21. Dezember 2018

'Seelenfeuer: Zwischen Schmerz und Vergebung' von Stephanie Pinkowsky

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Die Schauspielerin Helene und ihre erwachsene Tochter Katja haben sich von der Last ihrer Schuld befreit und führen eine heimliche Beziehung.

Ein neues Filmangebot, in dem sie ein Liebespaar darstellen sollen, verändert alles. Der Reiz der offenen Täuschung wird zum gefährlichen Spiel. Denn es gibt Menschen, die um das dunkle Geheimnis ihrer verbotenen Liebe wissen.

Bei den Dreharbeiten treffen die beiden Frauen auf ein Mädchen, dessen Augen so smaragdgrün leuchten wie Katjas. Ist es Zufall, oder steckt mehr hinter Maries Anwesenheit? Auf der Filmpremiere kommt es schließlich zum Eklat.

Bewegend, spannend und einfühlsam erzählt Stephanie Pinkowsky die Geschichte einer ebenso bedingungslosen wie verbotenen Liebe. Ein Tabuthema, das lange nachklingt.

Leseprobe:
Am Abend saßen sie in einem kleinen, gemütlichen Restaurant am Yachthafen. Katja bestellte sich Nudeln mit Scampis und Parmesan, Helene wählte eine Folienkartoffel mit Salat und Räucherlachs. Dazu tranken sie einen leichten Weißwein. Sie blickten auf beeindruckende Yachten im seichten Wasser, die Abendsonne warf ihren rötlichen Schimmer auf das Meer.
Nach dem Essen gingen sie noch ein Stück auf der Promenade spazieren, beide in ihre Gedanken versunken. Schließlich ergriff Helene die Hand ihrer Geliebten; mitten in der Öffentlichkeit. Sie spürte Katjas fragenden Blick sowie den Impuls, ihr die Hand zu entziehen, doch sie hielt sie fest.
„Du riskierst zu viel für mich.“ Ihre Tochter senkte die Stimme. „Du weißt doch am besten, dass die Paparazzi überall lauern können! Auch im Ausland…“
„Ich werde doch wohl deine Hand halten dürfen!“, entgegnete Helene. „Ich glaube nicht, dass das eine große Schlagzeile wäre.“
Katja entspannte sich wieder und drückte die Hand ihrer Geliebten fester. So schlenderten sie eine Weile weiter. Sie bemerkten ein paar überaus neugierige Blicke, die zwangsläufig folgten, wenn zwei Frauen sich bei der Hand hielten. Allerdings war kein Blick des Erkennens darunter, dafür hatte Helene im Laufe ihrer Karriere ein besonders sensibles Gespür entwickelt. Auf einem kleinen hölzernen Bootssteg ließen sie sich nieder. Helene zog ihre Schuhe aus und tauchte ihre Beine ins erfrischende, kühle Nass. Katja tat es ihr gleich.
„Wann geht dein Flug nach Paris?“
„Freitagnachmittag.“ Katja seufzte traurig. „Wann genau hat Todesblüte Premiere?“
„Am elften November.“
Helene schluckte. Sie zögerte und griff wieder nach der Hand ihrer Tochter. „Ich weiß nicht, wie ich das so lange ohne dich aushalten soll.“
„Ich auch nicht.“ Katja lehnte ihren Kopf an Helenes Schulter. Ehe sie sich versah, hatte diese ihr Gesicht in beide Hände genommen und sie zärtlich geküsst. Es war kein leidenschaftlicher Kuss gewesen, aber dennoch auf den Mund. Beide zuckten erschrocken zurück. Helenes Herz begann wie wild in ihrer Brust zu hämmern, ihr Atem stockte. Wie konnte sie nur dermaßen die Beherrschung verlieren? Lag es an der rosafarbenen Wolke, auf der sie beide schwebten, seit sie beschlossen, nicht mehr gegen ihre Liebe anzukämpfen? Oder lag es am zweiten Glas Weißwein? Suchend blickte die Schauspielerin sich in alle Richtungen um und hoffte, dabei nicht allzu hektisch zu wirken.
„Tut mir leid…“, keuchte sie fassungslos. „Das hätte mir nicht passieren dürfen!“
„Es ist alles gut“, Katja nahm ihre Geliebte beruhigend in den Arm. „Hier ist niemand, ganz sicher. Wir sind allein.“
Doch auch Katja warf einen vorsichtigen Blick über die Schulter. Ein merkwürdiges Gefühl ergriff von ihr Besitz, doch das wollte sie Helene lieber nicht spüren lassen.

Im Kindle-Shop: Seelenfeuer: Zwischen Schmerz und Vergebung.
Mehr über und von Stephanie Pinkowsky auf ihrer Website.



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