21. Februar 2018

'Der 14. Februar: Kurzkrimi' von Janette John

Kindle (unlimited)
»Wo die Liebe wohnt, ist auch das Glück nicht fern.«
Janette John

Wie würdest DU handeln,
wenn DIR dein Liebstes genommen wird
und DU daran fast zugrunde gehst?

Als am 14. Februar in Konstanz eine junge Frau unerwartet stirbt, geraten die Bewohner der Stadt in Panik, weil eine seltsame Nachricht in den sozialen Medien die Runde macht. Wenig später kündigt der Verfasser eine weitere Tote an, die vom süßen Duft seiner Rose gekostet hat. Anfangs hält man ihn noch für einen Spinner und die Zeilen für eine Fake News. Doch nachdem sich die Meldungen überschlagen, entwickelt sich der Tag der Liebe zum Fiasko. Hunderte von Blumensträußen wurden gekauft und unzählige Frauen haben daran gerochen.

Als dann in den Nachmittagsstunden eine weitere Tote beklagt wird, nimmt das Unheil seinen Lauf.

Daniel Selzer, von der Konstanzer Kripo, hat ebenfalls eine Rose gekauft. Bei dem Gedanken an die merkwürdigen Ereignisse wird selbst ihm angst und bange. Gehört etwa auch seine Rose zu den todbringenden Blumen?

Der 7. Fall der Kripo Bodensee.

Leseprobe:
Bei Nadine fiel der Groschen.
»Dreht es sich um den Valentinstag?«, gab sie zweifelnd zurück. »Leute, das ist der Tag der Verliebten. Also wem habe ich den Strauß zu verdanken?«, setzte sie schmunzelnd nach. Blumen hatte ihr lange keiner mehr geschenkt. Und wenn sie nun schon einmal da waren, warum sollte sie sich daran nicht erfreuen? Zögerlich näherte sie sich der Vase, um am Grün zu riechen, als unerwartet Selzers Telefon klingelte. Doch die Neugier auf das Gespräch war größer als der Wunsch, den Duft der Blumen zu empfangen. Sie spitzte die Ohren.
»Interessant … Es gibt genügend Spinner, die alles Mögliche in den sozialen Netzwerken posten.« Jemand schien Selzer zu unterbrechen, bis er ihm das Wort abschnitt. »Vergiss die Nachricht. Ist bestimmt nur eine Fake News. Ein Wichtigtuer, der sich nach Anerkennung sehnt … Eine von den Falschmeldungen, die Tag für Tag über unsere Seiten tickern … Internetmeldungen, die keiner prüft. Leider glauben es die Leute.« Selzer verabschiedete sich und versprach, der Sache nachzugehen. Gleichfalls legte er auf und wirkte nachdenklich.
»Was ist los?«, wollte Nadine wissen.
»Warum tut jemand so etwas?« Er gab sich selbst eine Antwort. »Um Aufsehen zu erregen, sich der Öffentlichkeit preiszugeben. Nur wozu?«
»Du sprichst in Rätseln.« Nadine wirkte genervt und stocherte erneut nach. »Daniel, was ist los?«
Auch bei den anderen rief Selzers Heimlichtuerei Interesse hervor.
Selzer schien nachdenklich.
»Daniel, jetzt sag schon, was los ist! Oder ist es privat?« Nadine bohrte weiter, bis er zu reden begann: »Nichts Privates. Nur weiß ich nicht, was ich davon halten kann. Sollen wir dem nachgehen oder es dabei belassen?«
»Herr Selzer, wenn Sie weiter Ihr Ratespiel fortsetzen, können wir weder das eine noch das andere tun«, unterbrach ihn Rudolf Hufnagel, der mit der Andeutung ebenso wenig etwas anfangen konnte.
Selzer rieb sich den Mund. »Ein Bekannter rief mich soeben an und meinte, dass eine ungeheure Nachricht in den Medien kursiert. Jemand deutet darin den Tod einer Frau an und schreibt von vergifteten Blumen. Ausgerechnet heute.« Gleichzeitig starrte er auf die Blumenvase seiner Mitarbeiterin.

Im Kindle-Shop: Der 14. Februar: Kurzkrimi (Kripo Bodensee 7).
Mehr über und von Janette John auf ihrer Website.



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