29. Juli 2022

'ANCOS: Die komplette Bilder der Apokalypse Trilogie' von Michael Hirtzy

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28. Juli 2022

'Herbstfrüchtchen (Herbstfrühling 3)' von Angelika Godau und Luise Klein

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27. Juli 2022

'Mr. Never-Ever (The Cavaliers 1)' von Monica Bellini

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website | Autorenseite
Ihre Initialen ergeben das Wort CAVALIER … was sie definitiv sind … abgesehen von atemberaubend sexy und scharf wie Chili. Kurz gesagt: Hot as Hell.
Sie sind THE CAVALIERS.
C.A. sind die Initialen des Amerikaners Clive Atkinson. Das ist seine Geschichte.

Clive Atkinson arbeitet in Genf für die Vereinten Nationen. Er geht in seinem Job auf, nur gelegentlich gönnt er sich einen One-Night-Stand – vom Flirt bis zum Sex, nie darüber hinaus. Bis er über sein weibliches Pendant stolpert …

Die Journalistin Janet Thompson ist zwar blauäugig und blond, aber vom Barbie-Klischee eine Galaxie entfernt. Die Überholspur gehört ihr. Ihre Kollegen können lediglich ihre Rückseite bewundern, als sie im europäischen UN-Headquarter akkreditiert wird. Karriere ist alles, Männer nur ein gelegentlicher Zeitvertreib. Und so verwirrend dieser superheiße Clive auch ist – mehr als eine Nacht ist nicht drin!

Abgeschlossener Liebesroman mit heißen Szenen und Happy End.
Mr. Never-Ever ist der erste Roman der Reihe The Cavaliers. Alle Bücher können ohne Vorkenntnisse gelesen werden.


Anleser:
»Großartig, Janet.« David Todua sprach sie mit ihrem Vornamen an, und plötzlich hatte sie das Gefühl, dazuzugehören. Es dauerte allerdings nur eine oder zwei Sekunden, denn das, was er sagte, als er weitersprach, zog ihr den Boden unter den Füßen weg. »Ihr Vorschlag wurde somit unmissverständlich angenommen, was automatisch mit sich zieht, dass Sie an der Umsetzung arbeiten werden. Sprich, Sie, Ms. Thompson, werden die Entscheidungsbefugten seitens der WHO und des UNHCR zusammenbringen. Aber Sie werden das natürlich nicht allein tun, dazu wäre es zu diesem Zeitpunkt schlichtweg zu früh. Clive Atkinson kennt alle Abläufe und all die Regeln, die innerhalb unserer Organisation eingehalten werden müssen, um diplomatische Verwicklungen zu vermeiden, und hat schon viele derartige Projekte geleitet. Er ist der richtige Mann für Sie!«
Janets Herz rutschte abwärts. Es fühlte sich an, wie wenn sich ihr lebenserhaltendes Organ plötzlich nicht mehr in der Brust, sondern in ihrem Bauch befände. Dort spürte sie ihren Puls – und als sie ihren Blick Clive zuwandte, sorgte ein eiskalter Schauer, der sich von ihrem Nacken löste und wie ein Blitz über die Wirbelsäule nach unten sauste, dafür, dass sie Gänsehaut bekam.
Danach fehlten in ihrer Erinnerung einige Minuten. Sie begriff nämlich erst, dass das Meeting beendet war, weil Stuhlbeine über den Boden rutschten, Menschen aufstanden und zugleich der Geräuschpegel im Raum anstieg. Ein paar Leute lachten und im selben Moment näherte jemand seinen Kopf von hinten dem ihren. Sie musste sich nicht umdrehen, um zu wissen, wer es war. Clives unverkennbarer Duft hüllte sie ein.
»Wir müssen reden.« Er sprach nicht, er knurrte.
»Aber doch nicht hier«, erwiderte sie flüsternd.
»Natürlich nicht«, blaffte er.
Sie erschrak, fühlte sich beengt, rutschte auf der Sitzfläche zur Seite, während sie ihren Rücken über die Armlehne nach hinten bog und ihm ihr Gesicht zuwandte. Hätte sie das nur nicht getan! Die steile tiefe Falte an seiner Nasenwurzel sprach Bände. Janet schluckte.
»Erinnerst du dich noch, wo ich wohne?«
Automatisch nickte sie.
»Heute Abend um acht bei mir. Sei pünktlich.«
Sie begriff erst, was geschehen war, als Clive Atkinson längst den Raum verlassen hatte. Doch sie kam nicht dazu, darüber nachzudenken, dass seine Frage, ob sie sich noch an die Adresse erinnern würde, eine Unverschämtheit war. Wie denn nicht? Sie hatte mit ihm in seiner Wohnung den besten Sex ihres Lebens gehabt – und nicht nur ein einziges Mal!
»Janet, ich bin Birgit Wyss, Mr. Toduas Sekretärin.« Die Frau mit den karottenroten Haaren reichte ihr die Hand. »Du bist eine wohltuende Überraschung. Was hältst du davon, mir beim Mittagessen ein wenig von dir zu erzählen?«

Janet dachte erst wieder an Clives taktlose Frage und die Art, mit der er sie zu sich einbestellt hatte, als das Taxi kurz vor acht vor dem Apartmenthaus hielt, in dem er lebte. Plötzlich war die Wut erneut da, als ob sie nie verschwunden wäre. Sie zahlte die Fahrt, stieg aus dem Wagen und stürzte zum Klingelbrett neben dem Eingang. Lediglich die Tatsache, dass das Haus eine überschaubare Anzahl von Wohnungen und bloß zwei pro Stockwerk hatte, ließ sie auf Anhieb die richtige Klingel finden, denn anstelle von Namen waren auf den Schildern nur Nummern zu lesen. Clive antwortete nicht. Stattdessen schnarrte der Türöffner. Janet hatte es zu eilig, diesem verdammten Mistkerl ihre Meinung zu sagen, um den Lift zu nehmen. Sie lief die Treppe nach oben. Clive lehnte barfuß in einer tief auf den Hüften sitzenden Trainingshose und einem Shirt gegen den Türrahmen, packte sie an der Hand, zog sie in den Flur und trat die Tür mit dem Fuß zu.
»Hat dir schon jemand gesagt, dass du ein Ar...«
Er erstickte die nächsten Buchstaben und den Rest des Satzes, indem er ihre Lippen mit den seinen verschloss, seine Zunge dazwischenschob und sie so hart und leidenschaftlich küsste, dass sie einen Blackout hatte. Als sie zu sich fand, konnten ebenso zwei wie zwanzig Minuten vergangen sein – sie wusste es nicht. Aber ihre Wut flammte sofort wieder auf.
»Du bist so ein verdammter ...«
Clive legte seine Hand auf ihren Mund. Er schüttelte den Kopf und seine braunen Augen schienen golden zu funkeln.
»Sei still, Janet. Ich will nicht hören, was du zu sagen hast, bevor wir beide nicht miteinander fertig sind. Bis dahin lass uns jetzt einfach nur so tun, als ob der heutige Tag nicht stattgefunden hätte.«
Sie wiederholte fragend die zwei Wörter, an die sie sich erinnerte. »Miteinander fertig?«
Clive nickte, ließ resolut ihre Jacke von den Schultern gleiten und öffnete mit einer Hand die Knöpfe ihrer Bluse. Mit der anderen bugsierte er sie in den rundum verglasten Wohnraum. Dort beugte er sie über die Sofalehne, schob ihren Rock mit festem Griff nach oben und stöhnte auf. Vermutlich, als er die Bordüre der halterlosen Strümpfe und die nackte Haut darüber bemerkte. Oder aber …

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22. Juli 2022

'Versprochen, zu dienen' von Lilly Schwarz

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21. Juli 2022

'Tatort Karlsfelder See' von Ruth M. Fuchs

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20. Juli 2022

'Mr. Indestructible (The Cavaliers 2)' von Monica Bellini

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13. Juli 2022

'Mr. Breathtaking (The Cavaliers 3)' von Monica Bellini

Kindle (unlimited) | Taschenbuch
Website Monica Bellini
Ihre Initialen ergeben das Wort CAVALIER … was sie definitiv sind … abgesehen von atemberaubend sexy und scharf wie Chili. Kurz gesagt: Hot as Hell.
Sie sind THE CAVALIERS.
E.R. sind die Initialen des Engländers Ethan Reed.
Das ist seine Geschichte.


Ethan Reed, der Alleinerbe des Duke of Somerset, lebt für seine Rennpferde. Frauen und andere Lebewesen passen nicht in sein Leben. Das ist eine unumstößliche Tatsache. Bis er einen schwer verletzten Border Collie findet und auf die bezaubernde Hundepflegerin Lottie trifft, die bei seinem Anblick erstarrt – und ihn zum Teufel schickt. Mit Menschen, die keine Hunde mögen, will sie nichts zu tun haben – aber er mit ihr.

Princess Charlotte widmet sich gleichermaßen ihrem offiziellen Leben und ihrer geheimen Leidenschaft. Nur Queenie, ihre Malteser-Hündin, teilt beides mit ihr. Doch dann steht plötzlich Ethan Reed vor ihr – und erkennt sie nicht. Wie denn auch? Und dass ihr Alter Ego Lottie in seiner Nähe weiche Knie bekommt, macht alles noch komplizierter ...

Abgeschlossener Liebesroman mit heißen Szenen und Happy End.
Mr. Breathtaking ist der dritte Roman der Reihe The Cavaliers. Alle Bücher können ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Anleser:
Es gab Ja-Tage, Nein-Tage und Montage.
Letztere waren den meisten Menschen verhasst. Nahezu allen, soviel sie wusste. Princess Charlotte, das Nesthäkchen unter den Enkelkindern der Queen, hingegen liebte sie. Daher wachte sie auch an diesem Montag mit einem Lächeln auf den Lippen auf, sprang aus dem Bett, ignorierte das protestierende Knurren, das aus dem Hundekörbchen kam, und lief zum Fenster. Mit Schwung schob sie die Vorhänge zur Seite und sah nach draußen. Seitdem sie dem goldenen Käfig und der opprimierenden Fürsorge all der Bediensteten im Buckingham Palace entkommen war, begann sie jeden Tag mit einem Blick auf den Chester Square mit den hohen Bäumen, die bis zum zweiten Stockwerk und noch ein wenig darüber hinaus reichten. Die Gewissheit, dass hinter den Baumkronen – nicht einmal eine Meile entfernt – ihr ehemaliges Zuhause lag, der königliche Palast, der jahrelang ihr goldener Käfig war und den sie daher mehr gehasst als geliebt hatte, erfüllte sie mit Wärme. Was sie niemals zugeben würde. Niemandem gegenüber.
Seit Jahren arbeitete sie hart an ihrem Ruf und dem Bild, das die Öffentlichkeit von ihr hatte. »Enfant terrible« war noch der schmeichelhafteste Ausdruck, den die Presse für sie verwendete, was schlichtweg daran lag, dass die französische Sprache alles netter klingen ließ. Sie liebte diese Bezeichnung! Fast so sehr wie »verzogene Göre«, »selbstverliebte Prinzessin« und »Royal It-Girl«. Und obwohl sie die Wochenenden hasste, war es beruhigend zu wissen, dass es ihr auch gestern wieder gelungen war, noch ein Schärfchen dazuzulegen. Dabei hatte sie dafür nur eines der für Princess Charlotte typischen mit Strass dekorierten Outfits tragen und Queenies Halsband und Leine darauf abstimmen müssen, Glitzersteinchen inklusive. Nicht zu vergessen das Schleifchen aus dem kirschfarbenen Stoff ihres Kleides, mit dem sie ein Büschel ihres seidigen weißen Fells auf dem Köpfchen zusammengefasst hatte. Charlotte litt immer an Phantomschmerz, sobald sie Queenie die lächerliche Schleife verpasste. Sie spürte dann das unangenehme Ziepen an ihrer Kopfhaut und konnte es ihrer Malteser-Hündin nicht verdenken, dass sie davon unausstehlich wurde, die Zähnchen fletschte, knurrte, Journalisten ankläffte und sich nicht selten an irgendeinem Hosenbein festbiss. Und nicht immer erwischte sie dabei nur den Stoff.
Was jedoch wiederum Charlottes Ruf zugutekam.
Längst hatte sie den Status der süßen, bedauernswerten, kleinen Prinzessin verloren, deren Mutter sich mit einer Handvoll Barbituraten und einer halben Flasche Gin das Leben genommen und sie zur Vollwaise gemacht hatte. Darüber, dass es nie einen Vater gegeben hatte, auch wenn das idiotisch war, weil ja jeder wusste, dass nur die Jungfrau Maria ein Kind ohne Zutun eines Mannes aus Fleisch und Blut geboren hatte, sprach ab diesem Zeitpunkt niemand mehr. Selbst die Regenbogenpresse, die ihre Mutter jahrelang verfolgt und all ihre Exzesse ausgeschlachtet hatte, verstummte.
Natürlich bekam Charlotte damals, im Alter von fünf Jahren, nichts von alldem mit.
Ihre Granny, die nicht nur dem Königreich und dem gesamten Commonwealth vorstand, sondern auch und vor allem den Byrons, der berühmtesten royalen Familie der westlichen Welt, hatte dafür gesorgt. Ob mit Geld, gutem Zureden oder dem Verleihen irgendwelcher Titel an Medienmogule, die dadurch zum ewigen Schweigen gebracht wurden, hat Charlotte erst viele Jahre später begriffen.
Schmerzhaft.

Das geschah, als sich die Presse am Tag nach ihrem achtzehnten Geburtstag auf sie gestürzt hatte. Die Party zu ihrer Volljährigkeit war der Startschuss für die niederträchtige, gemeine, hinterhältige Berichterstattung über sie, die ihr den Atem geraubt und die Tränen in die Augen getrieben hatte.
Tagelang hatte sie sich in ihrem Zimmer verkrochen, Besucher abgewimmelt und Anrufe ignoriert, schließlich einzig mit ihrer Großmutter gesprochen. Notgedrungen, weil wahrlich niemand Queen Victoria ungestraft die Stirn bieten konnte. Auch sie nicht, obwohl ausnahmslos alle anderen Byrons – teils milde lächelnd, teils mit unterschwelliger Eifersucht – behaupteten, dass sie Grannys absoluter Liebling war. Was Ihre Majestät weder abstritt noch bestätigte. So wie die Queen sich immer dann hinter ihrem allseits bekannten stummen Lächeln verschanzte, das sowohl Pressevertretern als auch Familienmitgliedern klarer Hinweis war, dass sie keine Fragen beantworten oder beiläufig geäußerte Anmerkungen kommentieren würde.
Charlotte kannte jedoch nicht nur die öffentliche und die familiäre Seite der Queen, die ihrem verstorbenen Prinzgemahl jahrzehntelang eine hingebungsvolle Ehefrau gewesen und ihren Kindern eine zuneigungsvolle, gerechte und dennoch strenge Mutter war und sich bei ihren Enkelkindern das Privileg leistete, das ihrer Meinung nach Großeltern zustand. Ihre Majestät liebte sie alle, zog jedoch ungeachtet dessen manchmal ein Mitglied der mittlerweile durchweg erwachsenen Enkelgeneration vor, nur um sich ein paar Tage oder Wochen später einem anderen zuzuwenden. Charlotte ausgenommen, die eine Sonderstellung einnahm.
Queen Victoria war seit dem unerwarteten Freitod ihrer jüngsten Tochter offiziell Charlottes Erziehungsberechtigte, ihre Bezugsperson, der einzige Mensch ihrer Familie, den Charlotte ohne Vorbehalt liebte.
Und genau aus diesem Grund war sie auch mit der dritten Seite der Queen vertraut, die außer ihr einzig ihr Großvater gekannt hatte.
Queen Victoria war eine Rebellin und wäre liebend gern eine Spionin der Krone geworden, wenn sie selbst nicht die Krone hätte aufsetzen müssen. Ihre Majestät verehrte den viel zu früh verstorbenen Schriftsteller Ian Fleming – und vergötterte den von ihm erschaffenen James Bond. Selbstverständlich hatte sie all die Spionageromane mit dem Geheimagenten in der Protagonistenrolle zigmal gelesen und die Verfilmungen so oft gesehen, dass sie ganze Passagen mit geschlossenen Augen rezitieren konnte. Schlicht und ergreifend gab es keinen Trick von 007, den sie nicht bis ins allerkleinste Detail kannte, und einige mehr, die sie selbst erdachte und bis heute in Notizbüchern festhielt, die sie in den nur ihr zugänglichen Wandtresoren in den Schlafzimmern ihrer verschiedenen Residenzen aufbewahrte. Denn sie mochte zwar alt sein, aber ihr Geist war jung geblieben und ihre Fantasie kannte keine Grenzen.

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11. Juli 2022

'18 Tage: Die Tenkterer Legende' von Michael Reisinger

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8. Juli 2022

'Humboldt und der letzte Lauf' von Jana Thiem

Kindle | Tolino
Website | Autorenseite
Gerade hat Humboldt in der größten Hitze sein Rennen beim O-See-Triathlon beendet und sich mit einem Radler unter die verschwitzte Sportlermenge gemischt, da wird er zu einem Todesfall gerufen. Einer der Triathleten liegt am Rand der Mountainbike-Strecke, die über den Hochwald führt. Zunächst deutet alles darauf hin, dass er einfach gestürzt ist, aber schon bald finden die Ermittler Indizien, die auf einen Mord hinweisen.

Je länger die Ermittlungen andauern, um so rätselhafter wird der Fall. Denn das Opfer mit tschechischem Namen scheint nicht zu existieren. Das findet jedenfalls der tschechische Kollege Tomek Veselý heraus, den Humboldt hinzugebeten hat. Bald tauchen weitere Identitäten des Toten auf. Nur – wer ist er wirklich? Kann der Rechtsmediziner Dr. Lorenz Richter Licht ins Dunkel bringen?

In der Zwischenzeit plagen die Journalistin Christin Weißenburg ganz andere Sorgen, die sie mit Humboldt zu teilen versucht. Doch der ist Tag und Nacht mit seinem Fall beschäftigt. Schließlich ergibt sich eine berufliche Chance, die Christin trotz aller Konsequenzen ergreift, ohne zu ahnen, dass sie damit wieder Humboldts Vergangenheit heraufbeschwört.

Anleser:
Prolog (1991)
„Mikkel, komm jetzt raus! Mir ist kalt!“ Smila trat von einem Bein aufs andere und buddelte sich damit immer tiefer ein. Sie liebte die Unterschiede. In der Nähe des Wassers fühlte sich der Sand kühl und fest an, Richtung Dünen wurde er immer heißer und lockerer. Normalerweise würde sie noch viel länger mit ihrem kleinen Bruder im Meer toben, aber jetzt musste sie aufs Klo. Und außerdem warteten ihre Eltern sicher. Sie wunderte sich sowieso schon, dass ihr Vater nicht längst nach ihnen geschaut hatte. Er war der Ängstlichere von beiden. Zwar machte sich ihre Mutter auch ständig wegen irgendetwas Sorgen, aber sie kontrollierte sie nicht so oft.
„Mikkel, was ist jetzt?“, rief sie noch einmal.
Murrend stapfte ihr Bruder aus dem Wasser. Seine Luftmatratze zog er hinter sich her. „Och Menno, es ist doch überhaupt noch nicht spät. Und Papa ist auch noch nicht da. Los, komm nochmal mit rein.“
Smila war erstaunt, dass selbst ihrem 13-jährigen Bruder auffiel, dass ihr Vater noch nicht aufgetaucht war. Länger als eine Stunde ließ er sie selten allein. Und nun war schon viel mehr Zeit vergangen.
„Nee, wir müssen los. Es gibt sicher gleich Abendbrot“, sagte sie bestimmt. Dass sie fünf Jahre älter als Mikkel war, ließ sie nur zu gerne raushängen. Schließlich hatte sie früher häufig auf ihn aufpassen müssen, dann konnte er jetzt auch nach ihrer Pfeife tanzen.
„Müssen wir morgen wirklich schon wieder heimfahren?“, murrte Mikkel weiter, zog sich aber brav sein T-Shirt an und legte das Handtuch über die Schultern. Dann schnappte er sich die Luftmatratze. „Wir haben doch noch vier Wochen Ferien, waren doch sonst immer viel länger in Schweden. Warum denn dieses Mal nicht?“
„Ich weiß es nicht“, antwortete Smila. Auch so etwas, das ihr gleich komisch vorgekommen war, als ihre Eltern darüber gesprochen hatten, diesmal nur kurz in ihr Ferienhaus zu fahren. Hatten sie so viel Arbeit zuhause? Womit sie beim nächsten Mysterium war, denn selbst mit ihren achtzehn Jahren konnte sie nicht genau sagen, was ihre Eltern taten. Sie saßen oft am Computer, bekamen über ein gesondertes Telefon Anrufe, die meist nur kurz dauerten, und in letzter Zeit waren sie häufig unterwegs. Meistens nur ein Elternteil, damit das andere bei den Kindern bleiben konnte. Wenn Smila wissen wollte, was sie zum Beispiel in der Schule sagen sollte, was ihre Eltern beruflich taten, bekam sie immer die gleiche Antwort: Sie waren im Import- und Exportgeschäft tätig und mussten für verschiedene Firmen die Warenwege koordinieren. Geglaubt hatte ihnen Smila das nie. Aber da sie keine andere Erklärung bekam, beließ sie es dabei.
Auf dem Weg zu ihrem Ferienhaus beschlich Smila plötzlich ein komisches Gefühl. „Sag mal, was hat Mama gesagt, wann wir zum Abendbrot zurück sein sollten?“, fragte sie ihren Bruder.
„Hm, ich glaub um sieben“, antwortete Mikkel unbekümmert.
Smila schaute auf ihre Uhr. Jetzt war es fast halb neun. Nie im Leben hätten ihre Eltern sie so lange im Wasser gelassen. Sie schluckte. Was war es nur, was ihr plötzlich Angst einflößte?
„Bringst du die Luftmatratze in den Schuppen? Ich geh schon mal ins Haus, Mama und Papa beruhigen“, sagte sie zu ihrem Bruder und schob ihn in den hinteren Teil des Gartens.
Murrend folgte er ihren Anweisungen.
Mit klopfendem Herzen ging Smila zur Haustür und klingelte. Nichts tat sich. Erst jetzt bemerkte sie, dass die Tür einen winzigen Spalt offen stand. Erschrocken trat sie einen Schritt zurück. Normalerweise waren bei ihnen alle Türen rundherum zugeschlossen. Selbst die Terrassentür hatte ein Schloss und wurde nur geöffnet, wenn sie wirklich in den Garten wollten. So, wie das bei anderen Familien war, dass die Türen und Fenster den ganzen Tag offen standen, kannte sie es nicht. Sie beneidete ihre Freundinnen immer darum. Sagen konnte sie es nie, damit sie nicht ausgelacht wurde.
Vorsichtig sah sie sich um. Es war niemand zu sehen. Alles sah wie immer aus. Also drückte sie die Tür langsam auf. Auch in dem kleinen Flur konnte sie keine Veränderung feststellen. Smila nahm allen Mut zusammen und betrat das Haus. „Mama? Papa?“, rief sie leise. Keine Antwort. Auf Zehenspitzen ging sie weiter. Was sollte sie tun, wenn jetzt ein Einbrecher auf sie zukam? Ob sie besser gleich die Polizei rief, bevor sie weiterging? Am Ende waren ihre Eltern einfach nur beim Fernsehen eingenickt und sie machte hier alle verrückt. Aber sie wusste, dass das nicht wahr sein konnte. Ihre Eltern waren irgendwie immer auf der Hut.
Als sie sich dem Wohnzimmer näherte, hörte sie Mikkel hinter sich.
„Ich hab einen Hunger!“, rief er fröhlich. Dabei schleuderte er seine Schuhe in die Ecke.
Beinahe hätte Smila ihn ermahnt, die Schuhe ordentlich hinzustellen, doch jetzt musste sie ihn erstmal loswerden, bevor sie die Tür zum Wohnzimmer öffnete.
„Du sollst noch Holz von draußen holen!“, rief sie ihm zu.
„Warum ich? Du bist dran“, sagte Mikkel und schaute sie herausfordernd an.
Da hatte er recht, dachte Smila. „Ich soll Mama noch was helfen“, antwortete sie und schob Mikkel Richtung Haustür. Wieder kam er ihrer Aufforderung knurrend nach.
Als er verschwunden war, drehte sie sich schnell um. Ihr blieb nicht viel Zeit bis zu seiner Rückkehr. Eilig öffnete sie die Tür und schaute ins Wohnzimmer. Nichts! Dann wandte sie sich der Küche zu und entdeckte sie sofort. Ihre Eltern lagen eigenartig verrenkt und doch irgendwie einträchtig nebeneinander auf dem Boden und Smila musste nicht erst nachsehen. Sie wusste, dass sie tot waren. Sie blieb wie versteinert stehen und konnte ihren Blick nicht abwenden. Hatte sie tatsächlich seit Jahren damit gerechnet, dass so etwas irgendwann passieren würde? Blieb sie deshalb jetzt so ruhig?
Wieder hörte sie Mikkel im Hausflur. Langsam drehte sie sich um und ging zu ihm. Dann legte sie einen Arm um seine Schultern und zog ihn mit nach draußen.
„Smila, lass das! Wo willst du denn hin?“, fragte er und versuchte, sich aus ihrem Klammergriff zu befreien.
„Wir müssen weg“, sagte sie nur und schloss die Tür hinter sich.

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6. Juli 2022

'Mord an der Sorbonne' von Reinhard Skandera

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1. Juli 2022

'Seelenopfer' von Robert Kopic

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'Man liebt für eine Ewigkeit was man verliert' von Silvia Maria de Jong

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