4. Februar 2017

'Kalte Nächte Warme Herzen' von Sarina Bowen

Er kann sie nicht haben. Und er kann niemandem sagen wieso.

Ski Champion Dane „Danger“ Hollister geht keine Beziehungen ein, seine Gründe dafür hält er allerdings geheim. Der Fluch, den er von seiner Mutter geerbt hat, wird ihn irgendwann alles kosten: Seinen Platz im olympischen Ski Team, seine Sponsoren und seine Fähigkeit, in Höchstgeschwindigkeit einen Berg runter zu rasen.

Country Girl wider Willen, Willow Reade, trifft Dane durch puren Zufall. Ihr ins Schleudern geratener Pick-up Truck drängt ihn während eines Schneesturms von der Straße. Während sie gemeinsam über Nacht in seinem Jeep gestrandet sind, kommen sich die beiden einsamsten Menschen in Vermont näher, als sie gedacht hätten.

Und doch kann keiner von beiden absehen, wie sehr ihr kleines Zusammentreffen nicht nur Danes erschreckendes Geheimnis gefährdet, sondern auch Willows vorläufigen Frieden, den sie mit sich und ihren Entscheidungen geschlossen hat. Nur gegenseitiges Vertrauen und Verstehen kann ihren Schmerz beenden und ihnen eine hart erkämpfte Chance auf Liebe bringen.

Gleich lesen: Kalte Nächte Warme Herzen

Leseprobe:
Das Geräusch der Dusche verklang und er las die Zeitung von gestern durch, in dem Versuch, die Bilder einer ausgezogenen Willow auszublenden. Der Abschleppwagen würde kommen und dann würde er von hier verschwinden. Er würde Willow nicht wiedersehen. So musste es sein. Immer.
Das Telefon klingelte. Dane wartete ab, unsicher ob er rangehen sollte. Wenn es der Pannendienst war, würde Willow wissen wollen, was sie gesagt hatten. Nach dem zweiten Klingeln hob er ab. „Hallo?“
„Äh… hallo?“, erklang die Stimme einer Frau. „Ist Willow zu Hause?“
„Ja, ist sie“, sagte er. „Ich hole sie eben ans Telefon.“
Willow kam mit großen Augen in die Küche geschlittert und band sich gerade noch den Bademantel zu. „Ist das der Pannendienst?“
Er schüttelte den Kopf. „Das dachte ich, aber…“ Er reichte ihr den Hörer.
„Hallo? Hi, Callie! Nein… du musst nicht die Polizei rufen.“ Mit amüsiertem Blick sah sie zu ihm. „Lange Geschichte. Er, ähm, ist vor meinem Haus im Schnee stecken geblieben. Wartet hier auf den Abschleppwagen. Genau. Kein Serienkiller.“
Dane zwang sich, dieselben Schlagzeilen in der Zeitung zu lesen, die er schon zuvor angestarrt hatte. Sie waren genauso fesselnd mit Willow in einem dünnen Bademantel im Raum, wie sie es waren, als sie unter der Dusche stand.
„Also, sehe ich dich diese Woche beim Yoga?“, fragte sie. „Ach, Mann! Wie kommt‘s, dass du immer diejenige bist, die Bereitschaftsdienst hat? Ich weiß. Okay. Schreib mir später nochmal.“ Sie legte auf. „Entschuldige, meine Freundin hat angerufen um sicherzugehen, dass ich nicht tot in einer Schneeverwehung hänge. Sie macht sich Sorgen, weil ich hier draußen so alleine wohne.“
„Sollte sie?“ Er rieb sich die Schulter, die von der Nacht auf dem Boden seines Jeeps noch etwas steif war.
„Nein, aber sie ist Ärztin. Die sind geboren worden, um sich Sorgen zu machen. Was ist mit deiner Schulter?“
Er zuckte die Achseln. „Nichts Schlimmes.“
Sie ging um den Tisch und stellte sich hinter ihn. „Ich wusste, du hättest diesen fünfzig Pfund Sack nicht tragen sollen.“ Sie legte die Hände auf seine Schultermuskeln und übte Druck mit den Handballen aus. „Verspannung“, sagte sie.
„Meine Güte“, sagte er. „Du bist ganz schön stark für so eine kleine Person.“
„Wen nennst du hier klein?“, fragte sie und presste ihre Hände noch fester auf seinen Deltamuskel. „Ich habe während der Uni als Masseurin gearbeitet. Hier, leg mal den Arm auf den Tisch.“ Sie veränderte seine Haltung und machte sich dann wieder an seiner Schulter zu schaffen.
„Heilige…“ Die Kraft ihres Griffs war erstaunlich – so viel Power in diesem kleinen Paket. Ihre Hände wanderten zu seinem Nacken und er ließ den Kopf nach vorne fallen. Er konnte spüren, wie sie ihren Körper an ihn lehnte, ihr Bauch über seinen Rücken strich. Gott sei Dank gab es diese dicke Kieferntischplatte vor ihm. Den Ständer in seiner Jeans konnte man wahrscheinlich noch aus dem Weltall sehen.
Und sie machte sich ganz offensichtlich an ihn ran. Das würde die ganze Sache noch härter machen, buchstäblich.
Willows Hände bearbeiteten noch kurz seine Schulter, bevor sie seinen Rücken runter wanderten – über den Trapezmuskel und den großen Rückenmuskel herab. Als sie so tief war, dass sie die Stelle erreicht hatte, an der seine Hüfte in den Hintern überging, hielt er den Atem an und war endgültig erregt. Ihre Hände hielten inne und ruhten leicht auf seiner Hüfte. Beide hielten den Atem an, so still war es. Wenn er sich jetzt umdrehte, würde sie erwartungsvoll vor ihm stehen.
Dreh dich nicht um. Dreh dich nicht um.

Im Kindle-Shop: Kalte Nächte Warme Herzen

Mehr über und von Sarina Bowen auf ihrer Website.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen