5. Februar 2019

'Die Beziehungsvereinbarung' von Marit Bernson

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Heiraten? Lieber nicht!

Maja ist überzeugt davon, dass man Beziehungen befristen und gewisse Dinge in einem Vertrag regeln sollte. Als nach sieben Jahren Beziehung ihr Freund keine weitere Verlängerung mehr will, ist sie dennoch am Boden zerstört und hat erst mal genug von Männern.

Doch dann trifft sie Chris, der sie davon überzeugen will, dass es keiner schriftlichen Beziehungsvereinbarung bedarf. Unterstützung bekommt er dabei von Majas bester Freundin, die gerade ihre Traumhochzeit plant.

Wird Maja inmitten von Brautkleidern, Liebesschwüren und Ringen ihre Prinzipien überdenken?

Leseprobe:
Er wartete bereits auf sie, als Maja um kurz vor sechs das Bistro betrat. Den Treffpunkt hatte sie per Kurznachricht vorgeschlagen. Das Kino war gleich gegenüber.
Chris hatte noch Andeutungen zu ihrer Verabredung geschrieben – ob sie wirklich ins Kino gehen würden oder ob das noch von der Vereinbarung abhinge – aber Maja hatte nur ein Emoji eines Affen, der sich den Mund zuhält, geschickt, worauf Chris nicht mehr antwortete.
Ein Teil von Maja hatte erwartet, dass er gar nicht kommen würde, weil es ihm doch zu schräg wurde.
Aber nein, dort saß er, lächelte, als er sie erblickte, und erhob sich, um ihr einen Stuhl zurechtzurücken.
»Danke!«, sagte Maja und setzte sich.
Sofort erschien ein ziemlich junges Mädchen, bestimmt eine Schülerin, die hier als Kellnerin aushalf, und fragte nach ihrer Bestellung.
Chris hatte einen Cappuccino vor sich stehen.
»Tee mit Honig«, orderte Maja. »Bei dem Wetter brauche ich was Warmes, das den Hals verwöhnt.«
Chris‘ Blick wanderte zu ihrem Hals, den sie inzwischen von dem weinroten Schal befreit hatte, und unwillkürlich fragte Maja sich, ob Chris das mit dem Hals verwöhnen missverstanden hatte. Sein Blick war jedenfalls nicht zurückhaltend.
Maja räusperte sich und zog einen Stapel zusammengehefteter Zettel hervor.
Chris‘ Aufmerksamkeit richtete sich sofort darauf.
»Das ist viel Papier«, kommentierte er.
»Wir haben aber noch jede Menge Zeit, alles durchzugehen«, erwiderte Maja und sah ihn herausfordernd an.
»Das ist doch nicht etwa deine Art, mir zu sagen, dass du mich loswerden willst?« Er sah jetzt ziemlich ernst aus. »Sag lieber gleich, wenn du keine Lust hast, mit mir auszugehen.«
Maja seufzte. »Ich gehe sehr gern mit dir aus, wenn du bereit bist, einige Regeln zu beachten.«
»Regeln, die ich einhalten kann? Geld ist hoffentlich nicht im Spiel.« Er wackelte mit den Augenbrauen, sodass Maja zwangsläufig lächeln musste.
»Das Wort Geld kommt darin nicht vor. Mir geht es nur darum, gleich einiges klarzustellen. In meiner letzten Beziehung habe ich gute Erfahrungen damit gemacht.« Jedenfalls zunächst.
Chris zog die Augenbrauen hoch. »Ihr seid aber nicht mehr zusammen?«
Maja schüttelte den Kopf. Dann nickte sie. Wie antwortete man doch gleich auf eine verneinende Frage?
»Wir sind nicht mehr zusammen«, sagte sie schnell.
»Was hat die Vereinbarung dann gut gemacht?«
Maja seufzte. »Sie war befristet, und nach Ablauf der Zeit haben wir beschlossen, dass wir sie nicht verlängern wollen.«
»Das klingt aber irgendwie … unromantisch. Als ob ihr schon früher hättet auseinandergehen sollen und nur auf den Fristablauf gewartet hättet.« Er musterte Maja eingehend.
Maja senkte den Blick und blinzelte das Wasser in ihren Augen weg.
»Oh«, sagte Chris. »Die Nichtverlängerung war wohl einseitig.«
Maja nickte und schluckte den Kloß hinunter. »Aber ich versuche, es positiv zu sehen. Wegen der Vereinbarung hat er mich nicht betrogen, sondern erst etwas mit seiner neuen Freundin angefangen, als mit uns Schluss war.«
Chris schwieg einen Moment und musterte Maja wieder.
»Dann zeig mal her!«, sagte er schließlich.

Im Kindle-Shop: Die Beziehungsvereinbarung: Liebesroman.
Mehr über und von Marit Bernson auf ihrer Website.



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