17. Mai 2018

'Wenn Hoffnung stirbt' von Janette John

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
»Wer liebt, verzeiht. Wer es nicht tut, wird es ein Leben lang bedauern.«
Janette John

Als am 14. Februar in Konstanz eine junge Frau unerwartet stirbt, geraten die Bewohner der Stadt in Panik, weil ihr Tod in einem der sozialen Netzwerke angekündigt worden ist. Schon wenig später liest man von einem weiteren Opfer.

Allzu schnell ist ein Verdächtiger gefasst. Doch ein Motiv lässt sich nicht finden. Nachdem sich die Nachricht bewahrheitet und man seltsame Zeichnungen an den vorausgesagten Toten findet, beginnt die Jagd nach einem Phantom.

Die Konstanzer Polizei steht vor einem Rätsel. Wer steckt hinter den Morden, die scheinbar miteinander verflochten sind?

Der 8. Fall der Kripo Bodensee.

Leseprobe:
Voller Ungeduld und im Glauben, die Bilder sofort in ihrem E-Mail-Account zu wissen, rutschte Nadine unruhig auf ihrem Stuhl umher. Der Tag war lang genug gewesen und sie wollte noch vor Feierabend die Kollegen darüber informieren. Beleidigt verzog sie das Gesicht und murmelte: »Mann, wie lange braucht der denn?« Zudem vernahm sie Hufnagels Stimme, der sich lauthals verabschiedete, weil er noch etwas Wichtiges zu erledigen hatte.
»Was ist los?«, fragte Selzer, dem ihr Verhalten nicht entgangen war. »Was wollte Schröder so Dringendes von dir?«
Nadine, die nervös auf den Schreibtisch trommelte, sagte: »Genau das möchte ich euch zeigen. Aber dieser ...«, sie verkniff sich den Ausdruck, der ihr im Kopf herumschwirrte, und gab stattdessen zur Antwort: »Schröder lässt sich mal wieder Zeit.« Unentwegt starrte sie auf den Bildschirm, in der Hoffnung, eine Nachricht zu finden. Als sie dann kam, schnaufte sie hörbar durch.
Selzer ging an ihren Tisch und schaute auf die eingegangene Mail. Ein paar Sekunden verstrichen, bis der Anhang sich öffnete und diverse Fotos zeigte. »Also das wollte er dir zeigen.«
Nadine brummte zustimmend.
»Weiß man, wer der andere ist?«, fragte Selzer interessiert nach und erkannte Matuschek.
Die Kollegin nickte, vermutete in dem Mann, der mit dem Rücken zum Fenster stand, Kurt Nissen, den sie gewillt war, nun damit zu konfrontieren.
»Und du meinst, er gibt bereitwillig zu, dass er ein Verhältnis mit diesem Matuschek hatte, gerade jetzt, wo er tot ist?« Selzer presste die Lippen aufeinander und schüttelte ungläubig den Kopf. »Vergiss es!«
»Mensch, Daniel, irgendwo müssen wir ansetzen. Wenn er bei seiner Gattin nicht mit uns kooperieren wollte, dann vielleicht bei seinem Geliebten. Wenn das stimmt«, sie wies mit dem Kopf auf die Fotos, »waren die beiden ein Paar. Er muss doch daran interessiert sein, den Täter zu finden.«

Im Kindle-Shop: Wenn Hoffnung stirbt (Kripo Bodensee 8).
Mehr über und von Janette John auf ihrer Website.



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