31. Juli 2019

A.D. WiLK

A.D. WiLK wurde 1983 geboren, lebt seit vielen Jahren in einer glücklichen Beziehung, hat einen Sohn und einen Kater. Sie schreibt schon ihr ganzes Leben, hatte lange aber immer nur davon geredet, irgendwann einmal ein Buch zu schreiben. Im Oktober 2018 veröffentlichte sie mit "Wenn du wieder gehst" ihr erstes Buch und erfüllte sich so ihren großen Traum.

A.D. WiLK über sich: "2017 hatte es mich dann gepackt. Besser gesagt, war es Stephen King, der mich mit seinem 'on writing' gepackt, inspiriert und mir endlich den notwendigen Tritt in den Hintern gegeben hat, um anzufangen. Ein schöner Kreis, der sich da geschlossen hat. Er war einer der Schriftsteller, die diesen Traum überhaupt erst in mir geweckt haben."

Inzwischen sind drei Romane von ihr erschienen.

Weblink: www.adwilk.de

Bücher im Buch-Sonar:




30. Juli 2019

'Happy Zeitmanagement: In 100 Tagen mehr Zeit zum Leben gewinnen' von Stefanie Glaschke und Ralf Schmidt

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Zeitmanagement ist in aller Munde. Es gibt viele Programme, um Zeit zu sparen und sein Leben besser und vor allem entspannter zu gestalten.

Dieses Buch ist ein besonderer Ratgeber. Es begleitet den Leser durch die ersten 100 Tage des Zeitmanagements. Zu jedem Tag gibt es eine neue Übung, zahlreiche Methoden und Techniken werden verständlich dargestellt. Dieses Buch kann ein Freund werden. Zitate, Affirmationen und viele Tipps zum Durchhalten machen das Besondere dieses Buches aus. Den Verfassern gelingt es, ihrer Leserschaft Empathie und Geduld entgegenzubringen. Wer Zeitmanagement schon oft versucht hat und mit keinem Ergebnis zufrieden war, wird dieses Buch lieben. Er wird durch ein Training geführt, das es in sich hat.

Menschlich, informativ und unterhaltsam wie alle Bücher aus der Serie 100-Tage-Happy.

Leseprobe:
Verlier keine Zeit - leg los!
Es gibt zahlreiche Ratgeber zum Thema „Zeitmanagement“. Sicher fragst du dich, warum du nun noch ein weiteres Buch lesen solltest, um deiner eigenen Vision von dir näher zu kommen. Die Antwort darauf ist ganz leicht zu finden. Dieses Buch ist anders. Dieses Buch ist mehr als ein Ratgeber. Es bietet dir die die zentralsten Informationen und Techniken auf einfache Art und Weise. Kurz gesagt: Dieser Ratgeber bringt es auf den Punkt. Ich verzichte bewusst darauf, nur die Theorie aufzuzeigen. Das haben andere vor mir schon ganz gut gemacht. Mir ist wichtig, dir eine praktische Unterstützung zu bieten. Deshalb findest du nach jedem theoretischen Abschnitt eine ganz konkrete Anleitung, um die Theorie in die Praxis umzusetzen. Dabei greifen wir auch auf unser Fachwissen und auf eigene praktische Erfahrungen zurück. Dieses Buch kann ein Freund werden, der dich mit wertvollen Impulsen versorgt. Wenn du jetzt noch unentschlossen bist, ob du dich auf das Abenteuer „Zeitmanagement“ einlassen willst, solltest du vielleicht bedenken, dass deine Persönlichkeit einen großen Anteil daran hat, ob du deine Wünsche und Träume im Leben umsetzen kannst. Doch ein Leben ist nicht unendlich. Viele beginnen zu spät damit, sich selbst zu entwickeln. Sie schieben alles auf die Rente und die Zeit, in der die Kinder groß sind und alles im Leben scheinbar perfekt ist. Das ist jedoch eine verheerende Zeitverschwendung. Niemand, wirklich niemand weiß, wie lange er lebt. Wer sich erleben will und das Leben führen will, dass zu seiner eigenen Persönlichkeit passt, sollte so schnell wie möglich anfangen. Und das ist JETZT.
Es gibt eine große Anzahl Methoden und Ansätze für das Management deiner wichtigsten Ressource, deiner Zeit. Keine der Methoden kann als die beste bezeichnet werden. Es gibt keine Methode, die für jeden passt. Du musst selbst herausfinden, was für dich richtig ist. Dafür probierst du am besten die unterschiedlichen Methoden aus diesem Buch aus. Alle sind wirksam und geeignet, doch du selbst entscheidest darüber, welche Möglichkeiten dich am besten zu deinem Ziel führen können. Wer dir garantiert, dass er dir die ultimative Lösung für dein Glück, deinen Erfolg oder deinen Seelenfrieden bieten kann, sollte dein Misstrauen wecken.
Wenn du nicht allein mit dem Thema sein willst, suche dir einen Vertrauten. Partner und Freunde sind gute Gefährten auf deinem neuen Weg. Es gibt Teilziele wie körperliche Fitness, die sich zu zweit oder in einer Gruppe leichter erreichen lassen.
Achte nur darauf, dass du frei bleibst und deine eigenen Ziele nicht aus den Augen verlierst. Raff dich auf und entwickle dich durch die Schritte, die du gehst!

Ein paar Worte zum privaten Zeitmanagement
Leider verbinden viele mit Zeitmanagement hauptsächlich den beruflichen Lebensbereich. Doch ein privates Zeitmanagement zu betreiben, ist sehr reizvoll. All die Energiefresser, die an deine Tür klopfen, schlechte Gewohnheiten und der innere Schweinehund können über Zeitmanagement viel besser abgewehrt werden. Wer in der Freizeit keinen Plan hat, wird viel zu leicht Opfer von denen, die ihn gern für ihre eigenen Zwecke einspannen möchten. Wer dagegen genau weiß, was er will, wird sich selbst davor schützen, vor den Karren anderer gespannt zu werden.
Zeige dir, dass du ein wichtiger Mensch in deinem Leben bist.
- Respektiere deine Wünsche.
- Nimm dir Zeit für dich.
- Kümmere dich um deine Angelegenheiten.
- Sei für dich da.
- Erfülle dir deine Bedürfnisse.

Ein paar Worte zum beruflichen Zeitmanagement
Zeitmanagement ist eine Kompetenz, die im Berufsleben immer wichtiger wird. Es ist die einzig mögliche Antwort auf steigende Ansprüche und Personalnot in den Unternehmen. Wenn sich täglich mehr Aufgaben auf deinem Schreibtisch ansammeln, wirst du schnell das Gefühl haben, von Aufgaben erschlagen zu werden. Das löst Stress aus. Du hast das Gefühl, jedes Engagement sei sinnlos und keine Anstrengung kann ausreichen, um den Anforderungen gerecht zu werden. Die Folgeerscheinungen lieben zwischen Frustration, Stress und Burnout. Wenn du die Möglichkeit hast, dir deine Arbeitszeit frei einzuteilen, kannst du dafür sorgen, dass du deine eigenen Prioritäten setzen kannst. Für eine Tätigkeit als Angestellter gelten beim Zeitmanagement die folgenden Grundsätze: [...]

Im Kindle-Shop: Happy Zeitmanagement: In 100 Tagen mehr Zeit zum Leben gewinnen (100 Tage Happy, Band 1).

'Der Feuerteufel' von Axel Berger

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Ein Feuerteufel versetzt Oldenburg in Angst und Schrecken. Die beschauliche Stadt an der Hunte brennt. Was zunächst mit Mülltonnen und Containern begann, weitete sich plötzlich auf Autos und schließlich Gebäude aus. Als schließlich ein ehemaliger Gasthof in Flammen aufgeht, finden die Feuerwehrleute in den Trümmern das schier Unglaubliche: einen Berg aus Leichen. Vollmers und sein Team werden alarmiert und müsse sich ihrer bisher wahrscheinlich größten Herausforderung stellen.

Ist dies der letzte Fall für den kurz vor seiner Pensionierung stehenden Hauptkommissar Werner Vollmers? Wie macht sich der Neue im Ermittler-Team? Wird Anke Frerichs das Team verlassen?

Und das Wichtigste: Werden Sie den Feuerteufel schnappen, bevor weitere Menschen sterben müssen? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt …

Der Feuerteufel ist der fünfte Fall für die norddeutschen Ermittler Werner Vollmers, Anke Frerichs und Enno Melchert. Er bildet das Staffelfinale der Serie um die drei Oldenburger Ermittler. Natürlich kann jeder Fall einzeln gelesen werden, es macht aber noch mehr Spaß, wenn man auch die anderen Bücher aus der Reihe liest.

Leseprobe:
KAPITEL 2
Ein unangenehmer Geruch, eine Mischung aus verbranntem Plastik und Holz, lag in der Luft, Schwaden von Wasserdampf und Rauch zogen über das Grundstück. Hauptkommissar Werner Vollmers schaute sich nachdenklich um. Müde schüttelte er den Kopf. Was für eine verheerende Wirkung so ein Feuer doch haben konnte. Es hatte das gesamte Gebäude dem Erdboden gleichgemacht und nichts als Trümmer und Zerstörung zurückgelassen.
Der in der Nähe von Bad Zwischenahn gelegene ehemalige Gasthof war nicht das erste Gebäude, das in letzter Zeit in Flammen aufgegangen war. Genau genommen war es mittlerweile das fünfte.
Ein Feuerteufel trieb sein Unwesen im Umland von Oldenburg.
An sich wäre das kein Fall für den Hauptkommissar und sein Team gewesen; rief man die Ermittler des Oldenburger Fachkommissariats 1, ging es in der Regel um Straftaten mit Gewaltanwendung oder gegen das Leben. Blut und Samen – Mord und Totschlag. Mit einem Brandstifter hätten sie eigentlich nichts zu tun gehabt, doch diesmal war alles anders.
Die Feuerwehrmänner hatten bei der Bekämpfung des Brandes etwas entdeckt, das selbst Gerold Hogen, einem der erfahrensten und hartgesottensten Brandbekämpfer der Oldenburger Feuerwehr, die Sprache verschlagen hatte.
Beim Versuch, dem Feuer Einhalt zu gebieten, waren sie Stück für Stück in das Innere des alten Hofes vorgedrungen, hatten die Flammen zurückgedrängt, erstickt und das Inferno mit allem bekämpft, was sie zu bieten hatten. Zimmer für Zimmer hatten sie sich durch den ehemaligen Gasthof, der früher auch zeitweise als Hotel genutzt worden war, vorgearbeitet, bis sie schließlich im alten Festsaal angekommen waren, in dem sie dann das pure Grauen erwartet hatte.
Genau mittig im Saal hatten sie etwas entdeckt, das sie zunächst für Trümmer und verbranntes Inventar gehalten hatten. Doch was sich ihnen offenbarte, als sie näher herangekommen waren, ließ den Feuerwehrmännern das Blut in den Adern gefrieren: Zwischen kokelnden Tischen und Stühlen, tropfnass und durchweicht vom Löschwasser, erblickten sie einen grotesk wirkenden Haufen. Gleich einem Osterfeuer, hatte hier irgendwer etwas aufgeschüttet. Hogen hatte seine auf Grund von Erschöpfung und Rauch langsam immer schlechter werdenden Augen zusammenkneifen müssen, denn unter seiner Maske hatte er keine Details erkennen können. Außerdem weigerte sich sein Verstand zu akzeptieren, was er dort vor sich sah: einen Berg aus Leichen.
Es war ein unvorstellbarer Anblick gewesen, der ihn an alte Schwarzweiß-Fotos aus dem 2. Weltkrieg erinnert hatte. Sein Körper hatte angefangen zu zittern. Ihm war übel geworden. Nur mit Mühe bekam er sich wieder unter Kontrolle. Hinter ihm hatte ein jüngerer Kollege weniger Glück. Der zur Freiwilligen Feuer Bad Zwischenahn gehörende Helfer hatte sich seine beschlagene Atemschutzmaske heruntergerissen und sich übergeben. Er hatte versucht, sich zu beherrschen, doch das, was er dort gesehen hatte, war für den noch recht unerfahrenen Mann zu viel gewesen ...
Fluchtartig hatten sie das Gebäude verlassen, saßen nun auf dem Hof und versuchten, das Gesehene zu verkraften. Soviel stand fest: Es würde sie in ihren Träumen verfolgen, hatte sich buchstäblich für immer in ihr Gedächtnis eingebrannt …

***

Werner Vollmers ließ seinen Blick über das vor ihm liegende Trümmerfeld schweifen und widerstand dem Drang, sich eine Zigarette anzuzünden. Es wäre ihm falsch vorgekommen. Doch der unglaublich verstörende Anblick des Gebäudes verstärkte sein Verlangen nach Nikotin. Er ahnte, nein, er wusste, dass hier ein Verbrechen von noch nie dagewesenem Ausmaß stattgefunden haben musste, das legte der erste Bericht der Feuerwehrleute zumindest nah …
Und das ausgerechnet jetzt, kurz vor meiner Pensionierung. Er hätte sich seinen Weg in den Ruhestand entspannter gewünscht. Und nun das.
Unruhig schritt er hin und her. Alles in ihm sträubte sich, das Gebäude allein zu betreten, denn er vermochte nicht zu sagen, ob er noch mehr ertragen konnte. Zu viel hatte er in seiner langjährigen Dienstzeit schon gesehen und verarbeiten müssen. Und es fiel ihm mit zunehmendem Alter immer schwerer. Besonders seit dem Tod seiner Schwester im vergangenen Jahr.
Während Enno Melchert und Anke Frerichs noch auf sich warten ließen, bog ein dunkelgrauer BMW X5 auf den Hof ein und stoppte direkt hinter dem weißen VW-Transporter der Spurensicherung. Die Scheinwerfer erloschen, als der Motor abgestellt wurde. Nur Sekunden später öffnete sich die Tür des SUV. Ein Mann in einem dunkelblauen Anzug sprang aus dem Wagen, trat, ohne es wirklich zu registrieren, in eine Pfütze mit Löschwasser und lief aufgeregt gestikulierend auf Vollmers zu. Der Wagen piepte einmal, und die Blinker leuchteten zweimal kurz auf.
Innerlich verdrehte der Kommissar die Augen. Wer da auf ihn zukam, war Frank Legat, sein neuer Kollege und potenzieller Nachfolger. Augenscheinlich war er gerade aus dem Bett gekommen. Seine ansonsten wie mit dem Lineal in Form gebrachten Haare standen ihm wirr vom Kopf ab. Lediglich ein paar wie angeklebt wirkende Strähnen deuteten auf den Versuch hin, sie in möglichst kurzer Zeit irgendwie in Form zu bringen.
Vollmers mochte ihn nicht. Nicht nur, weil er den für Anke Frerichs angedachten Posten bekommen hatte. Legat war, das hatte sich in den letzten Wochen herausgestellt, ein schier unerträglicher Sesselpupser, ein bürokratischer Pedant der schlimmsten Art. Empathie? Fehlanzeige. Führungsqualitäten? Unterirdisch. Kein Wunder also, dass der Haussegen im Fachkommissariat 1 mehr als schief hing.
Und für Vollmers war der Fall Legat noch nicht gegessen. Er hatte offiziell Beschwerde bei seinem Vorgesetzten eingereicht und sich nochmals für Anke Frerichs als seine Nachfolgerin stark gemacht. Man würde sehen, ob seine Meinung gehört werden würde.
Doch zunächst hatten sie diesen Fall aufzuklären …

Im Kindle-Shop: Der Feuerteufel: Der 5. Fall für Werner Vollmers, Anke Frerichs & Enno Melchert (Nord und Totschlag).
Mehr über und von Axel Berger auf seiner Website.

29. Juli 2019

'Laufe Lebe Liebe: zurück ins Leben' von A.D. WiLK

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Was, wenn deine beste Entscheidung deinem bisherigen Leben ein Ende setzt?
Wir handeln in unserem Leben oft nicht so, wie wir es uns hinterher wünschen würden. Immer wieder fühlt es sich an, als träfen wir falsche Entscheidungen, die uns an einen Ort führen, an dem wir niemals enden wollten. Uns und die Menschen, die wir lieben.

Ein verschütteter Kaffee und ein verlorenes Handy zwingen Ella zu einem Wettlauf mit der dreizehnjährigen Milly. Dabei erwacht etwas in ihr, von dem sie glaubte, es vor acht Jahren verloren zu haben. Sie lässt das Mädchen zu einem Teil ihres Lebens werden, auch wenn ihre innere Stimme sie davor warnt. Und sie wird selbst ein Teil von Millys Welt, zu der auch Tom gehört, der wie ein Geist durch die Wohnung schleicht. Und dann ist da Lias, dessen Blick verrät, dass er Ellas Geheimnis kennt. Aber wie wird er reagieren, wenn er die gesamte Wahrheit erfährt?

Weitere Bücher von A.D. WiLK auf ihrer Autorenseite.

Leseprobe:
Der blaue Kunststoff der Laufbahn quietschte leicht, als ich mit meinen nackten Zehenspitzen darüberfuhr. Ich spürte es mehr, als dass ich es hörte. An meinen Armen glänzte die Haut von der Feuchtigkeit, die der Schweiß bei dem Versuch, meinen Körper zu kühlen, auf ihr hinterließ. Die Hitze drang dennoch darunter und mein Kopf schmerzte unter dem hellen Basecap. Ich war einfach schon zu lange hier. Aber diese eine Runde wollte ich noch laufen. Ein letztes Intervall, bevor ich das Training für den heutigen Tag beendete. Ich starrte auf meine blauen Fingernägel und drückte die Kopfhörer tiefer in die Ohren. Thirty Seconds To Mars schrien mich an, ich sollte davonlaufen und ich wartete auf den Moment, in dem mein Herz das Blut wieder mit weniger als sechzig Prozent seiner Kraft durch meinen Körper pumpte, spannte die Muskeln an und rannte los.
Der Boden federte meine Schritte ab, ich baute mehr und mehr Geschwindigkeit auf und die Bewegung, die mich voranbrachte, fühlte sich immer weniger an, als würde ich laufen. Ich flog. Die grüne Fläche des Fußballfeldes raste links an mir vorbei und auf der rechten Seite nahm ich die Konturen der Tribüne nur verzerrt wahr. Ich achtete nicht darauf. Ich setzte einen Fuß vor den anderen, hielt die Schritte kurz genug, um eine hohe Trittfrequenz zu erzielen, und weit genug, um die Länge meiner Beine optimal auszunutzen. Ich berührte den Boden nur für Sekundenbruchteile und trotzdem wusste ich, dass mich meine Fußsohlen für den Rest des Tages mit einem Brennen an jeden Kontakt mit dem rauen Gummi erinnern würden. Es störte mich nicht.
Ich konzentrierte mich auf den Bewegungsablauf und auf meine Atmung. Ich musste die Luft durch den Mund ein- und ausströmen lassen, um meinen Körper mit ausreichend Sauerstoff versorgen zu können. Und nach der Hälfte der Strecke zog sich das vertraute Brennen durch die Muskulatur in meinen Waden und den Oberschenkeln. Ich stellte mich den nachlassenden Kräften entgegen und beschleunigte meinen Lauf ein wenig mehr. Ein Blick auf die Uhr an meinem Handgelenk verriet mir, dass meine Geschwindigkeit dennoch zu niedrig lag, um damit einen Preis zu gewinnen. Es wunderte mich nicht. Ich trainierte schon eine Weile. Meine Beine waren müde. Die Hitze schwächte mich zusätzlich.
Kurz bevor ich die Distanz beendete, nahm ich eine Bewegung in meinem rechten Blickfeld wahr. Jemand rannte. Rannte auf mich zu. Das Lied endete und ich hörte diesen Jemand rufen. Nein, schreien. Meinen Namen schreien. Das Geräusch wurde durch die Kopfhörer gedämpft, aber die Intensität drang dennoch in jeden Winkel meines Körpers. Ich verlor die Fähigkeit, meine Beine zu kontrollieren, und fiel, als das nächste Lied begann. Aber das Kopfhörer-Kabel wurde aus meinem MP3-Player gerissen und eine tiefe Stille erfüllte die Umgebung. Meine Trainerin legte mir die Hand auf die Schulter.
Feuchtigkeit lag auf ihren Wangen und ich brauchte einen Moment, um zu realisieren, dass es nicht der Schweiß war, der Tröpfchen auf ihrer Haut gebildet hatte. Ich ignorierte den Schmerz, den die Schürfwunden an meinen Beinen verursachten, zog die Kopfhörer aus den Ohren, richtete mich auf und wartete auf die Worte, mit denen sie ihre Aufregung erklären würde.
Sie schluckte. Ich erkannte es an ihrem Kehlkopf, der sich hob und senkte. Dann atmete sie tief durch und sagte: „Wir müssen ins Krankenhaus fahren. Sofort.”
Ich sprang auf. „Was? Warum? Was ist passiert?”
Sie schüttelte den Kopf, griff meine Hand, rannte los und zog mich hinter sich her über den Platz. Mein Blick fiel auf die Digitalanzeige, die über der Südkurve hing. Dort stand 15:28. Mein Bewusstsein schien Minuten zu brauchen, um die Zahlen in eine für mich verständliche Uhrzeit umzuwandeln. Und als sie zu mir durchdrang und ich erkannte, was ich vergessen hatte, wen ich vergessen hatte, stoppte mein Herz und es drang keine Luft mehr in meine Lungen.

Im Kindle-Shop: Laufe Lebe Liebe: zurück ins Leben.
Mehr über und von A.D. WiLK auf ihrer Website.



25. Juli 2019

D.W. Crusius (aka Eddy Zack)

D.W. Crusius, alias Eddy Zack, war so ziemlich alles im Leben. Seemann, EDV-Spezialist, Waffenhändler und Häftling. Afrika hat er im Jeep, auf dem Kamel und zu Fuß durchstreift, die Häfen als Matrose abgeklappert. In Mittelamerika ist er einige Zeit hängen geblieben. Die Schattenwelt der Geheimdienste kennt er aus eigenem Erleben.

"Ich schreibe aus meinem Kopf ab", sagt er. "Mein erstes Buch habe ich im Knast bei Kerzenlicht geschrieben, mit Bleistift auf geklautem Papier." Er beschreibt das Leben aus der Perspektive der Gosse, ohne Schnörkel und Beschönigungen.

Weblink: www.detlev-crusius.com


Bücher im eBook-Sonar:




'Jace (River Pack Wolves, Buch 2)' von Alisa Woods

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Alisa Woods
Sein Wolf ist außer Kontrolle. Sie ist ein Wildfang, der nicht gezähmt werden kann.

Ex-Armeespezialist Jace River hat ein Sicherheitsschloss an seiner Schlafzimmertür, doch es dient nicht dazu, irgendwen auszusperren, sondern seine Albträume am Ausbrechen zu hindern. Sein Wolf ist ein unkontrollierbarer Killer, weshalb er es nie riskiert zu shiften und nie ein wahrer Teil seines Rudels sein kann. Ganz zu schweigen davon, dass er niemals das Paarungsritual vollziehen könnte.

Piper Wilding arbeitet als zivile Spionin für das Militär und reist um die Welt, um die bösen Jungs zu bekämpfen und mit den guten ins Bett zu steigen. Das Beste daran – es bietet ihr genügend Abstand zu ihrem Mistkerl von Vater in Seattle, dem Rest des Wilding Rudels und dem Druck, sich einen Partner suchen zu müssen. Sesshaft zu werden ist nicht ihr Ding und nach dem, was mit ihrer Mutter geschehen ist, hat Piper sich geschworen, sich nie von Magie oder Männern binden zu lassen.

Während Jace sich in Seattle die Nächte um die Ohren schlägt, kehrt Piper nach Hause zurück, um ihren vermissten kleinen Bruder zu suchen. Als sie in das Anwesen der River-Brüder einbricht, fliegen nicht nur die Fetzen, sondern auch Funken. Ihre Verführungskünste drohen, Jaces Wolf zu entfesseln und Jaces Sexappeal und gute Seele erinnern Piper daran, wie umwerfend Shiftermänner sein können. Doch die beiden sind wie Feuer und Benzin und während sie alles daran setzen, Pipers Bruder zu finden, droht die Hitze zwischen ihnen, all ihre sorgfältig aufgebauten Mauern niederzubrennen. Sich zu verlieben war noch nie so gefährlich für sie – und zusammen zu sein bedeutet Risiken einzugehen, die beide nicht überleben könnten.

Das erste Buch der Reihe findet ihr hier: 'Jaxson (River Pack Wolves 1)'

Leseprobe:
Jace erstarrte. Er war hier aufgewachsen. Er kannte die Geräusche des Hauses. Das war jemand auf der Treppe, die er gerade erst herunter gekommen war. Gelassen schlenderte er zur Kücheninsel und legte die Wurst und die anderen Sandwichzutaten ab. Einen Moment lang hielt er inne und lauschte. Er atmete ein. Und schnupperte.
Ein schwacher Blumenduft. Niemand, den er zuvor schon mal gewittert hätte.
Mit leichten, barfüßigen Schritten huschte Jace zurück durch die offene Küchentür, schob sich am Esstisch vorbei und bog um die Ecke ins große Wohnzimmer. Dort entdeckte er eine Gestalt in schwarzem Kapuzenpulli, die bereits auf halbem Weg die Treppe hoch war. Jace kannte dieses Haus wie seine Westentasche – er musste sich nicht umsehen, um den Beistelltischen und Stehlampen auszuweichen. Er erreichte die Treppe, bevor der Eindringling sich auch nur umdrehen konnte.
Jace packte zuerst den Pulli und riss ihn zurück, um in der nächsten Bewegung seinen anderen Arm um den Hals des Einbrechers zu schlingen und zum Würgegriff anzusetzen. Er drehte sich um die eigene Achse und versuchte, den Typen zu Boden zu ringen, aber seine Mutter musste mal wieder die Treppe gebohnert haben, denn seine Füße rutschten unter ihm weg. Gemeinsam polterten sie die fünf Stufen bis zum nächsten Treppenabsatz hinunter. Jace behielt seinen Griff bei, aber das musste ein Kind sein oder so – die Gestalt im Kapuzenpulli war ein ziemliches Leichtgewicht. Kein Gegner für ihn.
Doch dann shiftete die Person in Jaces Armen, glitt aus seinem Halt und ließ nichts als Klamotten zurück. Jace schleuderte den Pulli und die Jeans zur Seite und jagte dem Wolf nach, der durch das große Wohnzimmer vor ihm floh. Jace wusste, dass es in diese Richtung nur einen Weg nach draußen gab – durch die Hintertür in der Küche. Er rannte den Nebenflur entlang, rammte die Seitentür zur Küche auf und warf sich auf den Wolf, bevor er die Hintertür erreichen konnte. Was den Eindringling zwar erst einmal an der Flucht hinderte, aber jetzt musste Jace einen Wolf in Schach halten, der dreimal stärker als er in seiner menschlichen Form war, mit rasiermesserscharfen Klauen und schnappenden Kiefern, die versuchten, sein Gesicht zu erwischen. Er rang ihn zu Boden und hielt ihn von hinten fest. Seine Klauen kratzten über die unteren Küchenschränke und stießen sie beide über den Küchenboden nach hinten. Die Stärke des Wolfes war fast zu viel für Jace, der sich in seiner Bemühung, den Griff nicht zu lockern, den Kopf an der Küchentür stieß. Sein Gehirn kam endlich dazu, die Ereignisse zu verarbeiten, und er realisierte, dass dieser Wolf die ganze Zeit über seltsam still war. War das irgendein Streich, den ihm eines der Shifterstraßenkinder spielte, die seine Mutter aufgenommen hatte?
Jace öffnete den Mund, um nach Hilfe zu rufen – er hatte ein Haus voller Shifter, die sich tatsächlich verwandeln und diesen dämlichen Halbstarken jagen konnten, sollte er ihm doch noch entwischen – aber er schluckte seinen Hilferuf herunter, als der Wolf wieder menschliche Form annahm.
Das war kein Kind.
Ein nacktes Mädchen – nein, eindeutig eine Frau – war plötzlich in seinen Armen und versuchte mit aller Kraft, sich aus seinem Griff zu befreien. Er stieß ein überraschtes Keuchen aus, aber bevor er sie loslassen konnte, wandte sie sich herum, sodass ihre sehr prallen Brüste jetzt gegen seinen nackten Brustkorb drückten. Dann packte sie ihn mit beiden Händen am Hinterkopf … und küsste ihn.

24. Juli 2019

'Thyra - Entflammtes Herz' von Cat Taylor

Kindle (unlimited)
Eine leidenschaftliche Liebesnacht mit einem Wikinger …

… davon träumt die schöne Thyra seit langem. Als der geheimnisvolle Erik Silberdrache auftaucht, ist sie deshalb Feuer und Flamme. Werden mit ihm all ihre sinnlichen Träume in Erfüllung gehen?

Kurzentschlossen schleicht sich Thyra ins Bett des schönen Nordmanns. Doch dort erlebt sie eine Überraschung … denn Silberdrache beginnt ein ebenso prickelndes wie verwirrendes Spiel mit ihr.

Leseprobe:
(…)
»Ihr törichten Dinger!«, platzte es wütend aus Thyra. »Ihr seid eine einzige …«
Ehe sie zu Ende fluchen konnte, verlor sie plötzlich das Gleichgewicht. Das Holz, an dem sie sich so stur festgeklammert hatte, verschwand auf unerklärliche Weise. Stattdessen stürzte sie geradewegs in einen blendend hellen Raum. Die gierigen Hände an ihrer Taille zogen sich erschrocken zurück. Hilflos ruderte Thyra mit den Armen, suchte vergeblich nach Halt.
»… Plage!«, vollendete sie ihren Fluch und sah sich bereits mit der Nase voran auf den Fliesenboden der Großen Halle krachen.
Stattdessen sank sie in zwei starke Männerarme.
Arme, die sie mühelos auffingen und sich dann unerhört geschmeidig um ihre Hüfte schlangen. Ihre Nasenspitze fand sich im samtigen Stoff einer Tunika wieder, die – ebenfalls unerhört – gut roch. Und als sie sich jetzt hilfesuchend an der breiten Männerbrust unter dieser Tunika festklammerte, fühlte sie – unerhört, mehr als unerhört – starke Muskeln, deren Festigkeit ihr den Atem raubte.
Oder waren es die silbergrauen Augen, die sich in ihr Blickfeld schoben und ihr den Atem nahmen? Zumindest zogen sie ihre eigenen Augen wie magisch an, Thyra hatte das Gefühl, dass ihr Sturz gar kein Ende nehmen wollte. Dass sie stürzte und stürzte, hinein in dieses endlose Silber. Und doch lag sie sicher in einer starken, warmen, herrlich duftenden Umarmung.
»Für eine Plage hältst du mich, Mädchen?«, raunte eine Stimme an ihrem Ohr.
Unüberhörbar belustigt und gleichzeitig tadelnd. Rau wie der Salzwind auf hoher See und süß wie goldener Honig.
Jetzt endete ihr Sturz in die Silberaugen, und Thyra erblickte das Gesicht ihres Retters. Das ist Sigurd Drachentöter, erkannte sie. Nein, es muss der Gott Balder sein. So schön … so unerhört schön kann nur Balder sein!
»Ich …«, stammelte sie völlig überrumpelt. »Meine Schwestern … ich … Ihr seid …«
Sie starrte sein goldenes Haar an, die widerspenstigen Strähnen, die sich aus seinem Zopf gelöst hatten. Starrte seine schön geschwungenen Lippen an, viel zu sinnlich für einen Mann. Und im nächsten Augenblick glaubte sie wieder zu stürzen, denn diese schönen Lippen verzogen sich zu einem Lächeln. Ein wohliges Kribbeln strömte in Thyras Magen, als der Mann seine Arme noch ein weniger enger um ihre Hüften schlang, sodass seine Finger sachte die Wölbung ihres Pos streiften.
Genauso wie in meinen Träumen, seufzte sie und wünschte, dass diese Arme sie nie wieder losließen.
»Thyra!«, zischte es da hinter ihr. Synne, die im Dunkel des Korridors lauerte, mit Elisif und der kleinen Idun. Und schlagartig wusste Thyra wieder, wo sie war.
»Ich … oh je …« Sie schüttelte den Kopf und zwang sich, den Blick von den Silberaugen und den Lippen und den goldenen Haarsträhnen zu lösen und über die Schulter ihres Retters zu spähen. Bei Thors Hammer, sie war geradewegs in die Große Halle gepoltert, ihr Vater und alle seine Gäste mussten es mitbekommen haben.
Stubenarrest! Das heißt eine weitere Woche Stubenarrest! Und dieses Mal ist es meine Schuld!
Aber weder entdeckte sie ihren Vater, noch schien irgendjemand in der Halle etwas von ihrem Eindringen bemerkt zu haben. Ausgelassen zechten die fremden Männer, und aus einer grölenden Gruppe ertönte das unverwechselbare Lachen des Grafen.
»Da habe ich wohl eine kleine Spionin gefangen«, lenkte ihr Retter ihre Aufmerksamkeit wieder auf sich. Und schon drohte Thyra von Neuem in die Silberaugen zu stürzen, in denen es unverkennbar spöttisch glitzerte. »Eine Spionin, die flucht und sich in dunklen Nischen versteckt.«
»Ich bin keine Spionin«, widersprach sie schnell – und errötete, weil sie ja genau das getan hatte, fluchen und in dunklen Nischen spionieren. »Ich bin … ich war …«
»Laut!«, erklärte der schöne Nordmann. Er sprach ein ausgezeichnetes Französisch, nur sein rauer, überaus charmanter Akzent verriet, dass seine Muttersprache die dansk tunga, das Altnordische, sein musste. »Ich habe ein einziges Gegacker und Gezeter hinter dieser Tür gehört. Ich dachte bereits, es hätten sich Feinde von Graf Robert in die Burg geschlichen, um uns zu überfallen. Aber siehe da, ich öffne die Tür, und es ist nur ein zerrupftes Mädchen …« Seine Silberaugen spähten in den Korridor, und sein Lächeln wurde breiter, so als könnte sein Blick die Dunkelheit mühelos durchdringen. »Ach nein, es sind sogar vier zerrupfte Mädchen.«
»Bitte«, flüsterte Thyra und konnte nicht anders, als mit ihren Händen schutzsuchend über die breite Männerbrust zu fahren. Es fühlte sich sehr gut an, der weiche Samt und die kraftvollen Konturen darunter. Ihre Finger blieben an einer Brosche hängen, flüchtig musterte Thyra sie. Es war ein silberner Drache, der sich zu einem kunstvollen Ring geschlängelt hatte. »Bitte, verratet dem Grafen nichts.«
Immer noch lächelte der schöne Fremde, seine Finger glitten ein Stück ihren Rücken hinauf, beinahe wie ein zärtliches Versprechen. Aber der Spott in seinen Augen glomm umso heller. »Mein Schweigen ist nicht billig. Wie gedenkst du mich für diesen Gefallen zu entlohnen, Mädchen?«
Thyra errötete noch heftiger. Was für eine Art von Entlohnung hatte er im Sinn? Das Kribbeln in ihrem Bauch pulsierte und wanderte tiefer. Sie fühlte seine Finger warm in der Kuhle zwischen ihrer Taille und ihrem Po liegen. War das nicht ein forderndes Streicheln, was er da mit seinen Fingern anstellte?
»Ich möchte … ich könnte …«, seufzte sie.
Oh, ich könnte vor Wonne schnurren. Ich möchte, dass seine Finger mich immer so weiter streicheln … überall …
»Also?«, murmelte er, und die Silberaugen sprühten regelrecht Funken.
Thyra starrte auf seine schönen Lippen. Ein Kuss, beschloss sie, seltsam benommen. Ja, ich werde ihn küssen. Welche Frau würde diesen Mann nicht küssen wollen …
Als durchschaute er ihre Absicht, verzog er seinen Mund zu einem noch breiteren Lächeln und presste gleichzeitig ihren Körper ein wenig enger an sich. Thyra stellte sich auf die Zehenspitzen, ihr Busen schmiegte sich köstlich an seine breite Brust. Ein wenig schwindelte ihr, als er seine Lippen zu den ihren hinabsenkte. Sie roch den süßen Duft von Honigwein in seinem Atem, der ihr warm übers Kinn strich. Viel zu viel Zeit war vergangen, seit sie zum letzten Mal von einem Mann geküsst worden war – doch in diesem Moment wusste sie, dass das Warten sich gelohnt hatte. Ein wenig weiter reckte sie sich in die Höhe. Gleich. Gleich würde sie seine süßen Lippen schmecken …
Da spürte sie einen energischen Griff um ihren Gürtel, jemand zog sie unbarmherzig aus seiner warmen Umarmung und zurück in den dunklen, kalten Schlund des Korridors.
»Thyra! Lass uns verschwinden!«, ertönte Synnes Zischen. Verwirrt schüttelte Thyra den Kopf. Sah das spöttische Lächeln des Fremden auf seinen wunderschönen Lippen, die gerade noch über den ihren geschwebt hatten, aber jetzt in schier unerreichbare Ferne gerückt waren. »Nein«, wollte sie protestieren, aber klebrige Händchen zerrten an ihren Röcken und ein zierlicher Schatten mit rotgoldenem Haar drängte sie immer tiefer in den finsteren Korridor.
Im nächsten Moment wurde die alte Tür zugeschlagen, das Licht verschwand und mit ihm der schöne Nordmann. Thyra war wieder umgeben von Moder und Düsternis.
Und ihren Plagen von kleinen Schwestern.
(…)

Im Kindle-Shop: Thyra - Entflammtes Herz.

23. Juli 2019

'Atelier des Todes' von Nick Stein

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Lassen Sie sich von einer Mörderin fesseln, die zehn Menschen auf ihrem davon völlig unbelasteten Gewissen hat. Viola Kroll, eine erfolgreiche, schöne und gut situierte Lektorin aus Berlin, ist eine aparte und kluge Person. Und doch ist sie aus dem gleichen psychopathischen Holz geschnitzt, aus dem auch manche Präsidenten und Topmanager gemacht sind. Was hat sie dazu gebracht?

Morden ist für Viola eine Kunst. Jeder ihrer Morde bringt sie ihrem Ziel näher, ein perfektes Kunstwerk zu erschaffen. Die Künstlerin kommt der Perfektion sehr nahe. Nur dumme Zufälle bringen die Polizei auf ihre Spur. Gegen das Glück der Dummen haben Kunst, Intelligenz und Planung kaum eine Chance, und so gerät Viola in Gefahr, dass ihre Höhenflüge bald enden …

Viola Kroll mordet spurlos. Bis sie eines Tages an einen ebenbürtigen Kollegen gerät, auch er ein verborgen lebender Mörder aus dem Literaturbetrieb, und zugleich wegen seiner Anonymität ein perfektes Opfer für Viola. Doch ihre Opfer machen Fehler. In mühsamer Kleinarbeit nähert sich ihr die Polizei. Wird sie Viola einholen?

Nick Stein präsentiert uns eine sympathische Mörderin, bei der es schade wäre, wenn die Polizei sie schnappen würde. Lernen Sie Viola kennen und lassen Sie sich von ihr einwickeln! Oder setzen Sie auf Kommissar Lukas Jansen, der sie schnappen will, komme was wolle …

Leseprobe:
Sie musste ihn sinnlich überwältigen. Das richtige Aroma anbieten, in einer Menge, die gerade unter der Ebene der bewussten Wahrnehmung lag. Ein Parfüm mit einer kleinen Pheromone-Beigabe, sündhaft teuer, aber effektiv. Vermutlich würde sich sein Wunsch auf ihr Fleisch bereits während des Besuches in der Galerie einstellen.
Sie besah sich ihr Spiegelbild. Sie würde das auch ohne künstliche Hilfen schaffen, mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Aussehen konnte sie Männer wie Frauen um den kleinen Finger wickeln. Nur hatte sie keinen gewöhnlichen Gegner vor sich. Sicher ist sicher, dachte sie.
Es klappte. Er trug ein grünes Hemd mit grauem Westover darüber. Er mochte in den Fünfzigern sein. Seine Haut wirkte faltig und trocken. Er sah sich in der Galerie um, redete erst mit einer Norwegerin, deren Kunst ihn nicht beeindruckte. Dann: Auftritt Viola Kroll, duftend, intellektuell strahlend, beeindruckend. Kunst und Literatur vereint. Sie zeigte ihm ihr Erstlingswerk, die Literatur, ein keramisches Buch, in dem die Buchstaben aus dem Papier gestanzt waren und der Text dennoch lesbar blieb. Es stand nichts drin und machte trotzdem Sinn.
Dann den Meister der Schrift. Einen Mann, aus keramischen Buchstaben zusammengesetzt, die man lesen konnte, die aus seinem Werk stammten und die den Autoren gleichzeitig abbildeten. Der war zwar schon verkauft, stand aber noch in Berlin zur Ansicht herum.
Nach einigem Raten erkannte Witzleben den Autor, einen Bestseller. Er staunte. Du hast alles aus ihm herausgeholt. Wahnsinn. Und gleichzeitig diese elegante Kunst. Du bist ein Genie, Viola. Sie waren jetzt ja per Du. Danke, Gero.
Er ahnte nicht, dass der Autor tatsächlich in diesem Werk steckte. Dass er vor einem Gesamtkunstwerk stand, in dem Autor und Werk vereint waren.
Schließlich zeigte Viola ihm ihren narzisstischen Autor, der sich den hohlen Globus von innen besah, etwa aus dem Gebiet des Pazifiks, und dessen Corpus innen komplett aus kleineren und größeren Abbildern des Autors zusammengesetzt war, wie auch die Statue des Autors selbst. Überall nur er, der bekannte, erfolgreiche Literat, der in der Welt und durch die Welt nur sich selbst liebte.
Jetzt war Witzleben überzeugt. Er hatte sich unterworfen, ohne es zu wissen. Er war beeindruckt; die Kombination aus Literatur, Kunst und Erfolg erdrückte ihn förmlich. Dass er, ausgerechnet er, der fast aufgegeben hatte, sich nun in die Hände dieser hervorragenden Künstlerin begeben hatte, das allein machte ihn schon glücklich.
Abhängigkeit machte früher oder später misstrauisch. Viola wollte ihn an einer anderen, noch sichereren Stelle haben. Als vermeintlichen Partner, als ebenbürtig Handelnden, als Literaten auf Augenhöhe. Damit Misstrauen gar nicht erst aufkam.
Zu Haus, nach ein paar weiteren literarischen Übungen, verführte sie ihn und verspeiste ihn erotisch mit Haut und Haar. Am Abend, in der Nacht und am Morgen darauf. Und wie Männer sind, fühlte er sich nun tatsächlich auf Augenhöhe. Er hatte sie gehabt und damit das Ticket zu ihrem Tempel gelöst, wie göttlich sie auch sein mochte. Er hatte den archimedischen Hebel, mit dem er ihre ganze Welt bewegen konnte. Er hatte den Finger auf Luthers Punkt gelegt, von dem aus er sie beherrschen konnte.
So ebenbürtig er sich an diesem Tag fühlen mochte, war er ihr doch nur hörig geworden, für die paar Stunden, die Viola benötigte.

***

Viola wollte mehr wissen. Und sie musste die Kontrolle behalten. Den Jungs nicht erlauben, das zu tun, was sie wollten. Sie, Viola, musste das Heft in der Hand halten, nicht die Jungs. Sagen, wo es langging. Sie nicht triumphieren lassen.
Sie wählte einen neuen Weg. An einem warmen Herbstabend, am Wochenende; sie hatte langen Ausgang. Sie hatte sich am Schloss Bellevue mit einem Hervé verabredet, den sie am Tag zuvor in einem Café am Ku’damm kennengelernt hatte. Sie plauderte ein wenig, spazierte mit ihm den Spreeweg hinunter, bis sie am Großen Stern angelangt waren, von dessen Mitte die Goldelse leuchtete. Es war bereits dunkel geworden.
Wie immer rollte der Verkehr um die Siegesgöttin herum, in vielen Spuren, fast wie am Champs Élysée, also fast wie in Paris, der Stadt der Liebe. Sie zog den jungen, unschlüssigen, aber gut gebauten und hübschen Mann durch den Verkehr auf die Insel hin, wo sie ihn umwarf, ihm die Hose öffnete und sich über ihn beugte. »Nicht!«, flüsterte er voller Angst und Scham. »Die können uns doch alle sehen!«
Viola ließ sich Zeit. Sie fühlte sich wie im Buch Wie funktioniert das?, als sie Hervé trotz seiner großen Angst vor dem Entdecktwerden in Form brachte und untersuchte. Details wollen wir Ihnen hier gern ersparen, Sie wissen selbst, wie es geht.
Sie hatte ihn mit fast allen Sinnen gekostet, als sie im Licht der vorbei huschenden Autos die Verkehrsinsel, deren Namen nur bedingt passte, wieder verließen, die junge Siegesgöttin und der gebrauchte junge Mann.
Der Verkehr war weiter an ihnen vorbeigeflossen, niemand hatte sich an den beiden Gestalten gestört. Nicht einer hatte hingesehen. Genau wie Viola es geplant und vorhergesehen hatte. Im Licht der Öffentlichkeit, und doch ungesehen und unbehelligt.
Viola hatte herrschen gelernt. Die Wahl des Ortes und die Wahl der Waffen. Würde es auch so weitergehen?

Im Kindle-Shop: Atelier des Todes: Thriller.
Mehr über und von Nick Stein auf seiner Facebook-Seite.



'Tod auf Terschelling: DE ROBBENJAGER' von Axel Berger

Kindle (unlimited)
Eine grausam zugerichtete Frauenleiche wird am Strand von Terschelling aufgefunden. Der Fall scheint klar, wird der mutmaßliche Täter doch blutverschmiert und mit der Tatwaffe in der Hand direkt neben dem Opfer aufgefunden.

Doch Hoofdinspecteur Jan de Vries und Wijkagent Theo van Duivenbode von der niederländischen Kriminalpolizei glauben nicht, dass der junge Mann der Täter ist. Als sich die Beweise doch erhärten, wendet sich plötzlich das Blatt, und eine zweite Frau wird ermordet. Nun steht fest, der Mann in ihrem Gewahrsam ist nicht der Gesuchte. Es wird ernst für die beiden Ermittler.

Doch wer ist dann der Täter? Ist DE ROBBENJAGER, ein ehemaliger Serienkiller, der vor einigen Jahren die westfriesischen Insel unsicher gemacht hat und nie gefasst wurde, plötzlich wieder aktiv? Oder war es jemand aus dem direkten Umfeld der Opfer?

Und welches Motiv steckt hinter den grausamen Taten?

'Tod auf Terschelling' ist ein Spin-off aus der erfolgreichen Krimiserie um die drei Oldenburger Kommissare Werner Vollmers, Anke Frerichs und Enno Melchert und der dritte Teil einer Reihe um die beiden Inselermittler Jan de Vries und Theo van Duivenbode.

Weitere Bücher von Axel Berger auf seiner Autorenseite.

Leseprobe:
Der Tod zeigt sein hässliches Gesicht auch an schönen Tagen, dachte Hoofdinspecteur Jan de Vries und ließ seinen Blick über den zu dieser Zeit fast menschenleeren Strand streifen.
Das Wetter zeigte sich heute von seiner besten Seite. Die Sonne schickte ihre letzten wärmenden Strahlen auf das niederländische, zwischen Vlieland und Ameland gelegene Eiland hinab. Eine seichte Brise strich übers Meer in Richtung der Dünen. In weniger als zwei Stunden würde es dunkel werden.
Er sog die salzige Luft tief in seine Lungen und bog sein Kreuz durch. Sein Rücken schmerzte. Ein deutliches Signal dafür, dass es eigentlich genug für heute war. Mehr würde er nicht ertragen … aber wohl müssen. Doch danach fragte hier niemand. Der Kommissar musste tun, was getan werden musste. Als Spezialist für Todesfälle auf den friesischen Inseln hatte man ihn vor Kurzem hierher beordert.
Noch vor wenigen Stunden hatte er sich auf der Fähre von Texel nach Den Helder befunden, als unerwartet und plötzlich sein Handy geklingelt hatte; seine Dienststelle hatte einen neuen Auftrag für ihn.
Nachdem er auf der nördlichsten der niederländischen Inseln einen Mord an einem deutschen Urlauber aufgeklärt hatte, hatte er sich auf ein paar erholsame Stunden in seiner Dienstwohnung in der belebten Hafenstadt der Provinz Nordholland gefreut. Sein Freund und Kollege, Rechtsmediziner Jan van Helsing, hatte bereit einen Tisch in einem der angesagten neuen Restaurants im Hafenviertel von Den Helder reserviert. Der Kommissar hatte sich auf einen saftigen Lamm-Burger gefreut und auf das ein oder andere leckere Helderse Triple; eines der vor Ort gebrauten Biere. Doch Fehlanzeige. Der Tod hatte ihm mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht und seine Abendplanung hinfällig werden lassen.
Das Leben spielte doch ein merkwürdiges Spiel. Statt in einem gemütlichen Restaurant zu sitzen, war er nun hier und blickte erneut dem Tod in seine trüben Augen.
Diesmal war es der grausam zugerichtete Leichnam einer jungen Frau, er schätzte sie auf den ersten Blick auf höchstens Anfang bis Mitte zwanzig, der ihm heute Nacht und in vielen folgenden Nächte den Schlaf rauben, ihn verfolgen und sich unruhig hin und her wälzen lassen würde. Ihr Leichnam bildete einen traurigen Rekord. Dieser Anblick hier war mit nichts zu vergleichen, was er in seiner bisherigen Karriere als Polizist hatte erleiden müssen.
Den Anblick von Blut, verwesendem Fleisch oder sinnloser Zerstörung war er mittlerweile fast schon gewöhnt, doch das, was sich ihm hier darbot, war nicht mehr in Worte zu fassen.
Sie musste einmal eine Schönheit gewesen sein. Gewesen sein. Gewesen sein. Gewesen sein, hallten die Gedanken durch seinen Kopf und erzeugten ein Karussell des Grauens vor seinem inneren Auge.
Er wandte sich ab, konnte dem Gesehenen aber nicht mehr entrinnen. Für immer gespeichert in seinem fotografischen Gedächtnis würde er sie nie wieder vergessen.
Ihr Körper war … regelrecht zerstückelt worden, sah aus, als ob er in einen Häcksler oder etwas Ähnliches gekommen und einfach in Stücke gerissen worden war. Das Bild von einem Körper, der sich in einer Schiffsschraube verfangen hatte, stieg vor seinem inneren Auge auf und verfing sich in seinen Gehirnwindungen. Weiches, zartes, junges Fleisch, das dem kalten Stahl nicht gewachsen war. Ein nautischer Fleischwolf. Zerstörung. Tod.
Er kannte den Anblick von durch Schiffsschrauben zerstückelten Walen, die regelmäßig an die Strände der Nederlandse Waddeneilanden, den sogenannten Wattinseln, angeschwemmt wurden, seit seiner Kindheit. Als Inselkind gewöhnte man sich daran. An tote Wale ja, aber an einen zerstückelten Frauenkörper – niemals.
Fragen trieben an die Oberfläche seines malträtierten Verstandes. Fragen, die gestellt – und beantwortet werden mussten. Was war hier geschehen? Ein Unfall? Ein Bade- oder Bootsunfall vielleicht? Möglicherweise, nein, hoffentlich war es einfach nur ein Unfall gewesen. Die Alternative? Der blanke Horror. Leugnen. Verleugnen. Verdrängen. Die Wahrheit nicht in den Bereich des Möglichen gelangen lassen. Doch die Fakten waren leider mehr als eindeutig, die Indizien unwiderlegbar. Mord.
Sein immer arbeitender Verstand weigerte sich zu akzeptieren, was sich ihm hier am Strand unmissverständlich und nachdrücklich präsentierte. Das war kein tragischer Unfall gewesen. Es war Mord. Ein Mord, so bestialisch, so unmenschlich, so brutal … wie er es noch nie zuvor gesehen hatte. Sein Verstand hatte es leugnen wollen, hätte lieber einen tragischen Todesfall konstruieren wollen … wäre da nicht dieses eine verflixte, unwiderrufliche, teuflische Detail gewesen, das alles andere als ein Verbrechen ausschloss.
Er wandte seinen Blick endgültig von dem Körper der Frau ab, ließ sich Zeit, wollte dem Unvermeidbaren keine Aufmerksamkeit zuwenden. Weigerte sich. Überwand sich. Blickte dem Leibhaftigen in die Augen. Sah dem jungen Mann in die Augen. Sah ihn an. Sah das Blut. Sah den nackten Körper. Sah das Messer. Sah die Hände des Mannes. Sah ihm in die Augen. Leere. Sah nichts.
Was um Gottes Willen war hier geschehen? Sein Blick verfing sich an einem Kruzifix am Hals des Mannes. Das Kreuz. Christus. Gottes Wille. Die Frau. Was hatte das alles mit Gott zu tun? Nichts! Wenn es einen Gott gab, konnte, nein, durfte das alles nicht wahr sein. Das Mädchen, das Blut, der Junge, das Blut.
Warum war er hier? Warum hatte man ihn gerufen? Die Leiche. Der Täter. Die Tatwaffe. Alles, was für den Fall wichtig sein könnte. Die Leiche. Die Tatwaffe. Den Täter?! Warum hatte man ihm diesen Anblick nicht erspart? Welch grausamer Wink des Schicksals hatte ihn hierher verschlagen?
Er wandte sich ab und blickte hinaus auf das Meer. Versuchte, seine Seele durch einen Blick in die Unendlichkeit des Ozeans zu reinigen, versuchte, das Grauen durch das zu ersetzen, was ihm immer schon Frieden und Ruhe geschenkt hatte – die unendliche Weite des Ozeans.
Er versuchte es. Er versuchte es von ganzem Herzen. Doch der Versuch misslang kläglich.
Eine Möwe kreischte über ihm. Sein Blick wanderte nach oben, versuchte den Vogel mit den Augen einzufangen. Er wünschte sich, mit ihm davonfliegen zu können. Einfach nur weg. Er ging ein paar Schritte, taumelte und musste sich an einem der Markierungspfähle, die in regelmäßigen Abständen den Strand vermaßen, festhalten, um nicht zu straucheln.
Ein weiteres Kreischen riss ihn zurück in die ungeliebte Wirklichkeit. Sein Blick fing etwas Schwarzes ein. Ein gigantischer Kolkrabe war neben ihm gelandet. Der Bote des Todes macht ihm seine Aufwartung. Jan de Vries begrüßte ihn mit einem schiefen Grinsen:
»Sei gegrüßt, Corvus corax. Du willst mich also aufs Neue herausfordern?«
Er schnaufte und straffte sich. Der Rabe schaute ihn mit schiefgelegtem Kopf an und krächzte. De Vries nickte stumm, sog einen kräftigen Zug Meeresluft in seine Lungen, sein Brustkorb weitete sich, er straffte den Rücken, baute sich vor dem Vogel zu seiner vollen Größe von fast zwei Metern auf, zitierte eine altes niederländisches Sprichwort:
»De een z'n dood, is een ander z'n brood – des einen Tod ist des anderen Brot" …
… und machte sich an die Arbeit …

Im Kindle-Shop: Tod auf Terschelling: DE ROBBENJAGER (Mordwestfriesische Inselkrimis 3).
Mehr über und von Axel Berger auf seiner Website.

22. Juli 2019

'Memorabilia' von Manuel Schulte

Kindle | Blutwut-Shop | Taschenbuch
In einer Welt ohne Regeln was für ein Mensch wärst du?
Geschlechtskrankheiten? Kein Problem. Überdosis? Egal. Mord? Immer wieder gern.


Fred ist ein Auftragskiller mit hundertprozentiger Erfolgsquote. Warum? Er kann sich besser als jeder andere auf seinen Job vorbereiten, denn Fred erlebt seit fünf Jahren immer wieder denselben Tag, ohne Grenzen, ohne Sorgen. Allerdings bringt diese Zeitschleife nicht nur Vorteile mit sich. Das Leben wird für Fred unerträglich langweilig.

Selbst div erse Nahtoderfahrungen, sadistische Spielchen oder zwanglose Orgien bringen kaum noch den gewünschten Kick. Fred will ausbrechen aus diesem Hamsterrad, doch sein Auftraggeber, der in diesem Zeitschleifenkonstrukt die Fäden zieht, droht ihm mit Höllenqualen. Außerdem ist da ein geheimnisvoller Unruhestifter und Zoe, die Freds Welt komplett auf den Kopf stellt. Das vermeintliche Paradies hat plötzlich Risse. Kann er entkommen? Und wenn, was kommt danach?

Leseprobe:
Alles auf Anfang: Das Dach eines Hochhauses. Bei sämtlicher Komplexität, die diese Welt bietet, ist es doch ein unerwartet übersichtlicher Ort. Eine jämmerliche Metalltür, die hier hinaufführt, der Boden ausgelegt mit Kieselsteinen, die mit jedem Schritt einen widerlich knirschenden Ton erzeugen. Des Weiteren eine Umrandung von hüfthohem Beton – als Sichtschutz für die arroganten Bürohengste, die sich hier auf einen Joint treffen. Punkt 12:37 Uhr, direkt nach dem abscheulichen Kantinenessen im zweiten Stock. Auch wenn es wahrscheinlich einer der trostlosesten Ecken auf der Welt ist, bin ich über den klaren Himmel, die sanfte Sonne und die warmen, aber nicht heißen Temperaturen erstaunt. Selbst nach fünf Jahren genieße ich immer noch, wie angenehm das Wetter ist.

16:28:44 Uhr
Wird Zeit, die Vorbereitungen zu treffen. Ich nehme die vergoldete Quarzuhr vom Handgelenk. Sie sieht zwar ziemlich verbraucht aus, dennoch ist sie der genaueste Gegenstand, den es in meiner Welt gibt - mehr noch, sie ist mein Helfer, der mich vor Verletzungen und Peinlichkeiten schützt. Eines der seltenen Werkzeuge, die für mich beständig sind. Da dieses ranzige Ding auf die eine oder andere Weise auch ein Kumpel wurde, gab ich ihm einen Namen. Es war keine Marke darauf zu erkennen, so musste ich mir etwas einfallen lassen und nun heißt sie James. James, mein treuer Butler und Freund. Aber jetzt genug davon, James muss arbeiten. Ich lege sie vor mir auf die Dachkante, damit ich sie immer im Blick habe. Jetzt ist das Bluetooth-Headset dran. Handy konfigurieren und ... es funktioniert. Was für eine schöne neue Welt. Genau wie James versuche ich, wie ein Uhrwerk zu funktionieren. Ich ziehe einen zerknickten Aktenumschlag aus meiner rechten Manteltasche, in dem alle nötigen Unterlagen gesammelt sind. Darunter viel Unnützes, wie einen Lebenslauf und mehrere Notizen von einem sehr detaillierten Tagesplan. Ich brauche nur seine Telefonnummer. Mehr nicht. Schnell den gelben Zettel aus dem Umschlag heraussuchen und die Ziffern in das Handy tippen. Das grün-leuchtende Feld mit dem Telefonpiktogramm ist nun der Auslöser, der Startknopf. Streng genommen müsste ich die Nummer bereits auswendig kennen, so oft wie ich diese schon gewählt habe. Aber man sollte sich schließlich nicht jeden Scheiß merken. So! Uhrzeit: gecheckt. Telefon: gecheckt. Fehlt nur noch mein geliebtes Stahlrohr. Das habe ich unter meinem Mantel platziert. Es ist ungefähr einen Meter lang und am Ende abgebrochen. Sieht wirklich gruselig aus, das Ding. Wahrscheinlich, weil es mit Rost überzogen ist, dass man schon bei der winzigsten Berührung Angst vor einer Infektion bekommt. Lang, dunkelbraun und widerlich rau. Drauf geschissen! Ich lege es neben meine Uhr und gut ist. Nun ist alles auf das Feinste drapiert. Ein Blick auf James.

16:30:17 Uhr
Ich sehe noch einen Augenblick zu, wie die Sekunden verrinnen, bis es langweilig wird. Die übrige Zeit sollte ich für meine Konzentration nutzen. Also stehe ich einfach nur da und versuche, an nichts zu denken. Konzentriere mich auf die wundervolle Aussicht. Schön. Sehr schön. Aber langweilig. Mein Blick wandert hoffnungsvoll auf meine Uhr.

16:30:45 Uhr
46, 47, 48 ... Ich beobachte den Sekundenzeiger, beuge mich über die Dachkante und schaue nach unten. Hm, warum liegt auf solchen Dächern eigentlich immer der gleiche Kies herum und warum sehen alle gleich aus? Verdammt! Ich mache mir wieder Gedanken über irgendeinen Schwachsinn, dabei habe ich Wichtigeres zu tun.

16:31:05 Uhr
Vielleicht verteilen sie den Kies, damit Leute wie ich hier nicht unbemerkt bleiben. Das könnte man schon fast als böswillig bezeichnen. Oh Mann, bleib aufmerksam! Vor einem Auftrag sollte ich weniger koksen. Beruhige dich! Du hast es schon tausend Mal durchgeplant. Egal, es wird hundertprozentig funktionieren. Aber ich will es perfekt haben. Schade, dass ich es nicht filmen kann. Shit! Die Uhrzeit?

16:31:21 Uhr Die magische Zeit. Jetzt noch schnell das abgebrochene Stahlrohr fest in die Hand nehmen und über den Rand des Daches halten. Verdammt schwer das Ding. Komisches Gefühl auf der Handfläche. Dieser Rost scheint jedes Nervenende meiner Handfläche zu reizen. Irgendwie unangenehm, aber trotzdem vertraut. Jetzt erst einmal die Position prüfen. Ich schaue wieder auf den verfluchten Kiesboden. Direkt an der Spitze meines rechten Lederschuhs, liegt ein ovaler braun getönter Stein und gleich daneben ein recht unförmiger grauer. Ich stehe also perfekt. Liste komplett. Jetzt fängt die Entspannungsphase an und der Puls geht in den Keller. Ich scheine still zu stehen. Als wäre ich die Zeit. Oder James. Nicht nur mein Geist steht still, sondern auch mein Körper und alles, was darin ist. Nur noch mein Mantel bewegt sich im sanften Wind. Die Sekunden verstreichen, ich stehe still, bis ich total entspannt zu mir komme und der Realität gegenüberstehe.
Diesem respekteinflößenden Blick über den Betonrand. Ein Hochhaus mit fünfzig Stockwerken, aber man gewöhnt sich daran. Verdammte Gewohnheit! Fuck, bin ich high! Bin zu unkonzentriert. Schluss jetzt! Tippe zweimal auf den Anrufknopf. Ich liebe die Wahlwiederholung. Es klingelt ...
»Hi!«
Dieser Idiot Martin Scheittmann. Fett, Halbglatze und mit einer Brille, die so groß ist, dass man daraus zwei machen könnte. Sitzt da gemütlich auf einer Holzbank, mit seinem missgebildeten Käsebrot und ist super ätzend angezogen. Trägt eine Hose, die genauso grau ist wie sein Leben und versucht, diese Tristesse mit einem rot-grün-blau gestreiften Poloshirt wettzumachen. Wahrscheinlich haben sich die Fasern schon mit seiner Körperbehaarung verwoben, die er ganz ungeniert aus seiner Spießerkleidung platzen lässt. Besonders eklig sind seine Unterarme. Der hat einen verschissenen Urwald oberhalb des Handrückens. Man stelle sich diesen Nerd vor, und dann meldet er sich mit einem hippen »Hi!«? Dazu noch mit diesem schwuchteligen Unterton, der absolut zu seinem scheußlichen Poloshirt passt.
Ich versuche nicht, über sein nicht verdientes Selbstbewusstsein zu kotzen, sondern antworte mit einem unterkühlten: »Hallo!« Gott, ich will alles tun, um nicht so lächerlich zu klingen wie er.
»Wer spricht?«
Oh, höre ich da ein wenig Aufmüpfigkeit heraus? Nun ja, ich lass ihm den Spaß und antworte monoton.Das lässt mich ein wenig kaltblütiger wirken. Glaube ich zumindest.
»Fred ist mein Name.«
Am Anfang hatte ich noch Probleme damit, meinen wahren Namen zu nennen, bis mir bewusst wurde, dass es egal ist. Der Name ist in ein paar Stunden sowieso Geschichte.
»Wer bist du?«
Jetzt fängt der Spaß an, denn das ist nun der Wendepunkt, an dem es für ihn unheimlich wird.
»Ach, Martin. Du kennst mich nicht, und das ist echt schade. Wenn du wüsstest, wie viel Zeit wir miteinander verbracht haben und wie oft wir uns immer wieder frisch kennenlernten. Und damit meine ich auf einer nicht homoerotischen Ebene. Wenn du nur so verstehen könntest ...«
»Was?«
Fuck you! Niemand unterbricht mich! Erst recht nicht, wenn ich mal so etwas Tiefsinniges sage.
»Jetzt kommt das Schlimmste. Heute ist unser Tag. Unser letzter Tag! Verstehst du? Ein einzigartiger Tag. Zumindest für mich. Ich habe ihn geplant, geplant, geplant, aber heute werde ich es schaffen. Es wird ein Meisterstück für meine Vita. Beispiellos. Leider weiß ich, dass es sich verhält wie beim Vögeln. Man bereitet sich vor, nutzt all seine Energie und Kraft, aber wenn der Höhepunkt erreicht ist, fühlt man sich schlapp. Und man weiß, dass es lange dauern wird, es wieder so intensiv zu spüren. Unfair, oder? Vögeln kann man immer mal wieder, aber, wenn ich hier fertig bin, wirst du weg sein. Es ist nicht reproduzierbar, weil du weg bist. Für immer! Und das ist schade. Zumindest für dich, du ekelhafter Bastard. Deshalb werde ich einen Regenbogen kotzen, wenn ich dich erledige.«
Soviel habe ich noch nie mit ihm geredet. Bin auf seine Antwort gespannt. Die lässt aber eine Weile auf sich warten.
»Ich weiß ja nicht, was für ein Gestörter du bist, Fred. Aber ich glaube, du solltest mich nicht mehr anrufen, denn ich habe gefährliche und einflussreiche Freunde. Und eins sag ich dir: Die lieben es, solche psychotischen Arschlöcher wie dich zu foltern. Das würden die sogar kostenlos machen. Also leg lieber auf, sonst hat dein Hals bald keine Abdeckung mehr.«
Ich liebe so was. Versucht er doch tatsächlich, mit coolen Drohungen seinen Penis zu vergrößern.
»Kann ja sein, Martin. Aber ich denke, du hast eher noch gefährlichere und einflussreichere Feinde. Die wollen nämlich, dass du stirbst. Und das in den nächsten paar Sekunden. Cool, oder?«
Verdammt. Darf die Uhr nicht aus dem Blick verlieren.

Im Kindle-Shop: Memorabilia.
Beim Verlag: Blutwut-Shop
Mehr über und von Manuel Schulte beim Blutwut-Verlag.



20. Juli 2019

'Jaxson (River Pack Wolves, Buch 1)' von Alisa Woods

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Alisa Woods
Drei Brüder. Drei Geheimnisse. Eine letzte Hoffnung, die Shifter von Seattle zu retten.

Der ehemalige Navy SEAL Jaxson River würde sein Leben für seine Brüder und sein Rudel geben, aber wenn er nicht bald eine geeignete Partnerin findet, wird er gezwungen sein, als ihr Alpha zurückzutreten. Doch niemand weiß, dass Jaxson ein dunkles Geheimnis in sich trägt, das jede Wolfsshifterin beim Paarungsritual sofort töten würde. Und da gerade immer mehr Shifter auf offener Straße entführt werden – und nur Jaxson und seine Brüder Jace und Jared dies verhindern können – ist jetzt definitiv nicht der richtige Zeitpunkt, um irgendjemanden einzuweihen.

Die kurvige Olivia Lilyfield hat sich ihre halbe Kindheit durch miese Pflegefamilien geschlagen – dass sie eine Halbhexe und für den Tod ihrer Eltern verantwortlich ist, hat sie dabei die ganze Zeit geheim gehalten. Jetzt, wo sie auf eigenen Füßen steht, will sie Buße für ihre Vergangenheit tun, indem sie ihrem Leben einen Sinn gibt und Gutes bewirkt. Als sie also einen Wolf entdeckt, der in einer Gasse gefoltert wird, eilt sie ihm ohne zu zögern zu Hilfe … obwohl Wölfe und Hexen so gut zusammenpassen wie Streichhölzer und Sprengstoff.

Die gefährliche Magie, die in Olivia schlummert, hält sie davon ab, irgendwen zu nahe an sich heranzulassen – doch Jaxson fühlt sich unbändig zu ihr hingezogen und sie kann seinen Küssen nicht widerstehen. Während die beiden alles dafür tun, Seattles verschwundene Shifter zu retten, liegt die wahre Gefahr darin, dass sie sich ineinander verlieben. Sie spielen mit magischem Feuer… und ihre Geheimnisse könnten sie am Ende beide zerstören.

'Jaxson' ist ein vollständiges und in sich abgeschlossenes Buch, das erste in der River Pack Wolves Trilogie. Das zweite Buch der Reihe findet ihr hier: 'Jace (River Pack Wolves 2)'

Leseprobe:
Ihre Beine zitterten, aber sie schaffte es, sie in Bewegung zu setzen. Sie schob sich vorwärts, bis sie an die Ecke der dunklen Gasse gelangte. Das Knistern erklang immer noch und verursachte ein Gefühl in ihr, als wäre ihr Magen mit hunderten elektrischer Schmetterlinge gefüllt. Aber sie zwang sich aus ihrer Deckung hervor, sodass sie die lange, schattige Gasse hinunter sehen konnte.
Was sie dort sah, ließ Eis durch ihre Adern fließen.
Am Ende der Gasse befanden sich zwei Männer in schwarzen Arbeitsuniformen und schweren Stiefeln, die lange Metallstäbe mit blauen elektrischen Lichtbögen an den Enden hielten – mit denen sie ein Tier quälten. Es wandte sich wimmernd auf dem schmutzigen Boden vor einem zugeketteten Maschendrahttor, halb durch einen überquellenden Müllcontainer verborgen. Immer wieder machten die Männer Ausfallschritte, stachen auf das Tier ein, und wichen dann zurück, wenn es nach ihnen schnappte.
Es war ein Wolf.
Sie erstarrte. Das war kein gewöhnlicher Wolf, wenn so ein Ding es überhaupt in die Innenstadt von Seattle schaffen würde. Er war gewaltig und hatte locker die Größe eines Menschen, mit schwarz glänzendem Fell, das sich wild sträubte, und Reißzähnen, die größer als ihre Finger waren. Es musste ein Shifter sein – und die Männer folterten ihn mit ihren Viehtreiberstöcken.
Olivia schluckte ihre Angst hinunter, schob sich weiter in die Gasse und fummelte ihr Handy aus ihrer Rocktasche. Shifter waren gefährlich – sie gehörten zu einer Reihe magischer Kreaturen, die sich in den Schatten von Seattle verbargen, und Olivia wusste genau, wie tödlich übernatürliche Wesen sein konnten. Aber egal wie furchteinflößend Shifter auch waren, ihr war trotzdem bewusst, dass sich ein Mensch darunter verbarg. Und jeder, der einen Shifter in einer dunklen Gasse folterte, war wahrscheinlich schlimmer als der Shifter selbst.
Außerdem konnte sie nicht einfach herumstehen und dabei zusehen, wie sie ihn vor ihren Augen umbrachten.
Mit zitternder Hand schaffte sie es, ihr Handy zu entsperren und ein Video aufzunehmen. Doch irgendwie bemerkten die Männer das Klicken der Videoaufnahme, trotz der funkensprühenden Folterstäbe und des Knurrens der Bestie. Ihre Köpfe wirbelten zu ihr herum und beide sahen erst sie und dann einander an.
Das Herz sprang ihr beinahe aus der Brust und dennoch brachte sie eine feste Stimme hervor: „Ich habe die Polizei gerufen“, log sie. „Und ich habe Sie gefilmt. Legen Sie einfach die Stäbe weg, dann haben die Beamten vielleicht ein Nachsehen.“ Gott, was machte sie da nur?
Die Angreifer schienen dasselbe zu denken. Aber während sie abgelenkt waren, machte der Shifter einen Satz nach vorne und biss nach einem von ihnen. Der kräftigere der beiden Männer schlug dem Shifter mit seinem Stab ins Gesicht, während der schlankere sich ihr zuwandte und mit seiner Waffe in der Hand durch die Gasse auf sie zu gesprintet kam.
Ach, du Scheiße.
Doch Olivia blieb tapfer stehen. „Ich nehme das auf!“, quietschte ihre Stimme, was den Mann aber nicht langsamer werden ließ. Sie sollte wegrennen, wollte wegrennen, aber ihre Beine waren unter ihr zu Gelee geworden. Gerade als der Mann eine Hand nach ihrem Smartphone ausstreckte, das sie immer noch vor sich hielt, tauchte ein Schatten aus Fell und schnappenden Kiefern zwischen ihnen auf. Mann und Wolf krachten beide gegen die Ziegelsteinwand und prallten davon ab. Der Mann schrie auf, als der Wolf seine Zähne in ihm vergrub. Olivia hastete aus dem Weg, als das kämpfende und kratzende Bündel aus Mann und Bestie an ihr vorbei rollte. Sie drückte sich an die kühle Steinwand, um aus der Gefechtszone zu bleiben.
Es war schnell vorbei – der Shifter drückte den Mann zu Boden und nahm dessen Kehle zwischen seine Kiefer. Der Arm des Mannes war blutverschmiert, sein Hals aber nicht. Der zweite Kerl, der kräftigere, kam durch die Gasse geeilt, um seinem Partner zu helfen, aber der Shifter stieß ein Knurren aus, bei dem sich Olivias Nackenhaare aufstellten... und bei dessen Klang der Mann augenblicklich stehenblieb. Der Shifter hätte die Kehle des Typen am Boden mit einem Bissen durchtrennen können. Doch stattdessen knurrte er eine zweite Warnung. Der Mann, der noch stand, kapierte endlich, ließ seinen Folterstab fallen und hob die Hände. Der Shifter ließ langsam von der Kehle des anderen Mannes ab. Dann stieß er ein weiteres markerschütterndes Knurren direkt in dessen Gesicht aus, bei dem Speichel und Schaum auf seine vor Entsetzen blassen Wangen tropften. Er rührte keinen Muskel, bis der Shifter langsam zurückwich. Dann flüchteten beide Männer panisch aus der Gasse. Als sie weg waren, zog sich der Wolf zum Müllcontainer zurück und verschwand dahinter.
Olivias Herz hämmerte in ihrer Brust und sie umklammerte immer noch ihr Handy. Sie tippte darauf, um die Aufnahme zu beenden, und versuchte, ihren abgehackten Atem zu beruhigen. Sie sollte abhauen und ihren dummen Hintern so schnell wie möglich aus dieser Gasse befördern, aber sie vertraute ihren Beinen nicht. Sie zitterte von Kopf bis Fuß und schaffte es bloß, aufrecht stehen zu bleiben, weil sie immer noch an der Wand lehnte. Gerade als ihr keuchender Atem wieder etwas abflachte, lenkte der Klang rascher Schritte ihre Aufmerksamkeit zurück in die Gasse.
Der umwerfendste Mann, den sie je gesehen hatte, eilte auf sie zu.

18. Juli 2019

'Der Tod wird dich vermissen' von Mark Franley

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Es ist sein Keller und es sind seine Regeln. Füge dich oder sie wird leiden.

Jacob lebt in seiner eigenen verstörenden Welt, unauffällig und unbemerkt. Doch einmal im Jahr holt er sich zurück, was ihm genommen wurde.

Als ihm bewusst wird, dass er mit Kommissarin Sabrina Faust eine schlechte Wahl getroffen hat, macht er das Beste daraus – er verwertet sie. Im Glauben, nun seinen eigentlichen Plan durchführen zu können, hat er die Rechnung ohne Sabrinas frühere Kollegen gemacht. Während der Ermittlungen wird eine weitere Frau als vermisst gemeldet. Nun wird klar, es geht um mehr, als nur um den Ruf der Kommissarin.

Halten die alten, aber schwer belasteten Freundschaften diesem Druck stand?

Weitere Bücher von Mark Franley auf seiner Autorenseite.

Leseprobe:
Kai war nicht unbedingt ihr Typ, und sie hatte nicht vor, ihm wirklich näherzukommen. Es war schlicht und einfach schön, endlich jemanden kennenzulernen, dem es so ging wie ihr selbst. Frisch getrennt bestand die Welt gleichermaßen aus alten, schmerzhaften Erinnerungen und der Hoffnung auf neue Erfahrungen.
Sie redeten, tranken und beschlossen irgendwann, das Hotel gegen eine der kleinen Bars einzutauschen. Es war eine traumhaft warme Sommernacht, und der Anblick des im Mondlicht glitzernden Meeres erzeugte ein Gefühl der Freiheit. Beschwingt schlenderten sie die Uferpromenade entlang. Bald setzten sie sich in eine Strandbar und redeten über Gott und die Welt. Unschlüssig, was sie danach tun sollten, wurden sie wenig später von rhythmischer Musik in eine kleine Disco gelockt. Nach ein paar weiteren Drinks schaffte es Sabrina, endlich einmal wieder aus sich herauszugehen.

Kai übertrieb nichts, und doch schmolz die anfängliche Distanz zwischen ihnen unmerklich dahin. Aus flüchtigen Berührungen wurde ein Flirt, und aus dem Flirt erwachte eine neue Lebenslust. Wie in Trance folgten sie den Klängen der Musik, die den emotionalen Stau der letzten Wochen in Luft auflöste.
Vom Alkohol beschwingt half Sabrina ihrer Urlaubsbekanntschaft dabei, die schüchterne Zurückhaltung aufzugeben. Ein kleiner Tanzschritt nach hinten genügte, um seinen Körper an ihrem Rücken zu spüren. Kai nahm die Aufforderung an, legte seine Hände an ihre Hüften und stellte sich auf ihren Takt ein. Die bewusste Berührung mit den Händen stellte eine neue Stufe der Intimität her. Was bis jetzt nur flüchtig erschien, wurde zu einem Gefühl der Verbundenheit und der Lust auf mehr. Sabrina spürte die Hitze seines Körpers, der sich nun dicht an sie drängte. Im Rausch der Bässe und des Lichts wurde die Umgebung unwichtig. Für einen langen Augenblick gab es nur noch diese beiden Körper mit dem unbedingten Wunsch, sich noch näher zu kommen.

Der lang gezogene Schrei einer Seemöwe kündigte den Morgen an, denn nur um diese Zeit stiegen die Vögel bis zu den kargen Gipfeln unweit der Küste hinauf. Sabrina versuchte, an den süßen Erinnerungen festzuhalten, doch der Traum ging, und damit erwachte das Grauen. Ihr trockener Mund zeugte von zu viel Alkohol und der steife Rücken von einer unbequemen Schlafstätte.
Sie versuchte, sich an den Ausgang des Abends zu erinnern, doch irgendetwas schien ihre Gedanken zu blockieren. Ihr Hirn arbeitete quälend langsam. Mühsam folgte eine Erinnerung der nächsten, und selbst das Erwachen schien sich Zeit zu nehmen.
Im ersten Moment schob sie ihre Bewegungsunfähigkeit auf diesen Zustand der Lethargie, bis sie endlich die Augen aufschlug und plötzlich überhaupt nichts mehr verstand. Dass sie sich in einem Auto befand, war dabei noch die harmloseste Feststellung. Warum direkt über ihrem Gesicht eine kleine Kamera sowie ein durchsichtiger Plastikschlauch hingen, konnte sie sich dagegen erst erklären, als sie versuchte, ihre Hände zu bewegen. Die Handschellen gewährten ihr nur wenige Zentimeter Bewegungsspielraum und klimperten bei jeder Bewegung. Eine Hand links oben neben ihrem Kopf, die andere rechts, lag sie da, wie Jesus ans Kreuz geschlagen wurde. Sie versuchte, ihre Beine anzuziehen, doch im Grunde ahnte sie es bereits: Die Fesseln ließen eine leichte Drehung ihres Körpers zu, mehr aber auch nicht.
Sie spürte die aufkeimende Panik, die schließlich ihr Nervensystem erreichte. Angst, Beklemmung und das Gefühl völliger Hilflosigkeit vermischten sich zu einem gefährlichen Cocktail. Ihr Puls begann zu rasen, und gleichzeitig verweigerten ihre Lungen, das Blut mit genügend Sauerstoff anzureichern. Schwindel und Weinkrämpfe brachten sie an den Rand einer erneuten Ohnmacht. Ihre Arme und Beine rissen und zerrten an den Fesseln, doch die Gepäcksicherungsösen des Autos hielten diesen Kräften mühelos stand.
Der Anfall endete mit einem kraftlosen Schrei und dem kurzen Aussetzen ihres Verstandes. Sekunden vergingen, reihten sich zu Minuten, in denen sie versuchte, eine Erklärung zu finden.
Was war geschehen, was war heute Nacht nur passiert, sie wusste es einfach nicht.
»Alles gut … Ich lebe, also ist alles gut«, flüsterte sie irgendwann leise in die Stille ihres Gefängnisses. Nach der dritten Wiederholung dieses Satzes öffnete sie erneut die Augen und versuchte, ihre Situation analytisch anzugehen. Sie war nicht irgendwer, sie war Polizistin und hatte gelernt, mit Stress umzugehen. Das redete sie sich so lange ein, bis es tatsächlich wirkte.

Sabrina atmete so ruhig wie möglich und erfasste zunächst das, was sie aus dieser Position erkennen konnte. Sie blickte auf das Dach eines Autos, der Größe nach vermutlich eine Art Minibus oder Transporter, denn für einen Kombi war das Dach zu hoch. Die Deckenverkleidung war schmutzig und wies einige Kratzspuren auf. Direkt über ihrem Kopf hing ein durchsichtiger Schlauch von der Decke, den sie eventuell mit dem Mund erreichen konnte. Dreißig Zentimeter weiter zum Heck hin, in Höhe ihrer nackten Brust, klebte ein Kameraauge, dessen Linse auf ihren Kopf gerichtet war. Die Innenraumbeleuchtung war ausgeschaltet und das Fenster auf der linken Seite einen kleinen Spalt weit geöffnet. Das Licht, das von außen hereinschien, wurde immer heller und war natürlichen Ursprungs, folglich stand der Wagen im Freien. Nun drehte sie den Kopf in Richtung des offenen Fensters und glaubte, einen kühlen Luftstrom wahrzunehmen, der ein wenig nach Lavendel roch.

Die Welt hinter der Scheibe war wenig aufschlussreich. Da waren die obersten Zweige eines dieser dürren Bäume, wie es sie hier in Südspanien überall gab. Dahinter das milchige Blau des Himmels, das den Beginn eines neuen Tages ankündigte.
Das Geräusch kam so unvermittelt, dass Sabrina einen leisen Schrei ausstieß. Steif vor Angst lag sie einfach nur da, hielt den Atem an und lauschte. Klack, klack, es schien direkt über ihr zu sein. Nach einem kurzen Augenblick der Stille, dieser absoluten Stille, ertönte es wieder, dieses leise Klack-klack-klack.
»Wer ist da?«, fragte sie leise und mit kehliger Stimme.
Keine Antwort.
»Hallo?«, fragte sie in Richtung des offenen Fensters und fügte hinzu: »Bitte, ich brauche Ihre Hilfe.«
Nichts geschah.
Das plötzliche Kreischen. ging ihr durch Mark und Bein. In einem neuen Anfall von Panik schnitten sich die Handschellen noch tiefer in ihre Haut. Verzweifelt brüllte sie: »Nein, nein, nein … Hören Sie auf damit!« Dann sah sie den Grund für die Geräusche und brach in Tränen aus.
Die Seemöwe stieß sich ab, breitete ihre großen weißen Schwingen aus und erhob sich anmutig und frei in die Luft. Dort drehte sie noch eine Runde über dem Baum und verschwand schließlich aus ihrem Blickfeld. Sabrina blieb alleine zurück, und das Gefühl absoluter Einsamkeit durchströmte sie wie eiskaltes Wasser.

Im Kindle-Shop: Der Tod wird dich vermissen.
Mehr über und von Mark Franley auf seiner Website.

16. Juli 2019

'Tom Dugan Box Set: Drei Thriller in voller Länge' von R.E. McDermott

Kindle (unlimited)
Sichern Sie sich die Romanserie, die Leser mit den Büchern von Clive Cussler und dem Stil eines Tom Clancys vergleichen – drei Bücher zu einem niedrigen Preis!

Spannung pur und ein außergewöhnlicher Preis machen dies zu einem unschlagbaren Angebot:

Wenn ich vorstellen darf: TOM DUGAN. Als ein um die Welt reisender Berater mehrerer Reedereien und sehr gelegentlicher Mitarbeiter des CIA hatte sich Dugan allein damit einverstanden erklärt, gelegentlich unter dem Deckmantel seiner regulären Geschäfte einige Fotos von chinesischen Schiffswerften zu machen. Als das CIA dann aber einen Sündenbock brauchte, lief alles aus dem Ruder.

Die Bücher:
Tödliche Passage (Buch 1)

Wir sind von Massenvernichtungswaffen umgeben. Sie sind überall, solange man nur weiß, wo man hinsehen muss. Eine Waffe am richtigen Ort kann die Welt in die Knie zwingen. Als eine Gruppe internationaler Terroristen die Durchführung nicht nur eines, sondern gleich dreier Terrorakte plant, erkennt allein Tom Dugan, ehemaliger Teilzeitspion und mittlerweile CIA-Sündenbock, die Gefahr.
Aber niemand hört ihm zu. Alle sind zu sehr mit dem Versuch beschäftigt, ihn aus dem Weg zu räumen.
Tödliche Passage verspricht ununterbrochene Spannung von den Straßen Londons über die Docks von Singapur hinweg auf die Decks der Tanker, die den Durst der Welt nach Öl löschen - mit Zwischenstationen in Panama, Langley, Virginia und Teheran. Gespickt mit reichen Details aus der dreißigjährigen Berufserfahrung, die sich der Autor weltweit im Segeln, Bauen und Reparieren von Schiffen angeeignet hat, ist dieser Roman in den Worten einer Leserrezension: „Atemberaubend, mehrschichtig und fesselnd“.

Tödliche Küste (Buch 2)

Kaum hat Tom Dugan sein Leben wieder unter Kontrolle und sich zu einer Partnerschaft im Unternehmen seines Freundes Alex Kairouz bereiterklärt, als eines ihrer Schiffe von mordgierigen somalischen Piraten entführt wird.
Aufgrund einer möglichen Verbindung zwischen Akten der Piraterie und dem Terrorismus, brechen sowohl die Regierung Großbritanniens als auch die amerikanische Regierung die Verhandlungen um die Freilassung der Geiseln ab. Ein frustrierter Dugan weigert sich, den Richtlinien der Behörden zu folgen und nimmt die Sache selbst in die Hand. Aber seine schnell zusammengeschusterte Rettungsoperation stolpert über einen über die reine Piraterie hinausgehenden, weit bösartigeren Plan – die geheime Bergungsaktion einer längst verloren geglaubten Massenvernichtungswaffe. Mit einem Mal stellen Dugan und seine kleine Gruppe bunt zusammengewürfelter Freiwilliger die letzte Linie der Verteidigung zwischen der Welt, wie wir sie kennen, und einer furchterregenden Biowaffe dar.
In Tödliche Küste transferiert die Einbindung historischer Tatsachen in die spekulative Fantasie des Autors den Leser über die Chefetage eines Londoner Unternehmens hinaus in die realistisch existierende Welt der modernen Piraterie – und der ihrer Opfer.

Tödliche Überfahrt (Buch 3)

Den Handel mit Menschen gibt es überall. Sobald aber die, die Tom Dugan nahestehen, betroffen sind, teilen er und seine Freunde ihr eigenes Maß an Gerechtigkeit aus.
Monate sind vergangen und das Leben ist in jeder Hinsicht lebenswert, als Dugan zusammen mit der Frau, die er liebt, die Straßen Londons in einem Taxi durchfährt. Dann aber alarmiert ihn das Klingeln des Telefons vom Eintreffen seiner beiden russischen Freunde, die ein enormes Problem haben.
Dugans Versuche, seinen Freunden bei der Befreiung eines russischen Mädchens aus den Klauen der russischen Mafia zu helfen, stürzt ihn in eine Welt, die er sich so kaum vorstellen konnte, und die sowohl ihn selbst, als auch alle, an denen ihm etwas liegt, in Gefahr bringt. Es ist eine Welt moderner Sklaverei voll unaussprechlicher Grausamkeit – es sei denn, Dugan meistert eine Tödliche Überfahrt.

Im Kindle-Shop: Tom Dugan Box Set: Drei Thriller in voller Länge.
Mehr über und von R.E. McDermott auf der Website seiner Übersetzerin.



'NORD UND TOTSCHLAG 2: Sammelband - 5 Nordseekrimis' von Axel Berger

Kindle (unlimited)
In diesem Sammelband "NORD und TOTSCHLAG 2" finden Sie nun fünf Krimis von Axel Berger:

DER FALLENSTELLER, DER GRABRÄUBER, DER EINDRINGLING, DER TODESBOTE und DER FEUERTEUFEL. Sie sind Teil einer auf mehrere Teile angelegten Serie über die Oldenburger Ermittler Werner Vollmers, Anke Frerichs und Enno Melchert. Im Anhang finden Sie eine extralange Leseprobe vom sechsten Teil DER KOPFSCHLÄCHTER.

Wer Nordsee- oder Ostfrieslandkrimis liebt, wird auch diese Krimireihe verschlingen.

Weitere Bücher von Axel Berger auf seiner Autorenseite.

Die enthaltenen Krimis:
BAND 1: DER FALLENSTELLER
Ein skrupelloser Mörder hält die norddeutsche Stadt Oldenburg in Atem. Innerhalb kürzester Zeit sind ihm bereits drei Menschen zum Opfer gefallen. Das Team um Hauptkommissar Werner Vollmers tappt zunächst im Dunkeln. Was treibt den Täter an? Ein Motiv lässt sich nicht finden, noch weniger ein Verdächtiger. Dann nimmt der Mörder Kontakt zu ihnen auf – und die Ermittler erkennen, dass sie und die ganze Stadt Teil eines tödlichen Spiels geworden sind.
Werden Sie den Fallensteller schnappen? Fest steht, er wird wieder töten.

BAND 2: DER GRABRÄUBER
Grabschänder verwüsten Oldenburgs Friedhöfe. Leichen werden aus ihren Gräbern ans Tageslicht gezerrt, Asche aus Urnen verstreut. Erste Ermittlungen führen in die Gothic-Szene, doch verlaufen im Sande. Welches Motiv steckt hinter den Taten? Hauptkommissar Werner Vollmers und sein Team stehen vor einem Rätsel. Nachdem dann ein Friedhofsgärtner ermordet aufgefunden wird, wird es ernst. Die norddeutschen Ermittler werden in eine Welt von Tod, Teufel und Leichengeruch gezogen. Als dann auch noch die Lebensgefährtin von Kommissarin Anke Frerichs entführt wird, droht die Situation zu eskalieren. Können die drei Kommissare Tanja Bremer retten oder wird auch sie dem Grabräuber zum Opfer fallen?

BAND 3: DER EINDRINGLING
Im norddeutschen Oldenburg ereignet sich ein schrecklicher Todesfall: Eine Frau stirbt an Verätzungen in Speise- und Luftröhre. Ihrem Müsli wurde eine tödliche Portion Abflussreiniger beigefügt. Als dann ein zweiter Fall auftritt, bei dem das Opfer durch Säure in einer Pflegespülung schwer verletzt wird, ist klar, dass dies keine Zufälle sind, sondern von langer Hand geplante Anschläge. Werner Vollmers, Anke Frerichs und Enno Melchert tappen im Dunkeln. Der Versuch, den Täter und dessen Motive zu verstehen, läuft ins Leere. Was treibt den Eindringling an, der unbemerkt in die Häuser seiner Opfer einbricht und deren Leben bedroht?

BAND 4: DER TODESBOTE
Eine Leiche wird gefunden. Die Todesursache: ein Schuss in den Hinterkopf. Der einzige Hinweis auf den Täter: eine Tätowierung im Nacken des Opfers, mit einem Datum – dem Todesdatum. Erste Spuren führen die Ermittler in Oldenburgs Rotlichtmilieu und die Rockerszene, doch ansonsten fehlt jede Spur von dem Mörder. Dann erschüttert ein weiterer Mord an einem Anwalt die Stadt an der Hunte. Als Nächstes wird ein Steuerberater verschleppt – und mit einem tätowierten Datum im Nacken wieder freigelassen. Die Ermittler haben 24 Stunden, um ihn zu retten. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Werden sie den eiskalten Killer zur Strecke bringen und den Mann retten, oder wird der Todesbote ihnen auch diesmal zuvorkommen?

BAND 5: DER FEUERTEUFEL (Staffelfinale)
Ein Feuerteufel versetzt Oldenburg in Angst und Schrecken. Die beschauliche Stadt an der Hunte brennt. Was zunächst mit Mülltonnen und Containern begann, weitete sich plötzlich auf Autos und schließlich Gebäude aus. Als schließlich ein ehemaliger Gasthof in Flammen aufgeht, finden die Feuerwehrleute in den Trümmern das schier Unglaubliche: einen Berg aus Leichen. Vollmers und sein Team werden alarmiert und müsse sich ihrer bisher wahrscheinlich größten Herausforderung stellen.

Im Kindle-Shop: NORD UND TOTSCHLAG 2: Sammelband - 5 Nordseekrimis.
Mehr über und von Axel Berger auf seiner Website.