wir nicht. Ich hole jetzt die Jungs zurück, denn sie haben ein Recht auf ihr Abendessen nach einem langen Arbeitstag.« Damit drehte sie sich um und ging.
Karla und Dave saßen schweigend mit gesenktem Blick nebeneinander. Susan fühlte sich schuldig, ohne zu begreifen, was der Grund für diese fürchterliche Situation war. An Enricos Auftritt und Verschwinden konnte es nicht liegen. Immer noch bearbeitete sie den Saum der Serviette, als Mario plötzlich neben ihr stand und sie am Oberarm packte.
»Komm mit.« Sie fühlte den warmen Hauch seines Atems, als er ihr ins Ohr flüsterte. Wie eine lästige Fliege wollte sie ihn abschütteln, doch er umschloss ihren Arm noch fester. »Schluss damit. Wir gehen jetzt und reden, bevor uns das Personal davonrennt.« Sie drehte den Kopf. Trübsinnig sah er sie mit glanzlosen Augen an und ließ sie los. Kommentarlos warf sie die Serviette auf den Tisch, griff nach dem Walkie-Talkie und folgte ihm.
Trotz ihrer langen Beine musste sie fast laufen, um mit seinen Schritten mitzuhalten. Vor dem Personalhaus blieb er stehen und sah sich nach den Bodyguards um. Susan tippte mittlerweile den Code ein und zog die Tür auf.
»Wollt ihr mit hereinkommen?«
»Nein, wir bleiben hier, bis wir abgelöst werden«, antwortete Stefano für beide.
»Gut. Wann übernehmt ihr wieder?«
»Das entscheidet der Chef.«
»Also dann, bis morgen.«
Er legte seine Hand auf Susans Rücken und schob sie vor sich in den Hausflur. Sie ging zur Treppe und stieg rasch hinauf. Oben angelangt blieb sie abwartend stehen.
«Zu mir oder zu dir?«, fragte er.
Sobald er die Worte ausgesprochen hatte, wurde ihm der doppeldeutige Sinn klar. Er sah sie an und prustete los.

Im Kindle-Shop: Smaragdstern

Mehr über und von Lisa Torberg auf ihrer Website.



17. Februar 2017

'Ratet, wer ich bin' von R.D.V. Heldt

Ein lustiger und vielseitiger Rätselspaß für die Kleinen, vorgestellt von Emil, Luise und Hörnchen.

Ein Buch mit vielen kindgerechten Rätseln, für Kinder in der Altersgruppe von 6 - 12 Jahre. Es sind Denksportaufgaben enthalten, um die Konzentrationsfähigkeit der Kinder zu erhalten und zu steigern.

Gleich lesen: Ratet wer ich bin: Rätselspaß mit Emil, Luise und Hörnchen






Leseprobe:
Ob ihr mit euren Lösungen richtig lagt,
wird euch am Ende des Buches gesagt.

Seid aber nicht enttäuscht, wenn etwas nicht stimmt,
weil euch das mit Sicherheit niemand übel nimmt.

Ihr fangt ja erst zu lernen an,
darum geht mit Mut an die Sache ran.

1.
Ich locke viele Menschen an,
weil ich so schön duften kann,
Fasst man mich nicht behutsam an,
zeig ich, wie ich stechen kann.

Hörnchen hat auch schon Bekanntschaft damit gemacht.

2.
Schnipp und schnapp macht man mit mir,
egal ob Haare, Stoff, Papier.
Ich wäre scharf sagt man mir nach,
woraus ich kein Geheimnis mach.

Meine Mama benutzt das Ding auch immer.

3.
Mich gibt es in vielen Farben,
doch um etwas von mir zu haben,
müsst ihr mir helfen dick zu sein,
indem ihr mir blast Luft hinein.
Dies muss geschehen mit Bedacht,
damit ihr nicht kaputt mich macht.

Einmal tief Luft holen und los geht´s.

4.
Ich habe Zähne, kann aber nicht beißen,
dafür aber Haare ausreißen.
Wenn am Kopf ihr seid nicht kahl,
braucht ihr mich täglich ein paar Mal.

Wer schön sein will, braucht diesen Gegenstand unbedingt.

5.
Ich bin gelb und auch fast rund,
wenige nehmen mich gern in den Mund.
Doch verdünnt und in Speisen hinein,
schmecke ich dann frisch und fein.

Im Kindle-Shop: Ratet wer ich bin: Rätselspaß mit Emil, Luise und Hörnchen

Mehr über und von R.D.V. Heldt auf ihrer Website.



16. Februar 2017

'Meine Wege: Lyrik' von Xenia Huegel

Neue Lyrik. Neue Wege. Meine Wege.

Gedichte zu den Themen Seelenkraft, Liebe, Wachstum & Natur, das Sein und der Sinn.

Gleich lesen: Meine Wege: Lyrik









Leseprobe:
Absolute Realität

Ich vertiefe mich in mir,
wenn ich abseits von mir liege.

Es gibt weder gut noch schlecht,
nur die Emotion.

Die Erfüllung ist stets gegenwärtig,
wenn auch nicht im Rahmen der Anderen.
Urteile schweigen – einfach Mensch sein.

Stehe zu den Kanten.
Das ist die Form der Gesamtheit.



LEBENSWEG

Könnt er doch immer sonnig sein -
der Weg des Lebens.

Ein milder Wind, kein Sturm
und blau der Himmel, nicht grau.

In klaren Gewässern baden,
keine Furcht nur seel‘ges gleiten.

Die Sonne wärmt und Lichte bringt,
mich liebt und in die Arme nimmt.


Im Kindle-Shop: Meine Wege: Lyrik

Mehr über und von Xenia Huegel auf ihrer Website.



15. Februar 2017

'Gesund & Gebräunt: Ratgeber für risikoarmes Bräunen' von Dr. rer. nat. Andrea Zgaga-Griesz

Für wen ist dieser Ratgeber interessant? Für alle Menschen die sich gerne in der Sonne aufhalten und evtl. auch mit dem Gedanken spielen ein Sonnenstudio zu besuchen. Wer von uns genießt nicht die wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut? Aber häufig beschleicht uns auch ein ungutes Gefühl!

Haben wir nicht schon so viel gehört über die Gefahren von Sonne und Solarium? Sind die UV-Strahlen nicht verantwortlich für Hautkrebs, vorzeitige Hautalterung, Sonnenbrand oder Augenschäden? Andererseits, müssen wir nicht in die Sonne, um das lebenswichtige Vitamin D herzustellen? Kann man nicht auch Hautkrankheiten behandeln mit UV-Strahlen?

Dieser Ratgeber schafft Klarheit! Nach der Lektüre sind Sie in der Lage, gemäß Ihrer individuellen gesundheitlichen Voraussetzungen, Nutzen und Risiken der UV-Strahlung einzuschätzen und Sonne/Solarium ohne Beklemmung zu genießen.

Sie erfahren:

  • Wie Sie Ihren individuellen Hauttyp bestimmen und ihn zur Grundlage Ihres Sonnenverhaltens machen.
  • Wie Sie sicher einschätzen, wann, wo und wie lange Sie sich risikoarm sonnen dürfen.
  • Wie Sie verschiedene Schutzmaßnahmen (Sonnencreme, Brille, UV-Schutzkleidung, Schatten) zur Situation passend, anwenden.
  • Wie Sie den LSF richtig einsetzen.
  • Wie Sie Sonnenbrand vermeiden.
  • Ob Sie zu dem Personenkreis zählen, dem man generell oder nur vorübergehend von einer Besonnung abrät.
  • Wie Sie das Hautkrebsrisiko minimieren und die Hautalterung gering halten.
  • Warum Kinder eines ganz besonderen Schutzes vor UV-Strahlung bedürfen.
  • Wie Sie Qualität eines guten Sonnenstudios beurteilen.
Mit diesem Wissen können Sie für sich und Ihre Kinder verantwortungsvolle individuelle Entscheidungen treffen. Genießen Sie die Sonne! Ganz nach dem Motto: Gefahr erkannt – Gefahr gebannt.

Gleich lesen: Gesund & Gebräunt: Ratgeber für risikoarmes Bräunen: Das richtige Maß finden zwischen Sonnenbad, Vitamin D Synthese und Hautschäden

Leseprobe:

4.2 Der Hauttyp, Eigenschutzzeiten und Lichtschutzfaktor – wie hängt das zusammen?
Jetzt kennen Sie Ihren HT. Was folgt nun daraus?

1) Der HT ist ein Maß für die UV-Empfindlichkeit der Haut. Durch Bestrahlungsexperimente (siehe Kapitel 17.2.2 Das Beratungsgespräch: Dosierungsplan) hat man herausgefunden, wie lange man welchen HT bestrahlen kann, bevor ein Sonnenbrand auftritt. Diesen Zeitraum bezeichnet man als Eigenschutzzeit. Empfindliche Hauttypen haben deutlich kürzere Eigenschutzzeiten als unempfindliche.
2) Die Eigenschutzzeit bezieht sich ausschließlich auf das Phänomen Sonnenbrand. Sonnenbrand ist die einzige UV verursachte Schädigung, die man innerhalb kurzer Zeit erkennen und messen kann. Für UV-bedingte Hautschäden die z.T. erst nach Jahren ersichtlich werden wie Hautkrebs oder Hautalterung gibt es keine Angaben über Eigenschutzzeiten. Wie man sich leicht vorstellen kann, wären solche Messungen, wo man die Gesundheit der Testteilnehmer in Abhängigkeit von der UV-Belastung über Jahre hinweg verfolgen muss, sehr aufwendig und die Interpretation schwierig.
3) Die Eigenschutzzeit ist nicht nur vom individuellen HT abhängig, sondern natürlich auch von der Intensität der lokalen UV-Strahlung. Diese wird im UVI (siehe Kapitel 3.2 UV-Index – WHO Empfehlungen) ausgedrückt. Für die Angabe der Eigenschutzzeit wird ein standardisierter Wert des UVI von 8 angenommen.
Aus den oben genannten Punkten ergeben sich die in der Tabelle genannten, individuellen Eigenschutzzeiten

4) Die angegebene Eigenschutzzeit bezieht sich auf die ungebräunte Haut. Vorbräunung erhöht die Eigenschutzzeit. Dieser Effekt fällt allerdings individuell sehr unterschiedlich aus und kann deshalb nicht in allgemein gültigen Tabellen wiedergegeben werden.

Beispiel: Sie sind HT III, d. h. Sie werden nach ca. 28 Minuten einen Sonnenbrand bekommen, wenn Sie um die Mittagszeit, im Hochsommer in Deutschland (UVI = 8), mit Ihrer noch blassen Haut in der Sonne liegen. Möchten Sie dies vermeiden, sollten Sie nach spätesten 28 – 35 Minuten den Schatten aufsuchen oder sich bekleiden.
Möchten Sie länger als die Eigenschutzzeit in der Sonne bleiben, verwenden Sie einen Sonnenschutz in Form von Sonnencreme oder Sonnenschutzkleidung an. Auf Sonnenschutzcreme (6 Sonnenschutzmittel) und Sonnenschutzkleidung (7 UV-Schutzkleidung) wird in anderen Kapiteln noch näher eingegangen.

Beispiel: Mit einem LSF von 25 darf ein Mensch mit HT I und einer Eigenschutzzeit von 5 Minuten 25 mal länger, also 125 Minuten lang in der Sonne bleiben ohne Sonnenbrand zu bekommen.

Es gelten folgende Bedingungen:
  • Die Zeitrechnung beginnt mit der Besonnung.
  • Die Schutzzeit kann nicht durch mehrmaliges Auftragen von Sonnencreme verlängert werden.
  • Die Schutzzeit gilt nur für eine Besonnung pro 24 Stunden.
  • Die Schutzzeit gilt für einen UVI = 8. Ist der UVI höher z. B. am Meer oder am Gletscher (siehe Kapitel 3.1 Einflüsse auf die natürliche UV-Strahlung) ziehen Sie von der erlaubten Zeit zur Sicherheit 40 % ab. Bei einem UVI > 8 dürfen Sie nach obigem Beispiel also nur 75 Minuten in der Sonne bleiben.
  • Achtung: Für Kinder gelten andere Regeln (siehe Kapitel 9 Kinder unter der Sonne)!
[...]

5.3 Bräune – ein körpereigener Schutzmechanismus
Die Bräunung ist ein Selbstverteidigungsmechanismus unserer Haut! Die stärkere Pigmentierung erschwert ein tieferes Eindringen der UV-Strahlen in den Körper. Je nach HT (siehe Kapitel 4 Der Hauttyp als Maß für die UV-Empfindlichkeit) besitzt unsere Haut eine gewisse Grundausstattung an Pigment. Durch auftreffende UV-Strahlung wird einerseits das vorhandene Pigment in einen wirkungsvolleren UV-Absorber umgewandelt (5.3.3 Kurzzeit-Bräune) und andererseits erfolgt zusätzlich eine Pigment Neubildung (5.3.2 Langzeit-Bräune). Bräune erhöht die Eigenschutzzeit der Haut, im individuell unterschiedlichen Ausmaß, maximal um den Faktor 40.

Aber Achtung:
  • Medizinisch betrachtet ist eine gebräunte Haut ein erster Hilferuf der Haut, hervorgerufen durch zu viel UV-Strahlung!
  • Auch eine gebräunte Haut bedeutet nie vollständigen Schutz vor UV-Strahlung: Bräune als Eigenschutz der Haut bewirkt nur, dass der Sonnenbrand später eintritt. Bräune schützt nicht vor Erbgutschäden und damit nicht vor dem Hautkrebsrisiko und auch nicht vor vorzeitiger Hautalterung!
  • Die Verlängerung der Eigenschutzzeit durch Bräune um Faktor 40 erreicht bei weitem nicht jeder und auch dieser Zeitraum ist endlich!
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8 Ernährung als UV-Schutz
Braun werden durch Ernährung? Theoretisch kann man auch durch den großzügigen Konsum von Karotten (3 bis 5 kg täglich) oder Betacarotin Tabletten der Haut einen leicht gelblichen bis orangen Farbton verleihen. Wir kennen diesen Effekt von „Karotten-Babys“, deren Haut einen bronzefarbenen Ton annimmt, wenn sie mit viel Karottenpüree gefüttert werden.
Das enthaltene Provitamin A lagert sich in der Haut ab und wirkt dort als Radikalfänger, der die Zellen vor Stress durch Sauerstoffradikale, die während der UV-Bestrahlung entstehen, schützt. Eine Übersichtsstudie zeigt, dass bei einer mindestens 10 wöchigen Einnahme von Betacarotin, vor der Besonnung, ein gewisser Schutzeffekt vor Sonnenbrand erzielt werden kann [12].
Neben Betacarotin werden auch andere Substanzen mit einem Sonnenschutz-Effekt beworben. Hierzu zählen Präparate, die zum Beispiel Lycopin (aus der Tomate), die Vitamine A, C, E oder Astaxanthin (Carotinoid produziert von einzelligen Algen) enthalten. Studien zeigen, dass all diese Radikalfänger die Eigenschutzzeit der Haut vor Auftreten eines Sonnenbrandes lediglich verdoppeln können. Inwieweit diese Substanzen auch die Erbgutschädigung reduzieren können, ist weiterhin Thema der Forschung [13]. Klar ist, dass die Einnahme von Radikalfängern nur ein Baustein innerhalb der Maßnahmen des Hautschutzes vor UV-Strahlen darstellt. Die Wirksamkeit (maximal LSF 2) ist stark abhängig von der Dosis und der Dauer der Einnahme.
Häufig findet man diese Radikalfänger auch als Zusatz in Sonnenschutzmitteln und anderen Kosmetika, wo sie durch äußerliche Anwendung zum Hautschutz beitragen.

DAS WESENTLICHE: Die Einnahme von Radikalfängern kann die Sonnenschutzmaßnahmen (Schatten, Sonnencreme, Kleidung) ergänzen. Allerdings muss man Wochen vor der Sonnenexposition mit der Einnahme beginnen. Lassen Sie sich über Dosis und Dauer der Einnahme von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.
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9 Kinder unter der Sonne
Kinder bedürfen besonderer Schutzmaßnahmen vor UV-Strahlung! Ihre Möglichkeiten des Eigenschutzes wie die Ausbildung von Bräune, Lichtschwiele oder Reparaturmechanismen sind erst im Ausreifen und noch nicht voll wirkungsvoll. Deshalb sind sie besonders anfällig gegenüber Schädigungen durch UV-Strahlen [14]. Die Hauttypbestimmung (siehe Kapitel 4.1 Hauttypbestimmung) kann für Kinder nicht angewandt werden. Kinder gelten generell als HT I oder II.
Natürlich sollen sich Kinder regelmäßig und ausgiebig im Freien bewegen. Der Aufenthalt im Schatten bzw. die Verwendung von entsprechender Kleidung gelten als 1. Wahl der UV-Schutzmaßnahmen für Kinder. Kinderärzte empfehlen: Säuglinge und Kinder unter 2 Jahren gehören generell nicht in die pralle Sonne! Zusätzlich sollten sie durch Kleidung (Sonnenhut, langärmliges T-Shirt, spezielle Sonnenschutzkleidung, Sonnenbrille, UV dichter Sonnenschirm) geschützt werden. Achten Sie besonders auf den Schutz der Sonnenterrassen wie Nase, Ohren, Schultern, Nacken und Fußrücken. Insbesondere in der Mittagszeit zwischen 11 und 15 Uhr sollte die Sonne konsequent gemieden werden. Benutzen Sie hypoallergene, parfumfreie Sonnencreme mit hohem LSF (ab LSF 25).
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Mehr über und von Dr. rer. nat. Andrea Zgaga-Griesz auf ihrer Website.



'Kyla – Kriegerin der grünen Wasser: Das Erwachen' von Regina Raaf

Die grünen Wasser von Chyrrta bergen ein ebenso düsteres wie tödliches Geheimnis. Ganz auf sich gestellt, wächst das kleine Mädchen Kyla unter der ständig lauernden Gefahr in den Wäldern auf. Bald gerät sie in den Sog verwirrender Ereignisse, die sie schon früh zur erbarmungslosen Kämpferin machen.

Ihr Weg zum prophezeiten Schicksal führt über Liebe, Macht und Tod.

Gleich lesen:
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Für Tolino: Buch bei Thalia

Leseprobe:
»Bei allen grünen Wassern, ein Eindringling! Fangt dieses Kind! Es hat vom Festmahl der Herrscherin gestohlen!« Kyla lief im gleichen Moment los, wie das von Blut befleckte Tuch, unter dem sie saß, angehoben wurde. Sie hechtete umher, in dem Versuch, ein neues Versteck zu finden. Doch zur einen Seite waren nur glatte Mauern und zur anderen eine Horde von Chyrrta, die versuchten, sie zu erhaschen.
Unmengen an Speisen waren an diesem schicksalsträchtigen Tag hinter die Undurchdringlichen Mauern getragen worden, als Kylas Leben sich von Grund auf änderte. Sie hatte nicht nachgedacht, als sie sich unter das Tuch gesetzt hatte, das den vom Rumpf abgetrennten Kopf eines Wildschweins verbarg. Erst später erfuhr sie, dass er auf dem Speisetisch der Herrscherin als Dekoration hatte dienen sollen. Doch Kyla wusste damals nur, dass er ihr das bot, was ihr ausgemergelter Körper brauchte. Sie hatte ihre kleinen Hände in das rohe Fleisch gegraben und Stücke herausgerissen, um sie sich in den Mund zu stopfen und hastig zu kauen. Das Blut war ihr am Kinn hinuntergelaufen, als sich plötzlich der Boden unter ihr bewegte. Kyla konnte auch später immer noch den Schrecken spüren, der sie durchfahren hatte, als sie erkannte, dass sie samt des riesigen Tabletts von den Bediensteten der Herrscherin hinter die Undurchdringlichen Mauern gebracht worden war. Sie war ein verwahrlostes und knochiges Kind – kaum größer als der Wildschweinkopf – und mit Sicherheit um einiges leichter. In den Wäldern, in denen sie bereits so lange gelebt und sich versteckt hatte, wie sie zurückdenken konnte, gab es kaum genug Nahrung zu erbeuten, um den jeweils nächsten Tag zu erleben. Ihre Streifzüge, deren Ziele sie inmitten der Siedlungen anderer Chyrrta führten, waren im Laufe der Zeit immer häufiger geworden.
Sie hatte dort genügend Nahrung gefunden, um mehrere Sonnenaufgänge gesättigt zu erleben. Und genau darauf hatte sie auch am Tag ihrer Gefangennahme gehofft, nachdem sie an zwei Tagen zuvor von nichts anderem als ein paar Nastal-Beeren gelebt hatte. Die Zweige waren voll davon gewesen, doch die kleinen Früchte sättigten nur für kurze Dauer und verursachten Kyla leichte Bauchschmerzen. Über kurz oder lang musste sie eine andere Nahrungsquelle finden, und diesmal hatte sie sich auf ihrem Streifzug näher an die Undurchdringliche Mauer begeben, als jemals zuvor.
Das geschäftige Treiben war ihr zwar aufgefallen, aber sie hatte geglaubt, es wäre zu ihrem Vorteil, weil sie so von allen unbemerkt bleiben würde. Zuerst war ihr Plan aufgegangen. Niemand hatte sie bemerkt, als sie unter das Tuch geschlüpft war. Doch dann hatte man sie fortgetragen, und sie konnte nicht fliehen, weil man sie ansonsten sofort festgenommen hätte. Also hatte Kyla unter dem Tuch still ausgeharrt und gehofft, später weglaufen zu können. Aber in dem Moment, als das Horn erklungen war, das sie sonst nur gedämpft durch die Mauern gehört hatte, wurde ihr klar, dass ihr Hunger sie in Gefangenschaft geführt hatte. Man hatte sie nicht einfach nur von einem Ort zum anderen getragen, sondern sie hinter die Undurchdringlichen Mauern gebracht, innerhalb deren sich die Welt der Herrscherin verbarg. Eine Welt, die Kyla bislang niemals gesehen hatte, und die die Chyrrta auf ihrer Seite nur vom Hörensagen kannten. Doch wenn man sie hineingebracht hatte, gab es ganz sicher auch einen Weg wieder hinaus.
Kyla hatte sich an dem Gedanken festgehalten, dass sie entkommen könnte, wenn die Fracht abgestellt und nicht mehr weiter beachtet wurde. Doch so viel Glück hatte sie nicht. Man hatte sie sofort entdeckt und setzte ihr nach. Sie schlug Haken wie die Hasen, wenn wilde Tokals sie verfolgten – aber so, wie die Langohren nicht immer Glück hatten, kam auch sie nicht davon. Man packte sie an den Haaren und riss ihr ein großes Büschel aus. Auf den heftigen Schmerz folgte der nicht weniger schmerzvolle Fausthieb eines feisten Mannes und Kylas Welt versank in der Schwärze einer Ohnmacht.

1. Kapitel
Als sie erwachte, erkannte Kyla, dass man sie in einen Käfig gesperrt hatte. Er war so niedrig, dass sie nicht einmal darin hätte stehen können, wenn sie kräftig genug gewesen wäre, um sich zu erheben. Kauernd rüttelte sie an den eisernen Stäben. Sie nahm sich Strebe um Strebe vor, doch ihr Gefängnis war stabil, ohne eine Schwachstelle aufzuweisen.
Kyla wusste nicht, wohin man sie gebracht hatte und ihr Kopf dröhnte heftig. Sie blinzelte in die Düsternis, die von einer kleinen Fackel direkt über ihrem Käfig nur spärlich erhellt wurde; die weitere Umgebung war für ihre Augen undurchdringlich. Kyla hatte den Eindruck, dass es sich um eine Höhle handelte, denn in der Ferne erkannte sie einen hellen Fleck, der mit großer Sicherheit ins Freie führte, dessen Licht hier jedoch nichts mehr ausrichtete.
Ihr Gesicht und ihre Brust klebten vom getrockneten Wildschweinblut – und nun wurde ihr übel davon. Sie erinnerte sich daran, wie das metallisch schmeckende Zeug ihre Zunge benetzt hatte und wie sie es die Kehle hinab gezwungen hatte – nun nahm es die umgekehrte Richtung. Kyla erbrach sich so heftig, dass sie nach wiederholtem Würgen bittere Galle schmeckte. Es passierte ihr nicht zum ersten Mal, dass sie die verschlungene Nahrung unfreiwillig wieder hochwürgen musste. Wann immer sie ein verendetes Tier fand, nährte sie sich davon, selbst wenn der Gestank sie eigentlich hätte warnen sollen. Kyla hatte nichts in ihrem Leben gelernt, außer sich zu nähren, um zu überleben. Und das tat sie aus reinem Instinkt. Es hatte niemanden gegeben, der ihr etwas gezeigt hatte.
In ihrer Erinnerung hatte es lange Zeit nichts als den Wald, die Pflanzen und Tiere um sie herum gegeben – und der Kampf mit alldem, um die besten Nahrungsmittel, und um das wenige genießbare Wasser. Flüsse, Bäche und Seen waren durch Parasiten verseucht, sodass die Tiere, die daraus tranken, elendig krepierten. Von diesen Kadavern hatte Kyla sich schon frühzeitig so fern wie möglich gehalten. Wenn der brennende Hunger es verlangte, hatte sie gejagt. Sie verteidigte sich und ihre Beute mit bloßen Händen, den Zähnen und ihrer List. Sie kämpfte gegen Dumpids, die auf allen vieren liefen und mit ihrem gefleckten Fell kaum auszumachen waren. Die Zähne dieser Raubtiere waren gefährliche Waffen, und wer das Pech hatte, gleich mehreren Dumpids zu begegnen, konnte so böse Verletzungen davontragen, dass er noch an Ort und Stelle verblutete. Mehr als einmal hatte Kyla den gefährlichen Konkurrenten ihre gerade erlegte Beute überlassen und schnell die Flucht ergreifen müssen.
Aber nicht nur wilde Tiere waren eine Gefahr, auch die Mari-Pflanze machte Kyla das Erlangen von Nahrung schwer, denn mit ihren dicken Ranken umschlang sie ausgerechnet die nahrhaftesten und verträglichsten Pilze, die der Wald zu bieten hatte. Einmal von diesen Pflanzen in Besitz genommen, verdorrten die Pilze, und mit ihnen alles im gesamten Umkreis, bis der Boden wie verbrannt aussah. Kyla hatte gelernt, mit scharfkantigen Steinen die widerspenstigen Ranken zu entfernen, doch die Mari-Pflanze ließ sich trotz großer Anstrengungen oft nur unzureichend beseitigen. Wenn Kyla die Pilze dennoch aß, fühlte sich ihr Bauch danach selbst so an, als würden Ranken darin ihr Unwesen treiben. Aber auch das war immer noch besser, als zu verhungern. Doch nun, da sie in diesem Käfig saß und anderen Chyrrta ausgeliefert war, beschloss Kyla, dass es an der Zeit war, zu sterben. Denn wenn es ihr gelänge, ihrem Leben auf diese Art selbst ein Ende zu setzen, würde man sie nicht quälen können.
Der Tod schreckte sie nicht. Immerhin verging alles, was gelebt hatte, irgendwann – die Tiere und die Pflanzen. Auch genügend Chyrrta hatte Kyla schon sterben sehen, um zu wissen, dass ihre eigene Gattung keine Ausnahme bildete. Irgendwann hatte sie damit begonnen, sich in die Siedlungen zu schleichen und das Leben der anderen Chyrrta zu beobachten. Über viele Jahreszeiten hinweg hatte sie sie immer wieder heimlich beobachtet, um ihre Neugier zu befriedigen und ihnen zugehört, um ihre Sprache zu erlernen. Viele Handlungsweisen waren ihr zuerst völlig fremd gewesen, doch mit der Zeit hatte sie begriffen, was sie zu bedeuten hatten. Staunend hatte sie zugesehen, wie die Bewohner neue Häuser bauten und sie instand hielten. Sie hatte beobachtet, wie sie miteinander umgingen und ihresgleichen in verschiedenen Situationen behandelten. Streit, Versöhnung, Lachen, Weinen, Hass und Liebe – im Laufe der Zeit hatte sie die Wörter zu den Beobachtungen begriffen und alles, was dazugehörte. Vieles war seltsam gewesen – körperliche Vereinigungen, die mal friedlich, oft genug jedoch auch wie ein Kampf aussahen. Kyla hatte begriffen, dass sie nicht immer freiwillig stattfanden – ebenso wenig wie viele der anderen Dinge, zu denen manche Chyrrta gezwungen wurde. Vor allem die Frauen hatten keine Wahl, was Kyla erzürnte, da sie inzwischen begriffen hatte, dass ihr Körper diesen benachteiligten Chyrrta glich. Das Wort Sklavin fiel mehrfach und Kyla wünschte sich, sie hätte es niemals gehört, denn es bereitete ihr größtes Unbehagen. Lieber würde sie sterben, als so leben zu müssen, wie diese Sklavinnen! Nun stand sie kurz davor, eine zu werden, da war sie sich sicher, und daher war sie bereit für den Tod – ihr Körper schien ihrem Bestreben zuzustimmen, denn erneut verlor sie das Bewusstsein.

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Für Tolino: Buch bei Thalia

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