11. Februar 2019

'Bad Boss Daddy' von Lotti Tomke

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Er ist der Vater meiner besten Freundin.
Er ist ein eiskalter Macho.
Und er ist seit heute mein Boss.

Ich kenne Theresa seit der Schule. Und genau so lange kenne ich ihren Dad.
Rhett Summerville. Groß. Dunkelhaarig. Killerblick. Aber es ist nicht nur sein Aussehen, das meine Knie weich werden lässt. Nein, es ist vor allem seine Ausstrahlung. Stell dir einen schwarzen Panther vor, die Muskeln zum Zerreißen gespannt, die Sinne nur auf seine Beute gerichtet, kurz vor dem tödlichen Angriff.
Das ist Rhett.
Das ist der Anfang vom Ende.

Leseprobe:
Es ist kalt. Also nicht wirklich kalt, acht Grad oder so. In meiner Heimat Miami, Florida gleicht das allerdings fast einer Eiszeit. Doch ich spüre keine Kälte. Mein Gesicht glüht, mein ganzer Körper brennt, mein Herz steht in Flammen.
Er hat mich geküsst.
Ich fühle seine Lippen noch auf meinen, fühle die Kraft und die Leidenschaft, mit der Mr. Summerville – ich meine natürlich Rhett, denn wenn man sich küsst, redet man sich doch mit Vornamen an, oder? – meinen ganzen Körper zum Beben gebracht hat.
Leider scheint er nicht einmal annähernd dasselbe zu fühlen wie ich. Vielmehr distanziert er sich von mir, weicht erschrocken einen großen Schritt zurück und starrt mich feindselig an. Die riesige Villa, auf deren Treppe wir stehen – das Vermächtnis seiner Eltern, samt gewaltigem Vermögen – stärkt ihm den Rücken wie ein grimmig dreinschauender Bodyguard. Alles an Rhett wirkt bedrohlich. Abweisend.
»Du hättest nicht herkommen sollen«, stößt er wütend hervor. »Geh jetzt.«
»Rhett«, hole ich aus, doch er bringt mich mit einer unwirschen Handbewegung sofort zum Schweigen.
»Ich sagte, geh jetzt.«
»Aber das zwischen uns, der Kuss …«, versuche ich erneut, ein Gespräch zu beginnen.
Ich will nicht weg von ihm. Ich will nicht nach Hause gehen. Das Einzige, was ich wirklich will, ist in seinen Armen zu liegen.
»Zwischen uns ist nichts, Lucy. Rein gar nichts. Und da wird auch nie etwas sein. Niemals. Du könntest meine Tochter sein. Das ist krank.«
»Ich bin achtzehn. Ich bin erwachsen«, rebelliere ich wie ein Kind.
»Es ist zu viel passiert, Lucy. Geh jetzt. Geh! Und komm nie wieder hierher.«
Tränen steigen mir in die Augen, ein Kloß in meinem Hals macht das Schlucken zur Qual. Aber ich werde jetzt nicht losheulen, ganz bestimmt nicht.
»Auf Wiedersehen, Rhett«, sage ich und schaue ihm fest in die Augen.
Er erwidert den Blick.
Kalt. Emotionslos.
»Auf Wiedersehen, Lucy.«
Ich wende mich ab, will schon zur Treppe gehen, die von der Haustür hinab zu der langen, von einer hohen Hecke gesäumten Einfahrt führt. Aber etwas hält mich zurück. Ich weiß nicht, was es ist. Eine Ahnung, eine leise Hoffnung, ein stilles Sehnen? Ich hebe noch einmal den Blick und schaue in seine Augen. Und da ist es. Ein kurzes Funkeln nur, flüchtig wie der Schlag eines Schmetterlings. Aber ich habe es gesehen. Ich weiß, dass ihm dieser Kuss nicht vollkommen egal war.
Ich weiß es.

Im Kindle-Shop: Bad Boss Daddy.
Mehr über und von Lotti Tomke auf ihrer Website.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen