27. Juli 2015

"Kruento - Der Anführer" von Melissa David

Mord gehört zu Sams Alltag, denn die junge Frau ist Detective bei der New Yorker Polizei. Und so wickelt sie auch ihren neuesten Mordfall routiniert ab - bis sie herausfindet, dass ihr Ex Leyton die Finger im Spiel hat. Während sie ihren Ex beschattet, trifft sie in einem Nachtclub auf den charismatischen Darius. Zu ihm fühlt sie sich auf mysteriöse Weise hingezogen, obwohl sie noch etwas für Leyton empfindet. Als ihre beste Freundin verschwindet, muss Sam alle Hebel in Bewegung setzen, um sie zu finden.

Abermals läuft ihr Darius über den Weg, doch nicht nur er hütet ein düsteres Geheimnis. Auch Leyton scheint ihr gegenüber nicht ganz ehrlich zu sein.

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Leseprobe:
„Entschuldigung“, hörte sie eine tiefe männliche Stimme, die ihr ein Schaudern über den Körper jagte. Abrupt drehte sie sich um und starrte eine breite, männliche Brust an. Als sie daran hochblickte, sah sie in saphirblaue Augen. Die Welt schien für einen Moment stillzustehen, und Sam hatte das Gefühl, in diesem unglaublich leuchtenden Blau zu versinken. Sie musste sich förmlich zwingen, woanders hinzusehen. Unwillig gestand Sam sich ein, dass sie beim Anblick dieses Mannes weiche Knie bekam. Das war ihr ja noch nie passiert!
„Ich wollte dich nicht anrempeln“, entschuldigte er sich nochmals mit seiner samtweichen Stimme. Der Mann war so groß, dass sie ihren Kopf in den Nacken legen musste, um zu ihm aufzublicken. Die kinnlangen Haare umspielten das ebenmäßige, männliche Gesicht. Er hatte eine gerade Nase und schmale Lippen, die gerade zu einem unwiderstehlichen Lächeln geformt waren. Sam zitterte leicht, als sie mit aller Gewalt ihren Blick von dem Gesicht des Fremden löste und den Rest betrachtete. Er trug ein einfaches, schwarzes T-Shirt, das sich über seine breite Brust und die muskulösen Oberarme spannte. So wie er aussah, konnte er mit jedem Bodybuilder in Boston konkurrieren. Die festen Oberschenkel steckten in einer abgetragenen Jeans. Nur die teure Uhr und die dunkelbraunen Schuhe passten nicht so recht zu diesem legeren Outfit.
„Nichts passiert!“, murmelte sie irritiert und hoffte, dass sie ein Lächeln zustande brachte.
„Darf ich dich als Wiedergutmachung auf einen Drink einladen?“
„Gern“, hörte sie sich antworten, ehe sie darüber nachdenken konnte. Sie erschrak über sich selbst und spürte, wie ihr die Situation Stück für Stück entglitt.
„Ich bin Darius.“
Sam erschauderte leicht, als seine Finger sie berührten und er sie sanft Richtung Bar dirigierte. Jeder Gedanke, die leise warnende Stimme in ihrem Kopf, alles war wie weggeblasen.
„Sam. Ich bin Sam“, stammelte sie leise. Oh Gott, das war doch nicht sie. Mit ihren siebenundzwanzig Jahren hatte sie gedacht, endlich einigermaßen erwachsen zu sein und nicht beim Anblick eines gut aussehenden Mannes gleich in die Verhaltensweisen eines pubertierenden Teenagers zurückzufallen.
„Sam. Ein sehr schöner Name", raunte Darius in ihr Ohr. Beim Klang ihres Namens stellten sich ihre Nackenhaare auf. Er sprach ihn seltsam fremd aus, was ihr gut gefiel.
Sie waren an der Bar angekommen, und Darius bestellte für sie einen Cocktail. Es dauerte nicht lange, bis der Barkeeper fertig war. Sam war dankbar, sich am Glas festhalten zu können, und folgte Darius, der sie zu einer freien Sitzgruppe führte.

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