30. April 2019

'Polizeideutsch: Eine Satire für den mündigen Bürger' von Peter Waldbauer

Kindle (unlimited)
Die Polizei, dein Freund und Helfer, lautet ein bekannter Spruch. Spätestens seit der SAT-1-Reportage Toto & Harry kann es daran keinen Zweifel mehr geben. Deutschlands bekannteste, echte TV-Polizisten zeichnen ein Bilderbuchbild ihrer Zunft: warmherzig, uneigennützig und sozial bis zur Selbstaufopferung. Der Erfolg dieser Doku hat viele Nachahmerserien hervorgerufen. Ob sie Auf Streife (SAT 1), Der Blaulicht-Report (RTL) oder Achtung Kontrolle (Kabel 1) heißen – das Interesse an der täglichen Polizeiarbeit scheint ungebremst. Doch ist dem wirklich so? Denkt der Schutzpolizist in erster Linie an den Bürger? Oder denkt er nicht minder an sich? Zwingen ihn Erfolgsdruck, Zeitdruck und Personalnot gar zur Rücksichtslosigkeit? Gehen erst Menschlichkeit und Anstand, danach Recht und Gesetz verloren? Solche Fragen will dieses Buch beantworten und wie alle Titel der Reihe …-Deutsch tut es dies auf satirische, überspitzte Weise.

Obwohl es humoristisch geschrieben ist, gibt das Buch nützliche Tipps. Wie verhält man sich bei einer Personenkontrolle? Oder bei einer Verkehrskontrolle? Oder gar bei einer Hausdurchsuchung, die auch dem Unschuldigen passieren kann?

Polizeideutsch ist in erster Linie für den Bürger geschrieben. Sollten einige von Ihnen selbst den Beruf des Polizisten anstreben, können Sie nachlesen, welche Voraussetzungen Sie für diesen Beruf mitbringen müssen.

Leseprobe:
Die Amtsbezeichnungen („Dienstgrade“)

Auch wenn die Besoldung mit dem Handwerksberuf vergleichbar ist – Meister bei der Polizei ist kein Titel, den man wie der Handwerker erst nach langen Gesellenjahren und dem Absolvieren einer Meisterschule erhält. Bei der Polizei ist Meister, wer die Ausbildung gerade beendet hat. Ebenso kurios sind die drei Kategorien mittlerer, gehobener und höherer Polizeivollzugsdienst. Man beginnt erst in der Mitte und spaltet dafür die Höhe auf. Ein „unterer“ Dienst ist bei der Polizei nicht vorgesehen, unten steht der Bürger. Nachfolgend die Dienstgrade der mittleren (untersten) Kategorie, weil Sie es mit diesen häufig im Alltag zu tun bekommen. Sie sind zu erkennen an den blauen (früher grünen) Sternen.

Polizeimeisteranwärter (PMA)
Eigentlich eine Dienstbezeichnung, da der Auszubildende ja noch kein Amt inne hat. Zu erkennen an einem blauen Stern auf der Schulterklappe. Als Azubi wird der PMA genauso ausgenutzt wie in anderen Berufen und vorwiegend fürs Kaffeekochen, Bleistiftspitzen und Botengänge eingesetzt. Dafür hat er die Sicherheit, nach der Ausbildung übernommen zu werden. Ständig fragt sich der Grünschnabel, wie es sich wohl anfühlt, jemanden zu verhaften? Ab dem zweiten Ausbildungsjahr darf der Milchbubi den Streifenwagen zur Waschanlage fahren und die Blaulichtflüssigkeit auffüllen. Ab dem dritten Jahr darf er mit zu Einsätzen und beim „Dienstsport“ (Schlägerei) die Rübe hinhalten.

Polizeimeister (PM)
Zu erkennen an zwei blauen Sternen auf der Schulterklappe. Der PM gehört nach einer schmerzhaften Sehnenscheidenentzündung vom vielen Klausurenschreiben zur großen Polizeifamilie. Nun fühlt er sich als etwas Besonderes. Der Grünspatz hat das berufstypische Verhalten und die Umgangsformen gegenüber dem Bürger („Wir gegen die“) von Kollegen abgeschaut oder in der Ausbildung antrainiert bekommen und ist nun reif für den vollen Einsatz. Das Auftreten des Frischlings lässt sich mit folgenden Eigenschaften beschreiben: brüskierend, schroff, rüde, herablassend, arrogant, hämisch, besserwisserisch, rechthaberisch, zynisch und sarkastisch.

Polizeiobermeister (POM)
Zu erkennen an drei blauen Sternen auf der Schulterklappe. Ein POM besitzt im Umgang mit Bürgern eine gewisse Routine und nimmt nicht mehr alles persönlich. Die Übereifrigkeit der Anfangsjahre hat er weitgehend abgelegt. Auf Streifenfahrten mit Kollegen ist er als Dienstgradhöherer der Streifenführer und leitet die Maßnahmen oder führt das Wort. Auch hat er endlich gemerkt, dass der frühere Traumberuf darin besteht, sich um entlaufene Vierbeiner zu kümmern, pupertäre Ausreißer einzufangen, betrunkene Jugendliche nach Hause zu fahren und sich um Zahlstreitigkeiten im Saunaclub zu kümmern.

Polizeihauptmeister (PHM)
Zu erkennen an vier (manchmal auch fünf) blauen Sternen auf der Schulterklappe. Der PHM befindet sich in der Regel im vorgerückten Alter, hat von der Karriere nichts mehr zu erwarten und macht einen ruhigen Innendienstjob. Dies bedeutet Papierkrieg bis zur Pension. Dass ein PHM noch Streife fährt, ist selten, aber wenn Personalnot herrscht, muss auch er raus und mit der Kelle im Regen stehen. Körperliche Aktivität gilt es dabei zu vermeiden, da der Sportmuffel und Donutliebhaber nach jeder kleinen Anstrengung ins Sauerstoffzelt getragen werden muss.

Im Kindle-Shop: Polizeideutsch: Eine Satire für den mündigen Bürger.
Mehr über und von Peter Waldbauer auf seiner Amazon-Autorenseite.



'Wenn einer eine Reise tut dann hat er was zu meckern' von Jürgen Reintjes

Kindle | Taschenbuch
Die Reisebranche hat sich im Laufe der Jahre – vor allem aber auch durch das Internet- zu einem Milliarden-Markt entwickelt. Unzählige Reiseanbieter unterbieten sich in den Preisen und versuchen eine gute Position bei der Suchmaschine Google zu erreichen, denn nur die Best-Platzierten haben die größten Aussichten auf Erfolg. Dafür wird eine Menge Geld investiert. Außerdem ist der bis vor einigen Jahren noch übliche einmalige Jahresurlaub bei den meisten Menschen ersetzt worden durch mehrere Reisen im Jahr, die dafür etwas kürzer ausfallen dürfen. Ob Urlaubsreisen, Städtereisen, Kurztrips, Rundreisen, Fernreisen oder Kreuzfahrten. Es dominieren mittlerweile die Vier- und Fünf-Sterne-Domizile, die überall auf der Welt mit einem gewissen Standard versehen sind. Mit den Kreuzfahrt-Schiffen verhält es sich ähnlich. Vergessen wir dabei nicht die mittlerweile auch als Sechs- und sogar Sieben-Sterne-Hotels ausgezeichneten Luxusherbergen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die allerdings üblicherweise als 5-Sterne-Premium bzw. de Luxe-Hotels apostrophiert werden.

Wie findet man nun unter den unzähligen Angeboten für ein Reiseziel den richtigen Anbieter und damit vermutlich auch ein passendes Hotel? Wie bucht man am besten? Welche Fluglinien bieten sich an? Wie verhalte ich mich in fremden Kulturen? Wie benehme ich mich in Top-Hotels? Wie bekommt man ein besseres Zimmer oder andere Vergünstigungen, auch Upgrades genannt? Was gibt es rund um das Hotel zu beachten, wie verlebe ich eine angenehme Kreuzfahrt etc.? Zumeist gibt es stets einige Dinge und Situationen, die einen auf die Palme bringen und somit Anlass zum Meckern bieten. Das muss aber überhaupt nicht sein, wenn man entsprechend vorbereitet ist.

Als langjähriger Reisender will ich hier von unseren Urlaubs-Erlebnissen berichten und von Fehlern, die Du dann nicht mehr machen musst. Viele nützliche Tipps werden Dir nicht nur vor Ort hilfreich sein, um für Dein Geld den fast optimalen Urlaub genießen zu können. Natürlich will ich auch von den lustigen Episoden erzählen, die wir – vor allem an den zahlreichen Buffets und in Restaurants und Bars – erleben durften und die uns so manche Lach-Träne gekostet haben.Viel Vergnügen bei der Lektüre dieses Reise-Buches. Es hat nur den Zweck, Dir ein wenig Spaß und Freude zu bereiten und Dir zu helfen, Dich auf dem schwierigen Terrain der Urlaubs-Hotels und Kreuzfahrtschiffe ein wenig sicherer zu bewegen.

Leseprobe:
DIE AUSWAHL DER URLAUBS-REISE
Vor der Buchung sollte man sich darüber im Klaren sein, welche Art Urlaub in Frage kommt. Ist man ein Freund von Strand und Meer, von Bergsteigen, Wandern oder Skifahren, von Ruhe, Entspannung und Wellness oder möchte man schlichtweg Städte und Kulturen kennenlernen bzw. etwas für seine Bildung tun. Dann käme selbstredend auch eine Kreuzfahrt infrage, zudem diese Art des Reisens sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Die Folge ist ein immer riesiger werdendes Angebot an Schiffen, die jede Vorstellungskraft sprengen, was Größe, Passagier-Anzahl oder Attraktionen betreffen. Doch dazu später mehr. Konzentrieren wir uns zunächst auf Hotel-Urlaube.

Im Kindle-Shop: Wenn einer eine Reise tut dann hat er was zu meckern: Der ultimative Reiseberater.
Mehr über und von Jürgen Reintjes auf seiner Website.



29. April 2019

'Rise of the Online Entrepreneur: Schritt für Schritt ein erfolgreiches Online Business aufbauen' von Ignatz Rajher

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Du willst lernen, Schritt für Schritt dein eigenes Online Business aufzubauen, langanhaltend passives Einkommen zu generieren, um finanziell unabhängig zu werden?

Dann lies weiter!

"Hätte ich das doch bloß eher gelesen. Soviel verschwendete Zeit auf Google und YouTube wäre mir erspart geblieben. Meiner Meinung nach eines der besten Bücher zum Thema Online Business." - Katja, Leserin

"Einfach, verständlich, strukturiert und auf Erfolg ausgelegt." - Benjamin, Leser

"Die Schritte ergeben alle Sinn und sind Praxistauglich. Endlich mal jemand, der weiß, wovon er da spricht." - Karsten, Leser

Es ist völlig egal WAS für ein Business du aufbauen willst:
- Du willst digitale oder physische Produkte erstellen und verkaufen?
- Du willst Dienstleistungen oder Coachings anbieten können?
- Du willst ein Freelancer sein?
- Du willst Geld durch deine Website, E-Mail Liste, App, Software, deinen eigenen Blog, Online-Marketing Möglichkeiten wie z.B. Affiliate-Marketing, deinen YouTube-Channel, Instagram, Twitter, Twitch oder deine Facebook Seite verdienen?

Dann ist dieses Buch genau das Richtige für dich!

Erlerne die 6 Schritte, die ein jedes Online Business benötigt, um erfolgreich passives Einkommen zu generieren.

Übersicht der Schritte:
Schritt 1: Strategie und Denkweisen (das Fundament)
Schritt 2: Auswahl deiner Nische
Schritt 3: Branding
Schritt 4: Vermarktung (Marketing)
Schritt 5: Monetarisierung (wie du online Geld verdienen kannst)
Schritt 6: Optimierung (dieses gesamten Prozesses)
Extra: Q&A Bereich mit allen Antworten zu den häufigsten Fragen

Für wen ist dieses Buch nicht das Richtige?
- Leute, die sich weiterhin auf ihre gesetzlichen Renten verlassen wollen.
- Leute, die nicht daran interessiert sind, aus dem Hamsterrad auszubrechen.
- Leute, die nicht daran interessiert sind, ihre finanzielle Zukunft und ihr gesamtes Leben selbst in die Hand zu nehmen.
- Leute, die nicht bereit dazu sind, zu wachsen, zu lernen und anzuwenden.

Bonus: Zutritt zur Offiziellen Facebook-Gruppe. Perfekt um sich mit anderen Lesern zu verbinden und auszutauschen!

Worauf wartest du noch? Hol dir das Buch und starte endlich selbst dein eigenes erfolgreiches Online Business!

Leseprobe:
Vorwort
Willkommen im Informationszeitalter. Dem Zeitalter der Online-Unternehmer und allen anderen, die erfolgreich über’s Internet Geld verdienen. Meinen Glückwunsch an dich! Du lebst in einer verdammt geilen und von Möglichkeiten nur so überfüllten Zeit. Realisiere diese Tatsache und nutze sie für deinen Erfolg.
Falls du mein E-Book „Erfolgsmensch“ bereits kennst, ist dir sicherlich schon aufgefallen, dass ein Großteil der reichen Menschen irgendwann einmal zu Unternehmern geworden ist. Das Unternehmertum ist es, was ihnen großen finanziellen Reichtum gebracht hat. Heutzutage ist es sogar noch um einiges leichter geworden, ein Unternehmer zu werden und online sein Geld zu verdienen. Aus (Offline-) Unternehmern entwickelten sich mit der Zeit Online-Unternehmer.
Doch nur weil dies in unserer heutigen Zeit so einfach geworden ist, bedeutet es nicht auch gleich, dass jeder blutige Anfänger damit in kürzester Zeit erfolgreich sein wird. Die ständige Informationsflut, der wir tagtäglich ausgeliefert sind, die unendlichen Möglichkeiten, um online Geld zu verdienen, und der Mangel an Kenntnis über essenzielle Grundlagen – die für einen Erfolg so entscheidend sind; all das sind die Gründe, warum so viele Menschen, die ein Online Business aufbauen wollen, bei dem Versuch scheitern und irgendwann aufgeben.
Dieses E-Book wurde geschrieben, um dir als Anfänger (oder Fortgeschrittener) Schritt für Schritt dabei zu helfen, dein Online Business so aufzubauen, dass du langanhaltend davon profitieren kannst. Dabei ist völlig egal WAS für ein Business du aufbauen willst. Die einzelnen Schritte, die du hier lernen wirst, kannst du auf beinahe jedes Online Business Modell anwenden, das du dir nur vorstellen kannst. Du willst digitale oder physische Produkte erstellen und verkaufen? Kein Problem. Du willst Dienstleistungen oder Coachings anbieten? Kein Thema. Du willst ein Freelancer sein? Kein Ding. Du willst Geld durch deine Website, E-Mail Liste, App, Software, deinen Blog, Online-Marketing Möglichkeiten wie z.B. Affiliate-Marketing, deinen YouTube-Channel, Instagram, Twitter, Twitch oder deine Facebook Seite verdienen?
Dann ist dieses E-Book genau das Richtige für dich!
Lass uns also keine Zeit mehr verschwenden. Es gilt eine Menge zu lernen und anzuwenden – ich werde dich nicht belügen. Es wird nicht einfach werden, nicht ohne Arbeit funktionieren und Ergebnisse werden nicht von heute auf morgen eintreten. Lass uns also starten!

Einführung – Der Plan für dein Online Business
Willst du auch endlich von zu Hause aus Geld verdienen können? Oder noch besser, von überall auf der Welt aus? Stell dir einmal vor, du könntest deinen Hobbies und Leidenschaften nachgehen, mehr Zeit mit deiner Familie verbringen oder auf Reisen gehen. Du könntest mehr Möglichkeiten und mehr Freiheiten haben und nebenbei online Geld verdienen, ohne jeden Tag 8 Stunden arbeiten zu müssen. Wie klingt das? Für mich klingt das, wie die beste Art zu leben überhaupt!
Viele Menschen träumen insgeheim von einer Arbeit, die mehr Zeit für Hobbies und Familie zulässt, gleichzeitig aber auch genug Geld zum Leben einbringt. Leider ist es für viele ein Leben lang eben doch nur ein Traum. Du allerdings bist anders, nicht wahr? Du bist hier, weil du es schaffen willst! Das rechne ich dir hoch an. Doch musst du dich vorher noch ein wenig gedulden und bereit sein, Arbeit reinzustecken, um dein eigenes Online Business aufbauen zu können. Falls du aber wirklich bereit dazu bist, die nötige Geduld und Arbeit zu investieren, dann wird es dir ein derartiges Leben ermöglichen, von dem andere Menschen nur träumen, weil sie nicht handeln.

„Wenn du nicht daran arbeitest, deinen Traum zu realisieren,
wird jemand anderes dich einstellen, damit du ihm dabei hilfst,
seinen Traum wahr werden zu lassen.“

- Dhirubhai Ambani, einst reichster Milliardär Indiens

Mit Hilfe der einzelnen Schritte in diesem E-Book kannst du so gut wie jedes Online Business betreiben. Egal ob du Produkte bei Amazon oder auf anderen Webseiten verkaufen willst. E-Books, Bücher oder Hörbücher veröffentlichen möchtest. Eigene physische oder digitale Produkte entwerfen und verkaufen möchtest. Coachings oder Dienstleistungen anbieten willst. Oder eine Software oder App entwickeln und vermarkten möchtest. Dabei musst du nicht einmal ein Experte in den einzelnen Bereichen sein. Die meisten dieser Arbeiten kannst du „outsourcen“ und somit andere Menschen dafür bezahlen (bzw. in sie investieren), deine Produkte zu erstellen.
Wie du siehst, hast du eine große Auswahl. Wichtig ist nur, dass du diesem Plan folgst und alle Schritte beachtest, damit du eine gute Grundlage für dein Business aufbauen kannst und später keine Probleme auftreten, die dein Business zerstören könnten. Ein gutes Fundament ist sehr wichtig und wird dir später mehr Vorteile als Nachteile bringen.
Wir leben in einer Welt, in der es sehr viel leichter geworden ist, ein Business aufzubauen und online Geld zu verdienen. Die ganzen technischen Anforderungen sind heutzutage so gut und so weit entwickelt, dass es für die breite Masse möglich geworden ist, durch ein Online Business Geld zu verdienen. Früher war es den Leuten nicht wirklich möglich oder zumindest deutlich schwerer, da die technischen Entwicklungen noch nicht auf dem heutigen Stand waren. Vor allem wenn du ein Online Business aufbauen willst, kommen dir diese technischen Errungenschaften sehr zum Vorteil und du solltest diese auf jeden Fall so gut wie nur möglich nutzen.
Da es dich doch ein wenig Zeit und harte Arbeit kosten wird, kannst du dein Business anfangs nur nebenbei laufen lassen und ein Nebeneinkommen verdienen oder aber du arbeitest von Anfang an hart daran und kannst schon bald einzig von dem Einkommen aus deinem Business leben. Wenn du an diesem Punkt angekommen bist, wird es dir möglich sein, einen bestimmten Lifestyle zu leben. In den meisten Fällen bedeutet das auch mehr Freiheiten zu haben, zum Beispiel mehr Zeit mit der Familie zu verbringen oder nahezu von überall auf der Welt arbeiten zu können. Denke nur einmal daran, wie viel einfacher es heute ist, dank der ganzen technischen Errungenschaften. Mit einer guten Internetverbindung kann man nahezu von überall auf der Welt arbeiten.
Ein Online Business aufzubauen ist dabei kein neues Konzept, es haben schon so viele Leute vor dir diesen Traum wahr gemacht. Über einige dieser Leute habe ich bereits in meinem Buch „Erfolgsmensch – Lerne von den erfolgreichsten Menschen dieser Welt“ geschrieben. Und was so viele schon getan haben, kannst du auch tun! Du musst nur wissen wie, und ich will dir genau dabei helfen. Nimm dir ruhig die Zeit, jedes Kapitel aufmerksam durchzulesen und darüber nachzudenken. Oft hilft es auch sich seine Gedanken aufzuschreiben, gerne auch während du mehr über die einzelnen Schritte erfährst. Alles was du brauchst, findest du in diesem E-Book, du musst es nur auf deine eigene Situation anpassen und anwenden. Und die richtige Anwendung ist dabei sehr wichtig. Es reicht nicht aus, nur über die verschiedenen Aspekte und Schritte zu lesen und diese zu kennen. Du musst sie später auch anwenden, damit du erfolgreich sein kannst. Die ersten Kapitel in diesem E-Book sollen dir helfen, ein solides Fundament aufbauen zu können, um dein Online Business auf die Beine zu stellen. Dabei wirst du jedoch mehr Zeit und Arbeit reinstecken müssen, als eventuell zunächst erwartet. Am Anfang geht es wirklich erst einmal nur darum, alles strukturiert und gut durchdacht aufzubauen, um später damit Geld verdienen zu können. Du solltest also noch nicht sofort deinen Job kündigen, da du erst ein wenig später anfangen wirst Geld zu verdienen. In vielen Fällen ist es nämlich so, dass die Auszahlung deiner Einnahmen erst nach 3 Monaten beginnt. Das bedeutet, dass du in der Anfangsphase Geduld mitbringen musst. Wenn du nun auf der Suche nach sofortigen Erfolgen und Einnahmen bist, dann werde ich dich enttäuschen müssen. Lerne dich von der Pandemie unserer heutigen Zeit namens „Instant-Gratification“ zu lösen. Lerne geduldig zu sein und unerbittlich auf deine Ziele hinzuarbeiten. Mit dem Wissen, dass gute Dinge ihre Zeit brauchen.
Hier wirst du nicht ausschließlich Schritte vorfinden, denen du blind folgen kannst. Vielmehr musst du dich teilweise ein wenig anstrengen und selbst über einige Dinge nachdenken, eigene Ideen finden und diese umsetzen. Wenn du also dachtest, du findest hier den einfachen Weg, dem du blind folgen kannst, dann ist dieses E-Book nicht das Richtige für dich. Hier kannst du lernen, welche Schritte du gehen und was du alles beachten solltest, aber es wird dir nicht dabei helfen, Geld zu verdienen, während du faul auf der Couch rumliegst. Überdenke also am besten einmal deine Erwartungen, bevor du anfängst mehr über die einzelnen Schritte zu erfahren. Wenn du jedoch bereit bist mit der Arbeit anzufangen, dann schau dir die einzelnen Kapitel an und tauche ein, in das (meiner Meinung nach) beste Zeitalter, in das man nur hineingeboren werden konnte: Das digitale Zeitalter.
Lass uns nun damit anfangen dein Online Business Stück für Stück aufzubauen, um dir eines Tages finanzielle Freiheit zu sichern!

Im Kindle-Shop: Rise of the Online Entrepreneur: Schritt für Schritt ein erfolgreiches Online Business aufbauen.
Mehr über und von Ignatz Rajher auf seiner Website.



'Fressfeind' von Mikael Lundt

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Ein Biest geht um in Kommissar Hausmanns beschaulichem Kleinstadtrevier. Ein Mann wird brutal ermordet und ausgeweidet. Das Mysteriöse an der Tat: Dem Opfer fehlt jegliches Körperfett. Hausmann steht vor einem Rätsel. Zugleich empfängt der Hobby-Alienjäger Henry mysteriöse Signale, die von Außerirdischen zu stammen scheinen.

Bald gibt es weitere Tote. Spuren führen zu einem hochgeheimen Labor. Treiben tatsächlich Aliens ihr Unwesen auf Erden oder hat sich der Mensch selbst einen neuen Fressfeind geschaffen, der skrupellos mordet?

Eine rasante Jagd zwischen Crime und Science-Fiction mit Mystery-Faktor und einer Portion Augenzwinkern.

Leseprobe:
Genesis
Die Leitplanken der Evolution sprühten Funken. Einst unsichtbar von der Natur in allen Wesen angelegt, um das Leben in geordneten Bahnen zu lenken, wurden sie nun aufs Äußerste strapaziert.
Im Mikrokosmos des Reaktionsraums verglühten die Bausteine des Lebens in einem Strahl aus unbarmherziger Energie. Er zerfetzte Verbindungen, die von einer inhärenten Logik über Jahrmillionen zusammengefügt wurden. Bruchstücke wirbelten herum wie Granatsplitter in einem Gefecht; Zellen implodierten, wurden mit anderen Fragmenten verschmolzen, trieben davon im Strom der Elemente, rissen andere mit. Aminosäuren gingen in superkritischen Zustand über und Enzyme spalteten heiß und hungrig die DNA. Das Erbgut brodelte wie ein Suppentopf auf der Schnellkochplatte. Gleich müsste sie unweigerlich anbrennen und ungenießbar werden.
Doch es schlich sich ein Muster ins wütende Chaos, eine Resonanzfrequenz schwoll an, ein glockenheller Klang im rauen Mutationsgetöse. Wie Wurzeln, die Erdreich durchwühlen, pflanzte sich die Reaktion fort – nur tausendfach schneller. Sie erschuf eine Struktur. Sie war fest wie Kristall und biegsam wie Pappelzweige. Eine hybride Genesis erwuchs aus den Resten zerstörten Lebens. Der Keim wucherte, entfaltete sich und nährte sich an der Kraft, die ihn erschaffen hatte – längst immun gegen ihre eben noch zerstörerische Wirkung. Millisekunden wurden zu Jahrtausenden. Das Wachstum explodierte, verschlang und verwandelte gierig alles Gewebe um sich herum. Dann wurde die Materie zu purer Energie. Sie bahnte sich den Weg in die Freiheit.

Energie
Es stank nach Iltis. Oder nach Yak. So genau konnte man es nicht sagen. Es war ein beißender Gestank, wie eine Mischung aus Urinstein und Rattenkot, aus Erbrochenem und faulem Fleisch. Nichts von dem war im zittrigen Licht der Neonröhre zu erkennen, welche die Unterführung spärlich erhellte. Aber es war gewiss da, in den vielen Ritzen und Ecken, die im Schutz der Dunkelheit blieben. Dort lag sicher auch der eine oder andere Kadaver und rottete seit Wochen vor sich hin. Kaum einer wollte diesen verseuchten Gang unter den alten Gleisanlagen freiwillig benutzen, aber es war der einzige halbwegs kurze Weg zur anderen Seite des Bahnhofs.
Jacky hatte an diesem Morgen ebenfalls keine Zeit für zweieinhalb Kilometer Umweg. Höchstens für ein paar letzte saubere Atemzüge. Sie stand vor der Treppe zur Unterführung und atmete mehrmals tief ein und aus, bevor sie die Luft anhielt. Dann trat sie den Weg nach unten an. Er kam ihr jedes Mal vor, als täte sich vor ihr der Schlund eines Monsters auf. Und es war ein Monster mit wüstem Mundgeruch.
Sie tauchte hinab in die feuchte Röhre aus Beton und ging, so schnell es ihr möglich war, die 87 Schritte bis zum hinteren Ende. Sie zählte immer mit. Mal waren es 84, mal 92 Schritte, aber im Durchschnitt 87. Sie zählte sie, um sich von der Luftnot abzulenken. Es wirkte. Doch gegen Ende spürte sie trotzdem, wie ihre Lunge brannte. Sie hastete die Treppen hinauf und streckte gierig den Kopf in den Wind – er trieb den üblen Geruch fort. Am schwarzgrauen Himmel bekamen die Wolkenfetzen einen ersten Hauch von Kontur.
Jacky nahm sich eine Minute, um Luft zu holen. Vor ihr schwang sich die marode Stahlbrücke in 20 Metern Höhe über zwei Dutzend Gleise. Es war nur noch die Hälfte in Betrieb. Jenseits der Brücke wartete der Güterbahnhof. Und der größte Supermarkt der Stadt – der mit den besten Sonderangeboten. Jacky wäre rechtzeitig dort, wenn er um 7:00 Uhr öffnete. Und wenn sie sich beeilte, wäre sie zurück, bevor Jens aufwachte. Das war das Wichtigste, denn ohne sein Morgenbier wäre er wahnsinnig mies drauf. Jacky rieb sich die knochige Schulter und erinnerte sich an gestern Abend, als das Bier ausgegangen war. Er bekam schnell schlechte Laune.
Sie hatte die Brücke fast überquert. Am Containerterminal ragten die Frachtcontainer vier Etagen hoch – eine rostige Häuserzeile aus Stahlblech und losem Lack. Noch war kein Betrieb. Außer dem Säuseln des Windes in den Containerschluchten hörte man kaum etwas.
Mit einem Mal stellten sich ihr am ganzen Körper die Haare auf. Jacky blieb stehen. Energetisches Knistern und Summen durchbrach die Stille. Das Brückengerüst vibrierte, als wollte es abheben.
Was zum Henker?
Dann sauste ein Kugelblitz am Himmel entlang. Jacky riss den Kopf herum und verfolgte seinen Weg. Der grelle Lichtfleck steuerte genau auf die Häuser der Bahnhofsstraße jenseits der Unterführung zu. Sie wusste nicht, warum, aber sie war sich sicher, das Ding würde genau in ihr Haus einschlagen. Ihr passierte immer die dümmste Scheiße. Sonderangebote hin oder her, Jacky machte kehrt und rannte über die Brücke zurück – und durch den Kadavertunnel.
Der Dachstuhl qualmte. Es war tatsächlich ihr Haus. Nummer 63. Sie stürmte durch die Tür und hetzte die Treppen hoch, bis ganz nach oben. Ihre Wohnung lag direkt unter dem Dachboden. Alles war dunkel und voller Nebel, der Strom schien ausgefallen.
Ihre Wohnungstür stand offen. Sie rieb sich die Augen. Träumte sie? Sie hätte fliehen müssen. Das war genau der richtige Zeitpunkt, um sich auf und davon zu machen, alles stehen und liegen zu lassen. Aber trotz allem drängte sie etwas, nachzusehen.
Was war mit Jens?
Ohne weiter zu zögern, schlich sie hinein. Aus dem Schlafzimmer hörte sie Gurgeln und Grunzen. Die Tür war halb geöffnet. Jackys Körper wurde steif. Vor dem Bett stand mit dem Rücken zu ihr ein schuppiges, hünenhaftes Biest mit langen Klauen. Dahinter lag Jens. Es hatte ihn aufgeschlitzt, seinen ganzen fetten Wanst. Die Augen quollen heraus.
Jacky schrie nicht, sie weinte nicht. Der groteske Anblick bereitete ihr auf eine merkwürdige Art sogar ein wenig Befriedigung. Dann traf sie die Erkenntnis, dass ihr womöglich das Gleiche drohte, sobald sich das Ungetüm umdrehte. Sie stolperte rückwärts ins Wohnzimmer und stürzte über den Couchtisch. Im Fallen räumte sie Dutzende Bierflaschen und übervolle Aschenbecher ab.
Das Ungetüm drehte ruckartig den Kopf herum und riss die restlichen Eingeweide aus Jens‘ Bierbauch, Blut und andere Flüssigkeiten flossen heraus. Dann kam es ihr nach. Das Monstrum gab ein nasales „Griggelgriggel“ von sich und wedelte mit einem überlangen Saugrüssel in Jackys Richtung. Es warf die Gedärme zur Seite und machte einen Satz auf sie zu.
Jacky versuchte, sich zur Seite zu rollen, aber sie war zwischen Bierkästen und Couch eingeklemmt. Das schuppige Biest begrub sie unter sich. Das Letzte, was sie wahrnahm, war ein ätzender Gestank – übler, als jener in der Unterführung jemals gewesen war. Dann senkte sich alles in Schwärze.

Im Kindle-Shop: Fressfeind.
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25. April 2019

'Embargo: Krieg im Schatten' von D.W. Crusius

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
1997 - Charles Dixon ist Chef einer geheimen Einheit innerhalb der CIA, von deren Existenz nicht mal der CIA-Direktor weiß. Nach dem Muster eines Anschlages der CIA 1982 auf die sowjetischen Gasfelder in Sibirien, entwickelt Dixon einen Plan, die libyschen Ölquellen mit manipulierter Elektronik zu vernichten. Wenn die Wirtschaft zusammengebrochen ist, werden die Libyer Gaddafi stürzen. So die Überlegung.

Kurt Hoffmann vom BND soll den in Untersuchungshaft in Köln einsitzenden Harald Jasper mit besten Verbindungen zur libyschen Obrigkeit anwerben und nach Tripolis schicken. Dafür verspricht man Jasper die Freiheit. Für Jasper ein verlockendes Angebot, denn ihm drohen 15 Jahre Gefängnis wegen Bruchs des gegen Libyen verhängten UN-Embargos.

Leseprobe:
Langley 2002, Hauptquartier der CIA
Charles Dixon betrachtete fasziniert die Satellitenaufnahmen. Wenn es stimmte, was er hinter den Aufnahmen vermutete, dann hatte er die Lösung für sein Problem gefunden. Die Aufnahmen zeigten eine gewaltige Explosion und er verstand, weshalb nicht eingeweihte Kreise innerhalb der CIA und in Washington anfangs vermuteten, die Sowjets hätten in Sibirien eine neuartige Waffe getestet. Im Sommer 1982 blähte sich der Kalte Krieg wie zu einer bevorstehenden Apokalypse auf. Eine neuartige Waffe, das war glaubwürdig. Nur die ambossförmige Form fehlte, und es wäre die perfekte Explosion einer 3kt TNT Atombombe gewesen, fotografiert von einem Satelliten aus dem Weltraum. Auf den Bildern sah man die parallel angeordneten Pipelines direkt vor der Explosion, auf weiteren Bildern, wie sie von der Wucht einer Explosion zerrissen und empor geschleudert wurden. Es folgten Aufnahmen der Trümmerfelder Stunden später. Wie umgeknickte halb abgebrannte Streichhölzer ragten die deformierten Gasleitungen in die Luft. Die Zerstörungen erstreckten sich über mehrere Quadratkilometer. Die Satellitenaufnahmen der folgenden Monate zeigten, dass die Fördereinrichtungen über lange Zeit nicht in Betrieb genommen werden konnten. Nicht einmal Reparaturtrupps waren auszumachen. Es schien, als hätten die Sowjets die Gasfelder in Sibirien aufgegeben. Charlie Dixon blätterte in den Unterlagen und fand die Kostenaufstellung der damaligen Operation. Die Beträge waren lächerlich gering, und er vermutete hinter den Zahlen anfangs die Spesenabrechnungen der Agenten.
Die westlichen Medien berichteten vom Einschlag eines Objektes aus dem Weltraum. Von Aliens aus einer fernen Galaxie war die Rede und ein Vorfall vom Beginn des Jahrhunderts wurde zitiert. Man musste den Journalisten zugutehalten, dass sie es nicht besser wissen konnten. Der Vergleich drängte sich auf, die Augenzeugenberichte von 1908 ähnelten auf frappierende Weise der Explosion 1982. Damals hatte die Explosion allerdings erwiesenermaßen eine natürliche Ursache – einen Asteroiden-Einschlag in der Gegend von Tunguska. Man sprach auch vom Tunguska-Asteroiden. Die Experten konnten sich lediglich nicht einigen, ob ein oder mehrere Himmelskörper in Sibirien eingeschlagen waren. Es könnte ein Komet gewesen sein, hieß es, von einem Feuerschweif berichtete man. Hinzu kam, dass Wissenschaftler bei Tiefbohrungen keine Fragmente des Himmelskörpers gefunden hatte. Es konnte sich nur um eine Explosion wenige Meter über dem Erdboden gehandelt haben und die enorme Hitze hatte das Material zerstrahlt – was auf einen Kometen hindeutete. Stoff für Verschwörungstheoretiker. Augenzeugen berichteten von bis zu vierzehn Explosionen. Fest stand nur Zeitpunkt und Ort. Der unheimliche Himmelskörper aus dem Weltraum schlug am 30. Juni 1908 gegen 7:15 Uhr im sibirischen Gouvernement Jenisseisk ein, der heutigen Region Krasnojarsk in der Nähe des Flusses Podkamennaja Tunguska. Das war das Siedlungsgebiet der Ewenken, eine Volksgruppe aus dem nördlichen Sibirien. Bei dem Einschlag und der folgenden Druckwelle wurden Bäume im Umkreis von etwa 30 Kilometer entwurzelt oder umgeknickt, Fenster und Türen in der 65 Kilometer entfernten Handelssiedlung Wanawara zerbarsten. Fachleute schätzten, dass auf einem Gebiet von über 2000 Quadratkilometern 60 Millionen Bäume umgeknickt wurden. Den hellen Feuerschein hatte man in über 500 Kilometern Entfernung wahrgenommen, Reisende der Transsibirischen Eisenbahn hatten die Druckwelle gespürt.
Charlie Dixon nahm ein Blatt Papier und schrieb ein paar Zahlen auf, eine grobe Kostenaufstellung. Manpower, Material, Verbindungsleute zu Partnerdiensten, NN – Nützliche Nebenabgaben, besser gesagt Schmiergelder.
Er addierte die Beträge. Unmöglich. Dafür würde er niemals eine Genehmigung bekommen. Nicht, weil der Betrag zu hoch war, im Gegenteil. Das kaufte ihm die obere Etage niemals als ernst zunehmende CIA-Geheimoperation ab, das waren die Kosten für den Wochenendausflug einer Pfadfindergruppe. Zumindest, wenn man die Kosten der üblichen CIA-Operationen zum Vergleich heranzog. Er malte sorgfältig hinter jede Position eine Null, addierte erneut, wusste es vorher. Faktor zehn – immer noch viel zu wenig. Er malte hinter jede Position eine weitere Null.
Sollte es wirklich so einfach sein? Unruhe erfasste ihn. Mit so einer Operation legten sie die Öl und Gasförderung eines ganzen Landes innerhalb von Minuten lahm, und das so gründlich, dass über Monate, vielleicht Jahre, nicht mehr gefördert werden konnte.
Mit leisem Schmunzeln dachte er an den Mann, der 1982 im Weißen Haus die Operation im fernen Sibirien abgesegnet hatte. Als er ins Amt kam, sprach man herablassend von einem zweitklassigen Schauspieler und einem liebenswerten Hohlkopf, der sich auf den Präsidentenstuhl verirrt hätte. Als er aus dem Amt schied, waren sich alle einig, selbst seine schärfsten Kritiker, dass der Mann zehnmal schneller dachte, als seine engsten Berater. Auf ihn ist die Methode zurückzuführen, der man den Code-Namen gab – Reagan-Methode.
Drei A4-Seiten. Er las es wieder und wieder, aber es war so, damit war alles gesagt. Wenn er dafür das OK von oben bekam, dann war das der krönende Abschluss seiner Laufbahn. Eher Rutschpartie, nicht Laufbahn. Das würde ihn auf die Ahnentafel der CIA befördern.

Im Kindle-Shop: Embargo: Krieg im Schatten.
Mehr über und von D.W. Crusius auf seiner Website.



23. April 2019

'Akne Inversa: Die 3-Schritte Methode zu einem neuen Lebensgefühl' von Ignatz Rajher

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Leidest du unter unerklärlichen Beulen, Zysten, Abszessen und Knoten auf der Haut? Dann leidest du wahrscheinlich unter Akne Inversa!

"Das Buch hat wirklich potenzial leben zu verändern!" - Phils Osophie, YouTuber

Was ist Akne Inversa (Hidradenitis Suppurativa)? Wieso hat die Medizin es immer noch nicht geschafft, die Ursache dafür zu finden, obwohl die erste Diagnose schon im Jahr 1839 gestellt wurde? Und noch viel wichtiger: Wie kann es sein, dass schon zahlreichen Akne Inversa Betroffenen erfolgreich geholfen werden konnte, während du wahrscheinlich noch nie von den Informationen in diesem Buch gehört hast? Wie kann es sein, dass ich im Jahr 2012 einen Artikel dazu verfasst habe, dadurch zahlreichen erkrankten Menschen helfen konnte, und ich dennoch einer der wenigen Autoren auf der Welt bin, welche nun erneut darüber schreiben?

Ich musste feststellen, dass die lebensverändernden Informationen über Akne Inversa Erkrankte in diesem Buch, selbst nach 5 Jahren, noch nicht weit genug verbreitet worden sind. Daher entschloss ich mich dazu, die Ärmel hoch zu krempeln und ein paar Seiten zu Papier zu bringen. Schenk mir für die nächsten paar Seiten dieses Buchs dein Vertrauen und deine Aufmerksamkeit, und ich werde dir zeigen, wie auch du zu den Menschen gehören kannst, die ihre Akne Inversa in Remission gesetzt haben!

Ein neues Lebensgefühl erwartet dich!
Sofern du dich dafür entscheidest, dein Leben, sowie deine Gesundheit, selbst in die Hand zu nehmen, mein Buch mit einem unvoreingenommenen Geist aufzunehmen und dich dazu entschließt, für das letzte Mal ein Buch zu diesem Thema zu lesen - werde ich dir helfen können!

ERWEITERTE AUSGABE: Der Inhalt wurde mit dem E-Book "Akne Inversa (Kochbuch-Version) erweitert!

Du wirst dich notgedrungen viel mit Inhaltsstoffen auseinandersetzen und dich immer wieder fragen müssen: „Kann ich das jetzt essen, oder nicht?“ Genau deswegen gibt es dieses Kochbuch: Leckere Rezepte und Alternativen zu den Nahrungsmitteln, die du nicht zu dir nehmen kannst, werden dir den Weg bahnen zu einem schmerz- und schamfreiem Leben.

Zu Folgendem wirst du hier Rezepte vorfinden:
- Rezepte zum Frühstück während der „Eliminationsphase“
- Rezepte zum Mittagessen während der „Eliminationsphase“
- Rezepte zum Abendessen während der „Eliminationsphase“
- Suppen und Smoothies - Ersatzprodukte für deine Auslöser-Nahrungsmittel

Worauf wartest du noch? Hol dir endlich das Lebensgefühl das dir zusteht und blicke nie wieder zurück!

Leseprobe:
Einführung
Dieses Buch schreibe ich, um allen Akne Inversa (Hidradenitis Suppurativa) Erkrankten aufzuzeigen, dass eine Möglichkeit besteht, ihre Erkrankung in Remission (bedeutet: das vorübergehende oder dauerhafte Nachlassen von Krankheitssymptomen) zu setzen. Ich rede nicht von einer Heilung. Es tut mir leid, da wir beide wissen, dass es bis heute noch keine bekannte / offizielle Heilung zu dieser Erkrankung gibt. Aber genauso wenig rede ich von der Option, sich die Abszesse und Zysten herauszuoperieren, wie die Schulmedizin es empfiehlt. Ich rede davon wie DU mithilfe dieses kurzen Buchs die Möglichkeit geboten bekommst, dir oder einem Bekannten mit dieser Erkrankung, dabei zu helfen die Krankheitssymptome solange wie du es willst verschwinden zu lassen.
Ich spreche von den folgenden Punkten:
- Keine Abszesse mehr
- Keine Zysten mehr
- Keine offenen Wunden mehr
- Kein Brennen mehr
- Kein Schamgefühl mehr
- Keine unterdrückte Wut mehr
- Kein Leid mehr!
Ich weiß, ich klinge vielsprechend und im gleichen Moment hast du Angst, dass ich wieder nur ein weiterer dieser schamlosen Verkäufer bin, die dir Hoffnung machen wollen, nur um an dein Geld zu kommen. Lass mich dir deine Angst dadurch nehmen, indem ich dir die Geschichte dazu erzähle, wie ich auf die Lösung zu dieser Krankheit gekommen bin und was mich motiviert hat dieses Buch zu schreiben.

Vor langer Zeit Ich war einst mit einer Frau zusammen, die ich über alles liebte und für die ich wirklich alles getan hätte. Sie litt seit ihrem 18. Lebensjahr an A.I. (einigen wir uns mal auf diese Abkürzung für den Rest des Buches). Alles, was ich wollte war, dass es ihr gut ging, doch mit dieser Erkrankung zu leben, kann einen Menschen zu einer anderen Person werden lassen. Einem Menschen, der tief im Inneren traurig, wütend und womöglich voller Hass, Trauer und Schmerz ist. Sie war bei unzähligen Ärzten und wie wohl auch dir, konnte keiner von ihnen ihr helfen. „Dafür gibt es keine Heilung“, „Sie sind ein Fall von 1 zu 1 Millionen“ und sogar „Pech gehabt“ sind Dinge, die sie sich von den Ärzten anhören durfte. Alles Worte, die man nicht gerade von Ärzten erwarten würde. Was mich fassungslos und wütend machte. Nach einigen Jahren des tatenlosen Zusehens beschloss ich, diesem Leid ein Ende zu setzen. Die Ärzte und ihre Aussage „Es ist unheilbar“ ließen mich Kochen vor Wut. Da ich wusste, dass so etwas wie „unheilbar“ nicht existiert, insofern einem Menschen von Geburt an nicht Etwas fehlt oder im Laufe seines Lebens abgetrennt / entfernt wurde.
Also setzte ich mich an den Computer und begann damit, nach einer Lösung dieses Problems zu suchen. Ich hatte nicht vor, auch nur ein Auge zuzumachen, bevor ich nicht eine Lösung gefunden hatte!
Und drei Tage später? Fand ich eine mögliche Lösung! Ich war zutiefst überrascht, als ich sie fand. Da ich zu Beginn meiner Recherchen niemals auf die Idee gekommen wäre, dass dies ein Weg zur „Heilung“ wäre. Alles, was ich im Internet zu diesem Thema fand, war negativ, deprimierend und half NICHT! Den einzigen Artikel, der WIRKLICH etwas brachte, fand ich auf Tara Grant’s Blog (Primagirl), welche selbst jahrelang unter A.I. litt. In zwei Artikeln schrieb sie darüber, wie sie ihre Erkrankung nun seit Jahren in Remission gesetzt hat. Darunter fanden sich hunderte von Kommentaren von Menschen, die an A.I. erkrankt waren. Menschen, die anscheinend ihre Erkrankung dadurch ebenso in den Griff bekommen haben. Jackpot, dachte ich mir!
Daraufhin habe ich den Artikel ausgedruckt um ihn meiner damaligen Freundin zu zeigen. Voller Vorfreude auf ihre Reaktion und dem Fakt, ein Mittel gegen eine „unheilbare“ Krankheit gefunden zu haben, ging ich zu ihr um ihr die tollen Neuigkeiten zu präsentieren. Ihre Reaktion darauf? Mehr oder weniger: „Was ist das für eine Scheiße? Was bildest du dir ein, eine unheilbare Krankheit heilen zu können? Nimm mir den Scheiß aus dem Gesicht“.
Das waren nicht genau ihre Worte, da dies nun alles schon zu lange her ist. Aber es war genauso wie ich es aufgenommen habe. Was mich dazu bewegt hat, all meine Informationen in einem Artikel niederzuschreiben und auf meinem (damals ziemlich bekannten, aber nichtmehr vorhandenen) Blog www.true-word.eu zu veröffentlichen. Ich dachte mir: „Wenn sie mir keinen Glauben schenken will, dann versuche ich es bei anderen Betroffenen, denen ich dadurch helfen kann. Danach muss sie mir einfach glauben!“
2-3 Wochen nach Veröffentlichung meines Artikels „Akne Inversa: Mögliche Heilung gefunden“ bekam der Artikel SO VIELE Kommentare, in welchem Betroffene berichteten, dass sie schon seit einigen Tagen durch meine Methode keine Symptome mehr erlitten, dass sie nun endlich begann, mir zu glauben. Ende gut alles gut? Diese Story hat kein Happy End. Sie versuchte nicht ernsthaft, sich an meine Methode zu halten und scheiterte. Während noch Monate nach meiner Veröffentlichung des Beitrages immer mehr und mehr Kommentare von wochenlangen, erfolgreichen Remissions-Berichten eintrudelten - konnte ich ihr nicht helfen. Das Ende der Geschichte?
Ich fühlte mich als hätte ich auf ganzer Linie versagt. Zahlreichen anderen Betroffenen konnte ich helfen und wurde von Danksagung überhäuft. Was mir damals, um ehrlich zu sein, nichts bedeutete – da ich der Frau, die ich liebte, nicht helfen konnte. Nach einigen Monaten verlor ich das Interesse an meinem Blog (welchen ich 5 Jahre lang betrieb) und somit verschwand auch der Artikel für immer aus dem Netz.
Warum ich dir das erzähle? Weil es mir nun nichtmehr egal ist und ich dir helfen möchte und auch kann. Vor 5 Jahren verschwand mein Artikel aus dem Netz und in der Zwischenzeit gab es anscheinend niemanden mehr im deutschen Sprachraum, der es für wichtig empfunden hat, diese Informationen weiterzutragen. Deswegen möchte ich meine ursprüngliche Rolle wieder einnehmen und dich mit meiner Geschichte darum bitten, deinen Kopf nicht wie meine damalige Freundin in den Sand zu stecken und dich von deiner Erkrankung geschlagen zu geben, sondern diese Informationen ernst zu nehmen und auch anzuwenden. Wenn du meiner Methode folgst, dann wirst du die Symptome loswerden und es wird wieder ein neues Lebensgefühl in dir aufkommen.
Was nun folgt ist eine umfangreichere Version meines damaligen Artikels. Ich freue mich bereits, dir in den nächsten Kapiteln helfen zu können, solange du mir dein Vertrauen schenkst und den Schritten wirklich folgst. Es wird nicht einfach werden - aber das wird es alles wert sein am Ende!

Im Kindle-Shop: Akne Inversa: Die 3-Schritte Methode zu einem neuen Lebensgefühl (Wie du Akne Inversa wirklich bezwingst).
Mehr über und von Ignatz Rajher auf seiner Website.



19. April 2019

'Die Tote im Dünenhaus: Nordseekrimi' von Ulrike Busch

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Das hat Okko Knudsen gerade noch gefehlt: Der frischgebackene Outdoor-Unternehmer ist mit Professor Bubendey im Süden Amrums verabredet. Im Dünenhaus am Wriakhörnsee wollen sie ein Naturschutzprojekt für Jugendliche vorbereiten. Doch statt des Biologen findet der Bruder von Hauptkommissar Kuno Knudsen die Leiche einer jungen Frau in dem Gebäude vor.

Hat Bubendey den Mord begangen? Oder handelt es sich um einen gezielten Akt der Amrumer gegen Ulf Janssen? Der verhasste Unternehmer aus Hamburg will das Dünenhaus erwerben und stößt dabei auf heftigen Widerstand der Insulaner. Während Kuno Knudsen und Arne Zander sich in den verzwickten Fall vertiefen, verfolgt eine wie aus dem Nichts aufgetauchte Kollegin von Inselreporter Friedrich Fliegenfischer einen Plan ...

Band 6 der Reihe 'Ein Fall für die Kripo Wattenmeer'.

Leseprobe:
Kuno lehnte sich zurück, streckte die Beine aus und verschränkte die Arme. »Was weißt du?«
Inselreporter Friedrich Fliegenfischer entspannte sich. Lässig wedelte er mit der Bierflasche herum. »Da müsste ich ein wenig ausholen.«
Demonstrativ warf Kuno einen Blick auf die große Uhr, die an der Wand gegenüber dem Küchentisch hing.
In dem Moment klingelte sein Handy.
Kuno stöhnte und nahm das Gerät zur Hand.
»Bente?«, fragte Friedrich. Natürlich war ihm nicht verborgen geblieben, dass die nette Nachbarin, die seit Jahren Kunos Sylter Dienstwohnung hütete, wenn der Herr Hauptkommissar auf Amrum weilte, mittlerweile eine Beförderung in dessen Privatleben erfahren hatte. Eine Erweiterung des Aufgabenbereichs. Blumengießen, Briefkastenleeren und nun auch noch Kommissarverwöhnen. Bekochen, betüddeln, in den Schlaf wiegen, wie Friedrich zu Kunos Verdruss öffentlich frotzelte.
»Okko«, antwortete Kuno unwirsch und nahm den Anruf entgegen. »Was ist passiert, Bruderherz?« Vermutlich war Okko mal wieder mit seinem verrosteten Fahrrad in einen entlegenen Winkel der Insel geradelt, hatte mal wieder einen Platten und befand sich mal wieder zu weit von einer Bushaltestelle entfernt, um sie zu Fuß erreichen zu können.
»Hier liegt ’ne tote Leiche.«
Kuno meinte, den Fusel, den sein Bruder offenbar getrunken hatte, förmlich durch die Leitung zu riechen. War er denn an diesem Abend nur von Säufern umgeben? Sein Blick schweifte genervt umher und blieb an seinem eigenen Bierglas hängen.
Eine tote Leiche also. »Wo bist du überhaupt?«, fragte Kuno. Er stellte sich vor, wie sein Bruder von Norddorf kommend durch Wald und Heide geradelt war und es fertiggebracht hatte, eins der unzähligen Wildkaninchen, die einem dort vors Rad hoppelten und sich erst im letzten Moment durch einen Haken retteten, über den Haufen zu fahren. »Hast du ein Karnickel erlegt?«
»Mensch, Kuno, bist du besoffen oder was?«
Okkos Stimme klang ernsthaft erbost, und Kuno kam der Verdacht, sein Bruder könnte wirklich eine Leiche entdeckt haben.
»Wenn du mich nicht ernst nimmst und wenn du dich nicht bequemst, herzukommen«, quengelte Okko beleidigt, »dann ruf ich eben Arne an.«
»Bevor du so viel Wind machst, dass die Nordsee überschwappt, sag mir lieber, wo ich dich finde.«
»Da, wo die Leiche liegt, natürlich.«
Kuno sog die Luft scharf ein. »Ich habe gerade kein Bildtelefon zur Hand, mein Bruder. Wenn du so gnädig wärst, mich kurz und präzise darüber zu informieren, wo das ist?«
»Im Dünenhaus.«
»In welchem Dünenhaus?«
Mit einem Mal schrammte Friedrichs Stuhl über den Fliesenboden. Wie elektrisiert rutschte der Reporter auf die Stuhlkante vor, stützte die Hände auf die Knie und bohrte seine Blicke in Kunos Gesicht, bis der Kommissar seinerseits die Augen auf ihn richtete. Dabei lauschte Kuno weiterhin der Erzählung seines Bruders.
»Das Dünenhaus beim Wriakhörnsee«, sagte Okko. »Wirst du doch wohl kennen. Von Wittdün aus über den Bohlenweg am See entlang, dann noch ein Stück weit in die Dünen rein.«
»Ach, das Dünenhaus«, sagte Kuno. »Da soll eine Leiche liegen?«
Lautlos formte Friedrich Worte mit den Lippen.
Kuno meinte, Mord im Dünenhaus abzulesen. Ein imaginäres Fragezeichen stand steil und fett im Gesicht des Reporters. Kuno zuckte mit den Schultern.
»Ja, im Flur«, sagte Okko. »Ich steh vor dem Haus, guck durchs Fenster und sehe, dass da jemand liegt.«
»Mann oder Frau?«, fragte Kuno, der in diesem Moment begriff, dass er den Kriminalroman, den er vor dem Hereinplatzen des Reporters zu lesen begonnen hatte, an diesem Wochenende würde vergessen können.
»Ich seh nur die Füße.«
»Und woher willst du wissen, dass die Person tot ist?«
Okko blieb eine Weile stumm. »Würde mich wundern, wenn nicht«, erklärte er endlich. »Die Beine rühren sich nicht und irgendwie ... Das Gesamtbild ... Also ...«
»Hast du versucht, ins Haus reinzukommen?«
»Die Tür ist abgeschlossen, und die Fenster sind fast alle zu. Nur das Klofenster steht schräg.«
»Pass auf.« Kuno stand auf und machte Friedrich ein Zeichen, dass er ihm in den Flur folgen solle. »Ich ruf sofort die Rettung an, und dann komm ich dahin. Du gehst jetzt den Bohlenweg zurück bis zum Schnellimbiss an der Wandelbahn und wartest da auf mich.«
»Warum das denn? Ich bleib hier und pass auf.«
»Dass die Leiche nicht flieht? Du machst, was ich sage. Oder hast du am Dünenhaus Leute um dich?«
»Nee, ich bin alleine.«
»Dann rufst du jetzt den Friedrich an und telefonierst schön mit ihm, während du zur Imbissbude gehst.«
Okko schnaubte. »Was soll denn der Kinderkram?«
»Bruderherz, wo hast du deinen Verstand gelassen? Falls da ein Mörder herumläuft, wird der von einer Begegnung mit dir auf einsamer Flur so begeistert sein, dass er dir womöglich vor lauter Freude eins überbrät. Wenn du telefonierst, bis du am Imbiss und damit in Sicherheit bist, wissen wir wenigstens, dass du lebst.«
[…]

Der Inselreporter faltete seinen schlaksigen Körper zusammen und verstaute ihn auf dem Beifahrersitz des Golfs. Er legte sein Handy auf den Knien ab und stellte es auf Lautsprecher. »Du bist nach wie vor auf Sendung«, sagte er zu dem Gerät. »Erzähl uns, wo du langgehst, Okko, und welche komischen Vögel dir begegnen. Hoffentlich springt kein Mörderhai aus dem See.«
[…]

Aufgebracht schlug Friedrich sich aufs Bein. Das Smartphone polterte auf die Fußmatte. Er bückte sich und hob es auf.
Kuno warf einen Blick auf das Display. Die Verbindung stand noch. »Okko?«, rief er vorsichtshalber.
Das Stampfen von Füßen, die über Holzbohlen rannten, hallte durch den Fahrgastraum.
Den Blick wieder konzentriert auf die schmale Landstraße gerichtet, beugte Kuno sich zu Friedrich hinüber. »Okko? Okko, sag doch was. Melde dich!«
Die aufgeregten Möwen teilten Kuno etwas mit. Wenn er doch nur verstehen könnte, was sie sagten!
Kuno gab Gas.
»Du weißt, dass hier manchmal geblitzt wird«, sagte Friedrich, der Schlauberger ohne Führerschein.
»Ist mir das vielleicht wurscht, wenn mein Bruder womöglich ohnmächtig im Wasser liegt?« Elegant wich Kuno einem Fasan aus, der am Straßenrand entlang spazierte und sich zu weit auf die Fahrbahn traute.
»Der Vogel hat Glück gehabt, dass kein Gegenverkehr war«, feixte Friedrich. »Sonst wäre er heute Abend in den Backofen geflogen.« Er nahm das Smartphone in die Hand und rief hilflos hinein: »Okko? Okko?«

Im Kindle-Shop: Die Tote im Dünenhaus (Ein Fall für die Kripo Wattenmeer 6).
Mehr über und von Ulrike Busch auf ihrer Website.



18. April 2019

'Kaltgestellt: der Mann aus Beirut' von D.W. Crusius

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Das BKA hört mehrere Handygespräche zwischen Deutschland, Damaskus, Bagdad und Grosny ab. In den Gesprächen geht es um Terroranschläge in Westeuropa und um Drogen. In aller Eile installieren das BKA und der Verfassungsschutz in einem kleinen Ort am Niederrhein eine behelfsmäßige Kommandozentrale. Aus dieser Gegend kamen die Gespräche.

Der Nahost Experte Walther Sembach, strafversetzt von Damaskus nach Deutschland, bekommt die undankbare Aufgabe, die Urheber der Telefonate zu ermitteln. Als er der Wahrheit zu nahe kommt, steht er selbst auf der Abschussliste.

Leseprobe:
Er ist noch nicht lange hier, vier Wochen. Oder fünf? In der Enge einer Gefängniszelle verliert man die Zeit. Er darf mit niemandem reden. Beim Hofgang brüllen die anderen Gefangenen anzügliche Bemerkungen. Kinderficker ist noch harmlos. Unter den Augen von sechzig oder achtzig Männern wie auf dem Präsentierteller alleine um den Gefängnishof zu laufen, ist erniedrigend. Er setzt sich lieber auf eine Bank hinten an der Mauer. Oder verzichtet auf den Hofgang.
Jeden Freitag dröhnt der Ruf – Häftlinge antreten zum Duschen – durch das Hafthaus. Ein Beamter öffnet die Zellen und in Gruppen von acht bis zehn Gefangenen gehen sie duschen. Für ihn gilt das nicht, er duscht getrennt von den Anderen.
»Ist zu Ihrem Schutz«, sagt der Schließer mürrisch, als er wissen will, warum das so ist. Justizbeamte in einer JVA werden Schließer genannt, weil sie am Gürtel viele Schlüssel tragen.
Das vergitterte Fenster seiner Zelle ist klein, vierzig mal sechzig Zentimeter, wie eine Dachluke. Mitternacht ist vorbei, der Mond steht hoch am Himmel. Er weiß nicht, wie spät es ist, sie haben ihm bei der Festnahme die Uhr abgenommen.
In der Zelle herrscht Halbdunkel und ohne die Gitter zum Gang und am Fenster hätte er es als angenehm empfunden. Er liebt die Dunkelheit. Als er sieben oder acht Jahre alt war, ist er nachts oft von zu Hause ausgerissen und alleine durch den Wald gestromert. Da war kein Vater, nur die Nachttiere. Mäuse raschelten im Unterholz und gelegentlich hörte er eine Eule, die sich laut protestierend in die Luft schwang. Der Wald war von Gräben durchzogen, die im Frühling und Herbst voll Wasser standen. Wenn er spät nachmittags, nach den Schularbeiten, mit seinen Freunden durch den Wald stromerte, schreckten sie im dichten Unterholz Rehe auf.
Die Deckenbeleuchtung im Gang brennt nur schwach. Ungewöhnlich, sonst sind Gang und seine Zelle hell beleuchtet. Er blickt zur Kamera an der Zellendecke. Die Decke ist sehr hoch, vier Meter, keine Chance hinaufzuklettern und die Linse abzudecken. Warum auch, er hat nichts zu verbergen. Den Lebensabschnitt, in dem er brisante Geheimnisse mit sich herumtrug, hat er hinter sich.
Schlafen kann er nicht, er döst vor sich hin, denkt über sein Leben nach. Er hat nicht protestiert, als man ihn festnahm. Es war die logische Folge der Ereignisse. Wie die Nacht auf den Tag folgt.
Etwas ist anders. In dieser kurzen Zeit hat er sich an die Geräusche der Justizvollzugsanstalt gewöhnt, Änderungen fallen ihm sofort auf. Da ist ein Schleifen auf dem Zementboden. Er steht auf und tritt an das eiserne Gitter zum Gang, drückt den Kopf dagegen. Überrascht bemerkt er, dass die Gittertür nicht verschlossen ist. Einen Moment ist er in Versuchung, sie ganz aufzustoßen. Er unterlässt es, es bringt nichts. Bis zur Freiheit gibt es zu viele verschlossene Gitter. Auch die Tür der Nachbarzelle steht etwas auf.
Er legt sich wieder auf die schmale Pritsche und taucht in seine Erinnerungen. Zwei oder drei Uhr morgens muss es sein. Um diese Zeit kommt sein Vater zu ihm. Das ist Jahrzehnte her, es läuft ab wie ein Film in seinem Kopf.
»Darf ich mich zu dir setzen?«, flüstert sein Vater. »Ich habe dir etwas mitgebracht, Zimtschokolade, die isst du doch so gerne. Kannst du essen, Mama weiß nichts davon, das ist unser Geheimnis.«
Sein Vater setzt sich auf die Bettkante und reißt die Verpackung auf, pult das Silberpapier ab.
»Möchtest du?«
Er bricht ein Stück Schokolade ab und schiebt es dem Jungen zwischen die widerstrebenden Lippen.
Ein ungewöhnliches Geräusch aus der Nachbarzelle reißt ihn aus seinen quälenden Gedanken und er ist dankbar dafür. Jemand geht hin und her. Nicht in Filzschuhen, wie die Gefangenen sie tragen müssen, sondern in Straßenschuhen mit harten Ledersohlen. Er horcht und plötzlich weiß er, weshalb ihn das irritiert. Zwei Personen sind es. Unverständliches Geflüster. Das Licht im Gang erlischt, nur schwaches Mondlicht erhellt die Zelle. Die Schritte verstummen.
Vor seiner Zellentür sieht er den Lichtkegel einer Taschenlampe, mehrere Schatten. Die Tür seiner Zelle schwingt knarrend auf und sie kommen herein, drücken ihn auf die Liege, pressen ein stinkendes Tuch auf seinen Mund. Er spürt einen harten Gegenstand am Hals, ein elektrischer Schlag durchzuckt ihn und er kann sich nicht bewegen. Sie reißen ihn von der Pritsche und schleifen ihn über den Boden. Er spürt, wie sich seine Blase entleert.

Im Kindle-Shop: Kaltgestellt: der Mann aus Beirut
Mehr über und von D.W. Crusius auf seiner Website.



'Tagebuch des Schicksals: Im Bann der Elemente' von Mikael Lundt

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Griesgram Aribert schätzt Ruhe und Ordnung, die lebensfrohe Dörte liebt Spontaneität und esoterischen Klimbim. Als Aribert im Garten ein magisches Tagebuch ausgräbt, ist bei beiden die Neugier geweckt und sie raufen sich zusammen.

Das Buch führt sie in eine fremde Welt, erfüllt von scheinbarer Glückseligkeit. Doch der Schein trügt, sie steckt voller schicksalhafter Begegnungen und ungeahnter Gefahren. Sie müssen den Kampf gegen die vier Elemente aufnehmen, die alles ins Chaos zu stürzen drohen.

Können Aribert und Dörte ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen und die Welt retten? Oder sind sie unabänderlich an die rätselhaften Zeilen im Buch gebunden?

Für kurze Zeit zum E-Book-Aktionspreis von nur 99 Cent.

Leseprobe:
Prolog
Tief in den Fluten des Ozeans, verborgen im Boden unter tausend Meter eisigen Wassers, wütete ein Feuer. Es schmolz Gestein, wälzte sich hin und her, grub Stollen und Höhlen und nährte sich am Grund. Es wuchs und stieg auf, wand sich in glühenden Strömen empor und blähte die Kruste auf. Sie wölbte sich unter dem Druck und schob sich langsam durch die Wellen gen Himmel, bis ein mächtiges Massiv entstand. Am Fuße war es von den Gezeiten umspült und an der Spitze von unbarmherzigen Lüften allseits angegriffen. Im Inneren brannte das Feuer weiter, trieb ins Gestein unzählige Spalten und tiefe Risse. In denen fing sich der Wind. Er stürmte hinein und fachte das Feuer an, bis es weiß glühte und schließlich mit Wucht aus dem Gipfel brach. Die flüssige Glut ergoss sich zischend ins Meer, formte bizarre Klippen, schwarz wie die Nacht und scharf wie Klingen. Ein undurchdringlicher Wall aus steinernen Dornen rankte sich um eine Insel, auf der nichts gedieh und auf der niemand wohnte. Hinter dem Dornenkranz ging traurig ein Ascheregen nieder und bedeckte den zerklüfteten Grund. Beißende Luft trieb durchs Land. Aus dem Krater, den die Eruption hinterlassen hatte, glühte der Berg noch immer heiß und hungrig vor dem nächtlichen Firmament.

Kapitel 1
Der Kräutergarten dampfte. Von der Sonne erwärmt, verströmte er in weitem Umkreis seine ätherische Mischung aus Salbei, Minze, Basilikum, Thymian, Melisse und Rosmarin. Eine pummelige Biene schwirrte mitten hindurch und ließ sich auf dem Griff von Aribert Mäusslers Spaten nieder. Er klebte vom Schweiß der letzten Stunden. Tapsig kroch sie auf dem Griff umher, während sich Aribert mit dem Handrücken über die nasse Stirn fuhr.
„Du hast es gut!“ Aribert warf der Biene einen vorwurfsvollen Blick zu. Die Biene machte keine Anstalten, darauf einzugehen. Sie flog unbeeindruckt weiter, direkt zum schönsten Rosenstrauch im ganzen Schrebergarten.
„Ja, genieß ruhig die Früchte meiner Arbeit“, rief Aribert ihr hinterher. Ob es Sinn ergab, mit Insekten zu kommunizieren, wusste er nicht, aber ab und zu musste man mit jemandem reden, dachte er. Allzu oft kam er nicht mehr dazu. Aribert zog ein mit seinen Initialen besticktes Stofftaschentuch aus der Brusttasche seiner Latzhose und tupfte sich damit die Schweißperlen von der Halbglatze. Beherzt griff er wieder zum Spaten. Er würde jetzt dieses widerspenstige, wurzelverseuchte Gemüsebeet umgraben und dann erst einmal eine schöne Kaffeepause machen – die war der Höhepunkt seines Tages. Jeden Nachmittag saß er mit der Tasse Kaffee in der Hand auf der Veranda des Gartenhäuschens und gab sich dem schweifenden Blick über sein Domizil hin. Aribert musste schmunzeln. Offiziell war es nicht gestattet, hier dauerhaft zu wohnen, doch die Verwalter der Kleingartenanlage duldeten schweigend, dass er während der Sommermonate hier hauste. Es reichte, wenn er den ganzen Winter allein in seiner trostlosen Wohnung eingesperrt war. Aber nun war Frühsommer und Aribert blühte auf. Die schwere Arbeit im Garten nahm er gern in Kauf, denn sie spendete ihm Befriedigung und gab ihm das Gefühl, etwas zu schaffen. Er stach mit dem Spaten wieder in die Erde, trat kräftig mit dem Fuß drauf.
„Plock“ – wieder traf der Spaten auf etwas Hartes.
„Elende Wurzeln“, brummte Aribert und griff zur Hacke. Er holte aus und trieb die Spitze ins Erdreich. Diesmal gab es ein dumpfes „Pflobb“. Aribert grübelte. Was war das nun wieder? Er zog die Hacke heraus und sah, dass die Spitze einen Gegenstand getroffen hatte.
„Was zum …?“, murmelte er und streifte die Erde ab. Es war ein großes Buch, kunstvoll in Leder gebunden. Er drehte es in den Händen und besah es sich von allen Seiten. Abgesehen von oberflächlichen Kratzern, die Spaten und Hacke hinterlassen hatten, befand es sich in tadellosem Zustand. Und noch etwas fiel ihm direkt auf: Durch ein kleines silbernes Schloss wurde es vor unbefugtem Zugriff geschützt. Das war ein Zeichen, fand Aribert – höchste Zeit für die Kaffeepause. Statt des üblichen schweifenden Blicks würde er sich diesmal mit etwas ganz anderem beschäftigen können.

Aribert saß am runden Holztisch auf der Veranda und stocherte mit einer Kuchengabel in dem filigran wirkenden Schloss herum. Es ging ihm nicht in den Kopf, wie es so stabil sein konnte. Es sah aus, als könne man es mit dem Zahnstocher knacken. Aber er hatte nun schon drei Gabeln ruiniert. Und sein Kaffee war längst kalt geworden, so sehr hatte er sich in die Aufgabe hineingesteigert. Das war nicht mehr vorgekommen, seit er kurz nach seiner Pensionierung mit dem Schweißen angefangen hatte. Schweißen als Hobby, alle hatten ihn für verrückt erklärt. Und im Grunde behielten sie recht, Schweißen war kein Hobby. Jedoch: Wenn er nun dieses hartnäckige Schloss vor sich betrachtete, bedauerte er, dass er das Schweißgerät wieder verkauft hatte.
„Halloooooo“, flötete eine Stimme plötzlich. Aribert hob den Kopf und sah sich um. Im Nachbargarten winkte eine Frau. „Was machst du denn da? Du siehst so angestrengt aus!“, wollte sie wissen.
Aribert verzog die Mundwinkel. Dörte. Diese Person ging ihm auf die Nerven – und das schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Vor allem die ekelhafte Fröhlichkeit! Wie Zuckerwasser rannen die Worte aus ihrem Mund. „Ich bin beschäftigt“, murrte er und stocherte weiter im Schloss herum.
„Mit was denn?“, jodelte Dörte über den Zaun.
„Privatsache“, brummte Aribert. Das Gejodel von jenseits seiner Gartengrenze verstummte. Gut so, dachte Aribert. Jetzt würde er dieses Teil knacken.
„Huhuuuu!“, dröhnte es aus nächster Nähe. Aribert ließ vor Schreck die Gabel fallen.
„Herrje nochmal“, fluchte er. „Was willst du denn hier?“
„Du brauchst Beistand“, erklärte Dörte ruhig. „Offenbar hast du eine schwere Aufgabe vor dir, und die löst du nur, wenn du im Einklang mit dir selbst bist.“
Aribert schwante Übles, nun würde das spirituelle Geschwafel wieder anfangen. Er rieb sich die Schläfen. Dörte wollte ihm seit Jahren weißmachen, dass er seinen Garten nach den Prinzipien des Feng Shui neu anlegen müsse und dass sich die Pflanzen, so wie er sie anpflanzte, überhaupt nicht vertrugen. Und dann war da diese Sache mit der Séance gewesen, die sie ihm einmal angeboten hatte. Sie wollte eine Verbindung mit dem Jenseits aufbauen, damit er mit seiner vor Jahren verstorbenen Erika sprechen könne. Seitdem versuchte er, ihr komplett zu aus dem Weg zu gehen.
„Hör mal, Dörte, ich hab wirklich zu tun“, wollte er sie loswerden. Doch Dörte hatte sich bereits ihm gegenüber an den Tisch gesetzt.
„Was haben wir denn da?“, fragte sie überfreundlich und tippte auf das Buch. Aribert wusste nicht recht, was er darauf antworten sollte, denn noch war ihm selbst schleierhaft, was das für ein Buch sein könnte – und wie es in sein Gemüsebeet geraten war. Sie hatten diesen Garten seit fast 40 Jahren gepachtet und er vermochte sich beim besten Willen nicht erinnern, irgendwann einmal ein solches Buch verbuddelt zu haben.
„Das sieht aus wie ein Tagebuch“, meinte Dörte. „Hast du den Schlüssel?“ Aribert zog die Augenbrauen hoch und blickte demonstrativ zu den drei verbogenen Kuchengabeln.
„Nein“, knurrte er.
„Jammerschade“, fand Dörte.
„Du sagst es“, bestätigte Aribert.
„Also, ich möchte mich ja nicht aufdrängen …“, setzte Dörte an.
Jetzt kommt‘s, dachte Aribert, nahm seine Kaffeetasse vom Tisch und ließ sich nach hinten in den Sessel sinken.
„… aber ich habe eine ziemlich große Sammlung solcher Schlüsselchen. Von Schatullen, Truhen, Kästchen, Schmuckkassetten, Koffern, Spardosen und auch Tagebüchern“, erklärte Dörte fröhlich. Sie grinste so breit, dass sich die Haut ihrer Wangen zum Zerreißen spannte.
„Ach, lass mal, ich krieg das schon hin.“
„Na, wenn du meinst“, sagte Dörte in einem Tonfall, den man bei anderen Menschen für sachlich-neutral gehalten hätte. Bei ihr war die Abwesenheit von überschwänglicher Freude ein Zeichen dafür, dass sie todunglücklich war.

Im Kindle-Shop: Tagebuch des Schicksals: Im Bann der Elemente.
Mehr über und von Mikael Lundt auf seiner Website.



17. April 2019

'Ein böserguter junger Mann' von Reinhard Skandera

Kindle (unlimited) | Tolino | Taschenbuch
Franz, ältester von 5 Brüdern, sucht das Glück in der Fremde und findet zunächst nur das Pech. Viel zu früh muss er viel zu viel Verantwortung übernehmen. Auch das Mädchen, dass er liebt, scheint unerreichbar. Franz muss lernen, dass Träume nicht einfach in Erfüllung gehen, sondern dass man darum kämpfen muss.

Das Buch zeigt, wie kompliziert die Begegnungen junger Menschen, die aus völlig unterschiedlichen Elternhäusern stammen, sind, wenn die Bindungen enger werden. Der Leser taucht ein in die Welt von Franz, dem ungelernten Arbeiter, von Rochus dem Adelssohn und Ariane dem einzigen Kind eines steinreichen Industriellen. Können aus ganz unterschiedlichen Gedankenwelten Gemeinsamkeiten entstehen, ist gar Liebe möglich?

Franz muss lernen, dass das Schlimme am Verrat ist, dass er nicht von Feinden begangen wird.

Leseprobe:
Der Ehrgeiz des Wolfgang Knesebeck ist unermesslich. Sein Ziel ist, der größte Eisen-und Stahlfabrikant der Welt zu werden. Die wichtigsten Konkurrenten sitzen im eigenen Land sowie in Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Arbeitswoche hat 7 Tage. An einem der seltenen freien Abende mit seiner Frau Elisabeth ringt er sich zu einer Bitte durch.
„Liesel, die Amerikaner wollen große Mengen Stahl ordern. Wir können nur liefern, wenn wir ein neues Stahlwerk bauen. Bitte hilf mir mit 5 Millionen Mark.“ Liesel verfügt durch Erbschaft über große liquide Mittel, die jedoch für Wolfgang nicht zugänglich sind. Dafür hat Elisabeths Vater durch entsprechende Notarpapiere gesorgt. Sie weigert sich bisher standhaft einen Teil davon für Wolfgangs „Großmannssucht“, wie sie es nennt, herzugeben.
„Du kennst meine Meinung. Dein ungezügelter Ehrgeiz ist eine große Gefahr für die Knesebeck Werke. Wenn die Konjunktur abkühlt, musst du wieder Arbeiter rausschmeißen.“ Wolfgang bringt keine Geduld auf.
„Und wenn schon. Das war noch nie ein Problem. Du bist wie dein Vater, einmal Bauer immer Bauer, ein Furchenzieher hat keinen Mut zum Risiko.“ Schon oft hat sich Wolfgang kritisch über Elisabeths Vater geäußert. Sein Verhalten ist dem heutigen Anliegen nicht zuträglich. Elisabeth verschließt sich der Bitte des Gatten.
„Kommt überhaupt nicht in Frage Wolfgang. Lös die Probleme, die du geschaffen hast, selbst. Mein Vater war sein ganzes Leben ehrlich und fleißig und nicht von der Gier besessen wie du.“ Wolfgang denkt, mal wieder war ich zu ungeduldig. Beim Vater versteht die Tochter keinen Spaß. Er überlegt fieberhaft, wie er die Gattin überzeugen kann.
„Liesel, weißt du schon das Neueste? Der Kaiser wird den Thyssen demnächst in den Adelsstand aufnehmen.“ Das ist ein Thema, für das sich alle in der feinen gehobenen Gesellschaft entfachen, auch Elisabeth.
„Frau Thyssen sitzt der Auguste Victoria schon lange auf dem Schoß. Kein Wunder also.“
„Wenn der Kaiser wirklich die Flotte bauen will, dann braucht er mich. Dafür müssen wir noch größer werden.“ Wolfgang arbeitet seit Jahren auf das Ziel hin, in den Adelsstand aufgenommen zu werden. Die Nobilitierung kann nur vom Kaiser selbst erfolgen. Politische Motive interessieren Wolfgang dabei nicht. Auch die gesellschaftliche Stellung dient nur als Mittel zum Zweck. Allein, dass der Adel keine Steuern zahlt, macht den Stand so erstrebenswert. Jede Mark, die die Staatsmacht kassiert, kann er nicht in die Knesebeck Werke investieren. Wolfgang hat diesmal den richtigen Knopf gefunden.
„Ich überlege es mir. Aber wenn, dann ist es eine einmalige Sache. 5 Millionen, dieses eine Mal und dein Versprechen, dass du mich nie mehr wegen einer Geldspritze für die Werke ansprichst.“
„Ich verspreche es. Sieh dir den Thyssen an. Der ist an die Börse gegangen. Der Arme ist nicht mehr Herr im eigenen Hause. Natürlich kann er mit dem Zaster gehörig expandieren.“
„Wie gesagt, einmalig bin ich bereit, dir das Geld zu überlassen, zu einem Zins von 6%.“
„Was, das ist ja mehr als bei der Bank,“ regt sich Wolfgang auf.
„Dann geh doch zur Bank,“ erwidert Elisabeth betont kühl. Die Ehe der beiden feierte vor Kurzem fünfundzwanzigstes Jubiläum. Vollzogen wird sie seit vielen Jahren nicht mehr. Aufgrund der Erbschaft verfügt auch Elisabeth über ein riesiges Vermögen, weit höher als die 5 Millionen, die sie Wolfgang wohl geben wird. Er weiß wie hoch der Geldspeicher gefüllt ist. Wenn Wilhelm Ernst macht und eine Flotte baut, die so groß ist wie die der Engländer, müssen Thyssen, Knesebeck und Co. enorme Kapazitäten aufbauen. Auf die Politik ist jedoch kein Verlass. Das ist das Problem der Industriebarone. Die Eheleute Knesebeck verfolgen keine gemeinsamen Ziele. Seine Ziele sind nicht die Ihren.
„Ich brauche das Geld für die private Bibliothek, die ich nach und nach erweitern will.“ Bitter ergänzt Wolfgang:
„Und für die jungen Künstler, die dir ihre Verehrung so beseelt zuflüstern.“ Elisabeth pflegt seit Längerem streng geheime Treffen mit jungen Galanten aus dem Künstlermilieu. Wie weit diese gehen, bleibt im Verborgenen. Sie empört sich:
„Ich fördere diese Talente, mehr nicht.“ Wolfgang wäre es sogar egal, wenn zwischen seiner Frau und den jungen Männern mehr wäre. Sein Enthusiasmus gilt allein dem Betrieb. Vor der Hochzeit kannten sich Wolfgang und Elisabeth nur flüchtig. Die Eltern arrangierten die Verbindung. Ein durchaus übliches Vorgehen, um Reichtum und Einfluss beider Familien zu steigern. In diesem Fall führte der Zufall keine verwandten Seelen zusammen. Sie ist ein kluger, feinfühliger Mensch, eine fanatische Leserin. Sein Antrieb ist Geld. Mit jedem erreichten Zwischenziel wächst die Gier nach mehr. Am nächsten Morgen bespricht er die Geschäftslage mit seinem Bruder Thomas.
„Sie gibt nicht mehr als 5 Millionen. Brauchen aber 30 Millionen. Den Rest müssen wir von der Bank holen.“ Thomas Stirn ist übersät mit Sorgenfalten:
„Wolfgang, du weißt, die Zinsen sind hoch und zurückzahlen müssen wir Kredite auch. Wenn eine Delle kommt, müssen wir viele Leute entlassen.“
„Ja, dann ist es eben so. Wir müssen expandieren, sonst fallen wir zurück.“
„Wir haben auch Verantwortung für das Schicksal unserer Arbeiter. Wenn wir sie entlassen, haben sie nichts zu fressen.“
„Das ist dann die Schuld der Politik und des Kaisers. Wir können daran nichts ändern.“ Schicksale anderer Menschen oder das Wohl der Allgemeinheit tangieren Wolfgang im Gegensatz zu Thomas nicht. Er will aus den Knesebeck Werken das größte Unternehmen der Eisen- und Stahlbranche auf dem Globus machen. Thomas, der ein enges Verhältnis zur Schwägerin pflegt, klärt Wolfgang auf.
„Elisabeth wird dir nicht mehr geben. Sie hat eine Stiftung gegründet, die ausländische Buchrechte kauft. Erst kürzlich gab sie „The Call of the Wild“ des amerikanischen Autors Jack London zur Übersetzung in die deutsche Sprache in Auftrag. „Ruf der Wildnis“ ist der Titel der deutschen Version.“ Wolfgangs Gesicht drückt den Ärger aus, den er empfindet, weil der Bruder mehr weiß als er. Die Lebensgeschichte des Jack London faziniert Elisabeth. Der hat den schwierigen Aufstieg aus ärmlichen Familienverhältnissen geschafft. Sein Werdegang weckt Elisabeths Neugier. Der Mut, den die Helden seiner Geschichten aufbringen müssen, um den Gefahren der Wildnis zu trotzen, fesselt sie. Auch zwischen Vater und Tochter gab es kürzlich eine kontroverse Unterredung.
„Vati, ich möchte nicht studieren. Ich will bei den Knesebeck Werken eine kaufmännische Ausbildung machen. Das finde ich viel spannender.“ Wolfgang belehrt die Tochter:
„Mädchen aus gehobenen Kreisen studieren Musik, Kunst oder Literatur. Sie lernen, wie man ein großes Haus führt und wie man Bedienstete richtig anleitet. Eine kaufmännische Ausbildung in den Knesebeck Werken ist jungen Männern vorbehalten.“ Zornesröte überzieht Arianes Gesicht.
„Mich interessiert nicht was andere Mädchen wollen, ich will in den Werken arbeiten. Schon als kleines Kind wollte ich das. Auf keinen Fall studiere ich irgendwelchen langweiligen Kram.“ Wolfgang gibt nicht nach.
„In 1-2 Jahren heiratest du einen adeligen jungen Mann. Dadurch steigst du in den Adelsstand auf. Was wird dein zukünftiger Gatte zu einer kaufmännischen Lehre sagen?“ Ariane hegt den Verdacht, dass der Vater bereits einen Jungen im Kopf hat. Doch sie stellt ihre Fragen zurück, sondern konzentriert sich auf das Ziel im Betrieb arbeiten zu dürfen. Mit ihrem „Dickkopf“ setzte sie sich tatsächlich durch. Seit den Kindertagen liebt sie es, Zeit in den Werken zu verbringen. Sie durchkreuzt damit die Pläne der Eltern, die für eine junge Frau mit ihrer gesellschaftlichen Stellung eine baldige Vermählung mit einer adäquaten Partie vorsehen. Ariane selbst denkt noch überhaupt nicht an Heirat. Ihr heimlicher Traum ist, eines Tages die Leitung der Knesebeck Werke vom Vater zu übernehmen. Sie besitzt genug Kühnheit, sich selbst in dieser Rolle zu sehen. Das erzählt sie Wolfgang, der mangels männlichem Erben schon selbst an die Möglichkeit gedacht hat, aber noch nicht. Der findet, dass Ariane gut ins Unternehmen passt.. Für ihre Zukunft sieht er jedoch andere Prioritäten. Sie soll sehr bald den Spross einer bedeutenden adligen Familie heiraten und damit selbst in den Adelsstand aufsteigen. Der von ihm auserwählte ist Rochus von Malotki, der Sohn des Polizeipräsidenten der Provinz Rheinland. Ariane kennt ihn seit Kindesbeinen. Die Familien sind seit langer Zeit befreundet. Frau und Tochter wissen noch nichts von seiner Wahl. Wolfgang treibt seine Pläne im Geheimen voran, ohne sie mit den beiden Frauen abzusprechen. Ariane hingegen ist entschlossen, ihren persönlichen Weg einzuschlagen. Elisabeth wundert sich zwar über das Engagement, das die Tochter im Betrieb leistet, beschäftigt sich jedoch nicht ernsthaft damit. Zu sehr ist sie beschäftigt mit der Bibliothek und ihren Verehrern. Wolfgangs Kalkül ist, dass Ariane die beruflichen Pläne fallenlässt, nachdem er ihr die Partie Rochus auf dem Silbertablett serviert. Rochus steht eine glänzende Karriere beim preußischen Staat bevor. Sie kann sich auf die Aufgaben als Mutter und Haushaltsvorstand konzentrieren. Sie wird zukünftig den Namen Ariane von Malotki tragen. An einem Abend im März 1910 bittet Wolfgang Knesebeck Ariane und Elisabeth zu einer Unterredung. Wenn er in der Familie förmlich wird, liegt Wichtiges in der Luft. Das repräsentative Wohnzimmer der Villa dient als Rahmen der Zusammenkunft. Die Einrichtung des Raumes repräsentiert den Reichtum des Hausherrn. Jugendstil ist in dieser Zeit angesagt. Aufwendige florale Ornamente und Intarsien zieren die Möbel. Wolfgangs ganzer Stolz sind zwei Originale des französischen Malers Henry Toulouse-Lautrec. Der Fußboden ist bedeckt mit teuren orientalischen Teppichen. Das Familienoberhaupt ist gekleidet wie im Büro. Die Frauen tragen bunte Kleidern, die die Taille betonen. Elisabeth hält einen Fächer in der Hand, ohne ihn zu benutzen. Die ernsten Gesichter der drei deuten auf Spannung hin, die sich in Kürze entladen wird. Wolfgang geht auf und ab. Der Mann, der dem Kaiser vorgestellt wurde, ist nervös bei einem Familientreff? Offensichtlich spürt er, dass dies kein leichter Abend werden wird. Nachdem der Diener den Tee serviert hat, legt er ohne lange Vorrede los.

Im Kindle-Shop: Ein böserguter junger Mann.
Für Tolino: Buch bei Thalia
Mehr über und von Reinhard Skandera auf seiner Amazon-Autorenseite.



16. April 2019

'Die Macht der Clans: Band 1' von Gabi Büttner

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Was würdest du aufgeben für den Kampf um Freiheit?

Als die Erde, durch eine Naturkatastrophe unbewohnbar wird, findet die Menschheit auf Terra zwei eine neue Heimat. Dreihundert Jahre später regieren Clans diese Welt.

Als seine Eltern von Kriegern getötet werden, schwört ein Widerstandskämpfer alles zu tun, um die grausame Clanherrschaft auf Terra zu beenden. Während eines Auftrages verliebt er sich – ausgerechnet in eine junge Frau aus der Oberschicht, die für all das steht, was zu bekämpfen er geschworen hat.

Leseprobe:
Larn fluchte, während er versuchte, die Solarmodule der Erntemaschine so zu stabilisieren, dass sie in ihrer Position blieben. Bekam er das Problem mit dem Schwebeantrieb nicht endlich in den Griff, würde sich seine Arbeitszeit erheblich verlängern.
Er war erst sechzehn, dennoch schuftete er täglich zwölf Stunden auf den Feldern, ebenso wie seine Eltern und sein jüngerer Bruder Chris. Und wozu? Damit die Clans die Abgaben ständig erhöhten, sodass dem einfachen Volk nicht einmal genug übrig blieb, um richtig satt zu werden?
Larn schnaubte verächtlich. Diese Steuern waren nichts weiter als legalisierter Diebstahl!
Angeblich gab es Widerstand dagegen. Er hatte von kleinen Gruppen gehört, die die Clans bekämpften. Wie gerne hätte er sich einer solchen Einheit angeschlossen. Doch das würde bedeuten, seine Familie im Stich zu lassen – etwas, das er niemals tun könnte. Dafür liebte er sie zu viel zu sehr.
Das dumpfe Grollen, das auf einmal in der Luft lag, riss ihn aus seinen Überlegungen. Er hob die Hand über die Augen, um sie vor der Sonne zu schützen, und suchte aufmerksam den Himmel ab. Als er die näher kommenden Schatten am Horizont erkannte, wurde er für einen Moment stocksteif.
Die Silhouetten der Clangleiter waren unverwechselbar.
Das, was die Dorfgemeinschaft bereits seit Längerem befürchtet hatte, war eingetroffen.
Als der Clan begann, die Abgaben immer weiter zu erhöhen, häuften sich die Überfälle auf die Bevölkerung. Die Gerüchteküche brodelte. Es hieß, an denen, die die Abgaben nicht zahlen konnten, würde demnächst ein Exempel statuiert werden. Wie es aussah, war es nun soweit.
Als diese Erkenntnis endlich zu ihm durchdrang, rannte Larn los.
Einen Augenblick später blitzte es dort, wo er gerade noch gestanden hatte, grell auf. Der ohrenbetäubende Donner einer Explosion folgte.
Die Druckwelle riss Larn zu Boden, die Hitze des Feuerballs, der über ihn hinwegfegte, versengte sein Shirt und seinen Rücken. Der brennende Schmerz ließ ihn aufschreien und trieb ihm Tränen in die Augen. Verschwommen nahm er die schwarz gekleideten Gestalten wahr, die vom Waldrand her auf das Feld marschierten. Clankrieger!
Sie benutzten grünes Feuer. Die Neurowaffen schalteten in einer Sekunde die Reflexe der Opfer aus. Allein das Aufblitzen dieser furchtbaren Waffe steigerte sein Entsetzen und zwang Larn wieder auf die Beine.
Er lief los, strauchelte, fing sich im letzten Moment. Taumelte weiter über den unebenen Boden.
Er dachte an seinen kleinen Bruder, der allein zu Hause war. Larn musste zu Chris, musste ihn durch den Fluchttunnel, den ihr Vater in weiser Voraussicht erbaut hatte, in Sicherheit bringen, bevor ihm die Zeit davon lief.
Ein Schatten tauchte neben ihm auf und griff nach seinem Arm. Reflexartig wollte er sich losreißen, erkannte aber im letzten Moment das Gesicht seines Vaters. Erleichtert atmete er auf. Vater wusste immer, was zu tun war.
»Schneller!«, schrie er und legte sich Larns Arm um die Schultern, um ihn zu stützen. »Wir müssen zur Hütte.«
Larn biss die Zähne zusammen. Er zwang sich schneller zu laufen, obwohl ihm sein eigener Atem in den Ohren dröhnte.
Er sah die Gestalt seiner Mutter, halb verborgen von den Bäumen am Waldrand, die in den Wald lief.
Wenige Minuten nachdem sie verschwunden war, tauchten sein Vater und er in die Dunkelheit unter den Bäumen ein. Nebeneinander rannten sie den schmalen Wildpfad entlang, bis sie endlich den Rand des Forstes erreichten und in Sichtweite ihrer Hütte kamen.
Larn konnte Chris nicht sehen. Panik schlug über ihm zusammen, als er auch seine Mutter nirgends erblicken konnte.
Er stolperte nach seinem Vater durch die Tür. Die Knie wurden ihm weich vor Erleichterung, als er seine Mutter im Wohnbereich entdeckte. Aber keine Spur von seinem Bruder.
»Wo ist Chris?«, schrie sein Vater.
»Ich weiß es nicht!« Die Angst ließ die Stimme seiner Mutter schrill klingen.
»Speisekammer …«, stieß Larn zwischen zwei Atemzügen hervor. »Er versteckt sich immer dort, wenn er sich fürchtet.«
Sein Vater begann, den schweren Schrank vor die Eingangstür zu schieben.
»Marianna, hol den Blaster«, befahl er dabei. »Dann geh zu den Jungs nach hinten.«
Larn erstarrte.
»Nein, Vater«, entfuhr es ihm, »sie werden dich töten, wenn du bewaffnet bist.«
Grimmige Entschlossenheit lag in der Miene seines Vaters, als er Larn ansah.
»Bring deinen Bruder in Sicherheit!«
»Aber …«
»Tu, was ich dir sage! Geh!«
Larn wollte widersprechen, aber ein Blick in die Augen seines Vaters ließ ihn verstummen. Er wandte sich um und stürzte in Richtung des Vorratsraumes. Kaum hatte er ihn erreicht und die Tür geöffnet, ließ ihn lautes Donnern wieder herumfahren.
Die Tür der Hütte wurde in unzählige Splitter zerlegt. Ebenso der Schrank davor. Einige davon trafen seinen Vater, der nur wenige Meter von der Tür entfernt stand und bohrten sich tief in seinen Körper.
Sein Vater verlor den Blaster, stürzte brüllend zu Boden. Wälzte sich herum, die Hände vor den Bauch gepresst.
Mutter rannte ebenfalls schreiend auf ihn zu. Sie erreichte ihn nie.
Männer in schwarzen Kampfanzügen stürmten die Hütte. Clankrieger!
Unwillkürlich wich Larn in den düsteren Raum hinter sich zurück. Zog reflexartig die Tür zu. Stand einen Augenblick völlig reglos.
Dann ging ein Ruck durch seinen Körper. Er wollte seinen Eltern zu Hilfe eilen, musste zu ihnen, musste irgendetwas tun!
Ein leises Schluchzen hinter ihm ließ ihn innehalten. Chris!
Larn hatte seinen Bruder beinahe vergessen.
Zusammengekauert hockte der Jüngere in einer Ecke des Raumes. Tränen liefen ihm über das Gesicht. Das kleine rote Holzauto, das er so liebte, hielt er fest umklammert. Nun streckte er es Larn entgegen.
»Ich wollte es retten«, jammerte er.
»Sei leise!« Larn stürzte auf seinen Bruder zu und nahm ihn auf den Arm. Sein geschundener Rücken brüllte vor Pein. »Um Himmels willen, sei still. Sie dürfen uns nicht hören!«

Im Kindle-Shop: Die Macht der Clans: Band 1

Mehr über und von Gabi Büttner auf ihrer Website.

'Todesrache: Die Heimsuchung' von Elke Billstein

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Darf der Mensch im Leben über „Leichen“ gehen um seine Ziele zu erreichen? Oder werden ihn genau diese dann nach ihrem Tod dafür bestrafen und Rache nehmen?

Leseprobe:
Kapitel 1
Nächtliches Erwachen
Ein eisiger Hauch umfing ihn in dieser so merkwürdig stillen Nacht. Was hatte ihn aufwachen lassen? Genau diese Stille? Oder was sonst hatte ihn aus seinem tiefen Schlaf hochschrecken lassen? Es war ihm selbst nicht bewusst wie er in sein Wohnzimmer gekommen war. Auch das konnte er nicht erklären. Irgendetwas war anders. Er sah sich, mit aufkommender Gänsehaut im Zimmer um. Die Uhr zeigte kurz vor halb vier am Morgen. Nur der Schein der Straßenlampe schien leicht auf das gegenüberliegende Regal. Die Bücher standen wie immer in einer Reihe, die Bilder scheinbar auch. Doch halt – was war mit dem größten Bild geschehen? Er ging zum Lichtschalter. Als er diesen berührte, schien es, als sei er auf Eis gestoßen. Schnell drückte er den Schalter. Das Licht ging an. Er ging zum Regal, nahm das Foto hervor und – seine Glieder erstarrten. Auf dem Foto, welches in schwarz-weiß gehalten war, saßen einige ihm bekannte Gestalten, die jedoch – schon tot waren und von denen er sicherlich nie Bilder gemacht hatte. Schon gar nicht standen sie im Zusammenhang miteinander. Oder doch? Ihm wurde mehr als unbehaglich. Am liebsten hätte er das Bild wieder weggestellt, doch irgendetwas ließ ihn zögern. Nein, viel mehr! Irgendetwas ließ ihn den Bilderrahmen einfach nicht zurück auf das Regal stellen. Es war wie eine enorm hohe Magnetkraft, die gleichzeitig seine Hände zu verbrennen schien. Ein unsäglicher Schmerz durchfuhr ihn und ein Schrei hallte durch den Raum. Mit einem Knall fiel ihm das Bild aus der Hand ...

Kapitel 7
Angst
Er hatte sich also im Hinterzimmer des Büros seine Liege fertig gemacht und versuchte nun in den Schlaf zu finden. Doch es gelang ihm einfach nicht. Morgen würde er sich Schlaftabletten besorgen. Die ganze Nacht ließ er wie ein kleines Kind das Licht im Büro an und ständig schreckte er hoch, weil er meinte, etwas gehört zu haben. Wem konnte er seine Ängste mitteilen? Er dachte scharf nach, aber es fiel ihm niemand ein. Dies war solch ein Moment wo einem Menschen klar wird, dass er im Grunde total alleine ist. In guten Zeiten ist meist jemand für einen da, aber in schlechten ... Merkwürdigerweise dachte er gerade in diesem Augenblick an seine Frau und seine Kinder. Was sie jetzt wohl machten?
Idiot, schlafen natürlich, fiel es ihm wie Schuppen von den Augen. Die Nacht verbrachte er mit kurzen, heftigen von Albträumen gefüllten Schlafphasen und hellwachen, grübelnden Gedanken um schließlich früh am Morgen gegen sechs sein Haus zu betreten. Zuvor hatte er ein Schild an die Tür seiner Agentur gehängt. Heute geschlossen! Kein Hinweis warum. War ihm doch egal! Er war sein eigener Herr. Jetzt nach der Kündigung sowieso. Aber daran dachte er gerade gar nicht mehr. So etwas wischte er einfach fort. Total übermüdet betrat er den Korridor. Gleich wurde es ihm wieder mulmig zumute. Am liebsten hätte er das Haus sofort wieder verlassen. Aber er musste sich ja auch mal wieder einkriegen. Er ging unter die Dusche, wusch sich jedoch unruhig innerhalb von drei Minuten. Irgendwie wollte er gewappnet sein, das Haus bei Bedarf sofort verlassen zu können. Er machte sich einen starken Kaffee und überlegte, was er nun weiter tun könne. Ach ja, die DVDs mussten ja zurückgebracht werden. Es fiel ihm schwer, die runde Scheibe aus dem Recorder zu holen. Aber entgegen seiner Erwartung stellte sich seine Hoffnung ein und es geschah – nichts! Er brachte die DVDs also zurück und holte sich die Schlaftabletten. Dann fuhr er wieder nach Hause, ohne sich weitere Filme geliehen zu haben und nahm eine von den Tabletten, um schon nach kurzer Zeit in tiefen, traumlosen Schlaf zu fallen.

Kapitel 12
Realität
Manfred erwachte am nächsten Morgen erst spät und wie gerädert. Der Traum fiel ihm wieder ein. Mein Gott, konnte er nicht wenigstens in Ruhe schlafen? Wie betrunken schlürfte er ins Bad und wusch sich. Er mochte sich nicht ansehen, mochte nicht in diesen Spiegel blicken. Die Angst saß zu tief in ihm. Nachher würde er womöglich wieder einer Fratze begegnen. Nach der Toilette ging er hinunter in die Küche, machte sich ein Brot und einen Kaffee, legte sich auf die Couch und machte den Fernseher an. Sein Blick fiel auf sein Wohnzimmer. Es sah grauenvoll aus. Überall lag etwas herum und der Staub saß inzwischen dick auf allen Regalen und Tischen. Er sah auf die Vitrine – und erstarrte. Was er sah, war sein eigenes Spiegelbild. Doch es zeigte einen alten, vergrämten Mann mit ... einer verkrusteten langen Wunde in seinem Gesicht. Es war die Stelle, in der das Wesen der Nacht seine Zeichen hinterlassen hatte!

Im Kindle-Shop: Todesrache: Die Heimsuchung.
Mehr über und von Elke Billstein auf ihrer Website.