9. April 2020

'Insel wider Willen: Nordseeglück 1' von Frida Luise Sommerkorn

Kindle | Tolino
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Als Sibille gemeinsam mit ihrer Tochter Tuuli und ihrem Stiefvater Peter die Insel betritt, möchte sie am liebsten sofort wieder umkehren. Hat sie Langeoog doch vor langer Zeit verlassen und nie wieder zurückkommen wollen. Doch nun ist Oma Greta gestorben und Sibille will das Haus so schnell wie möglich verkaufen, das einst ihr Zuhause war.

Niemals hat sie damit gerechnet, dass ihr die Erinnerungen einen Streich spielen würden. Nicht nur, dass Oma Greta noch überall präsent scheint, auch das Haus und die Insel haben nichts von ihrer magischen Anziehungskraft von damals verloren. Und dann ist da noch Morten, der Nachbarsjunge, der sie nie interessiert hat und nun als gestandener Mann ihr Herz zum Schwingen bringt. Wohin mit diesen ganzen Gefühlen? Doch gerade als sie die Lösung all ihrer Probleme sieht, begegnet sie dem einzigen Menschen, der alles wieder ins Wanken bringt.

Bis nach Ostern zum Aktionspreis von nur 1,99 Euro erhältlich.
Anleser:
„Ich hab hier überhaupt kein Netz“, motzte Tuuli und hielt ihre Hand nebst Smartphone in die Luft, als ob es dort besser werden würde.
Wenn sie nicht aufpasste, würde das Ding gleich im Wasser landen, dachte Sibille. Auf solche Gefühlsausbrüche ihrer Tochter ging sie schon lange nicht mehr ein. Schließlich war es ihrer Meinung nach nicht so schlimm, wenn ihre Freundinnen die furchtbar wichtigen Nachrichten ein paar Minuten später erhielten. Spätestens am Hafen würde Tuuli wieder Empfang haben.
„Ich hole mir eine Wurst“, verkündete jetzt Sibilles Stiefvater. „Will noch jemand was?“
Sibille schüttelte den Kopf. Peter sah Tuuli an, aber die reagierte nicht. Achselzuckend machte er sich auf den Weg und kam kurz darauf mit einem Paar Wiener und einer Flasche Bier zurück.
„Peter, wir sind nicht stundenlang unterwegs“, sagte Sibille schmunzelnd. Sie hätte es sich denken können, dass der Hopfensaft nicht fehlen durfte. Peter war ein Genussmensch. Und wenn er sich hier auf der Fähre eine Wurst gönnte, dann gehörte das Bier eben dazu.
Sibille sah aus dem Fenster. Passend zu ihrer Stimmung lag die See in trübem Licht. Sie hatte ihre Tochter damit locken können, dass ein Kurzurlaub am Meer doch reizvoll sein konnte. Strahlender Sonnenschein, salziges Wasser, das in leichten Wellen heranrollte, wenn sie an der Wasserkante saß und den Weitblick über das Meer genoss. Bei so viel Pathetik hatte sogar Tuuli grinsen müssen. Natürlich hatte sie ihrer Tochter nicht sagen wollen, dass an einem Nordseestrand kein Südseefeeling aufkommen würde. So viel Wissen traute sie ihr zu. Aber nachdem sie heimlich Tuulis Reisetasche überflogen hatte, war sie sich nicht mehr so sicher. Schnell hatte sie ein paar von Tuulis Pullis und die Regenjacke in ihren eigenen Koffer gepackt. Auch wenn Tuuli diese nur unter Protest anziehen würde. Besser das Meckern ertragen, als das Kind frieren sehen.
Sibille schluckte. Den Kloß, den sie seit Tagen im Magen verspürte, versuchte sie zu ignorieren. Aber bald würden sie am Hafen von Langeoog anlegen und dann musste sie sich dem Ganzen stellen.
Sie konnte noch immer nicht fassen, dass Oma Greta tot war. Ihr Nachbar Herbert hatte sie vermeintlich schlafend auf dem Sofa gefunden. Die beiden waren unzertrennlich, seitdem Opa Gustav gestorben war. Das war schon fast zwanzig Jahre her. Und nun hatte es Oma Greta getroffen. Obwohl es überhaupt keinen Grund gab. Sie war fit, ging jeden Tag im Meer schwimmen. Selbst bei kalten Temperaturen. Nur wenn sich allmählich Eis bilden wollte, hielt Herbert sie zurück und überredete sie jedes Mal zu einem ausgiebigen Spaziergang mit Einkehr in der Bäckerei, um einen Kaffee zu genießen. Aber ihr Herz war einfach stehen geblieben.
Nun war sie die älteste der Lüders-Frauen. Ihre Mutter war vor sechs Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ihren Vater hatte sie nie gekannt. Peter, ihr Stiefvater, lebte schon lange bei ihnen in einem Vorort von Mainz. Sie hatten vor einigen Jahren gemeinsam einen Dreiseitenhof gemietet und Sibille hatte daraus ein idyllisches Zuhause gezaubert. Da ihre Mutter beruflich bedingt viel unterwegs gewesen war, lebten sie die meiste Zeit zu dritt zusammen: Peter, Tuuli und sie. Was für ein Gespann.

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8. April 2020

'Schicksalspfad des Tempelritters 1 - Dedericus' von Olivièr Declear

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Anno Domini 1225. Weite Gebiete Europas liegen in Schutt und Asche, bluten aus im gnadenlosen Krieg um Macht und Religion. Inmitten der Schlachten und Ränkespiele kämpft der junge Tempelritter Dedericus de Loen seinen eigenen Kampf, hin- und hergerissen zwischen Ordenspflicht, Liebe, Glaube und Zweifeln ...

Anleser:
Nichts wies an diesem Tage im Jahre des Herrn 1225 auf das drohende Unheil hin. Sicher, vom Isenberg kommt nur der Teufel, sagte das Volk. Schon in seiner Kindheit lauschte Dedericus mit Schaudern den Geschichten über derer von Isenberg, die sich die Mägde in der Küche erzählten.
Der Teufel tanze des Nachts im Mondenschein um deren Burg. Werwölfe und Hexen raubten den Dörfern um diesen Schreckensort die Kinder und Mägde.
Die Geister der verlorenen Seelen hörte man des Nachts in den Wäldern heulen und jammern.
Aber nicht der Teufel, nicht Hexen und Werwölfe kamen mit dem Isenberg, er kam mit Feuer und Schwert über ihre Burg.
Ramus de Loen eilte auf den Turm und rief die wenigen Männer zur Verteidigung. Sein Sohn, Dedericus, bekam die Aufgabe, die Frauen und Kinder im Turm zu sammeln und zur Ruhe zu bewegen.
In kurzer Zeit stand alles in Flammen, auch der Turm konnte nicht vor den geworfenen Fackeln und den Brandpfeilen der Isenberger Mannen behütet werden.
Der Rauch biss unerträglich in den Augen und die Hitze der brennenden Bodenbohlen auf den Etagen kam immer näher. Das Bersten der Tragbalken und die einstürzenden Böden stoben Kaskaden von Funken immer tiefer in den Turm hinein.
Die Männer bemühten sich vergeblich, die brennenden Etagen zu löschen und zogen sich in ihrem Kampf immer weiter in die Tiefe des Turmes zurück.
Ein Balken des letzten Bodens stürzte brennend auf Dedericus Schwester. Mit einem Aufschrei des Entsetzens stürzte die Gräfin De Loen durch den beißenden Rauch und Funkenregen in die Flammen des brennenden Balkens, um ihr Kind zu retten.
Sie spürte nicht, wie die heiße Asche ihre Kleidung und Haut umfing. Ignorierte den Schmerz der Glut unter ihren Knien.
Dedericus sah die Männer seines Vaters den Balken von dem zerschmetterten Körper zerren, während sein Vater die brennenden Kleider seiner Mutter mit seinem Umhang zu löschen suchte.
Dieses unglaubliche Inferno um ihn herum, das Schreien, Weinen, die Gluthitze der Flammen, umgeben von Rauch und Funkenflug, ließ ihn erstarren. Das Geschehen schien ihm wie ein schrecklicher Traum, nicht wahrnehmend, dass dieser Albtraum in den Tag entsprungen war.
Der harte Griff eines Mannes erfasste seinen rechten Arm und zog Dedericus durch das Inferno. Er folgte ohne Willen und Verstehen. Dem Schock des Entsetzens ergeben.
Der junge De Loen sah, wie er in den schmalen Einstieg des Fluchtganges des Turmes gezerrt wurde, wie Knechte an ihm vorbei stürmten, um die schweren Eichenflügel des Durchganges zu versperren.
Immer tiefer wurde er in die Finsternis des Ganges gezogen. Dedericus vernahm, wie sein Vater den Befehl gab, die Stützpfeiler vor dem Gang einzubrechen. Sah Männer in der Dunkelheit verschwinden und hörte die dumpfen Schläge von Hämmern auf das schwere Holz des Gebälks.
Das Bersten der Stützen und das Geräusch des einstürzenden Ganges ließen den Boden unter seinen Füßen erbeben.
Als die Flüchtenden von dem Staub des eingestürzten Erdreiches erreicht wurden, kam erneut Leben in den Körper des jungen Mannes.
Mit einem heftigen Ruck befreite sich Dedericus von dem schmerzenden, eisernen Griff des Mannes, der ihn durch den Tunnel zog.
Mit raschem Schritt folgte er dem kaum vorhandenen Schein einer fast erloschenen Fackel. Es erschien Dedericus wie eine Unendlichkeit, bis sie zum Ausgang des Fluchtweges gelangten.
Einige der Männer hoben in schier übermenschlicher Anstrengung die schweren Bretter über ihren Köpfen, welche von dickem Erdreich bedeckt waren, aus ihren Fugen.
Von außen war der Ausgang nicht vom restlichen Waldboden zu unterscheiden.
Als die Abdeckung aufgestoßen war, stiegen die Fliehenden über die rutschigen, unebenen Stufen hinauf in den Wald, nahe dem Hellweg.

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'Zuckerrot und Blaubeergelb' von Kaja Linnegart

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Kaja Linnegart
Ein Roman aus dem Leben

„Jetzt reicht‘s!“, denkt Lara – alleinerziehende Mutter in den besten Jahren –, die sich jahrelang in ihrem Job verbogen hat. Zuhause ist die Pubertät eingezogen, eine enttäuschte Liebe und ein Zusammenbruch haben dem Fass endgültig den Boden ausgeschlagen. Beherzt stellt sie ihr Leben auf den Kopf und entdeckt ihre Leidenschaft für antike Dinge.

Auf ihrer Reise zu sich selbst, stolpert sie aus alten Mustern, über skurrile Charaktere und in allerhand Katastrophen. Ein brüskiertes Umfeld, aufgeregte Besucher und ein ständig klingelndes Telefon sind die Folge. Dann dreht auch noch ihre Freundin Silke durch ...

Als sie Tom kennenlernt, wird ihr zunächst alles zu viel. Trotzdem erkennt sie, dass so ein neues Leben ganz schön (und) anstrengend sein kann!
Anleser:
Ich war zwanzig und in meine erste eigene Wohnung eingezogen, als ich Mister Right begegnete. Zumindest war ich der festen Überzeugung, er wäre es.
Ich startete gerade in meinem Beruf durch und steckte nebenbei mitten in der Renovierung meines neuen Zuhauses, als er in mein Leben einschlug wie eine Bombe. Bei ihm handelte es sich eher um eine Bombe der Sorte, die einen ängstigt, als so eine kleine harmlose, wie sie in Comics dargestellt wird – schwarz, rund und funkensprühend.
An den Moment, in dem wir einander durch einen gemeinsamen Bekannten vorgestellt wurden, erinnere ich mich genau und daran, dass ich nach einer höflichen Begrüßung nicht weiter mit ihm redete. Etwas war an ihm, das mich alarmierte.
Aber so mysteriös es war: Die darauffolgenden Monate begegneten wir uns immer wieder – scheinbar zufällig, ungeplant. Mal war es bei einer – so die einhellige Meinung – ‚unverzichtbaren‘ Gartenparty jenes Bekannten, mit dem ich zuvor lediglich sporadischen Kontakt gepflegt hatte, mal bei einer Vernissage, die so unglaublich angesagt war, dass man sich dort sehen lassen musste. Wenn man überhaupt irgendwohin gehen wollte, dann dorthin. Das zumindest erklärte mir mein neuer Geschäftspartner, der früh erkannt hatte, dass sich aus meinem Potenzial und meiner Loyalität mehr machen ließ, wenn ich ein wenig zurechtgeformt würde.
Sobald ich einen flapsigen Spruch brachte, erntete ich sofort einen scharfen Blick. Meine heißgeliebte Baskenmütze wurde zur Todsünde erklärt, die natürlichen Fingernägel zum Tabu und lautes Lachen war komplett verpönt. Letzteres allerdings verging mir ohnehin immer mehr.
Eines Tages hatte ich mir einen ellenlangen Vortrag anhören dürfen, weil ich auf einer Gala gefragt worden war, ob ich ein Horsd’œuvre wollte und meine Antwort darauf, dass ich fürchtete, das sprengte die Kapazität des mir ans Herz gelegten Kleids, an Hochverrat grenzte.

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7. April 2020

'DER TOD HINTER DER LÜGE: Gordon Rabes erster Fall' von H.C. Scherf

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Website H.C. Scherf | Autorenseite im Blog
„Sie gibt sich einem anderen hin!“

Die Nachricht am Telefon pflanzt den Stachel der Eifersucht in die Gedanken der Männer, die an die ewige Liebe und Treue glauben. Eine perfide Vorgehensweise eines brutalen Killers setzt eine Gewaltspirale in Gang, die vielen Frauen im Ruhrgebiet den grausamen Tod bringt.

Lange bleibt das Motiv des Mörders im Nebel, während das Team um Hauptkommissar Gordon Rabe versucht, eine erste Spur zu finden. Noch nie begegnete er einem derart brutal und raffiniert agierenden Mörder. Dessen Spur verliert sich immer wieder, ohne dass die Ermittler weitere Morde verhindern können.

Erst eine schreckliche Entdeckung lockt den Serientäter aus seinem Versteck. Die Stunde der Abrechnung scheint gekommen.
Anleser:
Träge wabernde Nebelschwaden umhüllten den Platz, der häufig als wilde Müllabladestelle genutzt wurde. Rainer Fielmann wusste, dass er dort häufig fündig wurde, wenn er auf der Suche nach Pfandflaschen und Dosen war. Vor Tagen hatte ihn der Fund einer abgelegten Luftmatratze überrascht, die er nun als Nachtlager nutzen konnte. Seine Kumpel, die teilweise auf Zeitungspapier liegen mussten, versuchten schon mehrfach, ihm die Unterlage zu stehlen. Wenn man Platte schieben musste, stellte eine solche Schlafhilfe in den kalten Nächten einen besonderen Komfort dar. Rainer hatte seit zwei Tagen nichts mehr gegessen und hoffte darauf, auch ein paar Essensreste vorzufinden, nachdem ihn der Marktleiter eines SB-Marktes vor einer halben Stunde wie einen Hund mit den Worten davongejagt hatte: »Geh arbeiten, du faules Schwein. Verdien dir dein Essen erst.«
Rainer kannte diese Beschimpfungen zu Genüge und reagierte mittlerweile gar nicht mehr darauf, winkte nur ab und verzog sich ohne weitere Erwiderung. Diese arroganten Ärsche wussten alle nicht, was ihn vor Jahren auf die Straße getrieben hatte und dass das Schicksal sie schnell selber in dieses Elend führen konnte. Ohne große Erwartung näherte er sich dem übel riechenden Dreckhaufen, der sich mittlerweile hoch auftürmte und dessen Konturen sich gegen das Licht der Laterne abzeichneten. Während er sich mit einer Hand die wenigen Haarsträhnen, die ihm noch geblieben waren, unter die Wollmütze steckte, suchte die andere nach brauchbaren Gegenständen. Heute war der eklige Geruch besonders intensiv, was sicherlich an dem feuchtkalten Wetter liegen durfte. Seine Stiefel schützten ihn weitestgehend vor dem Schlamm, in dem Rainer immer wieder fast katzengroße Ratten davonhuschen sah. Sie waren nur Konkurrenten bei der Suche nach Nahrung. Immer wieder zog er Abfallbeutel zur Seite, riss Säcke auf, in denen er Brauchbares vermutete und zuckte plötzlich zusammen, als er eine schwache Stimme vernahm. In dem diffusen Licht konnte er lediglich die Richtung ausmachen, aus der sie zu kommen schien. Als er alles schon als Hirngespinst abtun wollte, war sie wieder da – diese Stimme, die aus einem Jutesack zu kommen schien. Rainer wich einen Schritt zurück, fiel fast über einen Eimer, der mit Abfällen aus einer Wohnungsrenovierung gefüllt war. Im letzten Moment fand er sein Gleichgewicht und festen Halt wieder und starrte auf den Sack, der ihm einen Riesenschrecken eingejagt hatte. Das ist nicht möglich, Rainer. Jetzt ist es endlich so weit – du spinnst komplett.
Seine Augen suchten die nähere Umgebung ab, um den Übeltäter zu finden, der ihn hier zum Narren halten wollte. Lediglich die umherirrenden Ratten und die Nebelschwaden waren in Bewegung und täuschten ihm Leben vor. Er schrak heftig zusammen, als er nun klar und deutlich die Worte vernehmen konnte: »Ist da jemand? Bitte, helft mir doch. Es tut so schrecklich weh.«

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6. April 2020

'Marias Sehnsucht: Die Reise einer Jüdin' von Uschi Meinhold

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Marias Sehnsucht? Welche Maria ist gemeint?
Der Leser begegnet einer wohlhabenden und gebildeten Jüdin, die als junge Frau ihren Heimatort Magdala in Galiläa nach dem Tod der Mutter und dem Verschwinden des Vaters verlässt, um zu reisen. Die Sehnsucht nach Veränderung führt Maria zu Verwandten nach Zypern, anschließend in die Hauptstadt des alles beherrschenden Römischen Reiches, Rom, und auf die Insel Capri.

Sie ist sehr eng befreundet mit Claudia, der Tochter des Princeps Tiberius. Aus dem anfangs unbeschwerten Romaufenthalt Marias wird durch die Nähe zur Tochter des Herrschers, inzwischen Ehefrau des Pilatus, ein Eintauchen in menschliches Leid. Aber auch glückliche Momente erlebt die Reisende durch die Zuneigung zum Römer Lupus. Sie begegnet Personen, die die Geschichte der Zeit bestimmen: Princeps Tiberius, Pilatus, Herodes.

Eingebunden in die politische Geschichte sind private Schicksale. Maria kehrt nach Magdala in Galiläa zurück. Wie auf der Reise erlebt sie in ihrer Heimat neben Glück auch Leid, begegnet diesen Erfahrungen gestärkt, weiß, wie sie leben will und mit wem: mit ihrer gehörlosen Tochter Lea und dem Römer Lupus. Er ist ihr nach Magdala nachgereist.

Die Autorin erzählt die Geschichte der vielbeschriebenen Maria Magdalena auf andere Weise, als sie bisher verbreitet worden ist. Was der Autorin in ihrem Roman 'Bruna-Brunhilde' (Bruna-Brunhilde: Westgotische Prinzessin - Merowingische Königin - Nibelungentochter) gelungen ist - die Leser durch lebendig und spannend erzählte Geschichte zu unterhalten und zu berühren -, kann auch in diesem Roman erwartet werden.

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'ADAIN LIT: Im Schatten der Wolkenstadt' von E.M. Ascher

Kindle (unlimited) | Taschenbuch | Buchreihe
Website E.M.Ascher
„Mein ganzes Reich ist aus Grausamkeit entstanden. Grausamkeit und Tod ließen es gedeihen, ließen Wohlstand und Pracht erwachsen.“

Gefangen in den Abgründen ihrer eigenen Seelen drohen der Regent und die Hohe Priesterin der Wolkenstadt das gesamte Land ins Verderben zu stürzen.

Band 4 der High-Fantasy-Saga ADAIN LIT. Alle vier Teile enthalten in sich abgeschlossene Geschichten, die auch unabhängig voneinander gelesen werden können.

Anleser:
Nebelinsel
Der kleine Trupp Männer stand am Ufer des Sees und starrte über das Wasser zu der Silhouette aus Baumspitzen, die schwerelos und schwarz über dem weißen Nebelband schwebte. Noch schlief die Legende friedfertig inmitten der schützenden Weite des schwarzen Sees, noch lag die nebelverhangene Insel im Schatten der Hügel. Unaufhaltsam strömte das klare Morgenlicht die bewaldeten Hänge herab. Der Selach und seine Männer beobachteten den Einfall des Lichtes schweigend. Die Luft war eisig und die gespenstische Einsamkeit dieses Ortes brachte die Seele zum Frieren.
„Ich sehe sie. Es ist nicht zu glauben“, raunte sein Adlatus. „Als damals der Wanderer davon sprach, habe ich es nicht für möglich gehalten!“
Die Worte seines Ratgebers machten dem Selach bewusst, dass diese Insel tatsächlich existierte. Er verengte seine Augen zu Schlitzen, um besser sehen zu können. Die Insel schien sich gegen ihre Entdeckung zu sträuben. Seit dem Frühjahr suchten sie bereits danach, er hätte längst in die Wolkenstadt zurückkehren sollen. Als sie jedoch vor vielen Tagen diesen Wanderer getroffen hatten, einen Mann, der von einer Insel der Musik, von einer Nebelwelt gesprochen hatte, der außerdem den verborgenen Pfad in diese abgelegene Hochebene gekannt hatte, war das Ziel in greifbare Nähe gerückt und hatte alle Bedenken hinweggefegt.
Das Sonnenlicht erreichte die Insel und verwandelte den Nebel in eine strahlende weiße Wand. Geblendet hielten die Männer ihre Hände vor die Augen.
„Holt den Sänger!“, ordnete der Selach an. Sein Befehl riss die Männer aus ihrer Verzauberung.
Der Junge wurde vor ihn geführt. Der Selach musterte ihn. Ein unscheinbares Wesen, das aussah wie eine streunende Katze. Das struppige schwarze Haar stand wirr in alle Richtungen, die dunklen Augen in dem mageren Gesicht waren ängstlich aufgerissen. Der halbwüchsige Knabe verneigte sich tief, den rauen Wollstoff seines verschlissenen Umhangs hielt er dabei schützend um sich geschlagen.
Der Junge wartete, während der Selach auf ihn herabsah. Groß und mächtig stand er vor ihm, wie der Berg der Wolkenstadt, den Mund zusammengepresst, als ob er etwas darin verschließen würde.
‚Dein Blick ist kühl, kühl wie der See‘, dachte der Knabe. ‚Unnahbar wie der Nebel über dem Wasser.‘
„Deine Stunde ist gekommen“, sagte der Selach, „dafür haben wir dich gehegt, dich warm gehalten und genährt. Nun tu, was deine Bestimmung ist!“
Der Sänger Halfta verneigte sich erneut, huschte an dem großen Mann vorbei und stellte sich an das Ufer des Sees. Träumend ließ er für einen Moment seinen Blick über seine verzauberte Bühne schweifen. 'Lange Gräser wie Haare, im Erdreich verwurzelt, golden berührt von der Morgensonne. Tautropfen glänzen wie Edelsteine auf ihnen. Friedlich schlafen See und Insel in den bewaldeten Hügeln, wie in der offenen Hand einer Göttin, die den Zauber behütet ...'
„Du weißt, was geschieht, wen du nicht gehorchst?“, schnitt die Stimme des Selachs durch seine Bilder.
Halfta schöpfte die kühle Morgenluft in seine Lunge, erhob seine Stimme und reine Töne tanzten über die kräuselnden Wellen. Sie ergaben sich dem leichten Wind, vereinten sich mit der Kühle. Sie flogen in die Sonne, wanderten zu der verborgenen Insel. Das Lied erzählte von anderen Welten, von edleren Zeiten.

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3. April 2020

'Bruna-Brunhilde' von Uschi Meinhold

E-Book | Taschenbuch | handsigniertes TB
Website zum Buch
Bruna-Brunhilde: Westgotische Prinzessin - Merowingische Königin - Nibelungentochter

Eine vermeintlich zeitlich ferne Geschichte - die auch im spanischen Westgotenreich mit der Hauptstadt Toledo spielt - wird im Roman über Bruna-Brunhilde als Kind, Herangewachsene, Liebhaberin, Leidende, Mutter und Herrscherin erzählt. So steht eine Frau des 6. Jahrhunderts, eine westgotische Prinzessin, eine merowingische Königin, eine Nibelungentochter im Mittelpunkt. Das Leben Bruna-Brunhildes ist zwar zeitlich fern, in manchem uns aber ganz nah.

Warum? Das Buch findet Antworten.
Außer dieser westgotischen, gebildeten Prinzessin Bruna, die fern ihrer Heimat - die sie nie wiedersehen wird - im Frankenreich ihres merowingischen Mannes nach dessen Ermordung als Herrscher in seiner Nachfolge versucht, gerecht zu handeln, wird die politische Geschichte dieser Zeit erzählt. Dies am Beispiel handelnder Menschen, die, wie Bruna-Brunhilde, im Mittelpunkt im Roman stehen. Denn Menschen machen Geschichte.

Wir können von Ereignissen im spanischen Westgotenreich: in Toledo, in Valencia; - im Merowingerreich der Franken: in Renève sur Vingeanne, in Chalon, in Metz, in Worms und Lorsch, lesen. Das Nibelungenlied basiert auf dem glücklich-unglücklichen Leben dieser mächtigen Frau. Ähnlichkeiten zwischen dieser fernen Welt und unserer heute lassen sich entdecken. Aber auch das Andere, das Ferne, macht das Lesen ebenfalls interessant.

Für Liebhaber historischer Romane ist der erzählten Geschichte ein Glossar beigegeben.

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'Berge, Ziegen und andere Schwierigkeiten' von Sabine Buxbaum

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website Sabine Buxbaum
Als Lena beschließt, die Nachfolge einer Hausarztpraxis im beschaulichen Paznauntal in Tirol anzutreten, ahnt sie nicht, worauf sie sich da eingelassen hat. Die Menschen, die Umgebung – alles ist ganz anders als im modernen Wien. Auf dem Hof, den ihre Großmutter ihr vererbt hat, wimmelt es von Ziegen und Hühnern, und zu allem Übel ist das Wohnhaus halb verfallen.

Für Lena steht fest: Sie muss den Hof so schnell wie möglich verkaufen. Auch die Stelle als Hausärztin würde sie am liebsten sofort wieder kündigen. Wäre da nicht ihr Nachbar Michael. Anfangs grob und unausstehlich, lernt Lena ihn und allmählich auch die Schönheit des Paznauntals zu schätzen. Doch sollte das etwas an ihrer Entscheidung, den Hof ihrer Großeltern zu verkaufen, ändern? Schließlich ist da auch noch der reiche Hotelier Walter Sprenger, der sie umwirbt und ihr ein Angebot macht, das sie unmöglich ausschlagen kann …

Anleser:
Auf der Donauinsel in Wien herrschte schon in den frühen Morgenstunden ein reger Trubel. Der Frühling war eingekehrt und die Leute konnten es kaum erwarten, nach dem nasskalten Winter endlich ins Freie zu kommen.
Lena lehnte entspannt auf der Parkbank und beobachtete das bunte Treiben. Bald würde sich alles für sie verändern.
„Und du willst wirklich schon morgen aufbrechen? Du musst doch erst im Juni anfangen“, unterbrach ihre Freundin Sandra Lenas Gedanken.
„Der Bürgermeister von Feldbach hat mich gebeten, früher anzureisen, um alle Formalitäten zu erledigen.“
„Wo genau liegt Feldbach?“
„Im Paznauntal in Tirol, zwischen Ischgl und Galltür“, antwortete Lena. Sie war das letzte Mal dort gewesen, als sie dreizehn war. Danach verlor sie das Interesse, ihre Großeltern in Tirol zu besuchen. Ihr Kontakt hatte sich auf Telefonate, Glückwunschkarten und vereinzelte Treffen der Familie bei Lenas Tante in Innsbruck beschränkt.
„Ich verstehe deine Entscheidung nicht“, erklärte Sandra. „Was ist denn in dich gefahren? Du verlässt deine Heimat Wien, um in ein abgelegenes Tal zu ziehen? Als Hausärztin? Ehrlich, das ist wirklich sonderbar. Du bist eine ausgezeichnete Internistin. Warum gibst du das alles auf?“
Lena hatte Sandra ihre wahren Beweggründe nicht verraten, und das hatte sie auch jetzt nicht vor. Sie hatte sich auch ein anderes Leben für sich vorgestellt. Aber es kam alles anders. Vielleicht war es eine Kurzschluss- oder Trotzreaktion, die sie zu ihrer Entscheidung bewogen hatte, aber sie wollte fort aus Wien, wollte ihre Vergangenheit hinter sich lassen und neu beginnen. Für sie erschien es wie ein Glücksfall, dass in Feldbach eine Hausärztin gesucht wurde. Ihre Großmutter hatte es ihr erzählt. Nur war nicht geplant, dass ihre Oma sterben würde, ehe sie dort überhaupt anfing.

So war Lena nun also auf dem Weg ins Paznauntal. Die Autobahn hatte sie längst hinter sich gelassen und folgte nun der Straße, die ins Tal einbog.
Obwohl es schon Mitte April war, lag im Tal noch eine weiße Schneedecke und ausgerechnet heute schneite es kräftig. Die Bergspitzen waren in den dichten Wolkendecken nicht zu erkennen.
Lena sorgte sich ein wenig, denn sie hatte schon die Sommerreifen montiert und besaß nur ein kleines Auto ohne Allrad. In Wien war bereits der Frühling eingekehrt, es blühten schon die ersten Blumen und die Temperatur war angenehm warm. Hier fror Lena trotz Autoheizung. Wegen des starken Schneefalls konnte sie den Verlauf der Straße kaum erkennen.
Nun hatte sie die halbe Strecke ins Tal schon hinter sich gebracht. Der Schneefall wurde immer intensiver und die Schneedecke auf der Straße dichter. Schon jetzt spürte sie, dass die Reifen kaum Halt fanden. Viele Orte gab es nicht im Tal. Diese waren jedoch mit großen Hotels, Appartement- und Ferienwohnhäusern verbaut. Nach einfachen Einfamilienhäusern hielt Lena vergebens Ausschau. Einfach jeder, der hier wohnte, schien Ferienwohnungen zu vermieten. Vor allem der Wintertourismus hatte dieses Tal fest im Griff.
Als Lena Feldbach erreichte, war das Bild nicht anders. Rechts und links der Straße türmten sich große Hotels auf. Vor einem längeren Gebäude hielt sie an. Dort waren eine Apotheke, ein Lebensmittelgeschäft, ein Sportgeschäft und die Arztpraxis untergebracht, die sie übernehmen sollte. Da Samstag war, schien die Praxis geschlossen zu sein. Es brannte kein Licht. Wenige Leute waren zu sehen und Lena beschloss, sich hier nicht länger aufzuhalten. Schließlich musste sie noch den Bergbauernhof ihrer Großeltern erreichen, der gut zweihundert Meter höher lag, bevor die Wetterlage ein Vorankommen verhindern würde.
Lena folgte einer schmalen Straße, die rechts einbog. Sie konnte sich noch daran erinnern, dass man hinter dem Bäcker einbiegen musste. Sie fuhr über eine Brücke, welche über den Fluss Trisanna führte. Die schmale Straße wurde zunehmend steiler und Lena zunehmend ängstlicher. Das Dorfzentrum hatte sie hinter sich gelassen. Nur noch Felsen und Bäume säumten die Straße. Immer wieder gingen die Reifen durch und Lena erwog es ernsthaft, umzukehren. Allerdings war die Straße so schmal, dass dies kaum möglich war. So stieg sie weiter aufs Gas und betete still, dass alles gut gehen würde.
Doch bei diesen winterlichen Fahrverhältnissen half auch das Beten nichts, zumal sie auch nicht ernsthaft Gehör beim lieben Gott erwartete, denn diesen hatten sie schon seit Jahren nicht mehr angesprochen.
Das bereute sie, als dann das Auto nicht mehr vorwärtskam und nach hinten zu rutschen drohte. Lena kämpfte mit dem Gaspedal, was den Zustand aber nicht verbesserte, sondern lediglich die Reifen überhitzte. Sie war den Tränen nahe, als ihr ein Traktor mit Schneeschaufel entgegenkam, der, überrascht über die unerwartete Straßensperre, abrupt abbremsen musste und gerade noch rechtzeitig vor Lenas Stoßstange zum Stehen kam. Lena zitterte mittlerweile am ganzen Körper.
Sie stellte den Motor ab, zog die Handbremse und stieg aus, als sie sah, dass dies auch der Traktorfahrer tat.
„Sind Sie verrückt?“, fuhr der Mann sie an, der ungefähr in ihrem Alter zu sein schien. Sie bemerkte seinen abwertenden Blick, als er auf ihre Reifen und ihr Wiener Kennzeichen sah.
„Das hier ist keine Straßen für Touristen!“, legte er nach. „Diese Straße ist nur für Anrainer. Haben Sie das Schild nicht gelesen? Können Sie überhaupt lesen? Vielleicht ist Ihnen nebenbei aufgefallen, dass es schneit! Sie sind hier nicht in Wien, sondern in den Tiroler Bergen! Hier fährt man bei solchen Verhältnissen entweder gar nicht oder nur mit Schneeketten! Aber wie ich sehe, haben Sie noch nicht einmal Winterreifen. Jetzt blockieren Sie hier die ganze Straße! Wie soll ich an Ihnen vorbeikommen? Fahren Sie rückwärts und am besten kehren Sie wieder dorthin zurück, wo sie hergekommen sind!“
Lenas Zittern verstärkte sich. Einerseits vor Kälte und andererseits, weil sie weder ein noch aus wusste. Sie konnte unmöglich rückwärtsfahren. Sie hatte das noch nie sehr gut beherrscht und außerdem war die Straße kurvenreich. Der Mann starrte sie finster an, und sie fürchtete, dass sie möglicherweise bald Opfer eines Verbrechens würde, wenn sie seinen Aufforderungen nicht Folge leistet. Erschöpft von der langen Fahrt und verstört über die Situation kamen Lena die Tränen. Sie erwartete nun eine weitere Schimpforgie des Mannes, aber seine Gesichtszüge wurden unerwartet sanfter. Es schien ihm nicht zu behagen, dass sie in Tränen ausbrach.
„Wo wollen Sie eigentlich hin?“, fragte er schließlich ganz sachlich.
„Zum Bergbauernhof von Anna Bucher“, antwortete Lena, ehe sie ein Taschentuch aus ihrer Manteltasche zog, um sich die Tränen abzuwischen.

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2. April 2020

'Nimm dir Zeit, um zu leben' von Eve Sander

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website Eve Sander
Wenn das Leben aus den Fugen gerät. Ein Roman, der unter die Haut geht.

Anja Hajduk hat gerade ihr neues Büro als Partnerin in einer renommierten Hamburger Kanzlei bezogen. Mutig, originell und warmherzig setzt sich die junge Rechtsanwältin für ihre Mandanten ein. Oft sind das Menschen am Rande der Gesellschaft. So wie Nurhan, die ihrem Ehemann entkommen will. Oder Cem, der völlig außer sich geraten ist.

Dass im Leben nicht immer die Sonne scheint, weiß Anja nur zu gut. Noch immer liebt sie den Mann, der sie verlassen hat. Das Geburtstagsfest ihrer Mutter soll sie auf andere Gedanken bringen. Doch was als wunderbarer Abend beginnt, wird zum Albtraum. Für Anja bricht eine Welt zusammen. Ein altes Tagebuch, das ihr in die Hände fällt, spendet Trost und offenbart ein wohlgehütetes Geheimnis ...

Anleser:
Bestimmt hatten sie ihn wegen seines Aussehens aus dem Verkehr geholt. Mit seinen schwarzen Haaren, dunkelbraunen Augen und diesem Bart, 2 den er sich neuerdings wachsen ließ, könnte Cem auch ein Moscheeprediger oder Islamist sein. Gereizt griff er in die Innentasche seiner Jacke und fand darin neben seiner Brieftasche auch die Marlboro-Schachtel wieder.
»Bitte schön«, sagte er und atmete geräuschvoll ein: »Chlp.«
Manchmal, besonders, wenn er aufgeregt oder nervös war, atmete er ein und machte dabei unbewusst dieses schmatzende Geräusch, dieses »Chlp«. Er konnte es nicht steuern, er merkte es noch nicht einmal.
Er reichte dem Polizisten die Dokumente. »Was habe ich denn falsch gemacht?«, fragte er.
»Steigen Sie bitte einmal aus«, erwiderte der Uniformierte ungerührt und reichte die Unterlagen seinem Kollegen weiter.
»Wieso haben Sie mich angehalten?«
»Bitte aussteigen!«, wiederholte der Polizist in befehlsgewohntem Ton.
»Aber ich habe doch nichts gemacht«, sagte Cem und machte »Chlp«. Er befolgte jedoch diesmal die Anweisung und stieß die Tür auf. Ihm war hundeelend. Sein Herz fühlte sich an, als wäre es von einer großen, kalten Faust umschlungen. Er fühlte sich so schwach. Erst diese Kopfschmerzen und nun auch noch das. Am liebsten wäre er in Tränen ausgebrochen.
»Hören Sie, ich bin krank, Sie dürfen mich nicht so behandeln«, wandte er mit schwacher Stimme ein.
»Bitte machen Sie mir mal diese Bewegungen nach.«
Der Polizist hob den einen Arm und fasste sich mit dem Finger an die Nasenspitze, dann nahm er den anderen Arm und machte dasselbe. Cem hob seinen linken Arm und sah zwei Hände. Vorsichtig führte er eine der Hände an die Nasenspitze und berührte sie.
»Herr Kurt, haben Sie Alkohol getrunken?«, fragte ihn der Beamte.
»Nein!«
»Haben Sie Drogen konsumiert?«
»Nein ...«
»Pusten Sie bitte mal hier hinein.«
Cem pustete. Das Gerät zeigte keinen Atemalkohol an.
»Gehen Sie mal ein paar Schritte.«
Cem bemühte sich, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Aber er verlor dabei so das Gleichgewicht, dass er torkelte.
»Herr Kurt, sind Sie damit einverstanden, dass wir einen Bluttest durchführen?«
»Aber ich bin nicht betrunken, das haben Sie doch schon getestet«, wandte Cem nun fast weinerlich ein und machte wieder »Chlp«.
»Sie sind aber eben auf der Autobahn Schlangenlinien gefahren. Auch jetzt können Sie nicht gerade stehen oder laufen.«
»Ja, aber ich stehe doch jetzt gerade! Vorhin auf der Autobahn habe ich doch nur was gesucht, meine Zigarettenschachtel war mir runtergefallen, deswegen bin ich vielleicht einmal kurz Schlangenlinien gefahren, aber ich passe besser auf, versprochen!«
»Das ist eine Standardprozedur, wir wollen nur ausschließen, dass Sie tatsächlich keinen Alkohol oder Drogen konsumiert haben.«
»Bitte, lassen Sie mich einfach weiterfahren, ich habe doch schon gesagt, dass ich krank bin, ich werde mich besser konzentrieren, ich passe bestimmt besser auf. Bitte!«
»Wir lassen Sie weiterfahren, wenn sich herausstellt, dass Sie keine Drogen konsumiert haben. Würden Sie uns jetzt bitte auf die Wache begleiten?«
»Verdammt noch mal, so eine Scheiße! Ich habe keine Zeit für diesen ganzen Blödsinn!«, sagte Cem jetzt ungeduldig und fuhr mit erhobener Stimme fort: »Wissen Sie was? Ich setze mich jetzt in mein Auto und fahre nach Hause, ich habe genug Probleme, auch ohne diesen ganzen Scheiß von euch Provinzpolizisten!«
Cem wandte sich ab, machte »Chlp« und wollte zu seinem Auto gehen, doch der zweite Beamte versperrte ihm den Weg.
»Bitte begleiten Sie uns jetzt zur Wache oder wir müssen Sie festnehmen.«
Resigniert sackte er in sich zusammen und nickte ergeben.

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30. März 2020

'Tod eines Milliardärs' von Nick Stein

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Nick Stein
Nur mit knapper Not ist die notorische Mörderin Viola Kroll der Polizei und der Mafia entgangen. Sie hat ihren Tod fingiert und ist in die USA entkommen. Dort hat sie mit dem Pass eines ihrer Opfer eine Stelle als Übersetzerin angenommen. Ihr erster Job ist es, einen Krimi zu übersetzen, in dem ein Sadist Frauen hypnotisiert und sie dazu bringt, sich Strom durch den Körper zu leiten. Zwei Frauen sterben.

Viola, die sich jetzt Ann nennt, erinnert sich an einen ähnlichen Fall und beginnt zu recherchieren. Schreibt sich hier ein Autor sein schlechtes Gewissen von der Seele? Hat er womöglich selbst gemordet und verarbeitet seine Taten literarisch?

Auf der Spur des Autors trifft sie auf einen Mann, der ihr selbst den Weg zu ihrem neuen Job geebnet hat. Er hat ihr auch den Roman geben lassen, damit sie zu ihm findet. Er ist ein skrupelloser Geschäftsmann und hat alles über Viola herausgefunden. Er weiß, dass sie in ihrer Vergangenheit eine kühle und effiziente Mörderin gewesen ist, und will sich ihre Fähigkeiten zunutze machen.

Er hat sie in der Hand und zwingt sie dazu, einen letzten Mordauftrag anzunehmen. Sie soll einen Milliardär umbringen, den Golfer und Baulöwen Ronald Dumb, einen äußerst einflussreichen Mann. Viola/Ann hatte andere Pläne, kann ihrer Vergangenheit aber nicht entfliehen. Sie stellt sich der Aufgabe, den verhassten Mann elegant ins Jenseits zu befördern, ohne erwischt zu werden.

Ein unmögliches Unterfangen, das von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist ...


Das Buch ist Teil drei einer Reihe BLUTBÜCHER. Teil eins, BEI ABLEHNUNG MORD, handelt von einem Autor, der unliebsame Lektoren beseitigt, bis er an eine ebenbürtige Gegnerin gerät. Teil zwei, ATELIER DES TODES, handelt von der Person Viola Krolls, die sich von einem behüteten und wohlerzogenen Kind in eine vielfache Mörderin verwandelt.

Die Serie wird mit Teil vier, ABSCHIED EINER MÖRDERIN, beendet werden. Alle vier Teile teilen sich ein Titelbild, jeder einzelne Titel ist ein Teil davon. Jeder Roman kann auch komplett für sich allein gelesen werden.

Anleser:
Dem eigenen Tod in Italien nur mit knapper Not entronnen, sieht sich die mehrfache Mörderin Ann an ihrem Fluchtort New York vor die Wahl gestellt: Sie soll den Milliardär und Golfer Ronald Dumb beseitigen, sonst wird sie bloßgestellt. Eine Wahl, aus der es kein Entrinnen gibt …

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26. März 2020

'Verliebt in Casey: Eine ungewöhnliche Liebe in Kanada' von Bernd Leicht

Kindle | Tolino
Website Bernd Leicht
Bernd Leicht hat in Kanada, im Alter von 18 Jahren, seine erste große Liebe erlebt.

Völlig unerwartet lernte er Casey kennen und verliebte sich sofort in sie, die erlebte Liebe zu Ihr war eine unvergessene wunderschöne. Sie bestand aus Händchenhalten und viel Kuscheln, mehr brauchten sie nicht um glücklich zu sein. Sie schliefen monatelang in einem Bett, hatten aber trotzdem nie sexuellen Kontakt. Das hatte seine Gründe, die jeder von ihnen kannte und akzeptierte.

26 Monate waren sie ein ungewöhnliches Liebespaar. In jeder freien Minute waren sie unzertrennlich zusammen und bedingungslos glücklich, sie haben viele gemeinsame Touren in Kanada unternommen. Für beide war das Zusammensein und alles gemeinsam erleben das absolut Wichtigste. Sowohl Casey als auch Bernd waren Opfer ihrer eigenen Vergangenheit. Sie verstanden sich, oft sogar ohne viele Worte, sie konnten die Gefühle des anderen immer gut verstehen.

Casey und Bernd waren sich sicher, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis sie sich auch körperlich geliebt hätten. Oft haben sie darüber gesprochen, wollten auch eine Familie gründen und mindestens zwei Kinder haben. Ein Brief von Bernds Vater machte jedoch einen dicken Strich durch ihre Zukunftsplanung.

Anleser:
Ich ging mit ausgestreckter Hand auf sie zu, um sie zu begrüßen. Casey streckte mir ebenfalls ihre Hand entgegen und lächelte, ich nahm ihre Hand und wollte sie gar nicht mehr loslassen, ihre Haut fühlte sich so schön warm und weich an.

Für mich war jetzt klar, dass ich in Casey mein Traummädchen gefunden hatte. Es kam zwar total unerwartet, dass ich das Mädchen meiner Träume ausgerechnet hier in Kanada kennenlernte. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet.

Ja, so lernte ich Casey kennen, schon bei unserem ersten Treffen war unsere gemeinsame Zukunft eine beschlossene Sache. So dachten wir zumindest, wir waren uns zu dem Zeitpunkt absolut sicher, dass wir für einander bestimmt sind und für immer zusammenbleiben wollen.

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24. März 2020

'Das Blut des Tierquälers' von Flynn Todd

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Flynn Todd | Autorenseite im Blog
Erst schauen sie nur neugierig vorbei, dann fordern sie Streicheleinheiten ein und schließlich futtern die kleinen Fellnasen das gesamte gute Rinderfilet weg. Als Flynn seinen Freund Derek in Los Angeles besucht, wird er Zeuge davon, wie die Nachbarskatzen Tiger und Molly langsam aber sicher die Kontrolle über Derek übernehmen.

Dadurch entdeckt Flynn seine eigene Tierliebe wieder und nimmt sich zweier elternloser Katzen an. Eine davon wurde offensichtlich schwer misshandelt. Klar, dass Flynn das nicht auf sich beruhen lassen kann. Ein Privatdetektiv findet die Adresse des Tierquälers heraus. Zeit für Flynn, Rache zu üben.

Anleser:
Nach meiner schweißtreibenden Arbeit an den ersten beiden Romanen über die Abenteuer der Blackfin Boys nahm ich mir vor, ein paar Wochen auszuspannen. Ich schrieb meinem Freund Derek in Los Angeles eine E-Mail und fragte ihn, ob ich mich für einen ganzen Monat bei ihm einquartieren dürfte.
Nach einer positiven Antwort packte ich einen Koffer, denn einer würde ganz sicher ausreichen. Im August ist die beste Kleidung in L. A. eine Kombination aus T-Shirt und kurzer Hose. So wie bei den letzten Malen, als ich Derek besuchte, würde ich mir vor Ort ein paar neue Klamotten zulegen – falls das nötig sein sollte. Derek ist dreißig Jahre jung, ein Meter siebenundachtzig groß, hat sehr dunkle Haare, blaue Augen und ist dazu noch richtig gut durchtrainiert. Und er ist Schauspieler so wie fast jeder, der in Los Angeles lebt und arbeitet. Na ja, wahrscheinlich kommt es mir nur so vor, denn jeder, den ich dort kenne, hat mit Film oder Fernsehen zu tun. Vor Kurzem hat er eine Serie abgedreht, in der es um junge Werwölfe geht. Aber das ist eine andere Story.
Ich bin gern mit Derek zusammen. Ein netter Kerl, auf den man sich immer verlassen kann. Außerdem hat er einen herrlich trockenen Humor und ist für jede Schandtat zu haben. Obwohl wir uns erst seit vier Jahren kennen, habe ich das Gefühl, dass es schon weitaus mehr sind. Komischerweise inspiriert er mich. Ich denke, das ist eher ungewollt – nennen wir es einen positiven Nebeneffekt. Wenn ich mit ihm zusammen bin, kommen mir viele Ideen, die ich sofort alle hintereinander und völlig ungeordnet auf meinen kleinen Notizblock kritzele. Genau genommen ist es gar kein Notizblock, sondern ein Reporterblock – so einer, wie auch Columbo ihn verwendete. Dazu ein Bleistift mit Härtegrad 4b. Mehr ist nicht nötig, um Ideen und Eindrücke festzuhalten.

Der Abschied von Deutschland fiel mir nicht besonders schwer. Das Wetter war kaputt, wie ich oft sagte, wenn mitten im Sommer nichts als graue Wolken am Himmel zu sehen waren. Das war Grund genug, um fast zwölf endlos lange Flugstunden zu ertragen. Ich wusste genau, dass mich gutes und stabiles Wetter erwarten würde. Immerhin war das die letzten Male immer so gewesen.
Und genau damit sollte ich recht behalten. Derek holte mich freudestrahlend pünktlich am Flughafen ab. Zur Begrüßung drückten wir uns kurz und machten uns Komplimente.
„Du siehst gut aus!“
Mit dieser Aussage trafen wir ins Schwarze – denn wir sahen tatsächlich gut aus. Na ja, Derek mit seinem durchtrainierten Körper und seinem charmanten Lächeln – dazu noch mit dreißig in den allerbesten Jahren – sah zugegebenermaßen etwas sexier aus als ich mit meinen fünfundvierzig. Das hat sich bis heute nicht geändert, und das ist völlig okay.
Aufgeregt erzählte er mir, er hätte diese Woche ein Casting. Für eine Fernsehserie sollte Derek in die Rolle eines Superhelden schlüpfen. Als ich ihn mir in einem rot-blau-gelben Kostüm mit Umhang vorstellte, war ich mir sicher, dass er die Rolle bekommen würde.
Vom Flughafen fuhren wir ungefähr dreißig Minuten, bis wir Dereks Zuhause erreichten. Ein wirklich nettes Haus auf einem Grundstück, das zwar zentral zur City, aber auf seine Weise auch irgendwie abgeschieden lag. Durch die dicht bewachsene Botanik, die das ganze Grundstück umgab, war es nur schwer einsehbar. Das war auch ganz gut so. Bei meinem letzten Besuch gab es noch keinen Pool. Dieses kleine Manko hatte er zwischenzeitlich behoben. Stolz präsentierte mir Derek seinen neuen Lieblingsplatz und verrückt, wie er nun mal war, schmiss er mich in den neuen Pool und sprang umgehend hinterher. Meine Klamotten, insbesondere meine Turnschuhe, sogen sich binnen zwei Sekunden vollständig mit Poolwasser voll. Als ich gerade wieder auftauchte, fragte Derek laut lachend: „Und? Ist doch voll geil, oder?“
„Ich finde es leicht nass, aber sonst ganz gut. Hast du was zu trinken? Wasser oder so?“, antwortete ich.
Nach dem unfreiwilligen, aber äußerst erfrischenden Bad zogen wir unsere Turnschuhe aus und ließen unsere Klamotten bei zweiunddreißig Grad Celsius lufttrocknen, während wir auf dem weiten Grundstück einmal um das Haus gingen. Auf der Rückseite kamen uns zwei Katzen entgegen. Sie gingen an uns vorbei und taten so, als würden wir gar nicht existieren.

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23. März 2020

'Das Lied der Toten' von Pascal Wokan

Kindle (unlimited)
Website Pascal Wokan | Autorenseite im Blog
Wenn der Tod keine Grenze darstellt

Nach jahrhundertelanger Herrschaft hat das Land Amdra seinen Kaiser durch ein Attentat verloren und ein Bürgerkrieg droht, alles in den Abgrund zu stürzen. Rysana, Vorsitzende des kaiserlichen Rates, obliegt die Suche nach dem einzigen Thronerben. Ihr bleiben nur dreißig Tage Zeit, um das Land vor dem Zerfall zu bewahren.

Hilfe erhält sie von einem zwielichtigen Mann, einem Vagabunden und Nekromanten namens Taar Wax, der die Fähigkeit besitzt, die Grenze zwischen Leben und Tod zu überqueren. Ihre Suche führt die beiden in den Schlund, das Gefängnis ohne Wiederkehr, in dem die Insassen nach eigenen Gesetzen leben und furchterregende Kreaturen hausen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt …

Anleser:
Hätte auch schlimmer kommen können, dachte Taar.
Die Gittertüren knallten zu.
Er beäugte die viel zu kleine Zelle, klopfte den Staub von der Kleidung und warf sich auf die Pritsche, die zwar hart, aber nicht unangenehm war. Wenn es eines gab, was er nicht ausstehen konnte, dann war es, in einem Raum zu übernachten, der nach Verwesung stank. Er war an den Tod gewöhnt, das musste aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass er einen Leichnam als Zellengenossen haben wollte. Seine Zelle war zweckmäßig, ein dünner Schlitz am oberen Ende einer Wand ließ Licht herein, über die bemoosten Steinmauern tropfte Wasser und ein Haufen dreckiges Stroh faulte in der Ecke vor sich hin. An der gegenüberliegenden Wand hingen hinter den Wärtern einige Talgkerzen in rostigen Halterungen und warfen schummrige Lichtkegel an die Decke. Die Luft war schwer und drückend, das war aber in den meisten Kerkertrakten der Fall – und Taar hatte zu seinem Leidwesen schon viele von innen betrachten können.
Er gähnte herzhaft und versuchte, sich etwas zu entspannen. Es war ein langer Tag gewesen und er wollte nicht länger als nötig an dem Ort verweilen. Das Gefängnis, das ihn halten konnte, musste erst noch gebaut werden.
Die Wärter, zwei grobschlächtige Kerle, die offensichtlich zu keiner anderen Aufgabe taugten, waren damit beschäftigt, seine Habseligkeiten zu durchwühlen. Außer unbedeutendem Plunder würden sie nicht viel finden, denn er wäre nicht Taar Wax, wenn er seinen wichtigsten Besitz bei sich tragen würde. Dabei fiel ihm ein …
»He, ist der Branntwein noch in einem Stück?«, fragte er.
Einer der Wärter wühlte in den Taschen des zerfetzten, dunkelbraunen Mantels und förderte eine kleine Flasche mit braunem Inhalt hervor.
»Ja, genau die. Würde es so vortrefflichen und pflichtbewussten Wärtern wie euch etwas ausmachen, mir die Flasche zu geben?«
Einer der Wärter zog den Korken heraus und setzte das Gefäß an die Lippen. »Meinst du etwa die hier?«
»Würde ich an deiner Stelle nicht tun, Mann.«
»Warum? Kommst du dann raus und verprügelst mich?« Der andere Wärter lachte schallend.
»Nein, aber das Zeug war verdammt teuer. Also nicht für mich, aber für denjenigen, den ich um seinen Beutel erleichtert habe. Beste Qualität und so weiter. Hab es eine ganze Zeit aufgehoben.«
Der Wärter kippte den Inhalt in einem Zug hinunter.
Was für ein Dummkopf. Taar seufzte, erhob sich von seiner Pritsche und zog sein viel zu weites Hemd aus, das an vielen Stellen in lange Fetzen gerissen war. »Tatsächlich wollte ich nur eine Nacht in Ruhe meinen Rausch ausschlafen«, murmelte er und zog auch das zweite Hemd aus, das sich darunter befand. Zuletzt trug er nur noch sein Unterhemd und ihn fröstelte leicht. Er wickelte die beiden Hemden um die Arme und seufzte noch einmal. »Aber es gibt heutzutage einfach kein Benehmen mehr. Wisst ihr denn nicht, wer ich bin?«
»Ist das wichtig, du kleiner Wicht?«
»Weiß nicht. Es hätte euch jedenfalls eine Warnung sein können.«
»Und jetzt? Was gedenkst du zu tun?«
»Hm, als erstes werde ich die Gitterstäbe aufbiegen. Danach werde ich euch beide erwürgen und unbehelligt hinausmarschieren. Ich würde es aber gern vermeiden.«
Der linke Wärter legte seinen Knüppel lässig über die Schulter und lachte wie ein Wahnsinniger. »Das willst du wirklich tun? Dann bin ich ja mal gespannt, wie du das anstellst!«
»Immer wieder das Gleiche. Kennt ihr die Verliese von Nandoc?«
Die Wärter sahen ihn stumm an.
»Auch gut. Jedenfalls habe ich dort zwei Nächte verbracht, bis ich beschlossen habe, dass ich nicht länger bleiben will. Die Sonne ist nicht so angenehm für meine empfindliche Haut. Klar soweit?«
»Du willst uns wirklich erzählen, dass du aus den Verliesen von Nandoc ausgebrochen bist?«
Taar griff in seine Hosentasche und förderte einen kleinen Holzwürfel zutage. Der Würfel sah nicht sonderlich beeindruckend aus, war an den Außenkanten stark abgegriffen und wies sogar einige tiefe Risse auf. Für ihn nahm dieser Gegenstand aber einen ganz besonderen Stellenwert ein, denn es war sein Anker.

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20. März 2020

'Unzerbrechlich: Mit jedem letzten Atemzug' von Silvia Maria de Jong

Kindle (unlimited)
Website Silvia Maria de Jong
Stell dir vor, es ist der 13. November 2015 und du befindest dich mittendrin in den Terroranschlägen von Paris. Stell dir vor, du stehst ahnungslos im Konzertsaal des Bataclan, als aus dem Nichts heraus Gewehrsalven auf dich niederregnen, umstehende Menschen von den Füßen reißen und Leid und Angst mit sich tragen.

Alles, was dich jetzt noch retten kann, ist dich tot zu stellen. Und dann ist da plötzlich dieser Fremde am Boden neben dir, der dir nur mit einem Händedruck, mit Blicken und geflüsterten Worten zu verstehen gibt, dass dies nicht das Ende ist! Dass ihr hier raus kommt, aus diesem Armageddon! Gemeinsam ...

Rèmy und Ava, zwei Seelen, zwei Herzen die einander begegnen und von der ersten Sekunde an erkennen. Die sich trotz aller Widrigkeiten, die sie umgeben, aufeinander einlassen, in der Hoffnung auf Glück, Heilung und Liebe. Doch beide ahnen nicht, wie knapp bemessen ihr Anrecht darauf ist ...

Anleser:
Ich spüre wie der Mann neben mir mit dem Daumen behutsam über meinen Handrücken streicht. Ein winziger Versuch, Kraft zu spenden. Ich hebe die Lider und sehe ihn an. Sehe auch in seinen Augen die Hoffnungslosigkeit dieser Situation. Erahne, dass auch er abschließt mit allem Weltlichen, mit dem Leben, das bisher das seine war. Vielleicht hat er eine Frau und Kinder, die zu Hause auf ihn warten, noch unwissend bezüglich des Massakers, in welches ihr Vater und Ehemann hineingeraten ist. Er hält meinen Blick, tastet meine Züge ab, scheint ergründen zu wollen, wie es um mich steht und findet jene Bereitschaft, in diesem Inferno zu sterben, wie ich sie in den seinen finde ...

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19. März 2020

'Tod eines Milliardärs' von Nick Stein

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Nick Stein
Nur mit knapper Not ist die notorische Mörderin Viola Kroll der Polizei und der Mafia entgangen. Sie hat ihren Tod fingiert und ist in die USA entkommen. Dort hat sie mit dem Pass eines ihrer Opfer eine Stelle als Übersetzerin angenommen. Ihr erster Job ist es, einen Krimi zu übersetzen, in dem ein Sadist Frauen hypnotisiert und sie dazu bringt, sich Strom durch den Körper zu leiten. Zwei Frauen sterben.

Viola, die sich jetzt Ann nennt, erinnert sich an einen ähnlichen Fall und beginnt zu recherchieren. Schreibt sich hier ein Autor sein schlechtes Gewissen von der Seele? Hat er womöglich selbst gemordet und verarbeitet seine Taten literarisch?

Auf der Spur des Autors trifft sie auf einen Mann, der ihr selbst den Weg zu ihrem neuen Job geebnet hat. Er hat ihr auch den Roman geben lassen, damit sie zu ihm findet. Er ist ein skrupelloser Geschäftsmann und hat alles über Viola herausgefunden. Er weiß, dass sie in ihrer Vergangenheit eine kühle und effiziente Mörderin gewesen ist, und will sich ihre Fähigkeiten zunutze machen.

Er hat sie in der Hand und zwingt sie dazu, einen letzten Mordauftrag anzunehmen. Sie soll einen Milliardär umbringen, den Golfer und Baulöwen Ronald Dumb, einen äußerst einflussreichen Mann. Viola/Ann hatte andere Pläne, kann ihrer Vergangenheit aber nicht entfliehen. Sie stellt sich der Aufgabe, den verhassten Mann elegant ins Jenseits zu befördern, ohne erwischt zu werden.

Ein unmögliches Unterfangen, das von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist ...


Das Buch ist Teil drei einer Reihe BLUTBÜCHER. Teil eins, BEI ABLEHNUNG MORD, handelt von einem Autor, der unliebsame Lektoren beseitigt, bis er an eine ebenbürtige Gegnerin gerät. Teil zwei, ATELIER DES TODES, handelt von der Person Viola Krolls, die sich von einem behüteten und wohlerzogenen Kind in eine vielfache Mörderin verwandelt.

Die Serie wird mit Teil vier, ABSCHIED EINER MÖRDERIN, beendet werden. Alle vier Teile teilen sich ein Titelbild, jeder einzelne Titel ist ein Teil davon. Jeder Roman kann auch komplett für sich allein gelesen werden.

Anleser:
Dem eigenen Tod in Italien nur mit knapper Not entronnen, sieht sich die mehrfache Mörderin Ann an ihrem Fluchtort New York vor die Wahl gestellt: Sie soll den Milliardär und Golfer Ronald Dumb beseitigen, sonst wird sie bloßgestellt. Eine Wahl, aus der es kein Entrinnen gibt …

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'Kyla – Kriegerin der grünen Wasser: Die Reise' von Regina Raaf

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website Regina Raaf | Website zur Buchreihe
In der prachtvollen Stadt Tritam nimmt Kyla die Spur ihres ehemaligen Kampflehrers Quyntyr auf. Ihr Weg führt sie zum Berg Ultay, inmitten eines Clans, der Kyla mit neuen Wahrheiten konfrontiert und Zweifel in der jungen Kriegerin sät.

Angetrieben von den Rätseln um ihre Vergangenheit, die Quyntyr ihr offenbart, muss sie sich schließlich einer Begegnung stellen, die einfach alles verändert.

Band 2 der Reihe "Kyla - Kriegerin der grünen Wasser"

Anleser:
»Los, Golan, wir wollen sehen, was uns in Tritam erwartet!« Kyla trieb ihr Pferd an. Sie ließ es den Berg hinabsteigen, dessen Weg in die gewaltige Talsenke führte, in der die Stadt Tritam erbaut worden war. Die Straßen und niedrigen Gebäude lagen inzwischen im Schatten, doch die höheren Bauwerke schienen im schwindenden Sonnenlicht in purem Gold zu erstrahlen. Schon von hier aus konnte Kyla erkennen, dass unzählige glitzernde Elemente in die hellen Steine eingearbeitet worden waren. Das Funkeln war in der tiefstehenden Sonne stellenweise schon ein Gleißen. So grell, dass sie die Augen ab und zu schließen musste. Kyla war froh, ihr Ziel noch vor Einbruch der Dunkelheit erreicht zu haben.
Die vergangene Nacht war äußerst unbequem für Reiterin und Pferd gewesen. Kyla hatte es bedauert, als die dichten Wälder hinter ihnen gelegen hatten, und sie gezwungen gewesen war, mit Golan für die Nacht im Gasthaus eines kleinen Dorfes unterkommen zu müssen. Ihr Bett war so altersschwach gewesen, dass es bei der kleinsten Bewegung laut geknarzt hatte, und ihr Rücken sich auf der dünnen Matratze durchbog wie fauliges Jantholz. Im Nebenzimmer hatten ein paar Männer offenbar zu viel des Wirtshausbieres genossen – sie sangen und stritten miteinander im Wechsel die gesamte Nacht hindurch.

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18. März 2020

'Kelch der Toten' von Ivory MacIntyre

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website zum Buch
1904. Riesige schwarze Hundebestien mit glühenden Augen versetzen die Bevölkerung des englischen Städtchens Fenhole in Angst und Schrecken. Hat sich im Steinkreis nördlich der Stadt ein Tor zu einer anderen Welt geöffnet?

Als dann Bürger der Stadt von einer mysteriösen Seuche wie mumifiziert zurück gelassen werden, verlangen die Menschen Antworten und Hilfe. Während Cole und Diana nach einer rationalen Erklärung suchen, hofft Nell den Mörder ihrer Eltern zu finden, denn er scheint mit diesen Hunden in Verbindung zu stehen.

Kann der mysteriöse Hexenjäger Reece ihnen die erhofften Antworten geben?

Anleser:
„Und wo sollte Craven die Hunde herhaben? Hat er die in seinem Hinterhof gezüchtet, um sie hier durch die Sümpfe zu scheuchen?“, fragte Hutch, der Victors Ansichten nicht teilen konnte.
„Was? Hunde?!“, rief Victor ungläubig. „Das waren keine Hunde, Hutch!“
Victor zeigte ins Moor hinein und sein Blick flackerte, als stünde er kurz davor, auszurasten. „Und das waren keine Wildschweine!“, schrie er wutentbrannt, sprang auf und trat gegen ein Grasbüschel. „Verfluchtes Moor! So ein abgekartetes Spiel! Dieser alte korrupte Klappergreis!“
Nell konnte Victors Wut verstehen, die Situation warf mehr Fragen auf, als sie beantwortete.
„Ich sag dir, ich werde jetzt zu Craven gehen und ihn mit seinem Bart am Glockenturm aufhängen!“, donnerte Victor und hob die geballte Faust, als wenn er den Bart schon in der Hand hielte.
„Beruhige dich, Victor“, redete Hutch weiter auf ihn ein. Das Letzte, was sie jetzt gebrauchen konnten, waren Höllen­hunde, die durch Victors lautes Gebrüll angelockt wurden. „Lass uns verschwinden, bevor wir doch noch erschossen werden.“

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17. März 2020

'Schlanker Body 40+ Abnehmen und Haut straffen ohne OP' von Lisa Faustbrandt

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Sie sind 40+, übergewichtig und Ihre Haut sah auch schon straffer aus? Dann geht es Ihnen wie vielen Frauen in diesem Alter auch. Dieses Buch könnte vielleicht die Lösung Ihrer Probleme werden. Dies ist kein klassischer Ratgeber. Es gibt keine Abhandlung über Hitzewallungen, Kalorien-Berechnungen oder komplizierte Rezepte.

Die Autorin kommt schnell auf den Punkt. Konkret und praxisnah gibt sie Antworten auf Fragen wie z.B. diese hier:
- Kann man die Elastizität der Haut mit 40+ noch signifikant erhöhen und wenn ja, wie geht das?
- Wie wird das Gesicht wieder glatter und zwar ohne Spezialcreme, Botox oder Skalpell?
- Was kann man selbst tun, damit die Beine wieder traumhaft schön werden?
- Gibt es einen konkreten Tipp, damit der Bauch wieder sichtbar flacher wird?
- Wie schnell kann man mit 40+ sichtbare Resultate erzielen?
- Wie kann man das Bindegewebe wirklich stärken?
- Können die Innenseiten der Oberschenkel wieder an Form gewinnen und wenn ja wie?
- Worauf muss man achten, um bis zum Erfolg am Ball zu bleiben?
- Was muss man mit 40+ anders machen, um erfolgreich abzunehmen und das Gewicht dann auch zu halten?
- Warum ist die Anzahl der Mahlzeiten beim Abnehmen nicht wichtig?
- Welche 12 Ernährungstipps helfen dabei, abzunehmen und gleichzeitig die Haut zu straffen?
- Wie können Heißhungerattacken minimiert werden?
- Was ist der Unterschied zwischen dem „Ständig-Esser“ und dem „Selten-Esser“?
- Ist es möglich, die Fettverbrennung in nur 2 Schritten so richtig auf Trab zu bringen?

Es geht in konkreten Schritten um die Lösung der beiden sichtbaren Probleme: Übergewicht und schlaffe Haut. Das hier vorgestellte Konzept ist nicht allgemein gehalten. Konkrete Schritte begleiten Sie auf dem Weg zum schlankeren und strafferen ICH. Anhand der Informationen wird das Konzept an die jeweils ganz persönliche Ausgangslage angepasst und genau dieser Aspekt macht es erfolgreich. Bekanntes und Neues werden hier zu einem funktionierenden Ganzen kombiniert.

Starten Sie Ihre ganz persönliche Body-Reise zu einem schlankeren und strafferen ICH. Sie werden sich wieder so richtig wohlfühlen in Ihrem Körper.

Leseprobe:
Erinnern Sie sich noch an früher, unbeschwerte Sommer, ärmellose Blusen? Tolles Gefühl, nicht wahr? Tja, so ab 40+ oder vielleicht erst 50+ ist das Gefühl nicht mehr ganz so toll.

Weich, schwingend und irgendwie aus der Form geraten - Winkearme. Und wer Gewicht reduzieren konnte …. hat das „weiche und mitschwingende“ Problem noch deutlicher vor Augen.

Wenn man mit 40+ sein Gewicht reduzieren möchte und gleichzeitig die Haut straffen muss, sollte man das „Body-Projekt“ als Ganzes und nicht in einzelne Problemzonen aufgeteilt ansehen.

Die Sache mit dem „Abnehmen ab 40+“ wird nämlich sonst für viele zum Desaster. Frustrierend.

Oft nimmt man ab. Was dann folgt, sind neue Probleme. Entweder schlaffe Haut, die bei jeder Bewegung mitschwingt, oder der berühmte „Jo-Jo-Effekt“ als Folge einer falschen Diät.

Fakt ist: Sie müssen nicht hungern, um Gewicht zu verlieren. Im Gegenteil!

Regelmäßige Mahlzeiten sind das A und O einer erfolgreichen Ernährungsumstellung. Ziele werden so viel schneller erreicht.

Sie halten Ihren Hunger unter Kontrolle und nehmen einfacher ab. Sie werden Pfunde verlieren und dabei die Haut deutlich straffen.

Also Leinen los! Lassen Sie uns gemeinsam das Abenteuer „Abnehmen mit 40+“ beginnen.

Lassen Sie uns den Wechsel zu einem schlankeren und strafferen Body starten.

Abnehmen mit 40+ ist wie eine Abenteuerreise! Sie müssen Ihre Ziele festlegen, Ihre Route planen und dann abheben!

Wir wissen alle, wie es ist, wenn wir eine Reise planen.

Wir machen eine Bestandsaufnahme, planen die Reiseroute, nehmen einen Kompass mit, um von der Route nicht abzuweichen und lassen uns gespannt auf das Abenteuer ein.

Vor allem aber freuen wir uns riesig!! Also, wo ist das Lächeln auf Ihren Lippen?

Ok, legen wir mit der Bestandsaufnahme los. Das ist die beste Methode, um Ihr Problem sofort zu erkennen.

Eine moderne Frau?

Sie ist toll! Attraktiv. Mitten im Leben und 40+. Engagiert sich meist im Beruf. Managt das Familienleben.

Sie achtet auf Ihr Äußeres. Freie Zeit ist Luxus für sie. Wenn es ums Aussehen geht, so möchte sie vor allem sich selbst gefallen. Sich einfach wohlfühlen.


'A. S. Tory und die verlorene Geschichte' von S. Sagenroth

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website zum Buch
Eine E-Mail mit einer Adresse in Venedig, einem Foto aus den Dreißigerjahren und einer Gratulationsanzeige.

Mehr Informationen haben Sid und Chiara nicht, als sie beschließen, die Vergangenheit eines mysteriösen Engländers zu enträtseln. Bei ihrer Suche landen die beiden im alten Ghetto Venedigs, im Wiener Untergrund und in Berlin-Kreuzberg. Nach und nach erforschen sie eine Biografie, die von einer ersten Jugendliebe, allerbesten Freunden, grenzenlosem Hass und Tragik erzählt. Unmerklich verwebt sich die Geschichte mit der Gegenwart und ihnen selbst. Gelingt es, das Puzzle vollständig zusammenzusetzen?

Eine spannende Reise durch die Zeit, nicht nur für Jugendliche.

Anleser:
Campeto - Mittwoch, 26.09.2018
Die Herbstsonne schien in den gepflasterten Innenhof und schimmerte in den Fensterscheiben. Ein warmer Goldton lag auf den Hausmauern und bunte Wäschestücke tanzten an der Leine. Eng zusammengerollt schliefen die beiden Katzen unten auf der Ladefläche des Pick-ups.
Chiara wandte ihren Blick vom Fenster, strich die widerspenstigen roten Strähnen aus ihrem Gesicht, seufzte und starrte wieder auf das Aufgabenblatt. Erörtern Sie, welche Faktoren gegen Ende der Weimarer Republik die politisch radikalen Kräfte am linken und rechten Rand stärkten.
Schon seit einer Stunde saß sie am Schreibtisch und hatte nichts Gescheites zu Papier gebracht, konnte sich einfach nicht konzentrieren. Diese E-Mail … sie hatte sie mehrmals gelesen, wusste nicht, was sie davon halten sollte. Dennoch, die Neugier war da, hatte sie sofort gepackt und nicht mehr losgelassen.
Zeit, eine Entscheidung zu treffen.
Chiara griff ihr Handy, öffnete ihr Postfach, klickte auf Weiterleiten und schickte in direkter Folge eine Kurznachricht. Sid, schau mal in deine Mails …

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16. März 2020

'Tribut der Leidenschaft' von Laura A. Rose

Kindle (unlimited)
Verführung. Verrat. Verdammnis.

Tim tötet ungewollt seine Freundin im Streit. Bei der Polizei erhält er von einer Fremden ein Alibi, später wird diese Frau einen hohen Tribut dafür verlangen.

Tim verfällt der Frau immer mehr, im Rausch der Obsession droht er immer weiter die Kontrolle zu verlieren und ihrer Forderung nachzukommen: ihren Gatten zu ermorden.

Anleser:
Der Unfall
Er starrte auf das rote, glänzende Blut, das ihre Schläfe wie Öl hinunterrann. Das hatte er nicht gewollt! Wie konnte so etwas passieren? Sein Puls raste und er spürte seinen Herzschlag an seiner Kehle. Langsam trat er näher an sie heran. Wie sie da lag. In sich zusammengesackt, die Beine unnatürlich übereinander gekreuzt, die Arme schlaff vor ihrer Brust verschränkt. Erst hatte sie ihn weggeschubst, nein, gestoßen und dann ihre Arme schützend vor ihren Oberkörper genommen. Und er. Ja, was hatte er getan? Lediglich gewehrt hatte er sich, ein bisschen gestoßen hatte er sie. Er war wütend gewesen. Ja, aber das hatte er doch nicht gewollt. Er bückte sich zu ihr herunter, sah ihr ins Gesicht, fühlte ihren Puls an ihrem Hals und ihrem Handgelenk. Doch schon an der Art, wie ihr Handgelenk, so dünn und blass, in seiner Hand lag, wusste er, dass sie den Schlag nicht überlebt hatte. Sein Herz schien mittlerweile zu versuchen, über seinen Hals nach oben seinen Körper durch seinen Mund zu verlassen. Plötzlich merkte er, wie schlecht ihm war. Der metallische Geruch ihres Blutes stach ihm mit einem Mal in die Nase und schien sich in Sekundenschnelle im Wohnzimmer auszubreiten. Er würgte, stolperte, rammte den Glastisch beim Aufstehen und schaffte es ins Bad, noch bevor er sich übergeben musste. Vom Würgen schmerzte sein Magen und sein Rachen brannte. Dieser Geruch, die schlaffen Arme, das ölige Blut. Sämtliche Muskelkraft schien für eine gewisse Zeit gänzlich seinen Körper verlassen zu haben. Als er sich zitternd aufrichtete, mit beiden Händen erst am Toilettensitz festhaltend, dann an der Badewanne, fiel ihm auf, wie still es war. Noch vor einer halben Stunde hallten wütendes und aufgewühltes Geschrei durch die ganze Wohnung, bis dieser dumpfe Schlag und ein metallisches Klirren die Stille verkündeten. Sie wird nie wieder schreien. Nie wieder wütend sein.

Als er zurück ins Wohnzimmer ging, fiel sein Blick auf die Metallstatue, die etwa einen Meter von ihr weg lag. Es war eine Miniaturversion des Eiffelturms, aber immer noch groß genug, um höllischen Lärm zu machen, wenn sie zu Boden fiel. Nahm man den oberen Teil der Statue ab, konnte man im unteren Drittel eine kleine Kerze hineinstellen. Sie schwärmte immer schon für so einen Kitsch. In all den Jahren, in denen sie zusammenlebten, füllte sie die Wohnung immer mehr mit solchen Staubfängern. Er fand es schrecklich. Nicht modern und puristisch wie er es am liebsten hatte, aber er war selten zuhause. Sollte sie halt machen. Nur diese Figur, den Eiffelturm, hatte er ihr geschenkt. Weil sie gequengelt hatte. Die ganzen vier Tage, die sie vor vier Jahren in Paris gewesen waren. Weil er selten zuhause war, war sie ständig wütend. Immer diese Vorwürfe, wenn er nachhause kam. Dabei machte er doch überhaupt nichts. Es war sein Job, ständig in Hotels zu schlafen in stärkedurchtränkter Bettwäsche und mit einem Minzbonbon auf dem Kissen. Es war nicht seine Schuld, dass er tausende von Kilometer im Jahr fuhr, während sie gemütlich zuhause hockte und sich langweilte. Ja, er war sich sicher: Sie langweilte sich einfach und deshalb ging sie ihm ab dem Zeitpunkt, wo sein Fuß über die Schwelle trat, auf die Nerven. Als Ausgleich für seine Abwesenheit machte er so oft wie mögliche Kurzurlaube mit ihr. So wie der Vier-Tages-Trip nach Paris – die Stadt der Liebe. Und selbst da nervte sie ihn ständig. Mit dieser Miniaturversion des Eiffelturms, die sie unbedingt haben musste. Das blöde Ding war nicht mal teuer, aber sie ging ihm auf die Nerven. Er hätte niemals so einen Kitsch als Geschenk ausgesucht. An sich machte es ihm nichts aus, ihr etwas zu schenken. Auch Geld spielte da keine Rolle, aber eben nicht so einen kitschigen Scheiß. Und nicht, wenn sie ihn drängte. Damals wusste er nicht, warum er sich letztlich hatte erweichen lassen. Vielleicht wegen diesem einen Moment am zweiten Abend, als sie essen waren in der Rue de Rivoli, in einem herrlichen Restaurant. Er freute sich innerlich darauf, den bestellten Fisch zu genießen, die Spezialität des Restaurants und sie hatte sich dem Fenster zugewandt und schwieg. Dabei lächelte sie, blickte neugierig nach draußen und auf ihrer kleinen Nasenspitze schimmerte das Licht der untergehenden Sonne. Da hatte er sie angeschaut, ganz bewusst und sich erneut in ihr zartes Profil verliebt. Ihre vollen Lippen zuckten leicht, als könne sie ein Lachen nicht zurückhalten. Ihre hohen Wangen wirkten rosig und ihre langen, dunklen Wimpern schlugen zart aufeinander. Ihr Profil hatte einfach etwas Verführerisches. „Ich liebe dich“, flüsterte er damals und sie zog schüchtern die Schultern hoch. Sie konnte ihn verrückt machen. Später schafften sie es nicht einmal ins Hotel, sondern fielen in einer schmalen Seitengasse nahe dem Louvre übereinander her. An ihre lustvollen Seufzer dachte er bis heute noch gerne zurück. Sie schienen von den hohen Wänden zu hallen und ihren Weg in die Welt zu suchen. Am Morgen danach lenkte er sie mit einer Ausrede ab. Er müsse ein wichtiges Telefonat führen. Beruflich. Und sie nörgelte wieder. Bis er zurückkehrte mit einem roten, glänzenden Paket hinter seinem Rücken. Als sie erkannte, was er ihr geschenkt hatte, verstummte ihre Nörgelei.

Was für eine beschissene Ironie, jetzt wo sie neben seinem Geschenk lag, schweigend und tot. Mittlerweile hatte er die Figur aufgehoben, war ins Bad gegangen, hatte die kleinen, dunklen Blutspritzer vom Metall abgewaschen und den Eiffelturm wieder auf das Regal gestellt, von dem dieser vor gut einer halben Stunde heruntergekracht war.

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13. März 2020

'Samael Forces' von Nici Hope

Kindle | Taschenbuch
Blutwut Verlag
Eine Akademie unter der Leitung der Höllenfürsten.
Ein Syndrom, das die Menschen von der Magie abschneidet.
Eine Mission für die Kinder der Nacht.
Ein neuer Trip mit Luna, Matteo und Co.

Diese Reihe wagt den Spagat zwischen Horror, Fantasy und Cyberpunk …

Auch im zweiten Teil treibt euch Hope mit der Peitsche durch die Zeilen und überall tropfen Mysterien, Sex, Blut und Magie.
Link zu Band 1 der Samael Chroniken.

Altersempfehlung: ab 16 Jahre.

Anleser:
Und dann war da Lilith, die wirklich erste Frau. Geschaffen aus demselben Lehm wie Adam, ebenbürtig in Stärke und Schönheit. Geschaffen von diesem Obermacker Mr. G, zumindest behauptet er das.
Adam und Lilith liebten sich wild und animalisch im Urschlamm. Doch da erschrak Mr. G vor Liliths Leidenschaft und wollte sie bändigen, gar befehligen und unterdrücken. Ruhig sollte sie unter Adam liegen, schweigsam und gefügig.
Mr. G sah die schwarzen Flammen in Liliths Herz brennen, zwei an der Zahl, und es war das Feuer des Satans. Er erkannte, dass sich im Schöpfungslehm, im Gemisch aus Wasser und Erde, Leviathan und Belial versteckt hatten und nun in Liliths Körper hausten. Und jedes Heben und Senken ihres Brustkorbes, ihr unkeuscher Atem, das war Luzifer.
Von Anbeginn der Zeit war Samael als magische Energie in Gottes Schöpfung, denn die ersten Menschen waren ein Wunder der Natur, waren aus den Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft. Und jedes so entstandene Wesen – Mensch, Tier oder Pflanze – war sich selbst ein Gott, erfüllt und voller Leidenschaft.
Lilith spürte diese Natur, ihre innewohnende Macht, ihre eigene Göttlichkeit und war Mr. G ein Dorn im Auge.
Bevor er ihre inneren Flammen ersticken konnte, floh sie aus dem Paradies Eden.
Mit ihrer Fähigkeit zur Magie, ebenso stark wie die von Mr. G, ließ sie sich Flügel wachsen, hob ab und blickte nicht zurück. Niemand hatte ihr zu sagen, wie sie leben und lieben sollte!
Adam blieb in Eden, unwissend und benebelt von Mr. Gs Lügen.
So ging Lilith als erste Hexe in die Geschichte ein. Sie spürte als erstes Wesen ihre magische Fähigkeit. Die Elemente flüsterten in ihr, führten sie in eine Molekülebene zwischen Raum und Zeit, direkt zur Unterwelt und damit zur Quelle der Ur-Energie, zu Samael, dem Ofen der Willenskraft.

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12. März 2020

'Conflicting Vibes: Robert & Viktoria' von Monica Bellini

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website | Autorenseite
Konflikt. Substantiv, maskulin. Definition: Wenn ein sexy Bad Boy auf eine charmeresistente Karrierefrau trifft.

Viktoria ist glücklich, als ihr Flugzeug in Wien landet. Die Jahre im Ausland haben sich gelohnt. Endlich hat sie den Job als Chefcroupier, auf den sie hingearbeitet hat. Doch als sie ihre Wohnungstür aufsperrt, findet sie das reinste Chaos vor. Der Kollege, der sie im Casino Wien einweisen soll, betatscht sie. Und als ob das nicht reichen würde, behandelt ihr Nachbar sie wie den letzten Dreck – bevor er sie küsst und sie ihn mit einer Ohrfeige in die Schranken weist.

Kratzbürstige Frauen mag Robert nur im Bett. Hysterische Weiber hingegen gar nicht. Dem Geschäftsführer des Szenelokals Vibes ist die morgendliche Ruhe in seiner neuen Wohnung heilig – während seine Nachbarin um diese Zeit schreit und kreischt. Als sie auch noch ihren gesamten Hausrat ausgerechnet an der gemeinsamen Wand zertrümmert und ihn aus dem Schlaf reißt, ist seine Geduld am Ende ...

Abgeschlossener Liebesroman mit heißen Szenen und Happy End.
„Conflicting Vibes: Robert & Viktoria“ ist der vierte Roman der „LoveVibes“-Reihe. Alle Bücher können ohne Vorkenntnisse gelesen werden.


Anleser:
ROBERT
Es waren vier himmlische Tage. Ausschlafen zu können, nachdem ich einen Großteil der Nacht damit verbracht habe, lächelnd meinem Job nachzugehen – den ich liebe –, ist herrlich. Fast hatte ich vergessen, dass ich neben einer Verrückten wohne. Jetzt sitze ich mit rasendem Herzschlag aufrecht im Bett, anstatt mir die Decke über den Kopf zu ziehen und weiterzuschlafen. Ich hatte tatsächlich verdrängt, dass sie von vier Tagen Ruhe gesprochen hat, als sie mir den hochmütigen Blick zuwarf und mit ihren Freundinnen verschwand. Kolleginnen, berichtige ich mich (ich bin überzeugt davon, dass niemand mit einer wie der befreundet sein will) und starre auf die Wand, gegen die etwas geflogen sein muss – auf der anderen Seite der Mauer, die uns glücklicherweise trennt. Keine Ahnung, wo dieses biestige Weib aufgewachsen ist, doch in normalen Familien schmeißt man nicht mit Gegenständen durch die Gegend, die dann mit einem lauten Krach zerbrechen. Wenigstens nicht in meiner. Wortgefechte ja und manchmal werden sie auch lautstark ausgetragen, aber so etwas? Nie! Da drüben kreischen und schreien Frauen wie bei einer Gefängnisrevolte – zumindest stelle ich es mir so vor. Glücklicherweise kenne ich niemanden, der mir vom Leben im Knast erzählen könnte, doch ich liebe Actionfilme. Wobei Männer sich eher mit behelfsmäßigen spitzen Gegenständen an die Gurgel gehen und sparsam mit Worten umgehen. Frauen hingegen nutzen genau diese, um sich gegenseitig fertigzumachen – und zwar bis zum bitteren Ende. Und das ist dem Geschrei nach das, was offenbar in der Nachbarwohnung passiert.
Ich sollte die Polizei rufen! Nein, besser nicht. Wenn irgendjemand dieses hysterische Weib umbringt, werde ich endlich meinen Frieden haben.
Bums. Knall. Geschepper. Hektisch werfe ich die Decke zurück, gehe ins Badezimmer, benutze die Toilette, dusche, trockne mich ab. Und dann stehe ich minutenlang mit auf dem Waschtisch aufgestützten Händen da und starre in den Spiegel. Selbst hier höre ich das Gekreische, das immer wieder von lautem Krach begleitet wird. Was auch gegen die Wand geworfen wird, es ist zerbrechlich. Ein teuflisches Grinsen überzieht mein Gesicht. Irgendwann wird denen da drüben das Geschirr ausgehen und es wird Ruhe einkehren. Dann werden sich die Weiber (egal, wie viele es sind, aber es muss eine Horde sein) gegenseitig an die Gurgel gehen und eine der beiden Parteien wird gewinnen.
Hoffentlich die andere und nicht die meiner Nachbarin.
Bin ich ein böser Mensch? Nein. Doch in diesem Fall geht es um mich und dieser gehässige, durch und durch eigennützige Gedanke ist mein gutes Recht. Das wäre an jedem Tag so, aber heute mehr als sonst.
Normalerweise ist mir mein Geburtstag egal. Wären es nicht immer die anderen – allen voran Jason –, die irgendwann im Lauf des Abends im Vibes auf mich anstoßen, würde ich nicht einmal daran denken. Nur haben sie mich gestern schon um Mitternacht überrumpelt und hochleben lassen. Ich hatte mich noch gewundert, dass Benjamin und Leonie, Max und Jasmin, sogar Steve und sein koreanischer Lover Charly, sich unter der Woche mit Jason und Sophie im Vibes trafen. Und den ganzen Abend über war ich froh gewesen, dass das Lokal voll war und ich mich immer wieder hinter die Bar verziehen konnte, um Tobias und Mario zu helfen. Vier verliebte Pärchen auf einem Haufen waren einfach zu viel für mich. Hätte mir vor einem Jahr irgendjemand gesagt, dass meine engsten Freunde sich alle innerhalb kurzer Zeit mit dem Liebesvirus anstecken würden, ich hätte schallend gelacht.
Auch Steve, dem sanften und einfühlsamen Manager von Vibes Fashion, hätte ich nicht zugetraut, sich Knall und Fall in eine Beziehung zu stürzen. Er, der von seinem Vater wochenlang verprügelt und eingesperrt wurde, als er sich outete, und danach auf der Straße lebte, müsste Angst vor einer Partnerschaft haben – habe ich immer gedacht. Doch dem ist nicht so. Als Jason ihn vor Jahren unter seine Fittiche genommen hat, fasste er nicht nur zu ihm Vertrauen, sondern ließ sich therapieren, schloss die Schule ab und studierte Wirtschaft. Als ich nach Wien zurückkam, war er schon nicht mehr der verschüchterte Teenager, den ich während eines Heimaturlaubs kennengelernt hatte. Aber der glückliche Mann, der er nun ist, seitdem Charly Chen als Designer in die Firma und in sein Leben getreten ist, hat nichts mehr mit dem früheren Steve gemeinsam.
Er und all meine anderen Freunde haben mich gestern Abend immer wieder abgelenkt. Ich wollte nicht zu ihrem Tisch schauen, aber ich tat es trotzdem – bis Tobias mir den Shaker aus der Hand nahm und den Inhalt kopfschüttelnd in den Ausguss leerte. Die Flüssigkeit hatte eine scheußliche Farbe, und ich wusste beim besten Willen nicht, was ich da vermischt hatte und für wen ich etwas mixen wollte. Keine Bestellung war offen. Das war zu dem Zeitpunkt, als ich mir ernsthaft überlegte, mit irgendeiner Entschuldigung zu verschwinden, und Mario dabei beobachtete, wie er zwei Flaschen unseres teuersten Champagners aus dem Kühler nahm und mit dem großen Eiskübel zu Jason brachte. Nur eine Minute später überrumpelten sie mich und ich musste ihre verliebten Blicke aus nächster Nähe ertragen – vor allem aber die Berührungen, die unzweifelhaft darauf hindeuteten, was jeder von ihnen tun würde, sobald sie das Vibes verließen.
Natürlich habe ich mich gefreut, dass sie mich zu meinem Geburtstag überrascht haben, aber ich war wirklich froh, als sie sich endlich alle entschuldigten, weil sie doch heute arbeiten mussten. Allerdings war ich derart schlecht drauf, dass ich mich einfach nur in meinem Bett verkriechen, den Tag verschlafen und erst morgen wieder aufwachen wollte – frisch und munter. Was ich auch getan hätte. Die Teufelin in der Nebenwohnung hat sich wirklich den falschen Tag ausgesucht, um zurückzukommen. »Wir fliegen Langstrecke. Genießen Sie die kommenden vier Tage, Herr Richter.« Verflucht. Es ist der fünfte Tag und sie hat Wort gehalten.
O Gott – und jetzt?

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