7. November 2018

'Skihase wider Willen' von Marit Bernson

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Jettes attraktiver Chef Victor plant für seine Mitarbeiter eine Teambuilding-Maßnahme, die aus einer gemeinsamen Ski-Woche in den Bergen besteht. Doch Jette stand in ihrem ganzen Leben noch nie auf Skiern - und hat mal das Gegenteil behauptet. Um sich nicht zu blamieren und die anstehende Beförderung zu vermasseln, reist sie einige Tage früher in die Berge, um einen Skikurs zu absolvieren.

Aber Jette muss feststellen, dass das gar nicht so einfach ist. Sie ist gezwungen, den arroganten Skilehrer Till um Privatstunden zu bitten. Der lässt sich auch teuer dafür bezahlen. Doch als Victor auftaucht und privates Interesse an Jette zeigt, ist Till gar nicht mehr so arrogant.

Leseprobe:
Sie gingen eine Treppe hinunter in den Keller, wo Till eine Tür öffnete, auf der „Fitnessraum“ stand.
„Hier sollten wir allein sein“, erklärte er. „Die anderen Hotelgäste sind alle auf der Piste.“ Er lächelte breit. „Weil die das können.“
„Lässt du das jetzt mal?!“, fauchte Jette. „Es war auch nicht gerade mein Traum, einem arroganten Fatzke einen Haufen Geld dafür zu bezahlen, dass er mir eine doofe Sportart beibringt, an der ich null Interesse habe.“
Till fasste sich an die Brust. „Aua! Das tat weh.“ Er zog ein Schmollgesicht und zwinkerte dabei.
Jette schnaubte. Aber sie war zu weit gegangen. „Ja, du bist kein Fatzke“, sagte sie. „Nur arrogant.“
„Ach, das hat mich doch gar nicht verletzt. Ich finde traurig, dass du Skifahren doof findest. Das kann ich gar nicht verstehen.“
Blödmann! Jette konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
„Also, was machen wir?“ Sie schaute sich um. Ein Rudergerät, je zwei Fahrräder und Laufbänder, drei Geräte mit Gewichten, bei denen Jette sich nicht sicher war, wie man sie benutzte, doch nichts sah so aus, als wäre es speziell fürs Skifahren konzipiert.
„Wir brauchen keine Geräte“, verkündete Till in feierlichem Tonfall. „Unser Trainingsgerät ist unser Körper. Das ist das Tolle am Skifahren. Wir machen etwas Skigymnastik, damit ich sehe, ob du es wenigstens theoretisch können müsstest.“ Till stellte sich Jette gegenüber, streckte seinen Hintern raus, die Arme vor und ging in die Hocke, bis seine Beine im rechten Winkel waren. Obwohl er eine lange Hose und ein Langarmshirt trug, waren seine Muskeln sehr gut zu erkennen. Jette bemühte sich, nicht weiter auf sie zu achten.
„Kniebeugen“, kommentierte Till.
„Was sind das denn für komische Kniebeugen?“
„So macht man sie richtig.“ Till richtete sich auf. „Jetzt du!“
Jette ging etwas in die Knie und streckte die Arme vor.
„Rücken gerade!“, forderte Till. „Und runter in die Knie, bis die Oberschenkel waagerecht zum Boden stehen!“
Jettes Oberschenkel schmerzten, aber Till krittelte immer noch an ihrer Haltung herum, sodass sie es nicht wagte, aufzustehen.
„Gesäß nach hinten, nicht die Knie über die Fußspitzen, Knie und Füße in die gleiche Richtung!“
Jette stöhnte und richtete sich auf. „Reicht das?“
Till sah sie entgeistert an. „Das ganze dreißig Mal“, erwiderte er.
Jette holte tief Luft, gehorchte aber.
Doch nach fünfzehn Kniebeugen zitterten ihre Beinmuskeln so sehr, dass auch Till es sehen konnte.
„Hör lieber auf!“, sagte er. „Sonst hast du später keine Kraft mehr.“
Jette ließ sich aus der Hocke auf den Boden plumpsen und atmete tief durch.
Till kratzte sich am Kopf und sah zum ersten Mal nicht so aus, als würde er die Lösung sämtlicher Probleme der Menschheit kennen.
„Eigentlich kommen da noch mehr Übungen“, sagte er. „Aber wenn wir das durchziehen, kannst du heute wohl nicht mehr auf Skier.“
„Zeig mal!“, sagte Jette und blieb sitzen.

Im Kindle-Shop: Skihase wider Willen: Liebesroman.
Mehr über und von Marit Bernson auf ihrer Website.



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