28. Februar 2020

'HAI NOON am Pool' von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Herzgeschichten | Autorenseite im Blog
Puderweißer Sandstrand, sanft im Wind wiegende Palmen, atemberaubende Sonnenuntergänge und kreolische Küche – die Seychellen. Endlich starten die beiden Studentinnen Annike und Luana in ihren Traumurlaub, auf den sie so lange gespart haben.

Noch während des Fluges lernen sie eine Gruppe junger Männer kennen. Die Chemie stimmt auf Anhieb, man hat das gleiche Hotel gebucht und schnell sind gemeinsame Urlaubstage beschlossen. Annike verliebt sich in den sportlichen Phil und auch Luana hat beste Flirtchancen.

Es könnte paradiesisch sein, doch leider hängt sich der alleinreisende Tiziano wie eine Klette an sie und entpuppt sich als fiese Plage.


Anleser:
»Erst sagst du mir, wo du so viel Geld her hast. Nachher werde ich verhaftet und meine Fingerabdrücke sind da mit drauf. Das wäre die Arschkarte. Raus mit der Sprache, wo kommt die Knete her? Sag, sonst rühre ich – keinen – einzigen – Schein – an!«
»Du Schissbuxe!« Luana gab Annike einen leichten Klaps auf den Hinterkopf. »Als wenn ich irgendwo klauen würde! Da bist du deiner Mutter ziemlich ähnlich. Die sieht in mir ebenfalls immer kriminelle Anlagen gepaart mit Faulheit. Könnte sie mir zusätzlich Dummheit unterstellen, täte sie das auch noch. Da ich allerdings studiere, bleibt ihr dieses Argument verwehrt.«
Annike drehte den Kopf ruckartig zu ihr und starrte sie betroffen an. »Das war jetzt echt gemein.«
»Warum vertraust du mir nicht einfach? Ich habe es uns erarbeitet.«
»So viel Trinkgeld hast du niemals als Kellnerin in diesem Nobelrestaurant in den letzten Monaten bekommen!«, brach es aus Annike heraus. »Das kannst du mir nicht verklickern.«
Sie selbst konnte mit Trinkgeld nicht glänzen. Neben dem Studium arbeitete sie bei einer Fast-Food-Kette. Dort verdiente sie als Studentin gar nicht übel, bekam auch noch Schichtzulagen an Feiertagen und Wochenenden. Die nahm sie so gut wie immer mit, da die hauptamtlichen Angestellten an diesen Tagen gerne frei hatten.
Die gute Laune von Luana verschwand. »Und ob das Trinkgeld ist! Du hast an den Wochenenden Nachtschicht gemacht, ich genauso! Ich bin nämlich nach dem Restaurant zum nächsten Job gefahren.«
»Wie? Du hattest eine zweite Stelle? Davon hast du mir ja gar nichts gesagt!«
»Du hast es eh nicht gemerkt, weil du nicht da warst.«
»Aber sagen hättest du es doch können!«, beschwerte sich Annike.
»Und dann wärst du mir mit deinen Moralvorstellungen gekommen. Nee, ich habe das Geld verdient und wir geben es gemeinsam aus.«
»Wo war denn dieser Job?«
»Auf der Reeperbahn.«
Annike entglitten die Gesichtszüge. »Was hast du gemacht? Sag bitte nicht, du ...«

Blick ins Buch (Leseprobe)

26. Februar 2020

'ADAIN LIT (Reihe in 4 Bänden)' von E.M. Ascher

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website E.M. Ascher
Elben, Magier und Menschen.
Wasserwesen und Drachen.
Verzauberte Wälder und verschollene Völker.
Lichte Mächte und dunkler Wahn.
Eine einzigartige Liebe.


ADAIN LIT ist eine High-Fantasy-Saga in vier Bänden. Sie ist nicht nur spannend, sie zeichnet sich durch tiefe Weisheit aus. Die Saga öffnet den Blick für die Schönheit, die uns in unserer realen Welt umgibt, sie berührt und verzaubert.

Band 1 Adain Lit: Blutmagie - Ein Elbenroman
Band 2 Adain Lit: Vermächtnis der Magier
Band 3 Adain Lit: Drachengedanken
Band 4 Adain Lit: Im Schatten der Wolkenstadt

Alle vier Bände der Saga von ADAIN LIT enthalten in sich abgeschlossene Geschichten.
Neu erschienen:
Im Schatten der Wolkenstadt (Band 4)

„Mein ganzes Reich ist aus Grausamkeit entstanden. Grausamkeit und Tod ließen es gedeihen, ließen Wohlstand und Pracht erwachsen.“
Gefangen in den Abgründen ihrer eigenen Seelen drohen der Regent und die Hohe Priesterin der Wolkenstadt das gesamte Land ins Verderben zu stürzen.


Nebelinsel
Der kleine Trupp Männer stand am Ufer des Sees und starrte über das Wasser zu der Silhouette aus Baumspitzen, die schwerelos und schwarz über dem weißen Nebelband schwebte. Noch schlief die Legende friedfertig inmitten der schützenden Weite des schwarzen Sees, noch lag die nebelverhangene Insel im Schatten der Hügel. Unaufhaltsam strömte das klare Morgenlicht die bewaldeten Hänge herab. Der Selach und seine Männer beobachteten den Einfall des Lichtes schweigend. Die Luft war eisig und die gespenstische Einsamkeit dieses Ortes brachte die Seele zum Frieren.
„Ich sehe sie. Es ist nicht zu glauben“, raunte sein Adlatus. „Als damals der Wanderer davon sprach, habe ich es nicht für möglich gehalten!“
Die Worte seines Ratgebers machten dem Selach bewusst, dass diese Insel tatsächlich existierte. Er verengte seine Augen zu Schlitzen, um besser sehen zu können. Die Insel schien sich gegen ihre Entdeckung zu sträuben. Seit dem Frühjahr suchten sie bereits danach, er hätte längst in die Wolkenstadt zurückkehren sollen. Als sie jedoch vor vielen Tagen diesen Wanderer getroffen hatten, einen Mann, der von einer Insel der Musik, von einer Nebelwelt gesprochen hatte, der außerdem den verborgenen Pfad in diese abgelegene Hochebene gekannt hatte, war das Ziel in greifbare Nähe gerückt und hatte alle Bedenken hinweggefegt.
Das Sonnenlicht erreichte die Insel und verwandelte den Nebel in eine strahlende weiße Wand. Geblendet hielten die Männer ihre Hände vor die Augen.
„Holt den Sänger!“, ordnete der Selach an. Sein Befehl riss die Männer aus ihrer Verzauberung.
Der Junge wurde vor ihn geführt. Der Selach musterte ihn. Ein unscheinbares Wesen, das aussah wie eine streunende Katze. Das struppige schwarze Haar stand wirr in alle Richtungen, die dunklen Augen in dem mageren Gesicht waren ängstlich aufgerissen. Der halbwüchsige Knabe verneigte sich tief, den rauen Wollstoff seines verschlissenen Umhangs hielt er dabei schützend um sich geschlagen.
Der Junge wartete, während der Selach auf ihn herabsah. Groß und mächtig stand er vor ihm, wie der Berg der Wolkenstadt, den Mund zusammengepresst, als ob er etwas darin verschließen würde.
‚Dein Blick ist kühl, kühl wie der See‘, dachte der Knabe. ‚Unnahbar wie der Nebel über dem Wasser.‘
„Deine Stunde ist gekommen“, sagte der Selach, „dafür haben wir dich gehegt, dich warm gehalten und genährt. Nun tu, was deine Bestimmung ist!“
Der Sänger Halfta verneigte sich erneut, huschte an dem großen Mann vorbei und stellte sich an das Ufer des Sees. Träumend ließ er für einen Moment seinen Blick über seine verzauberte Bühne schweifen. 'Lange Gräser wie Haare, im Erdreich verwurzelt, golden berührt von der Morgensonne. Tautropfen glänzen wie Edelsteine auf ihnen. Friedlich schlafen See und Insel in den bewaldeten Hügeln, wie in der offenen Hand einer Göttin, die den Zauber behütet ...'
„Du weißt, was geschieht, wen du nicht gehorchst?“, schnitt die Stimme des Selachs durch seine Bilder.
Halfta schöpfte die kühle Morgenluft in seine Lunge, erhob seine Stimme und reine Töne tanzten über die kräuselnden Wellen. Sie ergaben sich dem leichten Wind, vereinten sich mit der Kühle. Sie flogen in die Sonne, wanderten zu der verborgenen Insel. Das Lied erzählte von anderen Welten, von edleren Zeiten.

Blick ins Buch (Leseprobe Band 4)

25. Februar 2020

'Die Leiche bin ich: Ein Ruhrpottkrimi' von Margarethe Magga

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Die Studentin und Aushilfskellnerin Liane findet sich, ohne Erinnerung an die letzten Stunden in einer Sackgasse in Bochum abgelegt, wieder. Nur widerstrebend lässt sie den Gedanken zu, dass sie anscheinend ermordet wurde. Kurz vor der Obduktion wird ihr Körper aus dem Kriminalpathologischen Institut entführt. Die scheinbar sinnlose Tat stürzt den Polizeiapparat in hektische Betriebsamkeit, aber die Leiche wird nicht gefunden.

Die Kriminalbeamten Luppert und Frauke stürzen sich verbissen in die Suche nach dem Mörder, der sie mehrfach auf falsche Fährten führt. Mit ihren ganz eigenen Methoden sucht auch die aufstrebende Journalistin Anne Greis nach dem Mörder. Sie ist es auch, die als Erste entdeckt, dass es sich um einen Serienmörder handelt. Soll sie den sympathischen Frauke einweihen oder auf eigene Faust handeln?

Die Leser werden in dem spannenden Regionalkrimi „Die Leiche bin ich“ von Margarethe Magga von einer Wendung zu nächsten gejagt und haben, wie auch die Protagonisten, kaum Zeit zum Verschnaufen, denn aus der Hand legen will man den Roman nicht besonders gerne. Die Autorin verleiht dem Thema Serienmord das gewisse Etwas, so dass es auf den Seiten nicht an Nervenkitzel und Lesefreude mangelt.

Anleser:
Was ist das? Da ist doch jemand. Geht es jetzt los? Oh Gott, noch nicht, bitte, ich bin noch nicht soweit! Bitte!

Die Tür war lauter ins Schloss gefallen, als er erwartet hatte. Zumindest kam es dem großen, kräftigen Mann mit dem akkuraten Haarschnitt und dem hellblauen Hemd, dessen Knöpfe Schwerarbeit leisten mussten, sehr laut vor. Einen Augenblick lang verharrte er regungslos, die Kiefer fest zusammengepresst. Dann spürte er, wie angespannt er war, und atmete mehrmals, tief, langsam und bewusst, bevor er sich Schritt für Schritt, wie als Kind beim Indianer spielen, seinem Ziel näherte.

Blick ins Buch (Leseprobe)

'Finanzratgeber Geld Sparen' von Sebastian Rösch

Kindle (unlimited)
Der Finanz-Ratgeber gibt Ihnen wertvolle Hinweise und Tipps, wie Sie Ihre finanzielle Freiheit vergrößern. Geld sparen und Sparen lernen sind zwei wichtige Voraussetzungen für spätere finanzielle Zufriedenheit.

Im Finanzratgeber wird erläutert, warum ein Haushaltsbuch wichtig ist und sogar die Grundlage für spätere Investitionen sein kann. Getreu dem Motto „Mehr Geld für mehr Leben“ erfahren Sie im Finanzratgeber, wie Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben optimieren, ein passives Einkommen erzielen und so finanziell unabhängiger werden.

Anleser:
Was erwartet Sie in unserem Ratgeber Finanzen

Das Thema Finanzen ist äußerst umfangreich und gliedert sich in zahlreiche Teilbereiche. Die wichtigste Grundlage für alle finanziellen Aktivitäten, sei es Geldanlage, regelmäßiges Sparen oder auch die Aufnahme eines Kredites, sind Ihre Einnahmen und Ausgaben. Leider scheitern daran bereits viele Bundesbürger, weil sie es nicht schaffen, die Ausgaben geringer als die monatlichen Einnahmen zu halten.
In unserem eBook erfahren Sie in den ersten Kapiteln unter anderem, wie Sie Ihre Einnahmen und Ausgaben feststellen und analysieren können. Dabei hilft Ihnen zum Beispiel ein Haushaltsbuch oder auch eine sogenannte Einnahmen- und Ausgabenrechnung. Darüber hinaus zeigen wir Ihnen verschiedene Wege auf, wie Sie Ihre Einnahmen steigern können. Dies ist zum Beispiel durch Weiterbildungen, einen Jobwechsel oder auch in Form eines passiven Einkommens möglich.
Im weiteren Verlauf unseres Finanz-Ratgebers geben wir Ihnen Instrumente an die Hand, wie Sie Ihre Ausgaben reduzieren können. Sie erfahren ferner, wie sich das Nettogehalt in vielen Fällen aufteilt und welche Ausgaben in der Praxis relevant sind. Wenn Sie Ihre Einnahmen- und Ausgabensituation im Griff haben, können Sie im zweiten Schritt die Anlage frei verfügbarer Mittel in Form Ihres frei verfügbaren Einkommens in Angriff nehmen. Allerdings gibt es auch dort einige Vorgänge, die Sie zunächst durchführen sollten.
Dazu gehört zum Beispiel, dass Sie im ersten Schritt ermitteln, welcher Anlagetyp Sie sind. Ferner ist es wichtig, die eigenen Anlageziele zu kennen. Auf dieser Grundlage wählen Sie anschließend die Anlageprodukte aus, die zu Ihrem Risikoprofil und zu Ihren Anlagezielen passen. In dem Zusammenhang erfahren Sie in unserem eBook etwas zu Investitionsmöglichkeiten sowie zur finanziellen Unabhängigkeit, die sich insbesondere durch ein passives Einkommen generieren lässt.
Zusammengefasst wird Sie unser Ratgeber Finanzen ausführlich zu zwei Hauptthemen aus dem Finanzbereich informieren. Zum einen geht es um die Einnahmen und Ausgaben, zum anderen zeigen wir Ihnen auf, wie Sie die für Sie optimal passende Kapitalanlage finden, Vermögen aufbauen und so eine möglichst große finanzielle Unabhängigkeit erreichen.

Blick ins Buch (Leseprobe)

24. Februar 2020

'Kyla - Kriegerin der grünen Wasser: Das Erwachen' von Regina Raaf

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website Regina Raaf
Die grünen Wasser von Chyrrta bergen ein ebenso düsteres wie tödliches Geheimnis. Ganz auf sich gestellt, wächst das kleine Mädchen Kyla unter der ständig lauernden Gefahr in den Wäldern auf. Bald gerät sie in den Sog verwirrender Ereignisse, die sie schon früh zur erbarmungslosen Kämpferin machen.

Ihr Weg zum prophezeiten Schicksal führt über Liebe, Macht und Tod.

Anleser:
»Bei allen grünen Wassern, ein Eindringling! Fangt dieses Kind! Es hat vom Festmahl der Herrscherin gestohlen!« Kyla lief im gleichen Moment los, wie das von Blut befleckte Tuch, unter dem sie saß, angehoben wurde. Sie hechtete umher, in dem Versuch, ein neues Versteck zu finden. Doch zur einen Seite waren nur glatte Mauern und zur anderen eine Horde von Chyrrta, die versuchten, sie zu erhaschen.
Unmengen an Speisen waren an diesem schicksalsträchtigen Tag hinter die Undurchdringlichen Mauern getragen worden, als Kylas Leben sich von Grund auf änderte. Sie hatte nicht nachgedacht, als sie sich unter das Tuch gesetzt hatte, das den vom Rumpf abgetrennten Kopf eines Wildschweins verbarg. Erst später erfuhr sie, dass er auf dem Speisetisch der Herrscherin als Dekoration hatte dienen sollen. Doch Kyla wusste damals nur, dass er ihr das bot, was ihr ausgemergelter Körper brauchte. Sie hatte ihre kleinen Hände in das rohe Fleisch gegraben und Stücke herausgerissen, um sie sich in den Mund zu stopfen und hastig zu kauen. Das Blut war ihr am Kinn hinuntergelaufen, als sich plötzlich der Boden unter ihr bewegte. Kyla konnte auch später immer noch den Schrecken spüren, der sie durchfahren hatte, als sie erkannte, dass sie samt des riesigen Tabletts von den Bediensteten der Herrscherin hinter die Undurchdringlichen Mauern gebracht worden war. Sie war ein verwahrlostes und knochiges Kind – kaum größer als der Wildschweinkopf – und mit Sicherheit um einiges leichter. In den Wäldern, in denen sie bereits so lange gelebt und sich versteckt hatte, wie sie zurückdenken konnte, gab es kaum genug Nahrung zu erbeuten, um den jeweils nächsten Tag zu erleben. Ihre Streifzüge, deren Ziele sie inmitten der Siedlungen anderer Chyrrta führten, waren im Laufe der Zeit immer häufiger geworden.
Sie hatte dort genügend Nahrung gefunden, um mehrere Sonnenaufgänge gesättigt zu erleben. Und genau darauf hatte sie auch am Tag ihrer Gefangennahme gehofft, nachdem sie an zwei Tagen zuvor von nichts anderem als ein paar Nastal-Beeren gelebt hatte. Die Zweige waren voll davon gewesen, doch die kleinen Früchte sättigten nur für kurze Dauer und verursachten Kyla leichte Bauchschmerzen. Über kurz oder lang musste sie eine andere Nahrungsquelle finden, und diesmal hatte sie sich auf ihrem Streifzug näher an die Undurchdringliche Mauer begeben, als jemals zuvor.
Das geschäftige Treiben war ihr zwar aufgefallen, aber sie hatte geglaubt, es wäre zu ihrem Vorteil, weil sie so von allen unbemerkt bleiben würde. Zuerst war ihr Plan aufgegangen. Niemand hatte sie bemerkt, als sie unter das Tuch geschlüpft war. Doch dann hatte man sie fortgetragen, und sie konnte nicht fliehen, weil man sie ansonsten sofort festgenommen hätte. Also hatte Kyla unter dem Tuch still ausgeharrt und gehofft, später weglaufen zu können. Aber in dem Moment, als das Horn erklungen war, das sie sonst nur gedämpft durch die Mauern gehört hatte, wurde ihr klar, dass ihr Hunger sie in Gefangenschaft geführt hatte. Man hatte sie nicht einfach nur von einem Ort zum anderen getragen, sondern sie hinter die Undurchdringlichen Mauern gebracht, innerhalb deren sich die Welt der Herrscherin verbarg. Eine Welt, die Kyla bislang niemals gesehen hatte, und die die Chyrrta auf ihrer Seite nur vom Hörensagen kannten. Doch wenn man sie hineingebracht hatte, gab es ganz sicher auch einen Weg wieder hinaus.
Kyla hatte sich an dem Gedanken festgehalten, dass sie entkommen könnte, wenn die Fracht abgestellt und nicht mehr weiter beachtet wurde. Doch so viel Glück hatte sie nicht. Man hatte sie sofort entdeckt und setzte ihr nach. Sie schlug Haken wie die Hasen, wenn wilde Tokals sie verfolgten – aber so, wie die Langohren nicht immer Glück hatten, kam auch sie nicht davon. Man packte sie an den Haaren und riss ihr ein großes Büschel aus. Auf den heftigen Schmerz folgte der nicht weniger schmerzvolle Fausthieb eines feisten Mannes und Kylas Welt versank in der Schwärze einer Ohnmacht.

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'Positives Denken: Das Geheimnis zum Glücklichsein' von Elke Billstein

Hören: Audible Hörbuch

Lesen: Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Elke Billstein
Die erfolgreiche Wunscherfüllung ist durch die Kraft unserer Gedanken tatsächlich möglich! Wer negativ denkt, zieht auch Negatives an. Wer positiv denkt, zieht das Positive an. Wir haben die Macht selbst zu entscheiden, wie wir denken wollen.

Positives Denken wurde uns in die Wiege gelegt, leider jedoch oftmals aberzogen. Wir entscheiden, wie wir die Dinge sehen wollen. Ob wir uns über schlechte Kleinigkeiten aufregen oder lieber an schönen Kleinigkeiten erfreuen, ob wir Trübsal blasen oder lieber ein fröhliches Lied pfeifen möchten.

Ändern Sie ihre Gedanken und beginnen Sie heute noch mit dem „Glücklichsein“. Dieses Buch hilft dabei.

Lesermeinungen:

"Ein sehr tolles Büchlein, voller positiver Gedanken. Regt zum Nachdenken an und liest sich toll. Hab es an einem Nachmittag verschlungen. Ich bin sehr begeistert!"

"Dieses Buch ist sehr interessant geschrieben und hat mir bei verschiedenen Situationen geholfen."

"Sehr schön geschrieben. In sehr vielen Situationen hilfreich!"

Anleser:
Lachen oder weinen?
Im Grunde stellt sich die Frage doch überhaupt nicht, oder? Wer weint schon gerne? Sie sicherlich auch nicht! Also – Sie haben die Wahl. Das Glas ist halb voll oder halb leer? Sie können alles meist von zwei Seiten sehen. Und es liegt an Ihnen, ob Sie es positiv oder negativ sehen möchten.
Lieber Lachfalten als Tränensäcke? Selbstverständlich!
Kennen Sie diesen niedlichen Spruch?
„Scheiße.“
„Du musst positiv denken.“
„Schöne Scheiße.“
Wenn Sie dabei lachen können, nutzen Sie ihn ruhig jedes Mal für sich selbst, wenn etwas (wie Sie meinen) Scheiße ist.
Oder wenn Sie sich über jemanden aufregen (mit der Zeit wird das viel seltener passieren), denken Sie statt A…loch einfach Analhohlraum. Dieses Wort habe ich einmal selbst erfunden. Ich spreche es manchmal sogar aus. Alleine das verwirrte Gesicht meines Gegenübers bringt meist ihn als auch mich zum Lachen und nimmt die Härte der Aussage! Klar gemacht habe ich dennoch etwas.
Was gefällt Ihnen am besten? Denken Sie doch einfach ALLES!
Regen Sie sich nicht über Kleinigkeiten auf. Schon gar nicht über diese, welche Sie sowieso nicht ändern können. Erfreuen Sie sich an Ihrem Glück und sehen Sie dies auch! Das Schlimmste was Sie machen können ist, sich am Unglück anderer zu erfreuen. Glauben Sie mir, solche Gedanken bringen Ihnen das Unglück selbst!
Ärgern Sie sich nicht über negative Kleinigkeiten, sondern erfreuen Sie sich an positiven Kleinigkeiten.
Nehmen Sie alle Chancen wahr, statt vor lauter Ärger, Angst oder Frust, diese gar nicht mehr zu sehen.
Positiv gedacht ist halb vollbracht!

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23. Februar 2020

'Blackfin Boys - Zombies am Toten Fluss' von Flynn Todd

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Flynn Todd | Autorenseite im Blog
Die Blackfin Boys treffen sich endlich wieder. Und zwar in Peru, wo sie ein paar entspannte Tage verbringen wollen. Ziel ist zunächst der Mayantuyacu-Fluss, der wegen seiner kochend heißen Quellen weltbekannt ist.

Als die Jungs das Lager aufschlagen, wird Mark von Einheimischen entführt, die dem Zorgogo-Stamm angehören. Dieser Stamm stellt Natur und Tier über den Menschen. Außerdem müssen die vier sich mit unheimlichen Untoten herumschlagen. Der Stammesführer aber scheint mehr zu wissen …

Das dritte Abenteuer der Blackfin Boys

Anleser:
Geschockt und verwirrt sahen die Jungs den Soldaten an. Auf seine Frage wollte keiner so recht antworten. Die Angst, etwas Falsches zu sagen, stand eindeutig im Vordergrund. Außerdem wusste keiner, ob es sich bei dem Bewaffneten um einen Feind oder Freund handeln würde. Toby versuchte dennoch, auf die Frage, wo sie denn herkommen, zu reagieren.
„Also ich, wir, äh …“
„Wie auch immer“, unterbrach der Soldat. „Geht zum nächsten Fahrstuhl und fahrt nach oben, wo auch die anderen sind. Ihr kommt sicherlich alleine klar, ich muss weiter. Vielleicht gibt es hier noch mehr Überlebende.“ So schnell wie der Soldat aufgetaucht war, verschwand er auch wieder und ließ die leicht verwirrten Jungs zurück.
„Seit wann fährt der Fahrstuhl an die Oberfläche? Bisher konnte man die Unterwasserstation doch nur über die Schleuse tief unten im Meer erreichen“, dachte Julius laut.
„Also die Uniform des Soldaten war relativ modern, genau wie seine Waffe. Sein Abzeichen war von der US Navy. Ein gutes Zeichen. Und das bedeutet, wir befinden uns in unserer alten Zeit“, meinte Toby.
„Dann lasst uns zum Fahrstuhl“, drängelte Mark. „Soweit ich mich erinnern kann, ist doch einer gleich hier um die Ecke. Roland, alles klar? Sieht aus, als ob du Schmerzen hättest.“
„Schon gut, mein Schädel brummt wie Sau.“
Als die fünf den Fahrstuhl betraten, machten sie eine ungewöhnliche Feststellung. Das Steuerpult war verändert worden – jemand hatte behelfsmäßig einen weiteren Knopf angebaut. Beschriftet war dieser mit einem dicken schwarzen Filzer. Ausgang stand demnach nun auch zur Auswahl. Julius betätigte diesen Knopf. Die Türen schlossen sich und die Fahrt startete langsam Richtung Oberfläche.
„Ist schon komisch, wieder hier zu sein. Ich fühle mich auf einmal, ja, wie denn? Verletzlich, und ausgeliefert, würde ich sagen.“
„Mach dir mal keinen Kopf, Julius, wir werden hier wohl nicht lange bleiben. Freu dich lieber auf dein neues Leben“, sagte Roland beruhigend und kniff Julius kurz in seine rechte Schulter. Roland tat dies immer, wenn er jemanden eigentlich gern in den Arm nehmen würde. Diese Art war aber einfach cooler.
Der Fahrstuhl bremste abrupt ab und fuhr langsamer. Laute Knallgeräusche ließen vermuten, dass sich der Schacht verzogen hatte und Metall auf Metall traf. Nach einem kurzen Ruckeln öffnete sich die Fahrstuhltür. Tatsächlich hielt die Kabine direkt am Strand der Insel, ganz in der Nähe der Rampe, auf der sie schon einige Male mit dem Amphibienfahrzeug ins Meer getaucht waren.
„Alter Schwede, seht euch das an“, staunte Toby. Die US Navy war aber fleißig. Wie viele Zelte sind denn das hier? Und dann diese ganzen Menschen, die aufgeregt hin und her laufen – Wahnsinn.“
„Guckt mal, wie die den Fahrstuhlschacht verlängert haben. Einfach einen Haufen Ziegelsteine vermauert. Na ja, scheint ja zu halten. Ein bisschen krumm und schief, deswegen hat es während der Fahrt auch so komische Geräusche gegeben“, meinte Roland.

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22. Februar 2020

'Roter Ozean: Im Fahrwasser der Macht' von Ute Bareiss

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Ein Feuerball erhellt das Tyrrhenische Meer. Aus den Trümmern der explodierten Motorjacht rettet der Meeresbiologe Alex einen Verletzten. Damit beginnt ein Kampf ums Überleben. Denn der Gerettete Sergio ist Journalist und besitzt brisantes Recherchematerial zu einem Mord in den höchsten Politkreisen Italiens. Alex gerät in einen Sumpf aus Macht und Intrigen – bis er selbst von Polizei und skrupellosen Verbrechern verfolgt wird.
Es bleibt nur ein Ausweg: Der Gejagte muss selbst zum Jäger werden.

»Ein extrem spannender Wettlauf um Leben und Tod.« (Kölner Rundschau)

Weitere Thriller von Ute Bareiss auf ihrer Autorenseite.


Leseprobe:
Prolog
Etwas stimmte nicht.
Die Köchin richtete sich in ihren Kissen auf. Der Geruch nach verbranntem Fleisch hing in der Luft. Madre Mia! Die Reste des Saltimbocca alla Romana vom Vorabend standen abgedeckt auf dem Herd. Hatte sie etwa vergessen, das Gas abzuschalten? So etwas passierte ihr in letzter Zeit öfter.
Sie schüttelte den Kopf, strich sich die grauen Haarsträhnen aus dem Gesicht und stand auf. Ein Stechen fuhr durch ihre Glieder – die vermaledeite Arthritis. Zum Anziehen blieb keine Zeit, eine Wollstola musste ausreichen.
Der Flur lag ausgestorben da, nur in den Nischen lauerten schwarze Schatten.
Im Haus herrschte Stille.
Sie eilte in Richtung Küche, nur das Klappern ihrer Pantoffeln auf den Terrakotta-Fliesen übertönte das heftige Klopfen ihres Herzens. Ein ungutes Gefühl beschlich sie und verursachte ein Prickeln, das sich zwischen ihren Schulterblättern bis in den Nacken ausbreitete. Sie hielt inne. Mochte vieles nicht mehr so funktionieren wie früher, ihr Geruchs- und Geschmackssinn arbeiteten noch einwandfrei. Es roch eindeutig verbrannt.
In der Küche war kein Glimmen unter dem gusseisernen Topf auf dem Gasherd zu sehen, der wie eine Insel in Küchenmitte thronte. Was für ein Glück, sie hatte nichts vergessen!
Doch durch die Gardine fiel ein Flackern, das die Konturen beinahe gespenstisch erhellte. Sie hastete zum Fenster und spähte hinaus. Auf die Entfernung konnte sie nur vage tanzendes Licht ausmachen. Hatte etwa einer der Olivenbäume Feuer gefangen? Der Sommer war bislang viel zu trocken gewesen. Kleine Schweißperlen traten auf ihre Oberlippe. Sollte sie Hilfe rufen?
Warum brachte Daniele ausgerechnet heute die Signora mit den beiden Bambini für die Sommerferien zu den Großeltern nach Terracina? Schließlich war er für die Bäume zuständig. Sollte sie den Signore wecken? Nein, sie würde selbst nachsehen, bevor sie falschen Alarm schlug.
Beim Öffnen der Hintertür schlug ihr der penetrante Geruch mit voller Wucht entgegen. Sie drückte sich ein Ende der Wollstola vor die Nase und zog sie enger um ihre Schultern. Trotz der lauen Nachtluft fröstelte sie. Sie musste sich zwingen, einen Fuß vor den anderen über die unebene Wiese in Richtung des Lichtscheins zu setzen. Eine Windböe blies ihr warme Luft zu. Warme, nach verbranntem Fleisch riechende Luft. Beißender Qualm trieb ihr Tränen in die Augen. Sie blinzelte. Blinzelte nochmals.
Dio mio!
Sie schrie, laut und gellend. Als ihre Kehle den Ton versagte, schrie sie stumm weiter. Der Anblick des Menschenkörpers, der an einem Holzkreuz hing, eingehüllt in einen Mantel aus Flammen, die ihm das Fleisch von den Knochen leckten, brannte sich in ihr Gedächtnis.

1
Ein Schweißtropfen bahnte sich seinen Weg von der Schläfe über die Wange und tropfte auf den Neoprenanzug. Alex schloss widerwillig den Reißverschluss. Es wurde Zeit, ins Wasser zu kommen. Selbst für Anfang August war es noch ungewöhnlich warm. Kein Windhauch bewegte die blank polierte See des Golfe de Porto Vecchio, die Lichter der Häuser am Ufer spiegelten sich darin.
Alex gab Jean-Luc das Zeichen zum Abtauchen. Langsam ließen sie sich in die Tiefe sinken. Die Konturen der Pecorella schälten sich aus der Schwärze des Meeres. Ein angenehmes Kribbeln lief Alex den Rücken hinauf, als das gesunkene Schiff immer größer wurde, fast bedrohlich auf ihn zukam. Gespenstisch huschte der Strahl ihrer Tauchlampen über das Wrack, das aufrecht auf dem Grund stand. Wie Rubine leuchteten die Augen zweier Langusten auf dem Kabinendach auf, bevor sie rückwärts flüchteten.
Das Äußere des Wracks war mit leuchtend gelben Krustenanemonen übersät, die ihre Knospen in der Nacht allesamt zu eindrucksvollen Blütenkelchen geöffnet hatten, und das Steuerhaus wie ein sonnenblumenfarbiger Teppich überzogen, nur unterbrochen von Tupfen orange- und lilafarbener Schwämme.
Ein Barrakuda schoss aus dem Dunkel, um die vom Lampenschein angezogenen kleinen Fische und Krebse zu jagen. Alex erschrak und musste grinsen. Hatte er dem Fisch ein Abendessen spendiert? Der pfeilförmige Körper des Tieres funkelte wie mit Silberglitter überzogen, dennoch konnte dies nicht von den messerscharfen Zähnen ablenken, die hervorstachen, als der Barrakuda nach einer Sardine schnappte.
Durch Handzeichen verständigte sich Alex mit Jean-Luc, ins Wrackinnere zu tauchen. Ihre Atemgeräusche wirkten zugleich beruhigend und unheimlich in der Düsternis des engen Wracks. Vor ihnen teilte sich ein Schwarm Sardinen wie ein Vorhang, als sie hindurchtauchten. Alex’ Lampenstrahl huschte über den Grund, kreuzte sich manchmal mit dem von Jean-Luc. In der Ecke funkelte etwas. Er ließ sich absinken, es war ein herzförmiger Strass-Anhänger, wie sie oftmals an Badekleidung angenäht waren. Achtlos steckte er ihn in die Tasche seines Tauchjackets und deutete fragend zum Ausgang.
Jean-Luc bestätigte.
Die Laderaumluke wurde fast vollständig von einem Meeraal blockiert, der sie neugierig anstarrte. Seine bei Tag dunkelgrau erscheinende Haut schimmerte bläulich irisierend, als er sich davonschlängelte und ihnen den Weg freimachte.
Plötzlich hallte ein lauter Knall durch die Tiefe. Alex zuckte zusammen. Was war das?
Die Schallwellen drückten gegen seinen Brustkorb und pressten sich schmerzhaft auf sein Trommelfell. In Jean- Lucs weit aufgerissenen Augen spiegelte sich sein eigener Schreck wider. Gleichzeitig zeigten ihre Daumen zur Wasseroberfläche. So schnell es möglich war, schossen sie nach oben. Ein mächtiger Feuerball erleuchtete unweit nördlich von ihnen in der Cala Rossa den Horizont, Funken stoben in die klare, schwarze Luft.
„Sieht aus, als wäre ein Boot explodiert!“ Alex hustete.
„Merde! Lass uns bloß hoffen, dass es unbewohnt war“, sagte Jean-Luc und traf damit genau Alex’ Gedanken.

Im Kindle-Shop: Roter Ozean: Im Fahrwasser der Macht (Ein Alex-Martin-Thriller 1)

Mehr über und von Ute Bareiss auf ihrer Website.



21. Februar 2020

'Meersehnsucht' von Morgan Stern

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Morgan Stern | Autorenseite im Blog
Muss man erst alles verlieren,
um sich selbst finden zu können?


Kims Leben liegt in Scherben, die Wunden in ihrer Seele scheinen unheilbar. Ihr Ex-Freund hat sie nicht nur belogen und ohne ein Wort verlassen, sondern ihr alles genommen: Wohnung, Arbeitsstelle und Vermögen. Völlig am Boden zerstört weist sie sich selbst kurzerhand in die Psychiatrie ein. Überraschenderweise wird wahr, woran sie nicht zu glauben gewagt hatte und die Therapie entwickelt sich zu ihrem Rettungsanker. Als sie nach Wochen die Klinik verlässt, ist sie zwar längst noch nicht geheilt, doch ahnt sie, dass nur sie allein für ihr Glück verantwortlich sein kann. Sie selbst muss die Veränderung sein, die sie schon so lange in ihrem Leben herbeigesehnt hatte.

Doch ist Kim alleine überhaupt stark genug für diesen mutigen Schritt? Schafft sie es, ihr gewohntes Umfeld und die damit verbundene Sicherheit für einen kompletten Neuanfang am Meer zu verlassen? Kann sie auf Dauer die Oberhand über Depressionen und Ängste behalten? Oder verfällt sie wieder in altbekannte, destruktive Verhaltensmuster? Und wieso begegnet ihr zu allem Überfluss der unglaublich attraktive, wenngleich beängstigend geheimnisvolle Sohn einer ehemaligen Mitpatientin immer wieder?

Anleser:
Manche Dinge kann man nicht in Worte fassen. Besonders wenn es um Gefühle geht, gestaltet sich die genaue Beschreibung des Öfteren sehr schwierig. Emotionen sind ohnehin eine wirklich komplexe Angelegenheit. Nicht selten verlieren wir uns darin, schenken ihnen zu viel Bedeutung oder ignorieren sie gänzlich. Alles ist möglich und ein ständiger Wechsel ist quasi Normalität. Häufig fragen wir uns, was wir fühlen. Noch häufiger taucht das Wörtchen warum in diesem Zusammenhang auf. Warum ich? Warum muss ich lieben? Loslassen? Verlieren? Warum wird mir entrissen, was ich am meisten brauche?
Gibt es irgendwo in diesem Leben die Antwort auf eine dieser Fragen? Oder werden wir genauso unwissend sterben, wie wir einst geboren wurden? Nur mit einer Seele, die zerbrochener nicht sein könnte? Einem Haufen Scherben, funkelnd in den unterschiedlichsten Farben, jede einzelne davon einzigartig, wie Diamanten in der Sonne – aber eben kaputt.

Dunkelheit
„Bitte nehmen Sie hier Platz, Frau …“, Sie schielte kurz auf das Papier in ihren Händen. „ …Frau Maier. Der Arzt holt Sie dann ab.“
Ich nickte, das mulmige Gefühl in meiner Magengegend war zwischenzeitlich so penetrant geworden, dass ich es nur noch unterschwellig wahrnahm. Was machte ich hier eigentlich?
Ich setzte mich auf einen der schwarzen Plastikstühle, schlug die Beine übereinander, verschränkte meine Arme vor meinem Oberkörper, fast so, als wolle ich einen wertvollen Schatz verbergen. Die Krankenschwester, die mir den Platz hier zugewiesen hatte, war längst in einem der Zimmer verschwunden, als ich meinen Blick den Gang entlang schweifen ließ. Alles war so ruhig. Ganz untypisch für ein Krankenhaus. Herrschte da nicht immer Trubel? Waren nicht ständig irgendwelche Menschen auf den Gängen, hetzten von A nach B und zwischendrin bimmelte das Stationstelefon monoton, während an mindestens vier Zimmern gleichzeitig das rote Lämpchen brannte, das den Schwestern, Pflegern und Ärzten zeigte, dass sie hier jetzt unverzüglich gebraucht wurden?
Vielleicht befand ich mich aber auch in einem Teil des Hauses, in dem gar keine Patienten untergebracht waren? Meine innere Stimme forderte mich auf zu gehen. Noch war die Chance da, die Tür lag unmittelbar vor mir. Noch könnte ich es schaffen. Weißt du überhaupt, auf was du dich da einlässt?, mahnte mich mein Verstand. Ich kapitulierte. Er hatte recht. Ich wusste es nicht, ich wusste gar nichts. Allerdings war ich mir bei einer Sache sicher – ich konnte nicht so weiterleben, wie ich es die letzten Wochen und Monate getan hatte.
Deshalb war ich hier, saß in einem langen, ruhigen Gang auf einem Plastikstuhl, auf dem sicher schon Hunderte vor mir gesessen und darauf gewartet hatten, dass ihnen geholfen wurde. Wie vielen von ihnen dieser Wunsch wohl erfüllt wurde?

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20. Februar 2020

'Eine Prise Inselglück' von Maria Resco

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Maria Resco | Autorenseite im Blog
Eine Insel, eine Liebe und ein ganzer Sommer

Damit hatte Sarah nicht gerechnet. Noch nicht ganz über die Trennung von ihrem Ex hinweg, verliebt sie sich schon wieder. Als Lennard, ihre Neueroberung, sie bittet, mit ihm nach Sylt zu gehen, kann sie ihr Glück kaum fassen. Sie liebt die Nordseeinsel und kann sich nichts Schöneres vorstellen, als mit ihm dort zu leben.

Doch die anfängliche Begeisterung weicht nach und nach der bedrückenden Erkenntnis, dass Lennard eine Vergangenheit in seiner alten Heimat hat, Ereignisse, die ihn einholen, ihn gefangen nehmen und die ihre junge Liebe auf eine harte Probe stellen. Immer häufiger stellt Sarah sich die Frage, ob die Entscheidung, mit ihm zu gehen, richtig war.

Anleser:
Nichts an diesem Mann stimmte mit seinem Profil auf der Partnerbörse überein. Absolut gar nichts.
Sarah beobachtete ihn heimlich, während er die Eiskarte studierte. Sein Haar war nicht dunkelblond, sondern haselnussbraun mit einer leichten Tendenz zu grauen Schläfen, die Augen nicht blau, sondern graugrün, und auch bei der Größe hatte er so einige Zentimeter dazu geschummelt. Von wegen eins neunzig! Eins zweiundachtzig, schätzte sie. Als Modedesignerin hatte sie ein Auge für Körpergrößen und das war das erste gewesen, was ihr aufgefallen war, als er mit sage und schreibe fünfzehn Minuten Verspätung den Innenhof des Eiscafés betreten hatte. Eins zweiundachtzig! Höchstens! Sie hatte darüber hinweggesehen, schließlich tat es jeder. Und jeder wusste es. Auf Partnerbörsen wurde geschummelt, das gehörte nun mal dazu. Auch Sarah wusste es, natürlich, sie tat es schließlich auch. Notgedrungen. Sonst wäre sie ja im Nachteil gegenüber der Konkurrenz.
Jetzt aber, da sie ihrem Eins-zweiundachtzig-Mann mit den grauen Schläfen im Eiscafé gegenübersaß, fragte sie sich, warum sie sein Profil nicht kritischer durchleuchtet, warum sie dennoch jedes Wort geglaubt hatte. Sie hatte sich sogar hinreißen lassen, sich ein bisschen in sein Profilbild zu verlieben, und als sie seinen geistreichen, gefühlvollen Begrüßungstext gelesen hatte, waren ihr vor Rührung fast die Tränen gekommen. Wer dachte bei solch schönen Worten schon an aufgemotzte Profile? Dieser Mann mit dem reizenden Lächeln und den blauen Augen konnte doch nicht lügen. Er war genau der Typ, auf den sie gewartet hatte, ein Mann von Format, er war der Mann, mit dem sie ihrem untreuen Ex so richtig eins auswischen konnte! Sie hatte sich vorgestellt, dass er sie zum Gartenfest von Geros Eltern begleiten würde und hatte prompt Geros konsterniertes Gesicht vor sich gesehen. Was für ein herrliches Gefühl der Genugtuung!
Und jetzt das! Enttäuschende eins zweiundachtzig und graue Schläfen. Statt des konsternierten Gesichts sah sie nun Geros mitleidiges Lächeln vor sich, ganz so, als wollte er sagen: Dieser Kerl soll mich ersetzen? Und er hätte sogar ein bisschen recht damit.
War es in dieser verzwickten Situation nicht besser, gar nicht erst zum Gartenfest ihrer Ex-Schwiegereltern in spe zu erscheinen und sich mit einer Sommergrippe, einem Todesfall oder sonst wie herauszureden? Nein, das würde sie nicht über sich bringen. Sie wären maßlos enttäuscht. Außerdem war es nicht einzusehen, dass sie ihnen die Freundschaft aufkündigte, nur weil ihr Sohn sich eine andere geangelt hatte. Und überhaupt. Sie wollte Gero unter allen Umständen und schnellstmöglich einen neuen Mann an ihrer Seite präsentieren, und eine bessere Gelegenheit als der Geburtstag seiner Mutter würde so schnell nicht wieder kommen.
Ein Luftzug streifte ihr Gesicht und riss sie aus ihren Gedanken. Ihr Gegenüber hatte die Karte zugeklappt und blickte sie an. Jetzt sah sie es ganz deutlich: Graugrün. Seine Augen waren graugrün.
»Du weißt schon, was du nimmst?«, fragte er.
»Spaghettieis natürlich.«
Amüsiert zog er die Augenbrauen hoch.
»Sorry, kannst du ja nicht wissen. Das ist mein Lieblingseis. Das nehme ich immer.«
»Dann bist du also eine von denen, die auf Nummer sicher gehen und lieber immer dasselbe wählen, bevor sie das Risiko eingehen hereinzufallen?«
Zugegeben, er hatte eine gepflegte Art, sich auszudrücken, aber inhaltlich war es ja wohl das Letzte! »Nein«, antwortete sie mit süffisantem Lächeln, »ich bin eine von denen, die die Gelegenheit nutzen, die Karte zu studieren, während sich die Verabredung verspätet.« Das war natürlich komplett unlogisch, denn sie hatte ihn gerade erst wissen lassen, dass sie ohnehin immer dasselbe nahm. Vielleicht bemerkte er es nicht.

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19. Februar 2020

'Schicksalspfad des Tempelritters 3 - Flammende Himmel' von Olivièr Declear

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Olivièr Declear bei Amazon | Autorenseite im Blog
Im Spätherbst 1290 verzehren lodernde Flammen das Marktviertel von Accon. Söldner verwüsten die Stadt. Erst das beherzte Eingreifen der Ritterorden beendet das Massaker unter der Bevölkerung.

Der Tempelritter Gernòd de Loen gerät mit seinen Freunden in Gefangenschaft. Auf einem Sklavenmarkt werden sie an den mächtigen Schriftgelehrten des Sultans, Abu I-Fada, verkauft und nur ihr unbeugsamer Wille, die Stadt Accon vor der erneut drohenden Gefahr zu warnen, lässt sie überleben. Als sie endlich die Mauern von Accon erreichen, bereiten sie sich mit den Bewohnern der Stadt auf den herannahenden Krieg vor.

'Flammende Himmel' ist der dritte Band der Reihe »Schicksalspfad des Tempelritters« von Olivièr Declear.

Anleser:
Aufruhr
Neugierig spähte Gernòd über die Dächer des Marktviertels der Stadt. Er betrachtete die Rauchsäulen, welche sich dunkel in den klaren Himmel erhoben. Die Glocken der Stadt sandten ihren mahnenden Klang bis zu ihm auf dem äußersten Winkel des Wehrwalls. Eine Gruppe Wachsoldaten eilte über das grobe Steinpflaster der Straße und warf ihm fragende Blicke zu. Gernòds Augen streiften sie, während sich sein linker Arm in Richtung Rauchsäulen erhob. »Im Marktviertel!«, rief er hinunter. Ohne ihn weiter zu beachten, hasteten sie durch die enge Gasse. Der Klang ihrer Schilde auf der schweren Rüstung, der bei jedem ihrer Schritte ertönte, verlor sich mit ihnen hinter der nächsten Wegbiegung. Sorgenvoll richteten sich seine Augen erneut auf die Rauchsäulen.
Das Marktviertel mit seinen zahlreichen Holzverschlägen bot einer Feuersbrunst ein fruchtbares Ziel. Erste Flammen stiegen bereits züngelnd an einem Dach empor, als dienten ihnen die Lehmziegel als Nahrung. Accon, die letzte befestigte Stadt des einstmals mächtigen Kreuzfahrerheeres, war in größter Gefahr. Gernòds Herz schlug heftig in seiner Brust. Nicht durch die Hand der verhassten Sarazenen, sondern durch die Unachtsamkeit eines Händlers, vermutete er, sei dieser Brand entstanden.
Erneut kam ein Trupp Männer in seine Sicht. Schon von weitem erkannte er die weißen und braunen Mäntel seiner Brüder mit dem blutroten Kreuz des Templerordens über den Herzen. Ihr Anführer, Bruder Durmonte, wies mit wenigen, herrischen Armbewegungen drei dienende Brüder auf den Wehrwall hinauf und Gernòd zu sich herab. »Aufruhr im Marktviertel!«, rief er ihm entgegen und eilte mit wehendem Mantel an der Spitze seiner Männer in Richtung des Marktes. Gernòd hastete über den schmalen Stieg des Walls hinunter und eilte seinen Brüdern nach. »Aufruhr«, dachte er. Vermutlich waren es wieder einmal Söldner, denen der hohe Preis der Händler nicht gefiel, oder die keinen weiteren Kredit erhielten.
Gernòd spürte das unebene Pflaster der Straße unter den dünnen Ledersohlen, während er seinem Trupp hinterherhetzte. Einige Türen der Häuser öffneten sich einen Spalt breit, um neugierigen Augenpaaren den Blick auf die lärmenden Brüder zu bieten. Kaum hatte Gernòd seine Kameraden eingeholt, bog der Trupp in einen der Hauptwege ein. Vor ihnen strömten Soldaten der anderen Wachen aus den Seitengassen. Hospitaliter, Deutschritter und Söldnertruppen stürmten auf die Straße. Die Glocken aller Kirchen und Wachen erhoben sich über dem Lärm, drangen von allen Seiten auf die Soldaten ein und mahnten sie zur Eile. Verständigende Blicke trafen sich auf ihrem Weg, ernste Gesichter nickten sich grüßend zu. In jedem Antlitz las man die Spannung auf die vor ihnen liegende Bedrohung.
Ohne den hastigen Schritt aufzugeben, löste Gernòd den Schildgurt und führte seine Faust durch die Armriemen. Mit der freien Hand tastete er sich am Waffengurt entlang, bis er den Kopf seiner Axt spürte. Er schob die Schlaufe über dem Axtkopf mit dem Daumen beiseite und zog die Waffe aus dem Gurt. Mit einer Aufwärtsbewegung ließ er den Griff in seine Hand gleiten. Er war für den Kampf bereit.
Vor ihnen erhob sich das Holztor des Marktviertels. Es stand weit geöffnet und die Wachen wiesen mit ausladenden Bewegungen den Weg. »Die Lombarden und Toskaner!«, scholl es ihnen entgegen. Brandgeruch lag in den engen Gassen und Rauchschwaden minderten die Sicht. Gellende Schreie und Kampfeslärm drang aus den Seitenwegen. Um sie herum lagen die Leichen einheimischer Händler auf dem Weg – zwischen ihnen ihre Frauen und Kinder. Gernòds Weg führte durch breite Blutlachen. Er war gezwungen über umherliegende Körper zu springen. Laut klagende Menschen hockten bei den reglosen Körpern und hoben ihre verzweifelten, tränenüberströmten Gesichter den herbeieilenden Truppen entgegen.

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'Verratene Liebe: Ein Roman in Gedichtform' von Elke Billstein

Eine junge, vermögende Frau verliebt sich unsterblich
in einen gewalttätigen Mann,
der sie vollkommen zieht in seinen Bann.
Er gaukelt ihr seine Liebe vor,
doch nach der Hochzeit tritt sein wahres ICH hervor.
Kann Ellen sich retten, ihr Leben bewahren?
Oder wird er bis zu Ihrem Tod so schrecklich mit ihr verfahren?

Eine Geschichte, die bewegt und nachdenklich macht,
oft ganz hart, doch manchmal auch sacht.
Ein Roman, welcher in Gedichtform geschrieben -
werden auch Sie diese Form des Schreibens lieben?

Anleser:
Erste Bedenken
Sie stand am Fenster und sah ihn an,
den Kerl den sie liebte, diesen hübschen Mann.
Er drehte sich um und winkte ihr zu,
ihr Herz blieb fast stehen, ihr Mund zeigte ein Lächeln, sie bekam ihn gar nicht mehr zu.
„Ich komme gleich zu dir, mach’ dich bereit.“
Und sie freute sich auf die Zeit zu zweit.
Die Mutter fragte: »Ist das etwa wieder er?«
Und Ellen sagte: „Nun, komm, sei doch mal fair.
Er hat mir geholfen in meiner schwersten Zeit
Und du bist nicht einmal zu einer netten Geste bereit.“
„Er hat dir geholfen um dich und dein Geld einzufangen,
ich kann kaum noch schlafen vor lauter Bangen.“
„Ach Mama, ich bitte dich, mach’ es uns doch nicht so schwer,
so einen Mann wie ihn bekomme ich niemals mehr.“
„So ein Quatsch mein Kind, du bist viel mehr wert als du denkst,
dass du aber auch immer wieder dein Herz so schnell ganz und gar verschenkst.“
Ellen gab ihrer Mutter einen Kuss auf die Wange und lächelte sie an,
„Ach Mama, lass gut sein, ich liebe diesen Mann.“
Maria seufzte nur, was sollte sie noch machen,
ihr Kind begriff einfach nicht die einfachsten Sachen.

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18. Februar 2020

'Fabolon: FarbelFarben' von Isabella Mey

Kindle (unlimited)
FB-Seite Isabella Mey | Autorenseite im Blog
Fabolon, die Welt der Farbmagie

Irgendwo da draußen, in einem anderen Universum, existiert ein Planet namens Fabolon. Neben gewöhnlichen Menschen und Tieren leben hier farbmagische Wesen, die den Alltag in ein fortdauerndes Abenteuer verwandeln. Vor allem ein schwarzer Schleim, der sich immer mehr ausbreitet, und alles zerfrisst, bereitet den Bewohnern des Dorfes Fedo große Sorgen.

Als Pipp und Nio nichts Besseres einfällt, als Hilfe bei einem unbekannten Wesen zu suchen, geschieht das nächste Unglück: Vier Erdenbewohner, die nicht die blasseste Ahnung von dieser Welt der Farbmagie haben, werden mitten aus einer Frankfurter Gesamtschule herauskatapultiert, um im Tempel des Wassers wieder aufzutauchen. Ob die Erdenmenschen tatsächlich helfen können, ist zweifelhaft und eine Rückkehr scheint unmöglich.

Werden die Jungen ihren Fehler wiedergutmachen können und dennoch einen Weg finden, ihr Dorf vor dem Versinken im Schleim zu retten?

Bunte Alle-Age-Fantasy, angereichert mit Magie und gewürzt mit Romantik, empfohlen ab zwölf Jahren.

Anleser:
Doktor Mayer rückte seine Brille zurecht und betrachtete das Gemälde eingehender.
»Nun, sehr absonderlich«, wiederholte er.
»Sieht aus wie ein Fantasy Cover«, rief Felix und erntete dafür den strafenden Blick des Rektors.
»Fantasy«, sagte er abfällig, »solcher Schund wird an unserer Schule nicht gelesen. Ich bin ein Mann des Realismus. Es existiert nur das, was sich empirisch beweisen lässt. Merke dir das, junger Mann!«
»Ähm, ich störe dann mal nicht länger.« Frau Kassandra zuckte entschuldigend mit den Schultern.
Sie wirkte verletzt, weil sie mit ihrem Geschenk offenbar danebengelegen hatte, und verließ eilig den Raum, bevor der Rektor weitere Kritik äußern konnte.
Herr Mayer wandte sich wieder seinen Schülern zu.
»Nun, wo waren wir stehengeblieben? Ach ja, …«
In diesem Augenblick zeigte sich das Gemälde von seiner absonderlichsten Seite: Plötzlich begannen die Wesen, sich darin zu bewegen.
Wellen wogten und vier echsenartige Tiere mit Schwimmhäuten zwischen den Zehen krabbelten heraus und schwebten als Lichterscheinungen durch den Raum.
Herr Mayer wischte sich über die Stirn, nahm seine Brille ab, um sie zu putzen.
Er blinzelte und riss die Augen weit auf, denn das, was gerade passierte, konnte unmöglich wahr sein.

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17. Februar 2020

'Eine Reise in die Welt der Lebensmittel - Low-Carb-Rezepte zum Kochen & Backen' von Thomas Sommerfeld

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Geschmackvolle, gesunde Nahrungsmittel, köstliche Rezepte und wertvolle Ernährungstipps.

Fehlt auch Dir der Überblick über das breitgefächerte Angebot an Nahrungsmitteln? Möchtest Du mehr über eine gesunde und vollwertige Ernährungsweise erfahren? Wünschst Du Dir eine Übersicht über die Lebensmittel, die die Gesundheit Deines Körpers fördern? Bist auch Du immer wieder auf der Suche nach geschmackvollen Low-Carb-Rezepten?

Das und vieles mehr findest Du in diesem Buch. Komm mit auf die Reise durch die Welt der gesunden Nahrungsmittel und entdecke die Low Carb Ernährung!

Marc´s Reise in die Welt der Lebensmittel mit vielen Low- Carb Rezepten:
- Warum Du auf industriell verarbeitete Produkte verzichten solltest
- Warum Du mehr pflanzliche Lebensmittel verzehren solltest
- Warum vor allem regionale Lebensmittel verzehrt werden sollten
- Warum es sinnvoll ist, saisonale Lebensmittel zu konsumieren
- Warum es sinnvoll ist, weniger Zucker zu essen
Low Carb bietet Dir viele gesundheitliche Vorteile.

Anleser:
Hallo, mein Name ist Marc und ich möchte Dir hier meine Geschichte erzählen.
Als ich meine Schulausbildung beendet hatte, wusste ich noch gar nicht so wirklich, wohin mein Weg führen sollte. Ich hatte keine wirkliche Ahnung von der Berufswelt und wusste auch nicht, welcher Beruf mich tatsächlich erfüllen würde. Was wollte ich eigentlich werden? Was macht mir Freude? Wo liegen meine Talente, die ich gezielt für andere einsetzen kann?
Um solche und ähnliche Fragestellungen für mich selbst zu klären, absolvierte ich diverse Praktika, darunter auch in einer großen Bäckerei. So begann meine Reise in die Welt der Nahrungsmittel ...
Als ich mich auf meinen Weg in die Arbeit machte, war es noch dunkle Nacht. Ich war unterwegs in die Bäckerei und wollte gemeinsam mit meinen Kollegen dafür sorgen, dass Brezen, Brötchen und Brot auf den Frühstückstisch kommen.
Der Arbeitstag eines Bäckers beginnt um halb drei morgens. Zunächst wird der Ofen eingeheizt und der Teig für die Brötchen vorbereitet. Bevor die ersten Kunden kommen ist noch viel zu tun und so ist vor allem Koordination gefragt. Es geht beim Backhandwerk darum, sich viel Wissen anzueignen, über die unterschiedlichen Mehlsorten, die inhaltlichen Bestandteile und die verschiedenen Rezepturen. Gleichzeitig muss ein Bäcker rechnen können, denn schließlich müssen die Mengenangaben im Rezept oftmals vier- oder fünffach hochgerechnet werden, um eine größere Teigmenge zu erzielen.
Ich fand den Beruf des Bäckers immer interessanter, auch wenn es am Anfang eine richtige Herausforderung war, meinen eigenen Rhythmus zu finden. Ich arbeitete vor allem nachts und hatte tagsüber kaum Zeit, um meine Freunde zu treffen. Da ich um halb drei schon in der Backstube stehen musste, hieß es für mich natürlich tagsüber zu schlafen und auch abends zeitig ins Bett zu gehen. Zudem musste ich auch immer wieder für kranke Kollegen einspringen, sodass ich häufig auch am Wochenende in die Arbeit gehen musste. Dafür hatte ich dann aber wochentags einen Tag frei, an dem ich viele wichtige Dinge erledigen konnte, so beispielsweise Behördengänge, Arzttermine oder Einkäufe.
Selbst wenn ich mich an meine Arbeitszeiten und oftmals stressigen Kollegen noch gewöhnen musste, fand ich immer mehr Freude am Backhandwerk und fasste langsam Fuß in diesem Beruf. Es ist ein tolles Gefühl aufzustehen und mit den eigenen Händen etwas so Wertvolles für andere zu erschaffen: Das tägliche Brot!
Mir reichte es langfristig jedoch nicht aus, verschiedene Brotteige herstellen zu können, Arbeitsabläufe zu planen und Rezepte umzusetzen. Ich wollte tiefer in die Welt des Backens eintauchen und verstehen, welchen Einfluss die unterschiedlichen Mehlsorten auf unseren Körper haben. Welche Mehlsorten lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen und nur kurze Zeit später wieder abfallen? Welches Mehl ist besonders eiweißreich und mit welchem Teig lässt sich ein optimaler Sättigungseffekt erreichen?
So begann ich meine eigenen Rezepte zu kreieren, gesund, mit wenig Kohlenhydraten und aus wertvollen Kohlenhydratquellen.

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15. Februar 2020

Stefan Barth

Stefan Barth wurde im schönen Hagen am Rande des Ruhrgebiets geboren, lebte in Los Angeles und hat seine Zelte jetzt in Berlin aufgeschlagen. Er schreibt Drehbücher für Serien und Filme wie "Der Clown", "Alarm für Cobra 11", "Was nicht passt, wird passend gemacht" und viele andere. 2003 lief sein Film "Motown", bei dem er auch Regie führte, in ganzen dreizehn Kinos.

Sein erster Roman ist der Hardboiled-Crime Thriller "Drecksnest". Es folgte das Action-Drama "Es war einmal in Deutschland", über einen desertierten Wehrmachtssoldaten in der letzten Woche des zweiten Weltkriegs. Sein drittes Buch ist die Kurzgeschichtensammlung "Einen Kopf kürzer - Dunkle Geschichten". Der nächsten Romane sind in Arbeit.

Weblink: stefan-barth.works


Bücher im eBook-Sonar:




'Annabell: Ein tierischer Sommer' von Barbara Zimmermann

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website B. Zimmermann | Autorenseite im Blog
Mein Name ist Annabell. In den Sommerferien fahre ich zu meinen griechischen Großeltern in ihr bunt grünes Haus auf der Insel Rhodos. Meine Oma ist genauso tierlieb wie ich und ein Esel ist nicht das einzige Tier, das wir retten. Der Nachbarsohn Pawel und ich sind dick befreundet, seit wir klein waren.

Jeden Tag erleben wir ein neues Abenteuer an Land oder auf dem Meer. Ob das Chamäleon vom Strand mein Freund sein will? Und was hat es mit der seltsamen Entdeckung aus dem Geheimfach auf sich? Unser Familienleben wird jedenfalls ganz schön durcheinandergewirbelt ...

Ein Kinderroman für alle, die den Sommer im Süden lieben und ein Herz für Tiere haben.

Anleser:
Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Annabell und ich wohne mit meinen Eltern in Hamburg. Meine Mutter ist Griechin und mein Glück ist, dass wir in den Ferien nach Rhodos zu meinen Großeltern fahren. Mein Wecker mach laut "Kikeriki", wie auf einem Hühnerhof. Der Wecker sieht aus wie ein Huhn und klingt auch so. Ich wünsche mir nämlich nichts mehr wie ein Haustier. Meine Eltern haben nein gesagt, weil sie beide arbeiten und ich erst am Nachmittag aus der Schule komme. Über ein Aquarium würden sie noch mit sich reden lassen, aber das ist mir zu dumm. Stumme Fische braucht kein Mensch! Aus Protest habe ich alles um mich herum mit Tieren oder Tierlauten ausgestattet. Mein Handy klingelt mit Hundegebell, mein Wecker mit Gegacker, meinen Sportbeutel ziert ein Mops und es gibt kaum ein T-Shirt ohne Tieraufdruck darauf. Aber heute ist ein guter Tag. Der erste Tag der Sommerferien. Heute fliege ich mit meinen Eltern zu den griechischen Großeltern. Das Beste daran ist, dass ich volle sechs Wochen bleiben darf.
... so beginnt die Geschiche, die von einem wundervollen Sommer auf der Insel Rhodos erzählt.

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14. Februar 2020

'Never say never: Woodland Academy II' von Marcella Fracciola

Kindle (unlimited) | Amazon | Thalia
Website Marcella Fracciola
Leah und Logan … Was genau war da eigentlich damals los? Und wie geht es nun weiter?

Leah steckt in einer Art persönlicher Umbruchphase. Sie weiß mittlerweile, dass sie Fehler gemacht hat. Und dass sie in Logan verliebt ist. Aber kommt ihre Einsicht zu spät? Immerhin hat er ihr unmissverständlich klar gemacht, dass er nichts mehr mit ihr zu tun haben will. Zu allem Überfluss kommt er auch noch mit Ava Fitzgerald zusammen, die das genaue Gegenteil von Leah ist – und Allies neue BFF.

Footballspiele, Collegefragen, Zukunftsängste, alte und neue Verbündete ... und das eine oder andere Geheimnis aus ihrer Vergangenheit. Kann Logan Leah noch einmal verzeihen? Wird es für sie noch eine Chance geben?

Anleser:
Leah ist anders als die übrigen Mädchen. Sie ist verrückt und wild, und ... Leah halt. Aber ich bin ja noch nie vor einer Herausforderung zurückgeschreckt. Trotz aller offensichtlichen Unterschiede wären wir ideal füreinander, wenn sie nur ...
»Logan, das ändert aber nichts zwischen uns ...«
... genau das nicht immer sagen würde.

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13. Februar 2020

'Durch die kalte Nacht' von Jürgen Ehlers

Kindle | Tolino | Taschenbuch
Website Jürgen Ehlers
Liebe und Verrat in den besetzten Niederlanden 1943-45

Gerhard Prange wird verhaftet. Im Machtkampf zwischen Wehrmacht und SS hat die SS sich durchgesetzt. Der junge Doppelagent bricht aus dem Gefängnis aus. Es gelingt ihm, sich bis zur Wohnung seiner Freundin Sofieke durchzuschlagen, aber dort endet die Flucht.

Als im Herbst 1944 die niederländische Exilregierung die Eisenbahner des Landes zum unbefristeten Streik aufruft, schlägt der Reichskommissar Arthur Seyß-Inquart gnadenlos zurück. Im Hungerwinter und im Chaos des Zusammenbruchs sucht Gerhard nach Sofieke und nach der kleinen Sara.

3. Band der Trilogie „Liebe und Verrat in den besetzten Niederlanden“.

Anleser:
Eine Lautsprecherdurchsage. Sofieke eilte ans Fenster. Ein deutsches Militärauto fuhr durch die Straße, und jemand sagte in gebrochenem Niederländisch, dass alle Einwohner dieser Straße innerhalb von 2 Stunden ihre Häuser verlassen sollten, Türen und Fenster offen stehen lassen und nicht vor 5 Uhr am nächsten Morgen zurückkehren. Ein Grund wurde nicht angegeben, aber Sofieke wusste, weshalb sie weg sollten: die Deutschen wollten ihre Raketen diesmal mitten aus der Stadt abschießen. Auf dem flachen Land war es ihnen zu brenzlig geworden. Den ganzen Tag machten die englischen Flieger Jagd auf sie.
Sofieke beschloss, den Befehl zu ignorieren. Sie öffnete Fenster und Türen aber blieb in der Wohnung. Die Deutschen würden wohl kaum kommen, und alle Wohnungen durchsuchen. Sie würden die Raketen ja nicht direkt von ihrer Straße aus abschießen, dazu war hier viel zu wenig Platz. Sofieke nahm an, dass sie in den Haagse Bos gehen würden, den Stadtwald – oder vielmehr in das, was vom Stadtwald noch übriggeblieben war. Ein erheblicher Teil der Grünanlage hatte dem Panzergraben und den anderen Verteidigungseinrichtungen der Festung Den Haag weichen müssen.
Nach und nach verließen die anderen Bewohner das Haus. Jemand klopfte an Sofiekes offene Wohnungstür. Sie reagierte nicht.
»Schon weg«, sagte der Nachbar. Sie hörte, wie er die Treppe hinunterging.
Sofieke sah, wie die Menschen die Straße entlanggingen, in Richtung Süden. Es dauerte etwas länger als zwei Stunden, aber am Ende waren alle verschwunden. Bei Einbruch der Dunkelheit kamen die Deutschen. Sofieke hatte nicht erwartet, dass sie durch ihre Straße fahren würden, aber vielleicht war es der unauffälligste Weg. Vorweg fuhren Lastwagen mit ein paar Dutzend Soldaten, und dann kamen die Transporter mit den Raketen. Riesige Raketen – Sofieke hatte sie noch nie aus der Nähe gesehen. Sie hatte nicht gedacht, dass sie so groß waren. Hinterher fuhr ein Tanklastwagen, der vollständig mit Eis bedeckt war. Das musste der flüssige Sauerstoff sein, von dem Gerhard erzählt hatte. Soldaten und Fahrzeuge verschwanden in Richtung Haagse Bos.
Dann geschah nichts. Sofieke war schon im Bett, als vielleicht zwei Stunden später plötzlich ein lautes Donnergrollen einsetzte. Sofieke stürzte ans Fenster. Das Geräusch wurde lauter, ging in ein infernalisches Zischen über, und schließlich erhob sich unendlich langsam, wie es schien, die Rakete in die Luft, einen langen Feuerschweif hinter sich herziehend. Eigentlich sah man nur den Feuerschweif. Die Rakete wurde schneller und schneller, dann hörte das Geräusch plötzlich auf, auch das Feuer war nicht mehr zu sehen, und alles wurde wieder still.
Die Ruhe dauerte nur wenige Minuten, dann wurde die zweite Rakete abgeschossen, von einer etwas anderen Position, sodass Sofieke wenig davon sehen konnte. Auch dieser Abschuss funktionierte einwandfrei. Eigentlich hätte Sofieke jetzt Fenster und Türen wieder schließen können, aber wahrscheinlich war es besser, wenn sie das nicht tat. Es wäre zu offensichtlich gewesen, dass sie entgegen dem Befehl hier im Haus zurückgeblieben war. Sie stand am Fenster und sah hinaus in die Nacht. Nichts regte sich. Die leeren Häuser waren vollkommen dunkel. Sie war allein in dieser Stadt, in der alle Häuser heil und alle Menschen tot waren.
Nein, sie war nicht der einzige Mensch in dieser Stadt. Irgendjemand ging mit langsamen Schritten die Straße entlang. Er blieb stehen, zündete sich eine Zigarette an. Sofieke war sich sicher, dass es ein deutscher Soldat war. Wer sonst hatte noch Zigaretten? Was wollte der Mann? Er hatte eine Taschenlampe. Sofieke sah, wie er im Eingang des Hauses gegenüber verschwand. Wenig später sah sie den Lichtkegel seiner Taschenlampe hinter den offenen Fenstern hin und her wandern. Der Mann durchsuchte die Wohnung. Kein Zweifel, er suchte nach Dingen, die er stehlen konnte.
Sofieke zog sich vom Fenster zurück und ging wieder in ihr Bett. Sie konnte nicht einschlafen. Waren das nicht Schritte im Haus? Nein, sie hatte sich getäuscht. Alles war ruhig. Oder? – Nein, das waren Schritte. Unten, im Erdgeschoss. Und Geräusche, als würden Schränke geöffnet und Schubladen herausgezogen.
Sofieke erschrak. Sie stieg im Nachthemd aus dem Bett, lief so leise wie möglich zum Eingang und schloss die Wohnungstür. Nicht leise genug. Die Schritte waren jetzt auf der Treppe. Wo war der Schlüssel? Warum steckte der Schlüssel nicht? Sie hatte ihn abgezogen, vorhin, als sie erwogen hatte, das Haus zu verlassen. Er musste in ihrer Handtasche stecken. Sie riss die Handtasche vom Tisch, aber bevor sie den Schlüssel fand, wurde die Tür geöffnet, und ein junger Soldat stand im Eingang.
»Wen haben wir denn da?«, sagte er.
Er richtete den Strahl seiner Taschenlampe auf sie.

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12. Februar 2020

'Schicksalspfad des Tempelritters 2 - Adelsintrigen' von Olivièr Declear

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Olivièr Declear bei Amazon | Autorenseite im Blog
Köln Anno Domini 1235: Die Ländereien der verzweifelten Gräfin Ida von Zudendorp werden seit langem von schwarzgekleideten Reitern angegriffen. Sie und ihre Gefolgschaft ringen bereits mit dem Tode. In ihrer Not stehen nur noch der kampferfahrene Ritter Richard von Portus und der Orden der Tempelritter an ihrer Seite. Wer will der Gräfin schaden? Und warum?

Inmitten einer Welt voller Intrigen, adeliger Machtspiele und unzähliger Gefahren wollen die beiden die Wahrheit ergründen. Eine Reise beginnt, die sie unter größten Strapazen und unter Einsatz ihrer Leben sogar bis in das weitentfernte Rom führt.

Begeben Sie sich gemeinsam mit Ida und Richard auf ein Abenteuer und erleben Sie mit ihnen das Mittelalter in all seinen Facetten.

Adelsintrigen ist der zweite Band der Reihe »Schicksalspfad des Tempelritters« von Olivièr Declear.

Anleser:
Fluch
Richard hörte das Peitschen der Zweige, spürte die Schläge durch das Polster seiner Rüstung. Der Weg vor ihm, ein wankendes Bild im ständigen Auf und Ab des wilden Ritts. Der dunkle Pfad des Waldweges nur schwach vom durchscheinenden Mondlicht erhellt. Die Last des ohnmächtigen Körpers vor ihm über dem Widerrist schien die vertraute Einheit zu seinem Tier genommen zu haben. Richard hielt sich kaum im Sattel, wenn sein Pferd über Hindernisse sprang, die er nicht im schwachen Licht erahnt hatte. Durch die dicke Polsterhaube unter seiner Kette vernahm er nur wenige Geräusche seiner Umgebung. Das Reiben und Schlagen der Kettenglieder übertönte beinahe die kräftigen Hufschläge seines Tieres. Bei dem hastigen Versuch, einem tiefhängenden Ast auszuweichen, spürte er, wie der vor ihm liegende Körper vom Pferd zu gleiten drohte. Mit einem raschen Griff erfasste er ihn und hielt ihn an seinem Platz. Es war mehr das Gefühl in seinem Bauch, das Trommelschlägen glich, weniger sein Gehör, das ihn spüren ließ, dass die Verfolger immer näher kamen. Wie feiner Sprühregen flog ihm der Speichel seines erschöpften Pferdes entgegen.
Richard trieb sein Tier, das an die Grenzen seiner Kraft gekommen war, immer aufs Neue an. Die wilde Jagd durfte nicht verloren werden. Sein Hengst fuhr mit dem Kopf herum, als könne er seinem Reiter damit zeigen, dass er diesen scharfen Ritt nicht mehr ertragen konnte. Aber Richard wusste, wie stark sein Pferd war. Seine ganze Hoffnung lag darin, dass die Pferde der Verfolger vor seinem Pferd zusammenbrechen würden. Er rief ihm zu: »Nur ein kurzes Stück, lass mich nicht im Stich!« Sein Pferd schien ihn verstanden zu haben. Nochmals beschleunigte es und flog mit seinem Herrn über den Weg.
Als sein Tier zu straucheln begann, wusste Richard, dass jetzt nur noch der Kampf blieb. Er ließ sein Pferd auslaufen und wandte sich den Verfolgern zu. Aber da war niemand. Er sah keine Reiter. Auch das Trommeln in seinem Bauch spürte er nicht mehr. Vorsichtig lenkte er sein Pferd zwischen die Büsche des Wegesrandes, um den Pfad aus dem Dickicht heraus zu beobachten. Kaum war er in seiner Deckung angekommen, spürte er erneut das Donnern der Hufen, noch bevor er sie hörte. Mehrere Reiter jagten in einer dichten Gruppe an ihm vorbei, ihre Schwerter erhoben. Richard klopfte den Hals seines Pferdes: »Das hast du gut gemacht, alter Freund.«
Kaum war er aus dem Sattel seines Tieres gestiegen, wandte sein Hengst den Kopf und stupste ihn mit seiner Nase, um die Belohnung für seinen treuen Dienst einzufordern. Richard schmunzelte und nahm ein Stück Rübe aus seiner Satteltasche. Mit flacher Hand hielt er es dem Freund hin. »Wenn wir in Sicherheit sind, sollst du besser belohnt werden. Du hast uns das Leben gerettet.«
Sein Blick fiel auf das Mädchen. Noch immer regte sich ihr Körper nicht. Richard nahm den ledernen Schlauch und goss ein wenig Wasser über ihren Kopf. Sie hob ihn erschrocken und sah ihn mit verängstigten Augen an. Richard legte einen Finger vor seinen Mund: »Keine Angst, ich werde dir nichts antun. Wir sind fürs Erste in Sicherheit«, flüsterte er. Das Mädchen sah ihn mit großen Augen an, aus denen die Furchtsamkeit noch nicht gewichen war. Stumm nickte sie und bemühte sich, vom Pferderücken zu gleiten. »Wie ist dein Name, Mädchen?« Leise antwortete sie: »Siena, edler Herr.« Richard betrachtete ihre schmutzige und zerlumpte Kleidung. »Warum haben diese Strauchdiebe dein Dorf überfallen?« Siena wusste auch nicht viel mehr, als er selbst beobachtet hatte. Sie war vom Lärm aus dem Haus gelockt worden und sah eine große Schar Reiter, die wahllos auf jeden einschlug, der ihren Weg kreuzte. Als sie fliehen wollte, spürte sie einen heftigen Schlag, der sie zu Boden stürzen ließ. Mehr konnte auch sie nicht sagen. Auch hatte sie keinen der Reiter erkannt. Richard erzählte ihr: »Wir sahen, wie du von einem Pferd zu Boden gestoßen wurdest. Aber es traf dich kein Huf. Der Schreck nahm dir die Sinne.« Siena sah ihn fragend an. »Ich sah Euch mit Euren Begleitern. Wo sind sie?« Richard schüttelte traurig das Haupt. »Für einfaches Diebesvolk kämpften diese Reiter zu gekonnt. Nur mir ist die Flucht gelungen.« Dann schwieg er, während er in seiner Erinnerung einen Anhaltspunkt suchte, wer für diesen Angriff verantwortlich gewesen sein könnte. Aber er fand nichts, was die Angreifer verraten hätte. »Wir waren auf dem Weg zu der Herrin deines Ortes. Du wirst mich erst einmal dorthin begleiten.« Als sie aufbegehren wollte, sagte er mit strengerer Stimme als gewollt: »Du wirst gehorchen und folgen, wie man es dir heißt. Hast du mich verstanden?« Als sie mit widerwilligem Blick nickte, setzte er milder hinzu: »Die Herrin wird dich sicherlich bald zu deinen Leuten schicken.«
Richard las in ihrem Gesicht, dass diese Hoffnung nur ein schwacher Trost für das Mädchen war. Er konnte verstehen, dass sie sich sorgte und schnell zurückkehren wollte. In diesem Moment galt es jedoch, erst einmal zu erfahren, woher der Angriff gekommen sein könnte und wie zu handeln sei. Der Ritter legte seinen Umhang ab und gab dem Bauernmädchen den Befehl, sich einen Schlafplatz zu suchen. Mit einem freundlichen Lächeln reichte er ihr den Mantel als Decke. Nachdenklich blickend versorgte er sein Pferd, so gut es an diesem Ort möglich war. Der Weg war zu gefährlich und es war zwecklos, in der Nacht durch den Wald zu streifen. Daher entschloss er sich, auf das Licht des beginnenden Tages warten. Mit finsterem Blick beobachtet er die Nacht, während er an den Stamm eines Baumes kauerte. Seine Sinne achteten auf jedes Geräusch des Waldes. Aber die Reiter schienen die Suche aufgegeben zu haben. Die Geräusche des nächtlichen Waldes wurden nur manchmal von dem leisen Schluchzen des Mädchens gestört.
Als er die Magd bei dem ersten Licht wecken wollte, fand er sie bereits wach. Er betrachtete ihre geröteten Augen und die Sorge in ihrem Gesicht. Ob sie überhaupt Schlaf gefunden hatte? Zu gern hätte er ihr tröstende Worte geschenkt. Aber er durfte sich dem Gesinde nicht offenbaren, als wären sie seinesgleichen. Richard brachte ihr Trockenfleisch und reichte ihr den Lederschlauch mit Wasser. Misstrauisch schnupperte Siena an dem Lederschlauch; »Ich soll kein Wasser trinken. Es macht krank.« Richard lachte leise; »Dieses kannst du trinken, es stammt aus meinem Brunnen und ist feinstes Quellwasser. Trink nur, Kind. Wir müssen bald aufbrechen.«
Obwohl er sicher war, dass die Reiter ihnen jetzt nicht mehr auf diesem Pfad entgegenkommen würden, zog er das Kettengeflecht mit der Haube in den Nacken und lauschte aufmerksam nach möglichem Hufschlag. Die Spuren, welche die schweren Pferde auf dem Weg hinterlassen hatten, ließen ihn erkennen, in welcher Eile sie unterwegs gewesen waren. Abrupt endete ihre Spur, als hätten sich die Reiter in Luft aufgelöst. Verwundert hielt Richard an. Er blickte sich um und suchte nach Zeichen, die ihren weiteren Weg verraten könnten. Aber da war nichts. Kein gebrochener Zweig. Keine Spur in den Wald hinein. Wo waren sie geblieben? Vor ihnen lag ein jungfräulicher Weg, auf dem kein Grashalm gebogen war. Kopfschüttelnd setzte er seinen Weg mit Siena fort.
Gegen Mitte des Tages erreichten sie die Ebene, auf der sich die Befestigung befand. Schon von Weitem sah er den Turmhügel aufragen. Die kleine Ansiedlung unter dem Turm war von einem gefluteten Graben umgeben. Diese Ansiedlung erschien jämmerlich gegen die prächtigen und trutzigen Burgen der höheren Lagen. Aber wo es keinen Steinbruch gab, mussten Gräben und Holz als Schutz gegen Diebe reichen. Als sie die Ansiedlung betraten, betrachtete er die arg verfallen Gebäude. Er war vor Jahren das letzte Mal zu Gast. Damals lebte der Herr des Gebietes noch. Der Graf von Zudendorp war ein ewig unzufriedener Mann, mit dem es häufig Grenzstreitigkeiten zu schlichten galt. Sein Herr, der alte Bischof zu Coeln, ließ ihm kaum mehr, als er zum Leben brauchte. Auch unter dem neuen Herrn war es nicht besser geworden. Seit dem der Bau des neuen Domes beschlossen worden war, presste die Kirche ihre Vasallen bis zum Blute.
Am Wohnturm verlangte er, die Gräfin zu sprechen. Es dauerte eine Weile, bis man ihn vorsprechen ließ. Die Gräfin war ebenso verfallen wie ihre Heimstatt. Tiefe Ringe lagen um ihre Augen. Zahlreiche Falten hatten sich in ihr Gesicht gegraben. Richard war erschrocken, wie sich diese einstmals hübsche Frau verändert hatte. »Nun, Graf Richard. Wenn ich mich recht entsinne, seid Ihr selten ein Mann, der frohe Botschaft bringt«, empfing sie ihn kühl. Er verbeugte sich leicht und sah sie einen Moment schweigend an. Dann erwiderte er: »So wird mir wohl weiterhin der Ruf als Bote schlechter Nachrichten bleiben.« Die Gräfin schwankte leicht, während ihre Hand Halt an der Lehne eines Stuhles suchte. »Dann heraus mit Eurer Botschaft. Schlimmer als es ist, kann es ohnehin nicht mehr werden.«
Die Frau tat ihm leid, aber es half nichts, er musste die Nachricht überbringen. »Euer Besitz, eine halbe Tagesreise von hier, wurde überfallen.« Die Gräfin sank kraftlos und bleich auf den Stuhl. Stumm, fast anklagend sah sie Richard an. »Ich weiß nicht mehr über den Umstand, als dass ich meine Begleiter dabei verloren habe und selbst kaum mit dem Leben davongekommen bin. Aber ich habe Euch ein Mädchen des Ortes mitgebracht, die den Überfall überstanden hat.« Dabei griff er hinter sich und führte die hinter ihm stehende Siena nach vorne. Ungelenk verbeugte sich das Bauernmädchen vor seiner Herrin.

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11. Februar 2020

Jürgen Ehlers

Jürgen Ehlers wurde 1948 in Hamburg-Hohenfelde geboren und lebt heute mit seiner Familie in einem Dorf unweit von Hamburg. Er ist Geowissenschaftler und Autor. Sein Schwerpunkt sind historische Kriminalromane und Thriller.

Sein erster Krimi "Weltspartag in Hammwinkel" erschien 1992 und wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis als bester deutschsprachiger Kurzkrimi ausgezeichnet. In letzter Zeit hat sich Jürgen Ehlers auf historische Kriminalromane spezialisiert. Sein neuestes Werk "Durch die kalte Nacht" spielt in den Niederlanden 1943-45. Es ist der abschließende Band der Trilogie "Liebe und Verrat in den besetzten Niederlanden".

Weblink: www.juergen-ehlers-krimi.de


Bücher im Buch-Sonar:




'Kennwort: Roter Mohn' von Hermann Markau

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Hermann Markau
Zwei Freunde, Blankstein und Winter, haben gerade die Insolvenz einer gemeinsamen Firma hinter sich gebracht, als sie als Mitarbeiter einer großen deutschen Dachorganisation von Recyclingfirmen angeworben und nach Andalusien geschickt werden, wo sie deutschen Residenten und Touristen Beteiligungen an eben diesen Firmen verkaufen sollen. Sie haben große Erfolge und sammeln Millionen ein.

Sie bemerken jedoch bald, dass es in ihrer Firma nicht mit rechten Dingen zugeht. Man verpflichtet sie nämlich, in regelmäßigen Abständen große Geldsummen auf ein Konto bei einer Bank in Tanger einzuzahlen.

Im Laufe der Zeit werden aus Freunden Feinde, Blankstein beschließt auszusteigen und stiehlt auf der letzten Marokko-Tour die Geldtasche mit 1,65 Mio. Euro. Durch einen Zufall gelangt das Geld in den Besitz zweier nichtsahnender Deutscher, die für einige Tage in Nerja, am östlichen Rand der Costa del Sol, Urlaub machen ...

Anleser:
Algeciras war von Torremolinos ungefähr 120 km entfernt. Die Fahrt dorthin würde, einige Eventualitäten eingerechnet, fast zwei Stunden dauern. Wenn der Wagen dann auf dem großen Parkplatz vor dem Fährhafen abgestellt war, musste man noch mindestens zehn Minuten gehen, bis man die Fähre erreicht hatte. So verließen sie Torremolinos bereits kurz vor sieben Uhr, um die Fähre, die um zehn ablegen sollte, ohne großen Stress pünktlich zu erreichen.
Als Winter die Tasche von Siereck in Empfang nahm, wurde ihm ein klein wenig anders ums Herz. Er wusste, dass sich 1,2 Millionen Euro in Hundert-Euro-Banknoten in dem unscheinbaren Behältnis befanden, und malte sich aus, wie die Menge Geld gestapelt und auf dem Tisch liegend aussah. Es hatte für ihn schon immer eine faszinierende Wirkung gehabt, sich große Geldbeträge auf diese Art und Weise vorzustellen, weil sich ihm dadurch am besten die Macht dieses Gottes Mammon offenbarte, dem er still und heimlich hörig war.
An ihm, dem Geld, bewies sich für ihn, wer letzten Endes im Leben Bedeutung erlangt hatte. An ihm machte er Erfolg und Misserfolg fest, Bewunderung einerseits und Neid.
Insgeheim empfand er vor allem eines – auch und vor allem Blankstein gegenüber, der alles besser konnte als er – Neid, wenn er auch ängstlich darauf bedacht war, diesen Wesenszug seiner Persönlichkeit ja nur für sich zu behalten, immer den Ausgeglichenen zu spielen, dem es nichts ausmachte, stets in der zweiten Reihe zu stehen. Die Wahrheit sah mittlerweile anders aus.
Und so wurde ihm ein klein wenig seltsam ums Herz, als er die Tasche aus Sierecks Händen entgegennahm.
Blankstein fuhr. Die Fahrt ging an Orten mit wohlklingenden Namen vorbei, Orten, die für ihn immer schon der Inbegriff des sorglosen Lebens und des Reichtums waren: Fuengirola, Marbella, Estepona.
Als sie Estepona hinter sich gelassen hatten, schälte sich langsam ein anfangs hellgrauer, dann immer dunkler werdender kleiner Brocken aus dem Morgendunst am Horizont, der schnell an Größe gewann, je mehr sie nach Süden fuhren: Der Affenfelsen von Gibraltar.
»Was würdest du machen, wenn du soviel Geld hättest?«
Die Frage kam unvermittelt. Aber sie amüsierte Blankstein mehr, als dass die Beantwortung ihn vor Probleme stellte.
»Wieso? Ich hab´ doch fast soviel.«
Da war sie wieder, diese Arroganz. Diese feinen Anspielungen immer, dass er besser war als die anderen, vor allem als Winter.
»Im Ernst.« meinte Winter. »Auf einen Schlag 1,2 Millionen! Du müsstest nie mehr arbeiten.«
»Mein Gott! Die Arbeit gefällt mir doch«, insistierte Blankstein. »Was willst du?«
»Nichts! War nur so `ne Frage.«
Der Rest des Weges bis zur Fähre verlief so problemlos wie der Anfang der Reise. Als sie das Schiff sahen, waren sie überrascht von der Größe. Und überrascht auch von der Menge der Menschen, die mitfahren wollten. Vielen sah man nicht an, welchen Geschäften sie drüben in Afrika nachzugehen gedachten. Einige erkannte man sofort als Weltenbummler, junge Leute mit Rucksäcken, die der Zauber Marokkos vielleicht schon lange gefesselt hatte und die jetzt überprüfen wollten, ob dieser Zauber hielt, was er versprach.
Einige hofften vielleicht, günstig an Drogen zu kommen. Andere waren normale Geschäftsleute, die Handel trieben. Und viele waren Marokkaner, die mit allem möglichen und unmöglichen Zeugs die Decks der Fähre bevölkerten, um es zu Hause innerhalb der Familie zu verteilen.
Da sah man halbe Fahrräder auf Autodächern festgezurrt, Matratzen, Sonnenschirme und Kartons mit Kleidungsstücken und vieles mehr, was für die Bewohner des reichen Europa nur noch Müll war.
Um kurz vor zehn wurde das große Tor am Bug des Schiffes geschlossen. Man hörte zwei langgezogene, tiefe Sirenentöne. Und die Überfahrt begann.
Blankstein und Winter hatten im Salon eines der oberen Decks einen Sitzplatz gesucht und gefunden. Ringsherum konnte man auf das Meer sehen, als sie im Begriff waren, an Gibraltar vorbei die Bucht von Algeciras zu verlassen. Winter verabschiedete sich.
»Ich geh´ mal hoch«, sagte er und verschwand in Richtung Oberdeck.

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