16. Juni 2015

"Jori, der kleine Troll - Der Angriff der Wespen" von Marita Sydow Hamann

Der kleine Troll Jori lebt in Trollhausen, einem Trolldorf mitten im Wald. Auch Trolle müssen zur Schule gehen, doch dort lernen sie nicht lesen, schreiben und rechen sondern solch seltsame Dinge wie auf Mäusen zu reiten, leise zu gehen und Bienen zu betören, um an ihren Honig zu gelangen. Mitten im Unterricht über Bienen geschieht es: Die Bienen werden von Wespen angegriffen! Können Jori und seine Freunde Trann und Maila sie retten?

Mit vielen bunten Bildern. Für Erstleser und zum Vorlesen.

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Leseprobe:
Der kleine Trolle Jori lebte mit seinen Eltern in Trollhausen, einem kleinen Trolldorf, das tief im Wald lag.
Jori war fünf Jahre alt und besuchte seit einiger Zeit die erste Klasse der Schule für Trollkinder in Trollhausen. In der Trollschule lernten Jori und sein bester Freund Trann so seltsame Dinge wie Leisegehen und sich unsichtbar machen. Und anstatt wie andere, normale Kinder, lernte er nicht Lesen, Schreiben und Rechnen, sondern Bienenbetören, Mäusereiten und alles Wichtige über das Pilze- und Kräutersammeln.
Ja, Trollhausen war schon ein seltsamer Ort. Die erwachsenen Trolle huschten am helllichten Tag über den Marktplatz, der eigentlich nur eine kleine Lichtung im Wald war. Und obwohl es in Trollhausen vor Trollen nur so wimmelte, würden wir Menschen nichts Ungewöhnliches auf der kleinen Lichtung erkennen.
Erstens sind Trolle nämlich ganz klein – gerade einmal so groß wie ein halber Bleistift – und zweitens können erwachsene Trolle sich unsichtbar machen. Viele Menschen würden die Trolle ganz einfach für einen Pilz oder einen knubbeligen Stein oder für ein besonders knorriges kleines Bäumchen halten.
Trollkinder liefen allerdings nur nachts, wenn es sehr dunkel war, auf der kleinen Lichtung umher, und man sah sie auch nur in Begleitung von Erwachsenen, denn Trollkinder müssen erst lernen, sich unsichtbar zu machen und so leise zu gehen, dass wir Menschen sie nicht sehen oder hören können. Und genau um das zu lernen, gingen Jori und sein bester Freund Trann nun endlich zur Schule.
Jori freute sich meistens auf den Unterricht, aber am meisten freute er sich auf die Mäusereitunterrichtstunden bei Lehrer Wuns, denn Mäusereiten war Joris Lieblingsfach in der Schule. Das Fach, das Jori am aller wenigsten mochte, hieß Menschenkunde. In Menschenkunde lernten die Trollkinder von Trollhausen alles Interessante über uns Menschen. Sie lernten wie groß Menschen waren, was sie aßen und was sie arbeiteten und welche Länder sie bewohnten. Jori fand das alles sehr langweilig. Aber das schlimmste an Menschenkunde war der Lehrer Direktor Tombel. Er war ein großer, sehr böse dreinschauender Troll mit einer riesigen Nase, und Direktor Tombel war ganz furchtbar streng und verstand kein bisschen Spaß. Jori und Trann warteten immer sehnsüchtig darauf, dass der Unterricht bei Tombel endlich vorbei war.
Heute war Montag und Jori und Trann waren auf dem Weg zur Schule. Jori saß hinter Trann und klammerte sich in dem braunen Fell des Schulmaulwurfs fest, der gerade ruckartig um eine Ecke bog.

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Mehr über und von Marita Sydow Hamann auf ihrer Website.

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