12. März 2018

'Mafia Sisters. Love next Door' von Monica Bellini

Kindle Edition | Tolino
Im traumhaften Malibu will Celeste, jüngste Tochter des verstorbenen Mafiabosses Don Bartolo Corsini, mit fünfundzwanzig ein neues Leben beginnen. Doch schon während ihrer Einzugsparty wird sie am Strand fast vergewaltigt. Und ihr Retter in höchster Not verschwindet so schnell, wie er gekommen war. Was sie nicht ahnt: Dieses Bild von einem Mann ist der Ex-Navy-SEAL Adrian, mit der Aufgabe betraut, ein schützendes Auge auf Celeste zu werfen. Denn die Mafia ist überall …

Adrian ist stets ganz in Celestes Nähe, ohne dass sie es merkt. Womit er nicht gerechnet hat: Tag für Tag wächst die Anziehungskraft, die von der hübschen, sexy Sizilianerin auf ihn ausgeht. Aber er soll Celeste beschützen – sonst nichts. Eine Beziehung mit ihr ist absolut tabu …

Band 3 der erotischen Trilogie 'Mafia Sisters' von Monica Bellini.

Leseprobe:
Ich ziehe die Beine noch näher an meinen Körper, presse das Kissen gegen die Brust und versuche mit meinem Blick die Dunkelheit zu durchdringen. Irgendjemand hat die Beleuchtung ausgemacht. Nur noch die Windlichter auf den Tischen und die Fackeln links und rechts der Treppe, die nach unten zum Strand führt, erhellen die Terrasse. Die Musik ist leiser als zuvor, die Tanzenden bewegen sich langsamer.
Noemi setzt sich neben mich auf die Rattancouch und hält mir eine große Tasse hin. »Alles okay mit dir?«
»Ja, klar.« Ich nippe an dem Kaffee, der zwar nur lauwarm, dafür aber sehr stark ist. Schmeckt irgendwie gut, aber ich habe das Gefühl, dass ich schon mehr davon getrunken habe.
»Der wievielte ist das?«
Noemi grinst. »Du erinnerst dich wieder. Das ist ein gutes Zeichen.«
»Also?«
»Der dritte. Und ja, du bist abgestürzt, wie an dem Abend mit den Mai Tais. Nur hast du dich damals von mir ins Bett bringen lassen, und heute wolltest du nichts davon wissen. Muss wohl an ihm liegen.«
Sie streckt den Arm aus und deutet nach links.
Er lehnt barfuß mit dem Rücken an der Brüstung, hat die Arme vor der Brust verschränkt und schaut genau in unsere Richtung. Ich erinnere mich an ihn. Irgendjemand von den Nachbarn hat ihn mitgebracht und als Freund vorgestellt. Er ist schlank und muskulös, kein Tänzertyp, aber weit entfernt von einem Bodybuilder. Sein eng anliegendes Shirt lässt keinen Zweifel daran, dass sein Körper kein Gramm Fett zu viel hat. Er trägt Beachhosen, die knapp unterhalb der Knie enden. Seine Beine sind sehnig und braun gebrannt wie seine Arme und das Gesicht. Er sieht aus wie jemand, der viel Zeit im Freien verbringt. Wahrscheinlich ein Surfer, denke ich. Helle, von der Sonne gebleichte Strähnen durchziehen seine Haare. In weichen Wellen fallen sie ihm in die Stirn, bedecken seine Ohren und kringeln sich um den Hals.
»Kennst du ihn?«, frage ich Noemi.
Sie verneint mit dem Kopf. »Nie gesehen. Er ist mit Matt und Marc gekommen.«
Ich lache auf.
»Was ist?« Noemi nähert ihr Gesicht und schaut mir tief in die Augen.
»Nichts. Irgendwie haben alle eure Freunde dieselben Namen.«
Sie grinst. »Stimmt. Mir fällt das gar nicht mehr auf, aber du hast recht. Muss am Jahrgang liegen, sagt Tammy immer. Viele unserer Freunde sind in ihrem Alter, und als sie geboren wurden, waren diese Namen scheinbar die Mode. Aber der dort heißt sicher nicht so, der ist wohl kaum älter als wir.«
Ich stimme in ihr Kichern ein.
Plötzlich legt sie ihren Arm um meine Schultern und beugt sich verschwörerisch näher. »Dir ist schon klar, dass er dich seit Stunden anstarrt?«
»Oder dich.«
»Sicher nicht. Die beiden Männer, die ihn mitgebracht haben, sind nicht nur Nachbarn, sondern auch ein Paar. Die wissen genau, dass Tammy und ich zusammen sind.«
»Wenn das so ist, dann ist er sicher auch schwul.«
»So wie du lesbisch bist?«
Wir starren uns an und beginnen zu lachen. Als ich wieder aufsehe und in seine Richtung schaue, ist er verschwunden.

(…)
Oh Dio mio! Ich werde gefühlsduselig! Das muss an den Partygästen liegen, die sich auf der Tanzfläche aneinander reiben, auf den Sonnenliegen herumknutschen und sich rundum mit solcher Inbrunst küssen, dass mir nur vom Zusehen heiß wird. Ein Schauer rinnt über meine Wirbelsäule, und mein Höschen wird feucht. Ich will nichts mehr sehen, verschließe meinen Blick, senke die Lider. Die Laute rundum, Seufzer, Stöhnen und schmatzende Geräusche, die nicht nur vom Küssen kommen, stürzen in der Dunkelheit über mich herein. Das leichte Kribbeln zwischen meinen Schenkeln nimmt zu, wird zu einem Pochen.
Ich reiße die Augen auf, springe hoch, sause zur Treppe, laufe nach unten, versinke im Sand. Der Mond spiegelt sich im dunklen Wasser, das auf den Wellenkämmen silbern glitzert, bevor sie mit weißen Schaumkronen am Ufer aufschlagen. Bei jedem Schritt zur Wasserlinie gleiten die feinen Körnchen zwischen meinen Zehen hindurch. Ich gehe in die Knie, vergrabe die Finger im nassen Sand, hebe eine Muschelhälfte auf. Sie ist wunderschön. Die helle Oberfläche ist rau und hat tiefe Rillen, und die Innenseite glänzt wie Perlmutt. Gedankenverloren sehe ich hinauf in den Himmel, auf den Mond, dem die Scheibe fehlt, die der Form der Muschel entspricht. Ich setze einen Schritt vor den anderen, gehe langsam in die Richtung, wo der Strand am Ende von einem Felsvorsprung begrenzt wird, den man nur schwimmend umrunden kann. Tammys Haus ist das letzte hier, das nächste liegt etwa sechzig Meter davon entfernt hinter mir, und auch das steht allein. Dieser Abschnitt ist ein wahres Paradies, da die Tagesausflügler aus L.A. das der Stadt nahe liegende Santa Monica vorziehen oder den Lagoon State Beach unmittelbar danach. Der Strand, der von allen nur Surfrider Beach genannt wird, weil dort die legendärsten Wellen und aufregendsten Surfer zu finden sind, ist immer noch fünfzehn Meilen von hier entfernt. Ich bleibe stehen und schaue aufs Meer. Die Musik von der Terrasse mischt sich mit der des Wassers, das seine eigene Melodie hat. Es ist so friedlich hier, so atemberaubend schön. Ich möchte nirgendwo anders sein als hier bei den beiden Frauen, die mir innerhalb kurzer Zeit ans Herz gewachsen sind. Sie haben mir gezeigt, was Freundschaft ist, dieses wunderbare Gefühl des Gebens, ohne zu fordern, und doch ... Etwas fehlt in meinem Leben. Ich schlinge die Arme um meinen Körper, halte mich fest, streiche von den Schultern über meine Haut abwärts, wiege mich hin und her, senke die Augenlider.
»Du bist wunderschön.«
Hände legen sich auf meine, schieben sie zur Seite, ersetzen sie.
Ich erschrecke nicht. Er macht mir keine Angst. Es kann nur er sein. Ich drehe mich nicht um.
»Celeste ...« Er spricht meinen Namen ›Silest‹ aus, wie es die Amerikaner tun.
Seine Finger spielen auf meiner Haut, die Härchen stellen sich auf.
»Du kennst meinen Namen?«, frage ich flüsternd.
»Man hat uns vorgestellt.«
Ich kann das Lächeln in seinen Worten spüren.
»Entschuldige, ich ...«
Mit einer Hand zieht er mich an sich heran, Rücken an Brust, mit der anderen streicht er eine Haarsträhne hinter mein Ohr und haucht einen sanften Kuss auf meinen Hals. »Namen sind unwichtig.« Seine Lippen zeichnen eine Spur abwärts zu meiner Schulter. Er schiebt den schmalen Träger nach unten. Seine Haare kitzeln auf meiner Haut. Seine Finger gleiten unter den Stoff, umschließen meine Brust, der Nippel stellt sich auf.

Im Kindle-Shop: Mafia Sisters. Love next Door.
Für Tolino: Buch bei Hugendubel
Mehr über und von Monica Bellini auf ihrer Website.



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