30. März 2020

'Tod eines Milliardärs' von Nick Stein

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Nick Stein
Nur mit knapper Not ist die notorische Mörderin Viola Kroll der Polizei und der Mafia entgangen. Sie hat ihren Tod fingiert und ist in die USA entkommen. Dort hat sie mit dem Pass eines ihrer Opfer eine Stelle als Übersetzerin angenommen. Ihr erster Job ist es, einen Krimi zu übersetzen, in dem ein Sadist Frauen hypnotisiert und sie dazu bringt, sich Strom durch den Körper zu leiten. Zwei Frauen sterben.

Viola, die sich jetzt Ann nennt, erinnert sich an einen ähnlichen Fall und beginnt zu recherchieren. Schreibt sich hier ein Autor sein schlechtes Gewissen von der Seele? Hat er womöglich selbst gemordet und verarbeitet seine Taten literarisch?

Auf der Spur des Autors trifft sie auf einen Mann, der ihr selbst den Weg zu ihrem neuen Job geebnet hat. Er hat ihr auch den Roman geben lassen, damit sie zu ihm findet. Er ist ein skrupelloser Geschäftsmann und hat alles über Viola herausgefunden. Er weiß, dass sie in ihrer Vergangenheit eine kühle und effiziente Mörderin gewesen ist, und will sich ihre Fähigkeiten zunutze machen.

Er hat sie in der Hand und zwingt sie dazu, einen letzten Mordauftrag anzunehmen. Sie soll einen Milliardär umbringen, den Golfer und Baulöwen Ronald Dumb, einen äußerst einflussreichen Mann. Viola/Ann hatte andere Pläne, kann ihrer Vergangenheit aber nicht entfliehen. Sie stellt sich der Aufgabe, den verhassten Mann elegant ins Jenseits zu befördern, ohne erwischt zu werden.

Ein unmögliches Unterfangen, das von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist ...


Das Buch ist Teil drei einer Reihe BLUTBÜCHER. Teil eins, BEI ABLEHNUNG MORD, handelt von einem Autor, der unliebsame Lektoren beseitigt, bis er an eine ebenbürtige Gegnerin gerät. Teil zwei, ATELIER DES TODES, handelt von der Person Viola Krolls, die sich von einem behüteten und wohlerzogenen Kind in eine vielfache Mörderin verwandelt.

Die Serie wird mit Teil vier, ABSCHIED EINER MÖRDERIN, beendet werden. Alle vier Teile teilen sich ein Titelbild, jeder einzelne Titel ist ein Teil davon. Jeder Roman kann auch komplett für sich allein gelesen werden.

Anleser:
Dem eigenen Tod in Italien nur mit knapper Not entronnen, sieht sich die mehrfache Mörderin Ann an ihrem Fluchtort New York vor die Wahl gestellt: Sie soll den Milliardär und Golfer Ronald Dumb beseitigen, sonst wird sie bloßgestellt. Eine Wahl, aus der es kein Entrinnen gibt …

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26. März 2020

'Verliebt in Casey: Eine ungewöhnliche Liebe in Kanada' von Bernd Leicht

Kindle
Website Bernd Leicht
Bernd Leicht hat in Kanada, im Alter von 18 Jahren, seine erste große Liebe erlebt.

Völlig unerwartet lernte er Casey kennen und verliebte sich sofort in sie, die erlebte Liebe zu Ihr war eine unvergessene wunderschöne. Sie bestand aus Händchenhalten und viel Kuscheln, mehr brauchten sie nicht um glücklich zu sein. Sie schliefen monatelang in einem Bett, hatten aber trotzdem nie sexuellen Kontakt. Das hatte seine Gründe, die jeder von ihnen kannte und akzeptierte.

26 Monate waren sie ein ungewöhnliches Liebespaar. In jeder freien Minute waren sie unzertrennlich zusammen und bedingungslos glücklich, sie haben viele gemeinsame Touren in Kanada unternommen. Für beide war das Zusammensein und alles gemeinsam erleben das absolut Wichtigste. Sowohl Casey als auch Bernd waren Opfer ihrer eigenen Vergangenheit. Sie verstanden sich, oft sogar ohne viele Worte, sie konnten die Gefühle des anderen immer gut verstehen.

Casey und Bernd waren sich sicher, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis sie sich auch körperlich geliebt hätten. Oft haben sie darüber gesprochen, wollten auch eine Familie gründen und mindestens zwei Kinder haben. Ein Brief von Bernds Vater machte jedoch einen dicken Strich durch ihre Zukunftsplanung.

Anleser:
Ich ging mit ausgestreckter Hand auf sie zu, um sie zu begrüßen. Casey streckte mir ebenfalls ihre Hand entgegen und lächelte, ich nahm ihre Hand und wollte sie gar nicht mehr loslassen, ihre Haut fühlte sich so schön warm und weich an.

Für mich war jetzt klar, dass ich in Casey mein Traummädchen gefunden hatte. Es kam zwar total unerwartet, dass ich das Mädchen meiner Träume ausgerechnet hier in Kanada kennenlernte. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet.

Ja, so lernte ich Casey kennen, schon bei unserem ersten Treffen war unsere gemeinsame Zukunft eine beschlossene Sache. So dachten wir zumindest, wir waren uns zu dem Zeitpunkt absolut sicher, dass wir für einander bestimmt sind und für immer zusammenbleiben wollen.

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24. März 2020

'Das Blut des Tierquälers' von Flynn Todd

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Flynn Todd | Autorenseite im Blog
Erst schauen sie nur neugierig vorbei, dann fordern sie Streicheleinheiten ein und schließlich futtern die kleinen Fellnasen das gesamte gute Rinderfilet weg. Als Flynn seinen Freund Derek in Los Angeles besucht, wird er Zeuge davon, wie die Nachbarskatzen Tiger und Molly langsam aber sicher die Kontrolle über Derek übernehmen.

Dadurch entdeckt Flynn seine eigene Tierliebe wieder und nimmt sich zweier elternloser Katzen an. Eine davon wurde offensichtlich schwer misshandelt. Klar, dass Flynn das nicht auf sich beruhen lassen kann. Ein Privatdetektiv findet die Adresse des Tierquälers heraus. Zeit für Flynn, Rache zu üben.

Anleser:
Nach meiner schweißtreibenden Arbeit an den ersten beiden Romanen über die Abenteuer der Blackfin Boys nahm ich mir vor, ein paar Wochen auszuspannen. Ich schrieb meinem Freund Derek in Los Angeles eine E-Mail und fragte ihn, ob ich mich für einen ganzen Monat bei ihm einquartieren dürfte.
Nach einer positiven Antwort packte ich einen Koffer, denn einer würde ganz sicher ausreichen. Im August ist die beste Kleidung in L. A. eine Kombination aus T-Shirt und kurzer Hose. So wie bei den letzten Malen, als ich Derek besuchte, würde ich mir vor Ort ein paar neue Klamotten zulegen – falls das nötig sein sollte. Derek ist dreißig Jahre jung, ein Meter siebenundachtzig groß, hat sehr dunkle Haare, blaue Augen und ist dazu noch richtig gut durchtrainiert. Und er ist Schauspieler so wie fast jeder, der in Los Angeles lebt und arbeitet. Na ja, wahrscheinlich kommt es mir nur so vor, denn jeder, den ich dort kenne, hat mit Film oder Fernsehen zu tun. Vor Kurzem hat er eine Serie abgedreht, in der es um junge Werwölfe geht. Aber das ist eine andere Story.
Ich bin gern mit Derek zusammen. Ein netter Kerl, auf den man sich immer verlassen kann. Außerdem hat er einen herrlich trockenen Humor und ist für jede Schandtat zu haben. Obwohl wir uns erst seit vier Jahren kennen, habe ich das Gefühl, dass es schon weitaus mehr sind. Komischerweise inspiriert er mich. Ich denke, das ist eher ungewollt – nennen wir es einen positiven Nebeneffekt. Wenn ich mit ihm zusammen bin, kommen mir viele Ideen, die ich sofort alle hintereinander und völlig ungeordnet auf meinen kleinen Notizblock kritzele. Genau genommen ist es gar kein Notizblock, sondern ein Reporterblock – so einer, wie auch Columbo ihn verwendete. Dazu ein Bleistift mit Härtegrad 4b. Mehr ist nicht nötig, um Ideen und Eindrücke festzuhalten.

Der Abschied von Deutschland fiel mir nicht besonders schwer. Das Wetter war kaputt, wie ich oft sagte, wenn mitten im Sommer nichts als graue Wolken am Himmel zu sehen waren. Das war Grund genug, um fast zwölf endlos lange Flugstunden zu ertragen. Ich wusste genau, dass mich gutes und stabiles Wetter erwarten würde. Immerhin war das die letzten Male immer so gewesen.
Und genau damit sollte ich recht behalten. Derek holte mich freudestrahlend pünktlich am Flughafen ab. Zur Begrüßung drückten wir uns kurz und machten uns Komplimente.
„Du siehst gut aus!“
Mit dieser Aussage trafen wir ins Schwarze – denn wir sahen tatsächlich gut aus. Na ja, Derek mit seinem durchtrainierten Körper und seinem charmanten Lächeln – dazu noch mit dreißig in den allerbesten Jahren – sah zugegebenermaßen etwas sexier aus als ich mit meinen fünfundvierzig. Das hat sich bis heute nicht geändert, und das ist völlig okay.
Aufgeregt erzählte er mir, er hätte diese Woche ein Casting. Für eine Fernsehserie sollte Derek in die Rolle eines Superhelden schlüpfen. Als ich ihn mir in einem rot-blau-gelben Kostüm mit Umhang vorstellte, war ich mir sicher, dass er die Rolle bekommen würde.
Vom Flughafen fuhren wir ungefähr dreißig Minuten, bis wir Dereks Zuhause erreichten. Ein wirklich nettes Haus auf einem Grundstück, das zwar zentral zur City, aber auf seine Weise auch irgendwie abgeschieden lag. Durch die dicht bewachsene Botanik, die das ganze Grundstück umgab, war es nur schwer einsehbar. Das war auch ganz gut so. Bei meinem letzten Besuch gab es noch keinen Pool. Dieses kleine Manko hatte er zwischenzeitlich behoben. Stolz präsentierte mir Derek seinen neuen Lieblingsplatz und verrückt, wie er nun mal war, schmiss er mich in den neuen Pool und sprang umgehend hinterher. Meine Klamotten, insbesondere meine Turnschuhe, sogen sich binnen zwei Sekunden vollständig mit Poolwasser voll. Als ich gerade wieder auftauchte, fragte Derek laut lachend: „Und? Ist doch voll geil, oder?“
„Ich finde es leicht nass, aber sonst ganz gut. Hast du was zu trinken? Wasser oder so?“, antwortete ich.
Nach dem unfreiwilligen, aber äußerst erfrischenden Bad zogen wir unsere Turnschuhe aus und ließen unsere Klamotten bei zweiunddreißig Grad Celsius lufttrocknen, während wir auf dem weiten Grundstück einmal um das Haus gingen. Auf der Rückseite kamen uns zwei Katzen entgegen. Sie gingen an uns vorbei und taten so, als würden wir gar nicht existieren.

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23. März 2020

'Das Lied der Toten' von Pascal Wokan

Kindle (unlimited)
Website Pascal Wokan | Autorenseite im Blog
Wenn der Tod keine Grenze darstellt

Nach jahrhundertelanger Herrschaft hat das Land Amdra seinen Kaiser durch ein Attentat verloren und ein Bürgerkrieg droht, alles in den Abgrund zu stürzen. Rysana, Vorsitzende des kaiserlichen Rates, obliegt die Suche nach dem einzigen Thronerben. Ihr bleiben nur dreißig Tage Zeit, um das Land vor dem Zerfall zu bewahren.

Hilfe erhält sie von einem zwielichtigen Mann, einem Vagabunden und Nekromanten namens Taar Wax, der die Fähigkeit besitzt, die Grenze zwischen Leben und Tod zu überqueren. Ihre Suche führt die beiden in den Schlund, das Gefängnis ohne Wiederkehr, in dem die Insassen nach eigenen Gesetzen leben und furchterregende Kreaturen hausen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt …

Anleser:
Hätte auch schlimmer kommen können, dachte Taar.
Die Gittertüren knallten zu.
Er beäugte die viel zu kleine Zelle, klopfte den Staub von der Kleidung und warf sich auf die Pritsche, die zwar hart, aber nicht unangenehm war. Wenn es eines gab, was er nicht ausstehen konnte, dann war es, in einem Raum zu übernachten, der nach Verwesung stank. Er war an den Tod gewöhnt, das musste aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass er einen Leichnam als Zellengenossen haben wollte. Seine Zelle war zweckmäßig, ein dünner Schlitz am oberen Ende einer Wand ließ Licht herein, über die bemoosten Steinmauern tropfte Wasser und ein Haufen dreckiges Stroh faulte in der Ecke vor sich hin. An der gegenüberliegenden Wand hingen hinter den Wärtern einige Talgkerzen in rostigen Halterungen und warfen schummrige Lichtkegel an die Decke. Die Luft war schwer und drückend, das war aber in den meisten Kerkertrakten der Fall – und Taar hatte zu seinem Leidwesen schon viele von innen betrachten können.
Er gähnte herzhaft und versuchte, sich etwas zu entspannen. Es war ein langer Tag gewesen und er wollte nicht länger als nötig an dem Ort verweilen. Das Gefängnis, das ihn halten konnte, musste erst noch gebaut werden.
Die Wärter, zwei grobschlächtige Kerle, die offensichtlich zu keiner anderen Aufgabe taugten, waren damit beschäftigt, seine Habseligkeiten zu durchwühlen. Außer unbedeutendem Plunder würden sie nicht viel finden, denn er wäre nicht Taar Wax, wenn er seinen wichtigsten Besitz bei sich tragen würde. Dabei fiel ihm ein …
»He, ist der Branntwein noch in einem Stück?«, fragte er.
Einer der Wärter wühlte in den Taschen des zerfetzten, dunkelbraunen Mantels und förderte eine kleine Flasche mit braunem Inhalt hervor.
»Ja, genau die. Würde es so vortrefflichen und pflichtbewussten Wärtern wie euch etwas ausmachen, mir die Flasche zu geben?«
Einer der Wärter zog den Korken heraus und setzte das Gefäß an die Lippen. »Meinst du etwa die hier?«
»Würde ich an deiner Stelle nicht tun, Mann.«
»Warum? Kommst du dann raus und verprügelst mich?« Der andere Wärter lachte schallend.
»Nein, aber das Zeug war verdammt teuer. Also nicht für mich, aber für denjenigen, den ich um seinen Beutel erleichtert habe. Beste Qualität und so weiter. Hab es eine ganze Zeit aufgehoben.«
Der Wärter kippte den Inhalt in einem Zug hinunter.
Was für ein Dummkopf. Taar seufzte, erhob sich von seiner Pritsche und zog sein viel zu weites Hemd aus, das an vielen Stellen in lange Fetzen gerissen war. »Tatsächlich wollte ich nur eine Nacht in Ruhe meinen Rausch ausschlafen«, murmelte er und zog auch das zweite Hemd aus, das sich darunter befand. Zuletzt trug er nur noch sein Unterhemd und ihn fröstelte leicht. Er wickelte die beiden Hemden um die Arme und seufzte noch einmal. »Aber es gibt heutzutage einfach kein Benehmen mehr. Wisst ihr denn nicht, wer ich bin?«
»Ist das wichtig, du kleiner Wicht?«
»Weiß nicht. Es hätte euch jedenfalls eine Warnung sein können.«
»Und jetzt? Was gedenkst du zu tun?«
»Hm, als erstes werde ich die Gitterstäbe aufbiegen. Danach werde ich euch beide erwürgen und unbehelligt hinausmarschieren. Ich würde es aber gern vermeiden.«
Der linke Wärter legte seinen Knüppel lässig über die Schulter und lachte wie ein Wahnsinniger. »Das willst du wirklich tun? Dann bin ich ja mal gespannt, wie du das anstellst!«
»Immer wieder das Gleiche. Kennt ihr die Verliese von Nandoc?«
Die Wärter sahen ihn stumm an.
»Auch gut. Jedenfalls habe ich dort zwei Nächte verbracht, bis ich beschlossen habe, dass ich nicht länger bleiben will. Die Sonne ist nicht so angenehm für meine empfindliche Haut. Klar soweit?«
»Du willst uns wirklich erzählen, dass du aus den Verliesen von Nandoc ausgebrochen bist?«
Taar griff in seine Hosentasche und förderte einen kleinen Holzwürfel zutage. Der Würfel sah nicht sonderlich beeindruckend aus, war an den Außenkanten stark abgegriffen und wies sogar einige tiefe Risse auf. Für ihn nahm dieser Gegenstand aber einen ganz besonderen Stellenwert ein, denn es war sein Anker.

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21. März 2020

Lisa Torberg alias Monica Bellini

Lisa Torberg schreibt romantische, teils humorvolle, teils sarkastische, und – unter dem Pseudonym Monica Bellini – prickelnd-sinnliche Liebesromane. Sie ist das typische Resultat der Beziehung zweier Menschen verschiedener Kulturen: polyglott und nirgends wirklich daheim. Oder eben überall.

Schon als junges Mädchen ließ sie ihrer Fantasie in Schulheften freien Lauf – sehr zum Leidwesen ihrer Lehrer. Was lag da näher, als die Leidenschaft für das Schreiben weiterzuentwickeln?

Sie zieht die Ruhe dem Trubel vor, mag das Leben an der frischen Luft und das Meer. Allerdings nur im Winter oder wenn sie an Bord eines Segelschiffs ist, und nicht, wenn sie wie eine Sardine am Strand liegen muss. Lisa Torberg lebt teils in ihrer italienischen Heimat, teils in London, der Heimatstadt ihrer Mutter, und schreibt nach der Devise: „Die Liebe ist das einzige Spiel, bei dem es zwei Verlierer geben kann. Oder zwei Gewinner.”

Weblinks: www.lisatorberg.com und www.monicabellini.com


Bücher von Lisa Torberg im eBook-Sonar:




Bücher von Monica Bellini im eBook-Sonar:





20. März 2020

'Unzerbrechlich: Mit jedem letzten Atemzug' von Silvia Maria de Jong

Kindle (unlimited)
Website | Autorenseite
Stell dir vor, es ist der 13. November 2015 und du befindest dich mittendrin in den Terroranschlägen von Paris. Stell dir vor, du stehst ahnungslos im Konzertsaal des Bataclan, als aus dem Nichts heraus Gewehrsalven auf dich niederregnen, umstehende Menschen von den Füßen reißen und Leid und Angst mit sich tragen.

Alles, was dich jetzt noch retten kann, ist dich tot zu stellen. Und dann ist da plötzlich dieser Fremde am Boden neben dir, der dir nur mit einem Händedruck, mit Blicken und geflüsterten Worten zu verstehen gibt, dass dies nicht das Ende ist! Dass ihr hier raus kommt, aus diesem Armageddon! Gemeinsam ...

Rèmy und Ava, zwei Seelen, zwei Herzen die einander begegnen und von der ersten Sekunde an erkennen. Die sich trotz aller Widrigkeiten, die sie umgeben, aufeinander einlassen, in der Hoffnung auf Glück, Heilung und Liebe. Doch beide ahnen nicht, wie knapp bemessen ihr Anrecht darauf ist ...

Anleser:
Ich spüre wie der Mann neben mir mit dem Daumen behutsam über meinen Handrücken streicht. Ein winziger Versuch, Kraft zu spenden. Ich hebe die Lider und sehe ihn an. Sehe auch in seinen Augen die Hoffnungslosigkeit dieser Situation. Erahne, dass auch er abschließt mit allem Weltlichen, mit dem Leben, das bisher das seine war. Vielleicht hat er eine Frau und Kinder, die zu Hause auf ihn warten, noch unwissend bezüglich des Massakers, in welches ihr Vater und Ehemann hineingeraten ist. Er hält meinen Blick, tastet meine Züge ab, scheint ergründen zu wollen, wie es um mich steht und findet jene Bereitschaft, in diesem Inferno zu sterben, wie ich sie in den seinen finde ...

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19. März 2020

'Tod eines Milliardärs' von Nick Stein

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Nick Stein
Nur mit knapper Not ist die notorische Mörderin Viola Kroll der Polizei und der Mafia entgangen. Sie hat ihren Tod fingiert und ist in die USA entkommen. Dort hat sie mit dem Pass eines ihrer Opfer eine Stelle als Übersetzerin angenommen. Ihr erster Job ist es, einen Krimi zu übersetzen, in dem ein Sadist Frauen hypnotisiert und sie dazu bringt, sich Strom durch den Körper zu leiten. Zwei Frauen sterben.

Viola, die sich jetzt Ann nennt, erinnert sich an einen ähnlichen Fall und beginnt zu recherchieren. Schreibt sich hier ein Autor sein schlechtes Gewissen von der Seele? Hat er womöglich selbst gemordet und verarbeitet seine Taten literarisch?

Auf der Spur des Autors trifft sie auf einen Mann, der ihr selbst den Weg zu ihrem neuen Job geebnet hat. Er hat ihr auch den Roman geben lassen, damit sie zu ihm findet. Er ist ein skrupelloser Geschäftsmann und hat alles über Viola herausgefunden. Er weiß, dass sie in ihrer Vergangenheit eine kühle und effiziente Mörderin gewesen ist, und will sich ihre Fähigkeiten zunutze machen.

Er hat sie in der Hand und zwingt sie dazu, einen letzten Mordauftrag anzunehmen. Sie soll einen Milliardär umbringen, den Golfer und Baulöwen Ronald Dumb, einen äußerst einflussreichen Mann. Viola/Ann hatte andere Pläne, kann ihrer Vergangenheit aber nicht entfliehen. Sie stellt sich der Aufgabe, den verhassten Mann elegant ins Jenseits zu befördern, ohne erwischt zu werden.

Ein unmögliches Unterfangen, das von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist ...


Das Buch ist Teil drei einer Reihe BLUTBÜCHER. Teil eins, BEI ABLEHNUNG MORD, handelt von einem Autor, der unliebsame Lektoren beseitigt, bis er an eine ebenbürtige Gegnerin gerät. Teil zwei, ATELIER DES TODES, handelt von der Person Viola Krolls, die sich von einem behüteten und wohlerzogenen Kind in eine vielfache Mörderin verwandelt.

Die Serie wird mit Teil vier, ABSCHIED EINER MÖRDERIN, beendet werden. Alle vier Teile teilen sich ein Titelbild, jeder einzelne Titel ist ein Teil davon. Jeder Roman kann auch komplett für sich allein gelesen werden.

Anleser:
Dem eigenen Tod in Italien nur mit knapper Not entronnen, sieht sich die mehrfache Mörderin Ann an ihrem Fluchtort New York vor die Wahl gestellt: Sie soll den Milliardär und Golfer Ronald Dumb beseitigen, sonst wird sie bloßgestellt. Eine Wahl, aus der es kein Entrinnen gibt …

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'Kyla – Kriegerin der grünen Wasser: Die Reise' von Regina Raaf

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website Regina Raaf | Website zur Buchreihe
In der prachtvollen Stadt Tritam nimmt Kyla die Spur ihres ehemaligen Kampflehrers Quyntyr auf. Ihr Weg führt sie zum Berg Ultay, inmitten eines Clans, der Kyla mit neuen Wahrheiten konfrontiert und Zweifel in der jungen Kriegerin sät.

Angetrieben von den Rätseln um ihre Vergangenheit, die Quyntyr ihr offenbart, muss sie sich schließlich einer Begegnung stellen, die einfach alles verändert.

Band 2 der Reihe "Kyla - Kriegerin der grünen Wasser"

Anleser:
»Los, Golan, wir wollen sehen, was uns in Tritam erwartet!« Kyla trieb ihr Pferd an. Sie ließ es den Berg hinabsteigen, dessen Weg in die gewaltige Talsenke führte, in der die Stadt Tritam erbaut worden war. Die Straßen und niedrigen Gebäude lagen inzwischen im Schatten, doch die höheren Bauwerke schienen im schwindenden Sonnenlicht in purem Gold zu erstrahlen. Schon von hier aus konnte Kyla erkennen, dass unzählige glitzernde Elemente in die hellen Steine eingearbeitet worden waren. Das Funkeln war in der tiefstehenden Sonne stellenweise schon ein Gleißen. So grell, dass sie die Augen ab und zu schließen musste. Kyla war froh, ihr Ziel noch vor Einbruch der Dunkelheit erreicht zu haben.
Die vergangene Nacht war äußerst unbequem für Reiterin und Pferd gewesen. Kyla hatte es bedauert, als die dichten Wälder hinter ihnen gelegen hatten, und sie gezwungen gewesen war, mit Golan für die Nacht im Gasthaus eines kleinen Dorfes unterkommen zu müssen. Ihr Bett war so altersschwach gewesen, dass es bei der kleinsten Bewegung laut geknarzt hatte, und ihr Rücken sich auf der dünnen Matratze durchbog wie fauliges Jantholz. Im Nebenzimmer hatten ein paar Männer offenbar zu viel des Wirtshausbieres genossen – sie sangen und stritten miteinander im Wechsel die gesamte Nacht hindurch.

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17. März 2020

'Schlanker Body 40+ Abnehmen und Haut straffen ohne OP' von Lisa Faustbrandt

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Sie sind 40+, übergewichtig und Ihre Haut sah auch schon straffer aus? Dann geht es Ihnen wie vielen Frauen in diesem Alter auch. Dieses Buch könnte vielleicht die Lösung Ihrer Probleme werden. Dies ist kein klassischer Ratgeber. Es gibt keine Abhandlung über Hitzewallungen, Kalorien-Berechnungen oder komplizierte Rezepte.

Die Autorin kommt schnell auf den Punkt. Konkret und praxisnah gibt sie Antworten auf Fragen wie z.B. diese hier:
- Kann man die Elastizität der Haut mit 40+ noch signifikant erhöhen und wenn ja, wie geht das?
- Wie wird das Gesicht wieder glatter und zwar ohne Spezialcreme, Botox oder Skalpell?
- Was kann man selbst tun, damit die Beine wieder traumhaft schön werden?
- Gibt es einen konkreten Tipp, damit der Bauch wieder sichtbar flacher wird?
- Wie schnell kann man mit 40+ sichtbare Resultate erzielen?
- Wie kann man das Bindegewebe wirklich stärken?
- Können die Innenseiten der Oberschenkel wieder an Form gewinnen und wenn ja wie?
- Worauf muss man achten, um bis zum Erfolg am Ball zu bleiben?
- Was muss man mit 40+ anders machen, um erfolgreich abzunehmen und das Gewicht dann auch zu halten?
- Warum ist die Anzahl der Mahlzeiten beim Abnehmen nicht wichtig?
- Welche 12 Ernährungstipps helfen dabei, abzunehmen und gleichzeitig die Haut zu straffen?
- Wie können Heißhungerattacken minimiert werden?
- Was ist der Unterschied zwischen dem „Ständig-Esser“ und dem „Selten-Esser“?
- Ist es möglich, die Fettverbrennung in nur 2 Schritten so richtig auf Trab zu bringen?

Es geht in konkreten Schritten um die Lösung der beiden sichtbaren Probleme: Übergewicht und schlaffe Haut. Das hier vorgestellte Konzept ist nicht allgemein gehalten. Konkrete Schritte begleiten Sie auf dem Weg zum schlankeren und strafferen ICH. Anhand der Informationen wird das Konzept an die jeweils ganz persönliche Ausgangslage angepasst und genau dieser Aspekt macht es erfolgreich. Bekanntes und Neues werden hier zu einem funktionierenden Ganzen kombiniert.

Starten Sie Ihre ganz persönliche Body-Reise zu einem schlankeren und strafferen ICH. Sie werden sich wieder so richtig wohlfühlen in Ihrem Körper.

Leseprobe:
Erinnern Sie sich noch an früher, unbeschwerte Sommer, ärmellose Blusen? Tolles Gefühl, nicht wahr? Tja, so ab 40+ oder vielleicht erst 50+ ist das Gefühl nicht mehr ganz so toll.

Weich, schwingend und irgendwie aus der Form geraten - Winkearme. Und wer Gewicht reduzieren konnte …. hat das „weiche und mitschwingende“ Problem noch deutlicher vor Augen.

Wenn man mit 40+ sein Gewicht reduzieren möchte und gleichzeitig die Haut straffen muss, sollte man das „Body-Projekt“ als Ganzes und nicht in einzelne Problemzonen aufgeteilt ansehen.

Die Sache mit dem „Abnehmen ab 40+“ wird nämlich sonst für viele zum Desaster. Frustrierend.

Oft nimmt man ab. Was dann folgt, sind neue Probleme. Entweder schlaffe Haut, die bei jeder Bewegung mitschwingt, oder der berühmte „Jo-Jo-Effekt“ als Folge einer falschen Diät.

Fakt ist: Sie müssen nicht hungern, um Gewicht zu verlieren. Im Gegenteil!

Regelmäßige Mahlzeiten sind das A und O einer erfolgreichen Ernährungsumstellung. Ziele werden so viel schneller erreicht.

Sie halten Ihren Hunger unter Kontrolle und nehmen einfacher ab. Sie werden Pfunde verlieren und dabei die Haut deutlich straffen.

Also Leinen los! Lassen Sie uns gemeinsam das Abenteuer „Abnehmen mit 40+“ beginnen.

Lassen Sie uns den Wechsel zu einem schlankeren und strafferen Body starten.

Abnehmen mit 40+ ist wie eine Abenteuerreise! Sie müssen Ihre Ziele festlegen, Ihre Route planen und dann abheben!

Wir wissen alle, wie es ist, wenn wir eine Reise planen.

Wir machen eine Bestandsaufnahme, planen die Reiseroute, nehmen einen Kompass mit, um von der Route nicht abzuweichen und lassen uns gespannt auf das Abenteuer ein.

Vor allem aber freuen wir uns riesig!! Also, wo ist das Lächeln auf Ihren Lippen?

Ok, legen wir mit der Bestandsaufnahme los. Das ist die beste Methode, um Ihr Problem sofort zu erkennen.

Eine moderne Frau?

Sie ist toll! Attraktiv. Mitten im Leben und 40+. Engagiert sich meist im Beruf. Managt das Familienleben.

Sie achtet auf Ihr Äußeres. Freie Zeit ist Luxus für sie. Wenn es ums Aussehen geht, so möchte sie vor allem sich selbst gefallen. Sich einfach wohlfühlen.


'A. S. Tory und die verlorene Geschichte' von S. Sagenroth

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website zum Buch
Eine E-Mail mit einer Adresse in Venedig, einem Foto aus den Dreißigerjahren und einer Gratulationsanzeige.

Mehr Informationen haben Sid und Chiara nicht, als sie beschließen, die Vergangenheit eines mysteriösen Engländers zu enträtseln. Bei ihrer Suche landen die beiden im alten Ghetto Venedigs, im Wiener Untergrund und in Berlin-Kreuzberg. Nach und nach erforschen sie eine Biografie, die von einer ersten Jugendliebe, allerbesten Freunden, grenzenlosem Hass und Tragik erzählt. Unmerklich verwebt sich die Geschichte mit der Gegenwart und ihnen selbst. Gelingt es, das Puzzle vollständig zusammenzusetzen?

Eine spannende Reise durch die Zeit, nicht nur für Jugendliche.

Anleser:
Campeto - Mittwoch, 26.09.2018
Die Herbstsonne schien in den gepflasterten Innenhof und schimmerte in den Fensterscheiben. Ein warmer Goldton lag auf den Hausmauern und bunte Wäschestücke tanzten an der Leine. Eng zusammengerollt schliefen die beiden Katzen unten auf der Ladefläche des Pick-ups.
Chiara wandte ihren Blick vom Fenster, strich die widerspenstigen roten Strähnen aus ihrem Gesicht, seufzte und starrte wieder auf das Aufgabenblatt. Erörtern Sie, welche Faktoren gegen Ende der Weimarer Republik die politisch radikalen Kräfte am linken und rechten Rand stärkten.
Schon seit einer Stunde saß sie am Schreibtisch und hatte nichts Gescheites zu Papier gebracht, konnte sich einfach nicht konzentrieren. Diese E-Mail … sie hatte sie mehrmals gelesen, wusste nicht, was sie davon halten sollte. Dennoch, die Neugier war da, hatte sie sofort gepackt und nicht mehr losgelassen.
Zeit, eine Entscheidung zu treffen.
Chiara griff ihr Handy, öffnete ihr Postfach, klickte auf Weiterleiten und schickte in direkter Folge eine Kurznachricht. Sid, schau mal in deine Mails …

Blick ins Buch (Leseprobe)

16. März 2020

'Tribut der Leidenschaft' von Laura A. Rose

Kindle (unlimited)
Verführung. Verrat. Verdammnis.

Tim tötet ungewollt seine Freundin im Streit. Bei der Polizei erhält er von einer Fremden ein Alibi, später wird diese Frau einen hohen Tribut dafür verlangen.

Tim verfällt der Frau immer mehr, im Rausch der Obsession droht er immer weiter die Kontrolle zu verlieren und ihrer Forderung nachzukommen: ihren Gatten zu ermorden.

Anleser:
Der Unfall
Er starrte auf das rote, glänzende Blut, das ihre Schläfe wie Öl hinunterrann. Das hatte er nicht gewollt! Wie konnte so etwas passieren? Sein Puls raste und er spürte seinen Herzschlag an seiner Kehle. Langsam trat er näher an sie heran. Wie sie da lag. In sich zusammengesackt, die Beine unnatürlich übereinander gekreuzt, die Arme schlaff vor ihrer Brust verschränkt. Erst hatte sie ihn weggeschubst, nein, gestoßen und dann ihre Arme schützend vor ihren Oberkörper genommen. Und er. Ja, was hatte er getan? Lediglich gewehrt hatte er sich, ein bisschen gestoßen hatte er sie. Er war wütend gewesen. Ja, aber das hatte er doch nicht gewollt. Er bückte sich zu ihr herunter, sah ihr ins Gesicht, fühlte ihren Puls an ihrem Hals und ihrem Handgelenk. Doch schon an der Art, wie ihr Handgelenk, so dünn und blass, in seiner Hand lag, wusste er, dass sie den Schlag nicht überlebt hatte. Sein Herz schien mittlerweile zu versuchen, über seinen Hals nach oben seinen Körper durch seinen Mund zu verlassen. Plötzlich merkte er, wie schlecht ihm war. Der metallische Geruch ihres Blutes stach ihm mit einem Mal in die Nase und schien sich in Sekundenschnelle im Wohnzimmer auszubreiten. Er würgte, stolperte, rammte den Glastisch beim Aufstehen und schaffte es ins Bad, noch bevor er sich übergeben musste. Vom Würgen schmerzte sein Magen und sein Rachen brannte. Dieser Geruch, die schlaffen Arme, das ölige Blut. Sämtliche Muskelkraft schien für eine gewisse Zeit gänzlich seinen Körper verlassen zu haben. Als er sich zitternd aufrichtete, mit beiden Händen erst am Toilettensitz festhaltend, dann an der Badewanne, fiel ihm auf, wie still es war. Noch vor einer halben Stunde hallten wütendes und aufgewühltes Geschrei durch die ganze Wohnung, bis dieser dumpfe Schlag und ein metallisches Klirren die Stille verkündeten. Sie wird nie wieder schreien. Nie wieder wütend sein.

Als er zurück ins Wohnzimmer ging, fiel sein Blick auf die Metallstatue, die etwa einen Meter von ihr weg lag. Es war eine Miniaturversion des Eiffelturms, aber immer noch groß genug, um höllischen Lärm zu machen, wenn sie zu Boden fiel. Nahm man den oberen Teil der Statue ab, konnte man im unteren Drittel eine kleine Kerze hineinstellen. Sie schwärmte immer schon für so einen Kitsch. In all den Jahren, in denen sie zusammenlebten, füllte sie die Wohnung immer mehr mit solchen Staubfängern. Er fand es schrecklich. Nicht modern und puristisch wie er es am liebsten hatte, aber er war selten zuhause. Sollte sie halt machen. Nur diese Figur, den Eiffelturm, hatte er ihr geschenkt. Weil sie gequengelt hatte. Die ganzen vier Tage, die sie vor vier Jahren in Paris gewesen waren. Weil er selten zuhause war, war sie ständig wütend. Immer diese Vorwürfe, wenn er nachhause kam. Dabei machte er doch überhaupt nichts. Es war sein Job, ständig in Hotels zu schlafen in stärkedurchtränkter Bettwäsche und mit einem Minzbonbon auf dem Kissen. Es war nicht seine Schuld, dass er tausende von Kilometer im Jahr fuhr, während sie gemütlich zuhause hockte und sich langweilte. Ja, er war sich sicher: Sie langweilte sich einfach und deshalb ging sie ihm ab dem Zeitpunkt, wo sein Fuß über die Schwelle trat, auf die Nerven. Als Ausgleich für seine Abwesenheit machte er so oft wie mögliche Kurzurlaube mit ihr. So wie der Vier-Tages-Trip nach Paris – die Stadt der Liebe. Und selbst da nervte sie ihn ständig. Mit dieser Miniaturversion des Eiffelturms, die sie unbedingt haben musste. Das blöde Ding war nicht mal teuer, aber sie ging ihm auf die Nerven. Er hätte niemals so einen Kitsch als Geschenk ausgesucht. An sich machte es ihm nichts aus, ihr etwas zu schenken. Auch Geld spielte da keine Rolle, aber eben nicht so einen kitschigen Scheiß. Und nicht, wenn sie ihn drängte. Damals wusste er nicht, warum er sich letztlich hatte erweichen lassen. Vielleicht wegen diesem einen Moment am zweiten Abend, als sie essen waren in der Rue de Rivoli, in einem herrlichen Restaurant. Er freute sich innerlich darauf, den bestellten Fisch zu genießen, die Spezialität des Restaurants und sie hatte sich dem Fenster zugewandt und schwieg. Dabei lächelte sie, blickte neugierig nach draußen und auf ihrer kleinen Nasenspitze schimmerte das Licht der untergehenden Sonne. Da hatte er sie angeschaut, ganz bewusst und sich erneut in ihr zartes Profil verliebt. Ihre vollen Lippen zuckten leicht, als könne sie ein Lachen nicht zurückhalten. Ihre hohen Wangen wirkten rosig und ihre langen, dunklen Wimpern schlugen zart aufeinander. Ihr Profil hatte einfach etwas Verführerisches. „Ich liebe dich“, flüsterte er damals und sie zog schüchtern die Schultern hoch. Sie konnte ihn verrückt machen. Später schafften sie es nicht einmal ins Hotel, sondern fielen in einer schmalen Seitengasse nahe dem Louvre übereinander her. An ihre lustvollen Seufzer dachte er bis heute noch gerne zurück. Sie schienen von den hohen Wänden zu hallen und ihren Weg in die Welt zu suchen. Am Morgen danach lenkte er sie mit einer Ausrede ab. Er müsse ein wichtiges Telefonat führen. Beruflich. Und sie nörgelte wieder. Bis er zurückkehrte mit einem roten, glänzenden Paket hinter seinem Rücken. Als sie erkannte, was er ihr geschenkt hatte, verstummte ihre Nörgelei.

Was für eine beschissene Ironie, jetzt wo sie neben seinem Geschenk lag, schweigend und tot. Mittlerweile hatte er die Figur aufgehoben, war ins Bad gegangen, hatte die kleinen, dunklen Blutspritzer vom Metall abgewaschen und den Eiffelturm wieder auf das Regal gestellt, von dem dieser vor gut einer halben Stunde heruntergekracht war.

Blick ins Buch (Leseprobe)