19. November 2020

'Alluran' von Jutta Schönberg

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Mona ist eine erfahrene Raumfahrerin. Sie hat schon viele Missionen auf fremden Planeten erfolgreich abgeschlossen. Auf Alluran soll sie Milith suchen, ein begehrtes Mineral, dessen Fund sie reich machen wird. Zur Vorbereitung hat sie eine speziell abgestimmte Ausbildung absolviert und ihren Körper und Geist den Verhältnissen des Planeten anpassen lassen. Sie freut sich auf das Abenteuer.

Aber auf Alluran angelangt, ist nichts so wie Mona es gelernt hat. Sie kommt weder mit dem Planeten noch mit dessen Bewohnern zurecht. Der riesige rote Mond bereitet ihr Albträume. Wasser und Nahrung ekeln sie an. Der Oberpriester Malik jagt ihr Schrecken ein. Zudem gibt es von Milith keine Spur. Doch Mona kämpft – um ihre körperliche und geistige Gesundheit sowie den Erfolg der Mission.

Die Anthologie enthält sechs Science-fiction-Kurzgeschichten von Jutta Schönberg, darunter der preisgekrönte Text »Zwei Spaziergänger«. Das übergreifende Thema aller Texte ist der Umgang mit dem Fremdartigen – mal spannend mal witzig ausgeführt.
Alluran – Sternenvolk – Die Mondanbeter – Die Außenseiterin – Zwei Spaziergänger – Frösche und Menschen

Anleser:
Sie erwachte aus dem Albtraum, nur um festzustellen, dass dieser Albtraum Wirklichkeit war. Der Mond hing rot und schwer über ihrem Kopf, füllte gut dreiviertel des Fensters. Gierig schien er, als wolle er sie in ihrer Kleinheit und Zerbrechlichkeit zerdrücken und ihren zu Brei gestampften Körper in sich aufsaugen.
Mühsam erhob sie sich von ihrem Bett, ließ sich einen Becher voll Wasser einlaufen und löste eine Tablette darin auf, um die Säure zu neutralisieren. Doch schon nach dem ersten Schluck musste sie ihren Widerwillen bekämpfen. Obwohl sie wusste, dass die Säure in dem Wasser ihr nun nicht mehr schadete, sondern darin ganz im Gegensatz zum irdischen Wasser eine Fülle weiterer Nährstoffe enthalten waren, schauderte sie zurück. Dieses Wasser war eigentümlich zähflüssig, machte die Zungenspitze pelzig und rann nur schwerfällig die Kehle hinab. Sie fühlte keine Erfrischung, nicht einmal die Minderung ihres Durstes.

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