18. Februar 2022

'Magische Sommernächte' von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki

Kindle (unlimited)
Website | Autorenseite
Schwedische Träume 2

Es ist Frühling geworden im kleinen Winterdorf in Schweden. Kajsa plant euphorisch ihre Hochzeit mit Andy zur Mittsommernacht, dem größten und fröhlichsten schwedischen Fest. Für sie gibt es kein schöneres Datum. Immer wieder versucht sie, Diane zu einer Doppelhochzeit zu überreden, doch ihre Freundin zögert …

Elsa überrascht alle mit einem außergewöhnlichen Talent. Andy eröffnet den Dorfladen und hofft inständig auf einen Erfolg seines Traumprojektes. Die Vergangenheit holt Sonnyboy Krister ein – leider sorgt diese auch für ein schlimmes Zerwürfnis zwischen Diane und ihrem Verlobten Fynn. Diane tritt die Flucht nach Deutschland an und sorgt so für heftige Turbulenzen.

Anleser:
»Oh ..., die sind alle schön. Wie soll man sich da entscheiden?« Kajsas Augen wanderten interessiert über ihren Laptop. »Soll ich so ein Kleid nehmen«, ihr Finger zuckte wieder und sie hatte bereits das nächste Modell angewählt, »oder lieber das hier?«
Diane betrachtete ihre Freundin amüsiert von der Seite. Derart aufgeregt hatte sie Kajsa noch nie gesehen. Zugegeben, die Brautkleider waren durch die Bank weg einfach nur zum Luft anhalten schön.
»Mach langsam, so schnell kann ich überhaupt nicht gucken!«, beschwerte sich Diane. »War das Letzte mit Spitze oben? Und wirf nebenbei einen Blick auf die Preise. Die Kleider sind ... hui ... teuer!«
»An diesem besonderen Tag muss ich schließlich ein Outfit haben, das nicht bloß mich, sondern auch die Gäste flasht. Da schaue ich nicht auf den Preis. Ich will die Schönste sein, ich ...«
Diane unterbrach Kajsa schmunzelnd. »Das bist du doch sowieso. Dein Brautkleid wird das bestens unterstreichen.«
»Wir könnten beide die Schönsten sein.« Kajsa steckte den Finger nicht gerade in eine offene Wunde, aber in eine ungeklärte Angelegenheit zwischen ihnen. »Überlege es dir noch einmal.« Sie sah Diane mit bittenden Augen an.
»Guck nicht so, das ist unfair, da werde ich schwach, das ist wie hypnotisieren«, wehrte sich Diane. »Ich muss da länger drüber nachdenken.«
Kajsa allerdings wusste genau, je mehr sie bettelte, umso eher kam sie bei ihrer Freundin zum Erfolg und das war ihr in diesem Fall eine Herzensangelegenheit. Zwei Paare, die zur Sommersonnenwende heiraten! Das wäre der Hammer!
Aber Diane schaute immer noch zweifelnd, deshalb legte Kajsa eine weitere Schippe drauf. »Stell dir das Szenario mal bildlich vor: Es ist ein wunderbarer schwedischer Sommertag, die Sonne blinzelt hernieder, wenige hauchzarte Wolken komplettieren den pittoresken blauen Himmel, der angenehm warme Sommerwind bauscht unsere märchenhaften Brautkleider auf und lässt unser offenes Haar leicht wehen, dein dunkles, mein blondes, gehalten ausschließlich von Blumenkränzen. Unsere Männer werden umgehauen von den traumhaften Kleidern und wir feiern ein rauschendes Fest zur Sommersonnenwende. Was für ein schönes Datum, der längste Tag und die kürzeste Nacht.«
Diane wiegte den Kopf hin und her.
»Und denk dran, unsere Eltern sind da. Und natürlich deine Oma und mein Onkel Norvid. Ist das nicht spannend? Die beiden Ältesten lernen sich zum ersten Mal kennen. Wir feiern ein Riesenfest!«
Diane holte tief Luft und pustete sie aus. »Ich habe mir halt eine kleine Feier vorgestellt.«
»Aber eine Hochzeit muss groß sein, das ist das Fest des Lebens!«, argumentierte Kajsa dagegen. »An dem Tag gibt es jede Menge Freude zu versprühen.«
»Du kannst doch auch alleine sprühen«, forderte Diane sie scherzhaft auf.
»Das will ich mit dir gemeinsam tun. Schau raus, draußen ist Frü-hüüüh-ling! Die Bäume werden grün, viele Blumen blühen schon, die Sonne lugt freundlich hervor. Hast du da nicht Tatendrang und Lust auf ein zauberhaftes Kleid? Wir beide, in hinreißenden Roben, im schwedischen Sommer. Ich habe das bildlich vor Augen.«
»Wie wäre es, wenn wir erst eins für dich suchen? Geh bitte nochmal zurück, da habe ich einen Spitzentraum gesehen.«
Dianes Ablenkung funktionierte – Kajsa war wieder eifrig dabei, die einzelnen Brautkleider anzusehen. Sie bediente den Touchscreen des Laptops und vergrößerte das Spitzenoberteil eines Kleides. »Och nö, das ist mir eine Spur zu old fashioned.« Schnell blätterte sie virtuell weiter. »Wie findest du das hier?«
Diane beäugte das Modell. »Na ja, ich sage es dir ehrlich, das Teil kannst du auch noch tragen, wenn du Silberhochzeit feierst.«
Kajsas Kopf schnellte herum. »Das war aber jetzt gemein.«
»Von wegen. Ich bin eine echte Freundin. Und bloß echte Freundinnen rücken mit der Wahrheit raus, andere schleimen nur.«
»Das habe ich verstanden, machen wir weiter.«

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'Seelenfeuer' von Isabella Mey

Kindle | Tolino | Taschenbuch
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Die Wahl deiner Seele kannst du erkennen, wenn du in den Augen des anderen dein eigenes Leuchten wiederfindest.

Was würdest du aber tun, wenn du plötzlich durch die Augen eines Menschen sehen könntest, aber keine Ahnung hast, wer er ist?

Nach der Begegnung zwischen Hanna und Alex passieren aufregende wie beängstigende Dinge, die weit über die normalen Seelengefährtenphänomene hinausgehen. Hinzu kommt, dass ein Unbekannter versucht, die beiden gegeneinander aufzuhetzen, und ihnen aus unersichtlichem Grund nach dem Leben trachtet.

Abenteuerlicher Liebesroman angereichert mit Magie, gewürzt mit Romantik, empfohlen ab zwölf Jahren.

Anleser:
»Das kann doch wohl nicht wahr sein! Warum ausgerechnet ins Gully?«, flucht Alex.
Sein Keuchen setzt jede Menge Wasserdampf aus seinem Mund frei, der sich mit dem Dampf aus dem Abwasserkanal vermengt. Außerdem hat ihn der Schnee zwischenzeitlich mit einem leichten Flaum bedeckt. Ich lehne mich gegen die Hauswand, der einzige Halt, den ich in dieser unwirklichen Situation finden kann.
»Was ist? Jetzt helfen Sie mir doch wenigstens! Ich muss …« Er schaut flüchtig zu mir auf, um den Blick hastig wieder abzuwenden. »… meine Sachen unbedingt wiederbekommen«, ergänzt er den Satz, als wäre nichts gewesen.
Ist denn etwas gewesen? Warum hat er so schnell wieder weggeschaut?
»Äh …«, ich räuspere die dicke Kröte in meinem Hals fort, »… was ist denn hineingefallen?«
»Einfach alles!«, schnaubt er, während er die Finger nun abermals durch die Streben steckt. »Meine Mitarbeiterkarte und die Hausschlüssel … Das Handy ist auch kaputt.«
Er schüttelt das lädiert aussehende Gerät und tippt entnervt darauf herum. »Das ist eine absolute Katastrophe!« Alex zieht mit aller Kraft, der Deckel bewegt sich jedoch kein bisschen, dann lässt er keuchend locker.
Aus eigener leidvoller Erfahrung weiß ich, dass diese Dinger auch ohne Eis höllisch schwer zu heben sind. Ohne Brechstange geht da gar nichts, deshalb versuche ich es erst gar nicht. Ich tippele vorsichtig auf ihn zu, nicht dass sich meine Knie schon wieder verabschieden. Aber dieses Mal knicken sie nicht ein, dafür nimmt das Kribbeln meines Körpers zu, je näher ich ihm komme. Ich bin nervöser als vor meiner praktischen Fahrprüfung und das will was heißen. Während Alex noch immer gebückt vor dem Gully hockt, schaue ich zu ihm herab, beziehungsweise an ihm vorbei, durch die Löcher in den Schacht hinein. Man kann entfernt etwas erkennen, das an einen Schlüssel erinnert, Karte sehe ich aber keine.
»Ich glaube, das wird nichts mehr«, erkläre ich kopfschüttelnd. Alex rauft sich die Haare.
»Heute geht irgendwie alles schief«, schnaubt er, »ich schätze, ich bin einfach überarbeitet. Aber ohne Schlüssel komme ich nicht in meine Wohnung, ohne Karte nicht in die Firma und ohne Handy kann ich weder den Schlüsselnotdienst anrufen noch sonst jemanden.«
Darauf weiß ich nichts zu antworten. Ich kann meinen Blick einfach nicht von ihm lösen und bin froh, dass er mich nicht ansieht, sonst wäre das wohl ziemlich peinlich. Er erhebt sich und jetzt schaut er mich doch an. Der Blick seiner graublauen Iris zuckt wie ein heißer Blitz durch mich hindurch, während eine transparent rötliche Flamme zwischen uns in die Höhe zuckt. Alex blinzelt verdattert.
»Was war das?«, frage ich heiser. »Haben Sie das auch gesehen?«
»Wieso? Was meinen Sie?« Er klingt alarmiert.
Besser, ich spreche nicht weiter darüber.
Er hat den Blick wieder abgewandt und kramt etwas aus seiner Tasche hervor.
»Wenigstens der Autoschlüssel ist noch da. Ich muss unbedingt mal telefonieren. Können Sie mir vielleicht Ihr Handy leihen?«, erkundigt er sich, schaut dabei aber die Straße entlang, als suchte er etwas oder jemanden.
Inzwischen ist es menschenleer und auch in den Firmen brennt kaum noch ein Licht hinter den Fenstern.
»Ich habe leider kein Handy. Ich könnte Ihnen höchstens anbieten, von mir zu Hause aus anzurufen.« Es kostet mich ziemlich viel Mühe, diesen Satz so herauszubringen, dass er normal klingt, weil ich immer noch schrecklich aufgeregt bin. Und da bin ich doch wieder Objekt seiner Neugier geworden, denn er starrt mich abermals fassungslos an, was sich jetzt in einer Salve kleinerer Feuerblitze entlädt. Alex blinzelt, als habe er einen Fremdkörper im Auge.
»Sie haben wirklich kein Handy? Wie kann man in der heutigen Zeit ohne Handy auskommen?«, fragt er kopfschüttelnd.
Ich zucke stumm mit den Schultern. Um ehrlich zu sein, besitze ich tatsächlich noch ein uraltes Handy zu Hause, allerdings mit gesperrter SIM-Karte, doch bin ich viel zu geplättet für ausführliche Erklärungen. »Wenn ich nur meine Karte noch hätte, könnte ich vom Büro aus anrufen …«, seufzt er und schaut sich dann auf der Straße um, wo außer uns jedoch niemand mehr zu sehen ist. Dann richtet er seinen Blick tief durchatmend gen Himmel, was ihm ein paar kalte Flocken im Gesicht beschert.

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17. Februar 2022

'Besser Leben! Eine kurze Anleitung zum Glücklichsein' von John-Stewart Gordon

Kindle (unlimited)
Website John-Stewart Gordon
Dieses Buch soll Sie in die Lage versetzen, ein besseres - ein glücklicheres - Leben zu führen. Die kurzen Kapitel sind jeweils einem wichtigen Thema aus dem menschlichen Leben gewidmet und sollen zum Nach- und Weiterdenken anregen. Dieser (philosophische) Ratgeber soll Ihnen dabei helfen, Ihre Lebensqualität zu steigern. Versuchen Sie, die Lehrsätze in Ihr Leben zu integrieren und Ihre Handlungen danach auszurichten. Sie werden schnell feststellen, dass Sie im Allgemeinen zufriedener sein werden.

Gelassenheit, mehr innere Ruhe und Reflexion sowie tägliche Übungen sollen Sie dazu befähigen, das Maximum aus Ihrem Leben herauszuholen. Gut zu leben, ist kein Privileg der Reichen, sondern steht uns allen offen. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie ein besseres Leben führen können.

Anleser:
„Nicht das Leben ist das höchste Gut, sondern das gute Leben. ‚Gut‘ leben ist so viel wie ‚edel und gerecht‘.“
— PLATON

Wir haben nur ein Leben. Konzentrieren Sie sich auf das, was wirklich wichtig ist und verschwenden Sie keine kostbare Lebenszeit. Damit meine ich natürlich nicht, dass man sich nicht auch mal auf der Couch ausruhen und faulenzen kann.
Es geht vielmehr darum, dass Sie nicht ein Leben gemäß der berühmten Redensart „Der Müssiggang ist aller Laster Anfang.“ führen. Legen Sie immer den Fokus darauf, was für Sie wirklich wichtig ist.
Konflikte in der Familie und im Freundeskreis sind nicht nur ermüdend, sondern sollten unbedingt vermieden werden, da diese Dinge wertvolle Lebensenergie kosten. Man fühlt sich in solchen Situationen (und danach) nicht nur körperlich angespannt, sondern auch mental erschöpft.
Epiktet hat ganz recht, wenn er sagt, dass man sich nur über diejenigen Dinge ereifern sollte, über die man auch Kontrolle hat. Was andere Personen sagen und mit welchen Handlungen Sie konfrontiert werden, haben Sie einfach nicht in der Hand. In schwierigen Situationen, in denen man keine Kontrolle hat, sollte man eher mit Gelassenheit reagieren und sich genau überlegen, was man tut.
Damit meine ich nicht, dass man alles hinnehmen sollte, sondern lediglich, dass man sich immer gut überlegen muss, wann man am Besten auf welche Weise reagiert, um Schlimmeres vermeiden zu helfen. Wenn Sie zum Beispiel beleidigt werden, dann bewahren Sie Ruhe und machen es nicht noch schlimmer, indem Sie „zur Keule“ greifen. Der Gang zur Polizei, wenn es angemessen ist, ist sicherlich vernünftiger.
Erledigen Sie die schönen Dinge eher sofort und schieben Sie diese nicht auf die lange Bank. Es könnte zu spät sein. Viele Menschen haben große Pläne (zum Beispiel besondere Reisen zu unternehmen) und wollen diese erst dann umsetzen, wenn sie mehr Zeit zur Verfügung haben; typischerweise wenn sie in Rente sind.
Warten Sie nicht so lange ab, da es einfachhin zu spät sein könnte. Es gibt viele Menschen, die im Ruhestand ihre großen Pläne umsetzen wollten und auf Grund eines frühen Todes oder schwerer Krankheit nicht mehr in der Lage dazu waren. Wir alle kennen unzählige solcher Fälle. Lernen Sie daraus!
Versuchen Sie also diejenigen Lebensprojekte, die Ihnen besonders am Herzen sind, zeitnah anzugehen und nicht zu lange aufzuschieben (zumindest wenn dies möglich ist). Wir haben nur ein einziges Leben, und dieses sollte entsprechend gut genutzt werden. Ein verschwendetes Leben ist tragisch und sollte unbedingt vermieden werden.
Auch wenn man den Tag nutzen sollte - ich nenne dies das Carpe-Diem-Prinzip -, sollte man sein Leben heiter verbringen und sich nicht von einem ungesunden Erfolgsdruck negativ beeinflussen lassen. Man sollte zwar immer nach etwas Höherem streben, sich dabei allerdings nicht kaputt machen. Sie wissen, was ich damit meine.

Lehrsätze
1. Richten Sie den Fokus auf das, was wirklich wichtig ist.
2. Schieben Sie die schönen Dinge, die Sie machen wollen, nicht auf die lange Bank.
3. Verschwenden Sie keine kostbare Lebenszeit.
4. Nutzen Sie den Tag.

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16. Februar 2022

'Die Magie der Narben' von Sarah Doors

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
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Eine uralte Bestimmung
Eine neue Magie
Eine Auserwählte voller Geheimnisse


Die Federbäume, die Ria und ihre drei Geschwister in der eigenen Plantage aufziehen, gedeihen prächtig. So wie fast alles in Nymania. Aber die Idylle trügt. Sich häufende Zeichen von Störungen im magischen Gleichgewicht kündigen drohendes Unheil an. Statt den Rat der weisen Urnymen einzuholen und sich um die fünf magischen Instrumente zu kümmern, verlieren sich die Landeskönige in Streitigkeiten und übersehen, dass ihre Welt an einem tödlichen Abgrund steht. Als ein außergewöhnlich starker Zwirbelluftmonsun Nymania heimsucht, ist es zu spät und Ria trifft eine folgenschwere Entscheidung ...

„Die Magie der Narben“, das erste Buch der Nymania-Chroniken, ist ein fantastischer Roman voller Geheimnisse und spannender Verwicklungen. Er erzählt die Geschichte der jungen Ria, die einen hohen Preis dafür bezahlt, ihre Welt als Auserwählte von der Unterdrückung durch die Dämonen zu befreien.

Anleser:
Eines für alle unvorhersehbaren Tages schlängelte sich nach einem heftigen Sternensturm ein fast unsichtbarer, hauchdünner Riss durch das blühende Riff des Lebensmeeres von Nymania. Sein Pfad war so fein wie ein einzelner Faden aus reiner Seide und doch hing von diesem Moment an das Schicksal einer schon ewig währenden Welt daran.

Fremdlinge drangen durch diesen offenen Spalt in Nymania ein. Einer nach dem anderen entstiegen sie dem Lebensmeer über die verbotene Treppe, hinauf zum geweihten Ufer zwischen den Ländern Kinea und Lima. Dieser Vorgang schockierte und überrumpelte die Nymen auf das Äußerste und lähmte ihre Gedanken, denn die Mitteltreppe war ihnen mehr als heilig. Sie führte für die meisten nur in die eine Richtung – nach unten. Lediglich ihren Königen und weisen Urnymen war es erlaubt, den Weg zurück nach oben zu nutzen.

Die Fremden jedoch liefen ohne Angst und Respekt über die gläsernen Stufen. Sie jubelten lauthals, als sie das Land betraten und konnten ihr Glück kaum fassen. Einige glaubten, im Paradies angekommen zu sein. Sie seien Seefahrer verschiedener Länder, deren Schiffe in der Südsee gekentert waren, und kämen von der Erde, behaupteten sie.

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„Der Astrologe – eine gänzlich unwahre Geschichte“ von Jürgen G.H. Hoppmann

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website Jürgen G.H. Hoppmann
Großes Europäisches Planetenfest Dresden: Ein Serienkiller verschickt Gifthoroskope!

Polizeistudent Max, schwer gestört durch Kampfeinsätze in Afghanistan, und seine Evi, eine kleinkriminelle Bäckereifachverkaufsgehilfin aus der Oberlausitz, gehen auf Spurensuche. Während sie im pulsierenden Elbflorenz Giftmörder jagt, begleitet er den Starastrologen Scultetus als Bodyguard bis ans Ende der Welt. Showdown auf dem Dach der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main. Und weiter, immer weiter, bis zur Stadt der Morgenröte im fernen Indien …

Ein packender Esoterik-Thriller mit dem schrägste Kriminalisten-Duo im Wilden Osten seit Bonnie und Clyde ― grandioser Humor, ursächsisch und international zugleich.

Anleser:
»Carlotta Piacelli lässt grüßen«, stand vor einigen Jahren im Betreff einer E-Mail. Ich zermarterte mir das Hirn. Den Namen kannte ich. Doch woher bloß? Erste Anzeichen von Altersverblödung? Weit gefehlt: ein Testleser-Feedback auf die Romanfassung des Spielfilms AstroEuros. Die Nachricht kam von Otto, meinem ersten Astrologielehrer. Allerdings reichlich verspätet, denn inzwischen hatte ich auf Rat eines Freundes entschieden, die gute Festivalchefin ermorden zu lassen, und in Aurora Celestico umgetauft. Der alte Sterndeuter war in die Pampa des untergegangenen Gulaschkommunismus gezogen. Dort gibt es noch traditionelle Ackerwirtschaft, ganz im Gegensatz zu den Mais-Monokulturen, die sein ehemaliges Bauernhaus in Südfrankreich dank EU-Agrarförderung mittlerweile bis zum Horizont umzingeln. Auf verschlungenen Wegen hatte ihn mein kiloschweres Romanmanuskript erreicht. Er las einige Seiten und brach völlig entkräftet zusammen. Sein englischer Nachbar, auch so ein Naturliebhaber aus dem goldenen Westen, hatte zum Nachmittagskaffee die Schweinegrippe mitgebracht. Das haute den guten Otto nachhaltig von den Beinen. Die giftspuckende Planetenfest-Chefin halluzinierte in Fieberkrämpfen vor seinem inneren Auge. Es dauerte Wochen, bis der Sterndeuter aus dem Grab hervorkriechen konnte und mir obige Mail schrieb. Womit bewiesen wäre, dass Testleser gefährlich leben …

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11. Februar 2022

'Magische Sommernächte (Schwedische Träume 2)' von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki

Kindle (unlimited)
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Es ist Frühling geworden im kleinen Winterdorf in Schweden. Kajsa plant euphorisch ihre Hochzeit mit Andy zur Mittsommernacht, dem größten und fröhlichsten schwedischen Fest. Für sie gibt es kein schöneres Datum. Immer wieder versucht sie, Diane zu einer Doppelhochzeit zu überreden, doch ihre Freundin zögert …

Elsa überrascht alle mit einem außergewöhnlichen Talent. Andy eröffnet den Dorfladen und hofft inständig auf einen Erfolg seines Traumprojektes. Die Vergangenheit holt Sonnyboy Krister ein – leider sorgt diese auch für ein schlimmes Zerwürfnis zwischen Diane und ihrem Verlobten Fynn. Diane tritt die Flucht nach Deutschland an und sorgt so für heftige Turbulenzen.

Anleser:
»Oh ..., die sind alle schön. Wie soll man sich da entscheiden?« Kajsas Augen wanderten interessiert über ihren Laptop. »Soll ich so ein Kleid nehmen«, ihr Finger zuckte wieder und sie hatte bereits das nächste Modell angewählt, »oder lieber das hier?«
Diane betrachtete ihre Freundin amüsiert von der Seite. Derart aufgeregt hatte sie Kajsa noch nie gesehen. Zugegeben, die Brautkleider waren durch die Bank weg einfach nur zum Luft anhalten schön.
»Mach langsam, so schnell kann ich überhaupt nicht gucken!«, beschwerte sich Diane. »War das Letzte mit Spitze oben? Und wirf nebenbei einen Blick auf die Preise. Die Kleider sind ... hui ... teuer!«
»An diesem besonderen Tag muss ich schließlich ein Outfit haben, das nicht bloß mich, sondern auch die Gäste flasht. Da schaue ich nicht auf den Preis. Ich will die Schönste sein, ich ...«
Diane unterbrach Kajsa schmunzelnd. »Das bist du doch sowieso. Dein Brautkleid wird das bestens unterstreichen.«
»Wir könnten beide die Schönsten sein.« Kajsa steckte den Finger nicht gerade in eine offene Wunde, aber in eine ungeklärte Angelegenheit zwischen ihnen. »Überlege es dir noch einmal.« Sie sah Diane mit bittenden Augen an.
»Guck nicht so, das ist unfair, da werde ich schwach, das ist wie hypnotisieren«, wehrte sich Diane. »Ich muss da länger drüber nachdenken.«
Kajsa allerdings wusste genau, je mehr sie bettelte, umso eher kam sie bei ihrer Freundin zum Erfolg und das war ihr in diesem Fall eine Herzensangelegenheit. Zwei Paare, die zur Sommersonnenwende heiraten! Das wäre der Hammer!
Aber Diane schaute immer noch zweifelnd, deshalb legte Kajsa eine weitere Schippe drauf. »Stell dir das Szenario mal bildlich vor: Es ist ein wunderbarer schwedischer Sommertag, die Sonne blinzelt hernieder, wenige hauchzarte Wolken komplettieren den pittoresken blauen Himmel, der angenehm warme Sommerwind bauscht unsere märchenhaften Brautkleider auf und lässt unser offenes Haar leicht wehen, dein dunkles, mein blondes, gehalten ausschließlich von Blumenkränzen. Unsere Männer werden umgehauen von den traumhaften Kleidern und wir feiern ein rauschendes Fest zur Sommersonnenwende. Was für ein schönes Datum, der längste Tag und die kürzeste Nacht.«
Diane wiegte den Kopf hin und her.
»Und denk dran, unsere Eltern sind da. Und natürlich deine Oma und mein Onkel Norvid. Ist das nicht spannend? Die beiden Ältesten lernen sich zum ersten Mal kennen. Wir feiern ein Riesenfest!«
Diane holte tief Luft und pustete sie aus. »Ich habe mir halt eine kleine Feier vorgestellt.«
»Aber eine Hochzeit muss groß sein, das ist das Fest des Lebens!«, argumentierte Kajsa dagegen. »An dem Tag gibt es jede Menge Freude zu versprühen.«
»Du kannst doch auch alleine sprühen«, forderte Diane sie scherzhaft auf.
»Das will ich mit dir gemeinsam tun. Schau raus, draußen ist Frü-hüüüh-ling! Die Bäume werden grün, viele Blumen blühen schon, die Sonne lugt freundlich hervor. Hast du da nicht Tatendrang und Lust auf ein zauberhaftes Kleid? Wir beide, in hinreißenden Roben, im schwedischen Sommer. Ich habe das bildlich vor Augen.«
»Wie wäre es, wenn wir erst eins für dich suchen? Geh bitte nochmal zurück, da habe ich einen Spitzentraum gesehen.«
Dianes Ablenkung funktionierte – Kajsa war wieder eifrig dabei, die einzelnen Brautkleider anzusehen. Sie bediente den Touchscreen des Laptops und vergrößerte das Spitzenoberteil eines Kleides. »Och nö, das ist mir eine Spur zu old fashioned.« Schnell blätterte sie virtuell weiter. »Wie findest du das hier?«
Diane beäugte das Modell. »Na ja, ich sage es dir ehrlich, das Teil kannst du auch noch tragen, wenn du Silberhochzeit feierst.«
Kajsas Kopf schnellte herum. »Das war aber jetzt gemein.«
»Von wegen. Ich bin eine echte Freundin. Und bloß echte Freundinnen rücken mit der Wahrheit raus, andere schleimen nur.«
»Das habe ich verstanden, machen wir weiter.«

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10. Februar 2022

'Zwischeneinander' von Catherine Strefford

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website Catherine Strefford
Was, wenn die Liebe vor einem steht, aber man nicht bereit dafür ist?

Richie setzt alles daran, seinem eigenen Glück im Weg zu stehen. Doch muss er wirklich erst sich selbst lieben, um von anderen geliebt werden zu können? Die Beziehung mit Maxi kann Richie nur anfangs genießen, denn unentwegt wartet er auf das Ende, von dem Richie sicher ist, dass es früher oder später kommen wird. Keine Liebe ist wie die andere und nichts Neues kann wachsen, so lange das Herz und die Seele noch mit dem Unkraut der Vergangenheit bewuchert sind. Aber erkennt auch Richie das früh genug?

Der zweite Roman mit Richie, bekannt aus „Nur kurz leben“, ausgezeichnet mit dem 1. Platz des tolino media Newcomerpreis 2020.

Anleser:
»Bitte, bitte, bitte.« Stella umklammert Richies Arm, der seinen Kopf stützt, während er liest. Er liegt auf dem Bauch in seinem Bett, Stella sitzt im Schneidersitz auf dem Boden davor. Richie liebt Stella, aber das kommt nicht in Frage.
»Stella«, brummt er missmutig. »Ein Doppeldate? Im Ernst?« Richie stiert weiter auf die Buchstaben seiner Unilektüre, auf die er sich aber längst nicht mehr konzentrieren kann.
Stella müsste es besser wissen. Richie findet Dates an und für sich schon ziemlich zum Kotzen. Aber auch noch mit zwei anderen Leuten. Nein, darauf hat er wirklich keine Lust. Nerviger Small Talk, einen besonders guten Eindruck hinterlassen, obwohl man gar keine längerfristigen Absichten hat, den anderen bei ihrem kitschigen Getue zuzusehen. Und die Krönung: auch noch ein Blind Date. Die Schwester des Kerls, mit dem Stella ausgeht. Die beiden treffen sich seit einiger Zeit und man sollte doch meinen, dass sie lieber zu zweit wären.
»Komm schon. Drei Mal Kino auf meine Kosten.«
»Meine Güte!« Richie staunt. »Du weißt, dass du jederzeit mit jedem Sex haben kannst, du musst dafür nicht die schwer vermittelbare Schwester deines Freundes unter Dach und Fach bringen.« Er blättert eine Seite zurück, weil er das Kapitel über Grundlagen der Szenografie noch mal von vorne lesen muss.
»Sie ist nicht schwer vermittelbar«, widerspricht Stella.
»Ja klar, und ich bin der Prinz von Wales.«
»Außerdem«, fügt Stella hinzu, »ist er nicht mein Freund.« Sie klingt jetzt weniger begeistert.
Richie hebt den Blick von seinem Buch. »Wie kommt’s?«
»Keine Ahnung.« Stella seufzt. »Ich glaub, er denkt, ich mein’s nicht ernst.«
»Und du willst ihm das Gegenteil beweisen, indem du seine schwer vermittelbare Schwester mit deinem schwer vermittelbaren besten Freund verkuppelst?«
Stella knufft Richies Schulter. »Komm schon, tu mir den Gefallen. Wer weiß, vielleicht springt ja für uns beide Sex dabei raus.« Sie grinst breit.
Geschafft legt Richie seinen Kopf auf dem Buch ab. »Aber ich mag nicht«, jammert er. »Sie verliebt sich bestimmt in mich und will dann heiraten. Ein Haus mit Garten und Kinder …«
Stella lacht über Richies völlig überzogene Dramatik.
»Na, so ein toller Typ bist du auch wieder nicht. Und ich muss es wissen.«
»Hey«, protestiert Richie und schiebt seine Arme zwischen den Kopf und das Buch, blickt Stella an wie ein treuer Hund. »Er ist dir so wichtig, hm?« Noch ehe sie »ja, sehr« sagt, erkennt Richie die Antwort in ihren Augen.
Manchmal beneidet Richie Stella ein wenig darum, dass sie sich in neue Beziehungen stürzt, ohne Angst vor Verletzungen oder Verlust. Immer voller Inbrunst und Überzeugung, trotz all der Risse, die schon in ihrem Herzen sind. Als könne rein gar nichts schief gehen.
Richie kann das nicht, es ist zu viel Stress für ihn. Nicht, dass er es in den letzten Jahren darauf angelegt hätte. Er hat es lieber locker gehalten, auf Körperliches reduziert und ist zufrieden damit. Wenn Menschen einem nicht zu nahekommen, gibt es auch nicht so viele Herzrisse.
Und auch wenn Richie nicht viel für diesen Romantik-Kram und Beziehungen übrig hat … Stella ist seit dem Kindergarten seine Freundin. Und drei Mal gratis Kino sind nicht zu verachten. Darum sagt er: »Aber nur, wenn ich die Filme aussuchen darf.«

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9. Februar 2022

'Was ist Philosophie? Eine ganz kurze Einführung' von John-Stewart Gordon

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website John-Stewart Gordon
Das vorliegende Buch ist eine verständliche und kompakte Einführung in die Grundfragen der Philosophie. Dabei geht es weniger darum, alle wichtigen Themen abzudecken, sondern gezielt einige grundlegende Fragen anzugehen, die in der Geschichte der Philosophie einen besonderen Platz einnehmen. Grundsätzlich richtet sich das Buch an alle philosophisch interessierten Personen, ganz gleich ob sie absolute Laien sind oder bereits einen ersten Kontakt mit Philosophie hatten. Es sind keine Fachkenntnisse erforderlich, da alles in verständlicher Weise erklärt wird. Die Kapitel geben jeweils einen kurzen Überblick über einige der spannenden Fragen der Philosophie und sollen dabei zum Mit- und Weiterdenken anregen.

Wenn Sie nur wenig Zeit haben und dennoch wissen möchten, was eigentlich Philosophie ist und was Philosophen tun, dann hilft Ihnen dieses Buch weiter. Es ist auch für Schüler und Studienanfänger geeignet, die einen verständlichen, soliden und leichten Zugang zu komplexen Themen in der Philosophie suchen.

Anleser:
(…) Der griechische Begriff „philosophia“ setzt sich aus zwei unterschiedlichen Ausdrücken zusammen. Das Wort „philos“ bedeutet so viel wie Freund und „sophia“ kann man am besten mit Weisheit übersetzen. Demnach ist der Philosoph der Freund oder Liebhaber der Weisheit. Er ist, wie bereits der berühmte Philosoph Platon - ein Schüler des Sokrates - konstatiert hat, nicht bereits im Besitz der Weisheit, sondern lediglich ein danach Strebender. Nur Gott - oder die Weisen selbst (wenn es sie denn gibt) - sind im Besitz der Weisheit. Philosophie bedeutet demnach Liebe zur Weisheit.
Darüber hinaus gibt es natürlich eine Vielzahl von Motiven, warum man zu philosophieren beginnt. In der Geschichte der Philosophie hat es eine Reihe von Gründen dafür gegeben wie zum Beispiel das Staunen (Aristoteles), die existentielle Sinnfrage des menschlichen Lebens oder der Wille zur Aufklärung (Sophisten).
Diesbezüglich sollte man sich aber immer vor Augen führen, dass es zu Homers Zeiten (er wurde um 750 v. Chr. geboren) üblich war, zum Beispiel Erklärungen für naturwissenschaftliche Ereignisse wie Erdbeben oder Überschwemmungen im Willen der Götter zu suchen. Homer war ein Gigant der Literaturgeschichte, der Schöpfer der Ilias und Odyssee (die beiden wichtigsten Werke in der frühen griechischen Geschichte) und damit der Begründer der griechischen Geistesgeschichte und des griechischen Denkens. Ohne seine Schriften kann man das antike Griechenland nicht verstehen.
Neben Homer ist der berühmte Dichter Hesiod (um 750- 650 v. Chr.), ein weiteres Schwergewicht des frühen Griechenlands, maßgeblich für den Kurs der griechischen Geistesgeschichte verantwortlich. Mit seinem Werk Theogonie hat er die Grundlage der griechischen Götterwelt geschaffen, ihre Herkunft (Genealogie) beschrieben und damit das gesamte Glaubenssystem des antiken Griechenlands für viele Jahrhunderte nachhaltig geprägt.
Der Wandel vom Mythos zum Logos hat sich ganz allmählich vollzogen. Üblicherweise wird in diesem Zusammenhang auf Thales (um 626-545 v. Chr.), den ersten Philosophen, verwiesen, der ein bedeutender Naturphilosoph war und versucht hat, die Geschehnisse in der Natur nicht mehr im Rekurs auf die Götter zu erklären, so wie es noch die Dichter taten.
Im 5. Jahrhundert v. Chr. folgten die sogenannten Sophisten, die Weisheitslehrer, die sich endgültig vom Mythos lossagten und versuchten, alles vermittels des Denkens (Logos) zu erklären. Demnach war die Ursache des Donners nicht mehr der grollende Zeus, sondern auf bestimmte Phänomene in der Natur zurückzuführen. Auch wenn die Sophisten in der Antike nicht den besten Ruf hatten (sie waren teils sehr hoch bezahlte Wanderlehrer und moralisch „flexibel“ etc.), bleibt jedoch zu konstatieren, dass sie wichtige Aufklärer waren und etliche von ihnen herausragende Denker wie Protagoras von Abdera (um 481-411 v. Chr.) und Gorgias von Liontinoi (um 480-380 v. Chr.) gewesen sind.
Der Übergang vom Mythos zum Logos gilt spätestens zur klassischen Zeit der Philosophie (Sokrates, Platon und Aristoteles) als abgeschlossen. Man darf dabei jedoch nicht vergessen, dass es sich hierbei um eine echte Auseinandersetzung um die Deutungshoheit zwischen den Dichtern wie Aristophanes (446-386 v. Chr.), die immer noch an den traditionellen Erklärungsversuchen festhielten, und den Philosophen, wie Sokrates (470-399 v. Chr.), gehandelt hat (vgl. das Theaterstück Die Wolken von Aristophanes).
Es ging um sozialen, moralischen und politischen Einfluss in der Polis, dem antiken Stadtstaat. Es stand viel auf dem Spiel. Wie sollte die Polis eingerichtet sein? Wie sollte man leben? Der Einfluss der Philosophie und der Siegeszug ihrer nachvollziehbaren Argumente konnte jedoch nicht mehr aufgehalten werden. Damit gewann die Philosophie ihren ersten großen Battle.
Warum gibt es etwas und vielmehr nicht Nichts? Was ist der Mensch? Was können wir wissen? Gibt es einen Gott? Wie soll man sich verhalten? Was ist der Sinn des Lebens? Haben wir einen freien Willen? Diese und ähnliche Fragen sind ihrer Natur nach philosophische Fragen, die uns als Menschen in der Regel besonders interessieren. Einige dieser Themen werden wir im Folgenden kennen lernen.
(…)
Im Folgenden werde ich Ihnen einige dieser „Athleten“ und eine Auswahl der bedeutendsten philosophischen Fragen vorstellen. Die aktive Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen philosophischen Themen wird Sie als Leser/In hoffentlich in die Lage versetzen, besser zu verstehen, was wir Philosophen eigentlich tun und warum unsere Arbeit gesellschaftlich so bedeutsam ist.
Nur eine aufgeklärte Gesellschaft ist eine starke Gesellschaft, die sich erfolgreich gegen jedwede soziale Widrigkeiten und extremistische Tendenzen zur Wehr setzen kann. Gehen wir es an!

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4. Februar 2022

'Insel wider Willen: Nordseeglück 1' von Frida Luise Sommerkorn

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Als Sibille gemeinsam mit ihrer Tochter Tuuli und ihrem Stiefvater Peter die Insel betritt, möchte sie am liebsten sofort wieder umkehren. Hat sie Langeoog doch vor langer Zeit verlassen und nie wieder zurückkommen wollen. Doch nun ist Oma Greta gestorben und Sibille will das Haus so schnell wie möglich verkaufen, das einst ihr Zuhause war.

Niemals hat sie damit gerechnet, dass ihr die Erinnerungen einen Streich spielen würden. Nicht nur, dass Oma Greta noch überall präsent scheint, auch das Haus und die Insel haben nichts von ihrer magischen Anziehungskraft von damals verloren. Und dann ist da noch Morten, der Nachbarsjunge, der sie nie interessiert hat und nun als gestandener Mann ihr Herz zum Schwingen bringt. Wohin mit diesen ganzen Gefühlen? Doch gerade als sie die Lösung all ihrer Probleme sieht, begegnet sie dem einzigen Menschen, der alles wieder ins Wanken bringt.
 
Anleser:
„Ich hab hier überhaupt kein Netz“, motzte Tuuli und hielt ihre Hand nebst Smartphone in die Luft, als ob es dort besser werden würde.
Wenn sie nicht aufpasste, würde das Ding gleich im Wasser landen, dachte Sibille. Auf solche Gefühlsausbrüche ihrer Tochter ging sie schon lange nicht mehr ein. Schließlich war es ihrer Meinung nach nicht so schlimm, wenn ihre Freundinnen die furchtbar wichtigen Nachrichten ein paar Minuten später erhielten. Spätestens am Hafen würde Tuuli wieder Empfang haben.
„Ich hole mir eine Wurst“, verkündete jetzt Sibilles Stiefvater. „Will noch jemand was?“
Sibille schüttelte den Kopf. Peter sah Tuuli an, aber die reagierte nicht. Achselzuckend machte er sich auf den Weg und kam kurz darauf mit einem Paar Wiener und einer Flasche Bier zurück.
„Peter, wir sind nicht stundenlang unterwegs“, sagte Sibille schmunzelnd. Sie hätte es sich denken können, dass der Hopfensaft nicht fehlen durfte. Peter war ein Genussmensch. Und wenn er sich hier auf der Fähre eine Wurst gönnte, dann gehörte das Bier eben dazu.
Sibille sah aus dem Fenster. Passend zu ihrer Stimmung lag die See in trübem Licht. Sie hatte ihre Tochter damit locken können, dass ein Kurzurlaub am Meer doch reizvoll sein konnte. Strahlender Sonnenschein, salziges Wasser, das in leichten Wellen heranrollte, wenn sie an der Wasserkante saß und den Weitblick über das Meer genoss. Bei so viel Pathetik hatte sogar Tuuli grinsen müssen. Natürlich hatte sie ihrer Tochter nicht sagen wollen, dass an einem Nordseestrand kein Südseefeeling aufkommen würde. So viel Wissen traute sie ihr zu. Aber nachdem sie heimlich Tuulis Reisetasche überflogen hatte, war sie sich nicht mehr so sicher. Schnell hatte sie ein paar von Tuulis Pullis und die Regenjacke in ihren eigenen Koffer gepackt. Auch wenn Tuuli diese nur unter Protest anziehen würde. Besser das Meckern ertragen, als das Kind frieren sehen.
Sibille schluckte. Den Kloß, den sie seit Tagen im Magen verspürte, versuchte sie zu ignorieren. Aber bald würden sie am Hafen von Langeoog anlegen und dann musste sie sich dem Ganzen stellen.
Sie konnte noch immer nicht fassen, dass Oma Greta tot war. Ihr Nachbar Herbert hatte sie vermeintlich schlafend auf dem Sofa gefunden. Die beiden waren unzertrennlich, seitdem Opa Gustav gestorben war. Das war schon fast zwanzig Jahre her. Und nun hatte es Oma Greta getroffen. Obwohl es überhaupt keinen Grund gab. Sie war fit, ging jeden Tag im Meer schwimmen. Selbst bei kalten Temperaturen. Nur wenn sich allmählich Eis bilden wollte, hielt Herbert sie zurück und überredete sie jedes Mal zu einem ausgiebigen Spaziergang mit Einkehr in der Bäckerei, um einen Kaffee zu genießen. Aber ihr Herz war einfach stehen geblieben.
Nun war sie die älteste der Lüders-Frauen. Ihre Mutter war vor sechs Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ihren Vater hatte sie nie gekannt. Peter, ihr Stiefvater, lebte schon lange bei ihnen in einem Vorort von Mainz. Sie hatten vor einigen Jahren gemeinsam einen Dreiseitenhof gemietet und Sibille hatte daraus ein idyllisches Zuhause gezaubert. Da ihre Mutter beruflich bedingt viel unterwegs gewesen war, lebten sie die meiste Zeit zu dritt zusammen: Peter, Tuuli und sie. Was für ein Gespann.

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3. Februar 2022

'Die Magie der Narben (Nymania-Chroniken 1)' von Sarah Doors

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Eine uralte Bestimmung
Eine neue Magie
Eine Auserwählte voller Geheimnisse


Die Federbäume, die Ria und ihre drei Geschwister in der eigenen Plantage aufziehen, gedeihen prächtig. So wie fast alles in Nymania. Aber die Idylle trügt. Sich häufende Zeichen von Störungen im magischen Gleichgewicht kündigen drohendes Unheil an. Statt den Rat der weisen Urnymen einzuholen und sich um die fünf magischen Instrumente zu kümmern, verlieren sich die Landeskönige in Streitigkeiten und übersehen, dass ihre Welt an einem tödlichen Abgrund steht. Als ein außergewöhnlich starker Zwirbelluftmonsun Nymania heimsucht, ist es zu spät und Ria trifft eine folgenschwere Entscheidung ...

„Die Magie der Narben“, das erste Buch der Nymania-Chroniken, ist ein fantastischer Roman voller Geheimnisse und spannender Verwicklungen. Er erzählt die Geschichte der jungen Ria, die einen hohen Preis dafür bezahlt, ihre Welt als Auserwählte von der Unterdrückung durch die Dämonen zu befreien.

Anleser:
Eines für alle unvorhersehbaren Tages schlängelte sich nach einem heftigen Sternensturm ein fast unsichtbarer, hauchdünner Riss durch das blühende Riff des Lebensmeeres von Nymania. Sein Pfad war so fein wie ein einzelner Faden aus reiner Seide und doch hing von diesem Moment an das Schicksal einer schon ewig währenden Welt daran.

Fremdlinge drangen durch diesen offenen Spalt in Nymania ein. Einer nach dem anderen entstiegen sie dem Lebensmeer über die verbotene Treppe, hinauf zum geweihten Ufer zwischen den Ländern Kinea und Lima. Dieser Vorgang schockierte und überrumpelte die Nymen auf das Äußerste und lähmte ihre Gedanken, denn die Mitteltreppe war ihnen mehr als heilig. Sie führte für die meisten nur in die eine Richtung – nach unten. Lediglich ihren Königen und weisen Urnymen war es erlaubt, den Weg zurück nach oben zu nutzen.

Die Fremden jedoch liefen ohne Angst und Respekt über die gläsernen Stufen. Sie jubelten lauthals, als sie das Land betraten und konnten ihr Glück kaum fassen. Einige glaubten, im Paradies angekommen zu sein. Sie seien Seefahrer verschiedener Länder, deren Schiffe in der Südsee gekentert waren, und kämen von der Erde, behaupteten sie.

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'Amra und Amir: Abschiebung in eine unbekannte Heimat' von Maria Braig

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website Maria Braig
Kurz nach ihrem achtzehnten Geburtstag wird die in Deutschland aufgewachsene Amra in den Kosovo, das Herkunftsland ihrer Eltern, abgeschoben. Sie kennt weder das Land noch die Sprache und findet sich plötzlich ohne Geld, Wohnung und Arbeit in einer völlig unbekannten Welt wieder. Ihr bleibt nur das Leben auf der Straße. Um sich zu schützen schlüpft sie in die Rolle des Jungen Amir, der sich als Müllsammler und Gelegenheitsjobber durchschlägt.

Neben dem alltäglichen Überlebenskampf muss sie sich schon bald auch mit ihrer eigenen Identität auseinandersetzen: Ist sie mehr Amra oder mehr Amir? Mehr Frau oder mehr Mann? Oder muss sie sich vielleicht gar nicht entscheiden?

Anleser:
Bevor ich das Auto des Nachbarsjungen reparierte, woraufhin mein Onkel ausrastete und mir erklärte bzw. erklären ließ, dass er mich schnellstmöglich verheiraten würde, hatte ich mir keine Gedanken darüber gemacht, was es für mich bedeutete, als Frau im Kosovo leben zu müssen. Ich hatte wohl bemerkt, dass die Frauen und Mädchen um mich herum keinen Fuß auf den Boden brachten, wenn sie nicht, mit welchen Tricks auch immer, einen Mann auf ihrer Seite hatten. Aber das hatte ich nie mit mir und meinem eigenen Leben in Verbindung gebracht. Ich war auch hier im Kosovo die selbständige und coole Amra. Frauen, die Unterstützung brauchten, waren andere.
Mich verheiraten zu wollen war für mich zunächst nur eine irre Idee meines Onkels. Sie ängstigte mich nicht, denn ich bestimmte über mich immer noch selbst, davon war ich überzeugt. Aber es riss mich doch aus meiner ignoranten Lebensrealität, die ich mir geschaffen hatte: Nichts sehen, nichts hören und auf bessere Zeiten warten.

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2. Februar 2022

'Rekursion: Jenseits der Zeit' von Mikael Lundt

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Eine rätselhafte Botschaft aus der Zukunft rettet der Familie des Tachyonenforschers Dr. Marc Jensen eines Nachts das Leben. Am nächsten Morgen jedoch ist seine gesamte Forschungsarbeit verschwunden — und mit ihr der Beweis, dass die lange für undenkbar gehaltenen Tachyonen tatsächlich existieren.

10 Jahre später holt Dr. Jensen die Vergangenheit ein: Fragmente seiner Arbeit tauchen plötzlich wieder auf, Forscherkollegen sterben und seine Tochter wird entführt. Um sie zu retten, muss er sich einem schier übermächtigen Feind stellen, der ihm immer einen Schritt voraus zu sein scheint. Schlimmer noch: Wenn Jensen scheitert, droht das Gefüge von Raum und Zeit ins Chaos zu stürzen ...

Anleser:
11. März 2037 – 07:22
Das goldene Licht des Sonnenaufgangs strahlte durch die Panoramascheiben im 22. Stock des Grand-Science-Tower von New Silicon Valley und verlieh dem rotbraunen Rauschebart von Dr. Marc Jensen eine glühende Aura. Der Bart wirkte in der auf Hochglanz polierten und fast gänzlich weißen Hightech-Umgebung irritierend rustikal, deplatziert. Jensen saß vor einem geschwungen designten Terminal, das entfernt an eine kreidebleiche Kidneybohne erinnerte, die man auf der einen Seite angeschnitten hatte. Er nickte zufrieden. Die Anzeigen waren eindeutig: „Transmission erfolgreich.“
Dann legte Jensen den Kopf schief.
Wieso saß er noch hier?
Jensen machte eine Wischgeste in der Luft vor dem Display. Die Anzeige verschwand.
Hatte die Übertragung wirklich geklappt oder verstand der Trottel am anderen Ende die Botschaft nicht?
Jensen seufzte. Wenn alle gängigen Theorien – vor allem seine eigenen – stimmten, dürfte er nicht mehr hier sein. Alles müsste sich geändert haben. Er müsste jetzt zu Hause bei seiner Familie im Garten sitzen. Er müsste Tee trinken und den Äpfeln beim Reifen zusehen.
Irgendetwas muss schief gelaufen sein. Stimmte die Auflösung der Raumzeit-Koordinaten? Gab es eine unvorhersehbare Variable?
Ungeduld stieg in ihm auf – und ein schmerzhafter Zweifel. War er längst irrsinnig geworden? Er wischte den Gedanken beiseite. Er hatte mehr als ein Vierteljahrhundert auf diesen Tag gewartet und nun machte er sich nach ein paar Minuten verrückt? Doch Jensen wusste, dass dies viel zu menschliche Überlegungen waren, ganz altbackene lineare Denkmuster. Jahrhunderte, Minuten, das war mehr oder weniger das Gleiche. Und es spielte in diesem Fall gar keine Rolle. Zeit heilte weder Wunden, und das wusste er nur zu gut, noch war sie bestechlich. Etwas am grundsätzlichen Konzept musste fehlgeschlagen sein. Nur was? Er würde die KI den Prozess noch einmal gründlich untersuchen lassen.
„Ted?“, sagte Jensen nun. „Starte die Datenanalyse.“ Er bekam keine Reaktion.
„Ted?“, wiederholte er den Namen seiner eigens für dieses Projekt erschaffenen Künstlichen Intelligenz.
Er bekam wieder keine Antwort. Nur eine simple Textnachricht auf dem Display: „Ted reagiert nicht mehr.“
In diesem Moment flackerten alle Elemente des Terminals, die Displays gingen mehrfach an und wieder aus. Codefetzen huschten über die Anzeigen, ein grelles Surren drang durch die Verkleidung des Terminals. Die Deckenbeleuchtung im Raum versagte. Es blieb nichts zurück außer Jensens erstarrter Silhouette im Morgenlicht.


23. Oktober 2011 – 00:13
Marc Jensen hätte fast das Garagentor gerammt, so schnell war er in die Einfahrt gebrettert. Er sah es eindeutig: Qualm drang aus seinem Haus. Jensen sprang aus dem Auto und rannte hinein. Seine Gedanken rasten.
Die alte Heizungsanlage, er wollte sich darum kümmern. Scheiße!
Er hetzte nach oben zu den Schlafzimmern, brüllte „Feuer!“ und riss alle Türen auf. Jensen stürmte in Jennifers Zimmer und zog seine achtjährige Tochter aus dem Bett.
„Papa? Was riecht hier so komisch?“, murmelte sie verschlafen.
Jensens Frau Tamara kam im Morgenmantel aus dem Schlafzimmer. „Um Himmels willen, Marc! Was ist los?“
„Raus, Tammy! Wir müssen alle raus, es brennt!“, brüllte er und bekam einen Hustenanfall. Im Erdgeschoss war alles voller Rauch gewesen. Er blickte die Treppe hinunter. Flammen erfassten nun das untere Stockwerk. Der Weg war versperrt.
„Der Balkon!“, schrie er und zerrte seine Frau am Arm mit sich. Sie rannten in sein Arbeitszimmer am Ende des Flures. Jensen sprang zur Balkontür und zog sie auf. „Ich klettere rüber und du lässt Jay Jay zu mir runter!“, ordnete er an. „Dann springst du, ich fange dich.“
Es blieb keine Zeit für Widerrede. Marc stieg über das Geländer und ließ die Beine nach unten gleiten. Er ließ sich fallen und landete auf dem Holztisch auf der Terrasse, der krachend in sich zusammenfiel. Er musste sich mindestens ein paar Rippen gebrochen haben, so stach es in seiner Seite, aber Jensen verdrängte jeden Schmerz. Das Adrenalin spülte nur so durch seine Adern. Tamara ließ Jennifer herunter, die zappelte und kreischte.
„Lass los!“, rief er und fing seine Tochter auf. Er setzte sie sofort ab. „Renn vor zum Wagen, Schatz!“, sagte er und sah wieder nach oben. „Schwing dich über das Geländer, es ist nicht so hoch, wie du denkst. Ich fange dich.“
Tamara tat wie geheißen und landete in Marcs Armen, der mit ihr zu Boden ging.
„Bist du okay?“, fragte er und rappelte sich sofort auf. Sie nickte. Dann rannten sie so schnell wie möglich ums Haus zum Wagen. Marc setzte zurück und gewann Abstand zum Haus. Fünf Minuten später stand das ganze Haus in Flammen. Aus der Ferne hörten sie die Sirenen der Feuerwehr.
„Ein Glück, dass du nicht wieder die ganze Nacht im Labor warst. Wir wären sonst tot“, sagte Tamara atemlos.
„Glück“, murmelte Marc Jensen ohne den Blick vom flammenden Inferno abzuwenden, das einmal sein Haus gewesen war. „Nein, ich weiß nicht recht. Was immer das heute Nacht war, Glück sicher nicht.“

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