2. Dezember 2015

'Mit mörderischem Kalkül' von Janette John

"Wenn du glaubst, du könntest deine Vergangenheit einfach so hinter dir lassen, dann hast du dich geirrt! Sie ist wie ein Geschwür, entweder sie frisst dich auf oder du lernst mit ihr zu leben." (Janette John)
Westberlin 1966. Die tragischen Ereignisse einer jungen Frau, die ihr Kind bei der Geburt unter mysteriösen Umständen verloren hat, erschüttern die Stadt. Doch die Dinge überschlagen sich und mit ihnen die Nachrichten in den Zeitungen. Während die einen von einem verhängnisvollen Unfalltod sprechen, zerreißen sich die anderen die Mäuler und schreien Mord. Doch nichts scheint, wie es ist!

Konstanz heute. In einem luxuriösen Seniorenstift wird einer der Heiminsassen tot aufgefunden. Das Alter des Mannes sowie die äußeren Umstände sprechen für Herzversagen. Sein Tod jedoch, ausgelöst durch Schlangengift, entpuppt sich als perfider Plan.
Berlin heute. Auf offener Straße wird ein alter Mann kaltblütig überfahren, nur vom Täter fehlt jede Spur. Die junge Polizistin Nadine Andres und ihr neuer, etwas unfreiwillig ermittelnder Chef Rudolf Hufnagel geraten in einen Strudel dunkler Geheimnisse mit Wurzeln, die bis zurück in die Sechzigerjahre reichen. Bei ihren Ermittlungen decken sie düstere Familienzerwürfnisse auf: Mord und Korruption sind hier keine Tabus.

Gleich lesen: Mit mörderischem Kalkül: Thriller (Fall für Fall 1)

Leseprobe:
»Aktennotiz?«, las Nadine überrascht. »Mehr gibt es nicht … als eine Aktennotiz? Die Sache liegt zwanzig Jahre zurück. Gott, wie haben die damals ermittelt? Allerdings steht hier, dass Anne-Marie von Billstedt während einer Autofahrt durch Australien durch eine Schlange, die sich in ihre Tasche verirrt hatte, getötet wurde.« Sie sah Hufnagel mit hochgezogenen Augenbrauen an, »Wie bitte!?«, sagte sie mehr zu sich selbst denn zu ihm. »Hören Sie sich das mal an, Chef: Sie wurde von einem Inlandtaipan gebissen.« Wieder blickte sie kurz in sein Gesicht: »Kommt Ihnen das nicht bekannt vor?«, um sich dann wieder der Akte zu widmen: »Warten Sie, es geht noch weiter. Dieser Taipan ist trotz seiner hohen Giftigkeit nicht aggressiv oder beißwütig. Beim Zusammentreffen mit dem Menschen beißt das Tier nur dann zu, sofern es sich direkt bedroht fühlt. Die Annahme, sie sei aggressiv, beruht auf einem Missverständnis und hat der Schlange den Spitznamen Fierce Snake (wütende Schlange) eingebracht. Sie lebt in wenig bewohnten Gebieten Australiens und ist recht scheu, Bissunfälle sind daher relativ selten.«
»Außergewöhnlich, finden Sie nicht? Wieder die gleiche Schlangenart und wieder ein Mitglied der Familie von Billstedt, nur dass dieser Unfall oder Mord zwanzig Jahre zurückliegt …«, bemerkte Hufnagel.
»… und wir nicht mehr beweisen können, ob es tatsächlich Mord war«, beendete Frau Andres seinen Satz.
»Wieso? Wir könnten sie doch exhumieren lassen«, entgegnete Hufnagel schroff, stemmte die Ellenbogen auf den Schreibtisch und schloss die Hände.
»Chef!«, erwiderte sie. »Nein, der Leichnam wurde verbrannt. Aber was darüber hinaus seltsam ist, diese Schlangenart ist ziemlich groß und kann eine Länge von circa zwei Meter erreichen. Fazit: Sie ist schwer, und da frag ich mich, wie gerät so ein Teil in eine Handtasche … von selber … wohl eher nicht … wenn Sie mich fragen, hat da jemand nachgeholfen.«

Im Kindle-Shop: Mit mörderischem Kalkül: Thriller (Fall für Fall 1)

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