31. Januar 2018

'(K)ein Herz für Buchhändler' von Brigitte Teufl-Heimhilcher

Die ehemalige Stadträtin Jutta Hirschmann schreibt einen satirischen Roman, in dem sie den amtierenden Bürgermeister aufs Korn nimmt. Da trifft es sich gut, dass ihre beste Freundin vor Kurzem den Buchhändler Günther Brühl kennengelernt hat. Der sieht zwar gut aus, ist aber ein arroganter Schnösel und denkt nicht daran, das selbstverlegte Buch in sein Sortiment aufzunehmen. Mit List und Tücke versuchen die Damen ihr Ziel dennoch zu erreichen – was vorerst nur dazu führt, dass Brühl einen Literaturkritiker zu einem Verriss anstachelt. Doch das soll ihm bald leidtun, denn Jutta ist eine ebenso spitzzüngige wie attraktive Person …

Eine heitere Geschichte rund um Bücher und Lebensträume.

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Leseprobe:
Jutta – Der ehrenwerte Herr Bürgermeister
„Er hat dich einfach fallen lassen?“
„Wie eine heiße Kartoffel“, antwortete Jutta.
„Kommt davon, wenn man sich mit seinem Chef einlässt“, murmelte ihr Vater. Das hatte ja kommen müssen. Er hatte mit seiner Meinung über ihre Liaison mit dem Bürgermeister noch nie hinter dem Berg gehalten. Außerdem war ihm die Partei, für die Jutta in den letzten Jahren in der Stadtregierung gesessen war, ebenso suspekt wie deren Chef, Albert Stein. Den mochte er schon gar nicht.
„Und jetzt? Du kannst doch wieder als Lehrerin arbeiten?“, wollte ihre Mutter wissen.
„Typisch Mutter“, dachte Jutta. „Hauptsache, ich kehre in mein sicheres Beamten-Dasein zurück.“ Dementsprechend lustlos entgegnete sie: „Ja, schon.“
Ihre Mutter sah sie forschend an. „Klingt aber nicht, als ob du das möchtest.“
„Da hast du allerdings recht. Vielleicht werde ich später wieder unterrichten, aber zuerst möchte ich ein Buch schreiben.“
„Du willst ein Buch schreiben?“ Ihr Vater schenkte sich Kaffee nach. „Komische Idee.“
Es war ein angenehm milder Tag, der Marillenbaum stand in voller Blüte. Sie saßen auf der kleinen Terrasse ihres Elternhauses und genossen einen der ersten Frühlingstage. Der Winter war lang und kalt gewesen, umso überraschender war es jetzt warm geworden.
„Ihr wisst doch, ich habe schon als Kind gerne gelesen, Geschichten erfunden und niedergeschrieben“, antwortete Jutta träge und hielt ihr Gesicht in die Sonne.
„Ich lese auch gerne, deshalb muss ich ja noch lange kein Buch schreiben“, warf ihre Mutter dazwischen. „Worüber willst du denn schreiben?“
Es war ihrer Mutter anzuhören, dass sie es ihr nicht zutraute. Auch das war für Jutta nichts Neues. Sie kreuzte mit ihrer Mutter die Klingen, seit sie begonnen hatte, selbstständig zu denken. Ihre Mutter war Kindergärtnerin gewesen, und sie führte ihre Familie so, wie sie seinerzeit ihren Kindergarten geleitet hatte. Autoritär, aber mit den besten Absichten. Juttas Vater hatte sich nur selten dagegen aufgelehnt, Jutta hingegen ständig. Auch jetzt antwortete sie kämpferisch: „Darüber würde ich mir an deiner Stelle weniger Sorgen machen. Ich habe in den Jahren als Stadträtin einiges erlebt, das reicht für mehrere Romane.“
„Hab‘ ich nicht gleich gesagt, Politik ist ein schmutziges Geschäft? Du hättest besser die Finger davon gelassen“, moserte ihr Vater.
Das Verhältnis zu ihrem Vater war immer entspannt gewesen. Sie standen ja auf der gleichen Seite, sie waren die „Zöglinge“. Auch jetzt lächelte sie nur und hielt die Augen geschlossen, während sie antwortete: „Das hast du gesagt, aber es war nur die halbe Wahrheit. Politik ist nämlich auch ein ungemein spannendes Geschäft.“
Jutta lehnte sich zurück. Langsam wurde ihr warm. Sie zog ihre Jacke aus und hängte sie sorgfältig über den leeren Sessel. Ihr eleganter Hosenanzug passte nicht so richtig hierher, aber sie war direkt vom Rathaus gekommen. Ihre Eltern hatten ihr politisches Engagement ohnehin nie gutgeheißen, da sollten sie von ihrem Rauswurf nicht aus dem Radio erfahren.
Eine Weile blieb es still, dann spürte Jutta ihr Handy vibrieren. Albert. Ihr erster Impuls war, das Gespräch einfach wegzudrücken. Doch das wäre keine besonders erwachsene Reaktion. Also nahm sie es an und fragte kurz angebunden: „Was willst du?“
„Wo bist du denn?“
„Bei meinen Eltern.“
„Kann ich kurz vorbeikommen?“
„Bloß nicht.“
„Ich muss dir doch erklären, was da heute Morgen gelaufen ist.“
Jutta stand auf und ging ein paar Schritte in den Garten, ehe sie ins Telefon zischte: „Das hättest du besser vorher getan. Jetzt ist alles gesagt.“
„Jutta, bitte, ich muss es dir erklären!“
„Du hast mich einfach fallen lassen. Was gibt es da zu erklären?“
„Das stimmt so nicht. Aber davon abgesehen, willst du denn gar nicht wissen, was da gelaufen ist?“
„Ich kann es mir zusammenreimen. Außerdem war dein geschätzter Stellvertreter, unser allseits unbeliebter Herr Vizebürgermeister, so nett, mich aufzuklären. Du warst ja leider nicht erreichbar – zumindest für mich.“ Der Zusatz musste sein. Sie kannte ihn und hatte oft genug miterlebt, wie er unangenehme Gespräche einfach ignorierte.
Diesen Vorwurf ignorierte er ebenfalls. Typisch. Stattdessen fragte er: „Er hat dir erzählt, dass die Sozialisten uns vor die Wahl gestellt haben, dich auszutauschen oder die Sache mit den Reisekosten auffliegen zu lassen - und das sechs Monate vor der Landtagswahl?“
Um unkorrekt abgerechnete Reisekosten ging es also auch. Interessant. Laut sagte sie: „Von Reisekosten hat er nichts gesagt, nur von einer dringend notwendigen Einigung im Bildungsbereich. Die werdet ihr mit diesem neuen Hampelmann sicher erzielen. Sag, ist dieser Niedermayer eigentlich je auf eine ordentliche Schule gegangen oder gleich vom Kindergarten in die Parteiakademie übergetreten?“
„Jedenfalls ist von ihm nicht zu erwarten, dass er die Partei vor eine Zerreißprobe stellt“, antwortete Albert hörbar eingeschnappt. Niedermayer war seine Entdeckung.
„Eine Zerreißprobe? Nur weil ich es ablehnte, die Gymnasien aufzugeben? Das ist doch lächerlich. Die Bundespartei ist übrigens auch dagegen.“
„Schon, aber andere Länder sind dafür, und der linke Flügel unserer Partei ebenfalls. Es ging auch nicht nur um die Gymnasien.“
„Worum sonst noch?“
„Es geht auch … also es ging auch … um … unser beider Vergangenheit.“
„Du meinst unser Verhältnis? Aber das haben wir doch schon vor mehr als einem Jahr beendet.“
„Ja, schon, aber unangenehm wäre so ein Outcome immer noch …“ Jutta lächelte unwillkürlich. Mit Fremdwörtern hatte er so sein Problem, der werte Herr Bürgermeister. „Du weißt ja selbst, unser lieber Vizebürgermeister ist nah am Ohr des Kanzlers – außerdem ist seine Frau mit meiner Frau befreundet.“
Deshalb hatte er sie fallen lassen? Aus Angst vor seiner Frau? Der Kanzler konnte ihm schließlich egal sein. „Für deine ach so unglückliche Ehe tust du wohl alles“, fauchte Jutta ins Telefon. Als er nicht gleich antwortete, beendete sie das Gespräch, atmete tief durch und ging langsam zur Terrasse zurück, wo ihre Mutter sich eben ein weiteres Stück Mohnkuchen auf den Teller legte.
„Magst du auch noch?“, fragte sie.
„Nein, danke. Dein neues Rezept ist zwar wirklich gut, aber auch ziemlich üppig. Du mit deinem Diabetes solltest es auch besser bei einem Stück belassen.“
„Ich streich nachher das Nachtmahl“, versprach ihre Mutter zwischen zwei Bissen, was Jutta bezweifelte, aber sie hatte im Moment keine Lust auf dieses Thema. Ihre Mutter würde sowieso nicht auf sie hören und Juttas Kopfschmerzen meldeten sich auch zurück. War ja zu erwarten nach einem Tag wie diesem. Sie würde besser nach Hause fahren. Die Gelegenheit, den Besuch zu beenden, war günstig. „Apropos Nachtmahl, da fällt mir ein, ich muss noch einkaufen gehen.“
„Apropos Einkaufen: Wovon willst du in Zukunft leben?“, antwortete ihre Mutter wie aus der Pistole geschossen.
„Nur keine Panik, ich werde euch bestimmt nicht auf der Tasche liegen. Ich habe ein wenig gespart, Zeit zum Geldausgeben hatte ich ja nicht. Außerdem könnte ich jederzeit Nachhilfestunden geben, und dann ist da ja immer noch Omas Häuschen.“
Das Gesicht ihrer Mutter verdüsterte sich. Dass Jutta das Haus ihrer Großmutter geerbt hatte und nicht ihr Vater, der einzige Sohn, war ihr offenbar immer noch ein Ärgernis. Dabei fehlte es den beiden doch wirklich an nichts.
„Das Haus verfällt zusehends, du solltest es entweder renovieren lassen oder verkaufen“, meldete sich ihr Vater wieder zu Wort.
„Genau das habe ich vor. Zumindest habe ich jetzt Zeit, mich darum zu kümmern“, sagte Jutta, schnappte ihre Tasche und verabschiedete sich.

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'Kalendermord' von H.C. Scherf

Der Wald rund um die Ruine der Essener Isenburg - eine Oase der Ruhe und des Friedens. Das ändert sich mit dem Fund einer ersten, grausam zugerichteten Leiche.

Kommissar Sven Spelzer, als erfahrener Leiter der Mordkommission, begegnet einem Serienkiller, der präzise seine unvorstellbaren Taten plant. Der Täter preist seine Morde als Kunstwerke. Wenn bisher ein System sein Wirken steuerte, so ist es die Gier Außenstehender, die eine unfassbare Lawine der Gewalt auslöst.

Gemeinsam mit der Rechtsmedizinerin Karin Hollmann begibt sich Spelzer auf die Suche nach dem Wahnsinnigen. Sie ahnen nicht, welche Hölle die Bestie schon für sie vorbereitet hat.

„Kalendermord“ ist der erste Fall für dieses Ermittlerteam, der sie an ihre Grenzen zwingt.

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Leseprobe:
Die verliebten jungen Leute fühlten sich unbeobachtet, unendlich frei und schwerelos. Sandras Kopf senkte sich am Lenkrad vorbei in den Schoß ihres Freundes, der sie auf hinterhältige Weise dazu verführt hatte. Genießerisch schloss dieser die Augen, presste den Nacken gegen die Kopfstütze. Seinen Atem hielt er für einen Augenblick an, um kurz darauf in ein Hecheln zu wechseln. Verflucht sollte er dafür sein. Oh, wie sehr hasste er diesen Bastard dafür. Gebannt verfolgte der geheimnisvolle Fremde durch den Feldstecher das Liebesspiel, um auch keine Sekunde zu verpassen. Stunden hatte er auf dem kleinen Hügel genau auf einen solchen Augenblick gewartet.
Dämmerung war zwischenzeitlich über die Lichtung gezogen. Sie vermischte sich mit der feuchten Luft des Schellenberger Herbstwaldes. Das Pärchen würde den leichten Modergeruch des Laubes kaum wahrnehmen. Er jedoch liebte diese Zeit, wenn die Blätter der Bäume sich der Vergänglichkeit hingaben. Sie starben, opferten sich, um im Frühjahr neuem Leben Raum zu geben. Nun war es endlich soweit. Er wollte den Lohn des langen Wartens einfordern, schließlich drängte die Zeit. Tagelang beobachtete er bereits den roten Mazda, hatte ihn sogar bis zu dem Haus verfolgt, in dem sein eigentliches Opfer wohnte. Jede Zusammenkunft der jungen Leute hatte er in seinem Notizbuch vermerkt. Zufrieden hatte er beobachtet, wie Sandra Schober die Beifahrertür aufriss und sich wieder einmal auf den Sitz schwang. Das Winken in Richtung der Mutter, die ihre Tochter bis zur Haustür begleitet hatte, quittierte er nur mit einem zynischen Grinsen.
Das Auto gehörte dem Vater des Jungen, der ihn sich zu gewissen Gelegenheiten auslieh. Dazu gehörte auch das Treffen mit seiner neuen Freundin, die er vor einigen Tagen in der Schul-Diskothek kennenlernte. Die Beiden turtelten schon vom ersten Kennenlernen an herum, ohne dass seine Eltern Wind davon bekommen hatten. Da war sich das Monster ziemlich sicher. Warum sonst sollten sie diesen abgelegenen Treffpunkt ausgesucht haben? Und vorgestellt hatte er Sandra noch nicht zuhause. Ihm sollte es recht sein, wenn es keine Mitwisser gab.
Die Augen verfolgten gierig jede Bewegung des Pärchens. Seine Zunge fuhr genießerisch über die Lippen, die bereits von Speichel bedeckt waren. Seine perversen Gedanken kreisten um das Geschehen im Wagen, bis sich das Ergebnis in seinem Schoß durch eine heftige Erektion abzeichnete. Seine Hand verschwand in der Jogginghose, bis er den Kopf des Mädchens wieder auftauchen sah. Keine Sekunde zu früh, denn ihm drohte eine vorzeitige Freude, die er unbedingt vermeiden wollte. Das würde er sich für später aufheben. Den zarten Kuss, den das schwarzhaarige Mädchen ihrem Verführer gab, wartete das Monster noch ab, bevor es das Fernglas wieder in den khakifarbenen Beutel steckte. Das diabolische Grinsen trug nicht unbedingt dazu bei, das Gesicht des Mannes sympathischer erscheinen zu lassen. Die Erinnerung an seine Jugend sprang ihn immer dann brutal an, wenn er diese ekelhaften Liebesakte beobachtete. Seine Finger verkrampften sich immer tiefer in dem Waldboden, die Augen zeigten nun eine beängstigende Härte.
Mit Gewalt riss er sich aus den unerfreulichen Gedanken, ließ sich die Böschung heruntergleiten, bis er sicher sein konnte, dass ihn die Beiden nicht bemerken konnten. Hektisch strich er sich das Laub von der Hose. Schon die bloße Vorstellung, was er mit der Kleinen anstellen würde, vertiefte sein Grinsen. Ein sichernder Blick in alle Richtungen überzeugte ihn davon, dass ihn niemand beobachtete. Seine fließenden Bewegungen zeigten, wie durchtrainiert dieser Körper war, als er sich um den Hügel herumbewegte. Katzengleich näherte er sich dem Mazda. Penibel achtete er darauf, dass er sich von hinten der Beifahrerseite näherte, damit er vom Fahrer nicht durch Zufall im Rückspiegel bemerkt werden konnte. Die Sorge war eigentlich unbegründet, da der junge Mann darum bemühte war, sich in der Enge des Wagens, der Hose zu entledigen. Das Monster bewegte sich schneller, da es befürchtete, dass das eigentliche Opfer schon ohne ihn die Freuden der Liebe erfuhr. Allein diese Vorstellung ließ den Hass auf den Jungen ins Unermessliche steigen. Dieses Vergnügen wollte er selbst genießen.
Nur das leise Rascheln des Herbstlaubs war zu hören, als er um das Fahrzeug herumkroch und sich langsam an der Fahrertür aufrichtete. Der Junge hielt seinen Oberkörper fest gegen die Innenseite der Tür gepresst, während Sandra versuchte, ihm seine enge Röhrenjeans endgültig auszuziehen. Lachend zog sie heftig an den Hosenenden.
Ihr Blick erstarrte augenblicklich, als das Gesicht hinter der Scheibe auftauchte. Das Monster riss im gleichen Moment an dem Türgriff. Mit einem Ausruf des Erschreckens fiel der junge Mann in die Arme des Killers. Sie waren weit ab von jedem Wanderpfad, sodass niemand den Schrei des Mädchens hören konnte. Das Entsetzen schnürte Sandra Schober sofort danach den Hals zu, als sie die riesige Klinge in der Hand des Fremden sah. Ihre Augen weiteten sich, als der Blutstrahl ihr entgegen schoss, der sich aus der breiten Halswunde ihres Freundes ergoss. Bevor sie schützend die Hand vor das Gesicht reißen konnte, brannte das Blut bereits in ihren Augen. Reflexartig verrieb sie es noch weiter durch das Gesicht. Ungläubig starrte sie auf ihre Hände, die sie jetzt schützend Richtung Fahrersitz ausstreckte. Sandra war nicht fähig, auch nur eine Silbe über die Lippen zu bringen. In Bruchteilen von Sekunden hatte sich pure Lebensfreude in Grauen gewandelt. Ihr Körper zitterte unkontrolliert, während sie mitansehen musste, wie der zuckende Körper ihres Freundes brutal aus dem Wagen gezogen wurde. Seine Beine schlugen noch wenige Male verzweifelt aus.
Ich muss hier weg. Ich muss mich in Sicherheit bringen. Die Gedanken schossen ihr durch den Kopf, befahlen ihr, die Tür aufzureißen und tief in den Wald zu rennen. Nichts dergleichen geschah. Die Lähmung hatte ihren gesamten Körper erfasst, ihr jegliche Kraft genommen. Obwohl sie das Wesen wahrnahm, das jetzt um das Fahrzeug herumkam, war sie nicht in der Lage, ein Glied zu bewegen. Die Augen des Monsters waren unentwegt auf sie gerichtet, befahlen ihr, zu warten. Wie unter Hypnose vernahm sie die ungewöhnlich leise Stimme des Mannes, die so gar nicht zum Äußeren passte. Sie fraß sich in ihren Kopf und verursachten einfach nur pure Angst.
»Du bist so verdorben, so abgrundtief verdorben. Ich hasse dich dafür. Du wirst mir gehören – für immer. Ich werde dir deine verdammte Seele nehmen.«
Es waren die letzten Worte, die sie vernahm, als auch ihre Tür aufgerissen wurde und die harte Faust ihr Gesicht traf. Sie spürte nicht mehr, dass sie über die Schulter geworfen wurde. Mit geschmeidigen Schritten bewegte sich der Mann tiefer in den Wald. Niemand hätte seitlich des von Efeu zugewachsenen Hauses eine Falltür vermutet, hinter einer dicken Laubschicht versteckt. Wie einen Müllsack warf der Mann seine Fracht auf den Boden, legte den Griff frei, an dem er den schweren Deckel anhob. Während er sein Opfer langsam in das Loch hineingleiten ließ, murmelte er unverständliche Worte vor sich hin. Dann stieg er selber hinein. Die Pforte zur Hölle hatte sich geschlossen.

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30. Januar 2018

'Nachbarn inklusive' von Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki

Unter Zeitdruck sucht Krankenschwester Mia verzweifelt eine bezahlbare Wohnung in der Nähe ihres Arbeitsplatzes. Vergeblich. Hamburg ist teuer. Entnervt nimmt sie das Angebot von Kollegin Judith an, eine Wohnung im Alten Land zu besichtigen, die von zwei unverheirateten Damen vermietet wird. Diese Arsen- und Spitzenhäubchen-Fraktion macht sie freundlich darauf aufmerksam, dass die Nachbarschaft hier intensiv gelebt wird.

Mia zieht aufs Land und fühlt sich erstaunlicherweise inmitten der durchaus neugierigen, so unterschiedlichen Menschen wohl. Sie verliebt sich in den neuen Klinikarzt und durchlebt heftige Gefühlsturbulenzen, genau wie ihre Freundin Judith, die für einen erheblich älteren Professor schwärmt.

Ein fröhliches Nachbarschaftsfest endet anders als geplant, und Mias Welt wird völlig auf den Kopf gestellt.

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Leseprobe:
Der kommende Morgen hatte erst einmal eine andere Überraschung parat. Sie stand bereits im Fahrstuhl, hatte ihre Station gedrückt, und die Türen schlossen sich langsam, als sie von Männerhänden aufgehalten wurden.
»Nehmen Sie mich noch mit?« Mit einem großen kräftigen Schritt trat Dr. Olaf Münstermann ein.
»Gerne.« Mensch, sah der gut aus am frühen Morgen, fand Mia. Und er trug einen intensiven, aber angenehm herben Männerduft.
»Sagten Sie nicht, Sie kennen diese nette Bar in der Kantstraße gut, Schwester Mia?«, begann Dr. Münstermann das Gespräch.
»Ja, ich bin dort des Öfteren, man kann ...«
Er ließ sie gar nicht ausreden, denn der Fahrstuhl hielt bereits auf seiner Station.
»Was halten Sie davon, wenn Sie mir die am Freitagabend zeigen würden?«
»Also, ich ...«
»Gegen acht, wir treffen uns davor?« Er kam ihr mit dem Oberkörper ein bisschen näher. Sein Lächeln war mörderisch anregend – und seine Augen stahlblau.
»Das würde passen«, hörte sich Mia hauchen.
»Prima.« Schon öffnete sich der Aufzug und Dr. Münstermann war genauso schnell, wie er hineingesprungen war, wieder heraus.
Während der Fahrstuhl erneut anfuhr, lehnte sich Mia gegen die Edelstahlwand. Was war das denn jetzt? Ein Traum? Hatte sie Dr. Münstermann gerade eingeladen? Sie, die kleine Schwester von Station 5?
Vor Glück legte sie eine Hand auf ihr Herz.

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29. Januar 2018

'Eine Frau kämpft für ihren Traum' von Verena Dahms

1956 flüchtet Anna Horvath zusammen mit ihren Eltern vor den sowjetischen Truppen aus Ungarn in ein Bergdorf in der Schweiz. Sie wächst in zwei Welten auf. Ein Zwiespalt entwickelt sich in ihr. Wo gehört sie hin? Ist Ungarn ihre Heimat oder die Schweiz, ihr neues Zuhause? Anton, ein Nachbarjunge, hilft ihr, im Dorf Fuß zu fassen, im Laufe der Zeit entwickelt sich Zuneigung, ja Liebe.

Doch Anna bleibt getrieben, rastlos, schafft es nicht anzukommen. In ihrer Not entdeckt sie zunächst das Zeichnen, dann das Malen. Damit findet sie ihre Bestimmung, ihr Glück - eine andere Art von Heimat. Ein Kunstagent wird ihr Mentor, sie verlässt das Bergdorf, und später erlangt Anna durch die internationale Anerkennung als Kunstmalerin endlich Akzeptanz. Aus dem Flüchtlingskind von einst wird eine gefeierte Persönlichkeit.

Besessen malt Anna bis zur Selbstaufgabe, verkraftet dadurch Schicksalsschläge, in die sie sich hinein manövriert hat, und obwohl sie immer wieder an Anton, ihre Jugendliebe denkt, schiebt sie ihn und das Leben selbst beiseite.

Ob sie jemals erkennt, dass die Liebe zu einem Menschen wertvoller ist als die Leidenschaft zur Kunst?

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Für Tolino: Buch bei Thalia

Leseprobe:
Die kommenden Tage verbrachte Anna wie in Trance. Einmal war sie himmelhochjauchzend, dann wieder am Boden zerstört. Sie sehnte sich nach Lazio, zugleich ergriff sie Furcht, ein Schuldgefühl, ihre Malerei mit einem Mann zu betrügen. Wollte sie das? Die Liebe über die Kunst stellen? Konnte sie beides haben, würde eines neben dem anderen bestehen können? War ihr Herz so groß, beide Leidenschaften vereinen zu können? So viele Fragen! Als sie es nicht mehr aushielt, fuhr sie in die Leander Road. Am Morgen war Ellien meist zu Hause anzutreffen. Verschlafen öffnete sie die Tür, doch als sie Annas Gesichtsausdruck sah, war die Müdigkeit wie weggewischt.
„Komm herein“, sie zog sie am Ärmel ins Zimmer, drückte sie auf den Sessel und machte sich an ihrem Teekessel zu schaffen. „So, und nun erzähl.“
Ohne Umschweife begann Anna zu erzählen. Über die Aktmalerei, über ihre Liebesstunden danach, und dass sie Lazio mit nach Budapest mitgehen würde, sobald sie die Prüfung absolviert und er seine Papiere für die Übernahme des Restaurants zusammen hätte. Sie sprach auch über sein aufbrausendes Wesen, aus heiterem Himmel, eines Satzes von Anna wegen konnte er zornig werden.
Ellien hörte ihr schweigend zu, stand nur auf, um Tee in die Becher zu gießen, setzte sich wieder hin und betrachtete Annas Gesicht.
Als sie geendet hatte, strich Ellien ihr beruhigend über die Hand. „Er ist eben ein leidenschaftlicher Ungar, mit Paprika im Blut.“ Sie lachte. „Nun, du musst tun, was dein Herz sagt und nicht dein Kopf. Und dein Herz sagt dir doch, dass du mitgehen sollst. Erstens wegen deiner Heimat und zweitens ... liebst du ihn?
Anna hob die Schultern. „Ich, ja ... ich sehne mich unentwegt nach ihm, ob das aber Liebe ist ... „, sie nippte an ihrem Tee, „und wie frei werde ich sein?“
„Du wirst immer frei sein, Anna, glaub mir. Ich kenne dich gut genug, um das zu beurteilen.“
„Ich wollte mich nie binden, weißt du, ich glaube, dass man als Künstlerin frei sein muss, und nun kommt Lazio, und ich werfe alle Vorsätze über den Haufen.“

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26. Januar 2018

'Annie, so schreibt das Leben!: Schuld und Düne' von Marlies König

Als Robert sie von jetzt auf gleich verlässt, zieht sich Annie de Vries, eine erfolgreiche Autorin von Liebesromanen, enttäuscht und von Liebeskummer gepeinigt, in ihr Haus auf der Nordseeinsel Texel zurück. Mit im Gepäck: ihre Hündin Scheila und eine ausgewachsene Schreibblockade. Wird sie jemals wieder schreiben? Kann ihre Freundin Gerti Süntrup ihr helfen die Trauer zu überwinden oder spielt sie vielleicht sogar ein ganz falsches Spiel mit Annie?

Als dann gleich zwei wundervolle Männer in ihr Leben treten und sie wieder beginnt zu schreiben, nimmt ihr Leben plötzlich eine spektakuläre Wendung. Alles scheint sich zum Guten zu wenden, doch dann taucht Robert plötzlich wieder auf und wirbelt ihre Gefühlswelt erneut ordentlich durcheinander. Wird sie ihm vergeben oder eine neue Liebe finden?

Der Liebesroman von Marlies König bietet alles, was das Herz begehrt: große Gefühle, Spannung, Intrigen, eine ordentliche Prise Urlaubsfeeling und Meer!

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Leseprobe:
Tief in ihrem Inneren, und wenn sie ganz ehrlich zu sich war, tat es immer noch weh. Er war einfach von einem auf den anderen Tag aus ihrem Leben verschwunden und hatte nichts als eine große, inhaltslose Leere in ihr zurückgelassen, an der sie fast zerbrochen wäre.
In unzähligen Büchern und Erzählungen, hatte sie darüber geschrieben, ihre Protagonisten Trauer und Einsamkeit spüren lassen, aber dass es sie einmal ähnlich hart treffen würde, das hätte sie niemals für möglich gehalten. Doch im Gegensatz zu den Figuren in ihren Romanen, gab es für sie kein Happyend. Das Einzige was ihr von Robert geblieben war, war ein zerknitterter kleiner Zettel mit den Worten:

Es tut mir leid. Ich muss gehen.
Verzeih mir.
In Liebe,
Robert

Noch immer versetzten ihr diese drei Zeilen einen Stich, wenn sie sie, begleitetet von den immer gleichen unbeantworteten Fragen, aus der Tiefe des Vergessenwollens, an die Oberfläche steigen ließ.
Warum verdammt noch mal hatte er sie verlassen und war so plötzlich und ohne irgendeine Spur zu hinterlassen aus der Welt, aus ihrer gemeinsamen Welt, verschwunden?
Er war einfach gegangen, von jetzt auf gleich. Ohne Vorwarnung. Sein Facebook-Profil gelöscht, die Website seines Unternehmens offline. Annie de Vries konnte sich nach all der Zeit der Fragen nicht einmal mehr erinnern, was es genau für eine Firma gewesen war, die Robert geführt hatte. Irgendetwas mit Sicherheit. Sicherheitstechnik oder Security. Genau wie er und die Internetseite war auch die Firma verschwunden. Restlos leergeräumte und klinisch reine Büroräume hatten sie erwartet, als sie endlich die Kraft gefunden hatte, in die Siegerstraße 13 zu fahren, um ihn zur Rede zu stellen. Kopfschüttelnd hatte sie vor dem Gebäude auf dem großen Hof gestanden und durch die Fenster hinein gestarrt - und hätte beinahe angefangen an ihrem Verstand zu zweifeln, hatte sich gefragt, ob es ihn, den Mann ihrer Träume, überhaupt jemals wirklich gegeben hatte oder ob er vielleicht auch nur eine der fiktiven Figuren aus einer ihrer Geschichten gewesen war.
Scheila hatte sie damals aus ihrer Lethargie heraus und wieder ins Leben zurückgeholt. Die kleine, dreifarbig gefleckte Mischlingshündin, hatte die Hoffnung in ihren trostlosen Alltag zurück gebracht - und Annie letztendlich auch endlich wieder schreiben lassen.
Nach über zwei Jahren hatte sie sich, nach einem langen Standspaziergang, einen Milchkaffee gekocht und war, die Hände behutsam um die wärmende Tasse mit dem übergroßen, geschwungenen Henkel gelegt, ziellos und unstet durch ihr, mitten in den Dünen Texels, der 23,7 mal 9,6 Kilometer messenden und damit größten der fünf bewohnten holländischen Waddeneilanden, liegendes Haus gelaufen und hatte plötzlich, zum ersten Mal seit langem, wieder dieses unverkennbare Kribbeln verspürt, das ihr signalisierte, dass eine Geschichte in ihrem Inneren bereit war freigelassen und auf Papier gebracht zu werden.
Noch immer etwas unsicher betätigte sie die Einschalttaste ihres Apple Laptops, der augenblicklich zum Leben erwachte, gerade so, als ob er nur auf sie gewartet hätte. Als die Anzeige auf dem Startbildschirm sie aufforderte ihr Passwort einzugeben, verspürte sie einen weiteren Stich. Sie zögerte. Verdammt. Sie schnaufte, rieb sich mit den Handballen über die Augen und versuchte so, die in ihr aufsteigenden Tränen zurück zu drängen.
Sie hatte das Passwort nicht vergessen. Sie würde es nie, nie vergessen. Ganz im Gegenteil. Es hatte sich geradezu in ihr Herz eingebrannt, so wie ein Brandzeichen auf der Flanke eines Mustangs. Ein Anflug von Traurigkeit drohte sie erneut zu übermannen und in die Tiefen von Untätigkeit und Lethargie zurückzuschleudern, als sie plötzlich den warmen Atem und das Gewicht eines felligen Kopfes auf ihrem rechten Knie spürte. Ihre Hand wanderte hinunter und streichelte den Kopf ihrer treuen Begleiterin, ihrer unerschöpflichen Kraftquelle in dunklen Zeiten. Und auch diesmal spürte sie es, spürte sie, wie eine Welle der Zuversicht durch sie hindurch floss. Sie fasste sich ein Herz und gab die Kombination aus kleinen und großen Buchstaben und Zahlen ein:

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Der Laptop erwachte nun endgültig zum Leben und ihr Schreibprogramm öffnete sich, wie von Geisterhand, automatisch. Die Angst des Dichters vor dem leeren Blatt Papier mischte sich mit der freudvollen Erwartung, die sie jedes Mal überkam, wenn sie mit einem neuen Buch anfing. Annie de Vries nahm einen weiteren Schluck des mittlerweile fast erkalteten Milchkaffees, sah Scheila tief in die Augen, atmete zweimal tief durch und tippte, nach über zwei Jahren der Untätigkeit, die ersten Zeilen ihres neuen Bestsellers in den Computer …

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'Der Advocat - Wirtschaftskrimi' von Alexander Heilmann

Ehrgeiz, Karriere, Macht, Korruption, Geldgier, Bestechung, Schmiergelder, internationale Schwarzgeldkonten, Steuerhinterziehung, Missmanagement, Intrigen, Liebe und Sex. Ein Wirtschaftskrimi auf der Grundlage wirklicher Geschehnisse.

Lassen Sie sich in die tiefen Abgründe korrupter Wirtschaftsbosse führen, die sich mit Schwarzgeldern und Sex bestechen lassen. Mit Erstaunen werden Sie Verhältnisse und Zustände in Dienstleistungsbetrieben, hohen Wirtschaftskreisen und Politik kennenlernen. Kriminelle Handlungen, die Verfolgung des Protagonisten durch Interpol, Zollfahndung und Kriminalpolizei ziehen Sie in Bereiche hinein (z.B. Schwarzgeld, Steuerparadiese, Steuerhinterziehung), deren Einzelheiten Sie (wahrscheinlich) noch nicht kennen.

Ihr Miterleben der spannenden und sexistischen Eskapaden des Protagonisten werden Sie fesseln.

Gleich lesen: DER ADVOKAT, Wirtschaftskrimi - Sex and Crime

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Sex
… die doppelflügelige Küchentür öffnete sich. Der Anblick, der sich nun bot, ließ allen ihr Herz höher schlagen. Auf einem riesigen, silbernen Tablett lag prunkvoll aufbereitet ein ganzer, schon etwas angebratener Rehrücken. Ein herrlich zubereitetes Gericht, das allen das Kinnwasser im Munde hätte zusammenlaufen lassen, wären da nicht die vier Personen gewesen, die das schwere Tablett trugen. Und diese waren es, die die Herzen der Gäste höher schlagen ließen. Sie waren der absolute Clou der Rehbraten-Präsentation. Es waren die Bunnys, aber ohne Bunnybekleidung. Einziges Kleidungsstück waren ihre hochhackigen, roten Schuhe. Ohne Bunnykäppchen fielen ihre langen, blonden Haare zu einem Teil über ihren Rücken, zum anderen umschmeichelten sie ihre strammen Brüste. Zwei Kochgehilfen hielten die Türflügel geöffnet, sodass die Bunnys dort eine Zeit lang stehen bleiben konnten …

Crime
… »Auf welchen Preis können wir uns denn unter Berücksichtigung unserer persönlichen Interessen verständigen?«, fragte Klaff.
»Ich denke, 6 Millionen sollten für uns drin sein«, gab der Advokat zurück.
»Sehr gut. In dieser Größenordnung habe ich auch schon gedacht. Das ergäbe einen Kaufpreis von 290 Millionen Mark. Einverstanden?«
Klaff sah den Advokaten fragend an.
»Ja, dem kann ich sowohl für die BAVARIA als auch für die DePVA zustimmen. Wie sieht es mit Ihrer VEBA aus?«
»Diekmann wird auf jeden Fall mitmachen. Den Preis wird er in der Gesellschaft schon durchboxen, zumal er ja auch persönlich bedacht werden will«, bestätigte Klaff.
»Ach, Diekmann will auch etwas. Das hatten Sie bisher noch nicht erwähnt«, staunte der Advokat.
»Nun ja, aber daraus müssen wir kein Problem machen. Die 6 Millionen können wir doch nach dem grundsätzlich vereinbarten Muster verteilen: Sie erhalten Ihre 40 %, also 2,4 Millionen und Diekmann und ich teilen uns den Rest.«
»Nein, nein, so geht das nicht. Wir müssen berücksichtigen, dass ich nicht nur die BAVARIA vertrete, sondern auch die DePVA. Also steht mir mehr als nur ein Anteil zu. Für mich müssen 3 Millionen herausspringen.« …

Im Kindle-Shop: DER ADVOKAT, Wirtschaftskrimi - Sex and Crime

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25. Januar 2018

'Der Fallensteller' von Axel Berger

Ein skrupelloser Mörder hält die norddeutsche Stadt Oldenburg in Atem. Innerhalb kürzester Zeit sind ihm bereits drei Menschen zum Opfer gefallen. Das Team um Hauptkommissar Werner Vollmers tappt zunächst im Dunkeln. Was treibt den Täter an? Ein Motiv lässt sich nicht finden, noch weniger ein Verdächtiger.

Dann nimmt der Mörder Kontakt zu ihnen auf – und die Ermittler erkennen, dass sie und die ganze Stadt Teil eines tödlichen Spiels geworden sind. Werden Sie den Fallensteller schnappen? Fest steht, er wird wieder töten.
Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt …

Gleich lesen: Der Fallensteller: Der 1. Fall für Werner Vollmers, Anke Frerichs und Enno Melchert

Leseprobe:
Dass hier etwas nicht stimmte, konnte man auf den ersten Blick nicht erkennen – doch man konnte es riechen. Ein widerwärtiger Geruch nach Verwesung hing über dem Zelt am Seeufer.
Er trat einen Schritt vor, im Halbdunkel der Dämmerung war nicht viel zu erkennen. Es war August. Eine milde Sommernacht. Etwa 22:30 Uhr. Die Sonne hatte für heute längst aufgegeben und versank zügig hinter dem Horizont. Nur wenige Menschenseelen verirrten sich um die Zeit noch hierher.
Die Badegäste waren mittlerweile nach Hause gefahren. Die meisten Angler hatten ihre Sachen gepackt und waren ebenfalls gegangen, oft mit vollen Eimern und einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht. Im Sommer trafen sich hier viele Oldenburger, um zu grillen, zu feiern oder um einfach etwas in der Natur abzuhängen. Jetzt war nicht einmal mehr ein übermotivierter Jogger hier und drehte seine Runden. Ob das am Fernsehprogramm und an dem angekündigten Gewitter lag? Wie auch immer, er war hier, und er war allein.
Tonno trat vorsichtig einen Schritt näher heran. Durch seine Tätigkeit als Feuerwehrmann bei der Freiwilligen Feuerwehr in Sage kam ihm der Geruch unangenehm bekannt vor. Zu oft hatte er ihn schon gerochen. Bei Autounfällen, Bränden oder Überschwemmungen. Doch hier hätte er ihn nicht vermutet. Er blickte sich irritiert um. Nichts zu hören oder zu sehen. Und trotzdem stellten sich seine Nackenhaare fast wie zu einer unterschwelligen Warnung auf. Normalerweise liebte Tonno diesen leichten Nervenkitzel. Doch diesmal war irgendwas anders.
Das pyramidenförmige, in Tarnfarben gehaltene Igluzelt stand friedlich vor ihm in der Dämmerung. Es war keine drei Meter vom Ufer des Kleinen Bornhorster Sees entfernt, direkt neben dem ansonsten sehr belebten kleinen Badestrand. Ein Fahrrad lag daneben im Gras. Tonno schaute sich erneut um, nichts und niemand schien in der Nähe zu sein. Er machte noch einen Schritt auf das Zelt zu, ging langsam in die Hocke und griff nach dem Reißverschluss, um ihn zu öffnen.
Sein Instinkt warnte ihn, aber die Neugier war zu groß. Behutsam zog er am Reißverschluss. Das Geräusch schien die Stille zu zerreißen. Ein Haubentaucher flog zeternd aus dem Schilf vor ihm auf und verschwand schimpfend über dem See.
Tonno beugte sich ein kleines bisschen weiter vor, um besser sehen zu können, da hörte er hinter sich ein Geräusch. Noch während er sich umdrehte, durchfuhr ihn ein höllischer Schmerz. Sein Hals schien in Flammen zu stehen. Ein etwa zwanzig Zentimeter langes Messer ragte aus ihm heraus. Ungläubig sah er eine Fontäne seines eigenen Blutes pulsierend gegen die Zeltwand spritzen. Er versuchte verzweifelt Luft zu holen. Sein Versuch erstickte in einem hilflosen Röcheln. Sterne begannen vor seinen Augen zu tanzen.
Sein letzter Gedanke war das lachende Gesicht seiner Tochter an ihrem zweiten Geburtstag – dann wurde es dunkel.

Im Kindle-Shop: Der Fallensteller: Der 1. Fall für Werner Vollmers, Anke Frerichs und Enno Melchert

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'Natürliche Wachmacher' von Thomas Bayer

Konzentrationsprobleme und Müdigkeit bekämpfen: Das muss doch auch auf natürliche Weise gehen? Immer mehr Menschen setzen jedoch auf pharmazeutische Mittel. Doch bevor man zu solchen Mitteln greift, sollte man einen Blick in die Pflanzenwelt werfen und sich davon begeistern lassen, wie effektiv pflanzliche Mittel wirken können!

Ich selbst habe mich intensiv mit pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln sowie Vitalstoffen und ihrer Wirkung auf die Konzentration und Vitalität auseinandergesetzt. Es gibt einige wirklich tolle Methoden und Mittel, um seine Konzentration spürbar zu steigern und seine Trägheit zu bekämpfen. Ich habe die besten Ergebnisse aus meinen Selbstversuches hierzu in diesem Ratgeber zusammengefasst. Alle Methoden in diesem Nahrungsergänzungsmittel Ratgeber wurden im Eigenversuch getestet.

Dieser Ratgeber ist extrem geeignet für diejenigen, denen ein oder zwei Tassen Kaffee am Morgen nicht mehr reichen. Natürlich wird zu den erwähnten Nahrungsergänzungsmitteln und Vitalstoffen immer auch auf die wissenschaftliche Studienlage Bezug genommen. Konzentration steigern leicht gemacht!

Gleich lesen:
Für Kindle: Natürliche Wachmacher: Konzentration steigern und vital sein ohne künstliche Stoffe
Für ePub-Reader: Buch bei epubli

Leseprobe:
Dieser Ratgeber kann dir dabei helfen, im Alltag mehr Energie zu verspüren, weniger oft abgeschlagen zu sein und eine bessere Konzentration zu haben.
Wichtige Veränderungen kann man nicht von heute auf morgen hervorrufen. Viele positive Effekte einer gesünderen Ernährung sowie durch Nahrungsergänzungsmittel kommen erst mit der Zeit ans Licht.
Zuerst führt dieses Buch in das Thema „Koffein“ ein. Dies ist ein ungemein wichtiges Thema, da heutzutage viele Menschen nur über stark koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Energy-Drinks oder gar durch Koffeintabletten versuchen, sich wach zu halten.
Koffein an sich ist zwar sehr wirkungsvoll und hat durchaus viele positive Effekte – jedoch kommt es auf die Einnahmeform und auf die Menge an, damit es nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt.
Und gerade hier können viele der im Folgenden vorgestellten natürlichen Mittel einen sehr guten Weg darstellen, mit denen man auf verträglichere Weise Koffein zu sich nehmen kann.
Nach der Einführung in das Thema „Koffein“ folgt somit die Präsentation verschiedener pflanzlicher Mittel, welche die Konzentration anregen und Müdigkeitszustände bekämpfen können.
Ich bin Autor der Seite www.vitamin3.de und befasse mich schon seit langem aus persönlichem Interesse heraus mit den Themen Ernährung und Nahrungsergänzung. Ich habe über die Jahre hinweg viel Wissen und Erfahrung gesammelt, welches mir auch dabei geholfen hat, meine Allergien (Gräser, Pollen) deutlich abzuschwächen. Durch diese Erfolge begann ich, mich auch für andere gesundheitliche Themen zu interessieren, so z.B. für Fitness und wie man mehr Leistung erzielen kann.
Früher hatte ich auch häufig Probleme mit Müdigkeitserscheinungen. Ein weiteres Problem war es, mich in wichtigen Situationen adäquat konzentrieren zu können. Die Lösung für derartige Probleme liegt aber nicht nur in der Nutzung von pflanzlichen Wachmachern:
Insbesondere Sport sowie eine generell bessere Ernährung haben bei mir sehr viel dazu beigetragen, meine Situation stark zu verbessern. Daher rate ich natürlich auch, die Gesundheit an so vielen Stützpfeilern wie möglich zu verbessern. Viel Sport ist hierfür ein beinahe unverzichtbares Mittel.
In der Vergangenheit habe ich allerdings trotz häufigem Sport noch viel zu oft zu den üblichen Energy-Drinks gegriffen und mich anschließend gewundert, dass der wachmachende Effekt nicht so ausfiel, wie ich es mir gewünscht hätte: Meistens verpufft die Wirkung eines Energy-Drinks schon kurz nach der Einnahme. Eine wirkliche Unterstützung z.B. für eine ausgiebige Lernphase sieht anders aus.
Immer wieder habe ich sehr hohe Mengen an Energy-Drinks ausprobiert, welche dann allerdings beinahe ausschließlich negative Auswirkungen hatten: Anstatt dass ich mit vollem Fokus lernen konnte, fühlte ich mich stattdessen nervös, unkonzentriert und einfach neben der Sache.
Grund genug, mich verstärkt mit dem Thema Konzentration und Vigilanz zu befassen. Somit tauchte ich ein in die Recherchearbeit und begab mich auf die Suche nach alternativen, pflanzlichen Mitteln und begann meine ersten Versuche.
Ich wünsche dir viel Erfolg dabei, deine Konzentration zu steigern und aufgeweckter zu werden und hoffe, dass dir die nun folgenden Ratschläge hierbei entscheidend weiterhelfen können!

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Für ePub-Reader: Buch bei epubli

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24. Januar 2018

'Die Frau des Kommissars: Spuren im Schnee' von Mart Schreiber

Das Bild in der Zeitung ist verschwommen. Trotzdem glaubt Marlies, die aufgetakelte Deutsche zu erkennen, die beim Essen im Hotel neben ihnen gesessen ist. Jetzt ist sie tot, im Nebel abseits der Piste abgestürzt. Marlies wird stutzig, denn der Begleiter der Toten ist am Vorabend Hals über Kopf abgereist. Sie überredet ihren Mann, den Kommissar, mit den Schiern zur Absturzstelle zu fahren. Dort finden sie ein Täschchen, das die Deutsche eindeutig identifiziert. Und auf dem Smartphone findet Marlies die Nachricht: "du wirst sterben. du schlampe".

Marlies erfasst der Ehrgeiz und sie beginnt zunächst noch im Schlepptau des Kommissars, später dann auf eigene Faust zu ermitteln. Wer hat die Nachricht geschrieben? Wer hat ein Medikament, dass schwindlig und müde macht, in die Trinkflasche geträufelt?

Als erstes fällt der Verdacht auf den verheirateten Begleiter der Toten, doch dann gerät auch eine ungarische Kellnerin in den Fokus der Ermittlungen. Es muss aber ein ausgezeichneter Schifahrer gewesen sein, der die Tote in das Verderben geführt hat. Oder waren es vielleicht sogar zwei Täter?

Gleich lesen:
Für Kindle: Die Frau des Kommissars: Spuren im Schnee
Für Tolino: Buch bei Thalia

Leseprobe:
Marlies öffnet vorsichtig die Augen und schließt sie gleich wieder. Sie hat keine Ahnung, wo sie sich befindet. Ja, sie liegt in einem Bett, aber in welchem? Und wo ist eigentlich Joe? Sie tastet nach ihm. Er liegt doch immer links von ihr. Sie spürt nur eine zerwühlte Bettdecke. Das dumpfe Gefühl in ihrem Kopf wird von einem stechenden Schmerz überdeckt. Und gleich von noch einem. Es ist, als würde der Blitz einschlagen. Die Erinnerung an gestern Abend kehrt in Bruchstücken zurück. Schnaps, einen Zirbenen. Sie weiß nicht mehr, wie viele Stamperl sie getrunken hat. Bram, der Hotelier aus Belgien, hat immer gleich nachgeschenkt. Marlies wagt einen neuen Versuch, die Augen zu öffnen. Die Sonne schimmert durch die zugezogenen Vorhänge. Den Kopf zu drehen ist keine gute Idee. Jede Bewegung löst den durchdringend stechenden Schmerz erneut aus. Sie muß aber ins Bad, weil ihr speiübel ist.
Nach einigen Minuten über der Kloschüssel gibt sie auf. Es kommt nichts. Sie wäscht sich das Gesicht mit kaltem Wasser und trinkt direkt vom Wasserhahn. Aspirin, das braucht sie jetzt. Ob zwei reichen werden?

Joe blättert mit gelangweilter Miene in einer Zeitung. Wie habe ich es nur in den Frühstücksraum geschafft, denkt Marlies. Joe hebt den Kopf und grinst Marlies an. Freude drückt das nicht aus, eher Spott, denkt Marlies.
„Einen wunderschönen guten Morgen. Auch schon da?“
„Sei bitte lieb. Ich habe schreckliche Kopfschmerzen.“
„Ich will jetzt nicht fragen, woher das kommt. Vermutlich vom Föhn. Schau doch raus, keine Wolke am Himmel. Alle Gipfel sind frei.“
Marlies mag vieles an Joe, manchmal sogar seine Ironie. Aber nur, wenn sie imstande ist zu kontern.
„Kaffee. Vorher brauchst gar nicht mit mir zu reden.“

Eine Stunde später gleiten sie mit dem Sessellift von Tauplitz über den leicht ansteigenden Talboden. Zur rechten Hand liegen noch einzelne Häuser, bevor der Wald beginnt und es kurz danach steil Richtung Tauplitzalm hinaufgeht. Links zeigt die leicht kupierte, sehr breite Piste ihr schon durchfurchtes Weiß.
Marlies spürt die Wirkung der Tablette. Sie mag diesen flachen Teil. Er wirkt so friedlich und beschaulich. Sie hat ihren Kopf an Joes Schulter gelehnt und die Augen geschlossen. Wenn sie etwas ganz besonders an ihm mag, dann ist es seine Ruhe und Gelassenheit. Und seine Gutmütigkeit, wenigstens ihr gegenüber. Marlies weiß, dass sie das glatte Gegenteil ist. Lebhaft, quirlig, leicht exaltiert. Und schon mal auch ungeduldig.
„Warum hast du nicht auf mich aufgepasst?“, sagt sie gespielt vorwurfsvoll.
„Ich dachte immer, du kannst gut auf dich selbst aufpassen.“
„Red dich nicht aus. Du weißt doch, dass ich eine schwache Frau bin.“
„Heute abend lasse ich dich nicht aus den Augen, mein Schatz.“

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Für Tolino: Buch bei Thalia

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23. Januar 2018

'Der Miami-Vice-Faktor' von Peter Waldbauer

Ein Buch für Leser, die sich gerne der alten Zeiten erinnern, die schwelgen wollen in der Nostalgie der Achtziger, der ausschweifenden Disco-Nächte, des „Saturday-Night-Fevers“ und der endlosen Exzesse.

Aber auch für jene, die der Unterschied interessiert zwischen den unzähligen Betriebstypen der Gastronomie. Was unterscheidet Bistro und Bar, Restaurant und Bistrorante, Resto-Bar und Café-Restaurant? Wo verläuft die klare Trennung zwischen Pinte und Pub, Kneipe und Beisl, Taverne und Spelunke? Wer die Feinheiten kennt und alle Untertypen der Betriebsart Discothek frei aufsagen kann, gewinnt vielleicht eines Tages bei Jauch die Million. Falls nicht, hat er immerhin erfahren, warum er nie am Türsteher vorbeikam und sich dabei gut unterhalten.

Die wilden Jahre der Achtziger. Ja, es war eine schöne Zeit. Über allem schwebte der Hauch von Miami Vice, jener Erfolgsserie mit Don Johnson und Philip Michael Thomas. Für die vielen Nachahmer damals bedeutete dies nicht nur kesse Sprüche, sondern auch das passende Outfit: Sonnenbrille und Stoppelbart, Sportwagen (am liebsten Ferrari) und pastellfarbenes Sakko. Vor allem galt es, jene Lässigkeit an den Tag zu legen, die leicht zum Lotterleben ausarten kann, in jedem Fall zum Hedonismus. Die grenzenlose Lust am Ausgehen – dafür war in den Achtzigern gesorgt.

Gleich lesen: Der Miami-Vice-Faktor: Erinnerungen an die goldenen Gastronomie-Jahre der Achtziger

Leseprobe:
Das goldene Zeitalter
Dieses Buch ist entstanden aus einer ungeordneten Sammlung von Aufzeichnungen, zahllosen Notizzetteln, Dutzenden von Restaurantbelegen, unzähligen Papierservietten, etc. Ein Wust an plötzlichen Einfällen, Assoziationen und Träumereien. Der Blick schweifte zurück in die Vergangenheit, versuchte längst Vergessenes zu erinnern. Nicht alles ist selbst erlebt, manches wurde erzählt, also überliefert. Auf Vollständigkeit darf dabei nicht gehofft werden.
Dreh- und Angelpunkt ist das goldene Gastronomiezeitalter in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Was sich so asbach-uralt anhört, dürfte indes einigen noch gut im Gedächtnis präsent sein. Vor allem jener Generation, die heute zwischen fünfzig und sechzig Jahre alt ist.
Nach der Fresswelle der 1950er und 60er, der Bau- und Möbelwelle der 70er, bescherten uns die 1980er Jahre die Gastronomie- und Feizeitwelle. Erstmals geriet Ausgehen zum Mittelpunkt der privaten Lebensführung. Einfach deshalb, weil man alles andere mehr oder weniger schon hatte: Auto und modische Kleidung, schicke Wohnung mit teurer Stereoanlage und Videorekorder und erst recht einen sicheren Verdienst. So blieben die bevorzugten Interessen unter der Woche das Fitneß- und Sonnenstudio, an den Wochenenden die Discotheken und Kneipen und zwei- bis dreimal im Jahr der Urlaubstrip ins europäische Ausland, vorzugsweise nach Italien oder Spanien.
Möglich war dies durch einen allgemeinen und kräftigen Wirtschaftsaufschwung, der Anfang der Achtziger begann, jenes Jahrzehnt durchgängig anhielt und gegen Ende mit der Öffnung der Mauer noch einmal einen zusätzlichen Schub bekam bis zur Rezession 1992/93.
Fast zehn Jahre lang boomte die Industrie- und Exportnation Deutschland und mit ihr der Wohlstand der Mittelschicht. Die konnte es sich bald leisten, das Ausgehen nicht nur aufs Wochenende zu beschränken, sondern begann auch unter der Woche fleißig zu feiern. Neben dem „Platzhirsch“ Samstag und dem nur wenig schwächeren Freitag, bürgerte sich bald der Donnerstag als fester Ausgehtag ein, da er nahtlos ans Wochenende anschloss. Viele Discotheken weiteten ihre Öffnungszeiten auch auf den Mittwoch und Sonntag aus, womit fast die ganze Woche abgedeckt war. Vereinzelt gelang es manchen Betreibern sogar dienstags Gäste anzulocken, wenn auch unterstützt durch stark reduzierte Getränkepreise.
Ein neues Zauberwort machte die Runde: Erlebnisgastronomie. Dazu gehörten Aktionen wie Modeschauen und Misswahlen, Autogrammstunden und Showauftritte von Künstlern, 24-Stunden-Partys und Gewinnspiele, bei denen man Getränke- und Warengutscheine, Urlaubsreisen oder sogar ein Auto gewinnen konnte. Es war eine Zeit der grenzenlosen Partystimmung.
In den Neunzigern flaute diese Stimmung allmählich ab, der Zeitgeist wurde schnelllebiger, die Kommunikationsindustrie lockte mit PC, Handy, DVD, Nintendo und Internet. Hinzu trat ein demografischer Faktor. Die jungen Erwachsenen zwischen 18-25 Jahren wurden zahlreicher und die zahlungskräftigen 25-40 Jährigen wurden weniger. Eine neue Generation gewann die Oberhand.
Heute, Ende des zweiten Jahrzehnts im dritten Jahrtausend, ist die Situation verworren wie noch nie und keiner kann sicher sagen, wohin die Reise geht. Die Wirtschafts- und Finanzkrisen tun ein Übriges und drückt auf die Partystimmung. Ähnliche Zeiten, wie wir in den Achtzigern erlebten, erlebt heute wohl, wer in Shanghai und anderen „Boomtowns“ wohnt. Fest scheint nur zu stehen, dass die goldenen Achtziger unwiederbringlich vorüber sind. Grund genug also, noch einmal nostalgisch und sentimental zurückzublicken.

Der Scotch Club in Aachen – Die erste Discothek der Welt
Die erste Discothek der Welt wurde 1959 in Aachen gegründet. Als ihr Erfinder gilt der österreichische Kaufmann Franzkarl Schwendinger, der sein exklusives Speiselokal Scotch Club (am Dahmengraben, Peterstraße gelegen) in eine Discothek umwandelte. Die Schallplatte als „tote“ Musik sollte durch einen Diskjockey lebendig gemacht werden. Vorbild hierfür war der Rundfunk, denn dort wurden schon seit geraumer Zeit Musiktitel von den Discjockeys anmoderiert.
Um den ersten Deejay im Aachener Scotch Club rangt sich eine schöne Anekdote. Der für die Eröffnung engagierte Mann, ein Kölner Opernsänger, entpuppte sich als großer Reinfall, da er sich nicht traute, einen Kontakt zum Publkum herzustellen und wortlos eine Platte nach der anderen auflegte. Inhaber Schwendinger wurde es langsam peinlich. Um sich vor der eingeladenen Presse nicht völlig zu blamieren, fragte er nonchalant denjenigen der anwesenden Journalisten, der sich am meisten darüber mokierte, ob er nicht selbst einmal eine Ansage am Mikrofon probieren wolle, um so zur Animation der Gäste beizutragen. Bei dem Angesprochenen handelte es sich um den 19-jährigen Volontär Klaus Quirini, der für die Aachener Zeitung über die Eröffnung berichten sollte.
Quirini war nicht lange verlegen und legte munter los mit den Worten: „Meine Damen und Herren, wir krempeln die Hosenbeine hoch und lassen Wasser in den Saal, denn ein Schiff wird kommen mit Lale Andersen!“ (Gemeint war der gleichnamige Hit der Sängerin Lale Andersen, die 1939 mit Lili Marleen einen Welthit landete.) Quirinis Art der Moderation war ganz nach Schwendingers Geschmack und wurde auch von den Gästen begeistert aufgenommen. Am Ende des Abendes wurde er als Discjockey engagiert für umgerechnet 400 Euro DM, zu jener Zeit ein fürstliches Salär und das fünfzehnfache seines Zeitungsgehalts.
Um seine Familie mit seinem neuen Job nicht in Verlegenheit zu bringen, legte sich Quirini den Künstlernamen „Heinrich“ zu. Rückblickend erzählt er: „Ich war vertraglich verpflichtet, in weißem Hemd mit Krawatte zum Dienst zu erscheinen, andernfalls drohte die fristlose Kündigung!“
So wurde Klaus Quirini, mit neunzehn damals eigentlich noch minderjährig, der erste moderierende Disc-Jockey im Scotch Club, der damals noch Jockey-Tanz-Bar hieß. Die strenge Kleiderordnung galt natürlich auch für die Gäste. Männer mussten Krawatte und Jacket tragen, Damen in Hosen fanden erst gar keinen Einlass. Quirini ist übrigens noch heute der Meinung, dass die Kleiderordnung, die eine Discothek vorschreibt, wesentlich dazu beiträgt, die Zusammensetzung des Publikums zu steuern.
Auch wenn die Verhältnisse im Scotch Club aus heutiger Sicht nostalgisch erscheinen mögen (die Gäste klatschten noch nach jeder Ansage des Moderators), liegt hier die Urzelle der modernen „Discothek“. Ein Begriff, der sich wenig später in der breiten Bevölkerung durchsetzte.
Das Konzept des Scotch-Clubs wurde für viele Gastronomen zum Vorbild und breitete sich über Westfalen, Belgien und die Niederlande nach und nach in die ganze Welt aus. Aachen wurde zur Discotheken-Hochburg Deutschlands mit zeitweise 42 Discotheken. In den USA entstand diese Betriebsart erst 1974.
Quirini wurde bundesweit bekannt, galt fortan als Pionier einer neuen Branche und gründete mehrere Verbände: die Deutsche Disc-Jockey Organisation (DDO, 1963) , den Verband der Deutschen Discotheken-Unternehmer (DDU, 1970) und den Verband Deutscher Musikschaffender (VDM, 1974). Im Jahr 1968, fast zehn Jahre nach seinem Debüt im Aachener Scotch Club, war Quirini wieder der Vorläufer, diesmal als erster Disc-Jockey der Schweiz, im Züricher Lokal Playground. Der berühmte Aachener Scotch Club ist seit 1992 geschlossen.

Im Kindle-Shop: Der Miami-Vice-Faktor: Erinnerungen an die goldenen Gastronomie-Jahre der Achtziger

Mehr über und von Peter Waldbauer auf seiner Amazon-Autorenseite.



22. Januar 2018

Lisa Torberg alias Monica Bellini

Lisa Torberg ist das typische Resultat der Beziehung zweier Menschen verschiedener Kulturen: polyglott und nirgends wirklich daheim. Oder eben überall. Schon als junges Mädchen ließ sie ihrer Fantasie in Schulheften freien Lauf – sehr zum Leidwesen ihrer Lehrer. Was lag da näher, als die Leidenschaft für das Schreiben weiterzuentwickeln?

Heute ringt sie dem Berufsleben immer mehr Zeit für die Autorentätigkeit ab, zieht die Ruhe dem Trubel vor und lebt teils in Italien, teils in ihrer englischen Heimatstadt London.

Sie vertritt die These der ungeschminkten Wahrheit, mag das Leben an der frischen Luft und das Meer. Allerdings nur im Winter oder wenn sie an Bord eines Segelschiffs ist, und nicht, wenn sie wie eine Sardine am Strand liegen muss.

Sie lebt und schreibt nach der Devise: „Die Liebe ist das einzige Spiel, bei dem es zwei Verlierer geben kann. Oder zwei Gewinner.”

Unter dem Pseudonym Monica Bellini schreibt Lisa Torberg prickelnde, sinnliche Liebesromane.

Weblinks: www.lisatorberg.com und www.monicabellini.com


Bücher von Lisa Torberg im eBook-Sonar:




Bücher von Monica Bellini im eBook-Sonar:





Axel Berger

Axel Berger wurde 1971 in Bremen geboren. Nach Abschluss der Realschule schlug er eine kaufmännische Laufbahn in der IT-Branche ein. Über mehrere Stationen im Vertrieb gelangte er letztendlich zu einer Werbeagentur mit angeschlossenem Verlag, die er später als Geschäftsführer leitete. Neben der Arbeit im kaufmännischen Bereich, führten ihn seine Wege immer wieder zu den Kollegen der schreibenden Zunft – in die Redaktion. Dort verdiente er dann seine ersten Sporen als Redakteur und lernte das Schreiben lieben.

2013 erschien sein erster Krimi im Schardt Verlag Oldenburg. Weitere Kriminalromane und ein Kinderbuch folgten und werden folgen ...

Heute ist Axel Berger Mitinhaber der Internet- & Werbeagentur Mangoblau und als Autor tätig. Mit seiner Lebensgefährtin Marlies Mittwollen und seinem Hund Campari lebt und arbeitet er überwiegend in Oldenburg. Neben eigenen Büchern verwirklicht er auch fremde Buchträume und coacht angehende Autoren und Autorinnen.

Weblink: www.axel-berger.com


Bücher im eBook-Sonar:




'Azoren-Abenteuer: Ein Reise-Tagebuch' von Elisabeth Mecklenburg

Ein Reise-Tagebuch der besonderen Art. Ein Abenteuer, wie man es sicherlich nur sehr selten erlebt.

Faszinierende Eindrücke, atemberaubende Landschaften und einzigartige Augenblicke haben diese sieben Tage auf den Azoren für die Autorin zu etwas ganz Besonderem gemacht und sind in Text und farbigen Bildern festgehalten. Der Höhepunkt: Das Sichten von Walen und Delphinen.

Mitten im Atlantik gelegen, beeindrucken die Azoren mit ihrer wunderschönen, grandiosen Landschaft. Für Naturliebhaber bietet sich eine enorme Vielfalt an Aktivitäten, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Zudem ist die Inselgruppe, speziell auch Pico, weltweit bekannt für ihre fantastischen Whale-Watching-Touren.

Kommen Sie mit auf eine spannende Reise in eine fantastische Welt!

Gleich lesen: Azoren-Abenteuer: Ein Reise-Tagebuch über ein Erlebnis der ganz besonderen Art! Wale und Delphine in den Gewässern der Azoren "live" erleben

Leseprobe:
Die Finnwale waren eigentlich immer in Bewegung, die Pottwale hingegen lagen mehr oder weniger ruhig im Wasser. Oft ruhten sie sich an der Wasseroberfläche für ihren nächsten Tauchgang aus.
An diesem Tag war das Meer auch wieder ruhiger, oft schien auch die Sonne und die Fahrt war sehr angenehm, ja regelrecht gemütlich. Das leichte Schaukeln des Bootes, die Sonnenstrahlen die von oben kamen, alles perfekt für so einen Tag.
Nachdem die Finnwale wieder abgetaucht waren, fuhren wir in Richtung Küste der Insel Faial und trafen dort auf eine Gruppe von etwa 50 bis 60 kleine Schwertwale, auch bekannt als unechter Schwertwal, oder schwarzer Schwertwal, in manchen Gegenden wird er auch falscher Killerwal genannt.
Was für ein Erlebnis! Rechts und links unseres Bootes schwammen diese Tiere in einem recht hohen Tempo an uns vorbei. Auf einmal waren sie wieder vor uns, kurze Zeit später tauchten wieder weitere neben unserem Boot auf. Wir wussten gar nicht, „wohin“ wir zuerst schauen sollten. Kurz darauf waren wir auf einmal inmitten dieser großen Gruppe ...

Im Kindle-Shop: Azoren-Abenteuer: Ein Reise-Tagebuch über ein Erlebnis der ganz besonderen Art! Wale und Delphine in den Gewässern der Azoren "live" erleben

Mehr über und von Elisabeth Mecklenburg auf ihrer Website.



19. Januar 2018

'DIE UN-VOLLENDETE' von Heike Adami

So nah und doch so fern.

In der Kindheit verbrachten sie gemeinsam Sommerferien auf arabischem Boden. Jahre später sehen sie sich wieder. Auf jüdisch/palästinensischem Territorium. Der arabische Student Bashar und sein Cousin Jonah, der israelische Soldat. Zwei Cousins - Zwei Religionen. Der uralte Konflikt im Nahen Osten hält Einzug in eine Familie.

Eine Familiengeschichte, die Ihre Perspektive neu justieren kann! Stellen Sie sich vor, Sie haben einen jüdischen und einen muslimischen Enkel oder Cousin. Wie würden Sie über den Nahostkonflikt denken?

Dieser Roman basiert auf meiner Familienkonstellation, mit jüdischen und muslimischen Enkeln. Intensive Recherche vor Ort verleiht dem Roman eine noch würzigere Authentizität.

Gleich lesen: DIE UN-VOLLENDETE

Leseprobe:
Mit einem Ruck zog Abdul die Tür auf und schaute in dunkle fremde Augen. „Ah, du musst Bashars jüdischer Cousin Jonah sein. Der Soldat im israelischen Militär.“ Wie wäre Jonahs Reaktion gewesen, hätte ich gesagt, dass er einer des Stammes Israel ist, der meinen Freund auf dem Gewissen hat? Abdul hielt seine wahren Gedanken zurück.
Die Musik aus der Bibliothek hatte sein Gemüt umschlungen. Donnernde Paukenschläge vertrieben langsam die Sonne am Himmelszelt. Abdul schaffte es, einen Sonnenstrahl einzufangen und setzte die Begrüßung mit angenehmeren Tönen fort. „Das ist Premiere. Ich beglückwünsche dich. Diese menschliche Kombi Jude und Soldat betrat noch nie unseren palästinensischen Boden.“

Bashar hörte Abduls Worte. Im schnellen Schritt lief er zur Tür, um Schlimmeres zu verhindern. Er ahnte Ungutes. Bashar dachte nicht, dass Abdul dieses Thema in seinem Willkommensgruß aufnehmen würde. Doch beim nächsten Atemzug kamen seine Ohren in den Genuss, freudenvollere Worte zu hören.
„Aber lass dich nicht aufhalten und komm herein.“ Abdul hatte sich im Griff. Seine Stimme schwang zart wie Engelsflügel. Inzwischen erreichte Bashar die Tür. Neugierig auf Jonahs Reaktion, schaute er über Abduls linke Schulter in das Gesicht seines halbjüdischen Cousins.
Jonah zeigte nicht die von ihm bekannte felsenfeste Haltung. Dennoch behielt er seine militärische Ausstrahlung.
„Hallo, mein lieber Cousin, lass dich begrüßen“, rief Bashar ihm mit einem Lächeln zu. Er wollte aufkommende Wogen glätten, bevor große Wellen das Boot kippen könnten. Bashar drängelte sich neben Abdul zwischen Tür und Wand. Abdul ging automatisch zur Seite. Bashar reichte Jonah fröhlich die Hand. Erleichterung trat in Jonahs Gesicht.
„Die Sonderübung scheint noch immer in deinen Knochen zu stecken.“ Bashar musterte Jonah wie ein Feldwebel.
„Nicht nur das“, antwortete Jonah frustriert.
„Weißt du, Abdul“, Bashar blickte zwischen beiden hin und her, „Soldat Jonah Segal musste eine Sonderübung ausführen, weil er an der Grenze den Dienst verweigerte.“ Bashars Worte klangen süffisant. Abduls Augen hingen nachdenklich an Bashars Gesicht.
„Der Schuss an der Grenze“, wiederholte Bashar. „Der Schuss in den Ball, der mein Leben rettete.“ Bashars Mimik zeigte amerikanische Lockerheit. Ein glanzvolles Lächeln sollte die unterkühlte Situation aufwärmen. „Abdul, ich weiß, an was du denkst, aber wir können hier nicht dem schwarzen Kater freien Lauf geben.“
Abduls Gesicht verzog sich zu einer schiefen Grimasse. „Meinst du, den schwarzen Peter weitergeben?“ Bashar nickte. „Nein, Bashar, das können und wollen wir nicht, aber mich überflog das Gefühl, den schwarzen Peter verbal zurückgeben zu müssen.“ Abdul wandte sich wieder seinem halbjüdischen Gast zu. „Jonah, ich bin Abdul. Komm erst einmal herein, bevor wir dich vergraulen und du es vorziehst, gleich wieder zu gehen“, forderte er Jonah auf und schloss hinter ihm die Tür, nachdem dieser eingetreten war.
„Nein, das glaube ich nicht. Eure tolle Einladung ist eine wunderbare Abwechslung zu den letzten Tagen. Außerdem habe ich heute Sonderurlaub.“ Jonahs schneeweißen Zähne erhellten seine Gesichtszüge. In seiner Zivilkleidung mit Jackett über einem weißen Hemd und anliegender Leinenhose kam sein Körper pfiffig zum Vorschein. Kurze Haare, zwei Millimeter fehlten zur Glatze. Gebräunte Haut durch die Sonnenstrahlen, die Israel und Palästina erwärmten, verhalf den jungen Männern zu extra Sexappeal. Jonahs athletische Figur verriet den sportlichen Typen. Die Summe daraus konnte die Herzen aller Frauen brechen. Und sicherlich nicht nur innerhalb der sogenannten „jüdischen Großfamilie.“
In der Lounge hielt Bashar inne. „Wie war deine Sonderübung?“
Jonah wedelte mit der Hand, als wolle er den Rauch eines Feuers vertreiben. „Es war ein Horrortripp. Ich musste in glühender Mittagshitze auf Pappgesichter schießen. Der karrieregeile Vorgesetzte wollte mich mit allen Mitteln davon überzeugen, wieder zur Terroreinheit zu gehen. Aber ich will das nicht.
Auf Unschuldige schießen ist nicht mehr mein Ding. Ich habe nochmals den Dienst verweigert und musste zum Chef.“
„Das klingt nicht nach einem Spaziergang mit schlecker-lecker Eis“, sagte Bashar und grinste.
„Du hast ja keine Ahnung!“ Jonah zog eine Miene, die nach Glaubersalzgeschmack aussah. „Vergessen wir das Thema“, sagte Jonah resigniert. „Lassen wir uns die gute Laune nicht verderben.“ Jonah warf flehende Blicke in die Dreierrunde.
„Stimmt“, sagte Abdul und ging endgültig vor ins Musikzimmer.
Obwohl sich Jonah im Hause des Gegners befand, zeigte er seine Nervosität mit keinem Wimpernschlag. Das war eines der Ziele der Armee. Aufrechte Haltung und fester Blick in die Augen des Feindes zeigten dem Aggressor, wer das Feld beherrscht. Doch an diesem Abend ging es für Jonah nicht um Macht. Heute hatte er die ehrenvolle Aufgabe, Vertrauen und entgegengebrachte Freundschaft zu vermitteln. Das war es, was er in seinem Herzen fühlte.

Im Kindle-Shop: DIE UN-VOLLENDETE

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18. Januar 2018

'Die Magie der Glanzlichter (Lichtertanz 1)' von Isabella Mey

Wenn das Herz nicht will, wie es soll
und der Verstand von Gefühlen überrollt wird
dann wird es Zeit, in sich zu gehen, um das zu sehen, was wahr ist.


1912, Atlatica wird vom grausamen Lord Sorbat beherrscht. Abseits der großen Straßen, am Rande der Zone der Monster, kämpft sich Leanah als Tochter eines Schafbauern durch ihren harten Alltag. Sorbats Magier sind bei der einfachen Bevölkerung verhasst, nicht nur deshalb versucht Leanah, ihre magische Begabung, vor allen zu verbergen. Ihr Leben gerät jedoch vollkommen aus den Fugen, als sie auf die Burg des Lords gebracht wird, um dort zu dienen.

In Frankfurt am Main ahnt Silas, der Sohn eines Arztes, nichts von den Lords oder Atlatica. Erst nachdem seine Eltern entführt werden und er selbst ins Visier der Verfolger gerät, muss er sich nicht nur den Gefahren einer fremden Welt voller Magie stellen, sondern auch seinen Gefühlen für eine Frau, die nicht für ihn bestimmt ist. Wird das Schicksal die beiden letztendlich zusammenführen?

"Die Magie der Glanzlichter" ist der erste Teil der Lichtertanz-Trilogie. Die Geschichte spielt in der Welt des Flammentanzes, kann aber unabhängig davon gelesen werden.

Gleich lesen: Die Magie der Glanzlichter (Lichtertanz 1)

Leseprobe:
Schweigen. Lediglich unsere Atemgeräusche durchdringen die Stille.
»Was muss ich tun?«, fragt er tonlos.
»Lass mich frei!«
»Wirst du mich lieben, wenn ich dich freilasse?«
»Nein, aber dann würdest du aus Liebe handeln und hättest meinen Respekt und meine Achtung. Liebe knüpft keine Bedingungen, sie ist oder sie ist nicht, ganz gleich, ob der andere sie erwidert.«
Abermals Schweigen.
»Ich kann nicht …«, sagt er.
Jetzt höre ich, wie er aufsteht. Zwei Schritte, dann folgt ein metallenes Geräusch, als ob ein Gitter geschlossen und ein Schlüssel umgedreht wird. Die Schritte verhallen, bis ich von absoluter Stille und Finsternis umgeben bin. Es ist kalt. Ich fröstele. Sowohl mein Geist als mein Körper fühlen sich taub an. Immerhin haben sich meine Fesseln mit der Zeit ein wenig gelockert. Vielleicht kann ich mich davon befreien ...

Im Kindle-Shop: Die Magie der Glanzlichter (Lichtertanz 1)

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17. Januar 2018

'Geliebter Feind: Die Schützin im Reisfeld' von Devon Anderson und Suzanna LeMonde

Vietnam, 1967. Über der Erde tobt im ganzen Land ein erbarmungsloser Krieg. Doch unter der Erde, in den Tunneln, dem sogenannten Ho-Chi-Minh-Pfad, der vom Norden Vietnams bis in den Süden reicht, organisiert sich der Widerstand. Kim Lys Bruder Nhut nimmt den gefahrvollen Weg auf sich, Mutter und Schwester in Sicherheit zu bringen, doch als er länger braucht als erwartet, macht sich Kim Ly mit einem Freund auf ins Ungewisse, um nach ihm zu suchen. In einem verlassenen kleinen Dorf treffen sie nicht nur auf ihn, sondern auch auf JiâSun, ein eigensinniges, impulsives und starrköpfiges junges Mädchen, so ganz anders als die zurückhaltende, schüchterne Kim Ly.

Auf der anderen Seite stehen die US- Soldaten Zack und Scott, deren Wege sich immer wieder mit denen der beiden jungen Frauen kreuzen. Und schon nimmt das Leben aller eine unerwartete Wendung.

JiâSun, widerborstig, unbelehrbar und tollkühn, kämpft jedoch ihren ganz eigenen Krieg. Ihr Verhalten sorgt nicht nur innerhalb der Gruppe für Anspannung, sondern auch für offene Abneigung der eigenen Landsleute. Kim Ly geht es besonnener an. Trotz der Verständigungsschwierigkeiten kommen sie den Soldaten näher.

Eine Liebe entbrennt, inmitten von Krieg, Elend und dem schwierigen Leben zwischen den Kulturen, begleitet vom Tod und dem Wunder neuen Lebens.

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Leseprobe:
JiâSun verbrachte nun schon etliche Stunden auf dem Baum und ließ die letzten Tage Revue passieren, als in einigen hundert Metern ein Schwarm bunter Vögel aufflog. Das konnte natürlich mehrere Ursachen haben, andere Tiere etwa, gerade hier in der Nähe des Flusses, aber JiâSuns Instinkt mahnte sie zur Vorsicht. Jede überflüssige Bewegung vermeidend, wechselte sie in der Astgabel die Position und schob ihren schmerzenden Körper den dicken Ast entlang, soweit sie konnte, ohne dass der Ast unter ihr brach, aber doch weit genug, um nach unten und in weiterer Ferne gute Sicht zu haben. Die Stelle, an der die Vögel aufgeschreckt waren, lag auf der anderen Flussseite. Die Minuten verstrichen, ohne dass sie etwas sah oder hörte. Sie beschloss, noch einige Minuten in dieser Position auszuharren, als sich die wogende grüne Wand am anderen Ufer an einer Stelle teilte, und etliche US-Soldaten hervortraten. Sie sicherten vorsichtig nach allen Seiten ab.
Über JiâSuns Gesicht lief ein böses Lächeln. Ihr könnt noch so viel sichern, dachte sie, es wird euch nichts nützen. Langsam legte sie den Sicherungsflügel der M16 mit ihrem Daumen um. Dann stellte sie das Gewehr auf Einzelschuss. Einer der Soldaten holte nun eine Karte hervor und beriet sich mit einem anderen, als JiâSun einen weiteren Soldaten, der sich am Flusswasser erfrischte, anvisierte. Sie drückte sich noch etwas enger an den Stamm des Astes, den Lauf des Gewehres geschützt in der Armbeuge. Sie zog den Finger bis zum Druckpunkt durch. Einen Moment wollte sie noch warten, bis sie den Soldaten erschoss. Eiseskälte hatte ihr Inneres erfasst.

*

Benny Rhodes wollte sich am Wasser etwas erfrischen. Seine Einheit wollte hier Rast machen und dann weiter westwärts gehen und das Gebiet nach Vietcong durchkämmen. Er hatte noch vierzehn Tage vor sich, dann würde er endlich nach Hause zurückkehren können. Zwölf Monate Vietnam lagen hinter ihm und das war seine letzte Tour. Sein Lieutenant hatte ihm persönlich versichert, das er unversehrt daheim bei seiner Familie in New Jersey ankommen würde. Er hielt diesen letzten Einsatz für komplett überflüssig. Seit sie vor zwei Tagen von einem Helikopter des Camps im Dschungel abgesetzt worden waren, hatten sie nicht einen Vietcong zu Gesicht bekommen. Ein paar Kilometer noch, dann würde der Helikopter sie wieder einsammeln und zurück ins Camp fliegen. Und das Thema Vietnam war so gut wie erledigt für ihn. Er freute sich schon auf Sally, seine Frau. Seit fünf Monaten hatte er sie nun nicht mehr gesehen. Er wollte sich gerade aus der Hocke wiederaufrichten, als er von einer unsichtbaren Faust nach hinten geschleudert wurde. Ein heißer Bolzen drang in sein Gehirn. Der einsame Schuss durchbrach trocken die Stille und scheuchte ein paar Wasservögel auf. Dann herrschte wieder absolute Ruhe. JiâSun in ihrem Versteck hoch oben auf dem Baum nahm mit tiefer Genugtuung wahr, wie die anderen Soldaten links und rechts in den Büschen am Ufer des Flusses Deckung suchten. Bei ihnen herrschte absolute Aufregung über die Frage darüber, wo der Heckenschütze, der Rhodes im Fluss erwischt hatte, lag. Ferngläser wurden hervorgeholt. Meter für Meter tasteten die Männer mit den Augen das andere Ufer ab, aber sie sahen nichts. JiâSun jedoch hatte schon ihr nächstes Opfer im Visier. Einen Soldaten, der etwas abseits stand und nun steif vor Angst versuchte, rückwärts in den rettenden Dschungel zurückzuweichen. Gnadenlos sah sie zu, wie er Schritt für Schritt zurückwich, und wusste doch, dass er ihr nicht entkommen würde. Sie zählte dann langsam, ganz für ihr eigenes Vergnügen, bis drei, der Finger krümmte sich erneut. Dann peitschte der Schuss. Er traf Private Jackson, der erst vor vier Tagen im Camp angekommen war, in die Brust. Er fiel ohne einen Laut nach hinten in das hohe Gras. Der nächste, den es erwischte, war der Funker, der gerade auf den Weg in den Fluss war, um Rhodes zu bergen. Wieder bellte ein einsamer Schuss durch den Dschungel. Defort kippte zur Seite und fiel mit dem Gesicht ins Wasser. Sollte er noch nicht tot gewesen sein, so würde er spätestens jetzt ertrinken, mutmaßte JiâSun emotionslos. Mit mitleidigem Lächeln sah sie zu, wie die drei restlichen Soldaten sich in den Dschungel zurückzogen.

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'Finanz-Chaos?: So bekommen Sie Ihre Geldsorgen in den Griff' von Elisabeth Mecklenburg

Ist bei Ihnen am Ende des Geldes noch viel vom Monat über? Schreiben Sie Jahr für Jahr rote Zahlen und wissen nicht, wie Sie dieses Desaster bewältigen sollen? Dann sind Sie nicht alleine!

In diesem Buch finden Sie Tipps, Anregungen und Ideen, um aus den roten Zahlen schwarze zu machen, sodass Sie in Zukunft Ihre Geldsorgen in den Griff bekommen können.

Geldprobleme können viele Ursachen haben. Der eine lebt über seine Verhältnisse, indem er mehr ausgibt, als er zur Verfügung hat, der andere verdient nicht genug in seinem Beruf und wieder ein anderer lebt vielleicht sogar von Hartz IV und sieht keinen Ausweg.

Hier setzt dieses Buch an – mit dem Ziel, in einem überschaubaren Zeitraum seine Finanzen in den Griff zu bekommen. Mittel und Wege zu finden, eine Verbesserung der Situation zu erreichen und somit auch wieder mehr Lebensqualität zu erlangen.

Es richtet sich an den sogenannten Otto-Normal-Verbraucher – egal, ob Sie Hartz-IV-Empfänger/in sind, im Angestellten- oder Arbeitsverhältnis stehen, selbstständig oder Hausfrau sind oder nur nach einfachen, praktischen Lösungen suchen, um Ihre finanzielle Situation zu verbessern.

Personen, die sich vielleicht nur einen Überblick über ihre Finanzen verschaffen möchten finden hier Anregungen, es liefert ihnen aber auch eine komplette Anleitung für die Erstellung eines Haushaltsbudgets oder Finanzplanes.

Ebenso finden hier Menschen, die verschuldet sind, Tipps, wie sie ihre Unterlagen sortieren können, wenn sie beabsichtigen ein privates Insolvenzverfahren einzuleiten oder die Abzahlung ihrer Verbindlichkeiten selbst in die Hand nehmen möchten.

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Leseprobe:
Wie bekomme ich meine Finanzen in den Griff?
Viele Menschen nehmen ein Buch wie dieses in die Hand, denken und hoffen, mit dem Lesen fänden sie das Patentrezept, seien alle Probleme gelöst und sind dann enttäuscht, dass sich am Ende des Buches nichts an ihrer Situation geändert hat.
Mit großen Hoffnungen, Plänen und Zielen lesen sie eifrig Seite für Seite, bis sie zu der Erkenntnis kommen, dass sie auch selbst etwas dafür tun müssen. Hier ist dann der Punkt erreicht, wo sich entscheidet, wer wirklich etwas mit diesen Informationen erreichen will und wer nur auf der Suche nach einfachen Lösungen ohne jegliche Anstrengung ist.
Das Buch „Finanz-Chaos?“ ist aus der Idee heraus entstanden, Ihnen, lieber Leser, liebe Leserin, einen Weg aus der Praxis aufzuzeigen, den jeder umsetzen kann. Es liefert Ihnen bewährte Tipps, Ideen und Lösungsansätze aus den unterschiedlichsten Bereichen zum Thema „Geldprobleme“.
Was am Ende dabei herauskommt, wenn Sie mit diesem Buch arbeiten, hängt einzig und allein davon ab, wie ernst es Ihnen mit Ihrer finanziellen Situation ist, und überhaupt damit, etwas in Ihrem Leben zu verändern.
Ganz sicher ist dies kein „Schönreden-Buch“ welches Ihnen rät, alles beim Alten zu belassen oder immer die Schuld bei allen anderen, nur nicht bei sich selbst zu suchen.
Des Weiteren ist es nicht geeignet für Menschen, die denken, dass von heute auf morgen alle ihre Probleme im finanziellen Bereich gelöst werden. Geldsorgen und Schulden entstehen oft über Jahre, sind eine sich immer mehr nach oben drehende Spirale – oftmals sogar ohne Ende!
In diesem Buch geht es darum, dieses Dilemma, vor allem aber auch das eigene Verhaltensmuster zu durchbrechen, neue Wege zu finden und zu gehen.
Ein neues, anderes Leben zu beginnen, mit dem Ziel, in einem angemessenen Zeitraum Ihre finanzielle Situation in einen machbaren Plan umzuwandeln. Falls vorhanden, Schulden nach und nach abzubauen – schuldenfrei zu werden und gleichzeitig Geld anzusparen.
Hierbei geht es um Konsumschulden, nicht um Schulden von geschäftlicher Natur (denn das sind oftmals tatsächlich „vernünftige“ Verbindlichkeiten). Das Tempo, die vorhandenen Möglichkeiten und den erforderlichen Zeitraum bestimmen Sie dafür selbst.
Sie halten dieses Buch in den Händen, sicherlich aus den unterschiedlichsten Gründen, mit den unterschiedlichsten Hoffnungen und auch Erwartungen, aber sicherlich alle mit dem gleichen Ziel. Wenn Sie Erfolg in Ihrem finanziellen Bereich haben wollen, bedeutet dieser Weg in erster Linie zunächst Entscheidungen und Veränderungen für Sie.
Veränderung im persönlichen Bereich, im beruflichen, im privaten, vor allem aber im finanziellen – kurz gesagt: Wenn Sie sich mit den Ursachen Ihrer Finanzmisere befassen, kann sich schlagartig auch in allen anderen Lebensbereichen etwas verändern.
Wie hoch auch möglicherweise Ihre Verbindlichkeiten heute sein mögen, werfen Sie die Flinte nicht ins Korn. Bringen Sie den Mut und auch die Energie auf, diese Situation für sich selbst ins Positive zu wenden. Gerade finanzielle Sorgen und Nöte können einem die ganze Energie rauben und ein erhebliches Maß an Lebensfreude nehmen. Alleine schon aufgrund Letzterem sollten Sie Ihr Ziel in Angriff nehmen!
Ich hoffe, Sie finden hier Hilfestellungen, Anregungen und Arbeitstechniken, die Ihnen diesen Weg ein bisschen erleichtern können. Ebenso hoffe ich, dass Sie stets die Motivation haben, immer „am Ball“ zu bleiben, bis Sie an Ihrem Ziel angekommen sind.
Lesen Sie zunächst einmal alles durch und verschaffen sich einen Überblick. Dann fangen Sie wieder von vorne an und setzen die einzelnen Arbeitsschritte, die für Sie machbar sind, in die Tat um. Lesen Sie auch die Kapitel, die Sie nicht direkt betreffen – hier finden Sie vielleicht auch noch den einen oder anderen Tipp, den Sie möglicherweise anderweitig nutzen können.
Ganz wichtig ist auch: Denken Sie nicht darüber nach, ob Sie das alles schaffen. Fangen Sie einfach an und erledigen Sie die Schritte „step by step“ – alles andere kommt von alleine und ergibt sich oft aus der jeweiligen Situation heraus.

Im Kindle-Shop: Finanz-Chaos?: So bekommen Sie Ihre Geldsorgen in den Griff

Mehr über und von Elisabeth Mecklenburg auf ihrer Website.