26. Juni 2020

'Josefine und der Sommermörder' von Lenny Löwenstern

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website | Autorenseite
Wer ist der Sommermörder?

Erst ergattert die verträumte Hutmacherin Josefine Bach den wichtigsten Auftrag ihres Lebens, dann macht sie eine erschütternde Entdeckung. Der Bernburger Bankdirektor Jochen Sommer wird ermordet.

Hartnäckig und von Neugier getrieben, stellt das »verrückte Huhn« auf eigene Faust Ermittlungen an. Sie verliebt sich in ihren Helden und schwebt bald ahnungslos in höchster Gefahr.

Anleser:
Verstrickt in sich selbst und in die tiefen Gedanken hatte Josefine die Dämmerung verpasst. Die Schmetterlinge schliefen längst, die Sterne schauten neugierig herunter. Einer davon blinzelte direkt in ihr Herz. Trotzdem er von da oben überallhin sehen konnte, hatte er sich ausgerechnet die Hutmacherin ausgesucht. Und für einen Moment blickte sie zurück. Über eine kleine Ewigkeit hinweg zu dem Stern empor und erkannte ihn. Ein funkelnder Punkt in einem schweigenden Meer aus Nacht. Ich sehe dich, dachte sie. Ein Käuzchen rief und Josefine bekam es mit der Angst.

...

»Sie sind von Beruf selbstständige Hutmacherin?«
»Ist nicht zu leugnen.«
»Und davon kann man leben?«
Eine gewisse Ironie in der Stimme des leitenden Ermittlers war nicht zu überhören. Der nahm sie nicht für voll. Der Arme, es würde schlimmer für ihn kommen. Noch kannte er Josefine ja überhaupt nicht.
»Mir gelingt es«, flötete sie. »Seit Kurzem sogar besser als gedacht.«
»Wie schön für Sie. Gegen Sie wurde bereits mehrfach Anzeige erstattet, wie ich den Unterlagen der hiesigen Kollegen entnehmen durfte. Wenn ich aufzählen darf. Da wäre das unerlaubte Betreten aufgelassener Kleingartenanlagen …«
»Nur um ein wenig Rhabarber zu pflücken.«
»Sie wurden widerrechtlich auf Baugerüsten angetroffen.«
»Da bin ich vom Weg abgekommen. Das kann doch jedem mal passieren.«
»Wie denn das?«
»Es war neblig, wirklich unfassbar neblig. An dem Tag hat sich praktisch jeder irgendwohin verirrt. Bei mir war’s halt das Baugerüst einer Kirche.«
»Dann ist da der Diebstahl eines Baustellenschildes.«
»Ach herrje, was Sie alles wissen. Da hatte ich mich verguckt.«
»In ein Baustellenschild.«
»Wieso denn nicht? Die sind heute unglaublich lebensecht. Ist Ihnen das noch nie passiert?«
»Allerdings nicht.«

Blick ins Buch (Leseprobe)

Keine Kommentare:

Kommentar posten