30. März 2012

"Ausgehandelt" von Andreas Adlon

Ein Wall Street-Thriller. Thomas Behrends verwirklicht seinen Lebenstraum als Börsenmakler an der Wall Street. An der Seite seiner Frau und seiner kleinen Tochter scheint das Glück vollkommen. Durch eine verhängnisvolle Order löst er einen Börsencrash aus und sein Leben gerät aus den Fugen.

Drogen und Hacker übernehmen im Leben von Thomas Behrends das Ruder. Als dann noch ein Freund unter ungeklärten Umständen stirbt, beginnt für den Deutschen ein schier aussichtsloser Kampf ...

Gleich lesen: Ausgehandelt: Thriller





Leseprobe:
Alan Drummand hielt das Kratzen unter seiner Haut nicht mehr aus. Er nahm eine Rasierklinge und trieb sie tief in die Haut seiner Arme.
„Die krabbelnden Käfer müssen einfach raus“, sagte sein Kopf. Er sah aus als wäre er Kilometer weit durch einen Dornenbusch gelaufen.
Wann hatte er angefangen diese ‚Legal Highs‘ zu nehmen? Alan wusste es nicht mehr. „Badesalz“ nannte man die billigen Drogen, die für 25 Dollar an jeder Straßenecke in New York zu bekommen waren. Ein Kumpel, jedenfalls hatte ihn Alan früher mal dafür gehalten, brachte ihn zu dem Zeug. Der Footballer befand sich in einer labilen Phase. Sein sogenannter Kumpel wollte ihn aufmuntern.
„Pfeif dir das Zeug in dem Tütchen rein und du kommst ganz anders drauf.“
Kurz davor hatte Alan die niederschmetternde Diagnose des Campus Arztes bekommen. Zuerst verstand er gar nicht, was der Arzt ihm sagen wollte. Also fragte er nach.
„Ich verstehe diese Fachbegriffe nicht. Was bedeutet das für mich?“
„Um es einfach auszudrücken, Alan: Dein Knie ist kaputt. Es ist dauerhaft geschädigt. Damit kannst du kein Football mehr spielen – no way - keine Chance. Konzentrier dich auf die Uni …“
Den Rest des Vortrages hatte Alan nicht mehr gehört. Er hatte einfach abgeschaltet.
Früher hatte er sich noch ein Football-Spiel der Profis angesehen: Die Greenbay Packers schlugen die San Francisco 49ers überlegen mit 47:13.
"Ausgehandelt" im Kindle-Shop

28. März 2012

'Hopser will helfen' von Annette Paul und Krisi Sz.-Pöhls

Ein Bilderbuch für Kinder ab 4 Jahre mit Illustrationen von Krisi Sz.-Pöhls. Hopser ist der Jüngste in der Familie Osterhase. Vor Ostern haben alle viel zu tun und keiner hat Zeit für Hopser. Er stört die Großen nur bei der Arbeit und darf ihnen nicht helfen, weil er zu klein ist. Dabei würde er so gern mitarbeiten. Doch zum Glück gibt es Oma und Opa.

Gleich lesen: "Hopser will helfen" von Annette Paul und Krisi Sz.-Pöhls

Leseprobe:
[...] Beleidigt zieht Hopser sich unter den Haselnussstrauch zurück. Wenn alle so viel Arbeit haben, warum darf er nicht helfen? Eine Weile schmollt er, endlich hat er eine tolle Idee. Als Opa aus seiner Werkstatt kommt, um eine Pause und ein kleines Nickerchen in der Sonne zu machen, schlüpft Hopser in Opas Werkstatt.
Oma ist noch immer in der Küche, sie muss jetzt die Küchenarbeit ganz alleine für die große Familie machen. Erst wenn sie damit fertig ist, hat sie Zeit, Osterkuchen zu backen. Deshalb ist niemand in Opas Werkstatt. Hopser holt sich fünf Eier aus dem Korb, genauso viele wie er Finger hat. Er stellt sie in die Eierbecher auf der Werkbank. Dann nimmt er einen Pinsel und die Farbe. Erst malt er blau auf die Eier. Leider landet der Pinsel nicht oben an der Spitze des Eis, sondern irgendwo in der Mitte. Und aus den Wolken werden dicke Kartoffeln. Aber das ist nicht so schlimm. Er hat noch weitere Eier und versucht, ob es besser wird. Wird es nicht. Anschließend taucht Hopser den Pinsel in die gelbe Farbe. Die färbt sich. Erst bilden sich blaue Schlieren und als Hopser kräftig rührt, färbt sich die gelbe Farbe grün. Eigentlich will er eine gelbe Sonne malen, aber hellgrüne Zweige sind auch schön. Seine zarten kleinen Äste werden leider dicke Balken, die krumm und schief sind. Er probiert es auf dem nächsten Ei und dann auf den restlichen drei Eiern. Überall sind jetzt blaue Kartoffeln und hellgrüne Balken. Gar nicht so, wie er es möchte. Er nimmt sich frische Eier und malt weiter.
„Hallo, wer ist denn in meiner Werkstatt?", fragt Opa. Er ist ausgeruht und gut gelaunt.
Hopser erschrickt und lässt ein Ei fallen. Es zerbricht.

"Hopser will helfen" im Kindle-Shop

Mehr über und von Annette Paul auf ihren Blogseiten.

16. März 2012

'Verborgen' von Brigitte Tholen

Spannende und mysteriöse Geschichten. Über Ereignisse, die besser verborgen bleiben, aber ans Licht gezerrt, Ängste auslösen. Die Texte zeigen den verzweifelten Versuch eines Mannes, seinem Fluch zu entgehen. Sie erzählen von grausamen Taten in der Vergangenheit, die sich erst später rächen werden. Sie zeigen, dass die Liebe sich nicht mit Zauberei und Gewalt erzwingen lässt, oder sich in der Liebe verlieren kann.

Gleich lesen: Verborgen

Leseprobe aus "Die Succubus"
Rocard blieb stehen. Ein leises Stöhnen direkt vor ihm. Sie lag, an eine Hauswand gelehnt, in der Nebengasse, das schwarze Haar bedeckte ihr Gesicht. Feine weiße Streifen zogen sich durch die dunkle Mähne.
Offensichtlich geschwächt, streckte sie die Hand nach ihm aus. Versuchte, ihn zu berühren.
„Bitte“, flüsterte sie leise. „Hilf mir.“ Rocard hatte Mühe, sie zu verstehen.
Wahrscheinlich war sie betrunken oder hatte Drogen genommen. Er wollte nicht mit solchen Dingen in Berührung kommen. Es ekelte ihn an. Jede Art Disziplinlosigkeit widerte ihn an.
Der Mond schob sich hinter einer Wolke hervor. Rocard konnte nun etwas mehr von ihrem Gesicht sehen. Die blasse Haut, die blutleeren Lippen, aber ... diese Augen! Für einen Moment fühlte er sich wie gelähmt. Das Schwarz der Iris, das sich wie ein tiefer Abgrund in die Unendlichkeit ihres Inneren zu verlieren schien. Rocard fühlte Übelkeit in sich aufsteigen. Das konnte nicht sein. Hastig drehte er sich um. Er wollte nur weg. Weg von diesen Augen, die alte Erinnerungen in ihm heraufbeschworen.

Im Kindle-Shop: Verborgen

12. März 2012

'UFFBASSE ABNEMME! - oder: Lach Dich Schlank' von Lena Glück

Runde Geschichten in Urlaub und Alltag, sowie gefährliche Selbstversuche auf dem Weg durch den Diäten-Dschungel.

Wie fühlt man sich als gewichtiges Mitglied der Gesellschaft? Was kann einem alles mit den NICHT in die Norm passenden Maße passieren? In welche FETTnäpfchen tritt man unweigerlich, obwohl das erste Motto lautet: "Um keinen Preis auffallen"? Eine etwas andere Erfahrung, die letztlich zu 50 Kilogramm Gewichtsverlust führte.

Gleich lesen: 50 Kilo weg, ohne Verzicht! UFFBASSE ABNEMME! - oder: Lach Dich Schlank

Leseprobe:
Schick in Form und Farbe
Im Jahre 1965 bin ich geboren, und zu meiner Zeit war ich eine gewichtige Ausnahme. Heute hat jedes dritte Kind bereits mit Übergewicht zu kämpfen. In meiner ganzen Schule gab es damals nur zwei Kinder mit diesem Problem. Da ich sehr selbstbewusst war, hatte ich wenig mit Hänseleien zu kämpfen. Allerdings stellte die Kleidung ein großes Thema dar. Große Größen für Kinder und Jugendliche fand man kaum. Ich hatte jedoch das Glück, dass meine Mutter eine Virtuosin an der Nähmaschine war. Natürlich gab es Dinge die sie nicht nähen konnte. Immer dann mussten wir den so verhassten Weg in die Stadt antreten.
Im fünften Laden kam eine überaus freundliche Verkäuferin auf uns zu und meinte:
"Einen Badeanzug für ein so dickes Kind werden Sie wohl in keinem Geschäft finden. Das Kind sollte erst einmal abnehmen."
Meine Mutter, die nicht auf den Mund gefallen war, erwiderte der Verkäuferin Sätze, die diese bestimmt nie vergessen hat. Wir waren nach diesem Erlebnis so frustriert, dass wir erst einmal auf den Wochenmarkt gingen und eine schöne, heiße und vor Fett triefende Wurst aßen.
Jeden Morgen nach dem Duschen kommt der so heißgeliebte Gang an den Kleiderschrank. Habe ich endlich das richtige Kleidungsstück herausgesucht und angezogen, folgt das Unvermeidbare: Der Blick in den Spiegel. Die Wölbungen des Po wollen unbedingt an die Oberfläche und die, mindestens in drei Teile gegliederten, rundlichen Falten des Bauches zeichnen sich wie Rettungsringe unter dem viel zu engen T-Shirt ab. Also hatte ich ein Shirt aus dem Schrank gegriffen, das schon eine ganze Weile darauf gewartet hat, wieder Tageslicht zu sehen. Sie haben bestimmt auch diesen Kleiderschrank zuhause, der alles nach einer gewissen Zeit schrumpfen lässt, oder?
Es gibt zwar die unterschiedlichsten Geschäfte und Versandhandelsketten, die Kleidung für Übergrößen anbieten, doch die Sachen sind meist überteuert. Außerdem muss man schon einen guten Blick dafür mitbringen, was passt oder nicht.
In so einer Boutique für große Größen angekommen, begrüßte mich gleich eine nette, rundliche Dame. Ich fühlte mich wohl, denn auch andere Kundinnen mit meinem Format waren zu sehen. In diesem Ambiente können auch wir aus Herzenslust shoppen. Wohlgemerkt, wenn man das passende Kleingeld zur Hand hat. Die Verkäuferin brachte mir sogleich das gewünschte Oberteil, das ich bereits in einem Katalog zuhause begutachten konnte und das an dem schlanken Model wunderschön anzusehen war.
Die gewünschte Farbe lila stand nicht mehr zur Verfügung, und so brachte mir die Verkäuferin das Shirt in rosa. Rosa war nun gar nicht meine Farbe. Mit meinen Ausmaßen und dieser Farbe fiel mir sofort Miss Piggy ein. Sie überzeugte mich das Oberteil trotz meiner Bedenken zu probieren. Dazu brachte sie mir, weil es gerade so Mode ist, eine Leggings ... "Leggings?"
"Ja", sagte die Dame, "das ist nun mal up to date und Sie können zeigen was Sie zu bieten haben."
Widerwillig zog ich die Sachen an und siehe da, die Leggings passten. Sie waren ganz in weiß gehalten und sahen aus wie die langen Unterhosen meines Großvaters.
Die Orangenhaut konnte ich nicht mehr verbergen. Nein, es kamen sogar die Fettdellen, welche bereits zu Kratern ausgebuchtet waren, zum Vorschein. Darauf nun das ganz in zartem Rosa gehaltene T-Shirt, mit kurzen Armen. Heute trägt man Kurzarm nur noch bis knapp unter dem Schulteransatz, so dass die überaus trainierten Schwabbelarme endlich mal wieder ans Sonnenlicht durften.
Zur Freude meines von der Erdanziehungskraft gezeichneten Baucheswar das Oberteil auch recht kurz geschnitten. Bei meinem Umfang war es durchaus zu vertreten, bauchfrei aufzutreten. Das angesagte Outfit schrie förmlich danach, mein nicht vorhandenes Bauchnabel-Piercing vorzuführen.
Natürlich sieht man immer wieder eher weibliche Wesen, die bestimmt bei dieser Verkäuferin einkaufen. Meist haben wir jedoch einen Blick für diese Dinge und ziehen die zeltartigen Kleidungsstücke vor. Nur, wäre es nicht schön, endlich einmal in einem normalen Geschäft einkaufen zu gehen? Wäre es nicht wunderbar, endlich mit der Mode gehen zu können und eine Unmenge von Geld einzusparen?

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6. März 2012

'Königliche Republik' von Annemarie Nikolaus

Ein historischer Roman über Liebes- und Familienbande vor dem Hintergrund von Aufruhr und Krieg.

Neapel 1647: Mirella Scandore, die ehrgeizige Tochter eines Patriziers in Neapel, geht die Verlobung mit einem Granden Spaniens ein, als sich das Volk gegen die Fremdherrschaft der Spanier erhebt.

Henri de Guise, Herzog von Lothringen, wird nach dem Aufstand zum neuen Dogen von Neapel gewählt. Mirella Scandore lernt ihn zu schätzen und verliebt sich in einen seiner Offiziere, Alexandre de Montmorency. Mirellas Bruder Dario jedoch gehört zu den Gegnern der jungen Republik. Nach einem Anschlag auf das Tuchlager der Familie verbündet er sich mit den feudalen Landbaronen. Als er verraten wird, deckt Mirella ihn schweren Herzens. Doch dann erfährt sie von einem geplanten Attentat ihres Bruders gegen den Dogen, bei dem unweigerlich auch Alexandre getötet würde.

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Leseprobe:
„Man hätte den Fischer liegen lassen sollen, wo der Pöbel ihn verscharrt hat.“ Der Sekretär des spanischen Vizekönigs zog die Mundwinkel verächtlich nach unten. Er warf einen letzten Blick auf den Trauerzug, der den Platz vor dem Schloss überquerte. Ein Dutzend Männer mit phrygischen Mützen führten die düstere Menge an, als wollten sie alle daran erinnern, dass Masaniello einer der ihren gewesen war. Die Rufe der Menschen auf dem Largo di Palazzo kamen nur gedämpft an – aber immer noch deutlich genug: „Viva il Re di Spagna; mora il malgoverno.“
Der Sekretär zog die schweren Vorhänge zu und hüllte den Raum in Dämmerlicht. Eine Öllampe ließ Herzog de Arcos, Vizekönig Seiner Katholischen Majestät in Neapel, das nötige Licht zum Schreiben. Sein Besucher dagegen, der Erzbischof von Neapel, wurde zu einem Schemen im Hintergrund des Arbeitszimmers.
„So lange sie ihrem König treu sind, mögen sie schreien.“ Rodrigo de Arcos steckte unbeeindruckt die Feder ins Tintenfass zurück und streute Sand über das Dokument, das er gerade unterzeichnet hatte.
„Ich teile Eure Meinung nicht, Don Rodrigo.“ Ascanio Filomarino ließ den Rosenkranz in den Falten seines Kardinalsrocks verschwinden und erhob sich. „Mit Masaniello hat die Revolte zwar ihren Anführer verloren, aber nicht ihren Kopf.“
Im Kindle-Shop: Königliche Republik

Mehr über und von Annemarie Nikolaus auf ihrer Website.



2. März 2012

'Wunschlos tot' von Birgit Böckli

Drei düstere Kurzgeschichten: Das Böse ist mitten unter uns. Oft nehmen wir es kaum wahr, spüren nur seinen eisigen Hauch, der uns kurz frösteln lässt oder erahnen eine Bewegung aus dem Augenwinkel.

Doch wem das Böse sich einmal offen präsentiert hat, der ist für immer von dieser Begegnung gezeichnet. Dann bricht die Erde zu unseren Füßen auf und gewährt uns einen Blick auf Dinge, so grauenhaft und bizarr, dass unser Verstand sich weigert, sie zu erfassen. Einen Blick direkt in die Hölle ...

Gleich lesen: Wunschlos tot

Nach Feierabend:
In der Gardinenabteilung taucht ein seltsames Paket auf. Sybille ahnt nicht, dass diese Lieferung ihr Leben für immer verändern wird.

Erkaufte Hoffnung:
Für Walter Sorell erweist sich ein harmloser Arztbesuch als Reise ins Verderben.

Gefährliche Träume:
Nacht für Nacht wird Fräulein Molle von düsteren Visionen geplagt. Doch der wirkliche Alptraum beginnt erst mit dem Erwachen.

"Wunschlos tot" im Kindle-Shop