2. Mai 2018

'Ein Kurschatten zu viel' von Marit Bernson

Kindle (unlimited)
Auf einer Mutter-Kind-Kur an der Ostsee will sich Lana von den Strapazen ihrer Scheidung erholen. Sie ist auf der Suche nach Entspannung. Ganz bestimmt nicht nach einem Mann!

Doch dann kreuzen gleich zwei ihren Weg. Tim bringt ihr Herz zum Flattern, Lorenz und seine blauen Strahleaugen faszinieren sie. Und eigentlich ist gegen so einen Urlaubsflirt auch nichts einzuwenden. Oder könnte es mit einem von beiden sogar ernst werden?

Leseprobe:
„Mama, kommst du mit?“ Er packte mich am Arm. „Wir bauen eine Sandburg.“
Ich hievte mich hoch und setzte mich zu den anderen, die an der Grenze zwischen feuchtem Sand und trockenem saßen. Die drei Mädchen hatten schon beachtliche Gräben ausgehoben, in die Wasser lief, wenn eine Welle das Ufer erreichte.
Tim und Basti bauten mit Bastis Sandspielzeugeimern Türmchen.
„Hilf mit!“, forderte Tim mich auf.
„Ich kenne den Bauplan nicht.“
Tim schnaubte. „Bauplan. Sowas brauchen wir nicht.“
Er drückte mir ein Stöckchen in die Hand. „Hier. Du kannst die Türme verzieren.“
Also, ritzte ich Fenster in die Türme, stanzte Zinnen oben auf den Mauern aus und drückte Steinchen in die Wände.
Als wir fertig waren, lief Tim zur Decke und holte sein Handy, um das Kunstwerk zu fotografieren.
„Das kommt in unsere Sammlung“, erklärte er. „Wir bauen in jedem Urlaub mindestens eine Sandburg. Wir haben schon dreißig Fotos.“
„Von Sandburgen?“, fragte ich langsam.
„Jaaa“, erwiderte Tim ebenso langsam. Er schob gespielt trotzig die Unterlippe vor. „Das ist ein durch und durch männliches Hobby. Und gar nicht kindisch.“
Ich hob entschuldigend die Arme und lachte. „Ich hab nichts gesagt.“
„Ist auch besser so.“ Tim zwinkerte mir zu und lächelte dabei. Mann, sah das umwerfend aus. Sein Gesicht war inzwischen ganz braun, wenn auch etwas brauner als sein Oberkörper, den er vom Neoprenanzug befreit hatte. Ich war so vertieft in mein Buch gewesen, dass ich das gar nicht mitbekommen hatte.
Er war glattrasiert, was ich irgendwie merkwürdig bei einem Mann fand. Aber es passte zu ihm. Er war gut trainiert, nicht sixpackmäßig, aber angenehm anzuschauen.
Plötzlich wurde mir bewusst, dass ich seinen Körper taxierte, während er mich direkt ansah. Schnell warf ich meinen Blick zurück in sein Gesicht. Ich konnte den Ausdruck nicht deuten. Er lächelte nicht mehr richtig, aber er sah mich auch nicht spöttisch oder anzüglich an. Einfach nur nett. Und dann war es soweit. Ein Flattern fuhr durch meinen Bauch. So ein Mist! So fühlte es sich an, wenn ich mich verliebte. Aber ich war nicht in der Lage, meinen Blick abzuwenden, sondern genoss den Augenblick.
Und dann war er vorbei. Etwas traf mich seitlich und warf mich um. Basti hatte sich in meine Arme gestürzt und lag nun auf mir.
„Noch mal umschmeißen!“, rief er lachend.

Im Kindle-Shop: Ein Kurschatten zu viel: Liebesroman.
Mehr über und von Marit Bernson auf ihrer Website.



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