18. Juni 2016

'Wolkenblüte: Ein Engel zum Verlieben' von Alisha April

Immer wieder träumt Hannah diesen Traum. Nur dass dieser stets ein gutes Ende nimmt. Ganz anders aber ist ihre Realität. Ein Vorfall, der Hannahs bisheriges, heiles Leben von einer Minute auf die andere verändert und abrupt zerstört. Für lange Zeit ist ihr Glaube an Liebe und Glück verloren. Bis Raphael in ihr Leben tritt. Ein wunderbarer, mitfühlender Mann und auf den ersten Blick ganz normal. Kein Christian Grey, kein Milliardär, sondern Angestellter einer Bank. Sie ist fasziniert von ihm, doch dann gesteht ihr Raphael sein Geheimnis. Kann ihre Liebe dennoch weiter bestehen …?

Die Geschichte einer Liebe, die nicht sein darf, einer Liebe gegen alle Vernunft. Ein himmlisch-romantischer Liebesroman mit einer großen Portion Fantasy und Happy End.

Dies ist der 1. Band der Angellovestory-Reihe von Alisha April. Weitere Bücher werden folgen, die alle unabhängig voneinander gelesen werden können.

Gleich lesen: Wolkenblüte: Ein Engel zum Verlieben

Leseprobe:
Prolog
„Wenn du ein braves Mädchen bist, kommst du später in den Himmel. Wenn du zum Beispiel … immer schön deine Suppe aufisst!“
„Wie sieht es denn im Himmel aus, Mama?“
„Nun ja, dort wohnen der liebe Gott und … und die Engel. Es gibt viele verschiedene Engel und jeder Engel hat einen Namen.“
„Meiner heißt Schutzengel, nicht wahr, Mama?“
„Ja, Liebes. Einen Schutzengel haben wohl alle Menschen, zumindest manchmal.“
„Gut, Mama. Dann werde ich jetzt ganz fix meinen Teller leer essen und hoffen, dass mein Schutzengel mich davor beschützt, noch mehr Suppe essen zu müssen.“
„Das tut er sicher. Er wird immer bei dir sein und dich behüten. Auch vor zu viel Suppe …“

Die fünfjährige Hannah lachte zurückhaltend und angepasst, den Erwartungen ihrer Mutter entsprechend. Dann sprang sie auf und lief in den Garten, um die Wolken, die sich am Himmel blütenförmig aneinanderreihten, zu verfolgen und hoffte, es würde ein kleiner Engel irgendwo dazwischen auftauchen. Doch Hannah wartete vergeblich …

Kapitel 1
Manchmal währt die Liebe ewig, manchmal nur einen Flügelschlag

Siebenundzwanzig Jahre später:

„Nein!!!“ Hannah fuhr schweißgebadet im Bett hoch. Ihre Hände umklammerten krampfhaft die Bettdecke. Ihr Puls raste und ihr Schrei dröhnte ihr noch in den Ohren. Mit aufgerissenen Augen starrte sie panisch in die Dunkelheit. Allmählich realisierte sie, wo sie war. Ihre schmalen Finger tasteten zur Nachttischlampe und knipsten sie an. Vertrautheit umgab sie. Sie lag wie immer im Schlafzimmer ihrer Zweieinhalbzimmer-Dachterrassenwohnung und das Bett neben ihr war leer. Leer wie jede Nacht. Jede einzelne, verdammte Nacht! Seit Jens vor einem Jahr und elfeinhalb Monaten gegangen war, hatte kein anderer Mann mehr ihre Bettkante berührt. Die Trennung war nervenaufreibend. Hannah hatte seine Bettwäsche seit jenem Tag nicht gewechselt und manchmal meinte sie sogar, noch einen Hauch von Jens’ Geruch zu verspüren, wenn sie ihre Nase tief genug ins Kissen steckte. Eben aber hatte sie wieder dieser Albtraum geplagt, der sie von Zeit zu Zeit heimsuchte und sie so unbarmherzig hochschrecken ließ. Ein Albtraum, der dennoch schreckliche Realität war und der letztlich zum Zerwürfnis von Hannah und Jens geführt hatte …

* * * * *

Drei Jahre zuvor an einem verschneiten Samstagnachmittag Ende Januar:

„So, kleine Prinzessin. Nun noch das Krönchen aufgesetzt, dann sind wir fertig!“ Hannah malte ihrer vierjährigen Nichte Laura ein dickes rotes Herz mit Faschingskreide auf die Wange und schminkte ihre kleinen Lippen mit rosa Lippenstift. Hannahs Schwester Tessa hatte Hannah gebeten, den Fahrdienst zu übernehmen, da sie ausgerechnet heute eine erkrankte Kollegin aus der Firma vertreten musste und daher nicht abkömmlich war. Laura saß auf einem Stuhl in der Diele und zeigte mit dem Finger auf Hannahs Strickpullover. „Da ist dein Baby drin!“ Hannah nickte lächelnd und strich über ihr schon leicht gewölbtes Bäuchlein. Dann hielt sie ihr mit Blick auf die Armbanduhr die warme Daunenjacke hin. Laura schlüpfte etwas umständlich hinein. Anschließend zog Hannah ihr die Stiefel an. „Wir müssen uns beeilen! In fünfzehn Minuten beginnt Josephines Party.“ Josephine war Lauras Freundin aus der Elefantengruppe des Kindergartens, den die beiden Mädchen besuchten. Josephines Mutter hatte eine Faschingsfeier bei sich zuhause organisiert, zu der auch Laura eingeladen war. Sie fuhren mit dem Aufzug ins Erdgeschoss des modernen und architektonisch etwas abseits der Norm gestalteten Wohnblocks und stapften die wenigen Meter bis zum Parkplatz vor dem Haus durch den Schnee. Während Hannah ihrer Nichte den Gurt anlegte, fragte das Mädchen: „Wann kommt dein Baby?“ Hannah schob mit der Hand ihre Wollmütze hoch. „Wenn es Sommer ist.“ Laura begnügte sich mit dieser Antwort und biss herzhaft in einen Keks, den sie zuvor aus der Schachtel auf der Kommode stibitzt hatte.
„Freust du dich denn ein kleines bisschen darauf, Laura? Onkel Jens freut sich auch ganz fest!“
„Hm.“ Laura nickte kauend. Hannah setzte sich nun ans Steuer und rangierte aus der Parkbucht. Nach wenigen Minuten verließen sie die Stadt und fuhren auf der Landstraße Richtung Seedorf. Die Schneekristalle auf den Feldern links und rechts der Fahrbahn glitzerten wie kleine Diamanten. Hannah kniff die Augen zusammen, denn die tief stehende Wintersonne blendete sie.
Es passierte in einer Rechtskurve. Hannah hatte die voluminöse Schneewehe nicht rechtzeitig gesehen, die mit einer Windböe kurz zuvor auf die wenig befahrene Straße geweht worden war. Sie stieß einen Schrei aus und bremste scharf, doch in dem Moment schleuderte ihr BMW bereits und geriet auf die Gegenfahrbahn. Ein entgegenkommender Audi konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Dann ging alles ganz schnell. Es kam zu einem Zusammenstoß. Hannah verlor die Besinnung …

Im Kindle-Shop: Wolkenblüte: Ein Engel zum Verlieben

Mehr über und von Alisha April auf ihrer Website.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen